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Wiener Morgenzeitung · 1922-04-13 · Heft 1151 (13.4.1922) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1151 (13.4.1922)
Date
1922-04-13
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 115t Wien, Donnerstag WIENER M0RGEN2EITTJNÖ 13. April 1922 Fußball. Jüdischer Spörlverbaitd. ' > ■:>' Bei der letzten Sitzung des jüdischen Sportverbandsyorstandes waren sämtliche Wiener Vereine .verireten.An* wesend : Hakoah, Kadimah, Hechawer, Hazair, Hasmopea, ). A. C., J. F. C„ Ari, Menorah, Cheruth, Bar-Kochba, Achim, Makkabl, Hakoali-Baumgarten, Hagibor,. /Moriah, Achwah, Acbdutb, Nach Erstattung der Berichte durch die Exekutivmltglieder teilt der Vorsitzende mit, daß die Kreisleitung Mittwoch des 26. April in der Freien jüdischen Volksbühne ßlne neuerliche Fesfvorstcliang („Schma jisruei“ mit Ben Lwi) veranstaltet. —Folgende Veraiistaltungsanmeldungen ^wurden zur Kenntnis genommen: Osterturnier: .Cheruth, Borochow, Moriah» Achim auf dem Leopoldauer-Platz. .Gartenfest des S. C. Moriah, 7. Mai, CafS Praterfee. —■ Sämtliche Vereinsvertreter , übernahmen Schekelblöeks. iDiese müssen in kürzester Frist zur' Abrechnung gebracht werden. — Die Vereine, die ihre1 Mitgliederlisten noch nicht eingcsendet haben, werden ersucht, dies ehestens zu erledigen. —. Die nächste Sitzung des Sportverbandsvorstandes mit außerordentlich wichtiger Tagesordnung findet Montag den 24. April statt (l/a8 Uhr im Cafe Aflas- Iiof.) — . Die nächste Sitzung der Exekutive wird auf schriftlichem Wege einberufen. , ‘? Der neue Hakoah^Pläte, fern* bevorstehenden Platzeröffnung; H Auf dem Wege zur Größe. Am kommenden Sonntag hat die Hakoah die Genügftnlfig, das bald nach der Gründung des Vereines aufgetauchte Platzbauprojekt verwirklicht zu sehen. Mehr als zehn Jahre benötigten die tüchtigen Führer unseres größten jüdischen Sportklubs dazu, um ans Ziel zu gefangen. Der Anlaß der Eröffnung der Sportanlage lädt dazu ein, die einzelnen Etappen bis zur Erwerbung .des Grundstückes in der Krieau. su beleuchten. v Als die Hakoah ira Jahre . 1909 von einigen begeisterten Nätionäljüden gegründet wurde, schlugen die Pioniere des jüdischen Sports ihr Quartier aut dem Inundationsgebiet nächst der Reichsbirücke auf. Dort gelangten auch die ersten Spiele zur Austragung, die oft einen recht unangenehmen Abschluß fanden. Die Zahl der Hakoahner jwar sehr gering und die gegnerischen Klubs waren oft aus Raufbolden zusammengesetzt,: so daß die sportliche Betätigung den Hakoahnern nicht immer Freude bereitete. »Nach der Auflösung des akademischen ' Sportklubs und döt Viktoria erhielt die Hakoah Zuwachs an guten Spielern und tüchtigen Funktionären. Der : junge jüdische Sportverein nahm nun den ersten gewaltigen Aufschwung, so daß er. daran denken konnte, ein eigenes Terrain zu erwerben. Vorerst genoß er auf dem heutigen Straßenbahner Sportpatz noch die Gastfreundschaft der Cricketer, später aber — cs dürfte ihm Jahre Ml ge wetzen sein . —, erwarb. die Hakoah den .alten •Viktoria-Platz, der noch beute unter - den Namen alter 3?akoah-Platz bekannt ist. Mit der Eigentümerin dieses Platzes wniräe eiii Pachtvertrag abgeschlossen, wonach: der Jüdische Verein auf mehrere Jahre in den Besitz des Platzes gelängte. Die Hakoah entwickelte, sich sprunghaft, §ls getvaun-dle Meisterschatt derilV, Klasse uiid kämpffe in der ill. Klasse Kopf an Kopf mit AÖmira um den Meistertitel. Dem , alten Hakoah-Piatz hafteten große •Mängel ati. Vor allem befand sich ersterer . in der Mitte flös Gebietes, wo der Mist der Großstadt abgeladen wurde, was zur Folge hatte, daß eine Unzahl von Mücken «nd Stechfliegen ihr Unwesen trieb. Das Gelände war demgemäß überaus ungesund, so daß die Vereinsleitung Ausblick nach einem neuen Heim hielt. Die Vienna erklärte sich im lahre 1912 dazu bereit, die Hakoah auf der alten Höhen Warte in Submiete zu nehmen. Die Hakoah trug im Frühjahr 1913 sämtliche Spiele auf dieser erstklassigen^ Anlage aus, das Training wurde aber auf dem afiealp Hakoah-Piatz auch weiterhin abgehalten. Mit Ende der Saison gelangte der jüdische Verein mit der Admira gemeinsam in die II. Klasse. Auch im Herbst 1914 war er, Gast der Vienna. Verschiedene Unstimmigkeiten, die sich mit den Döblinger» ergaben, bewogen die Hakoah, ihr Qtiartier wieder auf dem alten Hakoah-Piatz in Floridsdorf stutzuschlagen. Der Platz entsprach aber keineswegs mehr den geänderten Verhältnissen und die Vereinsleitung sah eich; demgemäß gezwungen, eine Ausgestaltung des Sportplatzes vorzunehmen. Da nur geringe Mittel zur Verfügung Ständen, mußten alle Mitglieder werktätig Hand anlegen, am das Werk zu vollenden. Mit dem Präsidenten Dr. Körner an der Spitze arbeiteten die Hakoahner mit Krampen, Schaufeln und Schubkarren. Eine primitive IJmkleidehütte wurde errichtet, das Spielfeld erfuhr eine Vergrößerung und die Zuschauerräume wurden, so gut PJ 8lsg. vergrößert Während des Krieges behalf mau sich dem alten Sportplatz. Die gesamte Meisterschaft der B. Klasse nach der Beendigung des Weltkrieges, die der Hakoah die Erstklassigkeit brachte, wurde ebenfalls noch »uf dem alten Haköah-Platze ausgetragen. Es war aber daß die primitive Anlage mit dem Einzug in das Oberhaus den Anforderungen nicht mehr genügte. Die Hakoah war also wieder gezwungen, einen gastgebendea erstklassigen Verein zu suchen, auf dessen Sportplatz sie zumindest die Meisterschaftsspiele austragen konnte. Von gen zahlreichen Angeboten nahm die Hakoah das des E; A* C. an, was sie auch nie zu bereuen hatte. Der Fioridsdörfet Arbeiterverein erwies sich als kulanter Haushfrr> /Wofür Ihm die Hakoah auch immer Dank wissen Ua.dle Hakoah als Aftermieter ihren, hohen Zielen wicht gef echt werden konnte, mußte an die Erwerbung eines^eigeaen Grundstückes gedacht werde«. . « den Leidensweg, deu die verantwortlichen Funktionäre zurücklegen müßten, bis sie in den endgültigen Besitz der Baufläche in der Krieau gelangten, soll hier nicht mehr gesprochen werden. Endlich war die Hakoah so weit, daß sie die Bewilligung zur Errichtung des Sportplatzes erhielt und nun waren viele Millionen aufznbfingen, »m das Werk zu ermöglichen und dann zu vollenden. Der ^u« * e>lP E der Laufbahn und mit deu dazugehörigen Zuschaueranlagen ist fertig und am kommenden Sonntag wird die Hakoah die Früchte des über cin jahrv SEn Strebens ernten könne«. Wir sind überzeugt, ”fI*dLB^äch^e Wiener jüdische Sportgemeiude es sich nehmen lassen wird, am Jubeltag der Hakoah den Spiele» beizuwohnen. Blue Star-Zttricb, Cechie-Karolinentat, 5.« bieten dafür Gewähr, daß guter Sport vorgeführt wird. b i Hakoah-Sporfete * Krieau (neben der Meierei Krieau) utiiinKiiminiitimiiniitiiiiiuiiiiiiiiiiimr Sowwflag den 16. &®rll 'S DLL 7- 3 Uhr: 'EsekiS-KNroLrnSnIal m —Hakoah Vs5 Uhr: BIJJE STÄR (Zürich)—F,A.e.> , HiMiuitmmnmiii r-SsnSsg den 17. ApeÜ11SL2 , 3 Uhr : . ' ‘ ‘ Cechie-Karolinentai; (Pias)—F. ä* C. %5 Uhr: BLUE STÄR (Zürich)—HMÖ'ÄH {liiitinififniiiiSiiiiiiiifiißiiiiniiinifiiiiRniiiiYiiiiifi Vorverkauf berells ei§M Öle Meisterschaft. IV. Klasse Südost. - K ad im a b-H ccbawer 3:1 (ß : 0). Bei diesem^ überaus fairen Spiel ereignete sich ela bedauer- Iicner Lnfall. Aufrichtig, der sympathische und talentierte Spieler von Hechawer, erlitt bei einem ganz harmlos ausnoheade» Zusammenstoß eine» Bluterguß im Knöchel und wurde vom Präsidenten der Kadimah, Herr« Birken, ins Spital überführt. Es darf fäötgestelit werden, daß niemandem bjei , diesem Unfall ein Verschulden trifft. Auch in diesem Treffen könnte Kadimah noch nicht restlos gefallen. Vor allem fehlt es den Spielern an Schußvermögen.. Der S.C. Kadimah war anfangs stark im Vorteil,, da er den Wind zum Bundesgenossen hatte. Grusclika erzielte zwei Tore und noch vor der Pause brachte Otto den Stand auf 3:0. Auch nach Seitenwechsel war Kadimäh mehr im Angriff. Gelegentlicheines Vorstoßes wurde dem. 8. C Hechawer ein Elfmeterstoß zugesprochen, wobei der Bai! den Weg ins Netz fand. Gegen Ende des Spieles ereignete sich der eingangs erwähnte Unfall. Schiedsrichter Brenneis. Kadimah I B—w. B. (^Reserve 1: 0. Torschütze Wolfensohn II. Die Kadimah konnte den schwersten Gegner im Birken-Pokalrundspiel sicher schlagen. Feaerweh r—H a z a i r 2 : 0 (0:0). Hazair: Diamant; Seidler, Kollmann; Rindler, Klein, Brandstätter; Torczyner,.Pilly, Läufer, Schwarz, Wortmann. Hazair mußte unter ungünstigen Verhältnissen die erste Niederlage der Saison in den Kauf nehme». Die/Mannschaft; die wohl als die leichteste und jüngste'Tn der IV. Klasse bezeichnet werden kann, trat auf dem unebenen und harten Feuerwehr- Platz den starken und. schweren Hausherren ohne ihren bewährteir Tormann Gleich - und ohne den, verletzten Stürmer Losch entgegen,lUeberdies war der nominierte Schiedsrichter nicht erschienen, so daß ein ziemlich unfähiger Herr das Spiet jeitete. Unter der Unkenntnis des Unparteiischen hatte dftf Sportklub. Hazair empfindlich. zu leiden, da er zwei Elimpterstöße, die,., aus unbekannte« Gründe»^verhängt würden, inden Kauf .nehmen mußte. Außerdem hatte Hazaiir ’ das ,Pecli, daß sein Verteidiger Seidler verletzt wurden Dä der Schiedsrichter* nach' der Pause den zweiten Verteidiger' ausschloß, mußte der jüdisches Klub ia der Folge mit neun Mann spielen. .. M. e't e o r—V e f i t a s 3:3 (3:1). Meteor trat mit drei Ersatzleuten a» urrd vergab durch eine unglückliche Umstellung nach der Pause den sicheren Sieg. Der Tormann von Meteor wehrte einen Ejfmcterstoß ab. Die Torschützen von Meteor waren Mittasch (2) und Franzi. Schiedsrichter Chalupka. .'; ' . - . IiiternMioaiales Rimdspl-el ih St. .Pöltö^, Der erstklassige Provinzvereih St. Pölten veranstaltet zu de» Osterfeiertagen ein Rundspiel an dem sich der Züricher F. 0. sowie die Vereine Weiße Elf, Herzogenburg urtd St. Pölten beteiligen. Samstag, 9 ühr abends, werden die Schweizer Gäste von einer Musikkapelle pmpfanger und durch einen Fackelzug „ausgezeichnet. Soev.'ag findet ein Bankett statt, bei dem der Bürgermeister offiziell vertreten sein wird. Der Züricher F. C. dürfte die Spielstärke unserer drittkiassigen Vereine besitzen. Kreis Oesterreich der Jfidia&ien Turn- und Sportvereine. Morgen, V#ß Uhr, Leitungssitzung und Sitzung des administrativen Komitees ira Klubheim der Hakoah> L, Wiesingerstraße 11. Red Star trägt Ostersonntag mit einer kombinierten Mannschaft ein Wettspiel in Knittelfeld (Steiermark) aus. Der 8. C. Hasraonea hat für den „Kronenzeituirg- Cup“ genannt. Der 8. C. Donaustadt (Bratislava) wird an einem Osterrundspie! der Wiener Vereine Ravenna XX, Floridsdorfer S. C., Donaustadt I B teilnehmen. jf. F. C. nimmt an einem Osierpok&lrtindspie! teil, an weichem sich die Vereine Altmannsdorf, Wiener Sp. Vg. und Weiße Elf 1 B beteiligen. Hasmonea trägt im Rahmen eines RundspielCs Montag ein, Wettspiel gegen den führenden drittklassigmt 5. C. Nicholson aus. / - : Moriah spielt Ostermontag mit zwei Mannschaften in Laxenburg. \ Arl spielt kommenden Sonntag mit’ zwei Mannschaften in Neuflkirchen, DiszipHnarauBSChitß des jüdischen Sportverbandes. Morgen, 7 Uhr abends, im Cafö Atlashof Sitzung, zu der sämtUcha Herren dringendst eingeladen werden. Treviso. Wir erhalten vom Sportklub Meteor nachfolgendes Schreiben: Es ist unrichtig, daß sich unser Verein als zu schwach fühlt, um die Reise «ach Italien anzutreteu und daß wir uns veranlaßt fühlten, um die Bewilligung von Verstärkungen beim Niederösterreichischen Fußball-Verband anzusuchen. Ein von uns ausgeschlossenes Mitglied namens Josef Par«eLVhat vollkommen unberechtigte lügenhafte Angaben im Niederöstcrreichischen Pußbnil* Verband gemacht und wurde deshalb von unserer Klubleitung beim Struma und bei deu Gerichtsbehörden angezeigt. Der Sportklub Meteor wird selbstverständlich zu Ostern in Treviso spielen. Der Sportklub Nicholson veranstaltet au? seinem neurenovierten Sportplatz ein Rundspiel, an dem sich die Vereine Hasmonea, Prater Sportklub und Axa Abadie (Meister der Firmeugnsppcii) beteiligen. Auch die Reserven tragen ein Rundspiel aus. Sonntag, Vall Uhr, Hasmonea- Reserve-rPrater Sportklub-Reserve, 1 Uhr Axa Abadie- Reserve—Nicholson-Reserve, l/*3 Uhr Hasmonea—Prater Sportklub, Uhr Axa Abadie—Nicholson, Josef-Farnes, Jaques Mandler und Benno Janda wurden aus dem Klub Meteor ausgeschlossen und warnen wir jeden Klub, Abschlüsse für Meteor denselben zu überleben. : Eine französische repräsentative Mannschaft spielt am 15. April gegen Viktoria-Zizkov und am 16. April gegen Spärta. ... , . Leichtathletik. Oesterreichischer Leichtathletik^ Verband. A»S8cbreibungeri für das am 23. April 1922, 3 Uhr nachmittags» vor dem Länderwettkampf Oesterreich—Deutschland stattfindende Propagandameeting. 1. Bewerbe: a) Stafette 4X100 m; b) Vorgabelaufe» über 1000 m; c) Speerwerfen; d) Vorgabelaufen übest , 3000 m; d) Schwedenstaffel, in dieser Reihenfolge. Vc» Beginn der Konkurrenz findet ein Stillauf statt. 2. Nennungen: Nennungsschluß Dienstag den 18. April,' 5 Uhr nachmittags. Nenngeld keines. Die Nennungen zttj den Konkurrenzen b und d haben, soweit sie Neulinge und junioren betreffen, Angaben über die besten bisherigen! Leistungen derselben zu enthalten. Die Nennungen für des Stillauf — in der Höchstzahl 15 Mann pro Verein — sind gleichfalls namentlich abzugeben. 3. Mit Rücksicht auf den Propagandäwert der Verao^ staltung ersucht der Oesterreichische Leichtathletik-Verband die Vereine um sorgfältige Auswahl der abzugebendeu Nennungen und um gleichmäßige Kleidung, der Teilnehmer-’ Da die Abhaltung von Vorkämpfen nicht möglich ist, wird die endgültige Starterliste erst durch den Oesterreichiischen Leichtathletik-Verband aus den abgegebenen Nennungen ziisammengestellt und den Vereinen bis Donnerstag den 20. April bekanntgegeben werden. Der Stillauf erfolgt üü Fünferreihen, nach rückwärts und seitwärts geschlossen* Die Laufbahn ist eine Aschenbahn, zirka 410 m lang, mit erhöhten Kurven* Fechten. FloreüwettkampfHakoah-Wieft— f Hakoah-Graz. . Die Fechtsektion der Hakoah entsandte auf Einladung ihres Grazer Brudervereines eine aus Mittelschülern bestehende Florettmannschaft zu einem Wettkamp? mit den! dortigen Fechtsektion. Die Auswahl der Teilnehmer an; (fieser Reise war eine schwere Aufgabe, denn es waren! mehr würdige Anwärter vorhanden als Plätze in der Mann* i schaft. Es wurden entsendet : Richard Klein als Mann-O Schaftsführer, Paul Porges, Hans Lion, Kurt Brammer, als Ersatzmann, der Junior Ernst Sobotkä und als Reise* begleiter Georg Farkas. Die Aufnahme der Wiener Fechtet in Graz wair eine überaus herzliche. Die Liebenswürdigkeit und Gastfreundschaft der Grazer kannte keine Grenzen und; war ein deutlicher Beweis jüdischen 2usammengehörigkeits-. i gefühls. ' Der Wettkampf wurde am Samstag den 18. April;; im. Saale der Theaterschule ausgetragen und der volle;• Zuschauerraum zeugte für das sportliche Interesse der, Grazer. Unter anderen; hervorragenden Persönlichkeiten;; war auch der italienische Konsul anwesend. Die Grazeri Hakoah stellte folgende'Mannschaft: Thälhofer als Mann-' schaftsftihrer, Lichtenstein, Pollak und Biermann. Als Juroren fungierten der. überaus tüchtige Fechtmeister des] Grazer, Herr Tomazzoni, der italienische Major Grat Carrara und Farkas. Schon nach den ersten Gefechten .ließ sich die Gleichwertigkeit der Gegner efkennen. Ungleicri, jedoch waren die Routine und die Ruhe der Teilnehmers \Vährend?die Wiener durch das regelmäßige Zusammentreffen^ mit fremden Fechtern ziemlich lange fieberfrei wäre», llttj, die Leistung der Grazer, stark an Nervosität, was nicht deren Schuld, sondern nur ein trauriges Zeichen der, unleidlichen sportlichen Verhältnisse in Graz ist Der-lade genießt nämlich in den dortigen Spörtkreisea eine ähnliche'. Wertschätzung, wie ein , Farbiger in den gloried United| States of A.» das heißt, er ist von vielen sportlichen Wett*j kämpfen einfach ausgeschlossen! — Der Kamp? verlies äußerst anregend. In der Grazer Mannschaft zeichnete Sicht namentlich Thalhofer aus, der es auch in Wien sicherlich! bald zu einem geachteten Namen bringen würde. Diel Wiener fochten ihrer sonstigen Form entsprechend guigj nur Hans Lion, der jüngste der Teilnehmer, ragte dureähl ganz besondere Ruhe und Sicherheit hervon und fand, so wie Thalhofer, sowohl bei den Kampfrichtern als bei den Zuschauern sehr lebhafte«! und ungeteilten Beifall.-Der Kampf endete 13:3 zugunsten der Wiener, die freudig den schönen, von der Grazer Hakoah gestifteten Preis entgegehnahmen. Farkas trug »fit Porges noch ein Säbel-Schaugefecht aus, das lebhafte» Beifall fand. , ■ c Der Wettkampf hat bewiesen daß die Fechter ds< Grazer viel Talent und Können besitzen und in Fechtmeister Tomazzoni einen Lehrer haben, der imstande ist*; •Ätis: ihnen in kurzer Zeit all das heräuszuholen, was beUl den dortigen sportlichen Verhältnissen nur möglich ist. Es fehlt eben nur die Möglichkeit, den Sport bei Turnieren ' i^äd Konkurrenzen auszuüben. .. . Aus den Vereinen. U,.-. Hazair; Morgen, Freitag, 3 Uhr abends, Kitib-; leiiungssitzung. Spielerversammlung der Jungmannschafteif und Aufstellung. . .. < M: »cor. Heute im Cafe Elisabethpromeäada wichtige Besprechung der ersten, und Reserve-Mannschaft wegen ChKvrsoieie. Komanek und Mittasch habe« ebeiK falls zu er&rheihen.; . Hakoah (Tennissektion). Für einige Vormittags-1 "stunden werden noch Spieler aufgenommen. Nachmittagsstunde« sind bereits besetzt Montag, 24. April, 8 Uhr abends, wichtige Vollversammlung im Klubheim. Hagibor. Morgen Spielerversammlung, Mitglieder* äufnahme und Mannschaftsaufstellung gegen Neubau** Jung- und Schülerraannschaft r Achd'ut h. Heute Training der I, und U. Manu*} -Schaft. Treffpunkt 1 Uhr Endstation n-Wagen (Wexstraßew -r- Samstag Wettspiel mit zwei Mannschaften gegen Achwath auf dem Donaufelder-Platz, Hakoah, akademische Sektion(Judäa)^ Morgen, 7 Uhr-abends, Versammlung im Cafe Atlashoft Daselbst Aufstellung für das Trainingsspiel gegen Heros am 15. April, 4 Ühr nachmittags, auf dem Reichsbund- Piatz. Folgende Spieler haben zu erscheinen: Kaupy^ Morgenstern. KillueU,- F!eoc:b Uiimaan, Mandel Otto. Raucher, Meisei, Mautner, Webenzahi, Hammer, Kai,;, Klein, Weigl er. Nichtanwesende finden bei der Mann-; schaftsau fstellunc keine Berücksichtigung.

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