Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1366 (29.11.1922)
- Date
- 1922-11-29
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 1366 , Wien, Mittwoch Wiener; MorseyAeitimg. 29. November 1922 ttrrk y Staatsschulden, welche sichergestellt sind, und solchen, die keine Sicherstellung besitzen. Beides nur insofern, als die Staatsschulden durch Titres repräsentiert sind. Die siche rg e st eilten Schulde n, welche. auf Eisenbahnen, Salinen oder anderen Vermögen besonders hhpoihezierL sind, werden von jedem Staate nach jenem Teil übernommen, welcher nach Ansicht des Wiedergnimachnngsansschusses auf die Eisenbahnen, Salinen und andere Güter entfällt, die gemäß dem Friedensvertrage den einzelnen Staaterl abgetreten worden sind. Es errtschridet also die ReparationskomMission nach den Grundsätzen der Billigkeit gemäß dem Territo r kt lPrinzip. Die Sicherheiten, welch? sr'ir die einzelnen Kategorien dieser Schulden bestehen, bleiben irr derrr betreffenden Staate aufrecht. Es wird ausdrücklich bestimmt, das; die von den einzelnen Staaten nburromyrenen Quoten auf die Währung desjenigen Staates lauten, der die Schuld übernimmt. Die nicht sichcrgestellten Schulden, also im Wesen die Renten, werden nach einem bestimmten Schlüssel ausmteilt, der sich unter Zugrundelegung des Durchschnittes der drei Finanzjahre 1911, 1912 und 1913 auf Basis bestimmter Einkünfte, nämlich des Verhältnisses der Steuern des abgetretenen Gebietes zurr: alten österreichischen Gesamtgebiete, ergibt. Welche Steuern hierfür die geeignetsten sind, um einen Maßstab für die Leistungsfähigkeit abzugeben, bestimmt die Neparationskomrnrssron. EüülDsti' Mi (Von Ulnt'erern Korrespondenten.) Budapest, Mille November 1922. Hier erwartet jedermann angesichts des stabilisierten Kurses der Krone mit Zuversicht die allgemeine Preissenkung. Das- Publikum beschränkt die Einkäufe aus das Allerrrotwendrgste, aber gerade das Allernolwendigste wird von Tag zu Tag teurer, teurer als in Deutschland, dessen Valuta viel schwächer als die ungarische Krone ist. In den Preissteigerungen gehen aber die Behörden mit dem guten Beispiel vora>n. In der letzten Zeit sind folgende Erhöhungen eingetreten: Zündhölzchen kosten per Schachtel zirka 10 bis 12 K., der kommunale Lebensmittelbetrieb steigerte den Preis des aus Karten verabfolgten Fettes (40 Dekagramm per Kopf und Monat) von 300 auf 450 K., wahrscheinlich um der amten Bevölkerung die Lust zu nehmen, sich tagelang anzustellen, dabei ist das irn Freiverkehr erhältliche Fett erheblich billiger geworden und ist stellenweise für 680 K., Kochspeck für 500 K. zu haben, Salz kostet das Doppelte als . früher, der jetzige Preis ist 26 K. per Kilogramm. Damit ist man aber noch nicht zu Ende, denn vom 80. d. an, wo der,allerneueste Eisenbahntarif in Kraft gesetzt wird, beginnt eine neue Teuerungslawine, bei manchen notwendigen Lebensmitteln soll die Erhöhung 280 Prozent betragen. Die Krankenverpflegung wird ebenfalls teurer, die Kommune hat die bisherige Gebühr in den städtischen Spitälern von 250 auf 458 K. pro Tag gesteigert. Es sei hier erwähnt, daß beim Magistrat jetzt, da der Termin der Übernahme der elektrisch-?n Bahnen in städtische Verwaltung naht, mehrere Anträge von. einer belgischen und einer amerikanischen Gesellschaft vorliegen, doch ist bisher trotz der stark vorgerückten Zeit — die Uebernahrne ist für den 1. Jänner 1923 festgesetzt — noch keine Entscheidung getroffen worden. Seit 1. November sind auch die ungarischen Pässe teurer geworden. Die Oberstadthauplmannschast (Polizei) läßt sich statt der früheren 160 K. jetzt 1000 K. für das Ausstellen eines Passes bezahlen. scirütren die: Kinder gegen Grippe und infektiöse'Halserkrankungen Bei den hohen Warenpreisen kommt der Staat ganz gut weg, da dadurch natürlich auch die dreißigpwzent'lge V e r k e h r s st e u e r steigt. In Budapest allein soll sich dieselbe irn verflossenen Morrat aus eine Milliarde belaufen Hetzen. Die Devisenzentrale hat ebenfalls bei den bisherigen Umsätzen, nicht daraufgezahlt, man spricht von fünf M'.lliarderr. die während der Tauer d's bisherrgen, ungefähr dreimonatlichen Bestandes verdient worden seien: auch dies hat natürlich viel dazu beigetragen, di; Bevölkerung anszuwncheru. Die Handelswelt beklagt sich über dorr B n r e a nk r a t i s m u s, so ist zum Beispiel feit der zweiten Oktoberhä'lste, zu - welcher Zeit die erhöhten Zollaufgelder berechnet werden, die Zollärrrrliche Behandlung eine furchtbar langwierige geworden, die Adressaten verbringen oft die ganzen Amttstrruden bei der Zollexpositur des Postamtes Nr. 70 oder irn Hauptzollamt, und schließlich wird das Paket nicht gefunden, obendrein geht dem Aufgabe Postamt eine Rückmeldung zu, der Adressat verweigere die Annahme der Sendung und für diese Verständigung (sogenannte Nicht bezugsanzeige) werden derrr Aufgeber, wenn er in Oesterreich domiziliert, .1200 österreichische Kronen berechnet. Seit neuester Zeit werden die Kauflenle auch damit vexiert, das; man von ihnen.fordert, die zur Einfuhr eines Gutes erforderliche mirrifterielle Bewilligung sich während der kurzen Spanne, die zwischen dem Aufgabedatum und der Zeit -des Eintreffens verstreicht, zu beschaffenansonsten das Gut zurückgeht. Die Kaufmannschaft wird auch sonst als Prügelknabe behandelt, hauptsächlich in Fällen, in denen die Inten ssen der Großindustrie in Gefahr schweben. Der Zwist zwischen Leder-, beziehungsweise Schuhhändlern, und -fabriken wegen der die letzteren begünstigenden hohen Zollsätze und Einfuhrverbote, zufolge deren der Import ausländischer Erzeugnisse geradezu unmöglich wurde, ist noch immer nicht beigelegt. Die Jndustriekreise geben übrigens vor, wegen der Kohlennot zu leiden. Mehrere große Fabriken mutzten den Betrieb einstellen, die ungarischen Staatsbahnen haben vorn 5. bis 12. Novembrr mit stark reduziertem Betrieb verkehrt, eine weitere Vcrk-chrsreduktion wurde für die nächste Zeit in Arrssicht gestellt und soll wählend eines großen Teiles des Winters aul-alten, so lange keine genügenden „Reserven" angehäuft sind. Die Angelegenheit Ostll-Ftt'chi ist noch immer nicht zu Ende geführt; diese Schweizer Firma-, die dem Ungarstaate die Banknoten liefert, hat sich endlich dazu herbeigelassen, die Errichtrmg eines Unternehmens, wo die ungarischen Noten hergestellt werden sollen, zu — versprechen/ ja, sie will sogar ein-passendes Objekt— suchen, solange sie aber ein solches nicht findet, bleibt alles beim alten, der Staat muß die Noten weiter aus der Schweiz fiir hohe Valuta beziehen. Die Negierung hat sich zufolge energischen Auftretens der Opposition entschlossen, der Gesetzgebung ein regelrechtes Budget vorzulegen, doch lann sie dies wegen „graphisch-technischer Gründe" erst irn Dezember tun, und wenn das Budget dann bis Ende Dezember nicht Gesetz wird, muß neue Indemnität verlangt werden oder, was viel bequemer, der Ex-lex-Zustaud eintreten, wofür natürlich schon im vorhinein die Opposition verarUwortlich gemacht wird. Die Barrkerr haben den Zinsfuß für Spareinlagen von drei bis dreieinhalb Prozent erhöht. Die Assekmanzgesrllschaften haben einige recht ansehnliche Versicherungen abgeschlossen, namentlich mit der Rima Murany'er-Fabrik, Ganz-Danubius A.-G., Manfred Weiß A.-G., Siemens- Schuckert-Werke, Ung. Allg. Maschinenfabrik, Borsoder Kohlengruben, Rvthmüllersche Blechnrrd Metallwarenfabrik ujw. ' '■ Stabilisierung der tschechr'cherr Krone. Prag, 28. November. In der heutigen Sitzung deL Barrkausschusscs beim Finanzministerium wurd: bei Erftalhmr» df§ 'Geschäftsberichtes für den Zeitabschnitt' vom 15. Oktober bis 15. November die Situation der tschechoslowakischen Bankinstitute besprochen. Es wurde festgeüelü, das; kern Anlaß zur Beunruhigung vorliege nrrd daß der Fall der Mährisch-schlesischen Bank vereinzelt bleiben werde. Es wurde auf den ungewöhnlich niedrigen Woch selbe stand des Bankamtes verwiesen wie auf die Tatsache, daß die Gefamtverschuldung beim Bankamt gegenwärtig bloß 1888 Millionen tschechische Kronen betrage (gegenüber 4519 Millionen irn Vorjahre), rrnd dann auf die gewaltige Kreditreserve, die ans^ diese Weise den Banken zur Verfügung stehe. Die aus der Nücbkehr zu normalen Valuterr- und Wirtschaftsverhältnissen cntsprirrgerrden Schwierigkeiten bestünden nicht bloß in der Tschecho-Slowakei, sondern auch in den wohlhabenden West- und nordeuropäüchen Staaten; sie seien dort vielfach ernsterer Natur als in der Tschecho-Slowakei. Dabei sei zu betonen, daß die kritische Situation der obenerwähnten Bank nicht auf die wirtschaftliche Gesamtlage, sondern auf die nrch: fachgemäße und nicht immer gewissenhafte Leitung des Instituts zurückzuführen fei. Boi dem Bericht über die Devisen wurde festgestellt, daß der Kurs der tschecho-slowakrschen'Krone sich in bemerkenswerter Weise stabilisiert habe, und daß in absehbarer Zeit.stärkere Schwankungen nicht zu befürchten feien. Die Devissnyrei'e. InZurich ist gestern die ö st e rrsichifchegkjtempelteKront mrverönderl 0.0076 aeblieben. Auszahlrina Wien erhöbt« stH um eine Kleinigkeit von 0. 075 auf 00076. Dis Reichsmark fiel dort von 0.«6*8 auf 0.06%, der französtsch.e Franken von 88.' 8 aus 37.10 U"d die tschechische Kro ne er« mäßigte sich von 17 auf 16 CO. Ln Be r 1 i n lrzülien die fremden Zirhlumsnnjkel zufolge de? Di'chgonges derTeichsma'k in Zürich onfelrnl'che S eigc-rungen. Sc» eiljö: len sich dort der Dollar von 8019.9') auf 8728 10, Pfunde von 35.910 auf 39.2510', französische Franken vm 5L8.6-, auf 586Ü0, Lire von 377.05 auf 413.95, SchweizerFranKen von 1486.S5 auf 1630 90* di? tschechische Krone von 246.85 auf 268 30 und die ö st e r r e i ch r s ch e Krone von 10.60 am 12.15, Aus Prag wurde ein R ü är g a n g der R e i ch sinark von 0.3.'/s. auf 0.33 gemelkt. 9n W i e n fand gestern kein C earing statt. Die DevNerrfpekulalion in Paris. Au; Paris wird aemeldet: Auf G.unü ewer jüngst in Angelegenheit swer Deviwn° ipekiilairon einceleiteten floria ibchen Uirter uchuüä bat der Miuiftsr des 8» nein die s>re ung des önerrei.wschen Staats maehörigen Oskar O t r e. Verwler euer Pcager Bank, arrgeardne!. d.r liberwisen wurde, daß er versucht lia!» sich ><redit für Evekulat'vnen?u verickossen, die den Wechselkurs auf dem Pariser Markte beeinftursen tollien. (9. Fortsetzung.) o faß Von I. Zangwill. Dev Leiter seiner Musikkapelle holte sich Unterweisungen für das Konzert für den Ferragojw am ersten August, uuiö zwei Goldschmiede kamen mit ihrer Arbeit und den Konkurrenzm^dellen für einen Knopf zunr päpstlichen Eherrock. In Giuseppe tobte und gärte es, während der heilige Vater seine Brille anffetzte, um das große silberne Pvachtgefäß zu prüfen, das sein Tafelgetränk aufnehnrerr sollte, mit den Henkeln aus reicher, getriebener Arbeit, den Gewinden aus Akanthusblättern unid den sinnreichen Macken. Daun prüfte er das Sei-tenstück dazu, -das aerf der Krederrz Pwtz finden sollte -und für Master best: rmrrt war. Die schöne Darstellung darauf zeigte den heili^err Anrbrosius zu Pferde, wie er die Avianer in die Flucht schiug. Als der eine der Goldschmiede entlassen war, vom pä-pstllchen Kanzler reich mit Dukaten bedacht, blieb der andere noch eine urrerträilich lange- Zeit, denn Seine Heiligkeit schien an seinem Wachsmadell sehr viel Freude zu ihaberr rrnd bewrrnderte, wie fein der Künstler Gottvater irr derrr Flachrelief darg-estellt habe, wie urrgeztvu-ngen die Halturrg sei und wie trefstich er gerade den schönsten Schliff des größten Diamanten irr die Mitte gebracht. „Beeile dich rrrit deiner Arbeit, mein Sohn," sagte Seine Heiligkeit, als er ihn endlich entließ, „denn ich möchte den Krropf noch gern tragerr, bevor ich sterbe." Daun richtete er sein freudiges Gesicht auf J-cseph: „Willst du irgend etwas von mir, Fra Giuseppe? Ach/ ich erinnere mich! Du willst gern deiuerr halsstarr'gerc Berlvandten Predigen. E bem, ein schöner Ehrgeiz! Luigi, er'mrveve yrich, daß ich morgen eüw Bulle erlasse." AM überströnrenden Arrgen fiel der Mönch wieder derrr Pontifex zu Füßen, küßte sie und murmelte unzusamnrenhängende Daueksworte. Dann ging er unter Verneigungen hinaus und eilte voller Freude ins'Kloster zrrriick. Pünktlich kam die Bulle heraus. Die Inden hätteu der nächsten Predigt Fra Ginjepsaes heizu,wohne^. Ex sah dem Säbbatuachmrtta^e in fast wahuisinniger Begeistevumg entgecen. Eine wundervolle Predigt bereitete er vor. Die Inden würderr es nicht wagen, -das Edikt zu mißachten^ Es war zrr bestimmt, es konnte nicht übergangen werden. Stets kam ihr passiver Widerstand später, erst nachdem sie Gehorsanr geleistet. Die Tage verstrichen. Die Bulle war nicht widerrufen worden, trotzdem er sich darüber klar war, daß Hintertveppeneinf.usse von den Bankiers der Gemeinde nicht unversucht geblieben waren. Die Bulle war nicht einrnal eingeschränkt worden unter dem Vorwände, sie genauer zu erlläven, wie es sonst die Art der Päpste bei zu rigorosen Erlässen war. Nein, nichts konnte die Irrden vor dieser Predigt bewahren. An denr Donnerstage brach eine Pest im Ghetto ans; aru Freitag «war ein Zchntel^der Bevölkerung gestorben. Ein Uebertveten des Tibers hatte die Fiebevausdünstungen noch gesteigert tu jenen zusammengedrärrgien Gassen, jenen dichistehenden Häusern, die so recht zu Söuchsnbmtstätten geschaffen waren. An dorn Sonnabend wurden die Tore des Ghetto amtlich geschlossen. Die Seuche wurde eingefperrt. Drei Monate lang wrtvden die Ansgestaßenen der Menschheit in ihr verpestetes Gefängnis eingeschlossen, Tag und Nacht,.für Leben und Sterben, wie es gerade karnl Ms schließlich das Ghetto gesund war und wieder geöffnet wurde, waren es die Toten, nicht die Lebenden, die sich zusammengedrä-ngt fanden. ... VH. Joseph, der Träumer, war halb >betaubt durch diesen zweiten i Stoß, der ferne Träume vernichtete. Eine irdische Angst, die er sich nicht eingestehen wollte, verzehr^ ihn, während die Serrche urn sich griff und trotz aller Benrührmgen über'das Ghetto h'mansgmg, als wollte sie die bestrafen, die solche Lebensbodin'grm'gen geschasserr hatten. Aber nicht für sich fürchtete er — 'sondern für Vater und Mutter und für die edle Miriam. Wenn er sich nicht ^rnde furchtlos der Pflege pestkmnker Christen hmgab, ging er in der Nähe der Totenstadt umher, von >der keine Nachrichten kommen konnten. Als er. endlich erfuhr, daß seine Teuren am Süßen seien, traf ihn ein ande.rer Schlägl M Bull? PM doch -urchgesetzt werdM, gher das Ohr des Papstos war gegen die Ueberlebenden nicht so streng verschlossen. Er trug ihrem Haß für Fra Giuseppe Rechnung und achtete ihren Einwand, -daß sie lieber jeden anderen Prediger hören wollten. Giuseppes Domirrikanerbrüder svllte'n nun abivechselnd diese Pflicht ansüben, nur ihm wurde es untersagt, zu predigen. Vergeblich versuchte er von neuem Einlaß bei Seiner Heiligkeit, ihm wurde der Zutritt verweigert. Damit begann jene seltsame Einrichtung, die Pvodica Coatriva, -die ausgezwungene Predigt. An jedem Sabbat hatte sich nach. ihrer» Shnagogerv. gottesdienst ein Drittel der Ghettvöevolkernng (einschließlich' aller Kinder über zwölf Jahren) abwechse'nd einzufinden, urn in der Kirche San Benedetto alla Nogolla das Gegengift zu empfangen. Die .Kirche wurde nur für sie bereit gehalten, und dort gab ihnen ein Mönch die rechte Auslegung der Kapitel aus dom Alton Testament, die von i'hvenr eigen-on Kantor vorgelesen wurden. Seine Heiligkeit, «der einsichtsvoller war als seine Untergebenen, hatte den Priestern eingeschärft, die Nanren Jesu und der heiligen Iun-gfran, die für jüdische Ohreu so verletzend sind, zu vermeiden oder sie ganz leise auszufpvechen. Allein der milde Geist dieser Anordnungen ,war von den .Kanzelirchaberu vergessen, einer Gemeinde gegerdüber, dre ihrer Gewalt ausgelresert, die sie angreifen' und aus die sie lostoben durften mit der ganzen gransainsu Macht ihrer Nodrrergcrbe. Viole Juden, die sich widersetzten,, wurden mit Gewalt in. die Kirche befördert.' Ein Polizeiaufgeört trieb sie mit Pcitschrn in die heilige Hürde. Drost neue Kirchenpro - zesiron von Männern, Frauen und Kindern sollte zu einem Schauspiel für Nom werden. Für den Mob war crn nones Vergnügen erfunden worden. Diese erzwungerpen Andachten wavekl mit nicht geringen Kosten verknüpft. Noch^um Hohn hatten die Juden selbst die Kosten für ihre Rekehrlmg zu tragen. Dich der Predigt zu entziehen, war itUmöglich; «in Register, das an der Kirchen-bür befestigt war, verzeichn net?" die AÄveseuden, -denen Geldstrafe' Mh Gefärcgni.s drohte. Mortjetzung folgt.)