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Wiener Morgenzeitung · 1922-12-13 · Heft 1380 (13.12.1922) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1380 (13.12.1922)
Date
1922-12-13
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Ur.irso Wien, Mittwoch WZener Morgenzettuns. 13. Dezember 1922 ' Seite 7 Der AMeMmMMt. Von Dr. Heinrich 'Schreiber, ES ist urchestwitbar ein netter Beruf, den einzelnen Monaten und Mondesvierleln chavaktertstische Attribute betMilegeiu Es' ist nicht' jelt'evmanns Sache, in die Gvheimzetchen des Krakauer Kalenders einzudringen, die einzelnen astrologischen Merkmale innezuhaden, die verschiedenen Wendekreise lückenlos zu Lcherychen. Indessen sicher , ist es und kommt auch dem einfachsten Sänne LeS bescheidensten und ungeschältesten Besitzers von* Aktien zum Bewußtsein, daß in der neuen Zeitrechnung, mit der uns der ftrtwg und der umstürzlervsche Friede bedacht hat, kein Sonnen- und kein Mondesviertel verstreicht, ohne daß im MtieNdesitze, wie überhaupt im Mienwesen, eine durchgreifende Wendung eintritt. Wir haben dabei durchaus nicht allein die Kursbewegungen der Bprse ün Auge, die je nach der politüchen und wirtlsä-'afllichen Lage und unter dem Einfkcsse des' Geldwertes ihre verschiedenen, abwechselnden Gezeiten halben, int'L'M sie steigen oder fallen. Wir denken vielmehr cm der Erscheinungen Flucht, die uns zeigt, daß mit dem Zusammenbruche deS staatlichen Gefüges, der wirtschaftlichen Trennung der entstandenen Neugebilde und dem Währungs- Wirrwarr mit seinen, Wächnungselend auch der Balken, ans welchem die Mtientechnik u,ch das Gksellschaftsrecht so lange sicher und verläßlich ausruhte, in Unordnung versetzt und ins > Wanken gebracht wurde. Je nach der Konjunktur und Konj stelldtion der' Geschehnisse ergaben sich periodische Schwmgüngen, die wir mit kalerdarischer^ Genauigkeit ' zzu rigistrie-ren und fostAuhalten versuchten, Man denke, um' mir einige besonders maxkame Vibrationen herauszrcheben,an die Abwanderung der Mtiengosellschasten, die sich notgedrungen Im Zeichen der Nostrifikation vollziehen mußte, an die Abivanderung der- Mt>ien und ZuwanLeMNg von Aktionären, die sich rm ML der lleibevfrsm^uug abspiegelt, an die Wiedervereinigung, abgefpaöltener Trennstücke von Miengesellschäften, die irn herköinnr« Lichen Schweizer Asylein fremdes Obdach gesucht und gefunden haben..Eine ganze Zeit, hindurch haben ohne Untersaß die Wässer der Kapitalsvermchmugen geplätschert «nd gesprudelt und sich auch jetzt noch ■ nicht geglättet. Mitten hinein aber — -und nach der Jahreszeit ist der Ausdruck wohl berechtigt — if ch nett es neue Formationen. Ein Blick in das Amtsblatt entchüllt ein gan-es, Licht besätes Kalendarium von Auf- Wertungen und.Abstempelun'gem*) Mn Tag dergcht ohne solche Kundmachungen, kein Blatt verweht, ohne eine Fülle 'solchex Maßnahmen,' die das Zwangsanleihogchetz aus 5>am Keabholze hat und rasch noch vor Schluß des Jahves 'abgestockt Iverden muffen, wenn die Einbringung nicht fchlschlagen und. ausgesperrt werden , soll. Man kann es füglich sagen: Es ist der Monat' der Aufwe'rtung und Aufstempelung angebrochen, der -sich erst ganz sonnig' und Wonnig ÄrWasteü hatte. Jndesien hat sich auch diese Zeitnicht als wetterbeständig erwi.sen; der Wind hat sich unverschends gedreht, der Himmel verdüstert^ es fiel ein Reif über Nacht,, da es plötzlich hieß, daß die Stenorsreiheit, welche der Ausp^lnM ider- A'kst lv e n verbrieft ist, den Aktien bei!der Äufftsmpslung abgezwackt werden, soll. Nun rennt man. znm Wettergott, um seinen Sinn zu erweichen,, dem FinanMinister, als dem Herrn über olle Steuern, . begreiflich, zu machen, daß die Aufwertung doch keine Wertsteigerung des Vermögens, sondern vielmehr die Wett Verschlechterung des GoldeS versinnliche. So wird es von seinem unersorschtichen Ratschl-usse obhängen, ob der Kalender dLsAufwcrtungSmonateS und damit die neueste Phase der Mientechnik mit gutem »der schlechtem Wetter abreißen wird. Die Aussichten der BamnwMroduMn «ud reMnd«sttier«PMstrm.! ., Auf Grund von;ööiciieocnt>ett Ziffern Md Daten ü«s Aegypten^ Syrien und änderen in der . gleichen.Zone. um Palästina liegenden. Ländern kömmt ein-Memorandum der Zionistischen Exekutive zum Schluß, daß Palästina sehr gur« Aussichten für eine umfangreiche Textilindustrie' bietet und Vatz es nicht' übertrieben sei, wenn man behauptet, Palästina könne. Textilwaren im-Werte von zehn bis.zwölf Millionen Pfund jährlich produzieren, falls' die Juden hier wie in anderen Ländern entsprechende Energien und Kapitalien investieren würden. Ein Vergleich mit den großen Textilzrntren L od z,> B i a l y st o k und anderen, hie nur dank jüdischer Energie und jüdischem Kapital eine solche Bedeutung' erlangten,' zeigt-die" größeren natürlichen Vorteil«,, die sich für die TexlAlnduftr.iein Palästina als in Polen ergeben. Wähwnd Lodz in bezug auf, Rohmaterial von Turkestan, Aegypten, U. S- A. üfw. abhängig ist, von Ländern, die Tausende von Kilometern entfernt liegen erhält Haifa oder Jaffa dieselben aus einer Entfernung, von nur zirka 400 Kilometer.: Lodg - liegt von seinen: Absatzgebieten Tausende von Kilometern entfernt und hat mit tschechischer und deutscher Konkurrenz zu kämpfen. ' Haifa oder Jaffa hingegen haben ein ausgedehntes Absatzgebiet, während., feine . nächste Konkurrenz Tausende von -'Kilometern entfernt liegj. Für den Transport muß Lodz Weit ausgedehnte Eisenbahnstrecken benützen, Haifa oder Jaffa kann sich für seinen Export -des > billigeren. Wassert,veges bedienen. . . - (Salzburg) und der Präsident des Landesverbandes der kaufmännischen Gremien und Genossenschaften des Landes Steiermark Handelskammerrat Anton Schi mp er gewählt. Dl« Führung der Geschäfte des Hauptverbandes wurde dem Sekretariat des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft übertragen. Vergleiche-meine gleichnamige, jüngst auch hier an« -eseigt gewesene Schrift. ■UU IIIHM 1111*1 »IWIWW—WgM Sie NeschMüWgrn des Warrw- Md ZchlnWSverkchrs. ' In einer urtter' dem. Vorsitz des Präsidenten; Kornrl Spi tz e r -im Gremium der Wiener 5bäufmannschäft im Beisein der Delegierten der Bundesländer stattgefundenen Kon- - ferenz berichtete Sekretär Dr. Müller über eine Vorsprache des Hawptverbandes beim Händelsmintster Kr afft, -bei der dichr selbst zugegeben, habe, daß sich bei' einer ganzen .Reihe' von Waren,'große Schwierigksiwn durch v-ie. Ein- und Ausfuhrverbote ergeben. Der Bundesurinister habe-der Deputation - auch eine singehende Prüfung der Verbot« zrrgesagt. Int der Nesolutron fordert die Konferenz^ die Vorlage äines den 'geänderten wirtschafllichen 'Verhältnissen, entsprechenden neuen Zolltarises und bedauert' es/daß die: Hochschutz z ö l l n e r i s ch e n B e st r e b u tt g e n der Industrie vom Handelsmimsterium unterstützt werden. In, Angelegenheit der DevisenordnümgMurde auf Grund eirtes Äevichtes des ersten Sekretärs Dr. Rudolf Brichta eine Entschließung einstimmig angenommen, Äe den Abbau der staatlichen Devisenbewirtschaftung verlang. Bei-der hierauf vorgenomtnesterz Wahl der Vizepräsidenten wttvden ' die Herren HMelskamnrerrat Johann P a b st (Wien), Hatchelskammerpräsideni Hermann Ha a g n ß WerbetMWneNtmBrdie ß ♦ ff anpMH mmn Die Devisenpreise. SnZürich ist gestern die öfter,, g »i ft e m velteÄr v n e unverändert V cv.'6 geb>iebe", dagegen Zahl» na Wien um eine Alein'gkeit von 0.0,75 aus 0X074 zurückge argen. Die R e t ch s m a r k besierie sich ein wenig von 0 0325 auf 00637 und 3 a li l u n g P a r i S von 37.15 auf 37.65. wogegen d e t i ch e ch i f ch e K r o ne einen Dvckgang von 16 92 auf 16.75 aukzuweisen hatie. Snflin hat sich der D o l I a r von 8l63.7ö auf S3S3SL, die L ire von 4!0.ro auf 4 7.45," der S ch w.e i z e r F r a n h e n von 1586 auf 1563 So und die t sch e ch I s ch eÄr o n a von 263.30 auf 258.3S ermäßig'. Dagec, n wies dos P f u n. d eina Steigerung, von 38.675.lü auf 38 777.LV auf, ferntr profiliert« der französische Franllen von 538.50 auf 590 60 und die ö st e rr eichische geste m p e lfe Krone gewann vcn lt 37.50 oui 11.40. 3n P r a g waren die Derq ünderurgen der. fremden Zahmngsmiitel geringfügig und in Wien fand gestern dem Clearing flalf. Union-Dank. Herr Stephan Auspitz hat auf seine , Stellen als Vizepräftdept des Verwaltungsrates und Müglied des Vorstandes der Union-Bank resigniert. Die ^Verwaltung der Bank hat diese Demission mit tiefem Bedauern zur Kenn?« nis, genommen und Herrn Auspitz ihv:n innigen Dank für seine langsährige erfolgreiche.Mitarbeiterschaft zum Ausdruck gebrycht. . Die Dresdner Bank, hat das Mtienkapital von.5Z0 auf 1100 Millionen Mark veichoppelt/wegen außerordentlich umfangreicher Ansprüche aus ihrer Kundschaft. Bon den neuen Aktien werden Ä6'Millionen'den asten Aktionären zum Bezüge angeboten, 150 Millionen mit mehrmonatiger Sperre frei- - händig - verkauft und 125 Millionen zur Verfügung der Bet« wccktnng gehalten. ' s ^', -Oesterreichlsche Auswandererbewegung. .Die letzb erschienene Nummer' des „Handelsmufeums" enthält einen ausführlichen Beitrag über die österreichische Auswanderung - und die staaMÄien Vorkehrungen zum Schutz und zur Aufklärung auswanderun^s'berviter Arbeitssuchender, der dom Ministerialrat Dr. Heinrich'Montel in dem von Dr. Harald Brmitit tebipi-er'cTt Sonderheft „Holland—Oesterreich" der Wiener MoUa'sschrist- „De-u'sches Vaterland'^ veröffentlicht wortz-m ist. Die genann'e Nummer des ,Handelsmuseums" enthält unter anderem ferner einen Wirtfchaftsbericht über P a l ä st i n a und die asiat ische Türkei sowie verschwdentlick)e Mitteilungen über ausländische Äbsatzgel-egenheiten. Me«er Wrse. Das Geschäft an der mi r'gen Börse vrllzog sich eng be» gr ntt, La sich d> Spedn'alipn im KiiUblick 'auf die Gewölk« Maßnahmen der Evienke gegenüber ^Deuk'ckland Zur 'chholfung auferTe^te. Sm Elöfsnung-sladium waren die führenden Kusisse« werke nikdriger gehalten, ch'oß für O e sk e r r e i ch i s ch e n Kredit- und D a n,k v e r e t n s a k t i e n, in weich beiden EsfekttUgaliung-n der Verkehr recht rege war. zeigt? sich gesie ger!e Nachfrage, die bis aimt Schlüsse anhielt. Für die S'eigemng der ,2'klien der Lf esieirei 'rschkN-Kledit wurde die? uswäriLbeweg ng die'e> Effektes m Berlin, und snöftere Käufe' für fremde Rechnung ins' Treffen geführt und Bankverein ^ft>ek-en auf günstige Dividendenschähungen. Zm weiieren Verläufe des Gsschasies brachten Sta.llsbchnaktie>, die anfängliche^Einbrste.wieder herein. Ein-el-e tschechische Papiers g^waw en vyn Käufen für Prager Äe:,nung. (Nachdmck verboten.) Nsfchichtm ms deck «eum Bort,S. Zemach. >Aus'dem Hebrärschtzn übertragen.)' IV. DrrA erste Grab. , Der Arzt schüttelte verwunizerl den Kopf, sprach kein Wort. Und nach einiger Zeift als die Gönne im Osten bereits begonnen hatte, den HimmelSran-d zn röten, verabschiedete er sich und gmg davon. - - Dieersten Lichtstrahlen drangen durch das, breite Fenster. Der Morgen 'irar angebrochen. Jenseits des Vorhangs, der jetzt herabgelasien war, schlief Sittamith ihren letzten, bis rn-die Ewigkeit währenden Schlaf. Was war da zu tun? Wir wußten, daß wir jetzt nur wimmern und wehklagen konnten, daß uns.-nichts weiter übrigblieb, als der iboen-gten Bvust durch Hatten und W'qiiseln Luft zu machen, nichts,- als in .chmuächtiger Wut unsere Kleider zu, zerreißen und alles um'uns her zu zerstören und zu vernichten — aber alles in und um uns war wie erstarrt; die Hände hingen wie gelähurt, schlaff und lässig herab; m der Brlrst war es eiskalt, kein, Rachegefühl, kein Protest regte sich; das Auge war wie ansgebrannt; die-Trauer legte sich bleisl-blwer aufs,Hirn und ließ keinen Gedanken aufkommen; und das Herz tat so Weh, so Weh! Ein, zwei Stunden saßen wir da, ein jeder in senier Ecke zusammengekauert und seinen düsteren Glauben nachhängend. In der anstoßenden'zweiten Hälfte waren die Tiere unruhig geworden, .schrien laut-nach Futter, aber nionrand ächtete darauf. So' saßen wir eine L-eraume Zeit, das Auge unverwandt aus den Vorhang gerichtet, flehend, hoffend, manchmal gleichgültig die gelben Blumen betrachtend, die auf dem Vorhang der Län^p«Mlch abgebildet waren,, - .. ' » | Plötzlich ffemb Amrom auf und sagte mit zitterMer Simune: -7- Wer von euch will mich zum Hügel begleiten? Die anderen könnten inzwischen hier'Ordnung machen. . Ich und noch zwei Genossen träten zu Amrom,^ gingen mit ihm hinaus, die Spaten zu holen, und begaben uns gemeinsam zum Hügel. Dzr Keine Hügel lag hart am Jordan und das aus ihm wuchernde Gestrüpp rankte sich tveit Der den Fluß hinaus, sodaß es auf ihm zu kriechen schien. An seinem Fuße plätscherte der Jordan, schmutzte sich liebkosend an ihn, bespülte ihn -mit seinen krvftallreinen Wellen, überall glitzernde Tropfen zurücklassend, die im üppigen Gesträuch hängen bliebett mrd, von der Sonne beschienen, in den herrlichsten Farben strahlten, bestuchteie seinen Boden, so daß er das ganze Jahr hindurch.grün blieb. Und über seine Kuppe hinweg wmküe.von drirbm her die Kinevech in ihrer gangen bezaubernden uud stolzen Pracht. Wir machten uns unverzüglich an die Arbeit.' Sie vollzog sich flink.und mit schönen, rhythmisch abgemessercen Bewegungen. Wir waren geübte Leute. Für Hundevte von Oliven-, rmd Orangenbäumen hätten wir mit eigenen Händen-Gruben gegraben. Die Grabscheite wurden empor- - gehoben, erneu Moment lang irr der 'Sonne blitzen' gela-sstu, dann regelmäßig ni-edergesenkt und m dm mürben,- sästigeN. Boderr -hinein-geivieben. Grauschwarze, mit Gras bedeckte Erdschollen,-wie behaarte Schädel aussehend, wurden, nacheinander 'Hinausgeschleüdert und die Grübe ivurde immer tiefer -uud tiefer. Nach.vollendeter Arbeit gingen wir uugesärMt,'züm SchupptM '.zstrück. Dort herrschte -beroits volle- Ordnung, die -Betten waren gemacht, die Di^e gescheuert und-eure Art heiliger Trauer hatte auf alles, was sich im Zimmer befand, seinen Stempel gedrückt: V ' . Niemand hatte Äuordnuugen erkilt, alles^ hatte sich von.selbst-gemacht. Wir holten Wasser, vissen einen lZa'u«. nieder, sert'gten eine Bahre an und erledigten alles - Übrige, ' was noch sonst nötig war. Als wir mit den Vorbereitungen zu Ende waren, trat . Wv-MMstüM m den Barb-M, rag M in die Höhe Md^- näherte sich der Leiche. Wir folgten ihm nach, höben sie auf, wuschen sie, legten ihr reine Kleider an und hüllten sie zuletzt in ein weißes Tuch.' Daraus trugen wir sie hinaus und legten sie auf die Äahve. Dies' alles wurde mit besonderer Sorgfall und Gewandtheit vollbracht, ohne Hast und llleberstÜMng, kerne Bewegung war wankend und unsicher, keine Hand zitterte. Da rief einer von den Gemssen: — Ich denke, es wäre gut, für,M „Fälle unsere (&?.* wehre mrtzunehmen. Der zweite meinte: — Du hast, recht. Die Häluuke'n' habn.». sch m etwas gewittert. Sie lunge-rn überall herunr und schnüffeln wie die Spürhunde. Die Flinten würden geholt und -umgehangt, die Bahre auf die SchuMrü gehoben und der TvauevfU'g setzte sich in Bewegung. schritten rüstig vorwärts, -7)och aufgemchtet, als trügen wir einen Si-e-geskran-z. Es herrschte eine feierliche Stille, keiner gaö einen Laut von sich. Die Bahre ging a'bwechstln-d von Achsel zu Achsel über, bis wir am Hügel ar/anMn. / . Mit ein-sm Geühl von' Ehrsurcht- und stiller Andacht senkten wir Smlamith i-n die Gruft hinab. Alle faßten wir an, jeder, hielt es für seine Pflicht, mit .Hand anzulegen. Nachdem'der steif gewordene Leichnam tief, unten eine ewige Ruhestätte gefunden hatte, begannen' wir das Grab zuzrrschütlen und nach Ablauf von wenigen Minuten erhob sich am Hügel em-e kleine, von beiden Seiten abschüssige Anhöhe, die sich von dem sie rmrgebenden'Grün nr-erllich ab- - Die letzte Scholle türmte sich auf dem frischen Grabe. Wir'umstanden -es stillschweigend. Die-Sonne wär> groß und rund, zum Rande des Horizonts^ herabzeglitteu. Bon ferne leuchtete hie K'ttereth m einemrosigen Schein auf. Tie Wellen des Jordan Meten sichschwatzten un>d murmelten'leise und zitternd. Ringsherum war es schauerlich still und wir standen wie festgenagelt, wie kalte Marmor- Mck-e, und bewegtru uns nicht. Goxisttzuna folgte

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