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Wiener Morgenzeitung · 1922-11-03 · Heft 1340 (3.11.1922) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1340 (3.11.1922)
Date
1922-11-03
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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I L tM 23fcitct5^otöcnscllunö» ' 3. NoüeiÄer. 1922 Gerte-' fanden. Der Gattung nach wärest 696 Ochsen,- 94 Stiere trab; .211 Kühe.sDer Verkehr war Wohl lebhafter als am Montag, aber in den Preisen ist eine VeränderKug von Belang nicht öinaetveten. M notierten: - Ochsen '7009' 6ifi 18.000 K., Stiere «und Kühe 6800 bis 10.600 K. und B.einlvieh 3500 bis 6800 K. pro Mogramm -Lebendgewicht. —. -Sch-w-ein.emarkt.' Aufgetrieben wurden 154 Fleisch- und 688 Fettschweine. Boi ruhigem Verkehr haben Fettschweine 1000 K. pro Kilogramm .gegen Dienstag im^ Preise eingebüßt. Die Flsischschweine minderer Qualität blieben unverkauft. Es notierten: Fettschweine . 27.000, bis 80.000 pro Kilogramm Lebendgewicht, -r- Stechvi eh m arkn Die Gesamtzufuhr belief sich auf.2359 Kälber, 1681 Weidner Schweine, 839 Weidner Schafe und 42 lebende sowie 86. Ziegen. Die rückgängige-Bewegung auf dem-Kälber-, markt machte.weitere Fortschritte. Primasorten haben neuerlich -IW K:, alle anderen Qualitäten 2000 K. und in vielen Fällen noch mehr pro Kilogramm eingebüßt. Fleischschweine stellten sich um 1000 K. pro Kilogramm billiger. Fettschweine blieben behauptet-. Es notierten: Kälber 14.000 bis 20.000 K., Fleischschweine 25.000 bis 32.000 K., Fettschweine 31.800 bis 35.600 K., Weidner Schafe 800Q bis 11.000 K., lebende 8000 bis 10.000 K. und Ziegen 6500 bis 13.000 'K. pro Kilogramm. Prager Börse. Prag, 3. November. Die Börse eröfsnete heute m sehr Tendenz. Das Interesse -der Spekulation.konKntxierte sich mneder. aus Jndustrieaktten. Auch Verkchrswerte waren zu höheren Kursen stark gesucht. Gleichzeitig stellte sich eine Befestigung aas. dem Enlagemarkt ein, auf dem Prämienanleihe ein Viert elproztznt Mvcmnen. Türkenlose befestigten sich um 3/Auf dem' Bankerrmarkt war die Tendenz unregelmäßig.. Von Wiener Pauken'schwächten sich Anglo- und 'Kreditbank ab, während .Unioybank um.5 stieg. Bon Berkehrswerten befestigten sich Buschtiehrader A um 60, Prag-Duxer um 10, -Nordbahn um 300. Für Aussig-Teplitzer und Buschtiehrader B waren nur Gelldangebote vorhanden. Auf dem. Industrieaktienmarkt stellte fi'ch nach fester* Eröffnung infolge Realisationen und Berichtender den Verlauf, der Wiener Börse eine Abschwächung em, poch kam für einige Papiere gegen Schluß wieder eine festere Tendenz - zum Durchbruch. Auf dem' Exotenmarkt waren die Kurse-zu. Beginn höher, später trat eine allgemeine Abschwächung umbeiläufig 10 bis 20 K. 'ein, während gegen Schluß auch hier die Tendenz wieder anzog. Die Schlußtendenz der Börse warmäßig abaeschwächi. Auf dem Devisenmarkt war das Geschäft schwach bei unbedeutenden. Kursveränderungen. Die Steigerungen bewegten sich zwischen 1.50 (Paris) und 12150 Punkten (Buenos Aires), die Senkungen zwischen 0.75 (London) und 5 Punkten (Amsterdam). Die Reichsmark warum 0.6, Belgrad um 0L7, Warschau ,um 0.12 schwächer; fester waren Sofia um 025, Men um 0M, Budapest um 0.50 mvd Helstngfors um 3. / > S ch l u H k u r s e: Türk. Eisenbahn-Anleihe.400 Franken W.^. Böhm. Uniovbank 385.—; Böhm. Eskomptebaik 378.—. Mm. IMstrialbank 445.-,. Zivr östensko Banka 379.50. «nglobank 43.-. Oeslerr.'Kredit 12.50, Oesterr.-Ungar. Bank Wiener Ünlvnbavk 20.—, Wiener Bankverein 12*-,' buschtiehrader Eisenbahn ßit. A Lit. 8 350.—. ,Ferdtnands-Nordbahn 5500.—, Prag-Duxer 183.-, Äussig-Tepliker- Menbahn IM.—» Nesivmiher Zuckerinduslrie — —, Verein^ WKtrizüat Wien SS.-. Brosche -.^.KvlwerSpinlus 720.— MSnigshofest.Zetnent 790.—, Breilfeid-Danek sw—. Ringhoffer SS9’ty. SAmeringer 59.-, Rolhkofjeleper Dexttl?3S.—. Alpine Montan 210.-, Poldihütte Siß,—. Prager Eiien 583.- Skoda S86 -: O-'stsrr. Berg u. Kälten 980.—. Inwald —. --- ' . Budapest, 2. November. Nach behaupteter Eröffnung meat Mf zMreM'MeaKfätionen eiste Mvückte -Stimmung zutage. Als weiterhin.starke Hände als Kauter 'austraten, machte sich - eine leichte-Besserung geltend, die jedoch nicht lange vochielt, da die Äpatermine infolge der aus. Wrest gemeldeten niedrigeren Notierungen große Verkäufe boinahm. Hierdurch wurden. namentlich- Arbltvagepapiere in MitbeL»enschaft gezogen. - i" Wer Zeit bevorzugten' Papiere warm vernachläMt' und schlossen unter ihrem letzten Stand. Nur Bergwerksmb ."" ... Schluß .^i^afticit erwiesen sich widerstandsfähiger. ß ch t u ß k ilrfe: Ung. Kredit 9lW—. Vesterr. Kredit MS.—. Bttttsch-Ung. Bank 2050.-. Salgo Kohlen 40.000.-, Mmamuranyer-13.050.—. Südbahn-.--. Staatebahn30.750.- ' VrawSzasAvarer 2ß.V00.—Oberung. Kohlen 40.500.-. Dräsche tzieoe! 28.509.—, Üng. Ällg. Kohlen 128.500.—, llrikany Kohlen 48.000.-, Adria 28.500.—, Clotilde chem. Fabrik —. - Ung. Eisenbahnvetkehr 5^00.-, Atwlobcmk 4000.—. Verein. Kotz. M0.-, KobMg 4250. Spqütum 5826. M JevhWrse. ' Zürich, ». November. (Devisenkurse, vor: 12 Uhr 20 Min. " — Milgeteilt von der Schweizerischen Kreditanstalt.) 1 - Berlin 0.11'/, (0.13»/,). Holland 218.- (216.50). N.'w-Vork bl«.— (854.—), London 24.35 (24.70), Mir 38.20 (36.95), Mailand 23.60 (22.97). Brülle! 35 75 (85,30), Kopenhagen 110.50 (111.75), Slvtkholm 147;- (149.—), Christians 100.- (100.75), Madrid 84.— (84.75), Buenos Aires 200.— (200.—), Drag 17.25 (17.45), Budapest 0.22 (0.22), Bukarest 3.45 (8.45), Agram 2.22 (2.25). Sofia! 3.75^ (3.75), Warschau 0.04 (0.03'/.). Wien Geld -.0071 (-.0070), Oesterr. geft. Kronen Geld -.0077 (-.0077). v - ' ' 8 ' Berlin» 2. November. (Devisenkurse.) Wien 6.83 (5;«8). Prag 157.60 (143.54), Budapest 2.07 (l81.).! Prag» 2. November. (Devisenkirrse. — Milgeteilt vom. VaNtzamie des tschecho-s'owakifchen Finanzministeriums.) ' Berlin 0.55 (0.61). -Zürich 574^50 (572.60), Belgrad 50.87 (51.25)? Bukarest —(-.—), Wien 0.0355 (0.035), Warschau 0.16V« (0.17), Agram (—.—), Budapest 1.21 (1.20%,), Iugpslamische 50.60 (80.25). Oesterretchische gestempelte f’T (1 20vT ^0,°^ ’ dolnrsD —Ungarische! Budapest» 2. November. (Kurse der Devlsenzentrale.) Amsterdam 996.— bis 1007.-H Bukarest 16.50 bis 17.60, Kopenhagen 510.— bis 515.—. Ehtistianm 430.— bis 460.—» London 11.200.- bis. 11.500.—, Berlin 0.55 dis O.65. «Jlälieir 100.— bis 105.-, P'^ris 175.^ bis 180.—, Prag 78*.— bis 82.-. Stockholm 673.— bis 686.—. Zürich 460 bis -475, Wien 0.9935 bis 0.0345,. Sofia 16.50 bis 17.50, Wtam 9.40 bis- 9.60, New'Dork 2500.- bis 2575.—, Warschau 0.17'/, bis 0.18»/,.;.'*; Warschau» 2. November. ' , Dollar 14.330.-, Wien 0.19. Agra«» 2. November. (Devisen.)' . . ü ... Wielt O.0845, Berlin l;35, Budapest 2.48, Prag Lüo.— Myl'Bork 61l50. Belgrav, 2. November. (Devisenkurse.);VÄ.LW^MMrk KM BeMchtmlgen zum letzten MetfteWastssPiel. Das Treffen Napid—Hakoiah und -feine Bsglei-^rschei--/ nurtgen waren.sehr lehrreich,. --.sie^ sä beüÄich. -.den'.SHkvrrchel! a»sVeckkeü,'der mit dem geflügelten-Satz ,Ker Fuß'ballfpint ist ein Üstlturfäk-tor" getrieben wird. Tatsache ist, daß jeher Sftort, also auch das' Fußballspiel, kulturelle Aufgaben lösen bann, doch nmsienLie Anhänger, und'Verfechter der Leibesübungen den 'Zweck und-das Wesen des Sportes erkannt haben. Die Sutz- .lärcher* stellren den Gmudsatz Äuf: SpoMMyr^ W/k 'GefttlrMn." Ins Deutsche übevtragey heiß! das: Dvr Spovbler ist ritterlich und fair, er anerkennt Hie guten Leistungsn semrs Gegners und evträgl einen Mitzerfolg mit Würde und Anstand. Wenn' dieeinzeibnen Verbände^ die chen geregelten .Sportbetürch zu„ .überwachen haben, Bestimmungen treffen müssen, 8ie * disziplinärer Natur find. --aM-ist^i^-SporchisziPlin be«4h».,'Mrf Abwege geräten. Gründe, die * wir später untersuchen wollest, bÄichten es mm mit sich, daß,das'Fußballspiel, wiie. e§ derz-Ät gepflegt wird, seiner BenMNg^!!keine?wKgs mehr nachkomcht, ja es erscheint nicht zu viel gesagt, wenn man feststellt, daß es vom erzicherischen SiMrdpunkt, aus verführend und schädigend , wückt. Dem Fußballverein ist Wte^ das kostbarste ®wt der Menschheit, die Jugend, a-nvertraut und.es kann demgemäß den FLHrem der Völker nicht gleichMtig sein, wie'piche Jugend erzogen wird. Sind sich die Veöeins- und Verbandsgewaltigen darüber klar, WÄche große VevantwoMmg sie traM? '. WK gläU'^'n, nrcht---schtzugchkw,/Hchu pir diese-Wäge' ireinen. JnAbesondere die FüsiballvevbäM müssen «Wich erkennen, daß in, dem Sport, den sie beaufsichtigen, Verhältnisse eirWtiffen sind, die M-f >M MchWen, die fLp den rmrden. 8ederb^ll Jntz:rchse Habens ^veMrbH wirken. ÄM ) , vovgangeMN Mittwoch 'fand'.Dmi' WMgend' Bewerfe^Unfeve-' AnstWni* Bor. allem HMKEß'PuKliLbm,'düs' den Wsbtspvelenals Zuschmrer .sieiwohnt,. E- Kap^sl für sich. Mit ^der Ent-- richtung des MntNttMldtz8?glMbv - Ls sich dazü bsvechkUt, seist .' Uchvesest irchben z«) LÄrsetz? DyDlBf^agen^ .dich« Pechonen.hat' Sporchegeistsmng.nichts zu tun. Es ist mü-uldsain, valdau--* - rustig'und --gchährlich.- Wenn wir auf den speziellen'Fall des Wettspieles Rap^Hakoah'MMep, so können wir fchtstellen^ welch -grotzer Uinterschttd im >Bchvchmen der Anhänger der r.Hakmch und der dös SpprtKnbs - NäpÄ bchtaach^ Es ist noch 'nicht lange he^ Imtz der Hako^h-AWng in der Presse dieschärfsben -hvut^bWr-°-E mhigem -Gewisse» stellh wevden, daß die ^damÄige» -AuSfühMNTen Mevtrueben wären. Die Hakoahwer und msi ihnLst die Mischen SporthdM, die m anderst Lagerar stehe», werden gewisie Grenzen im Mtvckg'tn nicht' übttschreiten.'Diejenigen Personen, Äe sich^äm . vergastgenen Mittwoch bin DüttWocharn vechchrieden lMen, sind'für Me Tat.fähig, Wi dtze gvstery angchühvte» Aus^ schresiusigen beweisen. Wäre.der SpiMr der HaLoah ür . dre^ Hände der ExMenlen gchällech dvM hätte er wtchwfchemlich/ nie mehr eipen Sportplatz k^tveten können. Vom Beginn des Spieles . herrschte in^ der Mieau ei«. Terror, der , ^den'Schiedsrichter^^ M Hokochner und deren' Freunde einschüchtern sollte. Die RadquhÄde» habe» ihren Zweck vrvvichtf die Hakocch^ist «Werlchen. '' Im Anschluss« VaMr Müssen Wir «me EmMruny all« Firrtzballverbaude auf doS schäpsite vevurt-eMb. Die Durchfutz^,' ruug einer Mrffterschaft ist nur dam möglich, wenn Spieler und Züsch«- SportÄe.utr stnd. H«tte beherrschen Fanatiker, die sich von 'lchtsche«'GeH«l willig führen lassen, dw Sportplätze «nd dadurch ist es auch nicht möglich, einen. Meistzetschastswettbewerb, der in sportlicher Bezichwng für - Men Der*' em von großet YedMtW^'H^WgloS abzuwickeln. llwier den gegcberM Verhältnissen^^ .erscheint es Äs entfach miachört, die einzeinrn Klubs zu 'Magen, wahllos anderen Mannschaften entgegentreten zn istnssen.'Die-Klubs wissen es ganz.genau» M wt'lchen . Spielen ÄuSschrOun^enzn befurchten sind,' trvtzdem müssen sich erstere diesen Gesähren ausfetzen. Wir wollen bei diksr' Gelegenheit gar vicht untersuchen, ob di« Meisterfchaft ru rein> sportlicher Beziehirng veredelnd wirR, sondor-n wir wolle» ' e-nfach feststellen, daß der Zwang zu Paavungen von Gegner» zu den häßlichstTN Begleit erfcheiniungen im Fußballfport führen, muß. Ter Hcckoah ist kein Mittel Mgeben, gegen das ihr durch das PMrkchn. widerfahrewk Unrecht Al pvi^estieven. «Gis* -vmß._ >'m der kommenden Eaijcn-wieder'gegen Rapid antvsien,- fMt' wenn dir, Hüldeldorfer dre R-adaulust* ihrer Archän-gevfchar nicht zu, kommen geneigt sind. Die Meisterschaft ist unter,d«n Mgebeucn BeMltnissen .ein Unding-und wir sind Neugievig, wie ' -rärtge"eb'.^ü«rnh-es« Erkenntnis in die Köpf« der* ' -derzeitigen BerbaydStzetvalWn--efnMen wird. - i,''; Wenn wir nun.auf das .Spiel selbst'singehen, fo fotntcn ^Wr deck Schiedsrichterkollegistni dm Vorwurf nichterffcktzeh, daß es einen „schwachen Mann"'mit der Leitung dieses Treffens betraut«. Die R!W?ml^dH -wir .rmr einen Herrn, und'^Mw den' Äten Antemairojm!e«"'Ä«sschair^ haben, der (de«wWn.. Anfofderungen' gMachsen ist, mag trauvig sein, aber sie, ist dennoch wahr. '^n 'Preßler ständ nach kurzer Zeit im Banste' der Rapld-Fanatiker, uud'.fv Väm- <5 asich,. daß di« Hakoah vom vnpattoiischen schwer heMchteiligt wurde. Wen», wir auch anerkestnm». daß die Autövrtät-, d^ , Schiedsvichters geimchrt bleiben soll, so,»nuß dennoch eine^ Instituten geschaffen werden, die schiedsrichterliche Entscheidungen,' falls' sic afsenkuMg falsche sind, einer Korrektur unterziehen karm. Ein solcher Fäll* trug sich best» Stande 1:0 ick Strafraum der Hütteldorfer zü>t 1 Popovich hatte di« Handsregel verletzt jäatz auch dom SchiodSvichter bemerkt wurde.' Er' wagtees aber anscheinend nicht niehr, sich gegen den Mlleu der Menge aufzulehtten, und so . verlegt«, er, den Platz, von.wo der Freistoß.qstsgeführt wurde, vom Tatort bis an die Strafraumgrenze, ^obwohl die Entfernung ungefähr drei Meter betrug. Bereits durch diese Entscheidung wurde dem Spiel, eine Wmdung gegeben, da Rapid' in seiner derzeitigen' Verfassung einen dventuellen Vorsprung von zwei Toren kaum'mehr aufgeholt hätte. Jeder objektive Zuschauer hat diese Regelverletzung des'Herrn Preßler kon- , ftatieren können, trotzdemsoll aber diese Entscheidung nach den geltenden Bestimmungen rechtskräftig bleiben. Eine eingehende Betrachtung verdient die Spieüveise des ' Hütteldörfers Uridrl, der dort - der Presse als „Tank" verherr- , licht wird. Uridsls. Ärt,. den 'gegyerifchen Torhüter anZUgehen, ist lebensgefährlich nnd deurgemäß mit dem- Begriff Sport reicht in Einklang zu bringen. Selbst SchieÄsrichter, die streng die internationalen Regeln handhaben, würden Uvidil bereits in der vierten Mnute, als er Duldig ins Tor schleuderte, ausgeschlossen haben. Es. hätten sich noch zahlreiche Gelegenheiten -ergeben, aus dem gleichen -Anlaß. Nridil hmauszustellen; .so * erzielte er zum Beispiel ' das-dritte Tor dadurch, daß er den ' gegnerischen Tormann, obwohl sich-letzterer noch gar nicht im Besitz des Balles befarch, übenden H.MfeU rannte, doch wagten Herr Preßler auch'in diesem Falle nicht, sich gegest das Publikum mnd einen Teil der Presse aufzulchnett. /-Die auf das schärffte 'zu verurteilende Handlungsweise von - . Popovich haben wir bereits gestern mtsptechend gegeißelt. Es wäre nur noch nachzntragäu,,daß der Ex-Ober-St. Beiterseit dem Jrchre 1914 noch kein. Wettspiel gegen &ie Hakcxch regulär zu Ende bestritten hät^,Wir können dabei mchig feststellen, daß ' Popovich rroch m keinem Treffen gegen die Hokoah irgend, welche ernste, geschweige; beabsicht igte Verletzunghavo.ngetvagerr: hat. Der neugebackene Rapid-Mcmn suchte und fand immer in den Treffen gegen die Hakoah die Gelegenheit, durch sein Betragen' gegen, den jüdischen Verein Stmnnung zu. machen. Hoffentlich werden die Hetzreden, die Popovich an das PMikmn hielt, hxt Strafausschuß die gebührende Würdigung finden? Der Hakoah ist großes Unrecht widerfahren, sie wird vor-? . anssichtkich auch versuchen, zn ihrem Recht zn gelangsu. Wir sind nun neugierig, wie der Fußballverbäntz. «ntscherden wird.; Zuschriften. Dr.:Mchavd Soükup. Gestatten Sie,"daß'ich zu-dem! gestrigen Spirl Hakoah—Rapid meiner Ansicht - im Mchfolgen-? den Äusdruck gebe: In.dm-ckelsten -MStteW-.-tzmrtze'" Kvar->jeft-' .-gesMt, :Mß> vön beiden- SMen überaus, derb -gespielt wurde,, man unteMß e§ -'aber MÄ-Absicht?) zu untersuche«, wer d«! Feindseligckeit«» eröffnet,shafl Es ist nicht rmr meine.Ansicht,s; sondern auch die objektiver SportSleute, mit - denen ich zu; sprechen' Gelegenheit hatte, daß Brandstäpter.mit dem. Foulspiel (gegen Gansl) begonnen hat. , Nach diesem Foul* - übersah der Schiedsrichter eine Reihe . archdrer Derbheitm! dieses-Spielers, .was die bis dahin wirklich fair und e$egatit! spielenden Leute.der Hakoah zu Gegenmaßnahmen veranlaßt«.! Das „Sport-Tagblait" beeilt sich, festzustelleu, daß.der Terror,! den eS,selbst nicht zu lerchneu wagte, von jenem Teil des Publikums ausgeübt wurde, dtt dem Rapid-ÄnhaNg nicht ^gehörte. Ganz abgestherr davon, daß ein derartigst Terror, von Mcht--- anhängern ausgeübt, nurAchwer erklärlich wäre, gibt ds^7^ericht deS „Sport-Tagblattes" unvorsichtigerweise zu, daß sich!! die Belagertmg des UMeidevaumes der Hakoah erst lockerte,^ als die Rapid-Spieker tz-denin sich Hundert« anfchlossen") den! .Platz verließen. Man wich, wohl nicht behaupten wollen, daß'! diejenigen, die sich da änschlossen, nicht Rapid-Anhänger ge--! ..wesen sind. .. ' . Was die Spielweise Urrdils betrssst, so ''betör« ich ck» dieser Stelle nochnrals unter vollster Devackwörtung, daß sie lebensgefährlich ist und daß sie, wie das „SportTagblatt" selbst zugibf^ darauf ansgcht, den Tormann der Wgner einzu» schüchtern. Me ganz nnverantwortUche BerhimmeAng, dieder« „Tank" ersah«« hat und durch die Sporlpresse noch immev erfährt, führt zrc derartigen Auswüchsen, die die Schiedsrichter,, Äie «h'en auch ganz, unbewußt unter dem Einfluß der Sport- . bericht«ftatter stehen, nur äußerst selten mit bient Ausschluß UrMlS beantworten. Im .Ausland ist UrNl schon oft genug hinausgestellt worden. Bei dieser Gelegenheit möchte ich alle diejenigen,' die das Stürmen > Nrvdils mit begeisternden Wartest zu . begleiten pflegen (auch hie. Herren von der Presse), a-uffostdern, offen und ehrlich zu 'erklären, ob sie es mit ihrer per- . sönlichen Sicherheit vereinbar finden würden, gegen Uridrl im Tor änzsttretem Wenn man mir nnmer wieder EMäsjiWh vorüsirft, dtnm befrage man doch einmal diejenigen, die. am bvvufensten wären,, in dieser Sache zu sprechen:-- die Tormänner Widns. Daß her Terror des Rapib-Pnblikums von Sonntagzu- Sonntag ärgere Fo-rnlen annimmt, erkläre ich mir daraus,--daß * die Wiener Sportpresse nach wie vor auf dem Standpunkt **steht, daß die Mamrschaft Rapids „bloß einen Schwächeansall"! dürchzuckächen hat, so daß der Rapid-Anhastg von seiE Mannschaft, die eben nicht mehr siegen kann, immer Siygo erleben zu müssen glaubt. , <’ D^liiHllchv'«Mre '-ich schon jetzt, daß schnauf eveMellv^ PreßastgciM - die ckir airsdiesem Bvref erivachse/r wecheu, .sticht reagieren-werde, da ich an meiner-Mftcht nichts zu'sr- » klären.und nichts zu ändern habe. ' Jakob Löw, ' Hochschüler, 20. Bez./ Peträfchgafse 2^ Gestatten Sie mfr, daß ich Ihnen einm Vorfall zur Kenntnis: - bringe,-der sich bei dem Match Hakoah—^IjapidEeignetet Po^ pich wurde bch. einem Zusammenstoß tzor jdem Ratzid-Tor ver-

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