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Wiener Morgenzeitung · 1922-10-03 · Heft 1309 (3.10.1922) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1309 (3.10.1922)
Date
1922-10-03
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Mer?. HtetrStag Sm R a i m n p d - T h e ü l e r Verabschiedet sich h«u»e Friß * o r I tt«r als O t h e t l o und mot-eii'0ls Kür! *«1- Hfdttn in „fi i ö « l1 a". Donnerstag gelangt das heitere Etze- ,'viel „D «r . S ch ilR a? t k a m,m“.. »il. den Damen Sleinstcck. Dolchmar. Kchser. Scheuri»/Lnzenarvdek. Dogoitz und und Zinner und de«? Herren Leffen, Stärk. Lßlbn^rund Stransky zur Erst an f f ft t| t tt n g. Degt«: Dr. Pichylf Peer. i Im b ose istä.d t.er-The ater chird die französische SchlrantnövM ,.D i e T i g r r i n" von Kenneqvm und Vrber allabendlich gegeben. Nur Freitäg-den S. d. gelangt im Rahmen e'.nes Lllerari'üen Abends das Cchauspnl;,D «t H r t f f ins R i» d e r w er k" von Aüdötf Veflerreicher zur Darstellung. __ : GerWlsfaal Batet »nd Söhj». . Vor dem Einzelrichterdes LanvoßgenchtesZ Oberlandesgrrichtsrat Dr. Fockner, hatte sich gestern -er ZSjahrrge Schuhmacher aus Bveitenbrunn nn Biirgenlande Fvanz hol; a p f e l wegen. Verbrechens der schweren' Körperveretzung .zu verantworte». Dir von 'Staatsanwalt Doktor Zchromm vertretene Anklage beschuldigt - der: -Angeklagten, im 23. I>rM d. I. seinen Vater bei einvin 'Htreit-m tt einer Holz hacke überfallen und durch '«me« 'gegen seinen Kopf zeflchrten Hieb am Avme so schwer verletzt haben, daß eine dauernde Verkrüppelung' des Annes-/etliche. ' Der Staats- Anwalt erhob nur darum nicht die' Anklage loegen versuchten Mondes, Ivoü als einzige Tatzeugin mir die'-F r ä u de s Anzeklagten nt Betracht konvye, die zü dem Schwiegervater m einem feindschaftlichen Bavhältnis stehe. Der Angeklagte verrnttvorkete sich dcchinl 'daß Mn Vater ihn' beständig mit Hatz verfolgt und alles versucht habe, um ihn aus seinem Hause, in )em er als Bkietpartei wohn«, zu bringen. SÄn Vater, fei tm Fahre 1903 nach Äurrrika ausgewandert und habe den Sohn )ls Kind bei froniden Leuten zurückgelassen. Vor drei Jahren tarn der Vater zurück^ erwarb hier ein Anwesen und nahm den Sohn mit seiner junges Fron zu sich. Bald aber stellte sich Unfriede ein, weil die „junge Frau klotzte, d ew Schwiegers a t e r stclleih r n a ch. Deshalb kam es oft zu Zwistigkeiten. Der Vater sei überhaupt unverträglich,, er quäle auch leine Frau-fortwährend, so daß sie ihm: schon'wiederholt davon» iies. Am -kritischen Tage hÄ»e der Bater ihn angegriffen und geschlagen und nur zur Abwehr habe er die Hacke erhoben. Die Fvau des Angeklagten bestätigte diese Verantwortung. Der Vater bestritt entschieden, daß er der Schwiegertochter je in un-uhörrger Weife ncchegetreten sei. Der junge Sohn habe sich im Hause als Herr güfsprelen wollen. Dies'war der.Grund des fortwährenden Streites. Der. Gerichtshof erkannte den Angeklagten schuldig und-verurteilte ihn zu vier Monaten schweren Kerkers.- ' - Giftmord s« de« Gatte». Milde» vrtekl gigrn die SifftBederin. Innsbruck, 2. OLwber: Hel. .der^ .,Mftner Morgen- Achung") Bor dem'hiesigen Schwuvgerichbe hat eine Mtmovdaffäre ihren Abschluß., gefunden, die semerzttt grchßes TÜrflehen erregte. Die WjLhrige Bäuerin Johanna L eh n er aus Mat rer hatte-sichender der Anklage zu. verantworten, ihren Mann am 5. Dezeniher v. I. vergifftt zuhabep. Die Angeklagte. wurde jezdoch.Wn den Geschworenen nur des Bettbrechens des Totschlages durch Vergiftung schuldig gsfprpchen und vom Gerichtshöfe unter Anwendung des. auß^rovdenttichen Milderungsrechtes zu acht Jahren schweren Kerkers percktteilt. Die Angeklagte, die mit dem. Neffen des Ermvrdeten ein LiebesverMms.imterhielt, .bchguptet, daß sie chren Mann nicht toten Wollte. Sie hat'Hvsm Vater ein Pulver in den Kaff« geschüttet, das sie von einer ihr.dem Namen »ach nicht bekannten Frau erhalten haben -will. Dix Fra» habe chr gesagt, daß man damit einen Mann . .für. drei Jahr lcchm machen könne. DaS Pulver war Slrychnim . Ein Bischof vor. dem jüdische« BeS-Pin. Ws Warschau wird uns gafchvieben; In Lublin steht eine Wische Fron im Prozesse mit der Klosteicherwaltuntz, die, Mützt auf ein ÄltzeS Anrecht, die Frau mehrmals auffoddert«, ihr Häuschen zu n»men, da der Platz.-für ErwSikmng veS KlosteMuretz nötig sei. Die Frau sträubt sich' mit aller Gewalt dagegen, bei her jetzigen WolmungSnot ichw Hohn zu verlafley. Der Bischof, der die kirchliche Partei.vertritt, ..entschloß sich nam, auf die Vollstreckung des GevichlsurtLiles zu verzichten und schlug die Entscheidung eines D-i n Thora beim Rabbinastr vor. DaS Rabbittat in Lublin konnte -in der. Sache zu keinem Entschiusfe gelangen, da 'ba4 formale Recht scheinbar auf feiten des Kloster? li^. M.beantragte, .haß von beiden ParMen Vertrauensmänner gewählt werden» die dann zu einer Vereinbarung gelangen mögen. Der Bischof'erklärte sich damit einverstanden. Dslkswirt. »est«Wprlte »»chte — ' «»9j<rf|la«g :2Bie«, - -.00«/, C<a«im««. 2y Zürich nokierte .. , . lie österreichische Krostr- . < . 0.0g»/. ( oM/. «m 20. Sepk.) die Ssterr. gestempelte.«««,. 0.00'ft ( 0.007, «w so. Setzt.) öle tschechische Krone . . . . 1S.f0 (16.60 um MO. ßtpt.) , ..;♦;:: v;041.. < W '-am'tt.;«ept.) ,v. ,«»/»<M;Z» so Sepk.) kiosia. 'i . . .; 1 . SJO . vitfütl. >0. Sept.) vichqpest . .;V,.V..»Zr ( «Mk/zom tO:6»^.) - a" L r k rzen Frholvng am 'Ende D Vorwoche ist die ^'.5 mark MLipt tä Zürich wietzer MÜchgegäv^n. ermWüte kch jie dorl um rM-EMelten «,i 04i. Mener Morspnzelt»«». _ 1 .-Ti --i.un -- - -- .»iurr«« rrn Die Folge war e ne neuerliche gewaltige Sleigerunq der fremdm. Zahlungsmittel in'B e r l i n. wobei der Dollar von 16.bS.30 auf i8!4.2b -emporveiriebkn mirde. Auch die Vüervei^tschen Zahlvngrnljttel wurden in Berlm von der DevMhaUfse mit» gerissen, uÄ zwat stieg Zghkvng Wien von 240'/, eüf 2.48 D'e tsche ch i ^ch e'Krwye dsitb grstem in .Z ß r ich stabil auf ,1stS0. dagegen e-.mSWie stKM.gr schau pm '/.auf o.oy. In Wien war eine weitere Abschwächunf der kr,mden ..ZghlungrMllel . .iu per eichnen: Dollar 1S.80P («gen 74.060), Pfund 321.00 (326600*, tschechi che Krone 2265 {2*75), Nei^smark 42.23 (47.50). polnische $ftark &20 (685). Nachstehend die rff'ziellen Notierungen : Veröffentlichung der Devisenzentrale vom 2. Oktober 1922. , Zahlungen) AipiteHani f. 1 holl. Golde» Alnn .l juc. Kronen ... Belzred 1 Dinar . . ... Berlin 1 deutsche Reichsmark Brüssel 1 belgische. Francs Budapest i ungarische Krönet) Bukarest 1 Lei . Christiania t norweg. Kronen Kepenhaxen 1 dänische Kronor Lenden 1 Pfund Sterling . . Madrid f Pesetas . . . .• Mailand t I.ire ...... New York 1 Dollar ..... Paris 1 Francs .. Prag 1 tschecho-stow. Kronen Sofia 1 Lewa ...... Stockholm I schwedlscheKronor Warschau l polnische Mark Kurar.29.September lufi Geld Ware Geld Ware . 4 28780.- 28850. - 28‘75.- 28975 — .9 249.25 249.75 . 249.75 250.35 . 9 997.- 999.- 999.- 10Q1.- . 7 42.35 42.65 47.35 v 47.65 - 5279.- 5291. 3304.- 5316,- . 0 29.93 30.05 30.20 30^0 5 12685'.- 12765*.- 12.m- 12595*- . 5 14985.- 15015.- 15310.— 15346.- . J . 325100. - 325700. - 357100. - 327700.- . .5% 11-235.— 11265.- -126.4. - 11295.- . 6 314(5.— 3154.- 3.35.- 3144.- . 4 74225.- 74375. - 74485.- 74635.- . 5 5624.- 5636.- 5634.— 5646.- S-- 2277.- 2233.- 2237.- 2293.- . 6«A 439.50 440.5J 444.5» 445.59 . 4V, 19530.- 19570.- 19555. - 19595.- .7 8,40 - 8.56 8.55 8.6i . 3 13835.- 13865.- 13865,- 13915.- Noten Amerika«. Noten v. 5 Dollar autw. , » kleinere . Belfische Noten 100 France . . Bulgarische Noten zu 1000 Leye . » » « 100 , , .kleinere.. . . Dlaisehe Noten 100 Kroner .' . Deutsche Noten zn 1000 Mark. *• » » .100 » . , » kleinere.! . . Lnei. Noten von 5 Livrcst. aulv. klelMre . FransBsls^ie Noten 100 Franc« . Höl'andische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aulw. , , kleinere.. . . Noten hngest. zn 1000 Dinar 9 » » ». 100 » » > kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aulw. . „ kleinere. . . . «»ninische Noten zu 1000 u. 200 Lei ■, ' » kleinere . . Rn». Noten (Romas.) zu 500 Rubel . ... 100. ... , kleinere . . _ed)«c)tt Note» 100 Kronor . ichwefzerische Note» lob Francs fMsfsfche Note» 100 Pesetas .. Tachecho-slow. Not. ▼. lOOO aufw. -i . . klelaere . . V»iar;N»ttn (»ene Eai.) a« 1000 Xr. . « IO.«» Kr. . ,' .. » ktoiaero .... . S&ra 7380».— 74100.- 74169.- 74360.- 7370»:— 74000.- 73960.- 74260.- 5220.- 5250.- 5245.- , 5275.- 408.- 412.- 4«8.- 412.- 3?«!- 3SL- ■ 38s!- 3??!- 15m 14820.- 14880.- 15140,- 42.25 43.25 47,5» 48.30 -r-*-- 47!- 4Ü^ 324600*.- 32560»!- 32(1690. —, 327697. — 324'/". - 32£M"e. - 3:640”. — 327100.“ 5565.- 5575^- 5605.- 28iCO. - 28725.- 28925.- 3112.50 3127.50 3102.58 2117.50 3092.50 3107.59 3082.3» 3117.50 906.- 990.- 988.- 992.- . 980.“ 964.- ' 97«:- 902.- 12540.- 12600.- 12429.— 1248».— 6.20 8.5» IL3S 8.61 8.15 6.45 83) 8.60 4S6.- 458.- 454.— 456.- 436.- -•r 438.- 4M.— 436.- —!— . — IM«.- 19390.- . 193».- 19440.— 13740 -!3TO.~ 13790.-!«>».- 11090.- 11150.-; 11140.— 11209.« 2265.- 2275.- 2275.- 22W.- 2260 - 2270.— 2270.- 2280.- 29.79 29.89 29.98 39.15 29.« 20« 39.» »as JW«9S»«letHeßefetz «»9 die - . Et«zelperso»e». Bon Rechtsanwalt Dr. M.^Reiß. Für. die Haupnnasie' der städtischen Bevölkerung kommt derzeit das ZwangSanleiHegesetz nur insofern in Betvacht, als eS «ckle die erfaßt, die am 30. Jmri 1922 eine der allgemeinen Erwerbsteuer unterliegende Erwerbsunternehmung (gewinnbringend Beschäftigutig) betrieben haben. Der bloße Besitz von beweglichen Vermögen macht derzeit noch nicht Mmgsarileihepslichtig. DaS bewegliche. DeMögsn wird mit 7 Prozent seines. Wertes berangezogen werden. Eine- Verpflichtung zur Einzahlung besteht aber , noch nicht. Von der städtischen Bevölkerung sind Einzelpersonen noch insofern zwangsanleihe» Mchtig, als sie Grundbesitzer. sind. Im sorgenden soll aber nur wegen ihver überragenden BedeMung und wegen ihres allgemeinen Jntevesses die Zwangsanleihsverpflichtung der G ew e r b e t.r e i b e n d r n einer, ausführlichen Darlegung unterzogen werden. ES soll Äso nur die ZwangSanlechevetpflichtung behandelt werden, die auf die ErwerbSuntern e h m ungen gelegt ist, und.auch hierbei nur die Zwangs« anleiheverpflichtung von Einzelpersonen. a) Wer ist zwmzgsanleihepflichlig? ZwangSanleihePflichtig ist, wer am 30. Juni 1922 eine der allgemeinen Erwerbstsuer unterliegende Erwerb-- Unternehmung (gewinnbringende Beschäftigung) betrieben hat.. Dies ist di« grundlegende Voraussetzung. -Wessen Unterneh-' mung vor diesem Stichtage geendet oder «ach diesem Stichtag begonnen hat. 'ist, was die ZwangSanleihepsiicht geweMicher Unterwchmungen betrifft, nicht zahlungspflichtig. Die allgemeine Voraussetzung hierfür ist, Ww'. gesagt, daß der Betrieb am 36. Huni 1922 noch oder schon bestand, b) Aber auch wer am 30. Zum 1922 eine der allgemeinen Erwerbsteuer Unterliegende ErwerbSuntevnchmung (gewinnbringende Beschäftigung) betrieben hat, ist nicht ohne woiteves zwangsanleihe« pflichtig. Eine Zahlungsverpflichtung besteht nur dann, wenn ihm für sein Unternehmen oder seine Beschäftigung ein bestimmt höher Steuevsatz vorgeschri-ebm. wurde. Maßg»'iend ist der an allgemeiner Erwerbstener vorgeschriebene -Satz ohne außeroiden-tlichen Bündeszuschlag und ohne Umlagen. I. Wer einen Zahlungsauftrag-für die allgemeine Erwerbsteurr weder für das Jahr 192o, noch einen späteren besitzt, der ist nur dann zwangsanleihepflichtig, wenn der vorgeschriebene Etwerbsrsücrsatz im letzten Zahlungsauftrag, also im Zahlungsauftrag ctf Jahres 1919 ober eines f rühere« Z. utiooet 192» M. 1309 - --:-■-——T^n—rrr-,. steuer für das Jahx 1922 80.000 K. übersteigt. Wer eine, der allgemeinen Erwerbsteuer unterliegende ErtperbS- Unternehmung (gewinnbringende. Beschäftigung) am 30. Juni 1922 betrieben hat, ohne daß eine der unterbis äugeführten BedmguMn zmrisft, -^ist in seiner ' Eigenschaft als Geivevbetrei-bender niM Mingsanleihepfftchtig. Rochpt^r. sei betont, datz imrn^r nur maßgebend ist-der Satz der allgemeinen Erwerb'steuer ohne Bundeszuschkäg und ' ohne Umlagen.' ''y. c) Was hat nun derjenige einzuzaMn,^^ der - gemäß her unter a) angeführte allgemeinen und einer -dfr unter-h)- 1. bis 8. angeführten besonderen Bedingungen zwan gtzaulMi:-' pflichtig ist? ' ' 1. ^st die ZwangSanleiheverpflichtnng 'begründet auf den besonderen Titel ü) 1, so ist der als Zwangsanlcihe mvv* zahlende Betrag das 1200 f ach e des - Maß gebe» de« Steuersatzes. 2. Grsindet sich die Zwangsanleil-everpflichtung auf den besonderen Titel b) 2, -so ist. dex.als .Zwangs.'nleihe einzuzahlende Betrag das 490 f a ch.e' '.^eß.. Paßgebeni^n- Steuersatzes. . 8. Gründet sich die ZwangSanleihevyePfttchtung - auf' fep, besonderen Titel h) j?, so. ist der als Zwangsanleihe eiWzahlende Betrag das 43fache des maßgebenden Steuersd^ß. Die"Bevechnung ist also für jeden Getverbetveibenden^Hr leicht. Er muß zuerst feststollen, ans welche Bestinunimg' ^er. unter b) angeführten 8 Boraussetzungvn seine Anleihepflicht sich gründet und kann dann durch eine einfache Multiplikation W maßgebenden Steuersatzes mit der unter e) angeführten 'Wl den Betrag erhalten, den er an ZwangscnÄeihe eiiizuzcchlen verpflichtet istv d) Die nächste Frage, die auftaucht, ist, Won» ist dieser Betrag ernzubezahlen. Die Halste davon war bereits am 18. September 1932 emzub-^ahle«, ,yn.vViertel wirtz «t 1: November und daletzte Viertel 'am 1. 'Dezember 1922 fällig. Bei nichtpünktlicher Imzahluyg ist ein A u f s ch l a g zu leisten, der durch -'den Wstänzmiftis««' unter Berücksichtigung etchaiger Veränderung des Geldwertes festzusetzen sein wird. Einziizahlen ist bei dem Steueramte, bei dom -dje Erwerbsdouer vorgeschrieben ist. e) Wenn einem Änleihepflichttgen der von ihvi an Zwangsanleihe zu bezahlende Betrag zu hoch ist» welche Rechtsmiliel stehen ihm dagegen zur Verfügung? 1. Gründet sich seine.Anlerhepslicht auf Punkt b) 2 # wird sie demgemäß nach Punkt e) 2 mU dem 400fachen Lrwerbssteversatz für ^iS Jahr 1920 bemessen und Ist ex in dye Lage, nachzuwerson, daß: dve.'Er-tvagSfahkWt "'st>iüeS'' -yntetz- NehmenS seit 19A) um mehr als ein Drittel geschmälert Woche« ist, so konn er 'im Gesuch an das Fmamzmin^teriirm um Minderung des Betrags seiner- ZwangsänIeihSverpflichtttns überreichen und ist der Bundesminister' ^für Füranzen ts« mächtigt, ihm eine angemesiene Minderung^ iwnn zu bewilligm, wenn dre Erwechssteuorvorschroihimg für das Jahr ly?> 70^000 K. nicht überswi^ > 2. Die Finanzlaichesbehörden sind ermächtigt, m joite« Fällen, in welchen pie für 6« Einzahlung maßgebende Steuer» Vorschreibung offensichtlich unrichtig und angestschten. ist, deren Richtigstellung vor dein ersten Einzahlungstermine zur Zwangsanleihe, also vor.'dem 16' September 1922,-nicht Bewirkt Werde.» konüte, über besonderes Einschreiten des Anleihepflichtigen die Stenervorschroibung für Zwecke der Anleihevermittlung mir jenem Betrage festzusetzen, ' der voraussichtlich das Ergebnis der RechtsmÄ-ielentschÄdung bilden dürfte.. ' - 3. Sonst kann sich der-Zwangsanleihopflichtige. gegen.G'.i'.- und Höhe sernep Zwaugsaitle-iheverpflichAng nur dadurch wehren, daß er die B e r ufung gegen jenen -8 r w e r b s» steuerzahlungsau-ftrag ergreift,' dessen Erwerhssteuersatz dem Grunde und der Höhe nach für die Ztvqngsanleiheverpslichtung maßgebend ist. Die Anmeldung und Ausführung dieses Rechtsmittels hemmt aber mcht die Berpflichtung zur Einzahlung des Zwangsanleihebetrages. Der Roteunmümf in Frankreich und England. Mch dem Ausweis der ftanzösischen R<üwnal^nk vom -September ist der No.tenirmlauf' m F.r a n k r e i ch m der . setzten Septemberwoche um 17^' Millionen auf ruftd 36,8. .MMächru Franken gestiegen.. — In England, ist in der gleiche« Periode der.Notenüinläpf um '966D00. auf 122,4 Millionen Pfund gestiegen, dagegen/^ hat. sich die Notestreserve und 974.000 auf 21,8,Millionen Pftmd. » Eine Schutzaktion flir Kronenwerte.. Die. GvindunA dsr Notenbank ^wird' in Bälde die Frage aktuell..werden lasse», zu .welchem -Kursedie'^ Krönenwerte- (Bargeld, Kriegsanleihe, Renten, Hypotheken, Sparmib Bankemlagen, Alimente, Versorgungsansprüche, Vrrsi cherungsforderungeu nsw ) emgelöst werden sollen. Um zu verhüten, daß alle Fordsrungs« bereck'tigten unterschieiiKlos bchandelt weMn, -, hat sich, Ww wir erfahren, oin Komitee gebildet, welches. es sich zur Aufgabe machte, die beteiligten Kreise zu orgänisiereü. .und.durchzusetzen, daß diejenigen, welche diese Kto Neuwerte zn. .einer Zeit erworben: haben,.Ms unsere Währung! gar. nicht > oder nicht nn heutigen Maße entwertet war, ihei^dar^OeststeftWg deS. Umrechnungskurses pme Äusnahmsbphändlung erführen. ES handelt sich haüptsächlich.. um Persönlich,.:-«) ihre n Gr-- sparnifse in Kronen odep.Kronenioerten angelegthaben, .welche infolge der Zerstörung, unserer Wähmtig.'Wrtlvs 'geworden sind.- - : isl'-) i;,: V .i,-. JahreS 2000 K. 2k-ersteigt. ' " 2. Wenn di« Erwerbstener Kr daS Jahr 1920 schon borge schrieben ist, der ttr nur dann zwangSanlekhepfiichtig, weNn' di« ihm für'das Jahr 1920 vorgeschribbeine ErwerbsteMr 6ö00K.' üb»rsteigt., ’ ,f -- - * 3. Ist die Erwerbstenerpslicht der Untevnehmuttg oder gewinnbringenden Be:Däftigung erst im Jahre 1'921" ober 3'922 'emgeircitN.- fo.’i:esteh'» -eine'- Zw'nMnleihevcrpflichtung nur dünn, wenn die '!t>orfthreio!mg' an allArmeiner Erwerb« . -Divsenigen, .we!che-'.';der? Ovganisatipwl'beftrete«' w-llchß mögen in den - AwnEngen. folgende Daten < 1. Name, Berußt Mrefle: 2. Art her - Krontznwepte (Kriegsanleihe, Borgeld usw.) imd deren Höhe, 'A-Oi..tD-» Art des Erwerbes-! (Ekfparnifse iiiffw.),. 4.. B e.w.e ismi Ml Über dem ZeitpuM MuHrwerhesi' Züschristen^sind zu/wiMch an-.M. ,rSch.utzattiW^.für-' MyKchwrrte^:SpiegeH>ffe: 2üt;:3i).-'Füv^Hch!HiKjstlrrSitxM'.slstvm.itre--ejchsterti-M Herren Fnedvich Nch^r:-M<P«WgSxatE %s - ii-'l. i u"1" d U- . J ‘ I

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