Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1418 (24.1.1923)
- Date
- 1923-01-24
- Page
- Seite 7 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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- Kr. IW >• Wen, Mittwoch Arlszahlmtg Wien ----- —.LS74 Seutimer. , Gn Zürich notierte ""'-?/. : /\ M rsterreichtfche Kronr. i . 0.0074 k y cü7S am SS. Üönner) Hie Ssterr. gestempelte Krone. 0.0076 < 0X076 am L8. Gönner) Hie lschschstche Krone . . . . 14 85 (1490 am 92. Gönner) die Mark. . . 0JÖ2V, ( 0.Ö21/, am 22 Gönner) Belgrad.. 4.15 f S 8rr am L2 Gönner) 2--karöst . . . . . .. 8.75 < 2.75 am 22. Gönnet) .Sofia ... . . ..... 840 < 3.40 am 22. Gönner Budapest > .... ... . 0.*.074 ( 0.201/, om 22. Gönnet) Warschau * . . . . , . . -v 0.01*/, ( 0.0i*/, am 22, Gönner) TOe unü S&ßüotfött. " Von Dr. Heinrich Lchrechep. - ///rr-', , ' Die Mie war flinker rmd geschickter als die Obligatio«.. Die Wie ist der Geldentwertung«wtrönnm; vielleicht nicht ga nz, ab er Äch «mtel-norn blauen Auge davongekommen. Der Kurs hat MÄ.der 1ÄeSdenttvnt««g//immöchÄ// Schritt. gchatt«». / DierObligatio» .ist' völlig zürückgsdlrchen, sie/hat dm Kü^ere» - gezogen, f;<e bleiÄ als Opfer der Gekdzerstövung auf hom Platz. Sie ist, wie ich diegelegenÄch bezsick^t habe, das „Stiefikind des Effeklemnarktes". - . .. Gemeint ist vor allem die I n d « st r i e o H l i g a «t -i &n, die SchU'l«dveMreibuing, mit welcher sich die iuÄustvöellen Äk- ’ . »ierMsellschaften in -glüMcheren TageuGÄVmiM für chve Jndestttronen zu billigeren Zinsen beschaffthaben, alz sie zur Berzin's«ung von Mlien aufzuwenden hatten. Die , Obligation war »in billigerer Kredit, als die Fvuktif-ikÄe/flirÄttien beansvruchten und so hat die Industrie vielfach' M dieser Form produktiver Jnvic-Mionskrodtte gegriffen. (Vgl. meine Schrift: >,Das Recht t^r'Obliga'rM*,.Wien,.M-MaWX.DieW-illfKhrigkk-it, welche dj- Miga-twuen hierbei gezeigt' halben, wird ihnen. nrit llndank gelohnt. Mas frommt ihnen die Sicherheit der Anlage, die vielfach durch (hypothekarische) Pfandrecht« befestigt ästi wenn das geborgte Geld in seinem KäMwlle» Mün-gchaUe zu^inein tauben,, bettslarmen 'Papierzottel eingeschrlml-pft ist uNv bei der Verlosung m/solcher wertlosen Noten KurückeHaÄet wird? Zudem zurückerstattet / ohne Befragen, ohne Justimmurrg des Gläubigers, rein gestützt auf den Schein, daß die Heimzahünng^auch v o r.ze i ti/g.nach. GuEnken des SchnWnors erfolgen kann,, der div GelMrcheit wMich nützt, ummit emvur Ruck und mit wenig GM Mche B^iMMeÄden -ajWchüttÄN! Es ist keine Fva-ge, wir stehen vor'einer ObligatiomniNM - tdMKlleln'^der ''LsstriÄ-ichen RMMvAigat-ionien» sondem auch der privaten SchuAverschwibungerl, wenn sich.nichts die Gesetzgebung rühr^, «mn sich der amten Opfer anzunchmen. Dir Frage der öffentlichen Oibligativnen Kenten) -ist ein staatS» ftnanzielles Problem, das in dem Zusammenlbruche der Kvisgsauleihen vernehmlich an die Pforte >der. Legislative pocht. Die Frage der privaten Obligationen (JndustrieM-igatiomn) greift, «och tiefer, weil sie in ihrer dermaligen ungeklärten Berfassuug an die Wurzel -beS Kredies greift, und die Obligationen .ist Mißkredit «bringt. Wer wird solche Papiere auch nur anriiHven, wcirn ihr Schicksal «solchem Äalgefahr drr G-eldvernich- Skng wehrlos ausgeliefert wird! Nebm de:n Kapi ol steht 'der Tarpejische Fels: tvas ehedem als , der Stolz der Finanztechnik -in Güte und Sicherheit ge-/ priesen wurde, ist gestürzt rmd sein Wert un'-er Schutt 'begraben. Sollte dagegen/ kem Kraut.gewachsen sein? , Roman von DiSraeli . (Lord ^BeaeonSstekd).' r Ans dem Englischen übersetzt von G. U-n n ck. . . 1. Teil. Erster Abschnitt. , - 7"'"" /' - 1. ,;,/■■ > Die Trompeten schmetterten einen letzten Tusch, a?S ^»ßer Fürst des Exils" von seinem weißen Maultiere stieg; fein Gefolge jubelte, als ob es noch ein Bol? wäre und . ohne daS verächtliche Lächeln, das sich m den Mie>n,m der \ umstehenden Muselmänner zeigte, hätte man es eher für einen Tag des Triumphes als einer Tributzahlung halten Men. „Noch ist der Ruhm nicht verschwunden!" rief dir ehrwürdige Bostenai aus, ckls er in die Halle seiner Wohnung trat. „^s.ist freilich nicht wie beim Besuch der König:» von Saba bei Salomon, aber dennoch ist der Ruhm noänicht verschwunden. Du hast/dich wohl benommen, ttener Kaleo." — Des alten Mannes Mut wuchs mit jedem Schritt» in feinem eigenen Hause, in welchem er stch. sicher fühlte gegen hie lauten Verwünschungen und die drohenden Wurfgeräte -er ungläubigen Menge.. - ,M soll ein Tag der Freude und deS Dankes sein", fuhr der Fürst fort, „ynd sieh' nach, mein ehÄicher Kawb daß die Trompeter auch gut bedient werden. Dieser letzte Tusch war voller Begeisterü'Ng. Fteilich klang er nicht wie -as Schmettern der. Drommeten, vor Jericho, aber dich zeigter an, daß dev Herr der, HerrsWeN ^Mit-^nS M,- .Wis die verfluchten Jsmaeliten stutzten! Sahst du, KäleS^ den gewaltigen Türke» in grünen» Gewände mir^^ zur Ätr, ken? Beim Zepter Mobs, er ward bleich!/dieser Tag soll mis ein Tag der Frrude mrd/des Dankes sein. Spare .nicht den Min noch die FleiKtöPfe für das BoÜ. Achle selbst darauf, mein Sohn, denn das Volk schrie tapfer und Mit lauter . Stimme. Freilich glich e8 nicht dem gewattigent Feldgrschrei, als die Bundeslade zurückkehrte, aber es war gut geschrien und zeigte, daß der Ruhm noch nicht geschwnn- KenNmes » - - /&':,\si' -fti* j!v%-,■ \bP£ Wiener Morgenzertuns. . > .r ‘ —: —'—1 ' ■ .‘t *-‘rr Dir halben auch hkrzuranbe alle-Ursache, dem f manziellen Di-sristeMr^^LAigaidwne« alle O^ weihen. Große Enter» ' pvffen, vor allem jene der Cnergi^irtschaft, werben «um solche Kredite «nd bemichen sich, sie auf eine wektvestandtge Gruyplage zu stellen, miMnigf«- auch'von dem KaM geleitet, daß die« tieffte.Depression der Geldno'ierung doch vielleicht vorüber sei, daß es Ho mc m>chr bsser nnd nicht mehr schlechwr werden könne. Ändere Emiss-ionst^chniker gve-iftn zu, dem Mittel, die ObligÄ-ion bei ihrer ^^HeimzMvtg^dtirch Aktien Äbzuf-inden,' andere -die Heimz-ahkung auf einen RoaÄverr auszubauen. Das ist wohl der richtigste das mit Obligq,'ionen übersät ist, die freilich das tvanrige Los der GcÄönt- Wertung vörevft teilen, schickt sich in immer größerer.Spannweitean, zur Na t utalwerUÖtzllgaZi»n überzÜMihen, welche di« ZahÄmg ^o« Kapital und WS nicht nach der Geldsinheil, sondern nach täti :HeWBdE'befti«m4er Waren versprechen, So M es Nttbestetzs Weizen- und Roggen- JenteH KohL«nwerF»L«.t.e.4hew^„mch von. da z« den Ener^ewevt.Änleihen, z. B5 von Mowattwevten M Wasser-' kraftaulotzen, ist wohl nur ein Schritt zu packender Finan» zierungskunst. / / * .' / . Hies srnd aber freWch'-BchiHe.. ,wto\./AnS-anstSmÄtel, welch« den Knoten nickst losen, auch nicht' du^haue», sondern (hier gibt' es sogar ein Drittes) -ihn Wniks Wgen «nd verwÄolt lafle«. ' /; :,../, / v Will man ihn aber Lösen> dann muß man ttefer greifen und schneiden. Man muß die/ f«tt nstioneile Stellung der DbkMttiö» und chr Dtthälmis zur^ Mir besonders dort» wo sie zusammen an einem Gchpanne zichen> in das rich-ige Geleise bringen. Man muß sie beide einmal nnier die Sonde, schärferer Betrachtung rücken und erkennen, daß.sie' eigentlich , 'MtNMANÄe Heschöpfe, d«m gleiche« Schoß entsprüngen^dem rmmlächen Zwecke «dienstbar und sogar-in eine Tracht Weidet k, sind, die stark zum BerwechsÄn - ähnelt.' Gswiß ist es Notwendig, Velde'Typen'voneinander zu scheiden, sie ordentlich.auseinander- ' zuhabt-Rl, ihre Merkmale ge reu zu respektieren; deshalb/ allein muß und ^darf es «aber, nicht so weit kommen, daß durch den Schaden der emen bloß die andere klug und reicher wird, indem die Aktie sich nicht scheut» fthmunzelnd Änd schonungslos die -ObligÄtzm über'S Ohr zu hau«en> / . -'/ . ' A ' ' .■ ZwmWMleihe vom GruMeßtz ln Men. Die n^deMsierreichische Fimnzsa-rÄesdlr-ektlon Mt mit:. DiejswMÜ 'GymÄbesitzkr, welche die Höhe ihrer Zwan-Mnileiheschu(digke'ft selbst.z«/berechn«« nicht in der Lage sind, können Lksen Betrag bei Auständigen Sjeueradmönistvation, in .sahM^^ri^. Kke. DevffWMeise. Sn Z Lei ch hak sich gestern der f r a n Z ö s f f ch e Fra « ß e n räch einer onfänfkichen Srma'tüng/ wieder etöoif und fiiea noch öder den vorgestrigen KutS vop S4.L5 auf 3k.?S< Die R e i ch s m a r k erfuhr e ne. leichte Beffervng von /y>V?Sv auf 0.0262, fernsr befestigte sich der D o I I a r von 635.75 auf 536 75, «mm die t \ ck e ch i sch e K r o n tz' 14.85 (gegen 34,90) notie te und Z a h! u n g Wie» rach kiwgerer Ze't eine letckte Adweiö u»q von 0.0076 auf (.0 74 aufzuweisen hatte. Die, 5 st errei chitche g e» K e m pe t r e Kr o n E blieb unveränüerf 0(076. 7- Rur Bert t» wmdr , eine wsiertltche Ah chwSchung der fremden ZaWnnsmUel cemetdet. Dollar fiel von 82-344 auf 19.950. Pfunde von 1v4.448.js auf 93.765, der f r a » z r f i l ch e Franken von I4l6.ib auf 1288.77, ösr Schweizer 24. Sinn« 1928 Ctife lf ' Franßen von 4179.51 auf 374067, ferner ermäßigte sich die! i ch r ch 1 fchb Aron e von 811.40 auf 653.64 und Za h l u n g W t e n von 30.41 auf 376s.Gn Wt«n fand pef'ern lsem El arfna statt. ErmStzignttg der Kohleutarife ans de» tschecho-flowMche» Staatsbahnen, Wie ims. mitgsteift wich, haben die tschechoslowakischen Staatsbahnen am 20. d. einen Exorbtaviif für Kohle verlauÄävt, der g'^rnüiber den" bisherigen Frachtsätzen «in« Ermäßigung von 1V Prozent aUfweist. Dsmzusolge haben sich dir Frach/Fosten für Industrie- und HanskwandEchl« von Mährx Ostrau-Odersurt nach Lu-nderÄburg StaatAgvenze um 71 tschechoslowakische Heller (d.«!. 1M9 österr Kr.) für 100 Kilogramm er- Ueberstedlung der Austro-ungarische» HandelSkaßtmer, Die Austro-u«ngaxifch« HarchelSkammet, die bisher ihre» Sitz 8. Bez., M«cn^ergasse 2, hatte, ist kürzlich mit ihrer KanM dr das Haus Elisabethstraße Ä, «überfieLÄlt und Hat ihre Dätigke-rt in den nöuen Rä«mnlWy «n schon au^enormnen, Mitteilungen des Kreditorenvereines von 1878. ge ri ch t l i ch«' A u Sg le i ch Sv« r f a h r en w u r de geleitet: Oesterreich: Kohn Jckkv'b, Kaustnann, ,Mveg", KoihlenvevtvvebS G. m. b. H.» Wie». T sch e ch o wakei: Roubic-ek Mar u. Co« Kaufteute, Pröa. Spie Tuch- und WollwavenhanLel, Brünn. Hüb« Rudolf, mann, Beneschm. MänL-el Adolf, Spezevechandlung/ szasz. Neumaher' Franz. Kaufmann, Bvhnslawitz ü.. Gaya. Zileeek A., Inh. Karl Cap, Kaufmann. Brünn. Kn schüa Eduard, Zuckerbäcker, Brünn. Sagaffer Karl, Möbolerzeummg, Budwers. Navratil Josts, Kaufmann,/ Caslau. Cevmak Josef, öding. ZMasnik Joses, GrößSauf'' roslav, KlWenhäMer, Gnopz. Ko-> ühbenbesitzer, Hl ince. Sperling Ema- Hpmorma (Humene). Berka anm, Hystomitz. Meßner Leo, Kaust Josef und Franz - SuM, elekM er«- Wie». -Slorol DL, Kaust, Dereg-! Kaufmann, Du«bnia« b. man«, Gi'ving. Mazek zisek Franz und Anna, Miel und Frau, Kau" Inh. Vinzenz Berka, mann, Hrnschau. Podobs! techn. GesMft^! Jstln. Slw bl Wilhelm, Kaufmann, I«ohanMs- HoL.-"'E'G^,^MmmättilMLenh8M«r, Kaschau. Kholl Bohn°> mrl, Schnriiwarenhändler, KöniHtadtl (Mestetz Kralove). Kadkc Antonie, Han'Velssr-au, Kolin. Steiner EM, Kauftnann, Kola. „Jorai", S. FMrs, Buchdruckerei,-Buch- und Papierhcmdluna, Komorn. Singer ».. Co., Jnv: Singer Josef" uM KleMLNtme, Kauftente,'Kamotau. KouVek. MiltzÄqv, Kruftnann, Kuttvnberg (Kntna Hora). HchÄ Albi-n, Mechaniker, Lastan bei Sternbem. Suschitzky Richard. Kaufmann, LeLbmeritz. Äotestvoe u. Co^ Wdöbelerzeummg, Lissä.a. E. Schwarz FAöp, > MaschmerchäMer, Lueenee, Elsner Ferry «. Co., Kaufleute,! MaHr.-Osträu. KnM Ästton, MeingriMandmig» Mähr.»! Schorrberg. Ehvenreich Gustav, Kurz- »näf Schntt warenhaMer,! Mahr.-Trübau. SinÄ' Josef, - Zamentwarenerzeuger, MüMtz. \ Capouch Franz, Schneider, Michlhaufen (Milevsw). Hereck i Josef," Kürschner, Neubydtzow. Bomba Josef, Schnittwaren«« gdlung» Neustraschitz. Krämer Marie, -verehel. Heinz, Handels» i, Neutitschein. Beil Ernst, MchlHaydler^' Olmütz. SchiMer rie, Hanoelsfraü, Offegg. Hrton Johann, Gastwirt, PaZ-! dievna. Mvaz JösLft Schichwarenhandler. Pilsen. Fugner Anton« und Anna, Eeinschank, Prag. Hynek Mry,' KÄMann, Pratz» W. Weinberge. Splavec Karl, KÄrmial-warengroßhandÄmg, > Prag-Wrschowitz. Vasrcky m Jan-da, Manufaktürwarsn, Pvevau.! SlodenÄh MeMrme. spol.< Pdeßbuvg.' BMh Peter, Jnstalla» i jeur, Preß'bura. / DrdaelY Alois, Manusa? urwaren, Protzüitz.« tukna Joseß Mmstktronär, Pwßnitz. EMrotechn-isches Bureau: aldsieder u. Co., Reichenberg, d. Bemr. d. off. Ges. Richard Saldsieder und Robert Ludwm Hüttl. Mholz. Rudolf, Kauf», mann, Reichenbevg. HalouzKa - Adolf, Kaufmann,- Rosfttz. Pavlieky Emil, KäuMann, Schles.-Ostrau. Gotchfff Samawl, Ge-' mischdwarerchäMer, Mitnck. Koschatzky Josef, KauHnann, S/ernbevg. Flusser Ernst, SchuHwarenhaMer. Teplitz-Schonau. Simon Josef, Ho elvächter, Teplitz-Schouau. HaMa u. Sthskalia, KaMente, Witkowiv.Der Konkurs wurde verhängt: Oesterreich: Weber Josef, Kaufmann, Men. Ts.ch e ch o - S l o w a k e i: Hoffmann. Franz, Exporteur, Grünwald, u. d. Bevm. 8>. Anna Hofftrräwn. Lucan Mwlf und/ Auaustm, Mechaniker,' Koietein. Gin- und Verkanfsgenvffen-- " Wt für den GerrchtSbeM Tannwalo,- reg. Gen. m. b. Her-Tünnwald. Janeoek Ernestine, HanMsftau^ Proßmtz. Ober- Hönig Artur u. Cö., R-udolf, Schneider, Tiefen' Hönig, Proßn'itz. Wanioek^ den ist in unseren Reihen. Darum spare nicht am Wein, mein Sohn, und trinke auf dm Untergang Jsmaels in dem Safte, von dem es nicht kosten darf." . „Es war allerdings ein großer Tag für Israel," /ries Äaleb, in seines Herrn Entzücken emstimmend. „Wäre der Zug verboten worden," fuhr Bostenai fort. >,ware es nur mir allein unter ollen FüOen beschieden grwe'en, den verfluchten Tribut zu Fuß, ohne Trompete» rmd Leibwache bringen zu müffen, bei diesem Zepter, mein tznter/Kaleb, ich bin fest überzeugt, daß, so langsam dieses alle Blut in meinen M>ern rinnt, ich doch .. . Doch rS ist üunütz darüber zu spvechen >—- der Gott unserer Väter ist unsere Zuflucht gttvesen.* „Wahrhaftig, 'Heer, wir waren wie David in der Wüste SlPh, jetzt aber sind wir dir Gesalbten dos Herrn m der Feste EngcM." ' ^n-der?Dat, der'Ruhm ift>Mch' nicht ganz verschwEeN," begann der Fürst von neuem in ruhigerem 'Tone, ,^ber>wcnn -- ich will dir etwas stM«, Kaleb —, preist i>eit &ttn, bol bu no# jung Hft" „Min Fürst kaMr noch lange genüg leben, um srohe Tage zü sehen." / / j,NeiN, mein Ktnd, du verstehst mich falsch. 'Euer Fürst hat geleibt,^^ um den Dag der Traster zu sehen. Nicht an das Kommende dachre ich, als ich dich den Herrn/ Preisen hicß,^^daß du noch jung^^seist.'^^Jch dachte vielmehr, Kaleb, daß, wmn deine Hnure/ fo weiß tvaven wie die meinen, wenn du MrüMMu könntch/wie ich, in die Tage, die vrrflpssyii es ktineS Wchenkes bänrfte, um zu beweisen, deß wir Fürsten waren, stne glorreichen Tage, tvo wir Gefangenschaft, Gefangenschaft sein ließen ja, mein Schn, da dachte ich, wÄch guter AnW ist's doch,- erst nach den, Freuden» , die verflossen-sind, grboren zu sein." ' * , .' „Mein Vater Me in Babylon " sagte Kaleb. nenne es «iW nenüe es Nicht!" rief der alte Heerführer - aus. / / j:r. :■ . : / i •' „SOvarz war der Tag, an dem wir dieses zweite Zion verlöre»! Wt» waren zwar ivmals auch Sklaven des Aegypters, tatsächlich aber herrschten wir über daß Reich des Pharao. jÖ, Kaleb, Kaleb, du, der d« alles weißt. . . die Tage der Mühe ... die Nachte, ruhelos durchlvacht wie ein Uebsssiecher Knabe, du weißt, wie schwer es deinem Fürsten ward, die Erlaubnis zu erhalten, am Tage unseres Tributes mit der armseligen Begleitung von einem halben Dutzend Kriegern zu erscheinen. Sa,, der du alle Schwierigkeiten kennst, vre ich überwand, Zeutze warst aller meiner Demütigungen, was würdest du dazu sagen, daß eine Schar von 7000 schwerterschwingender. Krkger den Beutel voll Dirhems*) überbrachte!" . „Siebentauserck Schwerter?" . „Nicht eins weniger; mein Vater schwang eines be# felbm!" „Es war dies wa-hrliH ein großer Tag für Israeli „O, das ist noch nichts. Als der alte Alroy Fürst war. ,. der alte David Alroy. . . dreißig Jahre lang, Mer Kaleb ... dreißig lange Jahre bezahlten wir dem Kalifen gar keinen Tribnjr" . / . „Keinen 3Ätf! Keinem Trkbük dreißig Jahre lang! Jst's dann/ ^in Wunder, mein Füpst, / daß hie MUrM -Mich de Zjttsen »achgeflnÄeft hüben?" ' /A das ist noch nichts," fuhr^ der alte Bostenai fort, ohne auf/ seines Dieners Aeußerüngen zu/ achtem „Als Moctador Kalif war,^ sandte er /zü . '.demselben Fürsten David, um zu Horen, weshalb die/ Divhems nicht gezahlt wurden; da hrstietz David gleich sein Roß und begleitet vo«' dm ersten.hn^BM'/riit-.et zu dem Palaste und sagt« dem Kalifen, daß der Tribut eine Anerkennung sei, die de? Schtv-ache dem Stärkeren gewährt, um sich dessen Schutz und Schirm, zu sichern, und da nun er und •.in Volk dvr Stadt zDr Jahre lang gegen die . Seldschüken besetzt untz verteidigt, sei. der Kalis im Rückstand/ gegen ihn" „Wir werden noch einen Esel/eine Leiter brsteiKLip sehen," rief Kaleb mit vor Staunen weit aufgeriflenx^ i :/;/:, \/, / Geldmünze. Goru.etzu.na fo!su>