Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1216 (20.6.1922)
- Date
- 1922-06-20
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Wi«W MoWsnzeUüg. SO. Juüi 1922 Seite 5 Kr. 121G , , Mett, Dienstag Hm Wiener Stadttheater wird heute die dreiaktigc komödie von Wilhelm Scholz; <„Der We.ttl auf mit.bent. a 111* n" zuin erstenmal gegeben. Im Raimund-Theater gelangt Donnerstag die Posse |tlt Gesang „Die Liebe geht um" von Robert Bodansky Md Bruno Hardt-Wärder, Musik von Robert Stolz, zur Ur° iufführüng. Franz Glawatsch und Pep: Glöckner spielen' die *>autrollen; weiters sind beschäftigt: die Damen Emmy Förster, didrienne Getzner, Güsti Liedermann und Finui Wernitz und die Herren Louis Böhm, Oskar Homolka, Eduard Loibner, Alfred Feugebauer und Karl Stepanek. Robert Stolz wird die Preniere selbst dirigieren.' Die' Vorstellungen beginnen von diesem Tag an um halb 8 Uhr. ' Im Lustspieltheater wird das "Dreimäderljaus" vorbereitet und gelangt, von Direktor Emil Guttmaun üszemerü Ende dieser Woche zur Erstaufführung. Für diese vnrde Herr Kammersänger Artur Preuß in der Rolle des Schubert gewonnen. Das Hannerl spielt Fräulein Lollh Bürge, Demoiselle Grisi—Frau Therese Tautenhain, Tschöll—Herr - i^rossarh vom Operettentheater in Köln, Baron Schober- Gustav Werner, Vogl—Herr Beckmann vom Opernhaus Mannheim, Felix Dombrovsky—Novotny. Musikleitungk Kapellneister Otto Groß. Das Leichenbegängnis Karl Blasels. Altlneister Karl Blase! wurde, gestern nachmittags unter großer Beteiligung aus Theater- und Kunstkreisen und im Beisein vieler persönlicher Freunde und Verehrer seiner Kunst 51t' Grabe getragen. Der Direktor des Raimund-Theaters, Herr Dr. Rudolf Beer, ersucht uns um die Feststellung, daß die von einem Montagblatt gebrachte Nachricht, er bewerbe sich um die Direktion der Neuen Wiener Bühne, nicht den Tatsachen entspreche. Salzburger Festspiele 1922. Der Kartenverkauf für -ie Veräustaltungen der Salzburger Festspielhausgemeinde in Salzburg vom 13. bis zum 29. August hat in Wien an der Kasse der Konzertdirektion Gutmann und an den übrigen Kartenverkaufsstellen des In- und Auslandes unter großer Beteiligung des Publikums bereits begonnen. Die Festspiele beginnen am Sonntag den 13. August 'mit der Uraufführung des „Salzburg e r großen W e l t t h e a t e r s" von Hugo H 0 smannsthal, inszeniert von Professor Max Reinhardt im Innern der alten nach Plänen dorr Fischer von Erlach erbauten Kollegienkirche. Weitere Aufführungen , dieses Stückes finden an allen folgenden Tagen bis einschließlich 21. August statt. Beginn 7 Uhr abends. Die Wiener Staatsoper eröffnet .ihr Gastspiel unter Mitwirkung, von auswärtigen Gästen wie Barbara Kemp (Berlin), Elisabeth Rathberg und Richard Tauber (Dresden) am Montag den 17. August im Salzburger Stadttheater. Zur Aufführung gelangen je viermal „Don Juan", „Cosi fan tutte", „Figaros Hochzeit" und „Entführung aus dem Serail". Musikalische Leitung: Richard Strauß und Franz Schalk, die auch die beiden Orchesterkouzerte am 16. und 20. August, dirigieren, bei denen Selma Kurz, Eugen d'Albert und Adolf Busch Mitwirken,.^ ~vr.: . . .. . 1 , Eine neue Wiener Zeitschrift: Das erste Heft des „Z 0 i.t'g e i ft", ein Blatt des Kulturbundes, ist soeben im Berlage der „Wila" erschienen. Das geschmackvoll ausgestättete. Heft ist sehr reichhaltig. Es enthält unterwanderen Beiträge . von Karl Anton Roh an, Robert Müller, Oskar H. Schmitz, Erich Wolsgaug Korngold und Franz Karl Ginzkiy. Ahnungslosigkeit oder Ulk? Der norwegische Staats-. minister B o g t der zurzeit in London weilt, hielt im Verein der Börsenmakler einen merkwürdigen Vortrag. Er knüpfte an die Kritik einer Vorstellung der „H e d d a Gable r" an, die ihm zu Gesicht gekommen war und an deren Schluß er die Bemerkung gesunden hatte: „Was für ungemütliche Leute müssen die Skandinavier zur Zeit, da Ibsen seine Stücke schrieb, ° doch gewesen sein!" Dazu machte der Herr Minister die folgenden Bemerkungen: „Ibsen war zweifellos ein sehr großer Dramatiker und ein hervorragender Schriftsteller. Aber ich möchte an die Anwesenden, von denen ja viele den-Norden besucht haben,-doch die Frage richten, ob sie dort Typen getroffen haben, wie sie in „Hedda Gabler" vorgeführt werden. Haben jemals Damen, mit denen sie in Schweden, Finnland oder Norwegen bekannt geworden sind, auf Sie im Garten geschossen (Heiterkeit), oder trafen Sie irgendwo Herren, die mit Weinlaub im Haar Herumliesen und sich eine Pistolenkugel in. den Mund, in den Leib oder sonstwohin schossen? (Erneute Heiterkeit.) Ich meine, wir müssen der Phantasie des großen Schriftstellers, der den größten Teil seines Lebens einsam und rabgeschlossen im Ausland und nicht im Norden lebte, manches zugute halten." Was man dein Herrn Minister zugute halten M? Hoffentlich bloß einige vortreffliche Weinflaschen, die er ür dieser denkwürdigen Rede genoß. ' ' Künstlerruhm nach dem Tode. Man schreibt uns aus München: Hier ist jetzt die Ausstellung der Werke eines Malers zu sehen, der zeitlebens mit materieller Not zu kämpfen hatte und unbeachtet'blieb. Sion Longley Wenban, ein geborener Amerikaner, kam als junger Mensch nach München und 'W auf dem Gebiete landschaftlicher Radierung ganz Hervorragendes geleistet,-wenn auch seine schlichte, ursprüngliche Kunst auf dem Kunstmarkt nicht auffiel. Einige seiner Blätter er- ' innern sogar an Rembrandt. Die NachlaßauZstelluttg ist überaus reichhaltig. Man sieht interessante Versuche des Künstlers aus der alten Heimat, darunter Motive ans Cleveland in Ohio, wo Wenban seine Kindheit verbrachte. Unter den in München entstandenen Werken sind Bilder aus dem Münchner Strüßenleben, aus dem Isartal» vom Starnbergersee und ganz besonders sein „Pferderennen auf dem Oktoberfest" bedeutende Schöpfungen. Auch Aquarelle des Künstlers sind vollwertig. Um das Nachlaßwerk des töten Malers müht sich Professor Weigmann,'der ein Büch über Wenban veröffentlicht hat. Mn fahrendes Theater für 80W Zuschauer. Der englische TheaterdirektorCöoch ran. errichtet ein fahrendes T h e a t e r, das zur Beförderung einen eigenen^ aus zirka 60 Wägen bestehenden Sonderzng benötigt. In etwa zwölf Stünden soll das Theater fix Und fertig aüfgebaut werden können. Der unternehmungslustige Direktor hofft, auf . dieser Bühne so großen^ Aufwand erfordernde Stücke, wie zum Beispiel Shakespeares „Heinrich der Fünfte" anfführen zu können. Der Thespiskarren soll in zwei Teilen konstruiert werden, und zwar kann ein großes Theater, mit rund 6000 Sitzen und ein kleineres mit 2000' Sitzen, je nach Bedarf, anfgebaut werden. Der Theqternnternehmer will mit seinem fahrenden Theater eine Reise um die Welt ausführeu. , Jüdische Sprichwörter und Redensarten. Gesammelt und erklärt von Ignaz Bernstein. Diese mehr als 400 Seiten starke Arbeit des vorzüglichen Kenners jiddischen Volkslebens gibt die umfassendste Uebersicht über das Wachsen und Leben der jüdischen Volkssprache. Der vornehm gebundene Leinenband in Lexikonformat darf in keiner Bibliothek fehlen. Preis 80p Mark.. Buchhandlung R. Löwit (Dr. Präger), 1. Bez., Notenturmstraße 22. . < ). >. , GerichtssaaL. Der erste Südbahnprozetz. Das Unternehmen um 25 Millionen bestohlen. Gesten: begann vor einem Schöffensenat des Straflandrsgerichtes'2 ein mehrtägiger Prozeß gegen sieben Beamte der Südbahn, welche durch Betrug und Diebstahl die Südbahn um mehr als fünfundzwanzig Millionen^ Kronen geschädigt haben. Neben dem Revidenten Karl Töpfl, dem Revidenten Alois Merth und dem Oberrevidenten Ottokar L e i n w e b e r werden sich der Oberrevident Heinrich Kliche, der Bahnmeisteradjunkt Johann Berka, der Öberrevident Oskar Fischer und der Bahnmeister Ferdinand C e mp y r e k als Angeklagte zu verantworten haben. Der größte Teil der Verfehlungen fällt den drei ersten Beamten und unter diesen wieder dem Karl Töpfl zur Last. Karl Töpfl ist gleichsam her Mittelpunkt 'der Kreise, in die seine sechs Mitangeklagten miteinbezogen sind und die Verfehlungen, die ihm zur Last gelegt werden, die er vom Jahre 1913 an bis zun: Jahre 1921 begangen hat, lassen sich in drei Gruppen gliedern. Falsche Rechnungen. Karl Töpfl hatte als Beamter der Kusgabenkontrolle einlangende Rechnungen zu überprüfen. Wenn er sie mit der Stampiglie: „Geprüft und journalisiert B. E. S" versehen weiter gab, wurde:: sie ausgezahlt. Diesen Umstand benützte nun Karl Töpfl und hat entweder Rechnungen von Firmen, die tatsächlich Lieferanten der Südbahn waren,, für sich drucken lassen, die Rechnungen ausgesüllt, mit dem * LiquidierüngsMnpel 'versehet üntr dänN' Ms Geld für sich behoben oder er hat Firmen erfunden, wie zum Beispiel eine Bauschnittholz- und Schwellengesellschaft m. b. H", deren Rechnungen er einreichte und bezahlen ließ oder er hat dazu Rechnüngsformulare von Firmen benützt, deren Gründer und Teilhaber er war. Im Jahre 1918 gründete er die protokollierte Firma „Töpfl ünd HMalek" (Holzhandel), 1920 die Firma ,/Töpfl, Trost u. Co." (Reparaturen von Autonrobilen und Motoren), 1921 die Holzhandclsfirma „A. Fürnschlief und Co.". Der Schäden, den die Südbahn durch diese Machenschaften erlitt, betrug zn einer Zeit, in der unsere Valuta vollwertig oder fast vollwertig war, das ist bis zun: Jahre 1917, mehr als 350.000 Kronen. Gestohlene Schwellen. Durch seinen Teilhaber Dr. Leopold Tr ost kam Töpfl mit den: „Brunner G e w erb ela g er" in Verbindung. Er erlvarb einen Anteil und erhielt dadurch das Stecht, auf dem Gewerbelagerplatz eigenes Gut eiuzulagern. Er hatte erfahren, daß das Gewerüelager angeblich eine Schwellenlieferung für ein . zu erbauendes Schleppbahngeleise bekommen werde. Mit Hilfe der Mitangeklagten Alois M-e'rth, Ottokar Leinweber . und Oskar Fischer hat er aus den Schwellenvorräten der Südbahn über 4000 Schwellen auf seinen Lagerplatz schaffen lassen und er sorgte dafür, daß die Märke der Südbahn unkenntlich gemacht wurde. Der Abgang der Schwellen wurde in den Lagerbüchern durch falsche Eintragungen verschleiert. Als'er dann später Schwellen zum Kaufe ausbot, kam einem Käufer die Sache verdächtig vor. Er fragte, bei der Süd'babn an und dadurch kam, im November 1921, der ganze Rattenkönig von Unterschleifen auf. Gestohlene Lieferungen. Jahrelang wurde die Südbahn dadurch geschädigt, daß Töpfl Bauholz und Baumaterialien, die für die Sudbahn geliefert wurden, auf seinen Lagerplatz in Brunn leiten lies; und das so gewonnene Gut dann'weiterverkaufte. Die Rechnungen der Lieferanten bekam die Südbahn unb be- - zahlte sie. Mehr als 26 Wagg 0 ns. sind durch die Zusammenarbeit der Angeklagten auf diese Weise gestohlen worden. Außer , den Diebstählen erlitt die Südbahn auch weiterhin einen Schaden dadurch, daß alle die Güter auf Regiefrachtbriefe zu einem wesentlich niedrigeren Frachtsatz befördert wurden, so daß der Südbahn auch die Frachtsvesen entgingen. Als Regiegüt wurden auch viele Waggons behandelt, die Töpfl für sein Holzgeschäft kaufte und dann weiterverkaufte. ' . . Groteske Einzelheiten. Eine Firma in Wiener-Neustadt offerierte, der Ssidbahn Brennholz.' Töpfl versprach, die Vermittlung zu besorgen und ließ das Holz durch. Merth, der hierzu keine Befugnisse hatte, namens der Südbahn Lestellen. Dank der Machenschaften Töpsls bezahlte die SüdLahn diesen Waggon Holz, den Töpfl auf seinen Lagerplatz schaffen ließ und nachdem er das gestohlene Gut unter Dach und Fach gebracht hatte, ließ er sich von der anbietenden Firma eine Provision äuszahlen. Heinrich Kliche verkaufte neun Waggons Holz, die er der Südbahn gestohlen hatte, einem Holzhändler, der sie wieder dem Töpfl verkaufte, ohne zu wissen, daß es gestohlenes Gut wäre. Wenn schon ziemlich sicher ist, daß auch dieses Holz als Regiegut nach Brunn wunderte, so liegt der Verdacht nähe, daß Töpfl dieses Holz der 'Südbahn, deren Lieferant er zu Zeiten war, weiterverkaufte. In der Menge der Taten, durch die die sieben Beau, ten die Südbahn geschädigt haben, finden sich noch betrügerische Machenschaften mit Verkaufsanweisungen auf Alteisen. Sie bezogen. Alteisen angeblich zu eigenem Gebrauche und verkauften es weiter, wobei einzelne der Verkaufsanweisungen von Fischer als bezahlt bezeichnet wurden, ohne es zu sein, bei welchem Vorgang auch Unterschriftenfälschungen und Korrekturen der Anweisungen durch die Angeklagten vorgekommen sind. Die Verhandlung. Um halb 10 Uhr vormittags wurde die Verhandlung vom Vizepräsidenten Hofrat Dr. B.iziste eröffnet. Von dm Angeklagten ist nur KarlT ö p f l in Haft, ein. schlanker junger Mensch, der neben dem Justizwachmann einen ziemlich deprimierten Eindruck wacht.. Die übrigen Angeklagten sind a u f f r e i e m F u ß. Karl Töpfl gibt an, daß er seit dem Jahre 1908 bei der SüdLahn'im Dienst ist, gleich dem Materialbureau zugeteilt wurde, dort bis zun: Jahre 1916 tätig war. Das Materialbureau hatte die Aufgabe, die einlangenden Rechnungen mentorisch zu überprüfen, das heißt, festzustellen, ob die betreffende Sektion zur.Bestellung der gelieferten Waren berechtigt war und ob die angesetzten Preise stimmten. Von der Sektion, welche die Waren. erhalten hatte, kam die Rechnung Mit einer Konsignation in das Materialbureau, die Konsignation trug den Vermerk: „Geprüft und. journalisiert" Das Materialbureau prüfte nun die Rechnung und - sandte sie an die Ausgabenkontrolle, wo Töpfl die Funktion hatte, die rechnungsmäßigen Beträge zur Auszahlung anzuweisen. — Vors.: Auf welche Weise wurde überprüft, ob die Südbahn auch wirklich in den Besitz der Waren gekommen war? — Ängekl.: Das geschah zu Ende des Jahres. ---lieber Wunsch des Staatsanwaltes Dr. Hüll ing er wird der als Zeuge vorgeladene Oberbeamte der Südbahn, Franz Zamlynski, dem Verhör beigezogen, damit er die Angaben über die Technik der Kontrolle bei der Midbahn durch den Angeklagten, mit änhöre und eventuelle Richtigstellungen vornehmen könne. - . " ' Inspektor Zahlbruckner gibt an, er habe als Vorgesetzter, des Töpfl die von diesem ausgefertigten Konsignationen unterschrieben, wobei Töpfl es verstand, ihm unter anderem korrekt zustcmdegekommenen Rechnungen, auch sogenannte Luftrechnungen zu unterschieben, die Zeuge dann, im Drange des Geschäftes ahnungslos unterschrieb. Töpfl gibt zudaß er die Sektionsbestätigung über richtige Warenlieferung durch den Aufdruck eines gefälschten Sektionsstempels fälschte. Der frühere Vorstand dieses. Bureaus, Inspektor Prokop, weiß über die Manipulationen Töpsls aus eigener Wahrnehmung nichts zu sagen. Der Zeuge Bartolli, früher Bahnarbeiter, ist jetzt Holzhändler. Er lieferte auch an Töpfl, der für ihn unter der Vorgabe,- er erleichtere ihm die Arbeit bei der Südbahn, Fakturen auf den Name:: Bartolli drucken ließ, von denen er sich einen Teil zurückbehielt, die-er dann für seine Zwecke verwendete. Die Verhandlung wurde in später Mendstunde abgebrochen. Sie dürfte bereits an: Dienstag abends zu Ende geführt werden. « . .. Bolkswirt.- Gestempelte Krone ----- —.03V2 Centimes Auszahlung Wien --- —.037* Centimes. In Zürich notierte die österreichische Krone ... —.03J/4 (—.03V* am 17. Juni) die österr. gesteyipelte Krone. —.03'/, (—.03'/, am 17. Juni) die tschechische Krone .... 1O.1O (10.05 am 17. Juni) die Mark. . . . v .■■ i . . 1.597» ( 1.63 am 17. Simi) Agram.. 1.777, ( 1.80 am 17. Juni) Sofia ........ 3.50 ( 3.50 am 17. Luni) Budapest ......... —.54 (—.52'/» am 17. Juni) Warschau .......... —.12 (-.1278 am 17. Juni) Anhaltender Rückgang der Valutenknrse. Die mit aller Energie betriebenen Sanierungsarbeiten, in deren Mittelpunkt die Besserung der Währung mit Hilfe einer neuen Notenbank steht, und das einträchtige Znsammenwirken der Finanzkreise mit der Regierung haben am gestrigen Tage ihre volle Auswirkung auf dem Valutenmarkte geltend gemacht. Die Nachrichten, wonach die Regierung auf eine Ermäßigung der Warenpreise hinarbeitet, sowie die Besserung der Krön e.auf den auswärtigen Plätzen, die schon am Samstag zu verzeichnen war, hatten eine weitgehende Zurückhaltung der kommerziellen und industriellen Kreise zur!l, TaMraSs 17 ti 140 m Covercoat K 8000 866248