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Wiener Morgenzeitung · 1923-01-13 · Heft 1407 (13.1.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1407 (13.1.1923)
Date
1923-01-13
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite (x VSbm, Ämnstag Wkener MmrgerrzeMm-. tryW> 13. JLnuer 192$ r^!$ m. im ' Die GrofentarkHalle war mit etma 200.000 Kilogramm Fkifch beiiefcrt rovr-rn, eia Quantu«. das die Nachfrage, oblwoh! sie etwa» bessrr als in den letzkn Tagen war, bedeutend überstieg. Rindfleisch wurde lebhafter gelttmst. während Schweine- und Kawfieisch sehe wenig Abnehmer fand. Die Preislage hat sich nicht -«ändert. Der Derdchr aus dem Geflügel- und WilLpretrnarKI» die über -roß«- Angebot oerflgen. war wieder belanglos. Die herrschende Stagnation macht sich hier besonders fühlbar. Seefisch« wurden «ehr begehrt als in den letzten Tagen.! obwohl sie etwa« teurer geworden sind und 12.000 txs 18.000! Krone« proKiloaramm koste«. Auch Weiststsche um 8500 dis 10.000 K. sowie Karpfen um 23.000 bis 30.000 K. würben mchr als erwartet adgefttzt. Butter und Etter begegnen sehr schwacher Nachfrage. Darauf ist auch d>e finkende Preistendenz in diesen Waren zurückM* fghren. Kochbutter wud schon von 45.000 K., Tischbutler von LOO0V K. »r» Kilogramm auswärts avgebolen. Litt nolierrn Mfchen 14VO und 2000 K. pro SÄck. Bühne «ad Mt karl°Lheater. . Zum ersten.MÄe:.,^Die BrasiIranerin", Qpevette -von.Beda und Max Real, Mu.fi! von OsLar Jascha. Mr ldefjniden uns in einer Bar Kaltformens, Abenteurer fröhnen dem Kartenspiel, sie alle, für die die Pistole, wir wir aus dom Entreelfich erfechren, ein Juftrurnerrt , gum Hausgebrauch ist, beben nach NM«, der Tochter des Barwirtes, einer rassigen, heißMidigen Carmen aus dem goldenen Westen, die vor dem AoLgmberMsinideL einen gewagtenSchbefiertanz auffichrt. Mt diesem Tanz macht sie Karriere und wird eine gefeierte Diva Europas, wo sie, tvie im GoMande» die Männer behext. Dabei wahrt sie ihrem Jugendfreunde Fred . die Treue und wird schließlich die Seine. Tobias Taube aus Wien und Eveline, die ihren Mann so gerne dressieren möchte, sind das zweite Paar. Der arme Tobias, der es allen Frauen antut, siiü^t in seinem 'Schwiegervater, dem ameMm'ffcherr Dollarmillianär, einen Wiener Landsmann wieder und dies Abt Anlaß zu gefühlsduseliMn Betrachtungen über Wien, die Stadt der Frauen, der Lieder und des Alkohols. Die Musi? ist ebenso wich in Abwechslung wie dürftig an Eigenart. In einem netten Noger- Cttcti, Ml Jazz und Foxtrott und >im Gesang vom Rio de la Plata bemüht sie sich um exotisches Kowrit, auch eine spanische Flotenseren-adie.nutz! ein Wiener Walzer sind hübsche Nummern. Gleichwohl-hat der schwarte Bobbi recht, trenn er in einem Jcyz — ivrchl mit Bezug auf die moderne Operette — singt: „Armes A'beMand, hat nicht.viel Verstand, für Musi?, für Mrssik, für Musst?" Wenn Text und Musi! nicht viel Verstand heben, muß eine vmyiMche AuMhrrmg nachhelfen. Diesmal retteten Ernst Dautenhoyn und Else Kochharm die Situation: Tautenh.ayn, einer,der wenigen ^schmackvollen Operetten- AmEer Wiens, braucht nur auf der Bühne zu erscheinen, um die Lacher auf seiner Sorte zu fyifen; E^e Kochhann, eine OpeEenfaugevin von GestmgsÄMrr,- sieht so rodend aus, daß sie' sich seWst. . eine« SchEeiertm^ — diefts so abgebrauchte Bühnenrequisit — erlauben darf. Herr Lichtenstein, der «ne Operetientenor, .besitzt ansehnliches Gesvngsmaterial, das ebenso wie fern- Spiel sorgfältigen Studiums bedarf. Zugleich mit den ’ Stars wurden die Damen Karhund Ts cha une r,' die Herren Harnisch, Rolle, Hilde urid Körner imm^r' wieder vsr iLn Bochang gerufen. Auch das MtWiener Kammerquartett, die von Herrn Rain er. Simons besoygte vornehme Inszenierung und das von Kapellmeister Josef Holzer mit Schwung, geleitete Orchester verdienten die lebhafte AnerTennnntz!des beifaüfveudigen PMiPums. W. Roland-Bühne esnfciuiMima 60 6n JOilMmV Andrejews „Die Tage unsere Lebens". Der Jüdisch-akademische Philosophen-, verein veranstaltet heute in der Rolandbühne einen bemerkenswerten literarischeir Abend. Zur Aufführung gelangt durch die Wiluaer-Truppe -ÄndrejMvs Jugsudwerk ^Die Tage an'srres Lebens", das gestern anläßlich seiner ErftauWhvung großem Jnleresie begegnete. Wir werden auf das Stück, .welches im MÄi-eu der romantischen Boheme des russischen Studententums der Reu«^gm4<chre Melt und auf die Darstellung «och näher zurückkommen. Das- Reruerträgnis derheutigen- Sondervorstellung stießt stultMellen Zwecken zu. MaM-Fei«. Der Berdanv der hebräischsprechenden Studenten Darbuch veranstaltet am A. d. im Zevemomensaale.der Hofbu rg eine Jübiläumsfeier zu Ehren Bialrks. Es wirke« mit: Qber-- radbiner Professor Dr. Chases, Professor Z. Di es ««druck, bann Pvrssessor I. Wolfsohn, I. Zimbker, Fvau M. Hösflich -Sch nab.e-l und I. Bechar. Böginn 7. Uhr. ensemtte-QL8t8pie» 6er WILNAER TRUPPE Heute Samstag den 13. Jänner 1923, 7 Uhr abend« Schauspiel in 4 Akten von Leonid Andrejew Ada dem i e 11) «öl e t : Morsten. 3 Uhr nachmittags', das Lustspiel „Klein- D s.r r i t“. Kalb 8 Uhr abend«, zu erhöhten Preisen die Srölesfee „D e r K e r r Derteidiger' von Mvlnar und Salm. Deutsches Dv lkskfeea ke»: Morgen. 7 Uhr abends, spielt Dr. Audoif Dyrolt W stinerzßit van ihm kreierte Roste >«s Riestcke i* Bkmmrthal-Kadesharzs SchMmk ^5 nt weißen Roß — Motten, halb 3 Uhr. neueinfivdierl. „D ß r Z e r i s s e n t'*,, 7 Vm abend». „S m «e iß« « Rdtz!" mit Dr. Rudolf Tyrott. - Mont««. 7 Uhr abend,. .Der Zeri sseRi“; — Diensta«. halb 8 Uhr, „Es". C « r l - T h e a t e r/ Kente, halb 3 Ahr nachnttttagd. x e tt v o r st e l I u n , mannst,» dea-SUMfaris» «. Tonrer unler Pitwirku»« va» Krau Kanfi Wese, Giseta.Werderirk, Else Kochhäbn, .Ka««ersän-sk L«a 6I«ä«fe,. KaMmerairtuas« Alfred Grstnfeld. Max Rröd, Keinrich Eisenbach, Kranz Glamatsch and Ernst Tautenhavn. Die nach restlichen Karten sind an deiden Kaffen des Earl-Theaters erhmtlich. Raimund-The ater: Morgan, halb U Uhr vormittas», Rltwienervosenstücke: halb » Uhr, ^Der D.ardiervon Sevi Ufer, „D t e Menschenfreund i*. (Gastspiel Eu«a» KkLvser.s — Maniaa. 7 Uhr, „Stein unter 6teinl«*.'(Eaftspiel Euren Klöpfer.) Io s e f st-8 d te r th« a te r^ Keule „L N.i a m" mtt KansiMiese und Josef Karn», stwnnta« gefftiert Fda R v 1 an d in «T h e r e s e R a q u i n" und Montag in ,D i e Zarip^ Reuaissanre -Bühne: Keate, 7 Uhr abends, Echkauffittzrttnq »an Kemy Bernsteins „Israel" mit Lkaire Mallrntin und Eugen Iensen. Am dr» rheetrrn. St aatsoprr: In der heuki«en Vorstellung ,Aie K u g e u o.t t e n" singt Frau SchSne die Roste des Paßen. — Morsen, halb c Ahr abends, Kr erhöhte» Pvnsru >D i e WalLüre". Sieglunde — Rose P a«l y vom Opernhaus in Köln als Gast. — Mvnta«. 7 Uhr, chei aufgehobenem Fahrer- und Stannnflh-Adomiement, dein sKarkenvertrauf. a n s e! und t t e4 e r, »C a r « e» « l". i— Dienstag, 7 Ufer» .D o n 5 « a n". Doma Anna—F«l. Rase!P a u l y. — Mittwoch, 7 Rfee, zu «HSHtr« Prerfeu .Torr Cm Re doutensaat der Kaffeurg: Mor«en. chald 8 Uhr, zu erhöhten Preis« „S oh a u u » »st Pari s". — Miiwsch, Haid 8 Ufer» er »»sfetar v a» Lev i k l«“. B « r g. i h entert Morgan. S AH» MchnMags. «cher idem Jahres- «nd Siammfitzadormemyk, Lerhari IbüffamB SBötÄlwm« „Die versunkene L l o ck e". 7 Lhr oden^, zu befondereu Pratzey» das Qntm Jk «f f »t *• te ift* mm M#( SchSnfeerx. WM m Freie jüdische Volksbühne. Mittwoch den 17. d., 7 Ahr Äbends, ftMt vme MitgliedetvorstelOung stM. Zur Aufführung.gelangt ^Tag und Nacht", Lvagödie in drei Men von Sch. An—sky, bearbeitet^von L. Kacisno, Regie-, karten täglich von 6 bis 8 ^Uhr abends in der Jüdischen Ar-' beiterkuche (Z.'Bsz., Mmnauergasse 1) und bei Herm Bartfelt,^2. Bez., Sebastio« Kuvip-Eiasse 8, 1. St. Wagners Jugcndwerk in der Volksoper. Dwsktvr Weingartner hat Richard Wagners Jugendwerk „Das Liebes Verb ot"-siir die Volksoper erworben und wird mit dem Stüdrum dieser Oper sofort begonnen. Schalom Asch' „Gott der Rache" in englisch«: Sprache. Wieaus New-Dork berichtet wird, geht im dortigen Provivoe Town-Thsater Schalom Asch'. „Gott der Rache" in eng-. Rscher Sprache in Szene.- Die Himptvolle hat Rudolf Sch r.ldk r au t^der Vater inne, der We Roste bereits Mf der Rsm-- hardt-Bühne,in deutschsr Sprache und im New-DorLer jüdisch« Kunftcheater in jüdischer Spräche mit großem Erfolg gegeben hat. Rudolf Schlldkraut spielt jetzt zum.erstenmal auf einer enzlischen Bühne und - erzielt ' d^sekben Erfolge wie an seiinen früheren Wirkungsstätten. .. Verteidiger Dr. R ad da bemerkte, daß Präsident Tot mafchek nach dem BomLeuwurf zu Dr. Lodgman gefagj habe, wenn der Täter bekannt sein werde, müsse eS «icht gtz einem Stvaft>mftchv« komm«, fondom der Präsident werd» sich mÄ der Anwendung von DisziPlimarMitteln begnüg«. Tomaschek berichtigte diese Aussage dahin, daß er nry gesagt Hobe, er werde^^ fich^^ dafür - omfetz«, daß kein Straf, verfahren emgvlvitvt werde. Er habe dies■ aus politischen Grün, den getan, weÄ er gewußt habe,- daß bei der NachkviegSi Mentalität eines DeÄes der deutschen OeffentlichkeÄ in ben Tschecho-Mowalsi die EmLitAng eines Stvafverfahrenö^ gegev Dr. Baovan zur Folge Hab« würde, daß or zum Märtyre, und HÄden gestempelt werde. Abgeordneter Wenzel sagte aus, daß « Dr. Baewu aügeraten habe, die Bvnöbe zu werfen, und bestüttgt, daß Baeivan den Prasidenton^^ nicht trefftm wollte, sondern mu> gegen die tvamche Lage des Hanfes zu demonstrieren «die Absicht hotte, I» der heutig« BÄhandlung d«S Prozesses gegen Doktor Baovan erfolgte über Auftrag des Staatsanwaltes die Verhaftung der Kanztefbeamtin der'beöden Borterdiger Goller und Buchta> HostlnDva, weg« des BerdachteZ des Meineides. WeiterS stellte d« Vawsanwialit einen Strafantrag gegen die' beiden Verteidiger wegen Vorschnbleistung. Der Haftbefchsi geg« die Kanzloibeamtin wurde auf Grund der Aussagen des Gärdevob« meiste'rs des Bvünner Bahnhofes veranlaßt,' wonach sie emo vorn Angeklagten Schwabe im Brunner Bahnhöfe hinterlegte. Dasche beheben wollte und den Garderobesnotster gesagt habe, sie, komme, die Tasche im Aufträge der Herren Dr. Goller und Dr.'Bucht« zu beheben. Diese Aussage deckt sich aber nicht mit der von ihr als Zeugin abgegobenen, wonach sie die Tasche im Aufträge Schwades beheben sollte. Der Stvafantvag erfolgte, dader 'Verdacht besteht,' Laß die beiden Advokaten die Tasche verschwinde«^ lassen wollten. Diese wurde von der Pvilizei beschlagnahmt. Me enfhiskt Photographien milttSrischeir Menstücke. Kn gnter Neri. Der Hilfsarbeiter Karl Dlumauer hatte sich Festem! vor dem Ärafbezirksgevicht Favovrten (BeArrksrichter Doktor/ Donau) zu verantworte«, weil er der Privaten Rosa Singer anläßlich einer A-useimandersetzung «firne kräftige Ohrfeige versetzt hatte. Die DechaMung stand im Zeichen allgemeiner Heiterloit, in die fchbveWch auch der Rfichter und den Schviftsühver mittipstfiMmt«. —dichter: DMmen Sie sich schnDig? — Beschuldigtev: Ja, ich bekenne mich schuld^ Aber last« S' Ihn« erzählen, H«r Richter, wie's war. Als^ dann, wir ham an Streit gHabt, ich und die Smger. I Hab' ihr...g'sagt:^ „Sie, i Ihnen a Watschen!" Und sie sagte drauf: ,.Ro, bitte, .H«M S' nur her!" Herr Richter, ich bin q guter Kerl und kenn^an Raid nfit, und wenn i was Haft und mi wer drum ö « t d’, no, sv geb' ich's her, und da Hab' ich.ihr halt eine geben. Dvr Richwr vevurteBte dm Mmm mit dvm guten Herzen und der leichten Hand aa 80.006 Kwnen GÄdftvaft. Der DemvtMe nahm die Straft mit wieftn Danksägunge« entgog« «ch bem«O>e rwchr ,^Tas kan» i noch, Gott sei Dank, zahl««." Ser Proretz Nll«rm. Prag, 11. Jänner. Die' Rbendsitzung des Geschwovnen gerechtes >im Prozeß Baeran war mit der Vorlesung von Protokollen über Aussagen von Zeugen erfüllt, die persönlich nficht erschienen ivaren. Der. tschecho-flowcckPhe Gendarmeriekapitän^ Lombard i n i, der jeinev-eit m Budapest, wegen Spionage verhaftet worden war, erklärte, daß tr Dr. BaeraN wiederholt in Budapest in Gesellschaft von Dissidenten gesehen habe. .Zeuge Majoref gibt an, daß Dr. Baerqn Leiter einer geheime» ckilitärrfchen Orgau'isqtivn in Brünn gewesen sei. Er sei auch mfit einem Mwissen Gyovges Vertvaut gewesen, der.ein Mitglied der geheimen Organisation war. Zeuge sagt ferner, daß Skjeran öfter beim OeneräfftabSoberpen Simonfalvy und beim Oberst PotuGäza gewesen sei. Er erklärt ferner, daß er Briese vorlvgen könne, die Baeron übyr die magyarische Jrredenta geschrieben hob«. Abgeordneter Bavra.n eMirt, daß av allen düW. SluMg« kein Wort wckhr'ftfi. Er betont ferner,, dich pr vml divjen Protokollen erst horvte zu« ersten Male erfcchven habe, worauf der Vorsitzende ntttteilt, daß sie erst nach . Verfassung der AnTageschrift erngetroften seien. ' Der kürzlich wogen Spionage 'verurteilte Kapitän Wol f gibt in seinem Pwtokoll a»,, doß Baenm gesagt habe, wenn erör»vge Mllionen zur Vevsügu-nH hätte, würde er die MchmM vernichten können. . . Baevan erklärt, auch do« dieser Aeußevmvtz nichts zu WiGen/ ' ' Ter als Zeuge efinvel-wmnrene Abgeordnete Brust« r teiüe fiozüMch des Konfidenten. Holdmger mit, >daß die dsutschen Abgeordneten, an dLe 'sich Hokdmger hevaugemacht hasten ihm e'ue Falle stellten und' dadurch komstatiwt««, daß' er Stzchr der.Tscbecho-Slowakei für Pole« war. Der Privatfekretar Dr. Daevcms, Nutzbaum, sagt all» Zeuge eus. daß sich Äe Hm bÄamtten Zufchviften aus dev Armee m Dr. Baera« ünt KavLuhMms^ imd schlechter BchaMyng^SMaten LstchSfKgftn ünd'schpoAvvn tschechischer 'als auch von deutscher Sckte kamen. es sich mn Frage« der MobiKsiernng oder DjÄaka-ckmen gehandelt. Der Pvastdmt 4rS AbgeordnestnhauseS Ty »a scheC evASvte als Zeuge über d« St i nkbombe« -Ass sirst, fepß er ftr dem Wmf der Bonrüe ein Mittel gesehen habe, das demftlbrw Zwecke diente wie ZwWemmft, Pni^MchbWn u«d fenMch«. Der Iwock des Wurfts sti oftevbmk te «9kc NMubmchmeg fees ifevchtszuMAon. 3 6in fonbcstates flrteü. Aus Warschau wftd uns gemeldet: Bor e»Wge« Dayen fand vor einem hiesigen Fviedeusgevcht em Prozeß gegen einen Juden ncunens Fuchs statt, welcher angeKc^t war, om Hetz-. Plakat des „Rozwoj" van der Marver gemffe« zu habe«. MS emsiger BelasturMe-rrge tva-t em 14jähriger Knabe auf, wahrend der Richter alle Gntlastungszeugen Mchube. Das UrM lautete auf sieben Tage Arrests. Besonders empörend P jedoch dessen Begründung, i» welcher darauf hingüvftsen wird, daß ei« Dell der Juden Ar PolM alles, was polnisch sei, mit größtem Hasse verfolge. In jüdische» Kvoift« hat dieses seltsame Verfahren große Evvegmrg herdopgemft«. Der Jüdische Nationalrat in Marscha>« sah sich veranlaßt, an den Justttznmvffter om Schvrib« zu wchte»^ in welchem er dawuf hmweist, daß eine solche parteiische Aeußerung rn einem mcht«Kchen Nrboüsspruch in einem Rechtsstaat unzulässig sei. Eine BeschuLÜMmg von ganzen Gruppe» lohaLse Bürger m einem Rechtsstaat müßte au der vichterlichau Objekttvttat Zweifel erwecke«. Der Mvnster wird daher ersucht, feem Richter erttspvechefetze Berftigmige« Wgche» W lassen, lmdttgenfalls die jüdchhe« Mgeoadait« dm Fall ün Sejm ausrolle« mühte«. . zueiPUsir uadrine Ma M «Nf Aimmem d»n «ner Meisftchmde« «ahnfinnigen bewohnt. Bo» der aus Halle (Pm«evamuX gtoöff Zimmern, dar- «wer mchveve» SakönS, WÄttevgarte« uftv. bestehenden Billa « Hietzing, TrEmmmsdorsgasse 33. die von de« Ehepaar Leopold mW MächiSde Pollak-Par»egg bewohnt wurde und seit dein Tode des «ffteveu von der geisteskranke« Witwe mit drei Psisgevdmm alle-» bewohvt wird, wurden .das evsiemal »» .Jahre 1WV mehrere Räume als überzählig angesvrdevt. Das Metomt für den 18. Bezirk gab jedoch damals dom Gnrspvuch gegm dürft AnsordomMg Foltze, WM die abge-, jdnderte Vemiützba-rLsit de« avgsforderten Raume nficht gogüben und auf die psychische Erkw^mrg der Dame Rücksicht zu meu sei, weil' femse «ach dem Gubachte» des Denkmalamteß die^ .Halle Äuen rcknstLerische« und geschichtlichen Wert besitze und daher-zu schonen ftL Im vmchm' Jahve wurden. mm abermals zchn Räume der VMa ÄS übevzahKg ange-fovdert, indem davaufhmgswisftlr wurde» daß mttev Schommg der wegen chver Wustilechcheu Ausswttmrtz nficht <m-j jorderbare» Hall«, .chnchgsne« xr dss augeftrdMott Ränme« fe««sch dm Gavtm mö«M fti. JL.

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