Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1394 (29.12.1922)
- Date
- 1922-12-29
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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1ZSL , WM, Freftag erzählt, und ich will sie so ziemlich mit seinen Worten hier rviedergeben: „Weißt du, lieber Freund, was mir noch vor einigen Lagen hier passierte? Ein alter Schulfreund, den ich' bald nach meiner Ankunft fti Wim auf der' Straße traf und der eine lebhafte Freude mit dem Wiedersehen zu empfinden ischlön, schickte rnir eine liebenswürdige Einladung in mein stzotel, ich möge einen Abend sein Gast sein. Es würden riur noch ein paar Gäste, seine nächsten Bertomidten, anwesend sein. Ich folgte der Einladung mit Vergnügen, erkannte mit Genugtuung an der eleganten Wohnung, den schönen Bildern und Büsten und nicht zuletzt an dem opulenten Mahl, daß mein Schulfreund, der einer armen, aber sehr ehrenhaften jüdischen Familie entsprossen, es in noch guten Jahren zu einem behaglichen Wohlstand gebracht hatte. Der Abend war recht gemütlich, die Frau des .ftauses, eine noch jugendlich hübsche Dame, verstand es prächtig, die Unterhaltung so zu führen, daß keinen Augenblick eine Stockung erntrat, auch die Verwandten, ein junges' elegantes Ehepaar, waren recht liebe Leute. Man sprach, wie das nur natürlich, rm Laufe des Abends über allerlei Fragen des öffentlichen Lebens, streifte manches persönliche Erlebnis. Ich erinnerte mich, nickst ohne Rührung, an das Eltern bans meines Schulfreundes, das ich als Anabe öfter besucht darre, und gedachte des echt jüdischen, stammen Geistes, der dort gewaltet. Der Hausherr seufzte wehmütig bei meinen Morten und nickte betrübt, als ich beiläufig bemerkte: „Ja, das tut wohl, sich solcher Eltern zu erinnern, in einer Zeit, in der man die verächtliche Fahnenflucht so vieler Juden beklagen muß." Die Gattin meines Freundes unterbrach meine Reminiszenzen. Sie habe leider die Eltern ihres Gatten nicht mehr kennen gelernt, da diese, als sie heirateten, nicht mehr am Leben waren. Lächelnd fügte er hinzu, daß ich offenbar von den Eindrücken in ihrem Elternha.ffe nicht so entzückt gewesen wäre, denn dort habe 'bereits ein ganz moderner von religiösen, alttraditionellen Formen unabhängiger Geist geherrscht. Ich erwiderte mit einem Konrplim-ent, das ich der hübschen Frau machte, mbem idj versicherte, daß die tiefinnersten Tugenden jüdischer Mädchen nicht in dem religiösen Boden allein ihre Wurzeln haben, daß tfx Keuschheit und sittliche Vornehmheit jüdischer Mädchen zu allen Zeiten und in allen Landen gerühmt und gefeiert wurden, auch in Epochen und Ländern. wo die Juden es mit den rslyiösen Satzungen ganz und gar nicht genau nahmen. Die Tarne des .Hauses nahm meine höflich und herzlich gesprochenen Worte mit jugeMichem Erröten zur Kenntnis und» wir kamen alsbald auf minder ernste Themen zu sprechen, cmf das Theater» auf Wettrennen usw. worüber ich allerdings mich zu äußern kaum in der Lage war. Derr vom Rennen verstehe ich gar nichts und dom Theater auch nur so viel, daß ich sagen kann, ob mir ein Stück gefallen har oder nicht. Mit umso größerer , Sachkenntnis schien -das junge Ehepaar — der Bruder der Hausstau und seine Gattin — über Pferd-e und Autoren urteilen zu können. Ich merkte, das; die jungen Leute offenbar bei allen Premieren und bei allen Rennen anwesend waren und -kalkulierte unwillkürlich im Süllen, wie viel der Mann, der rächt alter als 30 bis 32 Jahre alt sein mochte, wohl im Jahre verdienen müsse, wenn er sich ein so fashionableS Leben gönnen könne. Ich erfuhr wahrend der Unterhaltung später auch, daß er rm Bgriffe stehe, ein Bankhaus zu eröffnen. Da muß man allerdings im Besitze großer .Kapitalien sein. Aber ich hörte zu meiner Genugtuung, als er mir über seine geschäftlichen Prinzipien einiges äußerte, natürlich in Gegenivart von Damen konnte man finanzielle Fragen nur fluchtig streifen, daß er bei höchst moderner Lebensführung die altbewährten, streng reellen kaufmänrnschen Begriffe Hochhalte und', in ihnen die sicherste Gewähr des Erfolges erblicke. Ich mußte lachen, als die junge Frau schelmisch bemerkte, daß ich, wenn ich in Europa bliebe, vielleicht mit meinen Dollar die Probe auf die geschäftliche Tüchtigkeit ihres Gatten machen würde. „Das könne wohl möglich sein, sagte ich, aber jedenfalls gratuliere ich ihr zu dem jungen Gatten, der die alten kaufmännischen Traditionen jju schätzen wisse, rächt wie so viele moderne Herren, die heute m den teuersten Logen und morgen kostenfrei ganz wo anders si.en ... Es war recht spät, als ich das gvftstrundliche Hcms verließ, nicht ohne das Versprechen gegeben zu liaben, bM wieder zu kommen." Da hast du doch einen recht guten Abend mit lieben Menschen verbracht — konnte ich mich nicht 'Enthalten, den Bericht meines Freundes zu unterbrechen — und da sagst du, daß du den Besuch zu den peinlichsten Erlebnissen zählst? „Ja, mein Lieber ■— sagte seufzend mein Freund — du listrst mich bald. verstehen. Ein paar Tage später erfahre ich in zufälligen Gesprächen, daß mein Schulfreund und seine Gattin sich längst hatten laufen lassen; daß sie wohl eine staatliche Mitgift in die Ehe, aber auch ene alleMrgs nur kleiüe, rasch vergangene und begrabene Erinnerung an eine LiebrSsPffode mit omem hochgestellten Manne mitgrbracht habe und daß ihr Bruder einmal Gelegenheit hatte, sechs Monate in voller Zurückgezogenheit über seine geschäftlichen- Praktiken uachzüdenken. In dev weiten Öeffentlichkeit ssi dies allerdings nicht bekannt geworden. Mn muMe bloß darüber, dem mächtigen Einfluß des Freundes seinen Schwester hätte er es zu danken, daß die Zeitungen die Sache v-rrtnschten und daß ich das Gerücht beststlgLe, er habe ejM ^luslandsreis-e in Geschäften unter» nommeK . B. E-^M. Wiener: Morgenzetturtg._ MitteilMgert W dem KMiknm. sind billiger und dauerhafter als Leder! Bester Schütz gegen Nässe und Kälte t -MWM M« fett PMMo-MstM. Vor intern hielt, wie aus London gemeldet wird, Jsmel Zangwill im Londoner Gmecson-Elub, einer bedeutenden litevarisch-gesellschaftlrchen Bereinigung, einen Vortrag über die Judenstage. Zangwill analysierte die Behauptungen von antijüLischer Seite, wonach hie Juden nach der „Weltherrschaft" strebten und wies dkrauf hin, daß das jüdische Problem ein Problem der inneren jüdischen Politik sei. Als Herzl nach einem kleinen Territorium für sein Volt strebte, wurde ibm die nötige Unterstützung der Juden versagt. Die reichen Juden seien meistens Ueberpatrroten. Zangwill schloß mit fc»:t Erklärung, die Juden wollten Palästina, das so lauge Zeit vernachlässigt geblieben sei, zu einem fruchtbaren Lande machen. Palästina würde für die zivilisievw Welt wertlos bleiben, falls es nicht vom jüdischen Volk: besiedelt würde. Nach Zangwill hielt I a b o t i n s k t eine ausführlichere Rede über die Judenfrage unt* die jüdische Zukunft. Es ist bemerkenswert, daß Zangwill in der OeffenMchkeit wieder für Palästina eintritt, nachdem seine territorialistische Organisation ihre Tätigkeit eingestellt hat. Krre» Memst l'Fsmrl. (Aüöi'cher Nakiorallondr), 2. Dez.. Toborstr. LS, Tllepten -kv-^IS. Lusv eis Nr. 14/2 vom S. bis IS Dezcmber ISS?-- 4204.C92.S5 Kronen, - 3m 5atzre 1S2? in-aesomt 103.650 670. 1 Kronm. Zentrale: A. b o. N. Dr. Bmevitzt 30.0» . Div. 5000. — 1. Be.'.rrk: Keinrich Robinson für erl. Buße in Ghrenbelngigung 20.0(0 Dr. Bernd. Cdsflein cnl. Oahrznt nach seinem sel. Vater Karl Eckstein 53 K'sleB 5682 100 000, Div. 9000; Krvuzah Ehowerim d. Sockel: B. Zvckslmann lo.00<>. Div. 870 d. Ruch: Friede. Kraus 10 03gs Kerltza Winter 16.00), Div. lO.' SI, — 2. Vez'rk: d. Ä. Friedmann: Brüder Schiffmann . 00.000, Smlg. Alfred Kaas 13.140. Norbert Ep'rmann Dr. Lugo Knöpfmacher je 10.000, Div. i©= 0; Bekhv. Beth Israel wbzgl. Fnkassosp.): Mtschouschnik. Fröhlich je 6O.0CO, Livdner. Schlam. Wolf. Kaptzo-z je 30,0Oj, König 80.000, Sciändelheim 20.000, Weinberger 15.069, Burtan, Langner, Geitheim, Acker. Teichtha', D. Äorowih. Znckermann, Gelber. Rofünkranz je 10 000, Div. 49.000. — Prattrsprengel: Kwuzah C owerim: d. Mager-Nckel 65.371; d. FizaeK Lackel: Ghanz Raab 10000. S. Gütler 11.000. d. Koschihby 10.310, A. Ddriler 10.348, S. Ampel 11.010, Aba Goldfeld 17.100, Div. 73.753; d. Meilen 6200; d. Meilen-Re>ch: Emlg. b Deranstaltting d. Zion. Fraurnbunder 17.290. Mvische Lucky 10.000; Keim. Pauker 10.000, Div. BO 0; Sokvtow-Kain S. Gerstl: Minian 180 900, Spende Landau 20.000, Kwuwh 8800. — з. Bezirk: Stella Gut 10.000; Gold. Buch d. Wechsberg: Resek u. Malkus 100.000, Dio. 21.000. 4./ö. Bezirk: Fosef и. Alice Lipschütz a. N. Somin Sriw den Lankow L0000. — 6. Bezirk: Gold. Buch Liffiansky, d. Ing. Schön: Smlg h. Barmizwah Ernst Berg d. Rafael Nachroeitz 50.000» Smtg. Dr. KoldengrLber 20-000, Sektion 46.000. — 7. Bezirk : 5000. 8. Bezirk: Tempelser. Neudeggerg. 22.000; Kllhi Lhojr Rieß- Kain: Ezyfcs 110.000, Dio. 201.600; MenSel Friedmaun a. N. Mvfes Freund f. A. 1V.VW, a. D. Emanuel Angermam f. A. 0.000. AusMte aus dem Zuderüum. Grlinhrä Olga geb. Walland, geb. 36. September 1889, Gsnobitz, S. Bez . Vbbsstraße 3. Obeää u der Susanns, ged 6. Jänner 1908, 9. Bez., Ferstelgaffe 4. Loufal Marie ged' Braun» ged. 24. August 1676, Silberbe?^. Bedienerin. 9. Bez.» Bleichergasse 8. Pachner Lohann, gef 7. August 1646. Ledec, Beamler i. P., 9. Bez., Elusiusgasse 8. T.ch lmtz Margarele, geb. 20. Mürz 1875, Wien, Fadrckau N5g.i'lm, 9. Dez.. Pvrzellangafse 48. Weiß Markus, geb 9. August 1877. Wien, 2. Bez.. Wolfgong Schmelzlgasie 5. Koch Perl. geb. 19. August 1901. Klosterneubura. 2. L' Hofenedergaffe 4. Glkcksmontt Melttla. geb. S. Älugust MS. Wien. 2. Bez., Ferdinandsstratze 31. Reiß Frieda, 25. Oktober 1893, Wren. 2. Dez., Kleine Sperlgaffe 8. Lustig Slona. geb. 13. 3uni 1306, Wien. 2. Bez., Ybbsstraße 4. Mordrchai Paul, geb. 1. Sönner 1894, Wien, L Bez^ Glockengaste 6. Äeugebausr Margit, ged. 80. Dezember 1885, Wien. 2. Bez., Aembrandlstratze iS. Reiner Kelene, ged. 22. Dezember 1900, Wien, 3. Dez^ Obere Weißgarberstratze 6. Sng. Fuchs Richard, geb. 14. März 1897, Turdoffm, L. Dez., Wieduer Laupistratze 88. Job AltM^er, geb. 9. Oktober 188s, Budapest» S. Bez^ Rampersdorfferzaste 11. Lanvinski Georg, ged. 10. November 1882, Brzezany. Apotheker. 8. Bez^ Lernatfergürie! 4. Bonner Loses» ged^ IS. August 1891, Odessa, Lour>>allst. 6. Bez.» Laudeng. 12. Dauer Max. geb. IS. Oktober 1898. Wim. Mustker. tv. Bez.» Kasenleilnergasse 6. Klein Visa, geb. 6. Dezember 1894» Wien. Beamtin» 17, Bez.. Taubergasse 56. > Laster «Viktor, geb. 8. Mat 1878, Wien, Kaufmann, 1. Dez., Raihausstratze 18. Stein Fohann. geh,?, Dezember 1889, Beamter, 17. Bez . kkgstbergajj? _ LS. Dezembex 1922 AM 8 * ZöjahrigeS Dienstjublläum. Der FviMMLverwMsr der. isvaeMschm 5LuliuSg«Mnde, Hcvr JMus Ärauß, begeht^ cm 1. Jämrer 1928 sein 25iähriige3 DleustMbWuim. ■! * Todesfall. Am 23. d. ist hier nach kurzem .Leiden foq iit weilen Kreisen hochgeschätzte Obmann des Gemeinde-' lempels, Wien, 16. und 17: Bezirk- Herr Salomon We4tzmann, Photograph, im 56. Lebnusj-ahre gestorben. Der Ber-j blichene hcÄe wegen seines aufrechten Charakters und feuwrri Her^ensgüte sich nicht nur unter tett jüdifchen Mitgliedern fi>c3j Bezirkes überaus viele Freunde erworben» sondern galt für drei vielen Bedrängten und Armen der beiden Bezirke als einj wahrer, aufrichtiger Berater und Helftr. Die zionistische Bewegung, in welcher seine sämtlichen Söhne aktiv stehen, hatte auch in dem Verstorbenen einen Förderer. Särntliche jüdischen Vereine verlieren in dem Verblichenen ein rühriges Mit-- glied und einen unersietzlichen Freund. Die gMße Bevchvung, deren er sich erfreute, kam in dem am 25. d. stattgefundeneil! Leichenbegängnis »utit Ausdruck. Der Tva-uerzug hielt 'beim^ Tempel des 16. Bezirkes, in dessen Bethausvorstand der Ber-i ftorbene viele Jahve als Obmann tätig war. Auf dem Fried-! Hof sprachen Herr REbiner Dr. I. M. Bach, für die Kultusgemeinde Herr Kullusvorstcher Max Markus, für die: Chewra KadisHa deren Obmann Herr Kuliusvorstcher Doktor; Jakob Deutsch, für den Bethausvorstand Ottakring He«! Siegnmnd Weiler, für die Bezirkskommijsion Herr L. Sitz-! mann und für die Lioiästische B^irksselton 16 und 17 Herrs Dr. B o h i n, für die zahlwichen Frermde &rtt S. Stein und! zuletzt ein Delegierter der Photographengeuollenschaft. * Was mit den staatlichen Möbelbestanden geplmit wird. Der Evsparungskomnässär Dr. Harnik plant im Zuge seiner Er-' IpLMN'gsmaßMhmeu auch die ÄvuMtvatiou der BerkaTbung^ aller dem Bunde gehörigen Möbel. Cr hat bererts die Bestände! L-es HofmoLriienidePotä, denen Luvst- oder kulturWoriicher Wert- Mwnunt, auLschc-idcu lassen; sie kommen in die Museen und! Schcmräunre der kaiserlichen Schlosser. Stücke LunstgswerMchen! Eharäkters worden -dem TifchlevHewevbe als Modelle zur Verfügung gestellt werden, wovon vtmi sich eine Belebung 'unseres; Wobel-exports versprich!. We übrigen Bestän'de werden mit dem reichen Beftänlden <m Ka-nzlLMri'be'In rereivigt werden. Hierfür? wird eine Zeniralevidenz errichtet. Dieses „Zeutrakl-MobÄ-s okonomat" wird die Dotierung aller Dienststellen mit Ka-nzleii möbeln und die Besorgung aller Reparaturen zur Aufgabe haben; msb-esorckeve wi-vd hievdrrrch die Nachschaffung von neuem Möbeln vermicdon wordm., Derzeit werde« bereits die Möbels der ausgelassenen Aenrter eingezogen, um damit oinerseits dies im Burgeulande zu errichtende« Amtsstellen zrr dotieren UM andererseÄs die schlecht-Hen Möbeln aus den Aemtcrn gegen bessere auszutauschen. Die übrig , AeLentden große« Bestände werden im Bersteigeiurngswöge veräußert werden. Die erste der-i artige Versteigerung findet ^bereits im Jänner oder Fe«! bruär statt. * Nchk««g v»§ fälschet, Rrvists»s»rsa«es: Das Gremium der Wimer Kaufmannschaft leilt mit. daß die Rev'sionsi organe der Gemeinde Wien, welchen dt« Ueberprüiuug Le, orsnungsgemoßen Entrichtung der Gemeindeabgaben obiiegi, eina kreisrunde, vier Zentimeter breite emaillierte Metaliegitimaiio^ mit dem Ausdruck ^Revisionsstelle für GEsindesbgoben" bei sitzrn müssen. Andernfalls ist ihnen jegliche Amtshandlung zu vert weigern; * Die Zwischenrufe. Der Versasswngsarisschuß des niedere ösierveichischen LaMages -bearö vagt, in ZuÄmft die Zwisch-rn^ rufe ins BerhaMuNgsprotololl nur dann auMuchuvm, wenut ein Risdnar auf sie geaniwovtet hat. Es fällt also der Papierno tj eine der lräftWeu Wirzen der Sitzwnge« zum Opfer und ft! mancher „Ochs!^, „Lausbutb!" „Judi" Verschivivdet in denii großen Papierkorb der Zeit. Es gibt Zwischenrufe, die gefalleuj sind, uns solche, die sich die Herren Abgeordneten bei der Kori veöarr ihrer Reden erst erfarüden, nur -ihren Geist und ihvri Schl-agsertiakeit vor idem -shrsnrchägen Leser, zu er-weiftn. Ob! auch diese Ltztere Kategorie chr Ende findct, ist emkiar. * Verkauf von AUmalerLa! drrrch öie frLSrifchSÄ SreMrizttLkswerks. Die Direktion der städtischen Etektrizitäts^ werke teilt mit, Latz Miiiwoch den 3. Länker i9L3 um 10 Utzr vormittags bei ihr iS. Bez.. Marianneugasse 4) eine öffentlich^ schrifttrche Anbotverha^elung über den Verkauf von Altmaterialien (Schmiedeeisen, Ei enspäne, Messingrobre, Marmorplatten, Psr,' zellanbruch) pottfiudtt. Nähere Auskünfte bei der Direkiwn. * Geänderte Tarifbestimmungen auf der Wiener Stadd bahn. Ab 1. Jänner werden ans ^der Vorortelinie, den Wiener Verbindungsbahnen einschließlich Groß-Schwechat, der Gürlckllmie und der oberen WientaNinie Monatskarten nur mehr für Fahrten zwischen Wohrwrl und Bevufsort auf Grund von Bestellscheinen, ausgegeben. Die Fahrkarten für die einfache Fahrt, AionatZkarten und Schülermonatskarten berechtigen von dein genannten Tage an nicht mehr Zur Fahrt in der Strecke Wien Novdbahnhof—Leopoldau Halteste nnt der Ab-« zwöignng Floridsdors-Jedlersdorf. - * Erste Sitzmrg des Verwalttrngsausfchnffes der Wiener Freiwillig Retinngsgesellschast. Unter Vorsitz des Präsiden, ten der Gesellschaft Polizeipräsidenten Johann Schober sanh am 27. d. -die erste. -Sitzung des rreuMwählten Werwaltungsausschusses statt. Die MitgäedsbeiträM wurden für das Jahr 1928 wie folgt feslMsetzt: Ordentliche Mitglieder zahlen einen Mmde-stbeiträg von 3000 K.. unterstützende Mitglieder 12.000 Kronen -und beitragende Miiglieder 24.000 K. pro Jänner, Für Gönner wurden 800.000 K>, für Förderer 2,000.000 K und für Stifter 5,000.000 K. als einmal zw leistender Mindestdetrag bestimmt. Es ergcht an die gesamte, Bevölkemmg Wiens die' Bitte, sich recht -zahlreich zur ALitgli-edschaft airzumelden und unaiffgefordert bis zmn 1. April 1923 den Mitgl-iedsbeitraa an die Gesellschaft, 3. Vsz.» Nadetzkystraße 1 (K'assevevwaltuicgj einzrisenden. * Wie in Budapest bas Kollegiengeld bezahlt werden soll. Wie das „8 Uhr-Blatt" meldet, soll >der SvMt der Budapefter Universität dem Unterrichtsmirnster die Nnterbre-itung machen, daß das Kollcgimgeld pro Semester den Gegmwert eines Melerzentners Weizen betragen soll. * Verein jüdische Kinderfreunde. Z^rgunsten der Errichtung eines jüdischen Kindercheims sowie der Jugend-' fürsorge und der Dakmud-Thora im 21. Bezirk findet DLoirt^rg den 1. Jänner um halb 10 Uhr abends rm Z e n t r a l k i n o,- 8. Bez., Taborstraße 8, die Vorführung eines prachtvolle jüdischen Films statt. Karten in der Zentrale der Jndische-u Kiwdersvennde. 2. Be-z., Obere Donaustraße 91, sowie an der Kinokasse, 2. Bez., Taoorstvaße 8, -bei den KmniteemitMiedern,! Telephon Nr. 98-0-11, Kult« sgämeindeianzlei, 21. Bez., und am Schalter -er ^Wiener MovgenzMin-g", 2. Bez^ Tabor-; straße 1—8. ' Anacot-Pastillen sind Msathrbttich hei Rachuicrlrcmsnngm und H-Aentründuntze«