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Wiener Morgenzeitung · 1922-05-03 · Heft 1169 (3.5.1922) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1169 (3.5.1922)
Date
1922-05-03
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. UM WfcSit» Mrttoöch WIENER MORGftNZammO 3. Mal r-2- ■tatMMMMNMl Seite t aal die Nachrichten bin, daß dieses Papier In Wien «dt Sirden U1.000notiert wurde» in sehr großen Posten ans dem arkte genommen. Gegen Schluß war in diesen Papieren pln Rückfall um einige Punkte zu bemerken. Auf den Ihrigen Märkten war bei lebhafter Tendenz ein reger Verkehr. Auf dem Eisen- und Kohlenmarkt zeigten sich bemerkenswerte Kurssteigerungen. Der gemischte Markt lag picht einheitlich. Holzwerte lagen höher. Prager Börse. Prag, 2. Mai. Die heutige Börse setzte den Aufstieg der Vorwoche ausgiebig fort, unterstützt durch die ungewöhnliche Festigkeit der Wiener Börse. Der starke Aufstieg besonders der Arbitragewerte wurde nicht einmal durch die Abschwächung der österreichischen Krone unterbrochen. Eine ganze Reihe von Werten wurde mit Coupoiiabschlag (rcsp. Zeichnungsrecht) gehandelt. Große Nachfrage herrschte. nach Zucker-, Maschinen- und Spiritus- Aktien. Später dehnte sie sich auch auf die übrigen Industriezweige aus. Auf dem Anlagemarkte lagen Staatspapiere, besonders Prämienanleihe, fest. Türkenlöse besserten sich p K 15. Bank-Aktien waren rege gefragt, bloß Kroatische- Bank-Aktien waren angebotep. Die Steigerung in Industrie- Aktien bewegte sich zwischen K 15 und 70. in der Kulisse herrschte in Skoda-Aktien lebhaftes Geschäft, welche K 15 gewannen und nach’ vorübergehender Abschwächung um --------- -- -"<!»--- - weitere K 17 anzogeo. Auch Verkehrswerte zeigten eine feste Tendenz. Im weiteren Verlaufe des Verkehrs liefen zahlreiche Kaufaufträge von auswärts ein, so daß die feste Tendenz bis zum Schlüsse anhielt und die Börse mit den höchsten Tageskursen schloß. Von Exoten gewannen Bulgaren K 60. Arbitragewerte,, die anfangs keine Aenderun gen aufwiesen, waren gegen Börsenschluß bedeutend .höher notiert Die Schlußtendenz war fest Die westlichen Devisen haben sich insgesamt leicht abgeschwächt lm freien Verkehr lagen Berlin, Wien und Budapest schwächer, während Belgrad, Sofia und Warschau anzogen. von Die Devisenkurse. Zürich, 2. Mai. (Devisenkurse. — Mitgeteilt der Schweizerischen Kreditanstalt.) Berlin 1.80 (1,83), Holland 197.50 (197.-), New York 516.— (516.-), London 22.88 (22.85), Paris 47.55 (47.45), Mailand 27.55 (27.45), Brüssel 43.50 (43.65), Kopenhagen 109.40 (109.—), Stockholm 133.55 (13350), Christiania 95L0 (96.75), Madrid 80.— (79.85), Buenos Aires 182 — (181.—), Prag 10.05 (10.—), Budapest —.68 (—.67), Agram 1.87 (1.80), Bukarest —(—.—), Warschau—.13 (—.13), Wien Geld 0.0650 (0.0650), Wien Ware —Oesterr. gest. Kronen Geld —.0675 (—.0675), Oesterr. gest. Kronen Ware —(—.—). i—iiii »■wii iw i—■■iiimiiiiii iiiiii Amsterdam, L Mal. (DeiheflkiweJ London 11.57 (11.49), Berlin 0.9! (0,92%), Paria 244$ (24.07V,), Schweiz 50.75 (50.70), Wien -.03% (-.03%), Kopenhagen 55.65 (55.55), Stockholm 69.70 (67.90), Christian^» 49.10 (49.50), New York 261.25 (261.25), Brüssel 22.07% (22.10), Madrid 40.75 (40.72'/,), Italien 13.90 (13.90* Budapest -.30 (-.-). Berlin, 2. Mat (Devisenkurse.) Wien altes —Wien . abgestempeft L4H (3.48), Prag 558.30 (54430), Budapest 36.85 (36.70). Berlin, 29. April. (Kurse der Devisenzentrale.) Noten: Dollar 290.80 (280.60), Pfund 1290.— (1246.1 Italienische 1550.25 (1495.50), Polnische 7.20 (6ST Tschecho-slowakische 558.75 (54425), Alte österreichische —Oesterr. gestempelte 3.65 @JG2%). Prag, 2. Mai. (Devisenkurse. — Mitgeteitt vom Bankamte des tschecho-slowakischen Nnanznnnisteriuma- Berlin 1780 (18.l7Va), Zürich 998.— (1005.50), Belgrad 76.50 (67.-), Bukarest-.- (-.-), Wien 0.52 (0.56%), Warschau 1.15V« (1.15). Agram —(—.—), Budapest 6.45 (6.60), Jugoslawische Noten 76.50 (67.—), Oesterr, gestemp. Kronen 0.60 (0.61), Poln. Noten 1.15*/» (1.13), Ungar. Noten 6.45 (6.60). 1 ANKÜNDIGUNG 5°Uge steuerfreie ünleihe der Bundeshauptstadt Wien vom Jahre 1922 im Gsfamfnennbetrage von 36T9 Millionen Kronen, rückzahlbar innerhalb 60 Jahren, Gesamtkündigung oder verstärkte Tilgung bis 1. Oktober 1932 ausgeschlossen. In de? Sitzung 'vorn 7. April* 1-22 hat der Gemeindetat de? Bundeshauptstadt Wiendie Begebung einer' Wohnbau-Anleihe im Betrag von 3000 Millionen Kroneft In Form von füafprozeatigtn Schuldverschreibungen beschlossen Mit Beschluß vorn gleichen Tage hat-der Wiener Landtag die gesetzliche Ermächtigung zur Auf* nähme dieser Anleihe erteilt. Auf Grund dieses -Beschlusses gelängen TellschuH- Verschreibungen in folgenden Abschnittes zur Ausgabe: , r Stk. ÄO.OOO ä löO.OOO K .... K 1.000,000.000*—* . , 20.000 » 50.000 „ . . . . B 1.000,000.000*-. „ 90.000 „ 10.060 900,000.000*— ,; * 20.000 . 5,000 # . . . . « 100,000.000*-- Stiri4aÖÖO . *K 3.000,000.000*— Der Erlös der Anleihe ist ausschließlich zur MdI* Gerung der ht Wien durch die infolge des Kriege^, ßi^getretenen (- .wittscUafUichen, Verhältnisse... jpotstari-, «eile Wobtiiiiigsnot bestimmt ' -,. . Zur Erreichung dieses Zweckes hat die Gemeinde* ' Verwaltung bereits ein Bauprogramm ausgearbeitet, das die Errichtungeiner größeren Anzahl, neuer : tyshrgesch-ossiger Wohngebäude, außerdem - auch die Fertig* Stellung einer Reihe vön unvollendet-gebliebenen Wohau ngsbautea Vorsicht, wodurch über 1000 Wohnungeh geschaffen werden. , An solchen Baut®» werden auf Gcmcindegrurid in, Völlig baureif cm Gelände insbesondere: lim 12. Bez., Längcnfeldgasse, ein Baublock von 205 Wohnungen, auf der Schmelz ein solcher von . ... 190 „ Im 2. Bezirk, Wehlistraße . . . . . . . 124 „ hn 16. Be irk, Enenkclstraße ..... 48 „ Im 15. Bezirk, Schweglersfraße .... 36 , , heirgestdlt werden.;.. Dife bezüglichen Projekte sind hinsichtlich, ihres technischen Teiles vollständig au-sgearbeitet, so daß mit den Bauaibeiten sofort begonnen werden kann.; Außerdem, werden auf-eine Anzahl von Gebäuden Stockwerke aufgesetzt und im dritten Bezirk ei« neuer Baublock mit rund 100 Wohnungen hergestellt werden. Durch die Ausführung dieses Programmes soll ätfCh auf das Wiener Gewerbe und die Wiener Industrien belebend eingewiriefc und zur Linderung der infolge der Verhältnisse ausgetretenen, immer weiter ush sich greifenden Arbeitslosigkeit beigetragen werden. indem die Gemeinde Wien dieses Bauprogramm durchfuhrt, wirkt sie nicht nur im allgemeinen öffentlichen Interesse, sondern es werden hindurch auch dd-uernde reale Werte geschaffen, die eine Vermehrung des Gettteindcvermögens bedeuten.. Der Wiener Gemeinderat hat mit Beschluß vom 7. April 1922 für die Verzinsung und Tilgung dieser Wohnbau-Anleihe den für Wohhhäiuwecke bestimmten Teil des Ertrags der : mit Gesetz 70m io. März 1922, LGBl. für Wien Nr. 59, geschaffenen allgemeinen Mietzinsabgabe gewidmet, wodurch allein schon die Verzinsung und Tilgung der Anleihe vollständig sichergestellt erscheint. Die Teilschuldverschreibungen dieser Anleihe werden in deutscher und englischer Spräche in auf Kronen der dutch das Gesetz vom s. August 1692, RGBl. Nr. 126, beziehungsweise durch Vollzugsanweisung des Staatsamtes für f'inaazen yom 25. März 1919, StGBl. Nr. 191, festgesetzten Kröttenwäh.ru«ng ausgestellt, lauten auf den ' Inhaber, Werden . mit 5 Prozent jährlich verzinst und. - £n längstens66-^Jahreh. zum Kennwert zurückgezahlt.; , Jedes Siü^k. isf-mit';3p:'. halbjährigen, am 1, April und ära t. Oktober jedeh Jahre-i fälligen Zinsscheinen und einem Erneuftmtfgsschdtiuvers^hen, Der erste Zins*' schein ist am t: Oktober igsa ßllig. - Vom 1, Oktötier ■i^32Jäh^efangen erfolgt die Rückzahlung der Schuldverschreibungen zum rollen Nennwert durch eine alljährlich am 1. Oktober bei der Stadt Wien Öffentlich Stattöhd^ade Verlosung der Schuldverschreibungen, hach .Maßgabe des jedem Stücke beigedruckten T^gh,ng5pians. Sechs Monate nach der Auslosung werden die Schuldverschreibungen rückgezahlt ■ , ■ ■ . ■' Die Gemeinde Wien behält sich jedoch das Recht vor, vom t. Oktober 1932 an das Ausmaß der Verlosung zu verstärken oder die Anleihe ganz oder teilweise halbjährig auf einen Zinsseheintermin aufzakündigen. Die Serien und Nummern der gezogenen Schuldverschreibungen. der Rückzahlungstermin sowie die evontuellte Kündigung werden in der amtlichen »Wiener Zeitung« bekanntgemacht. Sowohl die Zahlung der Zinsen als auch die Rückzahlung des Kapitals der Schuldverschreibungen findet in der gesetzlichen Kronenwährung oder zum gesetzlichen Umrechnungskurs in einer etwaigen neuen Währung bei der Hatuptkasse der Stadt Wien, bei der Anglo- Oetserrcichischen Bank, dem Wiener Bank-Verein, der Allgemeinen' österreichischen Boden-Credat-Anstalt, der Zentralbank der deutschen Sparkassen, der Oesterreichischen Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe, der Allgemeinen Depositen-Bank, der Niederösterreichi* sehe* Escom-pte-Gesellschaft, der Zentral-Europäischen Länderbank, der Wiener Lombard, und Bscompte* Bank, der Bank and Wec^selsl^riren-AklfengeselfedMsfit' sMsrcur«, dem Bankhaus Schellhammer L Schattera« der Union-Bank, der Allgemeinen Vericehrsbank tmri der Zentralsparkasse der Gemeinde Wien m Wien statt* Bei diesen Stellen erfolgt auch die Einreichung der Erneuerungsscheine ztsr Behebung der aetien 25new scheinbogen. Mit dem Eintritt des RüclczahltKigstermlös höeC jede weitere Verzinsung der fälligen SchuldverscbrdN bungen auf; es werden daher bei der Einlösung die etwa fehlenden, erst nach diesem Zeitpunkt Zinsscheine vom Kapitalsbetrag in Abzug gebracht. Fällige Zinsen verjähren zugunsten der Gemeinde Wien nach drei, fällige Schuldverschreibungen nads dreißig Jahren vom Verfallstag an gerechnet. Diese Anleihe genießt auf.Grund des Bundes« gesetzes vom 15. Juli 1921, BGBl. Nr. 407, die StesupeS« und Gebührenfreiheit. Die von de« Zinsscheinen zu entrichtende Sztesfe reichische Rentensteuer In ihrer gegenwärtigen' und Zukünftigen Höhe samt ihren gegenwärtigen und .zth ' künftigen Zuschlägen .wird von der Gemeinde Wiest zur eigenen Zahlung übernommen. Die Schuldverschreibungen dieser Anleihe wwdari die Mündelsicherheit genießen. Sie können somit zu* fruchtbringenden Anlegung von Kapitalien der SW, tun gen, der unter öffentlicher Aufsicht stehenden An« statten, des Postsparkassenamtes, dann von Pupiftaf-* Fideikommiß- und Depositengeldern und zum Börse»* kUrs — jedoch nicht über dem Nennwert — m» Diestaßn und Gesdhäftskautionen verwendet werden. Die Schuldverschreibungen werden bei der Oesta* relchisch-ungarischen Bank in Liquidation, beritJinng^i weise deren Rechtsnachfolger zum LtHribaid sage« lassen. Die Kotierung an der Wiener Börse wird erwittiB werden. Außer der besonderen Widmung der aSgcme3n«| Mietzinsabgabe für; den Anleihedienst haftet die Stadt* gemeinde Wien für die Sicherheit dieser Anleihe sodj mit ihrem ganzen beweglichen und nnbeweg&bhfes Vegh mögen und ihrer gesamten SteuericraÄ* Wien, im Mai 1922. Für die Gemeinde Wien: Der Bürgermeister: Jakob Reumann» VERKAUFSBEDINGUNGEN Die Zeichnung der auf Grund der vorstehenden Ankündigung zur Subskription gelangenden Nominale K 1.500,000.000 S4/Clg« Sleuarirtle Weimbsu-Anleilic der BundishauptsUidl WIm vom Jahre1922findet in der Zeit vom S. Mal l. i. Mi einscliließllOi 24. Mai l. J. bei den gefertigten Instituten und deren Filialen, Exposituren, Depositetikassen und Wechselstuben während der daselbst üblichen Geschäftsstunden statt. Der Zeidmungspreris beträgt K too, zuzüglich tz Froneikt Stückikuten vorn i. A^rü tyss bis zum Z&h- Uttigilla für je K m Nominale. Es wird jedoch darauf aufmerksam gemacht, daß jede SuibskriptionsanmeJdung auf mindestens Nominale K sooo, beziehungsweise eia Vielfaches dieses Betrags zu lauten hat. Bol lelchnuug von dreimonatlichen Sperr- »Ificlcon erfolgt volle Zuteilung und sofortige Abrechnung sutn gleichen ZetehnungspreCse. Die Subskription erfolgt mittels der für dieselbe bestimmten Anmeldeformulare, welche bei den vorger nannten Stellen kostenfrei erhältlich sind. Die Zuteilung wird so bald als möglich nach Schluß der Zeichnung unter Benachrichtigung der Zeichner erfolgen. De& Zctehnuftgsttellcn ist die Befugnis vor* behalten, bei Subskription v<xn freien Stücke« jede eto« seine Zuteilung nach ihrem Ermessen zu bestimmen. Die Zeichner von freien Stücken sind verpflichtet» die ihnen zu geteilten Schuldverschreibungen am x.Joai 1922 zu bzahlcn. Anmeldungen auf bestimmte Abschnitte können nur insoweit berüctksi :htigt werden, als dies nach Er. messen der Zeichhungsstelle zulässig erscheint. Die Abnahme der zugeteilten Trilchuldvcvsshril* bungen hat bei derselbe Stelle zu geschehe», bei welcher die Zeichnung erfolgte. Wieü, im Mt! ry». AngloKteaterretchiSche Bank. Wiener Bank-Verein. AUgemelno teterreiehiscfta Boden-Credit- Anstalt CSjtuMi isr Jntsclwii ShtIimhii. Oeat erreich Ische Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe. Allgemeine Depoalten-Bank. WederöaterrelchtscheBacompte-Gesellachatt Zentrdl-Europäische Länderbank. Wiener Lombard» and Sscom*8*9aRk» Bank & Wechselstnben-Acüen-GesellschaÄ •Mercur*. Schelhamnter & SeHattera. Urion-Bank. AUgemtlne Varkehrebank, lenfralanarkazse der Gemeinde Wien«

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