Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1290 (2.9.1922)
- Date
- 1922-09-02
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Wen, Samstag Mene* Mvr^«-eWmK. 2. September 1982 Fkr.l»90!L.OOV K.. Rhrvmbus 7500 bi- 9500 K., Oieirijd'f Magnesit U.OQO bis 105.000 Pepege 85.000 bis 10ß.coo K. und ^rdöl L5.000 biß 35.000 A. Mieter WareretSr^e. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Der Verkehr an der gesjriaen Warenbörse gestalte!» sich kbhafl. Angebot und Nackfroae kielten fa ziemlich gleichen Schritt md kamen auck anirkuliche Nennen in Lkemckaiien zum Ab» chlusse. Die Tendenz selbst iedock trug keinen einheitlichen Cha» 'abter. da lells höhere, teils schwächere Forderungen vertagen, velche auch bewilliat wurden. So war de-spi-lsweis» Lkromalaun. 8arz schwächer. Paraffin war nach wie vor gut gefragt, mit Rücksicht aus die bevorstehende S5erb|tbampaone immer dringlich resucht. Wenn es auch nur zu undedeuleneen Abschlüssen kam —!§ wurden nur 2000 Kilogramm perfekt — so ist dies nur aus >ie Schwierigkeiten bet Beschaffung von Polenmark zurück» iusühxen. Gesucht waren Lhromnatron. Chlorbaryum, Dairium )liu«iat, Ammomaksoda. Alaun weitz, Salzsäure techni'ch. Schlemmkreide. Kristallsoda mit Ausfuhr franko Pasta» oder vimbach, Bariumnitrat. Darimnkardvnal und Sffiipäure. Zum Axsgebote yelonatin: Aehnatran IW 30 zu i.öch französische ranken tronsir Wien, Lhromalaun zu 220 Mark, ähromkali u» 350 Mark. Lhromnairvn zu 280 Mark. E-swiäure bemisch 800/0 zu 13.00» A., mlonöstcheS Karz zu 6COO Ä. 'dunkel), Knochenleim Rannersdorfer zu 14.000 K. (ein Offert!ag a'»ch zu 15.60VK. vor), Kremserweitz zu 14.500 §.. Natron» iolwter zu 120 Mark. Oxal'Sure krittoUifiert zu 3L0 Mark, Schuppen-Paraffin zu. 500 polnische Mark ab Oderberg, Salmiak» teilt-0*910 zu 3700 K.. Japan »Wachs zu 32.000 K., Natrium» rifulfot 60 68 zu §0 Mark iranftt Wien. Zum Abschlüsse gekannten: Alau» in Stücken zu 10 Mark, Ammoniokioda zu 1£00 K., Salzsäure zu 1000 Ä., Minium zu 12.500 K. Glöile Bleiberger zu 12.200 K. Talkum zu 3sv K., Kris allsvda zu. 1070 K., 2000 Kilogramm Paraffin ju 7700 K. Wien transst. Oele und Fette hatten in den melken Gattungen debaupteke Tendenz, nur Speiseöl war um 15C0 K. billiger er» dälllich. Don den Offerten bemerkte man holl. 9«,not zu 0.53 Noll fl. franko Wien, Rizinusöl J. Pressung zu 0 66 holl. sl. Wien. Se'omöl I. Pressung zu 6.30 Lire ab Konsig.'Lager Wien, Schweinefett m 3250 Dollar. Pstanzenspeiseseltzu -22.000 K., Lloin zu 70.55 holl, sl, Kokosölfeltsäure. Nähr». Lebensmittel- und Kolonial» n a r e n Hallen eher ruhigere Tendenz. Das. Geschält wird durch )ie unsichere Lage auf den DevisenM''rkt-n t-..'e:nträchtiat. , ament» ach Slbgeber beobockkelen äußerste 5>urückhal ung. Kaffee wurde zegen ^en letzten Börsetag um 1000 K. billiger ausgebolpn und zwar Sanios fuperivr zu 38.000 <3., Rio VII zu 3? 000 K. Tee ist gleichfalls um '600 K. gesunken. auf 63.0^0 K. für Znoa Eruchong und aut 72100 füt Pecco mang-. Kakaopulver und Gewüize wurden zu unverrnderlen Pressen ausgeboten un" zwar la holländisches Kakao» pulver, Caf a lignea» Kümmel, Pfeffer, und Piment. Zum Verkaufe gelangen am 5. d. um 12 Ahr millags ^.00 Kisten Sardellen. Prager Bsrfe. Prag, 1. September. Der Wochenschluß und der schwache Lerlauf der Wiener Börse hatte» eine allgemeine Kurssenkung;ur Folge, welche sich im weiteren Verlaufe noch mehr steigerte, vereinzelte Besserungen im Alpine-. Königshofer- und Poldiaktien sind gegen die starke Abschwächung der übrigen Werte ganz bedeutungslos. Besonders rückgängig waren. Ersen- und Chemische Werte. Von Verkehrswerten' schwächten sich Buschtiehrader „A" um 30 ab, ivährend „B" 20 Kronen gewannen. Die Eröffnungskurse der Bankwerte lagen modriger, später jedoch stellte sich eine Befestigung ein, so daß ihr Knrsniveau unverändert blieb. Türkenlose waren zu einem höheren Preise gesucht. Staatspapiere lageneher schwach. Die Schlußtendenz war abgeschwächt. Der Devisenmarkt war vorbörslich fest, im weiteren Verlaufe stellte sich aber eine Abschwächung ein. Fm freien Verkehr waren Berlin. Sofia und Budapest fester, während Wien, Warschau und Belgrad inr Kurse nachgaben. S & 1 u f-, H i: r ) e Tn'k. üi er bah-,'-Anleibe 400 ^ranken S8ö;m. lirticnbanb 421.—, Br^m.Eskomnübank 4l?.—. Böhm. 9ndustlialbanK 420.—. ZionofieosKa Banka 41350. Anglobank —, Oesterr. Kredit 24.—. Oeit^rr.-llnoar. Dank -7.—. Wiener Ilnionbank 16.25, W'ener Bankverein 18.-, Buschtiehrader Eisenbahn Lit. A 11^0.—, Cif. H 390.—, Rer» diuanös-Nordbclrn —Prar-Durer —, Anffig-T« plißer Et'enbahn 730.—. Neswmii-kr Zi'ckLrinduiirie S75.—. Verein, (klekirizität Wien 35. -. Brosche 195 —, Kolirer Spiritus 775.—, Kknipshvser Zement 7-5—, Breitfelö-l'onek 230.—. Binatzoster ^50.—. Simweringer 71.--, Boihkvsleletzer Textil 205.—, Alpine Montan 250 —, Pvldihütte 308. -. Prager Eprn 670.—. Sksda 333.—, Oesterr. Berg u. Kutten 899.-. Znwald 695.—. Brrdatzssttzr Börse. Budapest, 1. September. Die heutige Börse erosfmte in freundlicher Stimmung, flaute jedoch infolge der aus Wien gemeldeten matten Tendenzöe-richte und des dortigen VersorgllNflstages bals darauf ab, so daß die Schwerpapiere durchschnittlich um 1o00 und die leichten Werte u-m 100 Kronen rückgängig waren. Der'Verkehr der Kulisse war von Beginn an eng begrenzt und blieb bis zum Schlüsse ziemlich ruhig. Auch der Vankenmarkt verkehrte in schwacher Haltung. Der Metall- und. Mühlenmarkt war bei Eröffnung etwas levhafter, flaute aber im ioeiteren Verlaufe gleichfalls ab. Der Holzmarkt' tendierte ruhig. Auch der gemischte Markt, SHiffahrts- und Indüstriepapiere schlossen sich der allgemeinen Tendenz an. Berliner Tendenznachrichten belebten später das Geschäft, konnten aber an dem allgemeinen Bild nichts andern. Auf dem Eisenmarkt sind namentlich Ganz-Danubius-Aktien mit einem Eröffnungskurs van über 600.000 bervorzuhsben, die jedoch im weiteren Verlaufe gleichfalls nachgaben. «e> co l u v, fc n r f < : Ang. Krebst 4000.—,: Oeste»r. Kredit 1030.--, Blstis.4-1in«. Bank 840.—, Salgo Kohlen 38.250.—, Kimamuranver 12.475.—. Südbahn 5300 - .Staalsvahn S4.000. -. Sran.Gzaszvarer 21.000.-—, Oberung. Kohlen 26 OCO.—, Dräsche L'e-el 23.000.—, Ung. Allg. Kohlen 75.000-, Urikany Kohlen 33.500.- . Adtia 29.000.-, Elolilde check. Fabrik 10.300.-. Xne. Lisenbatznverkehr 44o0.—.. Anslobank —.—, Verein. Holz 41b.—, Koburg 9000.-, Spodwm 4350.-. Berliner B.orse. ^Berlin, 1 September. Die Entscheidung der Re'paratwnskommisslon wurde zwar nicht gleichmäßig beurteilt, führte aber schon im Lormittaasverkehr zu sehr beträchtlichen- Abschwächungen der Depisenkürse. Im Zusammenhang hiermit tendierte auch die Effektenbörse durchwegs schwach. Bon Iudustrieaktien erlitten hauptsächlich die schtvereu Montgnpopiere. Maschinenfabriks- und Chmnische Werte empfindliche-Verluste.'.Sehr bedeutend waren-die -Rückgänge in - Balutapapiercn', namentlich bei Mexikanern und Türken. Auch ungarische Papiere stellten sich westutlich niedriger. Deutsche Anleihen behauptete): ungefähr ih^ n Kursstand. Die Schwäche des In-dustriegkstemuarkres frtiU to/thcöiN br naai?n Sääicift t\ i iaatia UW'-tim au. ® d» 1 it h b w r {c: Türkische Lose 10.600.—, Oesterr. etaal-bakn 5415.—, Rordd. Lloyd 510.—. «er. Elbeschiff, fahrt 1600. Berliner Handelsaesettsckair 1600.—, Kommerz. Privat» dank 350.—. Darmstilbier Ba.ck 355.—. Deuts Bank 640. , Diskvntv-Kvckckaudit 47s.—. Dresdner Bank 375.—, National» dank für Deuischtanb —. Oesterr. Kredit 275.—, Oesterr. SSnberbank 695.-. Reichsbank 315.—. Wiener Bankverein 228.-. Wiener Ani»»bank 252 —, Allg. Llektrizi,a1r»Desekichast 790.—. Aochumer Tußstahl 2295.—, Da'mler.Motoren 490.—, Deutsch-Lmemduraer3190—, Deutsche Waffen u. Mun tion 2650.'-, Vhnamit Avbel 850.—, Felten & Suilleaume 11Ö0.—, Sellen» kirrkener Berg. 2352.—, Th. Goldschmidt 1300.-7-, Karpener Berg. 4800.—. Kitsch Kupfer 920.—. KSchster Harden 1100.—, Kohenloke-Werke N00.- Laurahütle 3399.—, Mannesmann» rSbren 1800.—. PHSnix Bergbau 2625.—, Eckuckert L Lv. 1055.—, Siemens & Kalske 1650.—, Telephon Berliner 725.—. Die Devisenkurse. Zürich. 1. Sepien der. (Devisenkurse. — Milgeleitt von der Schweizerischen Kredltanstall.1 ' Berlin 0.37 (0.30VS), Holland 205.25 (204.75). «r»-Dork 526— (526.-), London 23.47 (23.45), Paris 41.— (40.15), Ma land 23.05 (22.85), Brüste! 3830 (38.40), Kopenba«zen 11J2.50 (113.-,), Stockholm 139.50 (138.90), Ckristtana 88.- (8850), Madrid 81.76 (81.75). D'-enos Awes 189.50 (1«9.L0 . > raq 17.20 (17.30). Budapest 0.L5 (0.27'/,). 2 gram '1.40 (1.36), Sofia 3.— (3.-), Warschau 0.06 (0.06), Wien «eil —.007, (—.007,), Wien Ware —(—.—). Oesterr aest Kronen ' Geld-.cvv, (-.007«), Oesterr. gest. Kronen «are —»— —.-). - BerN«. 1. September. (Devisenkurse.) Wien altes —.— (-—.—), Wien abqestempelt 1.78 CAQS'fA Prag 3870.15 (5767.75), Budapest 55.93 (76M. Berlin» 1. September. (Kurse der Devisenzenirale.) Roten: Doll >r 1248.75 (1748.25). Pfund 5594.25 (7867.-). Stalienische 5619.25 l7392.50). Polnische 10.16^(19.50), Tscheche» slowakische 414575 <5661.25), Alle Lfierreichische —(-.-), Seperr. gestempelle 1.90 (1.95). , Vrog» J. Eeplembkr. (Devisenkurse. — Milgeleilt vom Bankamte des tlchecho-swwakischen Finanzministeriums.) Berlin 2.20 (1.677,), Zürich 583.50 (563 50>. Velsrrd 81.25 (31.50), Bukarest —(—.—), Wien 0.0337 (0.0375). Warschau 0.337* (0.347»), Agram —(-.-), Budapest 1.45 (1.35), Zugoslawrsche 31.25 (31.60), Oefterreirdische gestempelie Krone O.OZ37 - (0.03475). Polnische 0.33»/, (0.347*), Ungarische 1.45 (1.35). A«ster-«m. 1. September. (Devisenkurse.) London 11.447, (11.457 ), Berlin 0.187, (0.167°). Paris 19.65 (19.72»/,). Schweiz 48.81 (48.tz5), Wien 0.0087, Brief (0.0V4), Kopenhagen 55.— (55.15). Stockholm 67.95(68.—). Shrifliani« 43.— (43.25), Resr.Dork -256.50 (256.75), Brüssel 18.65 (18.95), Madrid 39.70 (39.85), Stallen 11.127, (11.25), Budapest 0.14'/, (-.-). teuct m Der Start. ' Aeltere Sportleute eriuuern sich .noch ganz gut an die Zeit, tit der die Vereine ausschließlich mit Freundschaftsspielen ihr Auskommen fanden. Es ist nun kein Zufall, daß der sprunghafte Aufschwung, den der Fußöällsport genommen^ hat, mit der Einführung der Meisterschaft zeitlich zusanlmen fällt. Die Meisterschaftsspiele, von deren Ausgang stir jeden einzelnen Verein eminent viel abhängig nehmen ungleich mehr das Interesse des P-Miftuns in Anspruch als die Begegnungen, die freundschaftlichen Charakter tragen.'. Aus diesem ^Grundef.betrachtet inan den ersten Meisterschastssonniag als den.eigentlichen Beginn der Saison, selbst wenn bsdeutendr internationale Treffen schon vorhergegLugen waren. Da der Klassenwechsel am . Ende des kommenden Spieljahres neu geregelt'ist. sieht man bereits denr Start in der Meisterschaft mit Spannung entgegen. Zwei gute Bekannte stehen einander in F. A. C. und Hakoah auf dem Sportplatz in' der Krieau gegenüber. Die Hakoah war die längste Zeit Gast aus dem Jlorivsdorfer Sportplatz nnd sieverließ erst diese Stätte, als ihre eigene Anlage sertigge-stelli war. Da -null die beiden Mannschaften des öfteren miteinander trainierten, so sind, sie .mit den Eigenheiten der gegnerischen Spieler ziemlich vertraut. Dieser Umstand verhalf den Floridsdorsern fast immer zu günstigen Resultaten, selbst'wenn man ihnen in den Spielen gegen Hakoah nur wenig Chancen einräumte. Auch im abgelaufenen Meisterschaftsjahr konnte die Hakoah inr Herbst nur einen 2:1-Sieg erringen und im Frühjahr schlug die stark' favori-, sierte Hakoah sogar nur ein. 2:2-Resultat heraus. Obwohl für dys morgige Treffen alle-Voraussetzungen für einen Sieg der Hakoah. vorhanden sind, so glauben wir doch' in 'ber Annahme nicht fehl zu gehen, daß das Treffen überlieserungsmäßig einen sehr heißen Kampf bringen wird, in dem beide' Parteien die gleichen Si-egesaussichten haben. Der jüdische Verein dürfte sich morgen bereits in kompletter Aufftellung präsentieren, obwohl' Scheuer, Gutinann und Gansl nicht : ganz hergestellt sind. Einiges Kopfzerbrechen verursacht der Sektionsleitung die Verwendung des vorzüglichen Flügelläufers Pollak. Durch die bedeutende Formverbrsserung Molnars, auf dessen Mitwirkung die Hakoah kaum wehr verzichten. Wird wollen, ist der Posten von Pollak ihesetzt. Vermutlich wird letzterer in die Verteidigung zurückgezogen iverdeu, um Schmer die , verdiente Ruhe zu gönnen. ' Die Floridsdorfer haben ihren vorzüglichen Stürmer Jszda verloren, der in die Schweiz übersiedelt ist.. In ihren Reihen sind nur wenige Spieler zu finden, deren Namen zu den-Sternen am Sporlhimmcl zn zählen sind. Sie haben Wohl, keine gle-ichlvertigen Konkurrenten für die Hakoah-Stars, doch ' ist die G-astmannschoft gut ausbalanciert, so daß sie als Kampfemheit hoch gewertet wenden kann. Da beide Vkannschaften vom Start gut werden weg kommen wollen, ist ein interessanter Kampf zu erwarten. . Schiedsrichter-Pntzciidoppi'er. Reserven Leutn-er. In Favoriten hat Rapid eine Zl-raftProbe zn bestehen. Der G-egner der Hütteldorfer, der S. C. Rudölfshügel, hat seinem morgigen Rivalen schon oft das Loben sauer gemacht. Erft im vergangenen Herbst hat Rudölfshügel über Rapid einen Ueberrafchungssieg von 3:1 Toren errungen. Auch im Herbst konnte Rapid nur mit Mühe und Not mit 1:0 Toren siegreich bleiben. Auch morgen werden die Hütteldorfer, denen noch nicht die komplette Mannchaft Mr Berfiigung steht, gegen die Rndolfshügler schwer zu kämpfen haben. Die starke Verteidigung und Deckung der Hans>herren erscheinen befähigt, dem. gegnerischen Angriff die Spitze bieten zu können, und die Stürmer der Favoritener, die einige Scharfschützen in ihren Reihen haben, könnten unter Umständen 'der Hütteldorfer Verteidjgnng, die schon feit längerer Zeit aitf nicht allzu festen Füßen steht, den einen oder anderen Treffer aiufpelzen. Wenn wir trotzdem gefühlsmäßig den Gasten die etwas günstigeren Si'egesänssichten einräumen, so lassen wir uns bei dieser Vorhersage von der UebdrÜeserung, nach der Rapid sich in wichtigen Entscheidungen fast immer mit Erfolg aus der Affäre gezogen hat, leiten- .Schiedsrichter Banvum. Reserven Az-n.per. ' -^ Das Debüt feiert nwrgen der W. A. C., der den Amateuren auf eigenem ' Platze entgegentritt, in der ersten Klasse. Dieser Aarlaß soll nicht ungenütztvorüber streichen, ohne daß wir den -alten Pratcrklub entsprechend würdigen. Zu Weihnachten vor zwei Jdhren, als der W. A. C. noch gut. im Rennen der Meisterschaft der ersten Klasse lag, brach im Vereür eine Krise aus. Fast sämtliche Spieler der ersten Mannschaft stellten an die SMionslertnng Forderungen, die letztere mit den. Amateur-Bestimmungen nicht in Einklang bringen konnte. Nach einer stürmischen. Vollversammlung, in der die revoltierenden Spieler mit ihren Forderungen nicht durchdrangen, erreichte die Krise ihren Höhepunkt. Fast die gesamte erste Mannschaft kehrte dem. Praterklub.den Rücken, so daß er in den folgenden M-eisterschastsspielen nicht mit Erfolg bestehen konnte.'-Obwohl der W. A. C. im Frühjahr 1921 die Erstk-lassigkoit verlor, verzagte die Sektionsl-oitung nicht! Mit ungebrochener Alraft. arbeitete' sie am Wiederaufbau ihrer reinen Amat-erirmannschaft. Der Erfolg blieb-nicht aus, da der W. A. C. gleich inr ersten Jahr der Zugehörigkeit zur zweiten Klasse den Meistertitel und danrit die Evstklassigk-oit znrücker-- . obern konnte. Der Prater'lnb hat dan'it den, Beweis erbracht,, daß. das, Festhalten an denr Amateurismus nicht nach abwärts führen nmß. Das Beispiel, das uns der W. A. C. gegeben hat, ist nnt Rücksicht auf unsere gänzlich ungeklärten Sportverhäli-- niffc bedeutungsvoll. Der Zufall wollte -es nun, daß der W. A. C. gleich -im 'ersten-Meisterschaftsspiel des heurigen Jahres mit feinem alten Erbfeind, dem Wiener Amateursportverein, znfammentrifft. Bis in die Anfänge des heimischen Fußballsportes reichen die Begegnungen zwischen .W, A. C. und den alten Kricketern, die die Vorläufer. der Amateure waren, zurück, und mit diesen.Spielen erreichte damals die Saison ihren Höhepunkt. Seit dieser Zeit habe>l sich tvo-hl die .Verhältnisse ganz gewaltig geändert und auch das sportliche Können hat sich zugunsten der Amateure verschoben. Trotzdeni steht -der Sieger im nwrg'igen Spiel keineswegs fest, doch ist ein energischer Widerstand der Praterm-annschaft nur dann zu erwarten, wenn ihre Verteidigung den Anforderungen gewachsen ist. Schiedsrichter Kapperl. Reserven Kollar. Nur einen Punkt hat der Wiener Sportklub in den beiden Treffen des Vorsahr-e-8 gegen Wacker nach, Hanse bringen können. Im Herbst en.dete -das Spiol 1:1 unentschieden und int Frühjahr blieben die Meidlinger mit 2:0 Toren siegreich. Auch diesmal stehen die Chancen der Dornbacher nicht allzu, günsftg, vwbei noch in Rechnung zu ziehen ist, daß das Treffen auf dem Waüer-Platz stattfindet. Die Ddrrrbacher haben wohl auf ihrer Sommerreise recht gute Resultate erzielt, doch erscheinen uns die Erfolge, die Wacker in .Deutschland und in der Schweiz errungen hat, als die werlvolleren. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß die Meidliuger einen knappell Sieg erringen werden, doch erscheint uns ein Erfolg der Gegner als nicht ausgechlossen. Schiedsrichter Pveßler. Reserven Leinweber. , In mäßiger Verfassung präft'.ltierteu sich'heuer Simmering und H-"'ha, die ciivanbe* aus dertl Simmeringer Platz eutgegentreten. J-m Vorjahr hatt« die Hertha einen glänzenden Start und es gelang ihr auch irr Frühjahr, ihteu morgigen Rivalen mit 4:2.Toren'zu bejregeu Die Sinnneringer bildeten während des ganzen Herbstes . di Nachhut und sie erschienen auch um die Mitte des Frühjahr! als der erste Abstiegskandidat. Da setzten die Simmeringer plotz sich zum Endsport ein und es gelang ihnen, fast.sämtliche Gegne> aus dem Felde zu schlagen. Hertha hingegen fiel immer meh zurück, so das; die Favoriteiier am Ende des Jahres, sich mi einem bescheidenen Platz im -Mitteltresfen begnügeü mussten Die beiden Vereine spielten damals 2:2 unentschieden. Ng<! den zuletzt gezeigten Leistnllgen kann man miteiniger Berech . trgung auch im morgigen Kampf ein unentschiedenes Ergedni erwarten. Hält man sich aber den Verlauf der vergangene! Meisterschaft vor Augen, dann ist mau geneigt,, der Hertha de Vorzug zu geberi. Schiedsrichter Grünbcm-m. Reserven Lieber?