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Wiener Morgenzeitung · 1923-01-16 · Heft 1410 (16.1.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1410 (16.1.1923)
Date
1923-01-16
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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W."lÄ i > “*5". «■ Mustäg IS. Jänner 1923 Serie S i-- Nrattia. Heute -Dienstag^'-ö- Uhr ^(Großer Saal): Elrifi-wsche Alia^vitu.snievlie. r,..U>,r (Ku.säai): vnsgr. P»oi. Dr. Lcrt Ätczsrttk: 4r-ardenu'g-n durch Daules ^öl!e. m. V«6 Abr (Klemer' Saal >: Unw.-Prott -Tr. Adolf Wlhelm: Gricchenlard smft uns seht. ln. V'.6 Ahr (Ambssol): Lr Loef Zuth: Lied md Giiarre. VN. '/,.7 Ahr <5wsagt': To ev! Dr. Ltto Civrch: $ b| cntir.uii^Utre. ui; . '/.8M^Gicßer Saal): Jrltz 5odrr urd Ltrlf K räl: Lrarz Sctvdetts „Die Miittetteise". */a8 Ahr (Äle'ner Saal): L.us.vs L r. Kars Ankvick Mlhrv n: Äovn Schiele. *,*8 Wir -Llvbfaol): Tr. Lches Zu!h: Einsthumg in des Lilairerlpiel. VII. 8 Alu (F.msüal): cbe-.Lc.ula! Ing. <jrftf Lör y: rvrdlosin tcr Aeaseistrcm-Eirkirofeclrik. Vt. 7 Ithr (MiLroli rpicrjoal): Lr. D?e»ner Kornitld: MikrolköplsLe UcbunglN 3ur CTrin iäilur flfßcfö. id)ie öe-Mnsü en undderDere. Ilt. — U r a n j'v - D ü ch e r st u d e: Den 8 Lis 1 und von 2 bis 8 Ahr ßtöKiis1. — Zwe'gieUe i e d e n . IV.. Mitter» ft © i g lo. 3 Ulr: LM'krvoilreg: Qio^cue tn. - ,Me feilen wir f.tzsn? 'Lie laichen wir ms -vor Len gesühnten Vazilren? .. . Sie MMMRMSrkte. Wie gewöhnlich am Motttag, herrschte auch Wern ans den Märkten geringer Mvkchr. Die Grückvarenmärkte waren mehr als ausreichend versorgt, die Nachfrage gering. Eier und Butler werden voll Landlenten in großen Mengen nach Wien gebracht und wegen der schwachen Absatzmöglichkeit billiger abgegeben. ' In d:r GroßniaMhalle erfuhren die Preise keine Aenderung. Auch die Nachsvage nach Fleisch war ganz gering- Bgig. SchZnhsri» (Burglheater.) •UjVf. olan ne Ensemble-Gastspiel der WJI.NAER TRI PPE Heut; Dienstag den 16. Jänner 1923, » Uhr abcnila Schauspiel in 4 Akten von Leonid Andrcjew "; 'i,; * : ^- r"*-' ■■■■-'- ■ «*■■■■* ■■■■■■■■■■*■■■■■■■■■■■■«■«¥■*» ■ Zionist. ßezirkSDrsanisation Leopolfiätaät; 5 Jeden Donnorstag zivangslose Zusammenkünfte J B für ,.Mt gned<r und efngefütiri.e »«äste. , ■ ' .. » J Donnerstag den Id. Iännerf 9 Uhr abends J ■ im Cafe National (&lul3skaij. Ii., Taborstrasse , i S9i$9iaasSEA$8 S ^Jüdisc^veTauImge^ S ■ aii » 4« Sin« dreistrophigs dramatische Romanze, kurz und — trotzdem sie Cchörherr schuf — doch zü lang. Annerl liegt am Totenbett. und spürt plötzlich Lust, den Mattanz mitzutanzen, bis die Sohlen ihrer Firmungsschuhe durch sind. Die Pflogvmutt-er, eine trockene. Betschwester, die Annerl allzusörglich von allen FrLuden fernhielt, ist empört über das sündige Vorhaben und bereitet die - kaum erblühte' Jungfrau zum Sterben vor. Es ist. die wertvollste Stelle des Merkchens, eine der wertvollsten, die Schönh'err schrieb. (Schade, - daß sie in einem sonst letänglosen Stück eingebettet ist.) Wenn liebeleere, vertrocknete Eiferer -das Wort Gottes predigen, seufzen die Liebesengel und es ist dem Sterbenden kein Wohlgefallen. Eine magere» ttrwchi^. ...Dmst.,.stößt^rtt-ischchüchtig Kind in die Gruft'- kein welcher, treuer Arm leitet es ins Jenseits. Wie anders HÄst jener fromme einfältige Diener m Tokftois unsterblicher Erzählung „Der Tod des Iwan Jtttsch" seinem Herrn in das dunkle Reich! Die Tröstungen dieser Asket-in Vttgen dem Kinde wie die Mahnüt.g. eine Strafaüfgabe zu schreiben, trotzdem draußen der Mai jubiliert. „Wenn das Sterben öfters war'", msint Annevl, „käm's das erste Mal nicht so schwer an". „Gib dich, gib dich!" keppelt die Alte. Da sinkt der Keinen Annvrl -der Kops auf die Bvust. ,^ch muß wohl"- seufzt sie. - Zuvor aber will sie sich dem Tischler-Hans geben, von dem sie die Pflegemutter, wie vom Höllenfüuer fern hielt. Die Trompeten schmettern und Annerl warkt zum Maitanz hinaus. Dort draußen beim Wirten zur goldenen Gans sieht man in ollzu billiger Schwaez-Weiß-Manier -Tod und Leben, Kasteiung und Lust, mussiges Jenseits und blühendes Diesseits' nebeneinander, keifenden frömmelnden Vater, jauchzenden frischen Sohn — schwarzen schtL-chiNden Bittgang, bunten Tanzwirbel mir hochsliegenden Röcken. Ui.fc. man sieht, wie Annerl das Herz bricht, bevor ihr Leben verströmt: Der Tischler-Hans hält .. es mit eurer anderen „Frischlebigen". Zurück ins KraMnzimMdr. -Der ünerbittliche Dichter lAßt sie noch durchs Fenster sähen, wie der Tischler-Hans mtt der anderen kost, justament wagt sie allein einige Tanzschrttte -*• und tritt auch schon (vielniehr erst) die, ach, so unerwünschte Himmelfahrt an. Tle Alte bemüht sich vechebens, die Hände der Toten zu. falten. Der hat der jiebe Herrgott und ferne rosenkranzbeslissene Sachwalteriu« au; Erden zu arg mttgespielt. Zu lang ist die kurze Romanze. Verflucht "viele Stellen nmten an, als hätte sie Schönherr hingefetzt, um seinen tztevavischeu Widersachern eine Freude zu machen. Peinlich zum Exeurvel, daß die kleine Annerl dem Tischler-Haus.sagt, er werde ihr bald.einen Sarg zimmern müssen, sehr peinlich, daß die Tiroler' Bauern buben und Bauerndrrnen bemr Anblick der Toten Sentcnzcn lvslassen, wie schön das Loben P^ar.statt sich oiinfach Lll'.n Tanzböden zurück zu stchlen. - . Die Aussührnng in Herterichs prachtvoller Inszenierung ist eine Sehenswürdigkeit. Bon" dem allmählich verblassenden, Mäiwnz, der sich in den Hinlevgrund zurückzieht und Annerl^ Stcrbezunmer Platz macht, hat man sogar mehr Fveude als von dem Dretzbühnen-Wmcher Reinhard.s im Deutschen Volksthcater. Rührend' ftfo.« und ergreifend trotzig das von dep harten Vorsehung -zum Tode, verurteilte Annerl 'der Frä-u Ma y e n, Lewund-nnswert, echt -die Pflegemutter des Fräulein Mg rer rmd von dm/.-übrigen Mi-twirkendrn. besondürs verdient die Herren M a i e r h o se r und der jüngere. R-.eü nr.e r s sowie Fräulein B u g. 1. ' Vorher. SchönherrS längst gelvüdigter Einakter „Kärrner te nt'" urmeisterlicher' Aufführung.- Die!-Herren Tr'e ß l i r, H .t 6 er, Baumgar trt e r und M a i e r h ose r, Frau S e n der si .und die kleine Still mark sind hie rühm^ lichr.n DarjlÄr und besonders dankenswert das herrliche, mit großer -. Kunst' gestattete Bäuerlein^ des^: : 8'4um« 6ck-rtnett - -- O. A. - GaMiel der Wllnaer. '(Rolandbühne.) T<r große Erfolg, den Andrejews Schauspiel ,>Die Läge unseres Lebens" än'ußllch der Erstausführung am Freitag hatte, veranlaßt die Truppe, das Stück am Dienstag und Down e t s t a g zü w iederhe Lev. -Da Freitag die Premiers von ..Newajle" stattfindet, wird 'eine Wiedecholuug des ANdrejewjchen Stückes in der nächsten Woche wahrscheinlich unmöglich fern, Aus den Lheatem. O p e r n k h e a t e r: In der heul ge-i Vorstellung von „D o n Z uü n" fiotzt Frau AUen d>e ^anie ccr Zertme. .... B u r. g t h e a t e :r Morgen. uni 7 .Wc ,.K a r r n e rl e U \Ui von Karl Schönnerr. Die Vcr, eUui.g ist zügle ch die 25. sei! ^usnahnie ö.s Swcles m reu Sxielxlan des Burghealers. (Lr. Fevruar 19^8). Lttraüf folgt „M a i t a n z" von Kalt S^öicheir.. A k a d e m i r r h e ä t^s-kr Morgcn um ha'b K Uhr ,»D er KerrBerte i d ig r ooti Moinar und Kaim^ . -V o t k s t.p e r: Lei tr *2-0 s c a". — Sonniog» 2 Ahr nachmittags, zu ^rmaßt^ten Preijcn, i e . o t r R a u 111 Braui*. ' Im D e u l sch e n V o l^t § th rat e r ^ndenttiur noch zwei 2.uMhrungen vcy Schönkursp" süttt, üuo zwar heull Md--LÄ>n»chM"'. R a i m u n d»Lbta!erf Wilhelm Kli t s ch spiest in der heute zugunjlen der «Ci.ncordia'' pattsindenden WoyttatigheitLÜv.jN-llung de« Psa.rer Leu m „D e r P far re r o o n K i r ch s e l ü". Von der Mitwirkung. Eugei Kt öpfe-rs in dieser Borj^llung mutzte aus reg,m,c^en Gründeu adgesihen werden. "... T l) e a! e r i n der 3 o f e f stad!: Freilag Premieren» ovenö. Zur Larjtellung gölungt die äumütue „^) i.e A a u, e t* von ^rm»n Fu.dmann. In dettTtieiippe gc.stie»l Ida Rckrand. C a r l t h e a t e r: Samsiäg, */4l 1 Ahr na! ts, sroze Nachiovtsiellung ui.itr der Llvt.e „d i n B i« d e t m 11 e r» a b e n i)-. Für das, durchwegs hrüere Programm wurden als ' Mttüilkende gewon-en: Kunst Är.fe, Lote Schöne^üiaatsoper), Bertha, Mar.ha Wiesinthal, Kammer,«nger-Alsteb Lttger (Ltaaisvpei),. üvsef König, .Eugen Ga«.!i)er, Lona u«o Eümund FoUermuyrr. Am Flüge! Lttch Wetter. Außerdem das votflänb.gr Lartiheatet-Orchej.er. Stach Schlug der Vort»ellung (vor 1 Ahi) Bahnho r. ndlune und inulodusoerke.,r nach allen Vichtnn^en. Der Kailenverttauf hat Lerei.s begonnen. Lr. Vü-w!s Karfsr» KapelW ster der Wiener Votusoper wurde «ingei den» im Februar -eme Reche von Wagner- Aoistellungenim San Car o-Lhealer itt Lissabon Zn dirigisren. Die Direktion hat chNr den Arlauo erieüt. Her erschossene NeSruWler. Ein Eisersuchlsmord itt der Stratzenbah«. » . Der, Angeklagte beSannte sich schuildig, machte jedoch die E-mschränikung, daß er kemen Mond beabsichligi habe. In der NachmittaigsvechaNd-kmg wird, die Mutter der Gisela Dozkr, .Frau. Zlrma Dozier,', als Zeugin einveprwWWN. Sie gibt an, daß sie den Keßz am Weihn-aHisgHttd die„ernstDen BovstelluiNgen-LemachL halbe, .haß.:«x Lvoni'Hver' Ty^wr Zwei Wochen vorher habe -ihr-hie Gisela.den' Kill-ian vorgeftellt^ Dve Zeugin beinevkte damäls zu KiÜian: „Gefällt. MttenMeme Tochter?- Meine' Tochter, düs ist eitt'i SchÜrköl, ein Schchetter- . .Littgi"' Oilliäm ettvidewe ihr daÄÄ^sf „Ja^sie- ^Wt mir,'Pa werden wir hchldÄeins." •, ' 'T V Die Zeugin gibt. weiter an^ daß-' der AngeAagte ihre Tocht-er wieldecholt ian. Prater abgef-aßt habe. Ihre jüngere, erst -'16jährige Tochter"wgr.esimrall selbst.dabei, ,chie erder. Gisela st men Revölver' 'gezeigt habe. DamÄs ließ er' sich die Waffe von dev Gisdla gutwillig tovgnehmen. / - -; „Ich habe immer," sagt die Zeugin, ^,/den Eindruck' göhabt,'es geschieht ein großes Unglück." . < , SC lMMsLksM.!!. AejMHiAriifik«im. 6, TeJ.,43 ’X Exiierl k>«ich und sätti'Uche Xnstallaftio sIB©n Sfaaifinl Der Gerichtspshchicltxri. Professor. Hr.-P isch o f Vfitfyrt iit seinem Gu'achten aus,, daß det Angeklagte eine chronische-Ohren» eitevung schon in den KmdeLjahre« und im Krieg eine PeHä» digüng? infolge'' Verschüttung durch 'eine' Grastate' ekligen Hat, deren. Folgest objektiv -Mchweisbar seien. Die Tal habe «t Wohl nicht in Sinnesverwirrun-g^. aber in einem Affekt verübt, welcher eine abnorme Höhe erreicht habender üttder Wirkung «inev Sinncsverwirvung nahe'komme. In einem solchen Affekt fcbeit aste Hemmungen ausgeschaltet. Es sei bemerkenswert, daß dio Tat..zwischcn zwei in verhältnismäßig kurzer Mt aufeinMcherso-lgenden Ohnmachls-, eventuell NervenkrampsanMeu ' gefallen sei. ' - ... . - '- "; Das Urteil. Die Geschwornen erkannten den Angeklagten nur des Tot-, schläges schuldig, bejahten .aber auch die Zusatzfvage auf Sinnesverwirrung. Die Frage aus Uöber.retung 'des WaffenPcchenteS. wurde mit 12 Ja beantwortet. Im Sinne dieses HahrsprucheS' verurteilte der Gerichts-, hos den Kesz zu 48 Stunden Arrest, welche als durch die Unter». fuchnngshasi verbüßt erscheinen. Der Staatsanwalt mel-dei« gegen das Urteil -bie Nichligkeitsbeschwerde an. Ein Antrag deL Verteidigers Dr, Anger aus EnchnsMng 'des Angeklagte^ wurde abgelehntt . ' , ....--- V ' Irr Prozeß Baeran. Prag, 15. Jänner. (Prozeß Baeran.) In der heutigen! Bechandlung des Prozesses gegen Dr. Baeran wurde ein Br-l-sswechseL verlssen, d!n Dr. Baeran mtt der Lchvevm V a» lisch hatte, eir «rr Tschechin, mit der er vor Jahren in- Ange». legu-hott der Gründung von Kinderheimen in Verbindung Qfa treten war, in die auch tschechische Kinder aufgenommen wur». 'den. IN einem dieser Bviefe (datiert 19. August 1921), ttzAt . Dr. Baeran mit,' daß ihm der Schlüssel zu seiner Wohnung gestohlen worden sei. Er weM genötigt sein, die Wchchvtt zu sagen, daß Nicht nur er, sondern, auch andere Dertvauens» » männer der Jrredrnta diesen Schlüssel haben. Dr. Baeran bemerkt zu diesen Briefen, daß er darin wiederholt falsche' Angaben gemacht hatte, weil er gewußt.habe, daß er überwacht werde. Wenn er z. B.'schrieb, er fahre rach Agvam, so sei dies nur deshalb geschehen, um die Polizei irreznführen, Cr sei-niemals dort gewesen.. Auch gebe es -k.e.inF^Jr.rad e n t a auf deutscher Seite. Ueber die Maßncchmen der Brüw ner Polizei sei er durch einen Beamten unterrichtet worden, Auf diesem Wege habe er auch erfahren, daß eine ischechischs Trgauisattvn in Brünn einen pensionierten Lehrer gedungen hatte, der Baemn für 58.000 K. nach der StinkbombenaffärL e r f ch i e ße n sollte"Wenn er in dem Briefe von einer zwei» oder nichrjährigen Kerkerstrafe gesprochen habe, die ihm be» vorst-ehe, so sei das ^ein Beweis für seine SchM. M' HM''W ‘ einer lüngercn Dauer auf-'Grund der Aeußerungen des UntÄ» fuchungsrichters' gerechnet-Epwicdechol^-daß.er völlig-.mvschittdig -sei, wie er dies vor seinen Kollegen ü^d w allen Kreisen, seitdem er beschuldigt worden sei, Spionage getrieben zu haben, stets beteuert habe. Während der drei Monate . Haft, die,'er hinter sich hqbe,- sei er zusammengebrochen. Auf'die Frage des Vorsitzenden, wie er schreiben tarnte, daß er Schwabe, einem Ertrinkenden, gehslsen habe und nun selbst , am Ertrinkensei,- bemerkt Baeran, e s.- s e-i. e i N-G e h e i in n i s an -der ganzen Sache und über dieses Geheimnis tastms er nicht hinweg. Urteilen Siemich ruhig ab, 'erklärL Baeran, aber ich k-mw Nur sagen, daß ich Schwade nur flüchtig gespro» , chm habe, zum erstenmal eingehend am' 1. Schtemder 1922-in Brünn. Daß ich ihm geholftn habe, darüberwerde ich nichts sagen. Sch w a-b e erwiderthierauf, daß. das, was Dr. Baeran , gesagt habe, ganz richtig sei, bis ans die Stelle, daß Schwabe M gebeten habe, ihn zu retten. Die Urteilsfällun-g wird wahvscheinlich >arn Freitag erfolgen^ - - " Jas Uüeil im Lemtzerger Kovimu«lfteusrozrß. - Lemberg, 12/ Männer. (Tel. de-.' „fc MövgenzeitUng".) Räch stebenwöch'lgLr Dauer erfolgte gestern die Urteilsverkündung in dem KomMunistenprozeß. Die Beratungen der Geschwornenbank, der insgesamt 90 Fragen , vorgelegt Mlvden, dauerten. fünf Stundest. Bszüglich neun Angoklagter, darunter des Schmabgeordnsten K r o lfl o w sN,- lartteten die Haupt» fragen Es Verbrechen stes 'Hochverrates, der' Teilnahme an .diesem Verbrechen, und der Störung der..öffrEchen Ordnung. Letztere zwei Fragen baz-i.hrn sich auch ans die Wvigen 30 Angeklagten. Die Geschwornen verneinten alle aus das Verbrechen des'Hochverrates wie auch der Teilnahme daran , lautenden Fragen, bojahten aber bezüglich iO . Angeklagten diese wegen des Verbrechens der Störung der. öffentlichen Orörmug. Der Gevichtsho-s.' ve-chängte über dett Äbgeovdnview KroLikv-wsli, ferner über Clch'o-wski mrd Krhlik eim drei jährige schw'ere Kerkerstrase. Fünf Angsklagt-e-wrrcden zu 2,5 Jchren, zwei zu zwei Jahren schweren.Kerkers verurteilt, wo- .bei allen die UnterfuchirngÄhaft ein^-rechnet wuvde. Dr. Cäcttie "G rosse r erscheint f r« ige s p r och e n. Der StaatKanwÄt meldete -die' Nichtigkeitsbeschwerde bezüglich eines Teiles der freigesprochenen Angeklagten wie auch bezüglich zchn Angeklagter an, die vom Verbrechen des Hochverrates fxei'g-esproZ)en wurden. Auch die 'Verteidiger meldeten die ' Nichtigst'itsbeschwerde und stie 'Bevustmg wegen zu hohen' Strasirrrs-maßes an: 21 Angeklagte wurden sofort auf freien Fuß gesetzt. Ile IlstzensehLn. ' Im .Gegenfatz zu . einer kürzlich -erfloffenen. Enifcheidtrug hat.gestern-das OberlauL-esger-icht als Berufungsgericht ent»- fchieden, 'daß der Disprllschelgcttte.'seine.-eitz.ne'- DispenSchL-.an-- Fuftchten berechtigt ist. Der.Kkogebertvetet här ö-üi. dieser Berüfungsvi: Handlung - den - Staridptlnikt'- vertretest.^ daßdie Taufdurch b'ie Dispensche .irregefühvten FvaUeEsl..d AiÄ'»-- ^chen Schadenersatz von detn fvichewn.'Lündesh,upt-ryam zü-vei«st langen berechtigt sinh. ~ " -

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