Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1133 (25.3.1922)
- Date
- 1922-03-25
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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swte^nr wtfen, Vkmskas 25. März 1923 Nr. N3S gK>(BIK>®4 8<W W 8 L IKUDO« Sportblatt der Wiener Moraenzeituna Fußball. Die Meisterschaft. I. Klasse. \ Trotz des Doppelfelertages stehen nur vier Meisterschaftsspiele auf dem Programm, die sowohl in der Spitzengruppe als auch im Hintertreffen keine wesentlichen Verschiebungen bringen können. Der Wiener Sportklub kann nach wie vor vom ersten Platz nicht verdrängt werden, da fhm auch im Falle eines Erfolges der Hakoah die größere Anzahl von Siegen zugute kommt Eine der gefährlichsten Mannschaften» der Sportklub Wecker, tritt heute aut dem Hertha-Platz gegen die Hausherren an. Die Meidlinger liegen im Mittelfreffen der Meisterschaft, so daß man glauben könnte, daß mit ihnen in der Meisterschaft nicht mehr zu rechnen ist Diese Ansicht könnte sich bitter rächen, da Wacker derzeit zu den stärksten Vereinen der ersten Klasse zu zählen ist Die zahlreichen Punkteverluste, die die Meid*- iinger im vergangenen Herbst erlitten haben, lassen es wohl' nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen erscheinen, daß sie noch für die ersten Plätze in Betracht kommen. Dem Sportklub Wacker fällt aber die Aufgabe zu, den Weizen von der Spreu zu scheiden. So mancher Verein, der nach der stolzen Siegespalme - in der Meisterschaft langt, denkt, mit gemischten Gefühlen an sein Spiel gegen Wacker, da ersterer sich darüber klar ist, daß dieses Treffen zu den schwersten Prüfungen der kommenden Frühjahrssaison zu zählen ist Demgemäß verfolgen die Spitzenklubs und ihre zahlreichen Anhänger mit großem Interesse die Spiele des, Sportklubs Wacker, weshalb auch am heutigen Tage mit einem starken Besuch auf dem Hertha-Platz zu rechnen ist Der Sportklub Wacker hat heuer noch keine Niederlage erlitten. Er gewann gegen Admira, Makkabi-Brünn und W. A. C. mit der gleichen Tordifferenz 3:0 und spielte gegen Brünner Sportklub 1: l unentschieden. Weit schlechter schnitt bisher der Sportklub Hertha ab. Er mußte sich vor der Hakoah 0:2 und 0:3 beugen und spielte gegen Simmering 2:2 unentschieden. Es wäre aber ganz verfehlt, wenn man auf Grund der nackten Ziffern zur Ansicht kommen würde, daß die Hertha leicht zu besiegen sei. Die Favoritner hatten das Pech, die Hakoah in einer ganz respektablen Form anzutreffen, so daß an diesen Tagen nur wenige Vereine gegen den jüdischen Klub günstigere Resultate erzielt hätten. Bei den Simmeringern wieder ist es eine alte Tatsache, daß sie im Frühjahr weit besser als im Herbst spielen. Die Hertha geht also, wenn man noch berücksichtigt, daß das Spiel auf ihrem Platze stattfindet,, nicht ohne Siegesaussichten in den Kampf. Die ersten Chancen darf man aber trotzdem dem Sportklub Wacker einräumen. Das letzte Meisterschaftsspiel gewann Hertha 3:2. Schiedsrichter Koceny. Reserven Fiedler. Zwei ungleiche Gegner scheinen in Hakoah und Rudolfshügel einander auf dem Platze des letzteren Vereines entgegenzutreten. Hakoah ist heuer von Sieg zu Sieg geschritten, wobei nicht die Resultate als solche, sondern weit mehr der Stil, in dem die Erfolge errungen wurden, dem . Fachmann imponierte. RudolfshUgel hingegen verlor die Meisterschaftsspiele gegen F. A. C. (0:3) und W. A. F. (0: l) und im Cupspiel am vergangenen Sonntag blieben die Favoritner erst nach hartem Kampfe gegen den drittklassigen Meidlinger Vorwärts mit 1:0 Toren siegreich. Sämtliche Resultate sprechen also einem Siege des Sportklubs Hakoah das Wort. Im Fußbailsport kommt es aber oft anders, als man denkt Wenn man die Chancen zweier Vereine erwägen will, dann darf man zur Papierform nicht absolutes Vertrauen haben. Jede Mannschaft hat ihre - Eigenarten, Vorzüge und Schwächen. Diese Eigenschaften beider Vereine muß man einander entgegenhaiten, wenn man einen halbwegs sicheren Schluß auf den vermutlichen Ausgang eines Treffens ziehen 'will. Der Sportklub Rudolfshügel pflegt eine Spielweise, mit der sich die Hakoah bisher nicht recht befreunden konnte. Die Kampfesführung der Favoritner ist auf Kraft und Energie aufgebaut. Da die Hakoah bis zur Einstellung Guttmanns trotz der bedeutenden technischen Fähigkeiten ihrer Spieler in der Hauptsache sich der gleichen Kampfmittel bediente, wobei die Hakoahner aber dem Gegner körperlich unterlegen waren, stellten sich ihr die Favoritner Immer als schwer zu nehmendes Hindernis in den Weg. Auch im Vorjahre konnten die Hakoahner nur ein unentschiedenes Resultat von 1: l Toren erzwingen. Wir sind deshalb der Ansicht, daß die Hakoah morgen vor keiner leichten Aufgabe steht, wenn sie beide Punkte nach Hause bringen will. Pie Hauptstärke der Platzbesitzer liegt im Hintertreffen. Im Tormann Brazda haben sie vielleicht den tüchtigsten Vertreter dieses Faches, den Wien jetzt aufweisen kann. Die beiden Verteidiger sind bärenstark und grdß, so daß jedes Einzelgefecht mit ihnen dem Gegner die Erfolgmögüchkeit raubt. Auch bei hohem Spiel sind die beiden Verteidiger mit Rücksicht auf ihre Größe ganz bedeutend im Vorteil. Die Deckung ist energisch und ausdauernd. Etwas schwächer hingegen erscheint uns der Angriff, doch besitzt er in Fröhler und auch in Winkler zwei gewaltige Scharfschützen. Rudolfshügel ist befähigt, Tore zu erzielen und den Vorsprung trotz der energischesten Gegenangriffe zu halten. Die Hakoah muß morgen neuerlich in geänderter Aufstellung an treten, da Häusler wegen des Ablebens seines Vaters nicht mitwirken kann. An seiner Stelle wird Pollak den rechten Flügelstürmerposten ein--: nehmen. In der Deckung wird wieder Molnar tätig sein;' da er von seiner Erkrankung bereits hergestellt ist. Die Mannschaft tritt also in folgender Aufstellung an: Halpern; Scheuer, Trümmer; Grünfeld, Guttmann, Molnar; Pollak; Neufeld, Oansl, Grünwald, Katz. Nach dem Vorhergesagten ist zu ersehen, daß die Hakoah das Spiel nicht von der leichten Seite nehmen darf, sonst könnte sie ihre bisher so günstige Position in der Meisterschaft empfindlich schwächen. Sie ist wohl morgen von ihrem zweiten Platz in der Tabelle nicht zu verdrängen, da Rapid kein Meisterschaftstreffen austrägt und Hertha im günstigsten Falle nur die gleiche Punktanzahl wie der jüdische Verein erreichen kann. 'Trotzdem dürfte sich letzterer Klub es nicht entgehen lassen, bis zum Spitzenverein aufzulaufen. Schiedsrichter Komar. Dl$ Reservemannschaft der Hakoah, die heuer noch keine Niederlage erlitten hat, steht ebenfalls im Spiel gegen Rudolfshügel 11 vor keiner leichten Aufgabe. Schiedsrichter Fried. Je zwei Niederlagen weisen Vienna und Ostmark, die einander morgen auf der Hohen Warte entgegentreten, in der Frühjahrsserie der Meisterschaft auf. Trotz dieser Mißerfolge schätzt man die Spielstärke der beiden morgigen Gegner ziemlich hoch ein. Beide Mannschaften unterlagen gegen den Wiener Sport- RUDOLFSHUGEL-PLATZ liiiiiiiiiiiiiimiiiiiiuiiii Endstation der Linie 66 niiiiiuuuuiiiiiiiiuiiiu Morgen, Sonntag, den ZI. I3ra 1922 . 4 Ohr nsehinittags ffleisterscii oft s s p i e 1 Hakoah gegen 063 RudolfshUgel Msp die (tarn Mr Vormittags OangmaonsMis BSBaBiiOBiBiBSBiiiBonBaiBBaiaaiflaifaiB e a g X.,Chienenstrafic73 P^lnJ&TS HaltestSatlertptata ® ■ Linien 6,67 and 15 verkehren direkt bis zum Sportplatz B! -H«üt^ Ssmstä» '/jt Ühn-5 i Einziges Meisterschaftsspiel i M ans 5 B OBBBBBSBRBBIIllflBBBBBOBBnflBHBBflBflBnflBBB Vorher die Reserven Klub mit einem Tore Differenz» so daß die Papierform auf die Gleichwertigkeit der zwei Mannschaften schließen läßt. Im Vorjahr blieb die Vienna mit 1:0 Toren siegreich. Auch diesmal ist man mit Rücksicht auf den Vorteil des eigenen Platzes geneigt, den Döblingern die etwas besseren Chancen einzuräumen. Es wäre aber keine Ueberraschung, wenn es den Brigittenauern gelingen würde, für ihre letzte Niederlage Revanche zu nehmen. Schiedsrichter Al brecht. Reserven: Adler. Einen großen Tag hat morgen Floridsdorf, da einander die beiden erstklassigen Vereine des XXL Bezirkes, Floridsdorf und Admira, auf aem Admira-PIatze gegeuttberstehen werden. Der F. A. C. hatte einen gut$n Start in der heurigen Frühjahrssaison; gelang es Ihm doch, die schußkräftigen Rudolfshügler in Favoriten mit 3:0 Toren zu schlagen. Die . übrigen Spiele verliefen hingegen für die Floridsdorfer weit weniger glücklich, da sie gegen D. F. C.-Prag und Amateure empfindliche Niederlagen erlitten. Admira vermochte sich heuer noch nicht au3zuzeichnen. Die Mannschaft befindet sich in gefahrdrohender Nähe vom letzten Platz, so daß für sie jedes Spiel von entscheidender Bedeutung ist Im vergangenen Herbst spielten die beiden Vereine 3:3 unentschieden. Für den morgigen Tag kann man ein ähnliches Resultat Voraussagen. Schiedsrichter: Schmidt. Reserven: Macho. II. Klasse. Morgen stehen sechs Spiele auf dem Programm, die mit den Siegen der Favorits endigen dürften. Der W. A. C. sollte auf eigenem Platz mit den Wiener Sportfreunden fertig werden können. (Schiedsrichter Frankenstein.) Die Germania wird sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, Sturm 14 ohne Punktegewinn von Schwechat heimzuschicken. (Schiedsrichter Lopater.) Nußdorf wird auf eigenem Platze im Spiel gegen Donaustadt zu beweisen haben, daß der letzte Sieg gegen Gersthof kein Zufall war, (Schiedsrichter1 Haberleitner.) Der populäre Sieger vom letzten Sonntag, Red Star, empfängt auf eigenem Platz die Bewegungsspieler. (Schiedsrichter Großmann.) Blue Star und Cricketer treten auf dem Neubauer-Platz an. (Schiedsrichter Mantler.) §. 8. V. und Rennweg Spielen auf dem V. A. S.-Platz. (Schiedsrichter Nemetz.) IV. Klasse Sfidost. Morgen gelangen fünf Meisterschaftsspiele zur Austragung. Der führende 8. C. Weiße Elf ist spielfrei. Ein scharfes Gefecht um die Punkte werden einander voraussichtlich Kadimah und Prater Sportklub um %2 Uhr auf dem fedlersdorfer-Platz liefern. Beide Mannschaften befinden sich derzeit in guter Verfassung. Der, 8. C. Kadimah tritt bereits mit seinen Neuerwerbungen an und dürfte eine sehr spielstarke Mannschaft ins Feld stellen. Prater Sportklub verlor vom Start weg ziemlich viel Terrain und nimmt derzeit mit 14 Punkten den dritten Platz in der Tabelle ein. Im ersten Meisterschaftsspiel gewann Kadimah 4:1. Wir rechnen auch diesmal mit einem sicheren Siege des jüdischen Vereines. Schiedsrichter Bruckner. Hasmonea hat um 4 Uhr auf dem Jedlersdorfer-Platz einen alten Bekannten aus der Schutzgruppe zum Gegner. In der Schutzmeisterschaft gelang es Hasmonea, den S. C. Meteor 10:0 zu besiegen, im ersten Meisterschaftsspiel der IV. Klasse mußte sich Hasnonea mit einem, unentschiedenen Ausgang (0:0) zufriedengeben. Die ambitionierte Meteor-Mannschaft schlug sich in der Meisterschaft gegen stärkere Gegner sehr ehrenvoll und es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß sie der Hasmonea den Punktgewinn sehr schwer machen wird. Hechawer dürfte' im Spiel gegen Vindobona beide Punkte erhalten, da der 8. C. Vindobona keine besondere Spielstärke aufweist. Hazair tr'fft in Athen auf dem Lagerhaus-Platz (4 Uhr) auf einen schweren Gegner, im vergangenen Meisterschaftsspiel besiegte Hazair den S. C. Athen 2:0. Eine Punkteteilung würde diesmal den Erwartungen am meisten entsprechen. Schiedsrichter Cbalupka» Verftas dürfte auf dem Lagerhaus-Platz (2 Uhr) gegen Feuerwehr knapper Sieger bleiben. Das erste Spiel endete 5:0 für Feuerwehr. Schiedsrichter Eisenberg. IV. Klasse Nord. Der J. A. C., der vergangenen Sonntag gegen dlfi tüchtige Hazair-Mannschaft einen überlegenen Sieg (4:0) errungen hat, trifft morgen auf den ex-drittklasslgen Sportklub Westmark. J. A. u verlor zu Beginn der Meisterschaft sehr viel Terrain und wird bemüht sein, jetzt möglichst viel aufzuholen. Das erste Treffen der beiden morgigen Gegner endete mit einem Sieg Westmarks von 4:0 Toren. Der jüdische Verein wird versuchen, für diese empfindliche Niederlage Revanche zu nehmen. Das Spiel findet um 2 Uhr auf dem Sturm-14-Platz statt. Schiedsrichter Scheibenpflug. Die übrigen Spiele in dieser Grupps sind: Thalia—Wr. Viktoria (2 Uhr, St.-Velter-Platz) Steiner, Virtus—Taubstummen (4 Uhr, Reichsbund-Platz) Wolfsgruber, Sievering—Dornbach (4 Uhr, Viktorla-XXI- Platz) Braunwald, Währing—Unität (4 Uhr, St.-Veiter-PIatz) Braun IL Schutzgruppen. In der Gruppe West dürfte Ari einen sehr schwere® Stand gegen die 1910er haben. Das erste Meisterschaftsspiel endete 10:0 für die 1910er. Letzterer Verein wurde am vergangenen Sonntag von Krieau 3:2 besiegt. Wir rechnen, daß es Ari gelingen wird, ein ehrenvolles Resultat zu erzielen. Das Spiel findet um 4 Uhr auf dem Feuerwehr-Plata statt. Schiedsrichter: Ken der. In der Gruppe Nordsüd dürfte der J. F. C. gegen Nordwacht einen sicheren Sieg erringen. Das Spiel findet um 7,11 Uhr auf dem Wiener Sporlfreunde-PIatz statt. Bar Kochba (Gruppe Nord) trägt sein Meisterschaftsspiel gegen Vindobona bereits heute um V,2 Uhr auf dem Bewegung-XX-Platz aus. Bar Kochba gelang es, den bisher ungeschlagenen Sportklub Republik 2:0 zu besiegen, so da anzunelimen ist, daß der jüdische Verein gegen deä spielschwächeren 8. C. Vindobona erfolgreich bleiben wird» In der neuen Schutzgruppe Untere Wien nehmen die jüdischen Vereine Menorah und Moriah an der Meisterschaft teil. Menorah spielt heute gegen Alemannia. DeF jüdische Verein besitzt eine talentierte Mannschaft, dis aber körperlich dem S. C. Alemannia sehr unterlegen sein dürfte. Alemannia erlitt vergangenen Sonntag gegen den Brigittenauer Athletikklub eine empfindliche Niederlage* Wir rechnen mit einem knappen Siege von Menorah. Moriah geht nur mit geringen Chancen gegen den Brfgittenauer Atkletikklub, der am vergangenen Sonntag den S.C. Alemannia 7:2 abgefertigt hat, in den Kampf, Das Spiel findet morgen um ^9 Uhr auf dem Viktoria-XXI- Platz . statt. ' * Provinz I. Klasse. Folgende Spiele stehen auf dem Programm: Stöckers® —-Wiener-Neustadt, Atzgersdorf—Guntramsdorf, Liesing—, St. Pölten, Korneuburg—Mödling, Klosterneuburg—Badem Die Treffen gehen auf den Plätzen der zuerst genannten Vereine vor sich. _^_ Der Prager D. F. C. in Wien, .. Spiele in, Hötieldorf und in Ober-St.-Veit. Die Wiener^ Fußbailgemeinde empfängt heute hti, D. F. C. den Träger eine-s berühmten Namens zu Gaste. Der Deutsche Fußballklub Prag kann als Pionier des österreichischen Sports angesehen werden, obwohl etf derzeit -nicht mehr dem österreichischen Verband unter-i steht. Die Prager gehörten vor zwanzig Jahren neben Viktoria (Berlin) zu den stärksten Mannschaften Euro-; pas. Demgemäß ist es erklärlich, daß ihr Einfluß auf dis sportliche Entwicklung unserer Heimatstadt ganz bei deutend war. Vor allem wurde der W. A. C. als Sektion; des Prager deutschen Fußballklubs gegründet. Weiters trug der, rege sportliche Verkehr viel dazubei, daß die( Wiener Mamtischaften von den Deutschen der Tscheche-. Slowakei viel lernten. Viele Jahre hindurch hielt sich] der D. F. C. auf seiner stolzen Höhe. Da er es aiberj nicht verstand, die deutsche Jugend von Prag zu erfassen,, war er, um keine empfindliche Einbuße an Spiel«! kraft zu erleiden, gezwungen» seine Reihen durch aus-i , ländische Größen zu verstärken. Dieser Weg führte die Prägen* aber nach abwärts. Die Fremdlinge in der Mannschaft brachten nicht die notwendige Begeisterung auf? wie die Spieler, die selbst erzogen -werden. Und so war es nicht verwunderlich, daß der D. F. C. seine führende Stellung im mitteleuropäischen1 F.ußballsjport verlor. Erst der heurigen Frühiahnssaisa,n War es Vorbehalten, den D.. F. C. wieder auf alter Höhe zu sehen. Er trug drei’ Spiele aus, die er. überlegen gewann. Er besiegte den! F. C. Weiden 6:i, F. A. C. 4 :o und Brüx 2:o. Die Resultate beweisen, daß die Wiener Mamr», schäften es mit einem starken Gegner zu tun haben werden, den sie nur unter Aufbietung aller Kräfte be-> zwingen können. Die Gäste dürften in Wien mit folgen-, der-Mannschaft andrsten: Müller; Kuchynlca, Ottoway;' Cimera, Toth, Krombholz; Patek, Höß, Horwath, Leß, Feiler. Heute tritt der D. F. C. auf dem Rapid-Platz derfl Sportklub Rapid entgegen. Der Wiener Meister hat sich am letzten Sonntag einen argen. Versager geleistet,' Dieser Mißerfolg ist erklärlich, wenn man berücksichtigt, daß Rapid eine Umgruppierung in seihet Mannschaft vomimmt. Ndue Kräfte sind herangezoger*. und ausiprobicirt worden, und diese Versuche hatten einen vorübergehenden Rückschlag zur Folge. Rapid hat sich bisher immer als stärkste heimische Waffe im internationalen Wettstreit erwiesen, so daß man den Hütteldorfern auch heute getrost die Vertretung unserer Farben anvertrauen darf. Schiedsichter See-, mann. Im Vorspiel stehen einander Amateure, und Slovast gegenüber. Die Wiener Tschechen zählen zu denjenigen Vereinen, die den modernsten Fußball vorführen. Da die Amateure kaum mit ihrer kompletten ersten Mannschaft antreten werden, wodurch ein Kräfteausgleidv stattfindet, sollte auch dieses Spiel interessant verlaufen. Schiedsrichter Putzendoppler. Morgen Sonntag finden die Spiele auf dem Ama* teur-Plafiz in Obor-St. Veit statt. Die Prager treffen dabei in den Amateuren auf keinen schwächeren Gegner als am Vortag. Wenn die Ober-St- Veiter auch nicht die Kampfkraft besitzen wie die Hütteldorfer, sk? führt ihre feinere Klinge doch ebenfalls zum Ziele. Auch