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Wiener Morgenzeitung · 1922-12-24 · Heft 1391 (24.12.1922) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1391 (24.12.1922)
Date
1922-12-24
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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1391 Mene« Mvrüenzettnns. 24. Dezember 1922 e«9tl!cn. OOmmMSM eckes Wischen yWdwMers. Bon Heinz Helmann. 'X. * Nach Paris. Herr Wett gab mir nun das Reisegeld «ach Paris und eine Empfehlung an den Grand Rabbin Isidor. Ich fuhr aber nur bis Chalons-sur-Marne mit der Eisenbahn, dann ging ich wieder zu Fuß, um das Geld für,kleinen Pariser Aufenthalt zu sparen. In Eperuay erfuhr ich, daß der Polizeipräfekt ein Jnde sei. Ich bat ihn um einen französischen Paß, um nicht immer für einen Preußen gehalten zu werden. Der Präsekt kam meinem Wunsche bereitwilligst nach. Auf der ersten Seite des Passes stand noch immer: Napoleon 3., Par la graee de Dien et la volonte de la Nation Cmpereur des Francais/ auf der zweiten Seite: Henri Armand, Decoraieur, ne a Proßmtz pres d'Austerlitz en Autriche, le 21. Mars 1858, sujet stancais. Als angeblicher französischer Untertan hatte ich nun in Frankreich nichts mehr zu befürchten. Dagegen mußte ich Port meinen österreichischen Paß äbgeben. Am selben Tage nahm mich noch ein Bauernwagen bis Meaux mit. Aus der Landstraße von Meaux nach Paris begegnete ich eine alte Frau mit txuem 1?jährigen Mädchen. Aus meine französischen Fragen nach der Entfernung bis Paris erkannte sie sofort den deutschen Landsmann. Sie stellte sich mir als Witwe eines deutschen Bildhauers vor, der in Paris gestorben sei, Vas Mädchen, sei aus Karlsruhe und sie dringe sie nach Paris, um ihr eine gute Stelle als Kinderfräulein zu verschaffen. Die Entfernung bis Paris wisse sie nicht nach Kilometern, aber am nächsten Abend erst würden wir in Paris Mangen. Die pfiffige Alte entlockte mir bald meine ganze ' Lebensgeschichie und meine Verhältnisse: sie flößte mir Mut ein; Dekorateur sei ein sehr, gesuchtes Gewerbe in Paris, sie werde nur eine Stelle verschaffen, denn sie habe Beziehungen zu allen Kreisen von Paris. Ich solle nur vorläufig bei ihr Quartier nehmen. Wir marschierten ununterbrochen bis um zwei Uhr nachmittags des folgenden Tages, und zwar meist durch dichten Wald. Paris war von einer »roßen Mauer und Fortis ikationm umgeben."Man sah die Riesenstadt erst, wenn man das Festungstor staffiert hatte. Die alte Frau führte uns in der Vorstadt Bellepille, tot ein Haus Nue Legendre 115. Sie bewohnte ein kleines ' giminerchen ohne Küche, in dem sich nur ein Bett, ein kleiner Tisch und zwei Strohsessel befanden. In diesem Raum sollten wir alle drei schlafen, die alte Frau, das junge Mädchen und und ich. Frau Renard, so hieß die Mte, ging einkaufen, und ließ uns junge Leute allein. Lotte Körner, so hieß die junge Karlsruherin, eine Bnchdruckerstochter, sah mich verzweifelt an/ waS ich zu dieser-Alien und diesem Quartier sage. Sie jammerte, daß die Mte ihren Eltern U000 Franken für Reisespesen und erstes Quartier. abge-. flammen, die Bahn aber nur bis Avricourt benützt hätte. Sie weinte laut. Wenn dies ihre Eltern wüßten, daß sie den ganzen Weg zu Fuß habe gehen müssen! Sie schöpfte schrecklichen Verdacht, was diese Frau weiter mit ihr beginnen werde. Ich tröstete sie aber ritterlich, versprach ihr meinen Schutz und daß sie sich auf dem Hauptpostamt immer brieflich durch postlagernde Briefe mit mir verständigen könne. Inzwischen kgm Frau Renard zurück: sie brachte Brot, Butter, Käse und Rotwein mit; wir machten dem frugalen Mahl bei unserem Hunger alle Ehre; dann verlangte sie über fünf Franken für die Mahlzeit von mir. Sie ruhte nicht eher, bevor sie mir meine ganze Barschaft von 200 Franken cwgeschwatzt hatte; sie werde sie aufbewahren und mir täglich fünf Franken für meinen Bedarf geben; ich sei zu unerfahren und Paris voll Gauner; ich gab ihr mein Geld sehr ungern. Unser Nachtlager war schrecklich. Wir lagen auf dem Boden auf Fetzen» ich auf der einen, Lotte auf der anderen Seite. Ungeziefer gab es so viel, daß wir nicht schlafen konnten. Beim Grand Rabbin Isidore. Am nächsten Tage ivar mein erster Weg zum Grand Nahbin Isidore. Für 15 Centimes führte mich ein Omnibus den weiten Ä'rg zur Puaoe des BosgeS, wo der Groß Einer in einem dem Baron Erlanger gehörigen, den ganzen Tag geschlossenen Palais wohnte. Vorher hatte ich utic zur Orientierung den Plan der Riesenstadt gekauft. Der Portier, in prunkvoller Livree öffnete mir und schickte mich in den ersten Stock, wo'mich ein livrierter Kammer, tteua empfing, der mir das Empfehlungsschreiben des .Kapitän Wehl aus St.-Dizier abnahm. Erst nachdem das Schreiben an maßgebender Stelle gelesen worden war führte mich der Kammerdiener in einen Borvaum, in dem allerlei Leute der Audienz harrten. Eine zweite Tür öffnete sich, ein alter Herr mit glattrasiertem Gesicht erfchten mit der Frage, wcr von denAnwesenden Mr. Armand fei. „Das bin ncy, Ehrwürden." „Ah, Sie sprechen deutsch. Treten Ste ern. Ich entnehme dem Schreiben, daß Äe wollen und daß ich ihnen an die Hand sinv sie bei Sinnen? Wissen Se nichts (Hu AvmeUeerlM ihMnfi Rom, 23. Dezember. Heute ist ein Awneftieerlaß für Ordnungsbergehen erschienen. Die Amnestie erstreckt sich sowohl auf Zivilpersonen als auch <ms Angehörige des Militärs und der Marvtre. Der Erlaß ist von einem Briefe des Ministerpräsidenten Mussolini begleitet, worin dieser sich zwar im allgemeinen als Gegner von Amnestien erklärt; er wolle aber zeigen, daß Ne Negierung, die man als Tyvannie verleumde, die Kerker öffne, während andere die als weniger tyrannisch gelten, das Gegenteil tun. Mussolini versichert schließlich, daß nun für lange Zeit keine Amnestie zu evtvarten sei, und betont, die Verzeihung für die Vergangenheit dürfe nicht zu Mistigen Gesetzesverletzungen ermutigen. r UiBSSETT"* vfifl 'Kantor werden gehen solle. Ja» , . —. .. murre Besseres als ewig Schnorrer bleiben zu wollen? Mit Ihren 17 Jahren steht Ihnen die Welt offen. Sie sind jung und Wunen etwas lernen. Was sind Sie? Dekorateur? Und da wollen Sie Kantor werden? Junger Mann, schlagen Sie sich diese Dummheit aus dem Kopf. Handwerk hat einen «goldenen Boden. Merken Sie ssich das. RUß Russen;' Pölen, Ungarn und andere Äillejuden sollen Kantoren tyrvden. aber nicht Sie. ein intelligenter, Mensch, der in die Welt taugt. .Ich küßte dem Grand Rabbin ehrfurchtsvoll die Hand Md dankte Hm für JetnaMt Rat, beMotz unter dem. Okkssions- Vsrksul von Kleidern, Ketilm, Ibtik, UnAHtN 80TTLIEB HORJtK gß? fckß Beim Eindruck seiner ehrfurchtgebietenden Erscheinung, nun für immer beim Handwerk zu bleiben ünd dem Kapitän Wehl aozuschchreiben. Mir fiel ein, daß mein Lehrer in Proßnitz in der ersten Voltöschnlkl-asse mir erzählt hatte, er habe einen Bruder in Paris. Ein glücklicher Zufall. Ich forschte gleich im Conststoire Ismelite nach seiner Adresse, und schon eine Sturrde spater war ich bei ihm. Ich gewahrte tot der Nue Condorcet ein sehr gepflegtes einstöckiges Haus, auf dem in goldenen Lettern stand: "„Institution Rosenfeld." Ein Schuldbener öffnete, hieß mit eintreten' und meldete mich an. Ein alter, magerer Herr erschien. Er fragte mich miß'ramsch in französischer Sprache, ob ich denn wirklich der betreffende Junge aus Proßnitz sei. Ich erwiderte ihm toi deutscher Sprache, daß mein Vater Markus ein Barchentweber sei, mein Großvater Wilhelm geheißen habe. Er konnte sich nicht fassen, daß ich der Enkel des reichen Fabrikanten sei, wo denn dessen „RiesenverrnLgen" verschwmrden sei. „Wissen Sie," rief er, „daß ich alles, was ich geworden bin, Ihrem Großvater verdanke, der mich in Prag hatte studieren lassen?" Ich hatte davon keine Ahnung. Mir fiel aber der Spruch ein: „ Tue Gutes, rrirs's ins Meer, stoht's der Fisch nickst, sicht s der Herr" Guttat meines Großvaters sollte zur Rettung für den Enkel werden. Er stellte mich feiner Frau vor, die mich sofort mit neuen Kleidern, Wäsche Schuhen ausstattete; ich müsse bei ihnen wohnen und speisen. Ich wollte mir. jetzt mein Geld und meine wenigen Habseligkeiten in der Ltus Legendre abhvle», fand oW die Tür verschlossen. Die Concie^e sagte, Madame Renard sei verreist, man wisse nicht, wohin. - '±~^ Ich war verzweifelt, daß ich mir die Füße wund gekauft hatte und nun doch ohne Kreuzer Geld in Paris sei. Ei u Mann, ein Elsässer, der meine Stimmung sah und von mir erfuhr, worum es sich handelte, bot mir feine Dolmetschdienste an, um in der Nachbarschaft ewas über Diadame Renard zu erfahret. DLr Weinhäudler, hei.dem sie den Rottvein gekauft, gab bereitwillig Auskunft. Sie ist Bedienerin in einem Freudenhause am Boulevard Richard Lenoire, fast nie in ihrer Wohnung zu treffen, flüsterte er mit Rücksicht , aus meine Jugend dem guten Elsässer ins Ohr. Es dauerte lange, bis wir das Haus fanden, in der nächsten Nähe war eine Polizeiwachstube, 8er Elsässer erstattete die Anzeige, ein Detätiv ging mit uns. Als wir emtraken, verlangten wir sofort Madame Renard» die, als sie uns drei sah, sofort erkannte, Inas ihr Levorstand. Wo ist Fräulein Charlotte Körner, war meine erste Frage. Sie erbleichte. Der Detektiv wiederholte aber meine Frage eindringlicher und als sie und die Direktrice der Anstalt Ausflüchte suchten, drohte er sofort miß Sperrung des Hauses. Da holte inan Lotte, die ganz verweint wa^ und mit'Hilfe des Elsässers als Dolmetsch alles, was sie wußte, erzählte. Mr übergaben Lotte der deutschen Botschaft. Frau Renard und die Direktrice wurden verhaftet, ich erhielt mein Geld zurück, zur größten Freude des Professors Rosenfeld, dem ich am Abend mein Menteuer erzählte. Die Wirtin der „Ceska Jidekna". Professor Roseuseld sorgte dafür, daß ich in die Mole des tvavails, i»n die dortige Gewerbeschule, aufgenonrnren werde. Auf meinem Wege dorthin las ich in der Nähe des RatlMfeS in -ein-om fchmutz'vMn Gäßch«n, auf einem Schilde: CE Jidetova (Jodeln«) also tschechisches Restautont.1 Das waren HeiwcvtsMivze. Neugierig trat ich ein, grüßte „ma oueta!" „Dobre denl" schallte es mir entgegen. Ein Weib mit dickem Schnurrbart, eine zgveite Miß Julia Pastvana, fmgte mich: „Distck takh eech?^ „Ja nej sepr Cechale, ja sem Moravn", gab ich zur Antwort. Gutmütig sprach das dicke Weib von nun an deutsch mit mir, fragte nach meinem Beruf und versprach mir einen gläitzenden Posten, nur dürfe ich zu -dem Prinzipal nicht sprechen de zu. ihr. In Frankreich sei der Haß Msgen alles .Deutsche so groß, daß ein Qesöerveicher,'der vorwärts kommen wolle, sich als Tscheche geben müsse. Mein fvanMscher Paß desriedigte di« Wirtin vollends, sie gab mir eine EmpschÜmg tin einen Meister,. der mich sicherlich aufnehmen j.weche, weil - er Mt ihr befreundet sei. Er wo^ne Rue de Lyon, neben der Plaee de la Bastille. Aus der Firmalafel las ich dort: „Besneux et Cafton, decrateurS^. Ich übergab feinen der zwei Chefs die Cmpsichlnng der Madcüne Martin, der Wirtin. Da er sich rvatürlich mit mir französisch nicht verständigen konnte und ich chm sagte, daß ich tscheMch' seiner Gesellen. Er sagte mir sofort» ich müsse dabei bleiben, z>aß ich Tscheche, fe er werde devr Meiner« der MMt mW ICasafiiaus des* Stadt Wien Teppiehtoaus „Kfillniephof“ a 6i«n, I,, KdHnorti»7g«8«e r 333 deutsch könne, schon emvcden, er habe tschechisch mit mir! geredet. Ich dankte dem Manne für seine Güte. Als aber; der Patro-n meinen französischen Paß sah, war alles gerettet.! Wie dankte ich im Stillen dom Polizeipräfekten von Esser-! nah, da ich erst jetzt so recht die Wohltat empfand, die ec- Mir erwiesen, als er irrtümlich „Sujet ftancais" iw meinen sj?aß schrieb. ' (Fortsetz^Mg folgt.) $ Ein Schreiben der Witwe Peter Schweitzers. Dre Mttve nach dem jüngst verstorbenen Präsidenten des Keren HLjessvd für Amevrka und hingebungsvollen zionistischen Führer Peter I. Schweitzer» Frau Lm Schweitzer, richtete M die Re-! r-aktion des „New Palestine^ das nachfolgende Schreiben: „In dem furchtbaren Unglück, von welchem meine Kinder und iH Durch den vorzeitigen Tod meines Gatten heimgesucht tomteivj Landen wir m den zahlreichen h-erMchen BetteidStomdgebün-gen! keiner Freunde und Mitarbeiter für das große Ziel, dem er! fein .Lebm geweiht hatte, Trost mrd inueve -Kraft zur Er»! rragnng des SchicksÄsfchlages. Ich bitte alle diese Freunde, für! diesen Trost meine« und meiner Kinder dchten Dank entgegen« zuMymen. Ich möchte bei diesem Anlässe auch feststellen, daß! rms nur das M-wußffem -aufrechi erhalten hat, daß die Arbeitmeines dahingeschiedenen Mannes für den W redera uf- Lau von Israel und Zion nicht ganz fruchtlos gr-I tvesen ist imd di« Hoffnung «und der-innige Wunsch, baß meiusj [. Kinder -und ich das Werk fortfetzen mögen, damit auch! wir zur. Erreichung ftineS Idsctls bettragen. Ich bitte auch, datz! sein Eifer auch viele andere anspornen möge, sich diesen hohe^ Zvelen zu widmen. Ich danke Gott dafür, daß er mir in' brr Arbeit für die WieLeraufrichtung unseres Volkes» einer ÄvbM,- die mich mit innerer Glückseligkeit bvi seinem Arcksnken erfüllt,! um Welle des Trostes und der Aufrichtung gegeben hat." .! * Personalnachricht. Dis Vermahlung des Fräuleius- Käthe Guttmänn, Tochter des Hcrrrr Ignaz Gnttmann^ '.mtt HerM Max Kohane, Prokuristen der StvvHhutsirbriP Emll Kohcine. findet hsrtte um halb 3 Uhr ton Tempel, 6. Bez.,^ Tchmalzhofgasse, statt. * Nmnensglerchheit. Here Dr. Robert Güttsbu rg,! Mitglied der zionWchen Sektion 3, bittet uns, rnitzutMm, daß er mit dem im Zusammenhang tmt der schwedischen Mission genannten Mmne gleichen Namensweder identisch! noch verwsM ist. i * Die Geschästsstnnden «m den FeiertHe». Am.24. un>p St DeZember hat der Magistrat als politiscye LandesbchövdS! das Offmhalten der Geschäfte in folgendem Ausmaß Mtatter:! Am PA Dezember für den SebrnSmnttÄhandel von 7 bis 11 Uhr vormittags rmd von 3'diS 6 Uhr nachmittags; für best Handel mtt anderen Waren von *9 bis 1 Uhr vormitbaas und von 3 bis 6 Uihr nachmtt'-agS. Am S1. Dezember für den Lsbensmittelhanidel von 8 bis 11 Uhr vormittags und von 4- bis 7 Uh« nachmittags, für Pap'-ergüschaftt von. 9 bäS 12 Uhr vormitta-gS und von 2 bis 6 Uhr nachmittags, für den Handel mit allen übrigen Waren ist am 31. Dezember die volle Sonntagsruhe.! * Keine Popsperre an oe« Weihnachtstagen. Die Ml--! duux-'N «h?r e'.Ur uclnnd^ -'i.!". 'ge Postsperre an-den Mihnttr:s:i,i?n ünr. ch'ü di« Sttlattkorrespondenz mitteilt, un-> >r.'.h:'g Es findet oie1nst»r ^ormag eine zweimalig« Hri'!;.;a3 iw::, d.x *4 '»to.ir.r werxn von 8 bis 12 Uh« Trenn ga;:eu. Am T afiaa fu» dtt Ännahmr und Abd.ttung isS-'nst u".n\■•i», * Auskünfte über Freund« mw Berwaudte ln Amerika. D'-e Whit-r Star L-mie teilt nnö mit, daß sie allen Personen) die Auskunft über 'ihre in Amerika k&erttert Freunde und Beo-! wandten wünschen oder deren Adresse Kur Erlangimg von! Geldsendungen evmrtteln möchten, , dies kostenlos durch»! sühnt. Interessenten müßten sich zwecks' Beibringung voto Änhalispunktcn im Burcan der White Star Linie. Wierr.' ö. Bez. Wiedener Gürtel 8, persönlich e-mfinden. j » Eine jüdische statische Zeitschrift in Berlin. Auf, meiner gemcinsamen Sitzung der Vertreter der Httfsexekinttve, (Jüdische,WelthilfSkmrferenz) -sowie der Gesellschaft Ort unL! 'LÄe ist steschl-ossen würden. eine 'Zeitfchrift der jüdischen Demo»! grophie und Statistik i-n Berlin zu gründen. Dem AedaktionL-s kollegium dvr neuen Zeitschrift sollen die Herren Dr. D. Brutz^ kus, I. LeSzinSky und Dr. Segal angehöveru Die Zeit-' schrift soll vom 1. Jänner erscheinen. (I. C. B.); - * Ein Vertreter des Joint in der Jia-Berwaltnug. In! -der letzten Sitzung der Ica^Sertoaltung ist Oberst Herbes Lehmann, der Vorsitzende der Wvederaufbauabwrlung des> Joint, zum Mitglied der Jea-Bevwaltung gewählt worden.!!.Herr Lehmann ist der erste Amerikaner in der Jea-Berwal^ .t-ung. <I. C- B.) i * Eine Makkabäer-Feier der TtmLstummen. Am 17. d! )vsvanstalUete der vor kurzem gegvünldete Jüdische Tatobstnmmen'j Verein im Israelitischen Toudsbummemnsti-t-ut, 3. Bez., Juch^ gass^ ein Mlnukvch-Fvser, die mit enter Beschevunq a'»8 taubsturnme hilfsb-edürftige Givise," Greisinnen und Kinder verbunden war. Der SchrcksalSgonysse der Taubstummen, Her -Julius Groß, zündete in der Anstattfhnagoge die Cchanukkcch Lichter an und trug das UbendMet vor.. Hierauf hielt er ü der Zeichensprache eine „Ansprache" über die Bedeu-t'ung de fttoTtoS ' itaHrfmiM* ftV)^ MltftncfetllMIt. “***+ mSmnd

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