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Wiener Morgenzeitung · 1923-02-04 · Heft 1429 (4.2.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1429 (4.2.1923)
Date
1923-02-04
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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( ÄL 1429 Wim, Sonutag rtiwiftocwjbun^ «itf $o;oi«tipöliii(dj;e.wt Gebiete jevgehe», müßte mindestens gieichzevtig ein Abba« der ILaste« aus einem anderen sogiachMischen Gebiete in <msi reichendem Maß« dnvchMführt werden. Hochwaffer. Ms Lbervsterrerch wird das AnWvellon der Donau ^enkeldet. In Linz Teile der Stadt unter Wasser gesetzt :nrtb auch in Wien ist eine Ueberschwouvnrung des ilinöen!DonauuserS zu erwarten. Auch in den Müßgrbioten der Enns I'UNÜ der Traum ist Hochwasser ausgetreten. Jur Salzjkammeri$itt ist der Eisenbahnveckchr teMveist gestört. Spätere Mel« düngen berichten, daß der Wussersttmd der Donau falle. Lawinenstürze. Graz. 3. Februar. Währerb Graz und MÄtelstaiovmark stnn'Ms, war NI es Wetter haben, regnet es im Salzvammergut .md Ennstal unnnterbMchen. Die Wasserläufe in diesem Gebiet führen Hochwasser. Der Rogen verursacht im gebirgigen Oberiaird LaUunonsbür^e. Gestern abends ging bei Admont in .der Richtung der Haller Mauern eine gwße Lawine wieder, die das dein Stift Admont gchövcnde Elektrizitätswerk schwer befthäd:g!e. Der Betrieb des Werkes ist gestört, weshalb Admont, Lelzial und andere an dieses Werk cmgoschlossene Ortschaften ohne elektrisches Licht sind. Heute mittags fuhr zwischen u'.fiQu iüo Gftattvvboden eine große Lawine ab und riß einen von beträchtlicher Ausdehnung nmt. Stmße und Bahneloi» blieben verschont. Ein« gestern vovmittags zwischen Groß-. r'tentmg und Palsau o^egangene Lawine beschädigte die Stras;d, so daß der Verkehr Kölscher beiden Ortschaften unterbwcyen ist. Ae Srubenlatilftrvvhe in Beuche». Leuthes» 3. Februar. (Wolff.) Dis 6 Uhr abend» hat sich die Zahl ber Lote11 auf 11 7 e r h ö h t. Vermißt werben n o ch S 4 M a n n. Die Ursache der Kataslrophr war aller Wahrscheinlichkeit nach eine K o h l e n st a u b. t % p 11 f i o n, hervorgerusen durch dergmcnnische Sckießarbeit. S» ist kau» onzunchmen. daß b i e V e r« n - l ü ck t e n. ^och lebend geborge« werden können. Ae Wahrheit Wer Breitbart und Martha Sarra. Dais Gutächte« der Kommission. Wie berichtet, hat die „Wiener Sonnunb Mon- ^vgs-ZeiÜmg" eme Kommission eingesetzt, welche die Leistungen Breitbarts im Etablissement Ronacher ftnd des Fräuleins Martha F a r r a im Apollotheater einer Prüfung zu mrkntziehen hatte. Die Kommission, bestehend aus den .Herren: UniverfiLtspwfessor Hoftat Dr. Rudolf Much, Univer- Mtöprojessor Dr. Erwin Strausky, PsychommWker Dr. Fritz Wittels, Physiologe Dr. Lidesnh, Assistent k«s ttniversitätsprofessors Dr. Dürr g,Professor Ing. Leo H u s s e r l, Dozent am Technvloarschen Gewist^museum, Ing. Wilfort, Sekretär des Jngonstur- und Arcsttektenvereins, Ing, Schulhof von den Rheinischen Stahlwerken, Akademischer Maler Karl Josef, Hermann S r af chtill, Präsident des österreichischen Leichtathletik-Verbandes, Willy Kurz, Vorsitzender des Fauftkämpfer- Verbandes, Felix Graf, Vorsitzender des Behändes der Körpersportvereine, Josef Steinbach, Weltmeisterstormner, M. D. Albala, Chefredakteur der Sportrnbrik der „Wiener Sonn- und Montags-Zeitung", hat gestern eine gemeinsame-Beratung abgehalten. Das von dieser Jury gefällte Gutachten wird m der rnorgigen Ausgabe der „Wiener. Sonn- und Montags-Zeitung" vevofserttlichk werden. . * Das Neueste .ist ... Daß Neueste ist nmnLich, daß die Nsenbahnsthrpreise wieder einmal bNiger werden. Das geschicht nicht st sehr, um de^BevöMerung eine Wwechstung zu -bieten, als viÄmchr zur ErziMmg öfterer Einnahmen. Man 8)at nämlich höheren Ortes die überraschende Eti-iÄeckung gemacht, daß die BevMevnng Deutschösterreichs den StandpNntt der alten Seefahrer doch nicht ganz teilt und in sträflicher Beschränktheit vorläufig die Mögl ichkeit §u leben für wichtiger hält als bie MüKichTeit zu reifen. Da erstannLicheoweist: auch die auÄändifchen. Ka-uflvnte für das Bezahlen der dreifache« FrachtjM'chr nicht jene Begeisterung. anifbvachterr, die man mit Fug und Recht erwarten durfte, sah sich die weife und Nrnsichtige FinanZveuwcrllSlNtz in die ebenst angonehme wie sÄl- . tcne Lage versetzt, der KKye« sein, oder doch wemMenL nachgeben M können. Mit bedauerndsrn Achselzucken wurde ftstgcste-lli, daß man hier.znlluÄe nickst einmal jenes Mindest» maß an Opfevfähiigkeit aufbringe, mn für eine. Reife nach Innsbruck Kvei Drittel des Monatsgchalltes §n. verwenden und zwanzig Tage von unferonl auSgegeichneton Hochchrell-- Wasserzu loben. Resigniert entschloß sich der Dimdesminister, die Preise heraLgusetzen. In Kugem Verständnis für die 'sozialen Notwenigkeften wurden, wie es sich in einer demokratischen Republik von stlbst versteht, vor allem die Fahrgäste der ersten -Klasse LevücklsichtW, und ihn«« die Lost der vier-- fachen Taxe auf die dreifache erleichtert. -Und da den braven- Bürger auch schv« beim MuLtiplizseren mft drei ein .chrfürchtiger Schauder Meriläuft, hat. niemand gegen die Ermäßigurrg für die erste Klasse ettvas «inMrwenden. Urnlso weniger als die Benützung der Eisenbahn ohnehin immer' mehr ein ausfckstießllches Vorrecht der Nicht-Arbeiter aller Nationen wird^ eine PrivawngÄWucheit , zwischen ld«n . Ersenbahnanimster rmd dem Schiebertmn. Der geistige Arbiter hat alle anderen Reisen als die LalMlrtvnrersen abgeschworen. Auch die^ jetzige ErmaßMing läßt ih» noch nicht -J-Li---U,.-,...:.. ---— __jKHcnet Morsenzertuttg. Mitteiümge» ans dem PubMum. . Spezial- * »ktindermoden -- Merkstätte Grete Neubert N. 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Und Lawinen gehen, wie manniKich' bckauNt, einmal hinmrf und einmal hinunter^ Kater Murr. . * Herr Reitzes hat Pech. Es ist noch in frischer, wenn , auch nicht guter Erinnerung,.daß Herr Reitzes, im Kriege einer der bevüchtiiMtm österreichischen Kriogsverdiener, Äs die Bevnrögensabga^ kam, fiugS sich Kvm polnischen Staatsbürger ernannte, um cmf diese Weise her Ahgabepstichr zu entgehen. Der Mann, welcher schon im BaMankrieg alö» Kontipagnon des wohlibckonnten, Nikolaus von Montenegro sttsipÄiche VeMenerpolitÄ betrieben hatte, öerftönd es nach dem ZuiftnmnenLruch Oesterreichs, seiwen PavtiotisnMs, den er'im Krieg so kräftig österreichisch betötcht hatte, schnell in ein anderes VäteÄand seiner Wahl, das bessere Geschästsemssichten bot, zu übertragen. Dazu kvm' noch, daß Herrn Reitzes Ivöhrend des Kriges seine französischen Guthabe« s e q u e st r i e r t ivorden waren, da er als Oesterreicher femd«i licher AnsAindor war. Reitzes, dsm es ebenso wie auf eine« Waubenswec^el auf einen BatetlcmdswechsÄ mehr oder weniger nicht anbmvmt, hos>fte nun, durch seine selbstherrlicha Ernennung zum polnischen Staatsbürger die Aushebung des Sequesters über seine franFösischen Guthaben zu erlangen. Mer er hat entschieden Pech. Wie der ,Morse" aus Paris berichtet wird. hat die dortige .'Raiskantimer den Eirchpmch Reitzes' gegen die Ssquestrierung seiner Guthaben abgewiesen, obwohl er einen Hei-matschein der galizischen Gemeinde Plotona vorwies, der Vom August 1ÄW stiert ist. Der Ratskanmier . von Paris kam die Erwerbung der polnischen Staatsbürgerschaft «n Augrsit 1918 ei« wenig Verdächtig vor. Das PckbenÄvm des Herm Reitzes echhemt - ihr eben etwas Kr neu. Es gibt übrigttis auch Leute, denen das Chrifteyitum des Herrn Reitzes ■ etwas gor zu nett verkommt. Er hat entschieden ^ch! Die Retter des Sieptzansttttme». Vor einiger Zeit ift man urplötzlich >LroatWekom.men, daß es mit dem asten SteW, der so viele Stüvme und N-nbMen glücklich Deistanven hai mrd noch immer in seiner schlanken Größe auf ine Stadt : zu stÄen Füßen herabschant, rmmWich st weiter gHen Dmre. Eines schönen Bdörgens entdeckte die ,M-eich8Post", daß bas altichr-- wÄnge Wchrzeichen Wiens in großer Gefahr sei mch daß «nbedingt „etwas. g!>schehn muaß". Um 8 Ahr «fcenbä stud die „Wiener Allgemeine.Jeittmg" m ihrem noch fvifchs» Ghvistentum, daß der SteiphanswM ist allertzmßstr Mftchr sti, sie wandte sich an ihre houPtfäMch «rS fichischen- PSchilweru lbestesrenben Lvstr «rni-t/der rührenden Bitte, für deu ^tnstbeÄwnden Steffel" (Keld hedgeben, am folgenden Tage, da erschien der alte St«phanstuvm auf der ikkrstrierttn" Atekstite 'eines anderen Llaftes/ dessen vornehmste Au^abe etz sit/ m Hausmeistepkreif enrKMur^nnd GosWrvck zu verbreiten, ür der MaÄe eines Bettlers, mit vergrämten Gesicht, eine SwuneWüMe in der Hand: ScheM's ma was." Ma>n barm es ohne weiteres gugsben, daß die ErlMung eims Bauwerkes, wie der Stchchansiurm eine KrüluranGÄgenhsit ist, daß es nichts mit Konfession zu dm hat, wenn man ein DenttmÄ, das ein Wechrzeichen Wims ist, vor dam Verfall rettet, aber es wird doch sehr viele Leute geben, die. trotz dieser Ettvagungen stgen -werden, daß der Stepha-nsiurm in 'allererster L4nie eme MgÄegetchsrt^ .des kacholischen Wiens ist Und nicht, wie es schsittt> .«ne her mtstropolnischen Bank rcher noch gcmMk« ihres' Dwektors, Herr« Goldschmied. Es mag st sam, daß. sich dieser Herr ßum katholischen Wien 'zMt ebenso wie die Herren, die für den astr« Stesftl Millionen spenden. Die Zugehörigkeit aller, dirstr ckste« Spender zur' Anstro-Polnischen Bastk ober -gcht ftdenfalls ztt denken und man wich mit der Ldmahme nicht; fDl. Wem, daß dies« Retter des St'kPchaustunnes uicht imch^r am Fuße dvßeßf Wahrzeichens geMt haben dürsten. Souderu-. daß chre Wigge vielmchr in jenen Gegenden gestanden strt, bie der Msitro-Polmschen B<mk den zweiten Te-L ihres NameNs ^isfert hicher^ Die Me, unt der sich drche Spender des Sstffcklß.annebmen,' ist ein wenig auffallend, .zu ostentativ und pssttvand. Es spricht stdenfalls «jcht sehr.-für ihren guten sie st ineser Ailgelgerchest nicht den zunächst dützu^ bevustnen Kreiftn den Vovtrift lassen. ED gab ennupL in V^ est ÄntHEWscheS Wbatt, welches in einem Fußballbericht stlgercke L^verkung ^machte: ,Ker kleine Kohn drangt« sich vor mch schoß-om ' Goal .. WariM drängt sich bei der Rettuuig des: engeblich st »schrecklich bedrohten Stephaus-nnmies' njchd beffpielAveisc der i^rdirval-MrsteMschof Tu. .PM vyr?. .Oder die vielen christlichen MieterPatriZier? . Wo Teipt' der lnberffimchigr urchvistliche' Aböl? Dieser IldÄ allerdings, hat: für das. Wiener LSckhrtzeichen nichts-übrig, da er st vollauf ÄcmE' bchhöftigt ist, in einem Wiener NachKoval tu einer Mcht ungefähr st viel . in Champagner zu derpvaffen. was die Echalstny des Stephaustnrrnes kosten wftÄe. Nur her kleine Kghu drangt sich vor. . Hochfeine - Stoffrest s, . kür Anzöge, Modehoseh, kllüfckar u. Mäntel jccckatt jetzt zu nahezmmmänlishbiUlsenPrelseny W.v Unke Wien’ zciie 40. ia IWe

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