Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1475 (22.3.1923)
- Date
- 1923-03-22
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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GetteS -.7 b». Dien, Donnerstag Wiener Morgenzeitung. SS, März 1928' Nr. 1475 Schwarze Listen gegen jüdische Kanflente. Eine WdischeAbordimng be'm KammerprSsidenten Quidenus. sich gewisse Herren, die ihre Existenz auch zum guten Teile jüdlschemGelde verdanken — rveil doch die Kammer¬ Wrse Kr lmdwirtsidastWe Produve. Die Beschlüsse der montägigen Versammlung jüdischer iÄaufle -ute, die sich mit dem Innsbrucker Jrrderrka Laster gefaßte» ttnufreit gestern durch eine fünfzchng-liedrige Abordnung 'dem Präsidenten der Wiener Handels- und Gewerbolmp-mer Dr. Quidenus übergeben. Die Wovdmmg wurde von den i Herren Gwßhändler Pollak und Vorstandsmitglied Reich ßoführt. In der an die Resolution sich anknüpfenden Aussprache protestierte die Abordnung energisch gegen die Passivität, welche die Handelskammer gegcmiiber dom Innsbrucker antisemitischen Skandal an den -Dag legt. Die Deputation forderte, daß die dem Kammerbureau angehörigen politisch-prononzierten Parteiführer in ihrer Eiaenschafals Kammer ange-- hörige öffentlich erklären mögen, daß sie vom Standpunkte der Handelskammer aus das Treiben der Hakenkreuzlcr gegen die jüdischen Handels- und Gewerbetreibenden entschiedenst verurteilen. Auch möge das Präsidium der Handels- Earmner seinen ganzen Enrsluß dahin geltend machen, daß tem sogenannten Judenkataster in Innsbruck ähnliche Besirsbungen in'Wien und Nicderösterreich bald aushören, und daß dieser poli tzsche Schandfleck 'ki Freistaate Oesterreich keine Nachahmung in anderen Bundesländern finde. Der Präsident Dr. Quidenus antwortete, daß es sich bei den Beamten offenbar um politische Betätigung außerhalb der Kammer handle. Er besitze iufolgeLessen keine Macht und kein Recht, dies den Herren zu verwehren. Ein Mitglied der Abordnung erklär e es als ausfallend, daß die Ansuchen jüdischer Kausleute abschlägig beschieden werden. Dev Präsident erwiderte, daß er als Vorsitzender der Wiener Handelsvnd Gewevbelammer nur zum Schutze der gesamten Volkswirtschaft da sei, einzelne Kaufl-eute aber nicht schützen könne. Der Präsident erklärte zum Sä'lusse,.daß er sich wohl in einer Eingabe an die Regierung wenden werde, aber es stehen ihm keine Mach mittel zu Gebote, \m die pro- «onzierten Parteiführer im Kammerüurecm zu der von der Deputaten geforderten öffentlichen Erklärung zu veranlassen. * So weit der uns zuge'hende Bericht. Es ist klar, daß die von der Abordnung verlangte Erklärung ein untaugliches Mitlel darstellt. Würden die Hakeirkreuzler im Kammerbureau »ine solche Erklärung aögeben, so würden sie damit wohl nur eine Lüge aussprechen. Es ist richtig, baß ihre politische Gesinnung ihre Privalsache ist. Es kommt aber aus ihre Tätigkeit als Beamte an und für diese trägt nach außenhin das Präsidium der Kammer die Veran Wortung., Sollte diese Körperschaft nicht chre Pflicht tun, dann ist nur dafür Zu sorgen, daß ßie nicht mehr gewählt wird. ' Daß die Kammer eine Eingabe an die Negierung.richten tM, ist sehr löblich, aber auch sehr heiter. Denn diese Eingabe wird von denen geschrieben, die mit den Innsbrucker Boykotthetzern eines Sinnes siwd .. . * Dazu wird uns von einem Kaufmann geschrieben: Die Erklärung des KammerPräsLen «n ist vollkommen ungerrnZend und beweist tun:, daß er seiner Stellung nicht gewachsen ist. Die jüdische Kaufmannschaft ist deswegen entrüstet, wett belträge in beträchtlicher Höhe auch von jüdischen Kaufleuten,; Gewerbetreibenden und Industriellen^ geleistet werden —, sich nicht genieren, bei je-der Gelegenheit ihre hakenkrouzlerische Gesinnung zu dokumentieren. Nirgends ist die private mit.der offiziellen Tätigkeit so verquickt, wie gerade bei Beamten der Handelskammer, die doch auch oft außerhalb der vier Wände des Kammerbureaus in ihrem Berufe tätig sein müssen. Die Herren vergessen, daß die Haridolskammer nicht in den staatlichen Bureaeikratismus eingereiht ist, und eine reine autonome Körperschaft ist, die nichts anderes als die Interessen ihrer Kammerangehörigen repräsentiert. Den Mischen Kummermitgliedern fällt es gar nicht ein, es zuzulassen, daß die Handelskammer, die zu einem starken Prozentsatz jüdische Kausleute, Gewevbetreibende und Industrielle vertritt, zu einem Hoi! der Hakenkreuzler werde. Der jüdische Kaufmann hat nicht die Gewißheit, daß seine In eressen auch richtig von Leuten vertreten werden, die im Innern ihm alles kingemach, wie es in den hakenkrMz?erisHen Zeitungen dokumentiert wird, z-uisügcn möchten. Jeder Volkswirt wird leicht herausfinden, daß das ' S rvben. der Hakenkreuzler im M'stevfpruch zu jeder gosunden Wirtschaft steh'. Es fragt sich, obdiese Herrschaften überhaupt für die Ver'retung von Wirtschaftsinteress en von diesem Gesichtspunkteaus g e e i g n e t s i n d. Gar mancher jüdische Kaufmann,, der die Handel Klammer aufs.icht, fühlt sich unan^enelhin berührt, wenn er solchen Leuten-seine Wirtischüsie- Interessen ander! rauen soll. Die Aeußerung des Herrn Präsiden en klingt nur wie eine Phrase. Die Kammer ist nicht zur Wahrung der Wirtschaft Oe st e r r e i ch s, scudern zur Wahrung der Jn'eressen der Gesamtheit ihrer Mitglieder verpflichtet. Das scheint er überhaupt mich einsehen zu wollen. Zur Wahrung der Wirtschaft sind die einzelnen staatlichen Organe berufen. Man kann ganz ruhig von der Handelskammer, di« doch immer das Vorloben ihrer Angestellten bei der Ausnahme genau' zu prüfen vorgibt, verlangen, daß sie für diese Stellen Leute bestelle, deren ganzes Vorleben die Gewähr für tadellose Unparteilichkeit biete, und daß sie Elemente, die ihre Ob'e-ktivitäi verleugnen, aus Geleise schiobe, wo sie mit der Wirtschaft überhaupt nichts zu Mn haben. Es gibt manche Mittel, um diese Hermen davon zu überzeugen, daß sie aus das Wohlwollen der ^Handelskammer ebenfalls angewi.esen sind. Es ist oft genug Gelegenheit gegctben, jode Gemeinschaft mit diesen Herren a>bzulshnen. - Auf alle Fälle wird die Tätigkeit dieser Herren noch genau unter die Lupe genommenwerden müssen. Nicht die jüdischen Kausleute werden die Sch-uD daran tragen, wenn sich in den Handelskammer,sitzungen eventuell gewisse Spannungen ergeben werden und wenn bei den Wah len der Ausdruck der. Mischen Kauften e in anderer Weise sich manifestieren wird als bisher. Man kann von ihnen nicht, verlangen, daß sie sich von Antisemiten strengstex Observanz und wirtschaftlich einseitig beeinflußten Leuten vertreten lassen. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzsiliing*.) Die Stimmung auf den maßgehenden Weltmärkten ist freundlicher, einerseits.w'.rd die Cn wicklnna der Saa'en sehr verschieden beurteilt, ander rsei's ist das Offert in den Er«§ zeummgslän'deru kamestveqs als reichlich zu bezeichnen. Die Tendmz^des Wiener Marktes kann orgrnirvävtig im besten Fall« als preishaltenh 'b zeichnet werden. Weizen gelangte in kleineren Mengen zum Verlaufe. Manitoba Prima ennelte 4500 K.. Sekunda 4480 K. Basis Wien. Auch minderer Bnlgarweyen fand Unterkunft zu 4100 bis. 4200 K., ebenso prima rumänischer bis zu 4800 K. Das heimische Erzeugnis erzielt uw?erär.fr rte Preise. Auch in Roggen sind die Preise ziemlich untoerändert, Bülgarroggen wurde zu 8550 bis 8-3CO K. p:-[>ar.,''c4t. Der Verkehr in Brotfrüchten lüdet yaturgeimäs; nn'er den fortf"feston schlechten Mehlabsatzver^älntnissen, da die bei-iuischen Mühlen angesichts der-noch immer vorliegenden Offerte au fremden Mehlen keine Newkäuse in Rohware tä!i-gm können. In der Slrwakei hi lt sich der Gevsteberkchr in bescheideneren Greu,'-eu, hier war nur wenig Verkehr zu beobachten. der Konsum fehlte in den letzten Taarn im Markte und ist die Pre'shaloung ein« unverändert. Mais liegt e'iw's chst x. anpob^ich evielle Mt« mc.is bis 3100 K.. Dörrmais 2900 bis 2950 K. In Hafer waren diese Woche wieder bessere AuSÄnf e in W.ag'onware zu verzeichnen, welcher Umstand sofort -"iue gewisse Beruhigung auf die Versorgungsmöglichkeiten bewirkte. Warer.bchitzer - tvaren abgabcwilli^r und könne mau um ein Weniges unter a>ntlicher. Notiz aukom-men. Ganz feine zu S'aa'^iwecken ge-.wnet« Sorten verbleiben aus bc-Hstem Preisstor.de. In Hüts'i-frücl'ten war ein sehr ruhiger Verlauf zu 'beobachten, das lb'ine Geschäft findet reichliche Deckung in fr m vorhandenen O'i'ert. Die- Preislage ist ganz -geringen Schwankungen unterworfen. Inländischer Mohn bat sich «'was verteuert und muß aegen.vär ig zu d.''isclb'n Preisen wie un'iar'scher be-rahlt werd.'n. Eine erhebliche Verflaüung hrhen Zwi>-le'n er-iahrrn. die wesentlich billiger abgegeben wurden'. Das 'M-chlgefchäft ist wei>r uubefrie-).77wd, der Konsum kauft nichts, er beschränkt sich aerad« nur auf Deckung des now-en^suftni Bedarfes. Wenn uns auch einesteils versichert wird, daß das Mehlgeschäst durch das Aüf-Hörrn dev französischen ^<>ser'e eine Baf'erung ers-chr-en kgmie, so steht andererseits zu bcfürcht-'n. fraß durch den Sturz der ungarischen Krone sich neuerlich eine über starke Vorräte verfüget'de zweite Hand bilden wird, die zufolge ihrer billigeren Gestehungskosten den Markt un'er Druck halten wird. In Weizenmehlen kam es zu kleiner n A-nkäufm z-n e'-wa 6000 Kronen, in Roggen- und Brotmehlen stockt der Ailisatz vollends, dagegen spricht sich Kleie etwas freundlicher aus. da die Mühlen sich ihrer Vorrä'e. bereits en'mißcrt und das Angebot infolge eingeschränkter Betriebe gering ist. Es notieren pro Kilogramm ab Wien: Weizen inländischer 4150 bis 4250 K., Roggen 3650 bis 3800 K., bulgarischer 3400 bis - 3500 K.. Gerste inländische 3000 bis 3200 K., slowakische 3250 bis 3450 K., Futtergerste 2400 K., Mais rumänischer 3000 bis 3150 K., Neumais Ü800 bis 2900 K., Dörrznais 2900 bis 3000 K., Hafer rumänischer 2750 LiS 2850 K., Reis itallenischer 7400 bis 7600 K., Burma 5500 bis 5600 K., Hirse rumänische 3000 bis 3200 K., bulgarische 3200 bis 3400 K., Brein 5400 bis 5800 K., Mohnsaat inländische 14.500 bis 15.509 K., ungarische 14.500 bis 15.500 K., Cirolsämen 1800 bis 2000 K., Weißbohnen ungarische. 3500 bis 3700 K., rumänische 3300 bis 3500 K., Kocherbsen inländische 5500 bis 6500 K., ungarische 3500 bis 4-000 K., holländische 8700 bis 9000 K., Anbau groß 6500 bis 7500 K., rumänische Großlinsen 16.800 bis 17.500 K., - Kartoffeln inländische 450 bis 650 K.. slowakische 460 bis 520 K., Zwiebeln Makoer oder italalienische 2000 bis 2100 K., Nüsse jugoslawische 5 bis .6.60 Dinar, rumänische "16 bis 20 . Lei, Dreßheu österreichisches 2700 K., ungarisches 1850 bis 1900 K., Roggenrittstroh gepreßt 1650 bis 1700 K., ungarisches 1500 bis 1600 K.. Schaubstroh 1700 bis 1760 K. (ab Station), Rotklee inländischer nat. 30.000 bis 35.000 K., rumänischer 65 bis 75 Lei,.Weißklee 40.000 bis 60.000 K., Esparsette 8500 bis 9300 K., Wicke inländische 4000 bis 4300 K., rumänische 12.50 Lei, Weizengrieß inländischer 7000 K., Maisgrieß 4300 bis 4500 K., Weizenmehl 0er inländisches 6300 bis 6400 K., ungarisches 5800 bis 6100 K., Brotmehl inländisches prima '4800 K., Futtermehl prima 2400 K., Brotmehl sowakisches 4er 1.85 bis 1.90 (41. .Fortsetzung.) David Motz. Roman von Disraeli (Lord Deaeonsfield). Aus de-m Englischen übersetzt von G. Unna. Dies war die Heeresmacht, die sich aus den Ebenen Aste ns sammelte, um die Fortschritte , des hebräischen Fürsten qu hemmen und die Eroberung jenes an Ermnerungen so reichen Landes zu hindert'., das seinen frommen Vätern versprechen und durch ihre Abtrünnigkeit verloren ^e.gan.'-en war. Vor den Mauern Hamadans hielt Alr.-Y über die Heere Israels Musterung, 60.000 I Mann schwer bewaffnetes Fußvolk, 30.000 Mann Begenschützen und leichtes Fußvolk und 20.000. Reiter. Nächst diesen war noch eine Schar von 10.000 mit Piken bewaffneter Nester gebildet worden, welche alle bereits im persischen Feldzüge gedient hatten und „die heilige Wache" hießen. In ihrer Mitte trug ein Riese, in einem Gehäuse von oediegenem Golde und mit Karfunkel steinen besetzt, auf einer starken Lanze von Zedernholz das Zepter Salomos. , Elnebar war es, der es trug, und er ragte vol^e drei Fuß über gewöhnliche ManneLgröße hinaus. Die „heilige Wache" befehligte Asriel, Abners Bruder. Das Heer war in drei Abteilungen gegliedert. Me zogen in feierlicher Ordnun-g vor Alriys Thron, den man auf dem Malle errichtet hatte, vorüber, und senkten ihre Standarten und Lanzen, als sie vor den heldenmütigen" Führer gelangten. Bostenai und Mirjam sowie die ganze Bevölkerung der Stadt, waren von den Mauern aus Zeugen des begeisternden Schauspiels. An demselben Abend noch ging Dcherirah an der Spitze von 40.000 Mann über Kermanschah nach Bagdad zu und Jabastor, der in seinen heiligen Gewändern brsthligte und das Gelübde getan hatte,^ sein Schwert nidjt eher abzulegen, bis der Tempel wieder ausgebaut sei, führte sein Heevesabteitung über das Sicgesfeld von Neßawend. An dem Passe Kerrnnd, welcher in die Provinz Bagdad führte, sollten sie zusammentresseu und die Ankunft des Königs erwarten. Mit Tagesanbruch verließen d'e k'lu'g'lich: Hceres- Mcilung iluo die „he-rlige Macho", beide unter Anführung ßlSriels, du Hauptstadt. Alroy verweilte noch und noch einige Stunden lang konnte man sehen, -wie die Krieaer! seines Generalstabs in der Festung umherschlenderten oder ihre Geschicklichkeit im Wurst'pießfchleudern übten, indem sie ihre ungedu digen Rosse vor den Toren tummelten. Ter König war bei seiner Schwester Mirjam. In dem Garten ihres Oheims ging er mit ihr auf und ab. Den einen Arm hatte er um ihre schwanke Gestalt geschlungen, und mit der änderest faßte er ihre zarte, sanfte Hand. Schwere Tränen strömten aus ihren niedergesenkten Augen über die bleichen Mangen. So wunderten sie schweigend einher, der Bruder und die Schwester, und vor der Reinheit ihrer überschwenglichen Liebe' verschwand sogar der Ehrgeiz. Dann öffnete Alroy die vergitterte Tür. Sie traten in das enge, grüne Tal. Vor ihnen lag der Marmorbrunnen mit seinen Säulen und seiner Kuppel, im Hintergrund .standen Alroys Streitrcß und ein einzelner Diener. Da blieben 'sie stehen, und Alr^y pflückte Blumen und schmückte. Miriams Haar damit. Er hätte so gern das Bittere, der Trennung durch ein Lächeln versüßt. Sanft ließ er den umschlingenden Arm sinken, säst unmerkiich ihre bebende Hand. , ,-Schwester nwiner Seele", slüsterie er, „als wir hier zum-letztennral schieden, war ich ein Flüchtling, und jetzt' verlasse ich dich als Herrscher'" Sie wandte sich, warf die Arme um seinen Nacken und verbarg ihr Gesicht an seiner Brust. ,Meine Mirjam, wir sehen uns in Bagdad wieder!" Er -winkte ihren fernstehenden Dienerinnen. Sie traten näher und er legte Mirjam in ihre Arme. Dann ergriff er j ihre Hand, drückte sie. an seine Lippen, eilte zu seinem Rosse, schwang sich hinauf und verschwand. ' '' 12, ' - ' . " - Der Paß Kerrnnd war von einem Hausen uuregek-. mäßiger Reiterei schwach verteidigt. Mit geringem Verluste nahm ihn die Vorhut Schorirahs, und die Flüchtlinge bereiteten das Heer des Kalifen aus die Anknuft der hebräischrn Krieger vor. Auf der Ebone am Tizris stand der Feind in Schlachtordnung. Das Mitteltrefsen befehligte Malek, der Grcßsultan der Seldsthukeu. selbst; dw vcchte Flügel lehnte sich unter des Silttaus von Syrien Am-'-hrnn-a *ti tu".',Fluß. und der linke war unter dem Sultan von Rum aus einem unregelmäßig aufsteigenden B.den vorteilhaft aufgesteilt. So erlrariele Malek, stolz auf die Anzahl, Tapferkeit, Kriegszucht und Stellung seiner Truppen, den Sieger Persiens. Jetzt' gewahrte man die glänzenden Heeressäulen der Hebräer, wie sie aus den Engpässen hevdorkamen und sich am äußersten Ende der Ebene aufstellten. Noch vor Einbruch der Nacht war ihr Lager in Hörweite von Maleks Lager aufgeschlagen. Man konnte deutlich die Feuer der beiderseitigen Heere unterscheiden, und dann und wann tönte der 5klang feindlicher Musik wie ein düsteres Vorzeichen an die Ohren der sich gegenüberliegenden Heere. Nur eine knappe Meile trennte die gcwalti wn Heeresmässen. Von dem morgenden Tage hing vielleicht das Schicksal von Jahrhunderten ab. Wie ergreifend ist der Abend vor der Schlacht! Alroy besuchte, nur in Bogleitmrg einiger Hauptleute, die Zelte der Krieger persönlich und versprach ihnen auf morgen einen Sieg, gegen welchen die von Nehawend und Nischäbur nur unbedeutend sein würden. Ihre kühnen und feurigen Gesichter bewiesen zugleich scsten Mut und ststrs Vertrauen. Salomos Zepter wurde in feierlicher Pr.-zession durch das Lager getrageir. Ans dem Gipfel eines großen Hügels, vielleicht dein Goaüc eines k.'assisrhen Heiden, strö'r.te Esther, die Prophetin, von den eisrigstru Heloten des Heeres umgeben, ihre hinreißende Begeisterung aus. Es lvar ein ar-ziehcndes Gernäld^, die schöne, tvrlde Jungsran zu sehen, die Gruppen ernster und andächtiger Krieger, die rote Flau me dcv Mach'.scuer, die sich mit den si-lbernen Strahieu d.s Merstes mischie, und die bunten Turbane und glättzeuden. Massen ihrer Anhänger beleuchtete. In.Alroys Z.lt beriet sich Jabastor mit seinem Zögling über den Schlachlplan des folgende» Tages. - „Hier ist's anders, als damals, da wir in . der Höhle des Kaukasus Rat hielten", sagte Alrcy, als der Hohepriester -anfstand, um fortzugehen. „Und doch hat cs eine große Aehnlichleit, Herr! Ter , Gott unserer Väter ist auch jetzt mit rruö." „J-a, der Gott der Heerscharen! MoscS war ein großer. '.Manu. Es gibt keinen'Weg, als den des Siebes!" . Gorls-etzung folgt.) - . <