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Wiener Morgenzeitung · 1922-09-30 · Heft 1307 (30.9.1922) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1307 (30.9.1922)
Date
1922-09-30
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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«r. 1307 Wie«, SamStag Merree Mmrgenzettmrg. 30. September ISIS Gerte % Me Dornbacher morgen neuerlich unterliegen, . was wahvschoinlich ist, dann dürften-sie im Herbste den Anschluß an die Spitzengruppe kaum mehr gewinnen. Schiedsrichter Waneuva. Vom gleichen Stamm sind der W. A. C.und W. A. F., die einander morgen auf dem Prater-Sportplatz/entgegentreten. Bekanntlich ist der W. A. F. aus der Sezession mit dem 88. A. C. .hervorgegangen. Seither hat sich aber in den beiden Vereinen viel geändert. Der Praterklub eroberte die vevlorengegangene Erstklassigkeit wieder zurück und weist' heute ein festgefügtes Ganzes, in dem Spieler und Sektionslettnng im besten Einvernchmen leben, auf. Beim W. A. F. hingegen will es nicht zur Ruhe kommen, da 'bei ihm fast ständig ein Kriegszustand herrscht. Worauf ^iese ständig tviederkehrenden Unstimmigkeiten zurückzuführen sind, entzieht sich unserer Kenntnis. Auf jedem Fall tragen sie die Schuld daran, daß die Hütteldorser im Meisterschaftswettlbewerb nicht die Rolle spielen, die ihnen auf Grund ihres tatsächlichen Könnens gebührt. Auch heuer hat der W. A. F. beide. Meisterschaftsspiele gegen Hakoah und Wacker verloren, wodurch er , noch keinen Gutpunkt aufweist. Mit Rücksicht darauf, daß am Ende dieses Spieljahres drei Vereine in die zweite Klasse ab« steigen, kann für jeden Klub ein leichtsinnig vergebenes Spiel die unangenehmsten Folgen haben. Der W. A. F. muß sich also bemühen, morgen einen Punktebesitz zu erlangen. Der W. A. C. konnte gegen Sportklub einen schönen Erfolg buchen,.hingegen mußte er durch die Amateure mnd die Simmeringer Niederlagen in den Kauf nehmen. Die Pratermannschaft wird sich voraussichtlich bemühen, gerade Fegen seine Sezefsionisten günstig abzuschneiden. Die bessere Verteidigung des W. A. F. könnte aber im morgigen Spiel den Ausschlag gaben. Schiedsrichter Gernhardt. Die meisten Spiele . -!trug bisher der F. A. C. aus, wobei er gegen Rudolfshügel siegle, gegen Amateure unentschieden spielte und gegen Hqkoah und Admira mit hoher Tordifferenz unterlag. Sem morgiger Gegner Wacker hat gegen W. A. F. überlegen gewonnen und gegen Sportklub unentschieden gespielt. Noch im Vorjahr waren die beiden Mannschaften, die auf dem Wacker-Platz antraten, einander ziemlich ebenbürtig. Im Herbst siegte F. A. C. 1:0 und 4m Frühjahre war Wacker mit 3:2 Toren erfolgreich. Seither hat sich das Kräfteverhältnis ganz, bedeutend zugunsten der Meidlinger verschoben, die Heuer als ernste Anwärter auf den Meisterschaftstitel angesehen werden könnten. Schon mit Rücksicht auf den Vorteil, den der eigene Platz gewährt, darf man Wacker diesmal die besseren Siegesanssichten einräurnen. Schiedsrichter Seemann. Keine Niederlage hüt bisher der Sportklub Admira, der morgen auf dem Simmeringsr-Platze gegen die Hausherren äntritt, erlitten, obwohl y: schon, tüchtigere Mannschaften zum Gegner hatte. Er-spielte gegen Hertha unentschieden, und schlug F. A. C. überlegen. Atz Simmeringer hingegen mußten.durch'.Hertha eiiid Nieder- Wge in den Kauf nehmen, der ein knapper Sieg Äber W. A. C. Fsgenübersteht. Im Vorjahr lieferten' einanderdre morgigen HiMlen erbitterte Kampfe, wobei im Herbst Admira einen knappen 3:2-Sieg errang und im Frühjahr das Tvefftn 2:2 unentschieden endete. Obwohl wir die Admira etwas höher, einschätzen als Simmering, so dürfte der Vorteil des eigenen Platzes einen Kräfteansgleich bewirken. Ein unentschiedems Ergebnis würde deshalb den Erwartungen am ehesten entsprechen. Schiedsrichter Putzendoppler. Die übrige« «Spr^le. Zweite Klasse Nord. Ostmark—N. A. C. (halb K Uhr, Ostmark-Platz), Kalmar; Donaustadt—Red Star (halb '4 Uhr, Donaustadt-Platz), Gärtner; Donaus-Sturm 1907 (halb 2 Uhr, Straßenbahner-Platz), Adensam; Sturm 1914— Glue Star: (halb 4 Uhr, Sturm 1914-Platz), Wytläckl; Baumgarten—Straßenbahn (halb 4 Uhr, Baumgärten-Platz), Aopater. Zweite Klasse Süd. Cricketer—Germania (halb * Uhr. Straßenbahner-Platz), Zigall; Rennweg—Nicholson (Rennwoger-Platz), Nemec; Wien 10—Wiener Bewegungsspieler (halb 4 Uhr, Fav. A. C.-Platz), Ganger; S. S. B.— Neubau (halb 4 Uhr, V. A. S.-Platz), Anton Wasmger; Slovan —Sportfreunde (halb 4 Uhr, Slovan-Platz), Strnba. - Dritte Klasse West. Kadimch—Neptun (10 Uhr, JedlersdorferMatz), Stvan; Novmänia—Rekord (Viertel 4 Uhr, V. A. S.°Platz); St. Beit—-Wieden (halb 4 Uhr, Lainzer-Platz), Svejdä; Fünfhaus—M. A. K. (halb' 2 Uhr, V. A. S.-Platz), Göbch Weiße Elf—Ober-St. Beit (halb 11 Uhr, Neubauer-Platz), Schramm; Meidling—Phönix (halb 4 Uhr, Meidlinger-Platz), Kreuzer. Vierte Klasse Süd oft. Feuerwehr—Hazair (halb 9'Uhr, Feuerwehr-Platz), Dnba; Hasmonea—Prater Sportklub (halb 11 Uhr, Feuerwehr-Platz)/ Kramer; Vindobona— Hechawer, Aspangbahn—Veritas (halb 2 Uhr, Srennweger- Platz), Kamdl; Athen—Douaustädter Bewegung (halb ll Uhr, Union 21), Braunwald; Nordwacht—Vorwärts (8 Uhr. Lehrer- Platz), Kopetzky. Vierte Klasse Nord. Alsergrund—I. A. C. (halb 2 Uhr, Stadlauer Union-Platz), Kurt; Sievering—Reichsbund (halb 11 Uhr, Bartmgarten-Platz), Brach ner; Birtus—Währing (halb 2 Uhr, Reichsbnnd-Platz), Grünbaimn; Union—-Donau (12 Uhr, Neubäner-Platz), Grünzweig; Wiener Viktoria- Wien West (halb 11 Uhr, Reichsbnnd-Platz), Graf; '' Taubstiunmen—Neületchenfeld. ' ...' Vi-erteKlasse West. I. F. C.—Austria Mb 11 Uhr, H- A- C. Nordstern-Platz), Oeyl; Baumgarien—W. S. V. Mb 2 Uhr, St. Beiter Sp. Fr.-Platz), Liberi; H. A. C. Nordstern- Fortuna (halb 4 Uhr, H. A. C. Nordstern-Pl.); Astoria-Hacking (2 Uhr, Sportfrennde-Platz), Ochs; Ama—Mauer; B. D. V.— Eechie (halb 11 Uhr, Viktoria 21-Platz), Nußbaum. .Fünfte Klasse Ost. Achduth—Ari (12 Uhr, Sturm 1911-Plah); Athen—Stadlau (9 Uhr, Union. 21-Platz); Wern— Rasensportjveunde (halb 4 Uhr. Aspem-Platz), Fün f 1 e Kl asse NordBritannia-^Bar Kochba "Wien -White Star (halb 2 Uhr, H. A. C. Nordstern-Platz), Chiavaeci; Liebhartstal—W. F. C. (halb 9 Uhr, Stadlauer-Platz), Brock; Briigittenauer A. C.—Alemannia (8 Uhr, Leopoldauer- Platz),<L. Grünwahlld. ' - Fünf te .Klas se W est. City—Moviah;. Helios Süd---. Menovah; Westbahn—Zentralvervin (halb 4 Uhr, Ba'nmgarten-Platz), Werner; Hietzing—Ostbahn (10 Uhr, Freiheit 13-Platz), ^Chaltenbrand. SchühgrupPe Ost. Hermada—Boroch'ow; Rudolphia —Marathon; Weißgävber—Sverige (9 Uhr, Kaisermühlen- Platz),- Gottsbacher; Nordost 21—Hirschstetten (halb 11 Uhr, Columbia 21-Platz), Polatschek; Nordwestbahn—Hochstädt (12 Uhr, Aspern-Platz), Kainz.. FreNN-schkstsspiele. Zivei erstklassige Vereine tragen Frenndschaftsspiele aus. Die Hakoah, die wegen des VersöhMngstages , ihr Meisterschaststresfen gegen Vienna auf einen späteren Termin verschieben mußte, tritt hmte auf eigenem Platze, gegenden tüchtigen zweitklassigen Verein Bewegung. 20 an. Der Gegner des jüdischen Vereins hat bereits gegen starke Mannschaften ausgezeichnete Spiele geiliesert. In der Brigittenau .. herrscht zwischen den drei Bezirksvereinen Ostrnark, Bewegung 20 und Rag eine heftige Rivalität, wobei es Bewegung 20 schon einmal gelang, die Hegemonie an sich zu reißen. Bewegung 20 steW eine schnelle, harte und überaus schußkräftige Elf ins Feld, die selbst erstklassigen Gegnern eine harte Nuß zu knacken gM. Die Hakoah wird deshalb 'die Brigittenauer nicht unterschätzen dürfen, sonst könnte sie eine ^peinliche Ueberraschung erleben. Das aber inunerhin leichtere Spiel, wird den Erstklassigen weit zweckdienlicher sein, als ein im Ausland absolviertes internationales Treffen. Schiedsrichter Ing. Bwun. Die Vienna trägt morgen auf der Hohen Warte ein Wettspiel gegen Gersthof aus. Die Zweitklassigen werden den Döblingern einen schwer zu bezwingenden GeWer abgeben. Eine gerichtliche Entscheidung von weittragender Bedeutung, die auch für -uns Interesse besitzt, .fällte das Kaufmannsgericht in Lübeck in einem Rechtsstreit, den ein großer Handlungsgehilfenverband im -Interesse eines seiner Mitglieder durchgeführt hat. Aus dem Urteil.sind die nachstchenden Sätze hetvorzüheben: Der Kläger, der HandlungsgHilfe bei.^der beklagten Firma war, hat seinen Dienst-drei Tage .lang wegen eines Unfalles, den er sich denn Fußballspreldgezogen hatte, versäumt. Er verlangt'für diese drer Tage den ihm abgezogenen Lohn. Die beklagte. Fsrma beantrag! KlägocchweisuM, indem sie die Ansicht vertritt,, daß es sich nicht um eine unverschuldete Krankheit handle. Das Gericht entschied: Die Ansicht der beklagten Firma ist irrig. Em Verschulden des-'Klägers: hau« darin, daß er sich dem Mündheitsfördernden Sport des Fußballspieles ergibt, durchaus stricht gefunden werden.. Demgemäß ist auch ein dadurch erlittener Unfall unverschuldet. Der Klageanspmch ist darum gerechtfertigt * und' der Klage stattzugeben, was Mch geschehen ist. ' > Die Firmenmannschaft StoLlvü die dieser Tage gegründet wurde, tritt morgen in folgender Aufstellung gegen die Hakoah- Senioren an: Tor: Nesvara; Verteidigung: Mueck 2, Wertheimer; Halves: T. Kle'ber, SPunner, H. Kleber; Stürmer: Artur Baar, Häusler, Nemes, Pollak, Singer; Ersatz: Eibelsderger. WS Kapitän fungiert der: Hakocch-Spieler Nemes. : Der Sportklub Hakoah eröffnet am 3. Oktober unter Leitung seines Mtgliodes Herrn Bela Gnttmann eine Tanzsektion. Aufnahmen täglich im Sekretariat der Hakoah in'der Zeit von 10. bis 12 Uhr und. 4 bis 7 Uhr. Eingang nur Wiestngerstraße 11. . ' - 1 I«terkl«bkarrrpf Verein fir Leibesübungen-CharlottenbÄrg—Fünfhäuser Sportklub-MieN. Der Fünfhauser S. C., der, obgleich ihm nicht die nie versagende Einnahmsguelle einererstklassigen Fußballmannschaft zur Berfügiing steht, einer unserer tätigsten M. ronnd- Vereine ist, hatte mit feiner Veränstaltung einen großen und verdienten Erfolg. Zwar, blieben die Berliner mit 8:4sichere Sieger, -och imrude ein 'derartiges Resultat allgemein erwartet, da 'der Boxsport im Reiche auf eine längere Tradition zurückblickt und - die Kanrpfmannschast der Charlottenburger aus einem ungleich größeren Reservoir geschöpft wird als die der Fünfhauser. Nnnmt man noch dazu, daß in Berlin viel, mehr Gelegenheit zu zweckmäßigein Training ist und man häufig ausländische Boxer von Klasse an der Arbeit schen kann, so haben die Wiener Faustkämpfer sehr ehrenvoll abgefchnitten, weniger-gut die Punkterichter, die den Heim/ifchen Boxsport schwer bloßstellten. Der Besuch war ein guter, so daß das -finanzielle Erträgnis, das iiLrigens wohltätigen Zwecken zu fließt, hinter den: sportlichen nvcht - zuvückbleiben dürfte. , - Dev Verlauf der Kämpfe, 'deren Resultat wir bereits gestern brachten, war folMver: Hakoah - Sportplatz Krieau (neben der Meierei Krieau). Stnuseiibahniiniep A, Ak (bis End« stftion Awssiellungsstrasse), L, M, 4, ). (bis Endstation Haupt« altee), 80, J (bis .aur Schlachthausbrflcke)," Donauuferbahrt (Halte- . stelle MiMrsehwimWgChUlc)eas. « Samstag, 30. September I. J. halb 4 Uhr nachmittags n Vorher die Reserven Kemin (Berlin, 50 Kilogramm) bearbeitete seinen gleich schweren-Gegner Barta hachtsächlich mit Ausreißern. Dep Wiener war in der zweiten 3iunde bedenklich „groggy", kam aber doch über die ganze Distanz. Sieget blieb Komin. Auch der Berliner Ziemdorf (88 Kalogramm), evfochk gegen Wottawa einen Punkbesieg. Beide schlagen sehr ungenau, der Wiener hat zudem den sogsnannten ,Mtzenfchfla^, daheißt einen wirkungslosen Hiob, der weder Gerader noch Haken noch Schwinger ist, überdies ist er ein Poseur. Den ersten Sieg, nach Punkten, erfocht Sedlatschek (57 Kilogramm) gegen Stah'tberg (86,5 Kilogramm) für Wien, Der Berliner druckte schön, der Wiener hat gute Haken und wwli' ziemlich überlegen. ■ Beim Kampf zwischen Kupfch (Berlin, 74 Kilogramm) rmd den W. A. C.-Mann VrbanciL (76 Kilogramm), kam eS zu der eingangs erwähnten Blamage der Punkterichter. Kupsch war durchwegs überlegen, trotzdem. spmchen sich zwei Punkte-, richtet für den Wiener aus, einer erkannte auf unentschieden, Der „Sieger" war. sichtlich peinlich berührt, während die Ber<. liner sich als tadellose Sportleute bewährten und die Sache von der humoristischen Seite nahmen. Wir wollen zur Ehre dev Punkterichter annehmen, daß diese Fehlentscheidung einem Mangel an Fähigkeiten, nicht aber einer unsportlichen Geq sinnung entsprang. Auch der Kampfrichter, Herr Kurz, erklärte^ daß nach seiner Ansicht Kupsch überlegener Sieger sei. Noak (Berlin 57,5 Kilogramm) rechtfertigte den großen! Ruf, der ihm als Sieger 'der Deutschen Kampfspiele voraus-, ging. Unser Meister Stark (59 Kilogramm) stürzte sich sofort mit einem wilden Wirbel von Hieben auf ihn, ohne die Deckung des Deutschen durchschlagen zu können, während Noak Mit dem ersten Stoppstoß'Stark zu Boden brachte. Er raffte sich zwar noch einmal auf, jetzt aber wickelte ihn >der Berliner in die ver-< schiedensten Hiebe förmlich ein, und Stark war vor Ablauf der ersten Minute erledigt. Er wurde halb ohnmächtig auS dem Ring getragen. Noak hatte denselben stürmischen Beifalls wie vocher Kupsch. Czerny (Wien, 66 Kilogramm) blieb, trotzdem er Wiede« ' einen großen Teil de< Zeit in Doppeldeckung lag, sichere« Punktesieger gegen Ewald (65,5 Kllogramm). Hohrnann (Berlin^ 73,5 Kilogramm) und Jnvecka (Men, 67 Kilogramm), .sind unheimlich harte Kämpf«, ohne die mindeste Technik. .Der .Berliner siegte in der dritten PuNde, nachdeyr er sich einige verbotene Hiebe hatte zuschulden kommen Hassens, durch Niederschlag. w Dir Kämpfe gingen mit 8 Unzen-Handschuhen übetz - dreis Runden.' . ' * * SM» Trinmpf. Die Entscheidung des französischen BoxverbandeS. Paris, 29. September. (Havas.) Der französische BoxveV« band hat den Richterspruch. womit Siki als Sieger über CÄt pentier erklärt wurde, ^bestätigt. - Siki wird dadurch Welt4 champion für das Mittelgewicht.. . ' . Das Urteil der Pariser' Ptefse. Paris, 25. Sep>h tember. (Havas.) Die Mchrzahl der Pariser Blätter sind W Ansicht, daß dev Sieg des Boxer Siki über Carpentier durchaus regulär war. Der bessere Boxer habe gesiegt. Eine Antzcchl'ZÄtungen befürworten immerhin einen Revanchematch, 'da sie dev Ansicht sind, >daß «der Franzose nicht nach fernem vollen Wert« . besiegt worden |ei. Der.„Gaulois" schreibt, Carpentier habe sicham Sonntag voll ausgegvben. Seine Niederlage ^bedeute deshalb vielleicht das Ende ferner ruhmreichen Karriere. Auch der Btt siegte verdiene Respekt. Das Sportblatt ,^'Auto" - schreibt, Carpentier sei uw» widerstehlich geschlagen worden. Cim Wiederholung des Matches körme nicht in Frage kommen. Die Zukunft gchöre dem Neger Siki. Siki' erwies sich am Sonntag sowohl durch seine Kraft als auch durch seine Geschicklichkeit als ein hervorragender Boxer. > Der „Figaro" erklärt, das Schiedsgericht habe Siki den wohlverdienten Sieg zugesprochen. Die Berliner Boxkämpfe. Eine ungeheure Menschenmenge wohnte im Sportpalast dem unausgeglichenem Kampfe unseredeutschen Meister Breitensträter gegen den belgischen Meister de Paus bei. Breitensträter entzog sich ein halbes Jahr lang der Oeffentlichkeit, und feine Leistung gegen Jensma ließ eine große Verbesserung seiner Form erwarten. Der Belgier de Paus gehört in seinem Lande zur guten Klasse, wenn er ' auch kürzlich von seinem Landsmann Rogiers in. sieben Runden - entscheidend geschlagen wurde. Pcius war in den Händen Breitenstxäters ein Spjelball feines Willens und Könnens. Schon die erste Runde ließ das Uebergewicht des deutschen Meisters erkennen, 'der., mit, fabelhafter Sicherheit die gefährlichen Stellen seines Gegners mit Schlägen traktierte.. In der fünften Runde war der Belgier durch k. o. erledigt. Ein Kinnhaken, mit großer Kraft geführt^ warf ihn zu Booen, von'dem er sich nicht mehr erheben konnte. -Der zweite Hauptkampf führte - die beiden Bantamgewichte Urban Graß (Köln) und Volkmer (Bremen) in den Ring. Der Kampf -war bis Mr fünften Runde, völlig ausgeglichen; in der siebenten Mnde erhielt VMmer bsi einem Zwsammenstoß eine Kopfverletzung, worauf seine Sekündanten^das Handtuch in den Ring 'warfen, wodurch Graß zum ..Sieger erklärt wurde. Der ^deutsche Leichtgewichtsmeister Richard Naujoks ttat gegen-den Belgier Claes an. Mit geringem Punktevörspvung wurde Naujoks der Sieg zugesprochen, Der Kampf Grimms gegen den österreichischen Weltergewichtsmeister Häna sah evsteven als' Sieger, da Hana, in der sechsten Runde stärk angeschlagen, aufgab. SihMmmen. Vom VerbaNdsmeeting. Gestern kamen im Dianabad die Dorläufe für die heutigen MeifterschaftrbewerbL sowie die Kämpfe um die Leiden Ehrenwanderpreise des Kenn iUrüh für Fügendßonkurrenzen zur Auriraguna. Nachstehend -deren wichtigste Ergebnisse: M ä,d ch e ns ch.w i m fc e ^. .86*/» Ä. Bratman» lLalwah» t: 22), . 2. Kohn (Kakoah). — I u g e n d l a g e n st a f f e l. 4X66^/, Meter: 1.1. W. A. S. C. S : S3'5. «akoah disquülifiztert. -- Mädchenstafs e-l. 4X66'/,Meter: 1. Kakoah 5:19S — Knadenjchw i m m e n, 66V» Meter : 1. Nassau (Kakoah. 1:02'6>. L Kälnz' (!. M. Ä. S. L.. 1: 0L'S). 3. Ehrenkraüz (Hakoah). — $ u g e nLlag e n ft a f f e 3X66»/, Meter: 1.1. W. Ä. S. C. 56-5, 2. Kakvab 3 :02'2. ' Dörlauf für dar 100 Meter-Schwtmme« siegte de» Budapester Kay in 4:13 und im Rückenschwimmen über 100 Meier lieferten sich die beiden Ungarn Llavatsek (B. K. A. E.) und Barta (B. S. E.) «ach wun-ervvllm Kampf ti» toter Aenuen. Leit l; 81*2.

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