Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1477 (24.3.1923)
- Date
- 1923-03-24
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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»wssatrasssmr WD^WWWW MM, «NNSM Wtener Morgenzeitnng. Die WWe« Sportler im Kampf um ihr Recht. Die beabsichtigte Entrechttm« der jüdischen Verenre m Wiener Fußballvetbarck) hat in allen nationaljüdischen Sport-! kreisen die größte Empörung hervorgerufen. Wir erhielten! zcchlreiche Zufchrrsten. die radikale Gegmmaßnahmen ver-! langten. Dr. Körner, dar einzig« nationaMdische Sportsuiaru. ider in einer FuUmll-Spovtbehörde Sitz und Stimme hatte,! legte gestern sein Mandat im Oe. F. B. nieder. An sein Schreiben. das wir an anderer Stelle veröffentlichen, schloss sich eins! lebhafte Debatte. Der Vorsitzende. Ratio uulrat Bolkert, nahm die Aufchrist lnit Bedauern zur Kenntnis. Er stellte fest, daß ,die Sachlage derart ist. dcch mar.» nichts mn könne, als Herrn!Dr. Korner, besten Verdienste besonders zu würdigen sind, ziehen zu lassen. Herr Dozent Haudeck sagte, daß es sich rm Merreichischen Fufchallsport empfindlich sichtbar machen wird, wenn man alte gewtekste Sportsleute wie Dr. Abeles, Ing. Pichl und Dr. Körner ziehen läßt. Ihn selbst hat man vor der letzten Generalversammlung des Lv. F. B. auf die Liste des Schutzverbandes gestellt, wodurch er auch gewählt wurde. Herr Dozent Dr. Haudeck erKörte. daß er nicht dein Schutzverbcmd angechörr und daß mm für ihr.« nach einem Hintertür! gesucht wird. Herr Äozsnt Dr. Hauoeck verzichtete aber aus dieses Hi-ntertürl. Er will auch dann c;uc Wahl ermöglicht sehen, wenn er keiner der beroen großen Gnrppen angehört. Was er für sich fordere, das verlange rc auch für Herrn Dr. Körner. Es erscheint ihm nur recht und billig, daß eine Gruppe, die zwei Dutzend Berenre umfaßt, die nicht dem B. A. S. Äwr Schutzvelband angehören, eine Vertvstrmg in den Fußhallverbänden verlange. Sollte der jüdische Sportverband übergangen werden, dann ist dieses Vorgehen als Vergewaltigung zu bezeichnen. Herr Partucek (V. A. S.) po^entisierte vorerst gegen den Hdrrn Dozeittm Dr. Haudeck. Die Mandate wurden nicht willkürlich unter zwei Gruppw ausgetoilr. sondern die Mandate werdm nach einem bestMumreu Schlüssel verteilt. Der V. A. S. hat dre Folgerung des bübischen Sportverbandes " immer als berechtigt gesunden, der Schutzveröand hingegen HMte sich «dmner in Schweigen. .! . Herr Meisl bedauerte tief das Ausscheiden des verdienten Dr. Äörrer. Er sagte unter anderem, daß es nicht arrgehe, Pie Hawah zu entrechten. An diesem Verein haben sämtlich? Fußballverbände und sämtliche erstklassigen Vereine schwer verdient. Er hätte von beteeri Seiten eine Würdigung dieser Tatsache erwartet. Leider ist-dies nicht eingetrofftn. Die Fordermrg des .^Jüdischen Sportoerbandes" nach einer gerechten Bsttretung D selbstverständlich . Der Vorsitzende, ' Herr Nationalrat Volkert. faßte alle NusWhrungen zusammen Sämtliche Redner anerkannten, daß der .jüdische Sportverband" em Recht ans Mandate habe. Er Mfe, daß die Generalversammlu na des Wiener Fußballverbaivdes, die heute ,iu der Bäckerger-osfeuschast stattsindet, dem Wunsche Rechnung-tragen wird. Nationalrat Volkert hoffte, daß Dr. Körner dann wieder zur Mitarbeit gewonnen werden dürft«. Ausfallenderweise hättet sich!om einziger Vertreter des Schutzverbandes zu Worte, gemeldet. Schließlich wurde auch in der gestrigen Borstandssitzung des Oe. F. V. beschlossen, den Saal in der Bäckergenossenschaft auch für Montag zu mieten, damit die Generalversammlung des W. F. B. fortgesetzt werden könne, falls sie heute nicht zu Ende geht. & Der Brief des Präsidenten der Hakoah. Meine sehr geehrten Herren! Die Vorfälle der letzten Zeit Kvingen mich, das.-mir seinerzeit dank dem Entgegenkommen des B. Ä. S. in der Generalpersammlnng des Oe. F. D. verliehene Mandat zurückzulegen. Wahrend der ganzen AKandatsdauer habe ich es peinlich vermieden, mich als Vertreter des Wischen Sportveribandes zu gerieren, da ich der größte Gegner des -Hinsintragens der Politik in derr Sport bin. Mit ruhigem Gewissen kan« ich behaupten, daß ich stets voll« ßvmmen unbefangen in allen sportlichen Fragen mein Votum abgegeben habe, ohne auf die -eine oder andere Gruppe des Derbaydes und^chve Stellungnahme Rücksicht zu nehmen. Ich entschied lediglich auf.Gnutd meiner ija-hrFchnt-e-langen Erfahrung im Sporte. Meinen Gesinnungsgenossen, die mich veranlassen wollten, im Vorstände des Oe. F. P. energisch für die Gleichberechtigung des Jüdischen Spovtverbandes mit- 'den beiden übrigen Zweckverbänden einzutreten, predigte ich stets, daß es-nur einen einheitlichen Verband geben könne, )vo jedes Vorstandsmitglied einzig und allein die Interessen des allgenieirren Sportes zu vertreten habe. Ich negierte immer wieder, daß bei jeder Tlbstimmung die Ztveiteilung in V. A. S. und Schntzverband zutage trete, was mir meine Gesinnungsgenossen vorhielten, obwohl ich mir innerlich eingestehen «muhte, daß sie vollkommen int Rechte waren. Außerhalb -er Sitzungen unternahm ich es, mit beiden Grttppen über die Anerk-eimun-g des Jüdischen Berbandrs zu unterhandeln, mtd ich muß konstatieren, daß es <ot reichlicher! Zusagen und Versprechungen von beiden Seiten nicht mangelte. Beide Gruppen zeigten Verständnis für unsere Forderungen und würdigten die Taktik der friedlichen Verhandlungen, die der Jüdische Sporwerband auf meinen Vorschlag eingeschlagen hatte. Das Resultat der langwierigen Verhandlungen, der Zusagen und Versprechungen, der Würdigung und Anerkennung ist der Wahlvorschlag der beiden Gruppen, B. A. S. und Schutzvcrbaud, «der ohne Debatte zur Kenntnis genommen wurde und in welchem die dritte Gruppe, der Jüdische Sportverband, wieder vollkommen unberücksichtigt geblieben ist. Ich muß mir fetzt eingesteherr, daß ich mit meiner Auffassung den Vereinen des Indischen Sportverbandes nur geschadet habe, daß ich es aufs tiefste bedauere, mcht vom ersten Alrgenblick meiner Mandatsdauer energisch rmser gutes Recht verlangt zu haben. Ich muß «leider konstatieren, daß ich durch Monate mit führenden Männern beider Gruppen unterhandelt habe, die es ruhig zuwege bringen, eine große Gruppe von Vereinen zu vergewaltigen, weil sich letztere treu zu ihrer Idee bekennen und sich weigern, in eine der «bestehenden Fraktionell einzutreten. Diese leider zu spät gemachte Erfahrung zwingt mich, mein Mandat niederzulogen, was «ich den geehrten Vorstand bitte, zur Kenntnis zu nehmen. Mit-dem Ausdruck 'der vorzüglichsten Hochachtung, Docktor I. Körner. Ae erste« FrllhjahrssPlele. Das Meisterschaftssckhr hält sich nicht au die keckeicharischen Bestimmungen. Es beginnt im September und endet im Juni.-Die Winterpause teilt es in zwei Hälften, wobei die eine die Herbst- und die andere dir Frühijährsspielzett genannt wird. Die heurige Frühijahrssaison hat bereits 'begonnen, doch verdienten die bisherigen Treffen mit Rücksicht aus die WitlerungLverhältnisse nicht die Bezeichnung Frühjahrsspiele. Die heutigen und morgigen Kämpfe dürften sich nun erstmalig der Gunst der Sonne erfreuen. Das schöne Wetter und die zu erwartenden ' heißen Kämpfe dürften allen Sportplätzen «einen Massenbesuch verschaffen. Keinen einzige« Treffer hat die Hakoah in der Frühjahrssaifon noch erhalten: W. A. F., Hertha,' Ostmark und Bratislava brachten es nicht zuwege, das Heiligtum der Krieauer zu entweihen. Diese Tatsache, an sich beweist, daß sich die .Hakoahner derzeit in sehr guter Verfassung «befinden. Morgen werdetr sie im Kampfe gegen Apmira, der in' her Krieau vor sich geht, kaum diesen Rekord seschalten können. Äkmrira hat heuer schon einige Kraftproben mit ausgezeichnetem Erfolg bestanden. Der wertvollste Sieg war Nnstveitbar der «Über die Amateure. Die letzten Resultate legen öavon Zeugnis ab, daß sich beide Mannschaften in gtlter Kondition befinden. Im morgigen Treffen steht sowohl für die Hakoah als auch für die Admira viel aus dem Spiele. Der jüdische Verein könnte durch einen Sieg vom warnten bis aus den siebenten Platz dorstoßen. Eine Niederlage hingegen scha«fft die Möglichkeit, daß er von W. A. C. und F. A. C. überholt wird. Die Hakoah tvürde in diesem Falle sich gemeinsam mit Sttnmering und Rudolsshügel in der Gefahrenzone des Abstteges befinden. Wenn der W. A. F. gegen Simmering verliert.- dann würden die Krieauer selbst durch ein unentschiedenes Resultat in der Tabelle um einen Platz vorrücken. Die Admira, die derzeit den'dritten Platz einnimmt, kann auch im Falle 'ihrtxs morgigen «Sieges ihre Position nicht verbessern. Die Floridsdovfer könnten unter Amstättden selbst dann die drttte Stelle verlieren,,«wenn sie morgen unentschieden spielen. Die Hakoahner haben im Frühjahre nur am Meister- ^schcrftssptel und zwar gegett HeÄha, ausgetvagen. Der halbe (43. Fortsetzung.) David Alrov. Roma» von Disraeli (Lord Beaconsfield). Ans dem Engüschen übersetzt von G. Unna. ' 15. Die Ebene war mit Leichen von Menschen u>nd Pfer- Len, Waffen «wnd Stem-darten und urngestürzten ZÄten besät. Als Mwy von der Verfolgung des «Swlürns von Rrmr zuruckgekehrt war, ließ er' durch Trompetenschall zu den Waffen rufen, sprang, mit Mut und Staub, bedeckt, von feinem Stveitwsie und stellte sich, auf fein blutiges Schwevt sich lchmnd und von stzüten siegreichen HesrDhre-rn umgeben, vor Maleks ZM.^ . ,tapferer Jabasto^, rieft der Eroberer und reichte dem Hohenpriester die Hand; ,/t§ -war ein Glück, daß Eure .Truppen solch einen Anführer hatten; kein anderer als Ihr hatte sie wieder sammeln Gnnen. Ihr müßt Eure Burschen ein wenig mehr emübm,, ehe sie wieder kcchpadozische Reiterei angrerfen. Mutiger Scherivcch, wir werden deinen Angriff nie vergessen. Asriel,' ' sage der heiligen Mache in meinem Nvmen> daß^ wir. den Sieg aan Tigris ihren Schwertew verdanken.- - Hthamar, welches sind unsere Mchesten Truppen?" '- - . „Dir Legion von'W«r'bijau, Herr." '^Wie stark'kann sie wohl sein?" „Zwölstaachnd Marm, Zwei Drüteile daivon sind Mch bereit." „Tapferer Jthamcne,^ nimmt die Adeckbffcmen und eme Abteilung imferer heiligen' Wache, eile damit nach Bagdad und fordere die Stadt 'zur Uebergabe auf. Bietet dir der Sulta« von Rum eine Schlacht an, sv suche dir eine gute Stellung, mb «c soll WsmdW seinen Wunsch echlltt sehe«. Jetzt muffen die Truppeir erst ausru'hen nach den schnellen Märschen mvd dem heftigen Gefecht, Ich er wird sich dort nicht aufgehalten haben. Fordere also die Stadt zur Uebergabe auf und sage, daß, wenn sie den geringsten Widerstand, leistet, sie so verwüstet -werden soll, wie das alte Babylon. BerhaMe mit keiner bswaffneten Macht... Wo ist tter Krieger, der mich vor einem gespaltenen Schädel rettete? Er hieß Benaja!" „Ich erwarte Euren Befehl, Herr!" ,^Ihr seid Hcmptmcmn. Schlicht Euch der .Heeresabteilung Ithamars an und erringt Euch neue Lorbeeren, dis wir uns Wiedersehen. Trauter Asriel, «meldet Eurem Brttde-r unser-Glück." ,^> err, es sind schon mehrere Dataren «nach Hamadan abgesendet." „Gut. Schickt noch einen mit diesen Zellen an Mirjam. sendet Maleks Zelt als SiegesLeute der Stadt^ zum Geschenk. Elnebar, Goliath der Hebräer, Ihr trugt unsere heilige Standarte wie ein Held! Wie geht es der.Prophetin.?^ Ich sah sie 'beim Angriffe, in ^unferen Reihen,' sie schwang M Schwert in ihrem schneeigen Arm, das lange, schwarze -.Haar flog im Sturme, die Augen schleuderten Blitze? ' \ , V - „Det König blutet", sagte Iabastvr. " ' . „Ni«n wenig. ES wnd mir woktmr. Ich sichle - eine Art Fisbsü. Ein Königreich für einen Trunk Wafferftllnd nun zu .ückferen verwundeten Freunden. Asriel, ordue^du das Lager. M ist Sabbatabend. Die .Zeit drängt." ' - - - 16. - ..../ '.: Die Token wurden geplündert «und in den Flüff ge- ' werfen.. Alle Hebräer bezogen das Lager. A'lroy besuchte mit seimn vorzüglichen Heerführern die Verwundeten und lobte dte TaPfeven. Las geschästige LreM^ das stets M 34. März 1923 Nr. 147» Kakoah-Ulah, Krieau itfüm der Meierei Krieau Sonntag, 25. Mär; 1923, tzalk 4 Nhr Mleisterfchast Worher ö?e Weferven Kalk 3 Wr: Waldlaufstafette Vorverkauf ab Mittwoch: Cafe Atlashof, 1. Bez., Wiesingerstraße 11, Stadion, 2. Bez., Franzensbrückensttaße 24, und Rar Mm-iabttkerstraße 179. Mißerfolg, das Treffen endete 0:0,. war hauptsächlich darauf zurückzusühren. daß die Stürmer rncht schießen konnten. In -den beiden letzten Spielen haben die Hakocchn-er nicht weniger als zehn Tore zustande gebracht, sv daß die Bernrutung berechtigt erscheint, daß die Stürmer endlich das Schießen erlernt haben. Den Trainer setzen wir in Kenntnis und den «Möschen Spielern bringen wir in Erinnerung,, daß auf dem Hccko^-, Platz in dieser Jahreszeit ein starker Wind sein Unwesen treibt. Mit ihm sind die Hakoahner bisher noch i üie fertig, geworden. Der Sturm verliert seinen Einfluß auf die Flugrrchtnng des Balles, wenn letzterer von den «Spielern immer am Boden gehalten wird. Auch der Tormaun darf den'Goalk-ick nicht in der Richtung zum Himmel a-usfuhren, sondern er muß ebenfalls trachten, das Leder slack) nach vorne zu bringen., Wir schätzen die Admira höher ein' als die Hertha. D« Hakoah wird demgemäß «besser «spulen müssen als im Treffen g-cgen die Favoritener, um rurgeschlagen davon zu kommen. Die Hauptwasfen der FlovidsdoLfer sind das Innentrio, der Mittelläufer und die gesamte Verteidigung. Falls die Hakoahner^ aufopfernd kämpfen, jede sich bietende «Schußgolegenheit auSnützen, das Tempo beständig forcieren und 'sich vor allem vertragen, dann kann auch der Evfo-lg nicht auMeibeu. letzte Meisterscha-stsspiel sch «die Admira «mit 2:1 Toren siegreich. Schiedsrichter Hagler. Frei von Aberglaube^ . scheint «der W. A. F. zu sein. Mtt Rücksicht E-die Konkurrenz vom Sonntag trugen die Hütteldorfer ihr Meiist-rrschastsspiel' gegen F. A. C. am Samstag den -10. d. aus. Die Lerminverschiebung brachte ihnen «kein Glück, da sie unerwarieterweisie mtt« 1:2 Toren unterlagen. Obwohl -das erste Experiment mißlungen ist, hat «der W. «A. F. sein Treffen gegen Simmering, ba*; auf dem Platze des «letzten Vereines ansgetragen wird, wiederj auf Samstag, u. zw. auf den heutigen Tag verlegt. Sowchl der! W. A. F. als mch die Simmeriuger haben in der Frühjchrssaison noch keinen Sieg auf Wiener Boden «errirngen. Dem! Gesetz der Serie folgend, sollte das heutige Spiel nnentischickdenz endigen. Mt Rücksicht auf die besseren Einzelkräfte «der «Hüttel-, dorfer rechnen wir trotzdem gefühllsmäßig mit chrem Sieg.- Das letzte Spiel endete 0:0 unentschieden. Schiedsrichter Wan-! cura. Im Zeichen von Feierlichkeiten geht morgen das Treffen tSporrklnb—F. bl. C. «r Dörnbach, vor sich. Die ^HauÄ)erren haben unter großen finanziellen j Opfern ihren Sportplatz renoviert, der nun morgen der Be-! Nutzung über-Mben wird. Die Dorn'bacher werden sich sicherlich! bemühen, -das erste Spiel auf dem neuen Platz siegreich zu sie-! stalten. Die beiden morgigen Rivalen haben -herrer noch keine! einzige Niederlage erlitten, was ihnen ein gutes Zeugnis -aus-! stellt. Das letzte Spiel gewann der Sportklub 2:0. Morgen« einen Sieg fol-gt, ward jetzt noch durch - die Sorge deS Heeves, «tvelches den bevorstehenden Sabbat mit der denkbarsten Genomgjkeit begehen wollte, vermehrt. Mtt Sownen-mrtevgaNg sollte er begnrnen. Der wellenförmige Horizont machte es schwer, den Augenblick dieses Untergangs völlig germu M bestimmen: Die rote Scheibe sank hinter die purpurnen Berge; der ganze Himmel tvar mit Rosenglnt übergossen. Jetzt erblickte /man die Zeloten, stolz auf Hr-e Kenntnis des Talmuds, wie sie ein Gewvnd von weißer Farbe in den Händen hielten «und durch die Beobachtung der sich da«rauf ändernden Farben, den Eiw, tritt es «Sabbats verkündeten. Als das Gswrnd noch golden «tvar, tönte noch der Hammer des Wasfensjchmiedes, glühte noch das Feuer des Kochs, «die Reiter, führten ihre Roffe noch zum Strome, das geschäftige Futzvolk richtete seine' Zelte noch in die Höhe und arbeitete an den Palisaden.^ Das Gewind wurde vosenfarbig. Die Waffenschmiede teten mtt stärkerem Eifer, der Koch Mes mtt vermchrtem; Atem, die Zbeiter sprengten aus dem Waff-er, das Fniß-! voll warf einen unruhigen Blick auf. die bleicher «tverdende Dämmerung. Das Gewind von Seide «wurde.blau; em düsterer,' tauber, toter, schwerer Schimmer überzog seime Reinhett^ Die .Heimchen singen an zu zirpen, die Fledermaus flog kreisend über den Zellten, Hörner tönten von allen PnnÄm her, die Sonne war untergegarrgen; der! Sabbat hatte Le«! gönnen. Die Waffenschmiede waren M, das Feuer auSgo-j löscht, das Gewieh«er der Rosse und das Getös der Menschen hörte augenblicklich <mf. Eine tiefe; plötzliche, allgemeine. Ruhe senkte sich auf das gewaltige Heer. Es «war Nacht. Die heilige Sabbatlampe funkelte in jedem Zelte des Lagers,; das an Stille und Glanz mit dem stüwmefr, sternenhellen« Himmel wetteiferte. ' "! .!!! .