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Wiener Morgenzeitung · 1922-12-21 · Heft 1388 (21.12.1922) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1388 (21.12.1922)
Date
1922-12-21
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Sette 6 Wien, Donnerstag Wienern Morsenzeitung. 21. Dezember 1922 Rr. 1388 Leber die „Hohe Brücke" Mt der Weg zu „Neuem Glücke". L' Es wird darauf aufmerksam gemacht» daß die „Giücksslelle* Her Klasjenlotterie Ioies Stein. Wien, 1. Dez.. WipplMzer- -Aratz: LI, ander «Koben Brücke-, den Wünschen des Publikums folgend, in dieser Woche von 8 Uhr trüb bis 7 Uhr abends, am W e i h n a ch 1 r i o n n t a g e den 24. d. von 9 bis 12 und von L b's s Ahr ihre Kaffensidalter für Weihnachtsdariie offen hält. J5aupl!r«ffcr 1 Milliarde, weitere 700 Millionen, 3t0 Millionen, 200 Millionen, 100 Millionen. 50, 40, 30, 20, 10 Millionen ufw. Vorrätig: V,-Lvs 40.000 K., '/,-Los 20.000 K.» '/.-Los 10.«XX) K. und 7-,-Lös 5000 K. Weinpochtsz-ebung am 27. und 29. Dezember. Man beeile sich mit dem Ankäufe bei der „Glücksstelle" Josef Stein, Wien, 1. Bez., Wipplingersirad« 2» an der „Hohen Brücke", Telephon - 42»3»5l und 6l»4»56. _________ ° Ernährung. Sie Lebensmittelmärtte. <dgonbevicht der ^Diener Morgenzekurrg") Die Beschickung des Naschmarkles mtt Gemüse reichte für die trotz der nahen Feiertage rudige Nachfrage vollkommen aus. Die Preislage blieb im allgeme.nen unverändert, nur Spinai er- -höhte sich tm Grohhandr! dis auf 7500 K. pro Kilogramm. Der i Absatz tm Kleinhandel war etwas lebhafter als vorgestern. Aus Italien kam wieder sehr viel Karfiol an, mit Sem der Ma.kt : förmlich überschwemmt ist. Aus der Dchecho-Slowakei waren -große Sendungen-Gon Kraut, aus Holland Zwied l und Kohl!«mgetroffen. Auf den Obstmärkten, die täglich gut beschickt sind, blieben die Preise unverändert. Italienische Datteln, die um; 36.000 dis 38.0CO K. pro Kilogramm Angeboten wurden, sowie Feigen und Orangen werden wenig begehrt.! Frische Eier Unr I960 b:» 3400 K., Kalkeier um 1600 dis AM) K. plv Stück sind reichlich vorhanden, Butler von 45.00» K. ^uiwärls wird viel gekauft, ebenso Topsen um 18.000 bis 30.000 K. In der Grotzmarkihslle herrschte ein Sberrerchliches Angebot an Fle'sch oller Sorten. Der vorgesirige Prrisflurz auf dem Schweinern arid har bereits gestern auf die Deia lpreisr zurückigewirkt. Schweinefleisch wurde um «iwa 2000 K. pro Kilogramm billiger. Für heute wird m weiterer Preisrückgang erwariet. Das Angebot an Geflügel und Wild ist sehr groß, die i Nachfrage im allgemeinen sering. Eimges Ini-resis besieht für Fe^tgänfe und Fettenten, die 30.000 dis 3S.000 K. pro Kilogramm notierten. Bon Fischen werden nur die billige» Seefische lebhafter gekauft. Verein für jfldlsche Geschichte and llteratur 1 Heute Donnerstag den 21. ds., '^8 Uhr abends, im Saale des Ingenieur* und Architektenvereines, I., Eschenbachg. S VORTRAG von DK Paul Diaman * über „Jüdische Konvertiten Im 16. Jahrhundert*1 Gäste willkommen! In derSleuen W i enerBühne spielt an beiden Weihnachtsfeierlagen Gisela Werkezirk die Kauptrolle in dem Schwank „D i e G e l i e d l e i n M o l l". Earl-Theater: Keule und Somslag Raoul Aslan als Prinz Aadjami in „V 1 t Da ja de r e.“ Sine Sollandtonrnee des Raima«d-Theaters, Am 2. Miner eröffnet enr Teil des Enlembes des Raimund- Theaters in Lolland ein auf 30 Tage berechnetes Gastspiel, an dem sich unter der Leitung des Kenn Ernst Wtetand dte Kerren Max Pallenberg. Kurt Lessen, Eduard Loibner, Alfred Neugebu er, Kermann Weel, Arno Klein u^d b*e Damen Emmy Ü.rsier, Adrimne Getzner. Gufii Siärk'Liedermann, Grete Witzmann und Maria Aedlberaer beteiligen. Es finden tm Laag. Amsterdam. Atrechl, Rotterdam, Amh'im Vorstellungen sialt. Zur Aufführung gelangt: Molisres „Der Geizige" und ,.D e r eingebildete Kranke" und die englische Komödie „Der W a u - w a u". Direktor Dr. Rudolf Beer wüd ebenfalls kurze Zeit sich nach Lolland begcben, u« den Eröffnungsvorstellungen beizuwohnen. <'* r-jTpr aflorgeit Freitag Wiederholt «nloa Kuh seinen unlängst in Prag mit großem Erfolg ausgenommenen Vortr g: »Die jüdischen Reichen' im mittleren Konzerthauslaale. Korken sind an der Konzertkaffe Gullmaun, 1. Dez., KSrntaerring J und eventuell an der Abendkaffe erhäkilich. o Seefische und Äarpien in den Filialen der „Nordsee". Kab'jau, Seelachs 11 000 K, Goldbarsch, kopflos (Srekarpfen) 9000 £* lebende Karpfen 28.000 bis 28.000 K. pro Kilogramm. _____ D Sühne und Kunst. Aur den Theatern. Burgtheater: Leute, 7 Uhr, zu erhöhten Preisen, UÖ i« f ü n f Frankfurter". — Morgen, 7 Ahr. zu erhöhten Prei en, „Louis Ferdinand. Prinz von Preußen" von Fritz von Unruh.! Akademirtheater: Leute, hall» 8 Uhr, erhöhten Preisen, zum ersl-n Mal« „Die Frau vouvier-!zi g Jahren" von Sil-Vara. Die Besetzung der Rollen ist folgende: Felix—Emmerich Reimers, Leonie-Mörders. Grete— jMnyen, Amelie-Mayer, St.'ffi-Bury, Bella- Schulz. — Morgen, halb s Uhr, „Dis Frau van vierzig Jahre n" von Eil-Dara. Deutsches Voikrttzsal er: Keule und morgen ,F)ieNamen!ose n". — In den für die beiden Feiertage angesetzten Nachmittagsvorstellungen „Die Kreuzetjs chre i b r r" und „E i n e n I u r will ersichmachen" ifpiett Willi Thotler den Sieinklopsechons und den Weinjderi. Für beide Dorflellringen gelten volkstümliche Preise ohne Vormerkgebühr. Im Raimund-Th.eater werden im Rahmen der iGastspieles Eugen Klopfer Eudermonnr Schauspiel „Stein «unter Steinen" (Erstaufführung morgen den 22. d). Kermann Bahrs Komödie „Der Meiste r" (am 31. d.). gleichzeitig als Vorfeier für des Dichiers 60. Gsburlsiag, und lRichord Dehmels Schauspiel „D i e M e n s ch e n f r e u n d e" ^Ersia.fführunq Samstag den 6. 5änner) vorbereitet. Hierauf (folgen die Ur-, reipektwe Erstaufführungen von Franz Werfel» '„S ch w e i g e n" und Brrt Brechts Schauspiel „Trommeln jl n derNacht". Für Ende Jänner bereitet Dr. Rudolf Beer!eine Neueinsludierung der Posse mit Gesang „D a s L a u s d e r T e m p e r a m e n t e" von Johann Refiroy vor. Kammerspiele: Anita Derber und Sebastian Droste eröffnen heute 10 Ahr abends «in Gast- Ipirl mit sorgendem Programm: „Pritzelpuppe a", „ByzantintscherPeitschenia n „Koka in". >,M Lr t y r e r", „S e l b ft m o t d", „Vivien". „Ae gyp- S t fcher KLnigssol) n", „M o r p h i u m", „Laus d e r Irre n", „K ft a r 1 e", „Die Nacht der!B o r g i a". Die Direkiwn Hai den Vertrag M't dem Deuisch- 'Rusfifchen Theater „Der blaueBvqel'' bis Ende Dezember verlängert. An beiden Weihnachlssei^rtagen sowie am Sy!- vesterabend finden um 7 Uhr abends Vorstellungen des „Blauen Vogel" statt.____ Rolan d»B ühne Ensemble-Gastspiel der WlUtfAER TRUPPE Heute Donnerstag, 21. Dezember 1922, 7 Uhr abends Der di« Ohrfeigen kriegt Schauspiel In 4 Akten von Leonid Andreiew Gerichtssaal. Skmtllche Wohnungsanfordemngen dom Ber« waitungslgerichtshofausgehobeu. Die Folgen der Srkenntnifser de» Versassungsgerichlshoser, der bekanntlich vor einigen Tagen die Wotznungsanforderungsvervldnung des Dürgermeiftrrs und Landeshauptmänner als gesetzwidrig aufgehoben hat, äutzert.n sich gWrn vor dem D e r m a l t u n z » g e r i ch t s h o f, der über mehrere Beschwerden gegen Wohnungranforderungen zu en^cheiden hatte. Ein Befchwerdeverireier beantragte unter Kinweis auf der Erkeunlnis des Verfaff 'ngsgerichtsho'es die Aufhebung der in de» vorliegenden Fällen durch die Mietsenaie der 1. und 19. Bezirke» beslaugte Wohnungsaniorderuugen. Denn wenn ü e Wohnungronforderungsverordnung unge>e-l,ch fei, so sei auch jede einzelne Wohnungsanfordeiung ungesetzlich. Zugleich kündigte der Beschwerdeveitreter Schadenersatzklagen gegen die Gemeind,Wien wegen der ungesetzlichen Wohnungrrnforderunge« an. Der Verwastungsgerichtrhos (Vorsitzender Präsident Doktor Schuster) gab den Beschwerden Folge und h o b s 6 mU liche Wohnung ronforderungen a l k ungesetzlich auf. In der Begründung hob der Vorsih-nde hervor, -atz, nachdem der Versosiungsgerichlshof die Verordnung des Bürgermeisters über Wohnmgranforderungen. als gesetzwidrig aufgehoben hat, der BrrValtungrgarichtrhos oerps lichtet sei, diese Verordnung al» gesetzwidrig zu behandeln: Er muhten daher dte Anforderungen als ungesehiich behoben werden. Für die nächsten Tage ist noch eine groff« Reihe von Verhandlungen über Beschwerden gegen Wohnungsonfordermvsrn vor dem Verwallungsgenchthsfe angesetzt., Sr kann keinem Zweifel unterliegen, Latz der Ausgang dieser Verhandlungen der gleiche sein wird. , 6in Meß int Gerichtssaal. Äm Derhan-lungssoal IX ereignete sich gestern ein Ezietz. Kofrat Dr. K u b «f ch verhandelte gegen den Kiifsarbeiter Kart B l e ch a und' vier Mitangektaote wegen Mekalldiebstählen in ungefährem Werte von fünf Millionen Kronen. Kart Blech» beschwerte sich in seinem Verhör darüber, daß er nach seiner Verhaftung bei der Polnei mißhandelt worden,.sei und wurde in diesen Angaben durch seinen im Zuhörerranm anwesenden Bruder durch Zuruf» unterstützt. Der Mann schrie laut: „2)05 iS wahr, auf der Polizei wird ma g'hautt". Trotz der Admahnungen des Vorsitzenden lärmte ersweiter und als der Saalüiener ihn aus d.m Derhandlungszimmer entfernen wollte rief er: ^Na. i geh' net", erfaßte e-nrn Seffel, den er erhob, um aus den Diener loszuschlagen. Glücklicherweise verfehlte der Angriff sei» Ziel. Der Sessel war mit solcher Wucht in Schwung gebracht worden» dotz er auf einer Bank zerbrach. Asiistenz, die geholt wurde, übergab den Bruder brr Angeklagien der.Polizei. Die Verhandlung konnte dann ungestört svrtgesetzt werden. Bolkswitt. Gestempelte Krone Ansrahlnng Wien In Zürich notierte x- —.0076 Sentfmes. --- -.0073 krntiwes. die österreichische Krpn» . . . 0.0075 ( 0.0075 am 19. Dez.) dte Ssierr. gestempell« Krone. 0.0076 ( 0.0076 am 10. Dez ) die tschechische Krone .... 15.75 , (16.071/, am 19. De3) die Mark.. * , 0.07V, ( 0.07V. c»19 Dez.) Agram 1.45 ( 1.45 am 19. Dez.) Bukvrrsi . . 305 (3.- am 19. Dez.) Sofia . k . •‘ j'* Budapest » •. -* 3.97 < 4.— am IS. Dez.) 0.22»/8 ( o.2*vt am 19. Dez.) Wersch«.......... 0.03 ( O.03'/{ «n IS. De».) ein Gewavatt Ml den Mionören der Sesterrelchisch-nngarischen Amck. Die Regiovung hat im Nationalvat ebnen Gesetzentwurf olipgcibvacht, der die U^berlMung Ler Geschäfte de« Oestor-» voichisch-ungari-schen Baitk au-f die neue Notenbank, deren, konstituierende GoneraLversammlung Freitag den- 28. d. staltfindet, sichern soll. Danach wäre die neu« Notenbank berechtigt, die, Liegenschaften, das Material und die Einrichtungen der Ocster-s veichrsch-ungarischen Bank zu benützen, wofür diese om Entgelt! erhalten soll, welches durch Ueberernkommen oder durch Schiedsgericht bestr-rmnt wird. Es ist kein Zwsiftll, daß die Oesterveichische RationaWcmk! gar nicht in Funktion twten könnte, wen« ihr die Benützung der:' Einrichtungen der Oesterreichrsch-nnganschen Dank nicht gestattet würde. Es. fragt sich nur,s ob die Form, in der hie Re-, giernnig das Problem: der UebeÄntung provisorisch durch ein-. Gesetz zu regeln sucht, wirklich einwandfrei ist oder ob nicht vielmehr ein Gewaltakt vorbereitet wird, der lieber unteclaficn werden sollte. Die Errichtung der Natrynalbank ist seit nahezu sechs Monaten geplant. Es war Zeit genug, die Frage, die setzt, in aller Hast «nd unter Ueberrumpelung der alten Besitzer, dl«'{ sich übrigens gar nicht wehren können, provisorisch »nt» fojtt*. sagen auf legalem Wege geregelt werden soll, unter Respektivrung orworbemer Rechte definitiv zu lösen. Man kann nicht! darüber hinwegkommen, daß zu den vielen Vergewaltigungsakteu! gegen die Aktionäre der -Oesterveichisch-ungavischen Bank ein! neuer hinzugefügt werden soll. Man hat ihnen zuerst den (Mfc^ schätz weggenommen, nicht ohne Vevanlaffung und Schuld öfterreich sicher Mgierüngsvertreter, die sonderbarerweise den Stand-1 Punkt vertreten hatten, daß die von der Oesterveichrsch-rmyarischen Bank mrsgegebenen Noten das Vermögen der Wionärei bilden. Schließlich haben die Liquidatoren selbst ringosehen, daß! man die Eigentümer doch nicht ganz enteignen dürfe. Diese <Sni-j eignuüg soll nun durch eine in Gvsetzessorm geKeftwte DLaß-I nähme der Re-gierung vollzogen werben. Aber nicht genug da-j mit, beansprucht die Regiewng die durch die Gestion der Oester-! reichischungarischen Bank erzielten Devisengewmne. Wie direse Gewinne entstanden sind, das ist besonders in der letzten Zeit kratz zutage getreten. Die Devsienzentrale hat die von ihr genommenen Devisen nur damit bezahlen, kön-nen, daß sie sich Noten von der Oesterreichisch-ungarischen Bank hatte drucke» taffen. In den acht Jahren der Inflation sind die größten Anspräche an die technischen Einrichtungen der Qcsterreichischungarischen Bank gestellt worden; die Maschinen, die auf den Druck von Dillumen PapieMld gar nicht eingestellt wareir> haben sich natürlich stark abgenützt. Das alles haben dir Mtronäre der Oeske-rroichisch-nngarsichen Bank für den Staat geleistet — sie sollen es umsonst geleistet haben. Und mm WÄ der Staat sich in einem Betriebe, der Hm gar nicht gehört, allerdings nur provisorisch bis Zur Abschließung eines UebereinÄmmens mit den Besitzern häuslich niederlvffen und will ihnen großmütig cm EutgÄt für die Benützung der Obsdkt» vergüten. ' Die Oesterreichisch-unyarsiche Dank hat gemäß der Äon^ gesiionsurkunde das Recht, nach Liquidierung der Geschäfte als Noten-mstit^t Hre TatkgLeit als gewöhnliches Finanz- und Hypo, cheiarinstttui svrtzuführen. Sie darf sich nun, weA die Ent°- oignung gesetzlich" verbrämt wird, ein HauZ suchen, wo sie! sich mederlassen kann. Das Schicksal der Mionäre der Oester-- «ichisch-ungarischen Bank ist ein krasses Beispiel dafür, ton? rechtlos Wtionäve dadurch werden können, daß sie ^ich nicht rechtzeitig organisiert haben; eS ist aberzugleich «in Beispiel dafür, wie eine den Nomen bürgerlich, ja sogar konservativ beanspruchende Regierung bobschÄmst ische Methode« dort anzu^ wenden versteht, wo es ihr paßt. Es sit bedauerlich, daß die - Oesterveichische Nationalbank^ diese Hoffnung des gegenwärtigen und zukünftigen Oesterreich, unter solchen Auspizien ihre Tätigkeit beginnen muß. Man kann nicht sagen, daß die Regierung kein Verständnis dafür gehabt) hätte, welch gefährliches PräjMz sie hinsichtlich der Achturlg von Eigentumsrechten '- zu schaffen im Begriffe steht: sink doch den Mtionären der Oesterverchisch-rmgarrschen Bank für den Verzicht auf -ihre Ansprüche zehn'Goldkronen pw einei Oesterreichisch-nngar'rsche Bank-Aktie, beziehungsweise der Umtausch von zehn alten gegen eine neue angoboten worden —- ein lächerliches Anbot, das natürlich nicht angenommen -werden konnte. Wegen dieses Angebotes sollen nun die Aktionäre der Oestsrvnchisch-ungarischen Bank in quasi gesetzlicher Form be« straft werden. Und mit ihnen auch die neue Notenbank, der bei ihrem Eintritt ms Leben solche Auspigien von der bürgerlichen Regierung beschert wurden. Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt Mente .Donnerstag, 8 Uhr abends,' im Theater* saale. des Cafd Reich sh off (II., Praterstrasse 60) Makkabäer-Feier Programm: Eröffnungsrede: Prot A. Freud. — Anzünden d. Chanukkahlichter: Miro Glas, Konzertsänger aus .Erez Israel — Festrede Professor Freud — KJavier- ▼orträge: Kelly Friedländer — Humoristische Rezitation:' Schriftsteller Josef Grob — Jüdische Lieder* Miro Gips — Klavierbegleitung: Frl. Rottenberg. „ Regiekarten am Schalter der „Wiener Morgenzeitung“,, lL, Taborstrasse i, Brüder Schiffmann, II., Taborstrajsse BO und A. Borenstcir, II., Hoüandstrasse 10 '»»st Sie Devisenpreisk. Sifftruta »er kfchrchlsttzr« IKvatta» 1 4M« tschechische Krone Hai sich Sestern in Zürich im Zusammenhang «ik öer Erhöhung der Bankzinsfußes durch' dar tschecho-stowakische Bankamt kräftig erholt und ist dort tm* 15.07$ auf 15.76 gestiegen. Die A «ichsrar Ik besserte sich von 0.0737 auf 0.07$, der französische Frank«%. von SS tif 32.60; bk polnische Mark Isi auf 0.03 gesunken. Die Erholung der tschechisch« Krone tzath in Prag einen Rückgang der Devisenkurse zur Folge. Sn Berti« mar« iit fremden Zahluagrmiltet »lick», gönglg. »obei sich der D o l l a r von 7294.2! auf 6670.7a er# mäßigte. Zahlung Wie« siel um eine Mark auf M7. Sn Wie« «st die tsch«chifche «ro«e von ll«k auf 2080 gestiegen, ferner verteuerte sich der Dollar um, 310 K. auf 70.600, dagegen ermäßigten sich P s u «de von 327.700 auf »L7.S00. Reichsmark und f rg nzösi^cha, Frauken schwächten sich gleichsallr ad.

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