Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1216 (20.6.1922)
- Date
- 1922-06-20
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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X -srr. **«o «KCl», Si/lCKVlUSJ ssnntct rvLWSsnzenMtz lU'Sunt: 19*22 Seite 7 tust war sehr gering. Sowohl hie Kulisse als auch der Schranken lagen stau. In der Kulisse konnten nur Staatsbahn-Mtien zum Schlüsse das Eröffnungsniveau erreichen. Die übrigen Papiere neigten infolge der starken Besserung der österreichischen Krone andauernd zur Schwäche.,Im Schranken erlitten die schweren Industriewerte die größten Kursverluste, so Ganz Danubius-Amen, die sich über 10.000 K. niedriger stellten. Auch die leichteren Jndustriewerte gaben ziemlich erheblich nach, besonders Spezial- und Holzwerte. Gegen Schluß trat eine gewisse Lebhaftigkeit zu Tage, ohne daß es zu bemerkenswerten Erhöhungen gekommen wäre. ANf dem Valutemnarkte war die Haltung infolge , der höheren Züricher Kronennotierung flau und wurden' sämtliche Valuten zu-schwächeren Kursen gehandelt! Dollar konnten sich gegen Schluß um 11 Punkte erholen. Eine feste Haltung zeigte nur die österreichische Krone, die bis 7— im Kurse anzog. Auf dem Devisenmärkte war der Verkehr bei vorwiegendem Angebot gering. . S ch l u s; k urs e: Ilng. Kredit 7800.—. Oester. Kredit - 680.-. Britiscd-Ung. Bank 810.-, Salgo Kohlen 9850.-, Rimamuranyer 3100.—. Siidbahn3250.—, Staawbahn 18.500.-, Gron-Szaszvärer 5500.—, Oderurg. Kohlen 8800.—, Draiclie Ziegel 8700.—. Ilng. Mg. Kohlen 17.500.—, Urikany Kohlen 9100.—, Adria' 11.400.—, Cloiilde chem. Fabrik 3700.-, ttna. Eisenbahnverkehr 2725.—, Anolobcmk 1650.—, Verein. Kotz 350.—, Kvburg 2800.—, Spodium 1875.-. Berttner Börse. « Berlin, 19. Juni. Die Devisenpreise stiegen anf die nnunstige Beurteilung der Reparationsfrage und wegen Befürchtungen einer politischen Krise ziemlich beträchtlich. Auch zeigte sich starker Bedarf der Industrie. Auf dem Aktienmärkte blieb eine entsprechende Wirkung aus. Hier herrschte vielmehr eine gedrückte Stimmung, wobei die Ursache neben innerpölitischen Besürchungen auch Besorgnisse hinsichtlich einer weiseren Geldverteuerung bildeten. Die' Kurse gaben meist 10 bis 30 Prozent nach. Auch Schiffahrts-Aktien neigten zur Schwäche. Bankpap'iere konnten sich bei geringen Umsätzen behaupten. , Auf dem Anlagemarkte blieb die gute Meinung für türkische Werte bestehen. Ungarische Werte waren gut behauptet. Von Valutawerten stellten sich Mexikaner und Lissaböner beträchtlich höher. Deutsche Anleihen schwankten um Bruchteile eines Prozentes.- * ■ Sch l u tz h u rfe: Türkische Lose 2680—, Oesterr. Slaaisbahn 1230, Nordd.. Lloyd 2°6.—, Der. Elbcschifffahr.t 680, Berliner Kandelsgesellschaft 478.—, Kommerz. Privatbank '302, Darmstödter Bank 290.--. Deutsche Bank 560.—, Diskvnto-Kommanüit 421.—. Dresdner Bank 315^—, Nationalbank für Deutschland 2S2.—. Oesterr. Kredit 83.18. Oesterr. Länderbank 174.75, Reichsbonk 220.25, Wiener Bankverein 67.28, Wiener Unirmbank 69 75, Allg. Eleklriziiäts-Gesellschast 634.—. Bochumer Gußstahl 1080.—, Da'mler-Moloren 435.—, Deutsch-Luxemburger 98i-.— Deutsche Waffen u. Muntion 1368—, Dynamit Nobel 621.—. Felten & Guilleaume 755.—, ©eilen» k'rchener Berg. 1020.—, Th. Goldschmidt 780.—, Karpener Berg. 1800.—, Kirsch Kupfer 665.—, höchster Farben 631.—, Kohenlohe-Werke 715.—, Laurahlitle 2087.50, Mannesmcmnrötjren 1110.—, Phönix Berabau 1176.—, Schuckert L Co. 631.—, Siemens L Kaiske 978.—, Telephon-Berliner 478.—. Prager Börse. Prag» 19. Juni. Die Börse zeigte heute eine schwächere Tendenz, da ein starkes Sinken der tschechischen Werte an der Wiener Börse erwartet wurde. Durch Vorverkäufe der Arbitrage waren-.stärker..aedrückt. Alpine-, ..Poldi-, Eisen-,, Ringhoffer-». Jlsiväld- und Koliner Spiritus-Aktien. Auch Böhmische HMdcls--, ' Böhmische Zucker-, Rothkosteletzer- und Olleschauer- Aktien stellten sich niedriger. Eine. Ausnahme bildeten nur Böhmisch-mährische, Kroatische Zucker- und Oesterreichische Berg- und Hutten-Aktien, welche ihren Stand gut behauptet! konntet!. Von Verkehrswerten besserten sich Büschtiehraher Lit. B. und Prag-Duxer-Aktjen. Der Bankenmark lag, sehr ruhig. Türkenlose gaben im Kurse nach. .Von Anlagepapieren 'sprachen sich. Staatsanleihen, Meliorations- und Eisenbahnschuldverschreibungen sowie mährische Werte fester aus. Dagegen waren 4prozentige böhmische Kommunal- und öprozentige mährische Äandesanleibe angeboten. Exoten neigten größtentells.zur Schwäche. SchönprieseNer und chemische, Aktien waren stärker rückgängig. Helios konpien sich behauptend Im weiteren . Verlause bildete sich infolge der beträchtlichen Schwankungen au der Wiener Börse eitle sehr unregelmäßige Tendenz herarrs. Der Schluß war abgeschwächt. Aus dem Devisenmärkte stellten sich die Kurse durchwegs niedriger, nur New-Dörk lag fester. Jrn freien Verkehre war die Knrsbildung keine gleichmäßige. 6 cft 1 u ft it u r f e: Türk. Liienbahn-Anleihe 400 Franken 370.—, Böhm. Unionbank 419.—, Böhm. Eskoinvtebank 899.—, Böhm. Industrialbank 458.—, Zivnvsienska Banka 4i3.50, Anglobänk 91.—, Oesterr. Kredit 44.—. Oest-rr.-Ungar. Bank —. Wiener Unionbank —, Wiener Bankverein 39,—, Buschliehrader Eisenbahn Lit. A —, Lit. B 420.—, Ferdinands Nordbahn —.—, Prag-Duxer 208.—, Ausstg-T^vliher Eisenbahn —. Nestomiher Zuckerindustrie 985.—, Verein. Elektrizität Wien —.-. Brosche 845.—. Koliner Spiritus 840.— Königshojer Zement 730.—, Breitfeld-Danek 368. Vinohofser 750.—. Simmeringrr 95.—» Äotkosleietzer Textil 365.—, Alpine Mpnlcm 4S8.—. Poldihüite 385.-. Prager Eilen 806.—, Skoda —, Oesterr. Berg u. Hütten 1015.-, Snwald 1020.-. Die Devisenkurse. Zürich, 19. Juni.' (Devisenkurse. — Mitgeteilt von der schweizerischen Kreditanstalt.) Berlin 1.89 fl.63), Kolland 204.50 (204.10), Ntw-Pork 5?7‘50 (526.85), London 23.35 (23.44), Paris 45.30 (45.92), Mailand 25.62 (26.15), Brüssel 48.25 (43.50), Kopenkogen 113.25 (113.75), Slockholm 135.50 (136.-), Ckrjstikimo 90.44 60.10), Maür.d 62.30 (82.50). Buenos Aires 188.- (189.50). Drag 10.10(10.05).Budapest— .54(—,52Va), Aaram 1.777.(1.80), Sofia 3.50 - (3.50), Warschau —.12 (—.127,). Wien Geld -.037, (-.037,). Wien Ware —(-.-), -Oesterr. gest. Krvyen Geld—.037s (—.037,)» Oesterr. gest. Kronen Ware . Berlin, 19. Juni. (Devisenkurse.) ' - Wien.altes —(—.—), Wien abgestempelt L.307s (2.03). Prag 627.20 (622.20). Budapest 34.20 (33.70). Berlin» 19. Juni. (Kurse der Devisenzentrale.)' Boten: Dollar 325.65 (321.65), Pfund 1411.- (1492.50), Italienische. 1595.25 (1598.25), Poiniirhe 7.45 (7.35). Tschechoslowakische 623.25 (614,25), Alte österreichische—.— (—.—), Oesterr. gestempelte 2.477«, (2.327,). Prag» IS. Sunt. (Devisenkurse. — Mitgetetlt vom Dank» imle des tschecho-siowakischen Finanzministeriums.) Berlin 15.85 (16.40), Zürich 988.— (991.-). Belgrad /I.— (71.25), Bukarest -.- (—.—), Wien 0.317, (0.287A Warschau 1.09 (1.09), Agram (—;—), Budapest 5,3a (5.—), Zugoslawlsche 71.— (71,25), Oesterreichische gestempelte Krone 0.367» (0.28). Polnische l.DL <1,09), Ungarische 5.50 (5.—). 1 « Die Ereignisse der letzten Woche. Dw Hakoah hatte' in Graz einen sehr guten Tag. In Höchstform befand sich Gansl, der drei Tore, auf sein Konto brachte. Auch die übrigen. Stürmer, mit Ausnahme von Kliegler, befriedigten restlose Gansl und Grünfeld scheinen sich, aus tiefem Boden viel Wähler zu befinden als auf trockenem. Gansl bekundete ein Schußverrnögen, das allgemein überraschte.' Pollak, der. als Verteidiger spielte, erlist wellige Minuten vor Spielende eine Prellung der linken Hand, .die ihn zwang, abzutreten. . . , Sturm (Graz), sollte. eine/ ambitionierte, flinke und ansprechend kombinierende Mannschaft ins Feld. Es ist ganz gut begreiflich, daß zahlreiche Wiener Vereine gegen sie in Graz unterlagen. Der beste Mann der Einheimischen war.der Verbindungsstürmer Doller, -er eine gewaltige Stoßkraft besitzt. . Sludsky spielte diesmal mit viel Erfolg linker Läufer. Dieser sympathische Fußballer erlangt .zusehends feine ulte Form. Die Grazer Hakoah bereitete ihren Wiener Gesinnnngsgenossen einen überaus herzlichen Empfang. Beim Bankett waren zahlreiche jüdische Honoratoren der steirischen Hauptstadt anwesend. Die Senioren der Hakoah spielten, in Graz recht gut. Am besten gefielen Zwicker, Präger, Burian, Nußbaum, Walter, Graser und Wertheimer. Eine, recht heitere Episode trug sich im. Wettspiel Hakoah- Senioren—Hakoah (Graz) zu. Präger, der linke Verteidiger der Wiener,.ist ein sehr korpulenter Kämpe. Eine sehr energische Bewegung dieses Spielers brachte die Ho.se zum Bersten, so daß Präger hilfesuchend um sich blickte. Ein findiger Kopf fand sofort .eine Lösung für dieses Problem. Rasch entschlossen schlüpfte der Retter ans seinem Gummiregenmantel, und reichte ihn dem Hilfsbedürftigen. Letzterer nahm die Gabe dankenan und spielte, in dieser ungewöhnlichen Bekleidung steckend, lustig weiter. , Der alte Internationale Professor Schwieger spielte am Samstag in der Reserve des Wiener Sportklubs gegen Wacker. 2. Im Treffen, das 2:2 endete, erzielte Professor Schmieger das. ausgleichbringende Tor. . Feig! Wacker) spielte gegen Sportklub überragend. Wir haben noch selten eine derart vollendete Leistung auf Wiener Boden gesehen, . (; , Der Wiener Sportklub spWe vom Beginn des Treffens gegen. Wacker sehr nervös. Sein-Angriff konnte sich nicht finden, da die robuste Verteidigung der Meidlmger die gut angelegten .Mionen im Keime erstickte. Die ständigen Umstellungen verminderten die Schlagkraft der Dornbacher zusehends. Je aufgeregter der Sportklub wurde, desto mehr schwoll dem S. C-. Wacker der Kamm, . Huber, der linke Verteidiger von Wacker, ist energisch, stoßsicher und anfopferwd, doch fehlt ihm Ruhe und Uebersicht. Nesch war vor der Pause derart schwach, daß er mit Pellet den Postell, tauschen mußte. Nach Seitenwechsel erreichte Resch wieder seine geivvhnt gute Form. Kailich, der Ersatzmann für Kowanda, führte sich in der ersten Mannschaft sehr gut ein. In ihm scheint Wacker ein bedeutendes Stürnlertalent gewonnen, zu haben. Brandstätter befindet sich derzeit keineswegs in Höchstform. Deshalb ist es um so unbegreiflicher, daß die Flügelläufer ihm die meisten Balle Zuspielen. Schlosser und Stchskall sind sehr stoßsicher. geworden, nur läßt ihr taktisches Können noch zu wünschen übrig. Insbesondere Stejskall leistete sich einige Schnitzer. Auf jeden Fall ist aber die Verteidigung der Hütteldorfer bedeutend besser als früher. - Bauer ist derzeit nicht gut. Seit, seiner Verletzung ist er sehr ängstlich geworden, so daß ihm Neubauer vorzuziehen ist. Rapid'trat in den letzten Spielen immer nach der Pausa in frischen Dressen an. Diese Maßregel erscheint uns als vollkommen begründet, da vom körperlichen Wohlbefinden die Ausdauer einer Mannschaft abhängig ist. Eine Glanzleistung vollbrachte der M. T. K.-Tormann Kropaesek. Nur ihm hatte es der ungarische Meister zu verdanken, daß er keine empfindlichere Niederlage erlitt. Opata konnte als Mittelstürmer nicht gefallen, am linken Flügel fand er sich hingegen weit besser zurecht. Auch Braun war den Anforderungen eines Mittelstürmers nicht gewachsen. Nach Ansicht det ungarischen Schlachtenbummler wäre höchstens Molnar befähigt, den verwaisten Posten Orths einzunehmen. Auffallend ist der Gegensatz, der sich in der, letzten Zeit in puncto Disziplin zwischen Publikum und Spielern geltend macht. Während die Mannschaften auch nicht ganz verständliche schiedsrichterliche Entscheidungen meist ruhig hinnehmen, tobt und brüllt der Anhang der meisten Vereine-bet jeder, auch der gerechtfertigsten Entscheidung. Besonders, krasse Beispiele boten die beiden Wettspiele der letzten Woche, Rapid—Slavia und W. A. F.—Wiener Sportklub, in der die Parteigänger der je wcils siegreichen Mannschaft in Demonstrationen gegen die Schiedsrichter Seemann und Retschury ^l) sich nicht genug tun konnten. Alle fünf Slavia-Stiirmer besitzen vollendete Balltechnik itttth höchst entwickelte Körperbeherrschung, und aus, der Gegenseite stand in Bauer ein Spieler, der ihnen in'diesen Beziehungen nicht im geringsten nachsteht, aber keil! einziger von diesen sechs Leuten vermag seinem Spiel auch nur annähernd die indi- “v zu geben, die in so hohem Maße dem Können unseres Fischeras anhaftet und diesen vielleicht zu einem der ' besten Sturmer des Kontinents stempelt. Uridil ist wieder in Form. Auch gegen Slavia brachte er Nicht nur seine Durchschlagskraft voll zur Geltung, sondern auch seine Leistung im Felde ist außerordentlich hoch anzüschlagen. Kuthan ist auch in seinen Verelnsspielen. fast nur mehr der Manager liridils. Nach links sucht er fast ute Anschluß und da er hier in Bauer keinen so selbstlosen Partner hat, wie ihn ' Fischern im letzten Länderspiel abgab, so-klafft, zwischen den beiden Teilen des Angriffes zeitweise eine bedenkliche Lücke, ein Umstand, der vor allem ans die Leistungen KnthansUnd Bauers selbst drückt. ' Cttpek, dem„Ersatzm'ann" Mazals, stellte in Wirklichkeit Extraklasse' dar, und ist nach dem/ was wir bisher von Mazal zu sehen Gelegenheit hatten, vielleicht sogar über diesen zu stellen, um so -mehr auch er äußerst durchschlagskrastig ist. Brandstätter „schwamm" gegen Slavia ganz gehörig. Man sah dieslnal deutlich die Grenzen seines Könnens.- Er rackerte sich wohl ehrlich, stand aber dem präzisen -Kombinationsspiel des tschechischen Jnnentrios nahezu hilflos gegenüber. Erst als ' gegen Ende des Spieles seine eminente Ansdauer zur Geltung kam, vermochte er sich einigermaßen durchznsetzen. Fischer«, der im'Länderspiel gegen die Schweiz ein ünge-" heures Arbeitspensum erledigt hatte, vermochte am Dienstag im Cupspiele seine Leistung womöglich'noch' zu überbieten, ohne die geringste Ermüdung zu zeigen. Wohl hatte, er. diesmal, eine Halvesreihe hinter sich, deren Gesamtleistung wohl etwas höher zu werten wäre als die der Teamdeckung, aber seine Partner im Angriff waren trotz ihres relativ guten Spieles doch unzulänglich. Das Stoßen rnit dem Kopfe ist ein-beliebter Trick unfairer Boxer. Aus diese hier allerdings unbeabsichtigte Art wurde Chrenka Knock out geschlagen, als er und Kantner gleichzeitig Köpseln wollten; da er nicht unerheblich verletzt wurde, wird'er längere Zeit pausieren müssen. Glücklicher war Kantner, der in des Wortes wahrster Bedeutung mit einem blauen Uuge davoü. kam, das mehr seine Schönheit als seine Spielstärke beeinträchtigte. Neuhold, der gegen seinen Willen längere Zeit dem Spielfeld fern bleiben mußte, bedeutet für den Hertha-Sturtn eine, wichtige Verstärkung. Er war der eigentliche Lenker, des Angriffes im Spiel gegen Vienna, und riß seine Nebenleute, obzlvar er nach kurzer Zeit verletzt wurde, immer wieder nach vorne. Das von ihm erzielte Tor war ein Kabinettstück blitz-- fchneller Entschlossenheit. Er nützte ein momentanes Zögern der Vienna-Verteidigung kaltblütig aus unk Placierte den Ball neben dem herauslaüfenden Tormann in die Ecke. . : Am meisten Unterstützung fand Neuhold' an dem Neuling Hvly, der sich durch sein gutes Spiel wohl endgültig seinen Platz in der ersten Mannschaft sicherte. Hingegen konnte Richter,« der vorzügliche Rechtsaußen der Favoritner, als Verbindungsstürmer nicht recht zur Geltung kommen. Am meisten Lärm machten auf dem Hertha-Platz die Besucher des. Sirmneringer Sportplatzes, deven laute Kundgcb)tngen in Favoriten deutlich vernehmbar waren und einen Sieg Rapids im Spiel gegen Slavia erwarten ließen. In schwere Verlegenheit kommt die Vienna durch die Verletzung Chrenkas, da sie die Schlußspiele um den Cup ohne geeigneten Mittelläufer bestreiten muß. Weber konnte ihn wohl vollwertig ersetzen, zog es aber bisher vor, in der alten HerreNluannschaft zu spielen, anstatt die erste Garnitur zu verstärken. Musterhaft verhielt sich das Hertha-Publikum, daß die zahlreichen „off side"-Entscheidungen, die infolge des von der Vienna geübten „One back"-Systenrs gegen die Favoritner erfolgten, ruhig und mit großer Regelkenntnis hinuahm. Sparta und Rapid stellten an den N. Oe. F. das Ansuchen, ihr Wettspiel von Schiedsrichter Retschury leiten zu lassen. Der. N. Oe. F. beschloß» dieses Ansuchen an das Schiedsrichterkollegnun weiterzuleiten. Die Meisterschaft, die am 2. Juli hätte abgeschlossen sein sollell, wurde in?lnbeiracht, daß dies nicht durchführbar sei, bis zum 16. Juli verlängert. An diesem Tage müssen alle Meisterschaftsspiele ausgetragen sein. Oesterreichs Länderspiele im Herbst sind: 17. Septernber gegen Ungarn in Wien, 15. Oktober gegen Italien in Wien, 26. November gegen Ungarn in Budapest. - Der Fall Travers, In der gestrigen Sitzung des N. Oe. F. fielen gegen das Vergehen der Vienna, die den auf lebenslänglich disqnalisizierten englischen Professionalspieler im, Spiel gegen V. A. C. (Budapest) ausgestellt hat, die schärfsten Worte. Der N. Oe. F. verurteilte die Vienna zu einer Geldstrafe von 2 Millionen-Kroüen. Weiters wurden das Präsidlünc und die Fußballsektionsleitnng anf sechs Monate aller Funktionen im Verein enthoben. .Miiuchrn 1860 besiegte im zweiten Treffen auf Prager Boden Union Zizkov 3:1 (0:0). Die Krakauer Auswahlmannschaft besiegte Donnerstag auf.eigenem Boden das Lemberger Teanr 3:i. ’ Sportplatz Wacker. Weigls Dreherpark XII., SchÖnbrannerBlrasso 807,. Strasaenbahnlinlo 8, 63, 57, 167,1. Sonntag, SS. Juni 1922, 6 ilhr * Meisterschaft vorher die Reserven