Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1143 (5.4.1922)
- Date
- 1922-04-05
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nf. 1143 Wien, Mittwoch WIENER MORGENZEITUNG 5. April 1922 Seite 7^ i ■ < ' •' .. . *v> r< T<;; Das jüdische Tum- und Sportfest, Die Propositionen des jüdischen Turn- und Sportfestes des Kreises Oesterreich, das in der Zeit von Mittwoch den 14. bis inklusive Montag den 19. Juni auf dem, neuen Hakoah-Platz stattfinden wird, sind bereits'fertiggestellt An sämtlichen Wettbewerben sind ausnahmslos nur Angehörige der Vereine, die dem Makkabi-Weltverband unterstehen, teilnahrasberechtigt. Pie Veranstaltung ertrebt den Zweck, das ganze mitteleuropäische jüdische Sport- und Turnleben und die mit ihm engverbundene kulturelle Arbeit in dem derzeit größten Rahmen der Oeffentlichkeit klar vor Augen zu führen. Die Vorbereitungen des Festes wurden nach drei Richtungen hin in Angriff genommen: 1. Sportlicher Teil: Fußball, Schwimmen, Wasserball, Leichtathletik, Hockey, Fechten, Tennis, Ringen, Touristik. 2. Turnerischer Teil: Wetturnen, Freiübungen, Sondervorführungen. 3. Kultureller Teil: Konzerte jüdischer Orchester, jüdische Theatervorstellung, Veranstaltung der Schachspieler, Vorträge. ln den folgenden Nummern unseres Blattes werden wir die detaillierten Bestimmungen für die Sport- und Turndisziplinen bringen. Fußball. \ IW Pie Meisterschaft. Der Sportklub als Anwärter auf den Meistertitel, — Der Vorstoß rum zweiten Platz. Alfen Prophezeiungen zum Trotz ist es dem Wiener Sportklubgelungen, den ersten„ energischen Vorstoß, der ihn die Führung irft Rennen hätte kosten sollen, siegreich abzu.sQhlagen. Wenn man die nackten Ziffern auf sich wirken ließe, dann müßte man zur Ansicht kommen, daß die Dorubacher mit vollen Segeln dem Einlauf zustreben. Ihr Vorsprung von drei Punkten hat - den Respektabstand zwischen sich und den Folgenden geschaffen, der ein Aufholen oder gar'Ueberholen des Ersten nicht wahrscheinlich erscheinen läßt. Merkwürdigerweise glaubt man noch immer nicht recht daran, daß der Wiener Sportklub aus allen kommenden Kämpfen mit heiler Haut hervorgehen wird. Seine Kampfesweise vermochte weder Freunden noch Gegnern , die , Ueberzeugung beizubfiugen, daß der stolze Meistertitel heuer nach Dornbach wandern wij'd. Trotz des Vorsprungs, rechnet man allsonntäglich mit einem Punkteverlust des derzeit . führenden Vereines. Der Wiener Sportklub; hat oben seine Spitzenstellung nicht auf Grund seines überragenden Könnens erworben, sondern er verstand es immer, aus den Schwächen seiner jeweiligen Gegner Kapital zu schlagen. Der bedeutende Sieg yom letzten Sonntag liefert eine treffende Bestätigung für diese Ansicht Aus eigener Kraft dürfte der Wiener Sportklub kaum die Stellung beibehalten, die er derzeit ein nimmt Er hat aber in seinen schärfsten.Rivalen wertvolle Bundesgenossen gewonnen, da sich letztere gegenseitig die Punkte abnehmen dürften. Die Hakoah hat auf der Verfolgung des Ersten nicht nur kein Terrain gewonnen, sondern sie ist sogar durch'das letzte unentschiedene Spie! gegen den F.*A/G weiter zuriickgefallen. Denselben Liebesdienst, den die Hakoah dem Wiener Sportklub leistete, erwiesen Rapid und Hertha dem jüdischen Verein, so daß sich auch der Abstand zwischen dem zweiten und dritten Verein in der Tabelle vergrößerte. Hakoah kann derzeit als einziger ernster Rivale des Wiener Sportklubs angesehen werden. Aber auch dieser Mannschaft fehlt noch der letzte Schliff, der sie für den Meistertitel würdig erscheinen läßt. Verschiedene unvorhergesehene Ereignisse brachten es mit sich, daß die Hakoah noch nicht ihre volle Leistungsfähigkeit erlangt hat. Am kommenden Sonntag wird sie beweisen können, inwieweit sie berechtigt ist, als ernster Meisterschaftsanwärter in Betracht gezogen zu werden. Nachdem der Ansturm gegen den Ersten in der Tabelle mißglückt ist, wird Rapid versuchen, den Zweitplaclerten, nie Hakoah, zu Falle zu bringen. Den größten Vorteil aus einem Siege der Hütteldorfer würde der Wiener Sportklub ziehen, der im Falle, eines Siegeserfolges im Spiele gegen die Admira seinen Vorsprung um weitere zwei Punkte vergrößern würde. Die Aussichten des jüdischen Vereines sind mit Rücksicht darauf, daß das kommende Spiel auf dem Rapid- Platze stattfindet, ungünstiger als die seinerzeitigen Chancen der Dornbacher. Der S. C. Rapid kämp.t auf eigenem Platze, wo er die Unterstützung seines bedeutenden Anhanges weit mehr erfährt als in der Fremde, mit, viel mehr Energie. Die Hakoah hat den Wiener Meister bisher noch nie schlagen können und es ist sehr zweifelhaft, ob Ihr am kommenden Sonntag der große Wurf gelingt Die Mannschaft erfährt wohl durch die Wiedereinstellung Häuslers eine bedeutende Verstärkung, trotz alledem sind wir der Ansicht, daß die Hakoah alle Kräfte wird aufbieten müssen, um ehrenvoll abzuschneiden. IV. Klasse Sfldost. Die Spiele vom vergangenen Sonntag brachten eine Neuerliche Umgestaltung der Spitzengnippe. Kadimah mußte den ersten Platz in der Tabelle wieder an die Weißen Elf abgeben und es Ist sehr zweifelhaft, ob es dem jüdischen Verein noch gelingen wird, den Meistertitel zu erwerben. Von den jüdischen Klubs hält sich Hazgir am besten. Ueberraschend weit ist die Hasmonea zurückgefallen, doch ist zu hoffen, daß der strebsame Klub bald wieder seine frühere Form erlangen wird. X Athen—*Kadimah 1:0 (1:0). Kadimah: Wolfensohn; Hirschfeld, Remkraut; Rosenfeld, Hajek, Kopfstein; Nathan, Gruschka, Hermann, Kolisch, Eckhaus. Kadimah mußte in diesem äußerst unglücklich geführten Kampfe die erste Niederlage in den Kauf nehmen. Obwohl der jüdische Verein während der beiden Spielzeiten vor dem Tore der Gegner lag, vermochte er nicht auszugleichen, da Athen alle Spieler in die Verteidigung zurückgezogen batte, um das Resultat zu halten. Beeinträchtigt wurde das Spiel durch* die* Unentschlossenheit des Schledrichters, der ein Goal für Kadimah nicht gab, obwohl der Bail einen Meter hinter der Linie gelegen war. Trotz Reklamation der Linienrichter erkannte der Unparteiische den regulären Treffer mit der Begründung, die Lage nicht überblickt zu haben, nicht an. Ueberdies wurde Kadimah in den ersten Minuten durch die Verhängung eines Elfmeterstoßes zu hart bestraft. Kadimah hat Abstoß und enden die ersten Angriffe mit knappen Fehlschüssen. Ein Durchbruch des gegnerischen rechten Flügels führt zu dem eingangs erwähnten EIFmeterstoß, der eingeschossen wird (5. Minute). Athen zieht alles Stand der Meisterschaft. IV. Klasse Sfldost. ' 1 ■ ... Spiele. o « - *G ® V-e r e i n Siege 8 S '■ 4> T* 0> 2 für Tore . gegen 32 ■ n 3 ■ Q. Weiße Elf . X 13 11 2 — 51 4 24 Kadimah . . 14 10 3 1 43 U 23 Prater 8. G . 14 8 1 5 39 19 17 Feuerwehr . . 13 6 4 3 38 18 16 Hazair . . . 14 5 4 5 19 23 14 Athen . . .14 . 3 8 3 16 17 14 Hechawer . . 13 5 4 5 25 18 13 Veritas . . 14 4 t 9 14 62 9 . Hasmonea . . 14 3 3 . 8 12 32 9? Meteor . . . 13 2 2 9 6 23; 6 Vindobona . .14 1 3 10 6 , 40 5 in die Verteidigung zurück und hält auf.v diese Weise das Resultat bis zur Pause. Einige günstige Ausgleichsgelegenheiten werden vergeben und ein regulärer Treffer für Kadimah findet keine Anerkennung. Nach Halbzeit spielt Kadimah gegen den Wind und ist trotzdem fortwährend beim gegnerischen Tor. Das Spiel wird sehr scharf geführt' und übersieht der Schiedsrichter mindestens drei Eltmeterstöße,gegen Athen. Bel einem Durchbruchwäre Athen, fast zu einem zweiten Tor gelangt. Die besten Spieler von Kadimah waren Remkraut, Sich und Nathan. Die anderen Spieler machen noch einen sehr müden Eindruck und haben ein sehr scharfes Training notwendig. Kolisch bewährte sich als Stürmer nicht « ' Hazair—Hechawer 2:1 (1:0). H a z a i r: Gleich; Seidler, Kohlmann; Schwarz, Klein, Brandstätter; Wortmann, Pillinger, Rindler, Läufer, Torczyner. * Hechawer: Beer; Paul Weiß, Läufer; Frisch, Flußmann, Secher; Wirtschafter, Fallemann, Juhn, Aufrichtig, Kohn. Das Meisterschaftsspiel der Leiden jüdischen Vereine wurde sehr freundschaftlich durchgeführt und. brachte trotzdem recht guten Sport. Hazair konnte einen knappen Sieg erringen. Das Spiel selbst war durchaus gleichwertig, aber die Unterlegenen waren von ziemlichem Pech verfolgt Ko anerkannte der Schiedsrichter ein von Fallemann erzieltes schönes Kopftor wegen Abseits nicht Bel den Siegern war der Sturm diesmal etwas besser als in den vorherigen Spielen. Die ElnstellungRindlers verlieh dem Angriff besonders vor Halbzeit mehr Durchschlagskraft und Läufer, der diesmal gegen seinen Bruder spielte, war ebenfalls in guter Form. Losch, der diesmal, auf dem Unken Flügel fehlte wurde durch Torczyner gut ersetzt. In der Deckung spielte Klein merkwürdigerweise sehr lustlos, umsomehr Ambition zeigte Brandstätter, der eine vorzügliche Leistung bot Auch Schwarz Stand ihm nicht nach. Bei Hechawer zeigte Beer im Tore ganz gute Arbeit. Läufer spielte gut, Weiß rettete aus den verfänglichsten Situationen. Für Heller und Bock mußten die Unterlegenen Ersatzleute stellen. Flußmann arbeitete nützlich und .ausdauernd. Im Sturm gefielen Fallemahn und Kurt Juhn, trotz seiner Verletzung, am besten. Aufrichtig ist ein tüchtiger Draufgeher. Der Verlauf-des Wettspiels brachte nach anfänglicher Ueberlegenheit Hechawers schon in der 13. Minute durch Läufer che Führüng für die Blau-Weißen. Auch weiterhin behauptetet! diese ein kleines Uebergewicht. Ein rascher Vorstoß Hechawers bringt ihnen einen Corner, der schön getreten wird. Nun ereignet sich der eingangs erwähnte Vorfall, das schöne Kopttor Fallmanns findet keine Anerkennung. Nach Halbzeit ist Hechawer im Vorteil, in der 14. Minute gleicht Wirtschafter auch aus, doch die rasche Arbeit der Flügeileute bringt Hazair in Front und in der 30. Minute erringt Läufer nach einem Zuspiel Wortmanhs das siegbringende Goal. Das Wettspiel der Reserven, endete 4:1 für Hazair. Die Tore erzielten Haberfeld (2), Ehrenwald und Rapaport für die Sieger, Wald für die, Unterlegenen. Hazair III— Rennweg III 0:2. Die besten Leistungen bei Häzair boten Roth, Tysser und Aschkefiäsy. Prater Sportklub—Hasmonea 4:0 (! :0). Hasmonea: Meller; Schächter, Grebler; Dankner, Wolfsohn I, Gold; Baron, Eisenmayer, Schirok, Wolfsohn 11, Singer. Die ohne PoIIak, Markstein und Fromm antretende Hasmonea eröffnet das Spiel mit dem Winde im Rücken und greift' fast die ganze Zeit an, bis der Prater Sportklub einen* Durchbruch unternimmt, der zu einem Elfmeterstöß führt. Keßler schießt scharf ein. Nach Halbzeit unterstützt der Wind den Prater Sportklub, Hallandi (2) und Hirschal erzielen drei weitere Tore. Bei Hasmonea gefielen Eisenmayer, Schirok, Grebler und Meller. Die Eröffnung des Hakoah-Platzes- Zu Ostern wird der neue Haköah-PIatz in der Krieau dem Sportbetrieb übergeben. Aus diesem Anlässe veranstaltet die Hakoah ein großes Rundspiel, an dem zwei auswärtige Vereine neben Hakoah und F. A. G teilnehmen werden. Da der schwedische Klub Oergryte-Götebofg seine Sportfahrt durch Mitteleuropa, . die ihn auch nach Wien hätte bringen sollen,* abgesagt hat, steht bisher nur die Teilnahme von Blue Star-Zürich am Osterturnier fest. Die Hakoah ist mit mehreren ausländischen Vereinen in Unterhandlungen getreten, um sie für die .Teilnahme am Rundspiel zu gewinnen. Die Bemühungen der Hakoah dürften auch von Erfolg begleitet sein, ln Blue Star werden wir eine der stärksten Mannschaften der Schweiz begrüßen können. Die Züricher haben bereits die Meisterschaft ihrer Heimatstadt sicher gewonnen, obwohl noch einige Spiele ausständig sind. Auch in der Reglonalmeisterschaft der Ostschweiz stehen sie an erster Stelle. Internationale. Spiele. Nach Berichterstattung durch den Referenten Herrn Ingeneur Pichei wurden vom Oesterreichischen Fußball- Verband folgende Spiele genehmigt: Donaustädter S. G— Bratislava 16. und 17. d. M. in Wien, Angern—Malacka 9. und 17. d. Mi in Malacka, Deutscher Sp. V. Leoben— Udine 9. d. M. in Udine, vorbehaltlich der Einwilligung des Italienischen Verbandes; Klagenfurter A. G—Stuttgart 13. d. M., Klagenfurter A. G—Uatoe 23. d. M„ Klagenfurter A. C.—Enotrio Goliardo-Mailand 21. Mai, Klagenfurter A. G—Saarbrücken 8. C. 5. Juni, Klagenfurter A. C.— Gradianski, Datum noch nicht bestimmt. Red Star— Chotebor und Hlinsko zu den Osterfeiertagen, Nordost— Göding 23. d. M., 8. G Rapid—Rapid-Iglau 16. und 17. d. M., Margaretner Viktoria—Sportovnl Klub-Budweis 30. d. M., L Mai, First Vienna Football Club—S. G Malacka 16. und 17. d. M., Sturm 14—Brünner 8. C. and S. C. Achilles 8. und 9. d. M. Straf- und Meldeausschuß. Aufgehobene Strafen: Die Revision des Aktes Klein« peter Josef (Gersthof) ergab entlastendes Material, so daß der Rest der> Strafe gestrichen' wurde. Eingestellte Verfahren: Gegen F. A. C. wegen Reis«« Entschädigung nach Prag ^anläßlich des Spieles gegen D. F. C.; in Anbetracht, dessen; daß keine Retourver{ pflichtung des D. F. G vorliegt, ist die Reiseentschädigung nicht übertrieben. . Es wurden gerügt: Ungvary, J. A. C-, wegen Kriti« slerens. — Dworak Otto, Rudolfshügel, wegen un statt« haften Benehmens als Linienrichter; — Wicha Franz, Rena* weg, wegen unsportlichen Benehmens. Es wurden strenge gerügt: Franzi, Meteor, wege Kritisierens. i-. Kuthan, Rapid, wegen unsportlichen nehmens. : Es würden disqualifiziert auf 14 Tage: Torten, Ar1 wegen unfairen Spiels; durch Suspens getilgt. — Scheinosf Axa-Abadie, wegen, unsportlichen Benehmens, vom 4. bh 17. d. M. — Richter* Jedlersdorf, wegen unfairen Spiels vom 4. bis 17. d. M. t- Kotrba, Blue Star, wegen unfairer Spiels, vom 4. bis 17. d. *M. Aut zwei Monate : Schaffer, .N. A- C., wegen unsporbj liehen Benehmens, vom 4. d. M. bis 4. Juni. Kremei, Gerat« hof, wegen unsportlichen Benehmens, vom 4. d. M. bil 4. Juni. j Auf drei Monate: Fürst, Ostmark, wegen Beleidigung des Gegners, vom 4. d. M. bis 4. Juli. , Auf sechs Monate: Mraz, 1910er, wegen Beleidigung des Schiedsrichters, vom 14. März bis 14. September! Suspens eingerechnet. ’ Auf drei Jahre: Schwächter, Unitas, wegen Eni* Wendung von Sportdokumenten sowie einer Empfangs^ bestätigung, vom 4. April 1922 bis 4. April 1925. Jüdischei; Sport in Böhmen. Der Felech Bohemla (Gau Böhmen) besteht aus fßtrii Vereinen und ist numerisch der schwächste des Verbände» dessen Schwergewicht in Mähren liegt. Diese Erscheinung hat ihren Grund darin, daß die mährischen Juden il dichteren Siedlungsgebieten wohnen und daß sie in ge« ringerem Maße assimiliert sind als die böhmischen. Jjw wieweit die, hier beobachtete Gleichgültigkeit der jüdischen Führer gegenüber unserer körperlichen Regeherations« bewegung ins Gewicht tällt, wollen wir nicht untersuchen« Dem Gau Böhmen gehören folgende Vereine an*« Hagibor (Prag), Hagibor (Pilsen), Hakoah (Karlsbad)« Makkabi (BrüH und Makkabi (Komotau). | Hagibor (Prag) wurde als reiner Fußballklub gegründet, entwickelte sich jedoch derart, daß der Verein heute außer der Fußball« Sektion eine Leichtathletik-, Hockey-, Hazena- (Damenhand« ball) und Schwimmsektion besitzt. Die Fußball-Jungmanp-j schäften sind in einer eigenen Sektion vereinigt, doch ist dies nur von organisatorischer Bedeutung, wir können - diese Einrichtung aber allen unseren Wiener Sportbrildera aufs beste empfehlen, da wir damit* die besten Erfahrungen! gemacht haben. . i Der Hagibor besitzt; auf dein Belvedere einen äußerst günstig gelegenen eigenen Sportplatz mit Tribüne und Um« kleideräumlichkeiten. Neben dem Fußbailfeld befindet sien ein kleinerer Trainingsplatz für Hockey, Schülermann« schäften und Damen. Sehr fühlbar ist der Mangel eines guten Laufbahn! - j Das Jahr 1921 brachte für die Fußballsektion einti Krisis, wie ,sie der Klub noch nicht erlebt hat. Zur Auf« kl£rung sei gesagt, daß damals ein Wettlaufen uni fremde Spieler (besonders bei den -deutschen Vereinen) stattfand) und der Hagibor nicht zürückstehen wollte. Das Ende waii tragisch: Die Herren verschwanden, wie sie gekommen waren, und ließen als einziges Positivum einen reichen ’ Schatz von traurigen Erfahrungen zurück. Heute steht deij Hagibor auf eigenen Beinen und stellt Spieler aus seinen Jungmannschaften ein.' Von den Resultaten des vorigen Jahres wären folgende hervorzuheben : 8. K. Pardubitz . (Meister des Ostgaues) 1:1, Viktoria-Pilsen (Meister des Westgaues) 1:0 . gewonnen, Meteor-Weinberge 2: Ä Cecbie-Karlin 2:2 und 2:1 gewonnen, Olympia-Pilsen 5:0 gewonnen, S. K. Plzen 1:0 gewonnen. Alle diese Vereine gehören der tschechischen ersten Klasse an. Das wert« vollste Resultat ist ohne Zweifel das gegen G A. F. K.« \ Weinberge, welche nach einem glänzenden Siegeszugn (D. F. C. 4:1, Vrsovice 3:0, Viktoria-Zizkov 2:1) gegen Hagibor 4 :3 spielte. Erwähnenswert ist noch, daß bei den Gauspielen zehn Hagiboraner die Farben des Verbände^ vertraten. Und nun zur; erfolgreichsten Sektion de» Hagibor, zum Dorost (Jungmannschaften). Was auf diesem Gebiete geleistet wurde, ist wohl einzig dastehend in der Republik. Wer an einem Sonntag« vormittag auf den Platz kam, konnte von 8 Uhr an eine! Mannschaft nach der anderen antreten sehen, bis all« sieben iungmannschaften ihre Spiele absolviert hatten. Denn die Sektion setzt sich aus vier Schüler- und drei Jungmannschaften zusammen. Jede einzelne Mannschaft ist vollkommen ausgerüstet Die ers’.e Jungmannschaft ist zweifelsohne die beste in der 1 >ublik und hat in der ganzen Herbstsaison 1921 nur «. Match (2:1) gegen Olympia! verloren, allerdings hat sie eine Woche später, dieselbe Mannschaft mit vier Toren Differenz geschlagen« Die tschechischen. Meistermannschaften wurden glatt erledigt: Sparta 3: 1, Slävia H; 1, 4 : 0, Vrsovice 1: l, 1: 0J G A. F. K. 3:2, 4:1, Bubenee 1:0 und endlich der Pokalsieger! im Jungmannschaften-Turnier Viktoria-Zizkov 1:0. Von! auswärtigen Mannschaften wurde die ganz hervorragend« Siavia-Püseu 3:2 und das deutschböhmische' Verbandst team 3:1 geschlagen. Die Jungmannschaften des Hagibor erfreuen sich in der tschechischen Sportwelt des höchsten Ansehens und der Vorstand,dieser Sektion hat vom tschechi« sehen Verband wiederholt sehr schmeichelhafte Zeichen der Anerkennungverfahren. Unter anderem demonstrierte^ anschließend an einen Vorträg, die erste Jungmannschaft den Iungmannschaften der tschechischen Vereine auf Ansuchen des tschechischen Verbandes unter Leitung ihres ' Trainers auf dem Platze der Unicn-Zizkov ihre Trainingsmethode. Ari trägt zu Ostern ein Freundschaftsspiel gegen' Neunkirchen mit zwei Mannschaften aus. Bei der letzten Spielerversammlung wurden als Kapitäne der!. Mannschaft P. Basch, M. Ronis, als Kapitäne der II; Mannschaft 8. Silberstein und Gerber gewählt. Karl Marx und Teichthel (Hasmonea) wurden für. den S. C. Bar Kochba respektive Moriah freigegeben. Graäjanski in Spanien. Der jugoslawische Meister erlitt in den beiden letzten Soielen zwei Niederlagen. Er