Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1126 (18.3.1922)
- Date
- 1922-03-18
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2979076-2980129-2980206--10577-2996941- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seife 8 Wien, Samstag WTEtfER «VROMLMTES 18. März 1922 ksf. 1123. QE)4 G5> 0W> Sport Ulatr der ID<ss»<i! <*>< KS>< >OD >X« >I< täththtt Fußball. Der Nietferösterreichisdie Cup. Die erste Frühjahrsrunde. Die beiden bedeutendsten lokalen Wettbewerbe, die Meisterschaft und der Cup, haben sich als hervorragende Mittel zur Aulrechterhaltung der Disziplin erwiesen. Die Vereine fürchten nämlich seit der Einführung dieser Konkurrenzen die Bestrafungen mehr als früher, da letztere in den beiden Wettbewerben die schwersten Folgen haben können. Das große Interesse, das sämtliche Klubs der Meisterschaft und dem Cup .entgegenbringen, ist sowohl sportlicher als auch geschäftlicher Natur. Wenn man sich darüber auch klar ist, daß beide Konkurrenzen nicht zur Hebung und Veredlung unserer Klasse beitragen, so beansprucht zum Beispiel die Meisterschaft schon aus dem Grunde das sportliche Interesse, Weil eine ungünstige Placierung den Verlust der Erstklassigkeit bewirken kann. Für die unteren Klassen ist die Meisterschaft eine sportliche Notwendwendigkeit, cfä die Führung dieser kleinen Vereine noch nicht auf der Höhe ist, daß die Mannschaften, falls die Meisterschaft wegfällt, während der ganzen Saison beschäftigt sind. Der Cup- Konkurrenz kann man wieder den sportlichen Wert bei-, messen, daß Klubs des Unterhauses in die Lage kommen, In ernsten Wettbewerb mit den Erstklassigen zu treten. Der sportliche Gewinn, den Cup-und Meisterschaft bringen, wird aber vom finanziellen weit übertroffen; Die Meisterschaft läßt während des ganzen Jahres die Gemüter der FuSballfreunde nicht zur Ruhe kommen. Demgemäß, sind auch fast sämtliche Meisterschaftsspiele weit besser besucht als selbst bedeutende lokale Freundschaftstreffen. Von fast ausschließlich geschäftlicher Bedeutung ist der Cup, der den Vereinen mit dem Fortschreiten ■ in den einzelnen Runden stets reicheren Gewinn bringt Mit Rücksicht auf die schweren Sorgen, die insbesondere die erstklassigen Vereine haben, um die immensen Ausgaben, die die Erhaltung der Plätze und die Neuanschämihgen der notwendigen Sporttrfensilien verursachen, wissen diese Vereine das verbleiben in der Cup-Konkurrenz zu schätzen. Wenn man noch in Betracht zieht, daß dem Sieger heben dem finanziellen noch ein moralischer Erfolg winkt, so kann man ermessen, welches Augenmerk die Erstklassigen dem Cup schenken. Der Zufall wollte’ es, daß gleich in der ersten /Runde drei Spiele, in den«! einander Vereiae des Oberhause* gegenüberstehen, auf dem Programm sind. Als ata KsvLpeKrkLWsk kann die Begegnung von Hakoah und Hertha, die auf dem F. A. C.-Platz statifiidet, bezeichnet werden. Am -vergangenen Sonntag gelang es bekanntlich dem ^jüdischen Klub, die Favoritner einwandfrei und sicher 2:0 zu bezwingen. Es ist aber sehr fraglich, ob es .den Hakoahnern gelingen wird, diesen Erfolg zu wiederhole«. Auf jeden Fall sind ihre Chancen diesmal nicht so günstig, da mehrere Spieler auf der Marodenliste stehen und so ihre Mitwirkung demgemäß sehr fraglich ist. Molnar ist an einer Mittelohrentzündung erkrankt, Pollak hat eine empfindlich schmerzende Verletzung am Fuß, Häusler und Katz laborieren an ihrer alten Schlüsselbeinverletzung. Es ist also wahrscheinlich, daß die Hakoahner mit mehreren Ersatzleuten werden a»treten müssen. Die Hertha dürfte ungefähr die gleiche Mannschaft wie am vergangenen Sonntag stellen, doch liegt die Mitwirkung des internationalen Torwächters Ostricek im Bereich der Möglichkeit. Die Favoritner sind im letzten Spiele hauptsächlich aus dem Gründe unterlegen, weil sie technisch schwächer und weniger ausdauernd waren. Der letzte Uebelstand dürfte aber bereits behoben sein, so daß die Hertha, was die körperliche Kondition anbetrifft, der Hakoah kaum nachstehön wird. Von der Form des Hakoah-Angriffes und der beiden Flügelläufer sollte es abhängeri, ob der jüdische Klub neuerdings den Sieg erringen wird. Wir sind der Meinung, daß die Hakoahner auf keinen Fall einen derart leichten Erfolg werden aufweisen können als am vergangenen Sonntag. Es erscheint dabei keineswegs ausgeschlossen, daß die Hertha, ebenso wie im Vorjahr, die Hakoah aus dem Cupwettbewerb drängt. Das Wettspiel wird von Schiedsrichter Reichsfeld geleitet. Die Hakoah-Reserve bestreitet im Vorspiel ihr ausständiges Meisterschaftstreffen gegen Hertha-Reserve. Da der Nachwuchs der Favoritner keinen Vergleich zu scheuen hat, dürften die Hakoahner in diesem Kämpf einen schweren Stand haben. 1 Ein illustrer Gast wird dem Spiel zwischen Floridsdorf"' und Amateure jqif dem Platze des letzteren Vereines beiwohnen. Herr Tegner, der berühmteste schwedische Sportjournalist, der seinerzeit auch die Wiener Mannschaften auf ihrer Reise durch Schweden begleitete, wird dem morgigen Spiele in Oberst.-Veit beiwohnen, um seine Eindrücke über die Wiener Sportverhältnisse in seinem schwedischen Blatte wiedergeben zu können. Mit Rücksicht auf den bedeutenden Einfluß, den Herr Tegner insbesondere auf den Fußballsport In Skandinavien hat, werden sich die beiden Mannschaften bemühen müssen, durch einen (fairen Kampf uns im Auslande Freunde zu schaffen. Die Amateure haben heuer noch keine besonderen Heldentaten vollbracht Sie unterlagen gegen Rapid in einem unglücklich geführten Treffen 1:2. und besiegten Ostmark 1:0. Die Floridsdorfer haben gegen Rudolfshügel einen eindrucksvollen Sieg von 3:0 Toren errungen, doch gelang es ihnen nicht, den Wiener Sport in Prag würdig zu vertreten. Obwohl der Spielmethode der Amateure vor der der Floridsdorfer der Vorzug gebührt, steht der Sieg der Ober- St.-Veiter absolut nicht fest. Es ist eiae alte Tatsache, daß Jeder Verein Gegner hat, gegen die er nur sehr schwer aufkemmen kann. So kämpfen zura Beispiel die Rapid- Spieler immer sehr hart gegen die Simmeringer und die Hakoahner können nur ia den seltensten Fällen Siege gegen Wacker erringe». Die Amateure wieder haben ihre IJeberlegenhoit über F. A. £. fast nie zum Ausdruck bringen können. Map ist deshalb gefühlsmäßig geneigt, den Floridsdorfern keine geringeren Chancen einzuräumen als den Amateuren,' obwohl das Spiel auf dem Platze des letzteren Klubs stattfindet. Schiedsrichter Koceny. Nur Niederlagen haben heuer Ostmark und Admlra aufzuweisen, die einander in Floridsdorf gegeaflberstehen. Es darf aber festgestellt werden,'daß beide Mannschaften unglücklich gekämptt haben. ins’saaendere Ostmark ist dank dar Sehußfähigkeit einze.ner Stürmer selbst für dea stärksten Verein ein gefährlicher Gegner. Im Vorjahr sind beide Parteien über die erste Runde nicht hinausgekommen, diesmal wird einer von den beiden Klubs unbedingt günstiger ab- F A. C.-Platz :: Floridsdorf . Linie 31 ■ » .»■■ , ——■ ■ Sonntag den 19. März, 3 Uhr Cupspiel V-2 Uhr# Meisterschaftsspiel der Reserven 9455 Sportplatz RÄPIDjHiü'iteleSorf .13. Bezirk, Hüttetdorf Linien 49, 50, 51 a. 52. Vorortelinie der Stadtbahn. Weatbahnzüge. ..... .. .- . MGfZER Uhr CupspI&S RAPID—RED STAR VORHER RESERVEN *92 schneiden müssen. Wir geben den Brigittenauern die günstigeren Chancen. Schiedsrichter Rctschury. Einem Außenseiter, der dar zweiten Klasse entstammt, räumt mäh jedes Jahr große Chancen ein. Diesmal ist es der W. A. C., dem das Unterhaus großes Vertrauen «itgegeabringt. Der Praterklub hat aber das Pech, gleich in. de’r ersten Frühjahrsrunde im Sportklub Wacker auf einen nur schwer zu bezwingenden Widersacher zu stoßen. Wenn man noch in Rechnung zieht, daß das Treffen auf dem Wäcker-Platze vor sich geht, so wird man ermessen können, daß die Siegesaussichten des Praterklubs nicht allzu groß sind. Wacker hat heuer ausschließlich gute Leistungen geboten. Die Mannschaft besiegte Admira im Meisterschaftsspiel 3:0 und vertrat den Wiener Sport in Brünn sehr würdig, wobei ihr der Erfolg über Makkabi (3: 0) sehr hoch ahzurechnen ist. Der W. A. C. hingegen hatte bisher noch keine hervorragenden Tage. Vnr glauben deshalb, daß die Hoffnungen, die die II. Klasse in den W. A. C. setzt, zumindest diesmal nicht begründet sind. Schiedsrichter Wancura. ,; Der Spitzen verein der I. Klasse, " der Wiener Sportklub, spielt auf dem Lehrer-Platz gegen die zweitklassige Simmeringer Sportvereinigung. Wenn die , Papierform nicht auf den Kopt gestellt werden soll, dann müssen die Dornbacher als sicherere Sieger aus dem Kampfe hervorgehen. Die Simmeringer werden sich wohl bemühen, dem Gegner den Erfolg möglichst schwer zu machen, doch werden sie kaum ohne eine empfindliche Niederlage wegkommen. Schiedsrichter Aibrecht. Der Rekordsieger vom voriger Sonntag, der Sportklub Rapid, hat in Hütteldorf Red Star zu Gaste. Die Ottakringer waren auch im Vorjahre für jeden erstklassigen Verein ein gefährlicher Gegner. Heuer sind sie aber in ihrer Form stark zurückgegangen. Rapid hingegen scheint langsam wieder seine alte' Schlagkraft zurückzugewinnen, so daß man'im morgigen Treffen den Zweitklassigen keine Chancen einräumen kann. Schiedrichter Bisenius. Zwei Rivalen aus der I!- Klasse stehen einander in Vienna und Donaustadt auf der Hohen Warte gegenüber. Als die Döblinger noch dem Unterhause angehörten, waren die Donaustädter eine .der gefährlichsten Klippen auf dem Wege zur Wiedererlangung der Erstklassigkeit. Seit damals hat sich das Kräfteverhältnis zugunsten der .Vienna verschoben, doch darf sie morgen ihre Gegner keineswegs unterschätzen, sonst könnte sie eine unangenehme Ueberraschung erleben. Der Sportklub Donaustadt hielt sich im Vorjahr im Cupwettbewerb sehr gut, er besiegte Slovan 2:1 und unterlag in der zweiten Runde gegen Amateure 1:2. Die Vienna kam bis in das - Semifinale, wo. sie. von den Amateuren ebenfalls ganz knapp 2:1 geschlagen wurde. Die Döblinger dürften steh die Gelegenheit kaum entgehen lassen, ihr Glück nochmals zu versuchen-und vielleicht-heuer die. stolze Trophäe einzuheimsen. Schiedsrichter Bugno. " Die Träger eines berühmten Namens, die Cricketer, sind beim W. A. F. ,in Hütteldorf zu Gaste. Erstere waren noch vor einem Jahre als tüchtige Kombinationsmannschaft bekannt, doch sind ihre technischen Fähigkeiten nicht die gleichen geblieben. Die Cricketer unterscheiden sich in ihrer Spielweise heute nur wenig von den übrigen Klubs des Unterhauses, die im. Mitteltreffen Nagen. Der W. A. F. tritt morgen mit Finckera an, wodurch die Schlagkratt des Angriffes bedeutend gewinnen sollte. Ein Erfolg der Zweitklassigen ist kaum zu erwarten. Schiedsrichter Kapper!. Einan Gegner ans der Provinz hat der Sportklub Simmering auf seinem Platze. Die Steckerauer Sfrortvere nigung, die ihm morgen entgegentritt, hat einen guten Namen, doch dürfte es ihr kaum gelingen, einer Niederlage zu entgehen. Schiedsrichter Hoiik. Die übrigen Spiele sind von untergeordneter Bedeutung, da der Kräfteunterschied 'der jeweiligen Gegner im allgemeinen sehr groß ist. Wir glauben, . daß die zuerstgenannten Vereine Sieger bleiben werden. Nachstehend die Spiele: Rudolfshügel— KONUS imn nussbaum Fabrikation tob englischen Fußwmaekiilien, Lauf-, Rtagu. Boxemlnihen su billigsten Preisen. Detail, Engros,Exporti VferkitSttei H. RuBbauui, IL Taborctroßo SB (Mezzanin) Vorwärts XI (Rudolfshügel-Platz), Kaullch. Blue Star- Viktoria XXI (V. A. S.-Platz), Fleißig. Slovan—Atzgers« dorf (Slovan-Platz), Rledauer. Sportfreunde—Olympia XI (Ottakringer-Platz), Daubeck. Bewegungsspieler—Korneuburg (Korneuburger-Piatz), Feulner. Südstern—Vorwärts XI (Südstern-Platz), Tichy. Schutzgruppenmeisterschaft. Die Schutzvereine, die an Cupspielen noch nicht teil* nehmen, setzten ihr? Meisterschaft fort. Einen scharfen Kampf dürfte es zwischen dem jüdischen Klub Ar! und dem robusten Sportklub Fortuna XII geben. Wir rechnen mit ’ einem unentschiedenen Ausgang des Treffens. Das Spiel findet um 'IAO Uhr auf dem Vorwärts-Xl-Platz statt Schiedsrichter Graf. Achdufh dürfte den Floridsdorfer Amateuren (ehemals Parnegg), die am vergangenen Sonntag den Sportklub Rasensport 3:0 besiegt haben, einen gleichwertigen Gegner abgeben. _ Freundschaftsspiele, Der J. A. C., der durch Anmeldung von einigen talentierten Spielern bedeutend an Spielstärke gewonnen hat, trägt ein Freundschaftsspiel gegen Hazair aus. J.'A. C. hat eine ausgesprochen harte Mannschaft, die ein schönes flaches Kombinationsspiel betreibt und in Üngvari (ehemals Marienbad) einen ausgezeichneten Mittelstürmer besitzt; Hazair errang in den letzten Spielen beachtenswerte Resultate und dürfte dem J. A. C. einen ernsten Gegner abgeben. Wir rechnen mit einem knappen Sieg des J. A. C. Das Spiel findet um '/.4 Uhr auf dem Viktoria- XXI-Platz statt. Schiedsricher Feberer. ' Der jüdl^he Meisterschaftsanwärter der IV. Klasse Südost, der Sportklub Kadimah, hat den drittklassigen Sportklub D.'F. C. zum Gegner. Kadimah stellt eine sehr sölelsiarke Mannschaft ins Feld, in der bereits die Spieler Kolisch, Kopfstein' und Eckhaus (ehemals Hechawer) Mitwirken werden. Der D. F. C. erlitt, vergangenen Sonntag im Meisterschaftsspiel gegen Prater Sportfreunde"'' eine überraschend hohe Niederlage von 7 :1 Toren. Kadimah dürfte keine allzu große Mühe haben, die Drittklassigen mit einer Niederlage heinizuschicken. Das Spiel findet um!/j4 Uhr auf dem Jedlersdorfer-Platz statt. Heute tragen die Hasmonea-Beamten ein Freundschaftsspiel gegen Rennweg HI aus. Die Beamten der HaSmouea gaben vergangenen Samstag der tüchtigen . Old- Boy- Mannschaft der Kadimah einen gleichwertigen Gegner ab. Wir rechnen diesmal mit einem Sieg der Beamten. Das Spiel findet um 3 Uhr auf dem Rennweger-Platz statt Die ungeschlagene Hasmonea-Reserve trägt - um . V*3 Uhr auf dem Kaisermühlen-Platz ein Wettspiel gegen die spielstarke Hazair-Reserve aus. Oesterreich—Deutschland. Das Länderspiel, das am 23. April in Wien stattfinde^ wird auf der Hohen Warte vor sich gehen. Bis zum Tage dieses großen Kampfes wird die bisher noch Unausgebaute Kurve auf dem Sportplatz' bereits fertiggestellt sein. Weiters werden sich auch die Zufahrtsstraßen in einem besseren Zustand befinden wie bisher. Die Leitung des, Spieles dürfte ein ungarischer Schiedsrichter innehaben,. An sämtliche Schulen werden 5000 Karten zura Preise von K 100 abgegeben. , Geber die Preise der 'Plätze wurde eine langatmige Debatte geführt, die keine Einigung brachte. Schließlich wurde beschlossen, daß' das Vorbereitungskomitee sich mit dieser Frage noch einmal befassen und der nächsten Sitzung Bericht erstatten soll. Die Gäste werden im Hotel de France einquartiert werden; Schweiz—Oesterreich. Der schweizerische Fußballverband teilte dem österreichischen mit, daß er derzeit der Termin Verlegung des Länderkampfes vom 4. auf den 11. Juni noch nicht beipfllchten kann. Er wird aber seine Stellungnahme noch rechtzeitig bekanntgeben. Der Schweizer Verband schrieb weiters, daß seine Auswahlmannschaft nicht in der Lage sei, ein zweites Spiel in Klagenkurt auszutragen. Ostmark in Jugoslawien. Der Oe. F.-V. hat, wie wir bereits berichtet haben, an das österreichische Konsulat in Belgrad ein Schreiben gerichtet, worin ersterer bat, daß das Konsulat eine Untersuchung gegen Ostmark veranlassen soll. , Nun kam das •Antwortschreiben, das in der gestrigen Sitzung des Oe. F.-V. zur Verlesung gelangte. Das österreichische Konsulat teilte mit, daß es sich an die jugoslawische Regierung und an die Paßstelle um Aufklärung über die Vergehen des Sportklubs Ostmark gewendet habe. Nach Einlangen der Antwd^schreiben wird das Konsulat dem Oe^ F.-V. über das Ergebnis der Untersuchung Nachricht zukommen lassen. Eine strittige Generalversammlung. Das Haar in der Suppe. Die Generalversammlung des Schiedrichterkollegiunta ist reibungslos vor sich gegangen. Plözlich bemerkte ein Mitglied dieser Körperschaft, dessen Eitelkeit nicht befriedigt worden war, daß die Einberufung zur Hauptversammlung nicht satzungsentsprechend war. Dieser Herr richtete deshalb an den N. Oe. F.-V. einen Protest gegen die Gültigkeit der Generalversammlung, welcher Einsprache auch Folge gegeben wurde. Nun wendete sich das Schiedsrichterkollegium an die oberste Behörde, an 'den Oe. F.-V., um ihn zu veranlassen, die Entscheidung des Niederösterreichischen Fußball-Verbandes umzustoßen. Der Oesterreickische Fußball-Verband kam in der gestrigen Sitzung zu der Erkenntnis, daß der Protest des einen Herr« begründet ist. Da aber eine neuerliche Generalversammlung kein anderes Ergebnis bringen würde, wurde Herr Dr. Abeies beauftragt, den EI»Sprecher zu veranlassen, seinen Protest zurückznziehea. Der Pretest wurde bis zur nächsten Sitzung des OeRterreiehisehen Fußball-Var banden vertagt. Bis dahin hat Herr Dr. Abeies Mitteilung über das Ergebnis seiner Aussprache tu machen.