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Wiener Morgenzeitung · 1923-03-24 · Heft 1477 (24.3.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1477 (24.3.1923)
Date
1923-03-24
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien, Samstag Wiener Morgenzeitung. 24. Mävtz 1923 Nr. im kestes Tongeschirr fand -guten Absatz bei englischen Käufern. Reuartige Rasierapparate, österreichisches Fabrikat, wurden Eich Italien, Belgien und Holland verlaust. Motorfahrräder nden .Käufer aus Australien. Glaserdiamanten seine Wiener Pezialität) wurden flott gekauft. HauGaltungsmühlen <füx affec und Gewürze) fanden großes Ineresse; es -erfolgten zahliche Probeaufträge nach Polen, Aegypten und Italien. eim-Safes wurden flot-t verkauft in. die Provinz, dann nach chtenstein. Rmnäuien. Jugoslawien, Griechenland und Brasilien. Petrolenm-^ochapparate hatten Käufer aus dem Orient )lnd den Balkanländern. Eine neue österrelchische Spestalrtät, Kunstmarmor, hatte sehr lebhaften Zuspruch aus vielen Landern, b.rsonders aus Südamerika. Feine Drechslevwaren aus Bein lmd Galalith wurden nach England. Frankreich4md der Schweiz verkauft. Holzküchengeräte und hölzerne Halbfabrikate zu technischen Zwecken fanden zahlreiche Interessenten, besonders rus England. Kugellager-Transmissionen finden reges^Iuterlfse seitens der Provinzindustrie. Ehcm'isch geätzte Schilder jverden vielseitig gekauft. — In der Hofburg war gestern der Besuch sehr stark und ln den meisten Brauchen wurden große klbfchlüfse getätigt. Die passive Resistenz bei der Post machte tich insofern fühlbar, als mehrfach ausländische Käufer wegen Richteintresfens ihrer Gelder aus dom Heimallande an Abjert gehindert waren. Heute erzielte unter anderem die Cuchbranche gute llmsätze, wobei nach Angabe der Aussteller, mehr die Qualität als die Preise beachtet wurden. Sommer- Ware ging in großen Posten insbesondere nach Jugoslawien. In der Schuhindustrie gingen Modeschuhe nach Jugoslawien, Reurckirchner und Goiserer Bergschuhe, außer nach Wien und die Provinz, nach Polen, Jugoslawien, Saloniki, Aegypten. Schuhzubehör (Oesen, Haken und Holznägel) ging nach den Alpenländern, Konstantinopel und Aegypten. Für Schuhkisten herrschte starkes Interesse tschccho-slowaklscher Einkäufer, doch konnten wegen der Einfuhrbeschränkungen die Aufträge nur vorbehaltlich Einfuhrbewilligung erteilt werden..Eine neue Preßlnst-Schuhklebemaschime sächsischer 'Provenienz fand zahlroiche Interessenten unter den Wiener Schuhsabrrkanten. Eine der bedeutendsten Wiener Lederfirmen gibt an, sehr große Umlätze in Galanterieleder, Mod-eledor für DamenhAc, farbigem Schuhleder für Sommer. gemacht zu haben, insbesondere nach her österreichischen Provinz und Jugoslawien. Regierungsmatznahmen gegen die hohen Zuckerpreife in polen. W a r s ch a u, 23. März. Verläßlichen Informationell tufolge beabsichtigt die Regierung die Zuckereinfuhr nach Polen - jenen Kaufleuien zu gestatten, die sich verpflichten, den eingeführten Zucker zu niedrigeren Preisen als den Inlandsstucker zu verkaufen. Me diesbezügliche Verordnung soll Mitte April in Kraft treten. Die Regierung hofft durch diese'Maßnahme, Me exorbitant hohen Preise für den Inlandzucker wirksam zu bekämpfen. Erschwerung des Exportes durch die Warenumsatzsteuer. Die Warenumsatzsteuer sieht zwar die Sbeuerfreihcit -des Exrortaltes als solchen vor und enthält auch Bestimmungen über die Rückverglttung vorher bezahlter Umsatzsteuern, 'doch sind diese Bestimmungen durchaus unzureichend und entsprechen vor allem nicht 'den Bedürfnissen der Praxis. lieber eine Anlegung des Verbandes österreichischer Exporteure ist daher das B.tetttntm der Wiener Kaufmannschaft an die maßgebenden Stellen herangetreten, damit die den Export betreffenden Bestimmungen 'der Warenumsatzsteuerverordnung derart nmgepndert werden, daß anläßlich der Einführung dieser neuen Abgabe eine Beeinträchtigung des Exportes vermieden werde. Die Südbahnverhandlungen. Der Sektionschef im Fi-, ncmzministermm,Dr. Pollak. der als staatlicher-Delegierter bei den Südbahnverhandlungen in Rom war, ist gestern nach Wien Kurückgekehrt. In Rom war eine-Einigung über die Fundamentalsrage des Südbahnproblems noch nicht erfolgt/ Me darüber in der Oeffentlichkeit verbreiteten Meldungen eilen den Tatsachen weit voraus. Was im -besonderen die Frage der österreichischen Beitragsleistung anbelangt, so sind von österreichischer Seite gewisse Verbesserungen gewünscht worden« denen teilweise Rechnung getragen wurde. Die Entscheidung darüber, ob die Oesterreich gemachten Konzessionen ausreichend sind, liegt 'beim Ministerrat, -welchem Sektionschef Dr. Pollak berichten wird. Auch ergebensich Schwierigkeiten bei der Formulierung -der Rechte der Aktionäre und Obligationäre, mithin des Privatkapitgls. - Zu diesem Behufe ist die Anwesenheit des Vizepräsidenten Dr., Mauthner und des Generalrates Dr. Rosenberg in Rom' weiterhin' erforderlich. Dr. -Rosenberg fungiert hier in erster Reihe-als Berater bei der Vertragsformulierung. Da in dieser Hinsicht auch österreichische Rechtsfragen eine Rolle spielen, - hat sich die Notwendigkeit seiner Teilnahme, die zunächst wicht in Aussicht genommen -war, ergeben. Die Verhandlungen dürften nach -den Osterfeiertagen fortgesetzt werden. Die Vorgänge bei den alpinen chemischen Werken vorm. Suchywerke A.-G. Bekanntlich hat die Regierung vor einigen Tagen über Drängen der Tiroler Aktionäre der älpinen-chemischen Werke vorm.Suchywerke dieses Industriennternchmen unrer Staatsaufsicht gestellt. Vorgestern wurde vom Handelsministerium Sektionsrat Dr. Schmidt znm Staatskommissär bestellt. Wie die Korr. Herwei von -den Vertretern -der Tiroler Aktionäre erfährt, -befürchten diese, daß, wenn das Regime dieser Werke unbeaufsichtigt besteht, eines Tages keine S u b st a n z w e r t e als Unterlage für' die Aktien mehr da sind. Diese Befürchtung ist atm -so weniger von der Hand zu tvsisen. als die Hauptaktionärin der ehemaligen Suchywerke, die vberschlesischen Kokswerke, nicht nur kein Interesse daran haben, die österreichische chemische Industrie zu erhalten und auszubauen, sondern sich -vielmehr durch Stillegung oder Verlaus d'r Betriebe eine lästige Konkurrenz.vom Leibe zu schaffen. Darum wurden auch die österreichischen Interessen überrumpelt, was zur weiteren Folge hatte, daß sich die 'Kleinaktionäre veranlaßt sahen, das Gesetz anzurufen und die Regierung ihrem Verlangen Rechnung tragen mußte. Die Tiroler Aktionäre verlangen, daß der Staatskommissär durch Revision der Bücher feststelle, in welcher Situation die Koks- Werke seinerzeit die Suchywerke A.-G. übernommen haben, ans welchem Grunde dieses -Unternehmen in die gegenwärtige Situation geraten ist, und ob die wirtschaftliche Lage der Werke wirklich so katastrophal und unrentabel ist, daß kein anderes Mittel als die Stillegung, bezw. Abstoßung der Betriebe an auswärtige Interessenten übrig bleibt. 'Der Staatskommissär wird zu untersuchen haben, ob die gegenwärtige Leitung der Gesellschaft allen Bestimmungen. der österreichischen Gesetze gerächt geworden ist und ihre Kompetenz gegenüber der Generalversammlung nicht überschritten hat. Es verlautet nämlich, daß bereits im Oktober v. I. das C-W-erk in der Ungargasse verkauft worden ist und daß die Stadlauer «Werke kurz nach der letzten Generalversammlung in fremde Hände übergeben wurden. Der Erlös der ver kauften Werbe soll nicht einmal ansgereicht haben, die Schulden an die Zentralbank deutscher Sparkassen zu bezahlen. Diese Umstände sind um so auffallender, als die neue Leitung auch in der General-Versammlung am 3. Dezember v. I. über einen -sehr günstigen Geschäftsgang -berichtete, -der sich rn aufsteigen-der Linie bewege, obwohl damals -bereits infolge 'der Stabiliisi-evung der österreichischen Krone die Konjunktur in Oesterreich abgeflaut war. Die Korr. Herwei meldet: Durch das Vorgehen der oberschlesrschen Kokswerte bei den Suchywerken A.-G. .wurdendie österreichischen Interessen sehr stark -beeinträchtigt, auf welchen Umstand die Aktionäre die Regierung aufmerksam machten und zugleich der Befürchtung Ausdruck gaben, daß diese Boraangsweise leicht Schule machen kann. Felten u. Guilleaume A.-G. In der am 28. d. abgehaltenen ordentlichen Generalversammlung wurde beschlossen, -vom Reingewinn per 3.39-7,033.588 K. eine Dividende von 3000 K. Pro Aktie an die Mtionäre zur Auszahlung zu bringen. Wiener Börse. Wochenschluß und BerücksichtMng der Feiertagsnähe beeinflußten die Tendenz der gestrigen Bövse in negativer Richtung. Die KurssenLnng der ungarischen Krone wirkte ebenfalls verstinNnend. Die Besserung der österreichischen Kwne auf den internationalen Märkten bewirkte ein stärkeres Angebot in Valutawerten. Es machte sich eine gewisse Realiisationsneigu-ng geltend. Doch war das Geschäft nur auf einen geringen Umfang beschränkt und waren die Umsätze nicht groß. Ms ans Zürich eine Besserung der ungarischen Krone gemeldet wuvde und auch die Geldverhältnisse nicht so knapp waren, als es allgemein vorher befürchtet worden war, kehrte auch, eine gewisse Besserung der Stimmung wieder. Die Kontermine, die am Vortag sich stärker entfaltet hatte,- zog die Segel ein. Hervorhebung verdient unter den Kulissenpapieren die Hofherr-Aktie, welche nach ihrer vorgesttigen schwachen Haltung sich Festem von 73.100 auf 88.000 K. erhöhte. Nachbörslich stieg dieses Papier sogar auf 100.000 K. Die Ansicht, daß der Majoritätskampf in diesem Un'ernchmen beendet worden sei, scheint also, wenn die gestrigen Vorgänge in Betracht gezogen werden, nicht den Tatsachen Ml entsprechen. Auch Juli-Süd besserten sich von 599.000 auf 608.000 K. Es war die Meinung verbreitet, daß die Verhandlu-ng-en in der Südbahufrage ■ günstig stehen. Leider scheint dies nicht der Fall zu sein, und so dürften die Südbahnwerte eventuell, wenn nicht zweifellose, günstige Nachrichten einlanfen, eine Reprise erleiden. Bankaktien notierten in den meiffcen Fällen etwas niedriger. Nevmentlich ungarische Bankatkien. wie Britisch-llngarW Bank, welel'-e 5200 K., und Ungarische Kredit, welche 27.000 K. verloren. Hingegen stiegen . Oesterreichische Kredit um 1000 K. und Anglo-Oesterr. um 3500 K. Slaatsbahn verloren 8000 K., Alpine Montan 10.500 Kronen, Felten gewannen 5000 K., Krupp.3400 K., Rima 7000 K^und Skoda 44.000 K. Im Schranken inachte . die starke S-eijgevung der Gerhardus--Mien, in welchen sich ebenifalls ein Maforitäts- . kmnpf abzuspielen scheint, Auss-chen. Dieses Papier stieg von 290.000 auf 475.000 K., also um 185.000 K. Sonst war im Schranken obenso wie in der Kulisse. die Tendenz nicht einheitlich. Nordbahuaktien fielen um 200.000 K.. Karvachm BetrolMM um 150.000 K. Brauereiwerte stiegen auf die Nachrichten Wer die Bildung eines neuen BrauDartells. So stiegen , Gösser Brauerei um 19.000 K., Braubank um 12.000 K. Bezugsrechte: Oesterreichische Hypothekenbank 950, Baterl. Bangösellsschaft 2000, Vereinigte Glühlampen 160.(XX), Ung. Hofherr 130.000 bis 155.000. & Zluf dem Rentenmarkte erlitten einige Renten Rückgänge. Die österreichische Goldrente ermäßigte sich um 1600 K., die ungarische Goldrente erholte sich hingegen um 400 K. Tschechoslowakische Eisenbahnobligationen waren begehrt. Von den Exoten notierten: Eos 3150 bis 3000, Epple u. Buxbaum 22.500 bis' 25.000, ErM 17.800 bis 16.800, Mraznica 47.000 bis 49.000, Tepege 63.000 bis 68£00, Steirische Braunkohle 20^500 bis 22j500. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Movgenzeiitung".) An der gestrigen Warenbörse gestaltete sich das Ausgeüot in Chemikalien merklich kleiner und bet einigen Abschlüssen blieb die Tendenz behauptet. Interesse war vorhanden für Schwefelnatrium 60/62. und für Chlorkalzium. Der Sodamarkt, der sich in der letzten Zeit etwas zu beleben schien, hat wieder nachgelassen. Der Absatz von Kalziumsoda nach der Tschecho- Slowakei, der einigen Umfang erreicht hatte, geht auch zurück, nachdem die dortigen Solwaywerke der ausländischen Konkurrenz durch Spezialrabatte, die allerdings geheim gewährt werden sollen, zu begegnen bemüht sind. Abgeschlossen wurden: Französisches Harz W. W. zu 1.45 fron;. Franken transit Wien, Schwefelnatrium 60/62 zu 4800 K. transit Wien, inländisches Terpentinöl zu 36.000 K. Ausgeboten wurden französisches Harz zu 1.60 franz. Franken transit -Wien, Bromkali zu 22.000 K. verzollt, Rotblutlaugensalz zu 120.000 K., Aetznatron 128/130 zu 6800 K., Antichlor kristallisiert zu 2300 K. transit Wien, Chlorkalk 110/115 zu 2400 K., Chromalaun zu 9600 K., Knochenleim zu 15.000 K., Kupfervitriol 98/99 zu 8600 K., Minium Bleiberger zu 9900 K., Naphthalin in Schuppen weiß zu 2.50 tschech. K. transit Wien, Pottasche 96/98 zu 78.54 Schweizer Franken transit Passau pro 100 KilvMmm und 80/85 Hydrak zu 66.50 Schweizer FrMken transit Passau pro 100 Kilogramm, Soda kristallisiert zu 1300 K., Weinsteinsäure zu 40.000 K. O e l e u n d F e t t e. Die Stimmung war fest. Preise erfuhren gegen im Wochenlaufe Erhöhungen bis zu 500 K. AuSgeboten wurden Kokosöl techn. Cochin zu 17.500 K. (+ 500 5t). Kokosöl-Fettsäure 97/98% zu 16.700 K. (+ 200 St), holländische» Leinöl zu 17.800 K. (4- 300 K.), Speiseöl zu 18.400 5t >. (-st 200 K.), Schweinefett pure lard pro 100 Kilogramm zu, 35 Dollar (+ 60 Punkte) und Kistenpackung zu 26.600 5t j (4- 400 St), Rindertalg 43/44« Ia zu 15.800 K. (+ 400 5t). Nähr-, Lebensmittel- und Kolonialwaren hatten in den meisten Gattungen unveränderte Haltung-, offeriert wurden zu letzten Preisen die Artikeln Kaffee, Kakao-! Produkte. Gewürze, Kondensmilch, bosnische PfiMmen und boS-! nischer Lekwar. Zucker blieb fest behauptet, offeriert wurden r! Sknstall zu 4.75 tschech. K., 'Würfel zu 5.05 tschech. K. in Ganzwaggon ab Grenze unversteuert unverzollt ab Läger Wien zuj 12.800 K. und zu 13.600 K. Portrrgiesische Sardinen waren noch' zu 4850 100 K.) erhältlich. ■ . Leder. Die Ausgebote lauteten durchgehendS fester,! erhöhten sich bis zu 2000 K. Es notieren: Sohlenleder Vacheleder-Garnituren 45.000 bis, 48.000 St, Vacheleder-Croupons 67.000 bis 72.000 St, Hälse 28.000 bis. 31.000 K., Äsern 22.060 bis 25.000 K., Oberleder Boxkalf schwarz 16.000 bis 20.000 K. (ausländische Ware 22.000 bis 26.000 K.), färbtge Boxkalf 22.000 bis 26.000 K. (ausländische Ware 30.000 bis 36.000 K.), RindSbox 14.000 bis 17.000 St H (lute. Auch in Häuten waren Preise steigend von 400 biSzu 10.000 K. Es notieren: Kalbfelle 160.000 K. (+ lOiOOO K.> pro Stück, Rindshäute 14.200 K. (4- 400 St) pro Kilogramm, Roßhäute 165.000 K. pro Stück, Schaffelle 28.000 K. pro Stück, Schafblößen 20.000 K., Kitzfelle 10.000 bis 11.000 K. (4- 1000 K.), Ziegenfelle 38.000 St, Hasenfelle 15.000 bis 16.000 K. (4- 3000K.) Zum öffentlichen VerkMfe gelangten laut Art. 343 des .H.-G.-B. 61 Kisten Wirtschafts-Porzellan zu 20,100.000 K., 82 Kisten Seife zu 3250 Schweizer Fraukenund zu 12.000 tschech. K., 1540 Kilogramm Holznägel zu 575 K. pro Kilogramm transit Wien und 770 Stück MeffitlgfassonknLpfe zu 615 K. pro Stiick. Zum öffentlichen Verkaufe gelangen am 27. d. um 11 Me- 1360 lu-Zelte. Berliner Börse. Berlin, 23. März. Die B-örfe glaubt und hofft, daß mtt dm bekanntzgewordenen Zahlungsstockuwgen in der Metall- und Gürndcbranche das Schlimmste überwunden soi, was 'der U-ltiinoverlauf bringen dürfte, fo daß die Stimmung infolge von Deckungen und Rückkäufen sich allgemein fester anließ. Industrie-, Bank- und Schiffah-rtsakdien gewannen durchschnittlich 2000 «bis 3000 Prozent zurück. Im allgemeinen blieb . aber die Geschäftsstille vorherrschend. S ch l u ß k u r s e: Türkische Lose 129.600.-, Oesterr., Staatsbahn 256.000.—, Nordd. Lloyd 22.400.—, Ver. Elbe-i schiffahrt 24.100, Berl. Handelsgesellschaft 45.000.—, Kommerz. Privatbank 6500.—, Darmstädt. Bank 7100.—, Deutsche Bank, 20.000.—, Diskonto-Kommandit 9500—, Dresd. Bank 7000.—, Nationalbank für - Deutschland —. Oesterr. Kredit 8075.—. Oesterr. Länderbank 12.000.—, Reichsbank 7500.—, Wiener' Bankverein 6100.—, Wiener Unionbank 6800.—, Mg. Elektrizitäts-Gesellschaft 14.000.—, Bochum er Gußstahl 50.000.—, Daimler Mot.. .7850.—, Deutsch-Luxemb. 60.000.— Deutsche Waffen u. Mmition —, Dynamit Nobel 21.900.—, Felten u. Guilleaume 30.000.—, Gelsenkirchener Berg. 57.000.—, Th. Goldschmidt 21.600.—, Harpener Berg 133.000.—, Hirsch Kupfer 38.700.-, Höchster Farben 19.400.-, , Hohenlohe-Werke 25.500.—, Laurahütte 30.900.—, Mannesmannröhren 44.000.—, Phönix Bergbau 49.000.—, Schlickert u. Co. 34.600.—, Siemen» u. Halske 50.100.—, Telephon Berliner 9250.—. / Prager Börse. Prag, 33. Mürz. Wochendeckurigskä ufe lha-ben an der heutigen Mrs-e eine leichte Echvlung auf dem Industrieaktien-! markte herbeigeführt, obwohl sich die Kursgestaltung auch hicri! im -wesentlichen ziemÄch unregelmäßig gestaltete. Arbitragewerte, weiters Textil- und Baupapiere waren vorwiegend, niedriger. Auch Transportunternchmungen haben sich 'mit! Ausnahme von Aussig-Teplitzer-Mtien abgeschwächt. Bank-! Papiere wiesen im großen und ganzen keine wesentlichen Veränderungen auf. Auf dem Anlagemarkte setzte sich die steigende, Tendenz besonders bei den langfristigen Staatspapicren' fort. Von Exoten besserten sich bloß Vulgaren. Die Schbußtendenz, war unregelmäßig. S ch l u ß k u r s e: Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Franken 230.—, Böhm. Unionbank 376.—, Böhm. Eskomptebauk 373.—, Böhm. Jndustrialbank 460.—, Zivnostenska Banka 373.—, Anglobank —.—, Oesterr. Kredit 35.—, Wiener Unionbank 36.50, Wiener Bankverein 33.—, Buschtiehrader Eisenbahn Ltt. A 550.—, Lit. B 170.—, Ferdtnands-Nordbahn 6670.—, Prag-Duxer 145.—, Aussig-Teplitzer Eisenbahn 1150.— Nestomitzer Zuckerindustrie 1095.—, Vereinigte Elektrizität Wien 84.—, Brosche —.—, Koliner Spiritus —, Königshofev Zement 953.—, Breüfeld-Danek 390.—, Ringhoffer 665.— Simmeringer 66—, Rothkosteletzer Textil 278.— Alpine Montan 227.—, Poldihütte 422.—, Prager Eisen 918.—, Oesterr. Berg u. Hütten 1476.—, Skoda 414.—, Jnwald 660.—. Budlchester Börse. Budapest, 23. März. Die heutige Börse evöffnete in zurückhaltender Stimmung. Die Kauflust war minimal und Exekutivverkäufe b>e4virften ein Abbröckeln der Kurse. Geldangebrck war nur selten und die Geschäftstätigkeit sehr träge. Dos größte Geschäft war in valutarischen Papieren, während auf «den übrigen Märkten der Verkehr ruhiger war. Muif den: Eisenmarkte trat die rüMufige Bewegung zutage. Der Koutermine An meine Freunde! Ich D a m a s e H o b 6 als bisheriger ausschliesslicher. Erzeuger und Gründer der Likormarke „Hob6M bitte die Freunde meiner Erzeugnisse, folgendes zur Kenntnis zu nehmen: Meine von nun an nach meinen eigenen modernsten Rezepten hergestellten Likörspexialitäten werden In Hinkunft nur mehr von der Firma Hob6 Frferes der ich als Gesellschafter angehöre, ln den Handel gebracht werden. klein Vertragsverhältnis zur Grande Distillerie Fran?aise Damase Hob6 ft Cie., Wien, Prag, Budapest ‘(Hobe-Syndikat, Depositenbank, Lombard- und Eskomptebank etc.) Ist seit November 1922 endgültig gelöst. Der echte Hobö Früres-Llkär wird ausschliesslich in Flaschen in Verkehr gebracht, die in Form und Ausstattung der nebenstehend abgebildeten Flasche vollkommen gleichen. Verlangen Sie stets H o b 6 Fr^res - Lik6r! Demnächst in allen einschlägigen Geschäften erhältlich. Telephon Nr. 20 7 46 101« Ich warne vor Irreführenden Nachahmungen! Damase Hob6 Gesellschafter der Firma Hobi Frire« Wien, Grillparzerstrasse 14 MB—li—nwilll II llllllllllll'l—IWIIMIIIIl—1

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