Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1431 (6.2.1923)
- Date
- 1923-02-06
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
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feifc.8 Wi«n, Dienstag Wie««« Morgenzcituag. 6. Februar 1923 Nr. 1431 Fußball. Sun letzten Hakoah-Splü. Wie anders wars. als noch vor wenigen I^ren die e^akoah der zweiten auqebbrte. Mit frcberhaftsr Spannung erwartetL« ihre Anhänger nach einer Winter- oder Sommerpause das WiederMtreten ihrer LiM'mgstzff. Selbst beim unbedeutendsten TrainingAfPlel fanden sich ' mchvcre tausend Zuschauer ein. , die sich idavüber Gewißheit verschaffen wollten, lrver in der lammenden Saison m'it der Vertretung dev jüdffchen Farben betraut wird. Die größten sportlichen „Schlager" bvachwcit i'ntevessante-r .. Wie Rasiid—Amateure. Der das Meisterschästsentscheidungstreffen . _ Zwecksportler Wird vielleicht über i diesen StaNdpmÄi WchÄn, uns bewies er aber, daß die tzakoah-! Anhänger in ihrem Bevein den-nationale« Borkämpfer auf itzwrtlichönt Gebiete sÄhen. Die Zeiten haben sich gewaltig gei ändert! Ban einer Treue des HÄoah-Publikums ist wenig zu be- ^mevkeu mW so: war: m<tn gezwungen, die beschämende Feststellung -zu machen, daß am - vergangene« Sonntag kaum!600 Zuschauer dem Spiele beiwohnwn. Worauf, diese Zurück--?-Haltung der jüdischmrtionaken. Sportleute zumcksuGhren ist,!Wunen wir uns'nicht erAären! Bei schlechtem Wetter Mlt es 'nicht zu' den Anne^nlichkeiten, eine 20 Mnuten dauernde Fußswanderuua bis zum Hakoah-PLatz zu unternehmen, um dann lhineitchgw Stunden ungeschÄhi den Wetterunbilden preisgegeben,zu sein. Am vergangenen Sonntag war es aber ein Vergnügen, sich in den Pratevauen zu ergehen. Es fällt also!die Ausrede mit der großen Entfernung des Platzes von den! Straßenbahnil-inün fort- Die Tatsache des' geringen Besuches igibt zu denken. Wir stehen auf dem Standpunkt, daß nicht die, .Formschwankungen -der Mannschaft^ sondern der Mangel jedweder Erziehung, im nationalen Sinne daran schuldtragmd sind. Der Hokocch fehlt derzeit der Mannschaftssühver. Mit dieser -Festsiellung soll nicht behauptet werden, daß die Sekttonsleitung schrer-Aufgabe nicht govecht wird. Wir wissen ganz du Gegeniteil. daß gerade der indische Verein, seinen Anfftteg von der idieAen bis in bte erste 'Klasse m erster Linie dm:-umsichtigen -Führung durch die Leitung der Sektion verdankt. An allen -Ecken- und Äche» 'füM dem Felde der einflußreiche Spieler, der es Zuwege bringen könnte, seine Partner im größten iKampfgetummÄ Kisammen zu-halten. Beruhigende und aus-- munternde Worte eines ' Wenlegten Mannes haben schon oft Wurcher bewirkt. Die Mwnnqchaft erfuhr durch sie eine moralische -Stärkung si) daß Schlachten,-die längst verloren schienen, iwch -im EMpurt Ms dem Feuer gerissen wuMn. Bei der' Hakoich!fteht die Sache diesbezüglich recht rmgünftig. Die einzelnen Spieler solle« mit der Feststellung keineswegs gekränkt werden, daß sie sich als,,Drvßen" fühlen, die jedem Einfluß unzügaMich sind:. Än Stelle Non Ansmumerungen treten Kritiken, die Wohl nicht bös gemeint, aber dennoch dem- Kampfgeist abträglich sind. In der vergangenen Saison erlebtenwir es oft, daß einzelne Spieler durch ihr Gehabenbekundeten, gekränkt zu sein. Auserna nldevsetzungen lockerten das Gefügeder -Mannschaft und. die Folge dckvon war, daß die früher so oft bewunderte Pegeistevung flöten ging. In freier Wahl-hat die erste Mannschaft Schauer und Pollak zu Kapitänen gewählt, .wie wäre es, wenn sich die Spieler darauf einsi^n würden,', daß Wr einer von den beiden fr^r Genarmwn wahrend des Treffens sprechen darf. ,. Ein neuer Mann.ist beiderHakoah aufgetaucht, der befähigt euschemt, die Ankwiffs'kmst zu erhöhen.-Neuwirch hat am vergangenen Sonntag recht gut gefallen und es ist wahrscheinlich, d«ß er im CMPiel gegen M A.^F.vheränMogen wird. Trvtz der schon gestern zum Ausdrucks, gebrachten' BDrrchtungen dürfte der Sturm in folgender Änfftellung äntveten, «m sich«m besten durchsetzen .können: Kiatz. Grünwald, NenfÄid/ Neuwrvth und HäüSlcr. HosfenUich erweisen sich'unsere Sorgen für Avurch-!os, fö daß der Angriff, so wie 'fel-mrzert, wiederzum staMen Mannschctststail wird. Rapid in Barrelona. Eine Niederlage im Retourspiel. Dareekona, 5. .Februar. (Havas.) Die lagen M Retourspiel gegen de« 1. F. C. Toren. . , itteldorserunterircelöna m>ft 3:2 Maßnahmen g^en Publikum und Spieler. Verbands kapitäu Msisl brachte 4n de r gestriger? Voifft-andssttzung Kvei sensationelle Anträge em, die durch, die letzten SwndaMnen rmtiier^. geeiMet-erscheine«, Mch im AÄslanlde das größte Aufsehen zu erregen. Herr MeiÄl wollte nümMch sämÄiche MeqterschastHspiele bis 25. Februar unter Aufschluß »der Oeffen lichoeit stattsiuden lassen und außerdem der- Generalversammlung den Antrag vorlegen, die Meöfterschafts-kynkurrenz füxiem Jahr zu siv-rnieren.'In, der folgenden, sehr frbhaften -Debatte fielenverschiedene beachtenswerte Vorschläge, Knn-. Beispiel eine Anregung, die zweite Haffre der laufenden Meisterschaft auf die nächste Saison äi verschieben, doch gab es auch so manche etwas ,-koPftolse"" Meinung zuhören. So woll e ein Redner den Beginn der Frlchjahrsvunde ',Hloß" verschöben fchen, F>hn« daran zu demem daß die' hierdurch provozierte Terminnot durchaus mcht „ssfänsttgend" wirken würde. Ein tveiterer ettoas schwerdurchführbarer Vorschlag läutete.^ jeden Spieler/ der, ob beaWch-ttgt oder unbeabsichtigt, einen. Gegner verletzt, autürnatisch so lange zu suspendieren, bis der Verletzte -wi<jdN^'^he.itt.'sei. In. der De-, batte 'fiel; auch eine Bemerkung die unserer seinerzeit ausgesprochenen Behwupi-ung recht gibt; , einer der Redner erwähnt« nämlich ohne Widerspruch i zu finden > —, - daß auch das letzte.Welffpiel Haloah—Rapch narr durch PlchWünsterror entschioden worden fei.' ES wurde-, auch -dem Verbändsvorstaud> der ^rwurf, nicht-erspgrt, daß er noch nie den Mit gehaht hätte, ' derartige rrrMklare Spiele zu annullieren;.' es'.WW,- wie, softtzostellt - würillk^wMkaum z« dqnVorfällen, her letzte« Zei' gekommen, hätte Man . das Spiel Hakoah-7-Rapid amnÄl"' ttert.(Reu' nachher.- Ta «kommt', immer zu spat!)' Schließlich kam es,' da sich ,Hr Vorsitzende merkwürdigerweise,,. als '„Bremset" versuchte, zu"einer ' merklichen Vertväsferung des Programms/ so' daß' die gestellten Anträge folgendes' beinhalte--- ,ten: 1. Die am nächsten Mejsterschastsson-ntag -sta tfindenideni .Wetspiele habenurr,t«r ' Aussch-ruß 'der Oesfentlichkeit stattzufinden. 2.. Die Spieler, die eine Verletzung eines Gegners hörbeigoführt haben/ find sofort automatisch so lanK zu suspendieren, bis sich ihre Unschuld herauAst-ellt, andernfalls auf' das strengste yiv bestrafen. 3. Zuweisung der AnHelegenheit, an die Spielausschüsse odhufs - Stellungnahme. Daaber bekanntlich-Bichls „so heiß'-gegessen wivd, wie gekocht", kam es zu einer Mlehnung des ersten' Awrages, .während Punkt 2 und 3 Annahme fanden. Die Cupspiele vom nächstem Sor-ntag sind: ,W. A. F.- Hakoäh, .Räpid^Cvicket-er, Donoustvdt—Vienna, Ostmark-*, Rudolfshüqel,' Slovon-7-Amawure. . Vorwärts 11—Sportklub. Wacker—N. A. C.. Hertha—Nag. Simmering—Bewegung 20,, Admiva—Landstraßer Amateure. W. A. ,'C.—Mariental, W. B. C.—-F. -A. C.» N)cholson-7-Weiße Elf. Wäener Bewegung» spieler—Sturm 1914. - , {■; Die Moravöki Slcwia spielt am 26. Marz gegen Hertha und am 6. Mai gegen Amateure. Beide Treffen siniden mj Bnünn statt. ' „ f Besuchsziffern Präger Wettspiele 1922. Den größten Be-j such'wies Äs am 29. April v. I. anif dem Sl-avia-Plätz aus-j getragene Meisterschaft sspiol Sparta gegen Slavra , auf, de« 23,096' zahkende Zuschauer beiwohnten. Äü zweiter Stelle raw» tiert das erste Treffen von Eeltie Glasgow gegen Sparta, dein 1.851/zahlende Zuscha-wr beiwchntcn. Spieweroimgung Fürth gegen Slavia. 2.-ApM, wies 17.568 zahlende Zuschauer ans. Auf dem Stpartti-Psahe gab-es 1922 nur zehn Wettspiele, denen mchr als 10.000 Zuschauer beiwohnten. - . Internationaler - Terminkalender Frankreichs. M. Februar Belgien—Frankreich in VüüssÄ; 4. März Frankreich— Iugoslawleu in Marseille; 7. März französische Änuee—englische Armee in Paris; 8. Mary Frankreich—England rn Paris. 11. März fvanMische Armee—belgische Armee 'i-n Lille; IS. März Pgr-is—Jugoslawien; 22. April Frankreich— Schweiz m Paris (ober Stiraßburg), 10. Mai Frankreich— AtortMien. ' Die Spielvereinigung Fürth trägt am M. März Ihr Rerou«spiel gcgeu, den Hamburger .Sportverein 'in ' Hanib-urg' aus. Das letzte Treffen hvachte,.wie. noch in Erinnerung sem dürfte, eine 10:0-N-iederlage der Hcknbuvger. - - - , Nus den Dereinm. I. S. C. Heute Dienstag um 7 Uhr AuIschußsitzun^ Fcstkgmite-e und Schachtnrr»:erkomitee. - - Joung Jewish Sport ing. Club (KulturfÄ« tion). Heute Drvns'äg von halb 9 bis-10 Uhr V-ovtvagsäösnd. Es ipvicht Herr W. - Geber' über Tolstoi. Anschließend Diskuffivn.- Ferner Rezitationen von Franz Mendel, musikalische Darbietungen, von unserem Klnbcfna-rtett.- M 10 Uhr Schachäbend «nd Tartz'. — Bvxsektion: HMte .Dienstag vor.«. 6, bÄ halb 9 U yr Boxen iw unserem rr-ouen-Klubheim, 8. Bez., Mserstraße 71. ' ' T de Mer von Mrgtdeater: Cyrano von Berger ac MSmIe-rdrster: Der Maskenball ttairoprr: Margareth: (Faust- ' ivft§oprr:.M «ha «eutredervoNlr'deaM^ DerBampir jÄ»v»a.^dester: Das Bergwerk Ss. iisswerrpieler Der Werwolf -< Der Garten du Qiialrn - -ttrrtSäler-rdeatek: Casanovas Söb»!vis»a-Lödlle (Gostfviel des Josefstädter- Theiters): De Frau dcs D.bütantr» te»e Alrntt Büttu* Banco! . -,Die lrtzie «acht t siSAirrssce-Lüdurr Frau Lohengttn taüNdeater: Die Sreaerm . Äkltdriiirr, Die.Brasilia, enn bester »» ller UNe»: Der Raflelbmder -d Zttaurr-Ldeslekr Katja, die Tänzerin jßk.LSrgenchraterr F'Suinn Fttm 1k.fls»öckle«dsurr Der Glückstrompeter Ärlipirsidesiterr Miß Blaubart lpoilotßeairrr Jätern. Bariäteprogramm «lle: Da§ riiaeUose Mädchen, mit Hugo 'Werner-Kahle" - Hat «oft: D.r Selige, mit Oslar Sima, - Gernboferüed rc.. ka-?«i-rt-fti«o Ul.» Taborstraße Rr.,1): „Dre Sp lunke im Nordhv'rl" mir Will mm S. Harth und jr«i 'ame «an-'che- Schla erlüstspul^ Konzert dir Deplsch-- - me sterkavelle - - ' - ftrstte i«ti«e (H..Taborstr.'i2): 4Einakter 7?/>7 V»8 7 ' 7 iS Va8 Vs® 7 10 1 .,7 7 7 7 7 7 */«8 V-8 •IiS 5-10 '/.8 Regelmässige Verbmdting vpn Bremen über Southampton, Cherbourg nach-New York durch die prachtvollen; amerikanischen- Regierungsdampfer der United' States; Lines - WACHSTE ABFAHRTEN! America ....... 7.' Febr. 11. April Pt-eaideot Hardinj . . . 14. Fefar.'2J. März Georsre WaaWngion . -. 21. Pebr; ’ 28. Mlrz. , Prcsideot-RoMeyelt , ,28.Febr. 4. April. ] somnainptotm. Cherbourg i.iag spwer V^rtaogtn Sit ProsptSte tuuf Segtidsh* fr. It*. * Repräsentanz fOr Öitairelch 9 Wien, I. Roeeobureenstraase 2 KtiotelOnu - «0aera'«|e*hir: Wieit, I Käzntrte'rrinvl3 ‘ Wien,'lV.wicdoer” 4 (Grand-Hotel) gürlcl 10 * 4 » •»; Orientalisches Med UJVARY singt täglich: Refrain t Judith Blume von Zion schlanke Zeder aus dem Libanon Judith Blume von-Zion . , deine Kusse winken süssen Lohn Judith Blume; von Zion - Glück und Leben ruht in deiner Hand Judith Blume von Zion Dich nur lieb’ ich; wie mein Heimatland.' KI a viera u s z u g in allen Mus i k ali enhand! ungen 'Bayrische» Hochland Erster Wintersportplatz Deutschlands PanenkirehenlHällwegerweg288a Erstklassig, sireftg.rituelle Familien* pension, anerkannt* gute Vdtp^giing, schöne Baikpuzuhmer. 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