Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1413 (19.1.1923)
- Date
- 1923-01-19
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Wien: ZumÄbhoIenin de? Expedition, II.,Taborstr. 1^3, oder in einer Verschleissteile (Trafik) möhaitl. K 28.000 Mit Postversand kur Wien o. Oesterr. monatl. i> 28.000 Tech e ch orSlowa fc e 11 Moti. K |7. Ungarn: Mo«. K 600. Jugoslawien: Man. D-'nar 30. Polen: Mon. Mk. 4000i Deutschland: Mön. Mafk 1200.: krankr., Belgien: Monatl. Frcs. 8 eh .Nachzahlungen Preiaerhöhuugeu Vorbehalten Tscheche - Slowakei v ltelisch. K1.r- J t te ile n: MonatL'lO lirl Rolfadien; Bnlgatiei Monatl. 60 Lei bezw; Lewa Schweiz und dets übrig] Ausland monatlich Frcs. 3 Redaktion u. Administrativ! Wien, HiiTabptstrasilelT'j Telephone: 44*0-38,43^19 ab 6 Uhr abends 16^30« Tel-Adr,: .Morgenzeitungt Wien!.- OesterrelchischesPoistsparj, Icassen-lionto.Nr. 150.693 Rr. MS t, Srcitas, 19. fTämter 1923 : I l.'gÜ^'lW.IM I «WW—»Mit. S. Zer —V. B i > v, IS. P3nn-r. 'Der Genfer Reise des österr^chischett .Bundeskanzlers hat der Getteralkommissar Hr Hefterreich eine Reihe bedeutsamer Erklärungen voMgeWK, die er in. einer Konferenz mit der Presse cchgegebetthat; bie§ tut seine Absicht kund, auf die MemungOildung der Oeffeytlichkeit. im' - weitestenAusmM Emfluß ,zu nehmen. Er. hat die drei ElMente-des; SarliermlgsproLlems besprochen,-die politischen, ManKllen und wirtschaftlichen /Beengungen, deren .Erfüllung nur durch ein Zusammenwirken der Regierung üyd der Bevölkerung möglich ist und ohne bcrc^i Realisierung die Gesundung Oesterreichs mißlingen ntütz- Er hat es - sehr kräftig unterstrichen, daß die H.ilWereitschaft des! Völkerbundes aus der politischen. Ue^erMgüng, fließt,!ein Zusammenbruch Oesterreichs wäre gleichbcheutend! mit teilt; Eintritt' chaotischer Ärmrchie' in Wtteleuropa. j Die Äufrichtung.Oesterreichs t ist: eine; SaMj Eurppas, i dessen krisenhafter Zustand nicht auch . nW durch die ' Fortdauerder Sorge um die DonaurepMLk belastet! Lverden kany. Biel'schärfer aber klingest M, Worte, die sder Generalkommissär; .über die innetzen;;, Zustände! Oesterreichs findet. Er hat sich in ersten Monat! seiner Tätigkeit ein sehr präzises Urteil; darüber. bilden z könUen;' waß in -sehr breiten Kreisen derLHrMchischen i ÖMknt^chM unter Mitwirkung an.deviinyechn Same-! rung' verstanden, wird und er siehtdieAHeiWer zer-! Mrerchen: Kräfte,;die ihreAntriebe.au^WnWsMtd l haMn und im'.Dienste der großen KpiWWe .stehen, .die' üher.den 'fÄ-Hhften :Wldie-Seg-?^ nungemM MWuM^LringMilM^^ -Wer GenerMmMMHatz Kst/seM« wDmet, täglich.Gelegenheit^ die ^wirtschaftliche Ent» .wicklMg Oesterreichs -zu.Lcherblickrn - uMMchatiauchMe pölitiM Bedeutung dieses Staates voll erfaßt,- Er wirft lim Auftrag der.Pölkerbrtntzidee, dieserH^Hxperung des >HumänWsidealch das nuv dem FvleWÄÄ lder Harimonie der Arbeit dienen will. Et: spricht stm Namen des ^gesunden Menschenverstarwes,--f der sich , gegen - die' Abschnürung der Länderünd Völker voueinanderwchrt >mch der es nicht dulden will; daß;die Interessen desost itzamsierten Gro^vüchers, her.imfionäWMn Demagogie! der Geheirstnispolitik und dw pomIcheren Port aus morderwen Generäle stärker . sein ' JÄlen als die .tzriedenssehnsucht'- der ^arbeitenden,'Nieujchen. Aber dieser Menschenverstand kommt.in dem ZusaUlmenwirken der heute in Europa führenden Personen kaum zumAusdruck! Sie sind, jcher Hr.,fich,IiA!Üch'HlMe.Leute,.-.m ihrer Gesamtheit.jedoch unfähig,; sich HÜn Druck ivgerch einer Parteiparole, eines. Kriogssignals-ZU eytzHeN. Sie leben. alle noch im Krieg mid für M besteht Europa nicht aus - Völkern, diemiteinander.imAePbmtzüng kommen und litt Freundschast leben' wollen,; Lydern aus Siegern und Besiegten. Eine Ternnnolögft, die innerlich schön'seit dem Kriegsende zur Lüge gÄvotzden ist, beherrscht. noch jetzt die Gestaltung.. dex politischen, Be-» Ziehungen--und drängt allen 'KönfeteMn, Beschlüssen und Aktionen ihren gewaltigen Inhalt--äusi. ' Desterteich, 'das inmitten' dieser Wirren liegt, ist in allem und jedem eine verkleinerLe/ trotzdem aber , sehx scharfe Projektion der in Europa um. diö Herrschaft ringenden Tendenzen. 'Es ist auch insofern« ein getreues Abbild dieser Bethäktnisse,'. '. als.'hier--/dre:Reaktion^ die gleiche brutale Offensivkrast zeigt..' Die enge Begrenzung des Territoriums gibt diesen Bestrebungen-ihre besonders gewalttäüge Form, aber, m l ihren .Methoden, in ihrem Austreten und in den Zielen, unterscheiden sie sich in gar nichts' vonl den:Strömungen/M/sichl in.-Ungarn und in Jatlien zur. Herrschaft entwickelt haben, Ln. Po-, len, in der Tschechv-Slowakei, in ^Jugoslcüvien und m Rumänien unter der Oberfläche' wüylew: In Oesterreich erhalten sie 'ihre besondere' .Nöte>church die Mähe Bayerns 'und; Ungarns. rDer/ autidemWätische GrundÄ -ug. tritt, hier , fchärser l in die Erscheinung.und erprägt; sich, in dem gegenwartige.n. .AuAnMchlMUch^^ M Wö- . der;BundeWn^r/.im..-.Begriffe" 'steht, von neuem die Aiifnterksam^itlderlKWitstääM)aMihMittMenfüber-. yommeyen; Perpslichtungen. zu; lercken!; Es^ ist-in dieser in deu;..letzten;Tagen MZt-MWjljger: /MDercheU. hervortretenden Hetze; die ordneGe. -Hochd^Wvc? 'mnbar.;Die ^umerus-clausus-Versammlungen, l die, - für - diesen- ZonntNglausidieMiugfwa'ße.^bMfeMsi^ Mr HW höbten';lÄüslgrH: .fggtzr^'W."HestMeich. 'ke;n.- ^echcytWN verdient-und daßesHWiHtzz.oder,lanA-der. vchauplatz blüjiaer Unruhen wexdew;wi^57H^-^Ä^- ileralkommrssär hat. auf die Folgen verwiesen, die ein Erheitern der - Ianierüna MMUÄMLÄrL Mi»' M Mrmetz Mel. der MovsenzMiWE.) >OeutzG"^^ meldet mä tzpnbmi die R^mrations^afle beschäftige alle politischeÄ Ureise^ im AufaAHenhäntze Mt -eel.Vi^MftMWMBME-M.'KWexWnLrates. AiM Mve gegläEbyß. B r a,n t i n g den sormeUen AnLrag sLellen werde, die Re- MationsfnaHe HHr dem BKlkevMnd zu hänbelm Man nehme an» l pah zunächst eine private Aussprache unter den Mitgliedern des Rates erfolgen wevde,:nnd düst erst», wenn diese Vorbesprechung ein posttives Grgebnis haben werde, der Rat offiziell mit dem Repa-- rationsproblem werde befaU werden. Bedenfalts handle es sich? nicht darum, über das Prinzip; her WparationM bas feststeht» zu vorhandeln, sondern üLer die Möglichkeileu, wie künftig das Problem eine Lösung finden könne,.und über die Festsetzung der deutschen Keistringsfähigkeit. Bon Anhrbesetzüng werde aüf keinen Falt g^Wvchen wepdE - der AchMizerischen DepeschenagenLnr erfährt» ist im 'Völ ker VüÄd^s e"k re!t a-vlat kn ÄM: AM über - eistet evMüHlr F-n» Mrv teMMvM-Ü W^MWM^HAGKL-'K r-^i'n DrNPpM-->A'ich'tO ^b!.e-Iä.ü'n-'-ti.c---.' SeinMW wurde bezüglZch der Nepäratione« und - interirMierten Schulden im VMerbund ein Dpn Lord R o b e r t C e e i l erstMteter Bericht der dritte« Aommisfion angenommen, der mach Ansicht interMiierter Kreise? die Grundlage der- Stellungnahme des: BSlkerbündes. zu der durch Mtz BesetzungdesRuhrgebictesinein neuesStadium getretenenR e Pa r a t i onsfr a gebilden.-ürfte^ ' Kriegsgericht gegea Mffen. ' .;'-P'a^r^s^"'M. MriU^;'^Wel."detz' «Bhr< Morgenzeitnng".^ Nach. Mer Meldung des ^WM.HWsiM"1wuM«'seM-HrMiesiv'esttzD,' dMnnter MMM sowie15 Industrielle vor HD französische KriegsgeriM geladen. Wie bW'^BtM'-wW»''«MeM-'i^tbUrde.. mit der Durchführung der wirtschaftlichen Zwangsmastnahmen gestern. betzonnen. Zunächst wurde die RequiMön voN Kyhle und Koks durchgefühxt. Hie gestern beschlossene Kohlensteuer wird bereits heute eingehoben und die Grubenbesitzer haften Mit ihrem ganzen tzerMNgtzn.: Mr -Mr.en tzÜnkWchen Eingang. Die Morgenblätter Leilen mit, dast seit gestern abends hon FrankreiW und Belgien StzsL Tonnen Ktzks und 5W Donnen Kohle beschlagncchmt; -wurden ' Die Kohleusteuer wird zunächst; in PaPiermärA eingehoben - Päris^-18^^Iättnetz-^^(Havas.)^ Me?Kammer verhandtzkie'; heute- ' über/ das^ A-ü s l i e f eru n g-s b e g e h r e n gegen;;de«'-komMü«MWtrAb^chMw^; Abgeördneter 'C äch i.n süchte:' seine - Essener -'Be-' spreHungen-MvechWilgeu^^E Mob-? ^ftM Bor^ fl^itibicj te 4t1 '§;«?n,1 btc \ ji^ auf; \ Küsten der Ärbeiterklasse berelcheWnlDtz Erinnerte an? d-s'! Mämsest 'ftmer- Partei,' wovm es -heiße, däß' der ZLampf! z Nicht Men^Jbic? ficdwttgögehe, sondern gegen! ■\ den gesamten Mrtschen Kaprtalismusl Er. habe' den Mut-' E schen ntch^emliett, dtzn fvattzöstMen - Soldaten W^erstaW' werden.voraussichtlich fedoch nach döür 3J.. $<f ävso zu dem Zektpuuktc, wo^ der Hraw für ein. Moratorium an Deutschland - evledigt^ sW wivd.'d'l-e'Perahlnng-lN'MoltzWrLv.Wd'Zlk^Eo, Visen v-rgeschriebeN n^ven», , ‘, Ääinz, 18. Jänner. (HavaG) Jnierallüerte L>oG; Mission hat die' Verzeichnung der V i eh best ä n d e, v^. P f erd e, M a u l i i e r e, K rä f t w a g e n -und F a h v r'ä'd e r' angeördnet.' Ferner ist die B e s H l ä g n a h m 1der Kohl erst euer und; gewisser . mts; den Zollchinahmen und Forsteinkünften sich ergebenden; P f ä n d e \ in Dor t m u n d, 18. Jänner. (Tel^ deL „Wr. Morgenzeitung".) Noch immer ziehen französische Truppen durch die Stadt» so daß angenommen werden, must» dast es sich W Bereitstellung von Truppen für Men west teren:Bormärsch auf.-Kawm handM W MGestern Wr eiMKxoWn, üA HeN' Bü iatzltngsbehördey die'Aon'ihm an die Grubem besitzer erteilten Jnftruktione«^ zu bestätigen und zu erläüteru.. J - Ler Zturz dek Mark.:v;' Die DeviseNhäusse iu Berlins! - Der' Zerfall der - deutschen i Währung machte gestern weitere Fortschritte. Die RÄchsntark senkte sich in Zürich-.' von- 0,03 auf 0,0237. PgraW damit vollzog sich'emr stürmische AüfwärtsbeweWÄg der fvchnden. Zahlungsmittel in Berlin. Pfunde hatten die. gchvaltige Steigerung von 81.787,50 auf 106.732,50; -Dollar von 18.154.50 aus 22.967,43 zu verzeichnen. Der- Schweizer Franken erhöhte sich auf rund 4300, holländische Gulden näherten sichrem Stande von.10.000.; : Die deutsche Reichsba-nk - versucht, dem MarfftUH durch Mittel der.Bcrnkpolikik zu begetz-nen und e r h oh L e ^g-sstep^ dev. Diskont von 10 auf 12 Prozent 'und den .Lombardzinsjuß von 11 äuf>13 Prozent.- Damit briM siezmst Ausdruck, daß sie daS"Lempö^des; MäMtuch^-'^fir.r' vage-' rechtfertigt halt uind . ihst zum- Teil auf;spekuläirve ^zesse; auf'dem' heimischen Devisenmarkt -Mückffchrt. Doch M sich schon -bei den früheren ZfnZ-fuKvhöhN-ugen gezeM, daß.'sie den Auflösungsprozeß einer. kränken Währung ' nicht' aus- ' zuhalten vermögen.' Die deutsche Reichs^nk; Mit »schon frnh-r den höchsten-Zinsfuß unter^ allen NotentzqnkL!!.dev Welt. Durch die neuerliche Erhöhung hat.sich der Abstand MtzergewöhMch-' hoher ist, noch vergrößett zü leisten, doch nehnre er die P.Mntworftmg dafür auf sich daßer gesagt habe» der- Krieg; könne' nurdurch die' E i nt g-! k^e i t d e r P r o l e t a r i e;v;; vemnieden^ wecheü. - Redner gab zu, daß er der deutschen kommunistischen.-Parter enrpi fyhlen. habe, gegen die - 'Besetzung des - RuhpgMcWs' zü kärnßsen. Er habe ein ,Miges ,GöWlssen. - - , -. ' . .Hierauf stwacheN; .die- Sqzialfften Lafo.nt mü \ C o m p e r e - M^p rM^Wvie. - der;' Ratzikalo ^Ferdinand B u r s s o n für Cachin,, wähvend Abgeordneter E h r.l i ck 'sich stirere ÄMM^M;MnWmitätnusspvach.>DieSo -Misten MllM deü^ der Verlesung - von Schriftstücken, hindern, was große-L a rM z'e neu ' hervorrief, so daßdie.MiMW unierbw^n^ wechen mutzte. chn darüber belehren,, daß es für Oesterreich vielleicht j zen. zipordnen. Es gibt PersonenundHärteien;- die eine .Sanierung gar nicht.wolleMünd diesesversuchen, - -dw gute Absicht der;/europäischen Welt mittelst-' Mdenhetzen jU-nd iFremdenÜustreibüngDiese Personen und. Parteien.; rufen) die Sirüße^Gtz^n dieWMiM muß der gesunde Menschenverstand des Gonerakommii- .kärs ankLmvka»-> —