Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1922-03-09 · Heft 1117 (9.3.1922) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1117 (9.3.1922)
Date
1922-03-09
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2979076-2980129-2980197--10481-2996836
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

WIENER UVMLN2LLTUNQ' Nr. 111? , Wien, Donnerstag Präsidentenwahl in Brasilien. Paris, 8. März. (Funkspruch.) Nach hier eingefrorenen Meldungen erhielten bei der Präsidentenwahl in Brasilien Bernardes 440.000, P e c a n k a 290.000 Stimmen. Ein „Bund der erwachenden Bayern". München, 3. März. (Intel.) Die partikularistische Und monarchistische Agitation in Bayern hat einen neuen Aufschwung erhalten. An die Spitze dieser Bewegung hat sich der Führer der bayrischen Volkspartei, Dr. Heim, gestellt, der jetzt öffentlich zum Kamt gegen die Weimarer Verfassung aufruft. Die neue Organisation Heims soll am 12. d. M. in Regensbürg ihre gründende ^Versammlung abhalten und nach dem Muster der „Erwachenden Ungarn“ den Namen „Bund der erwachenden Bayern“ erhalten. Den Aufbau der Organisation soll der Leiter der früheren Orka, Kanzler, vornehmen. Als militärischer Berater wird ihm ein Major beigegeben werden. jussttf Kemal Bey in Paris. Paris, 8. März. (Funkspruch.) J u s s u f K e m ä 1 &ey, der Außenminister der Angora-Regierung, ist in Paris angekommen? „Petit Parisien“ glaubt zu wissen, er ■ werde sich noch in den nächsten Tagen nach London begeben, um mit der britischen Regierung zu verhandeln., Rücktritt des spanischen Kabinetts. Madrid, 8. März. Graf Roraanones verständigte. im Laufe des Vormittags den Ministerpräsidenten Mau r a, die liberale Partei habe die liberalen Ministerersucht, ihre Mitarbeit im Kabinett einzustellen. Maura begab sich hierauf zum König, um ihm hievon Mitteilung zu machen und die Demission des Gesamtkab i n etts zu überreichen. Der König betraute den Kammerpräsidenten und Vorsitzenden der konservativen Partei Sanchez Guerra mit der Bildung des neuen Kabinetts. Madrid,- 8. März. (Havas.) Sanchez Guerra dürfte ein liberal-konservatives Kabinett mit Marquis d e L a m a als Minister des Aeußern bilden. Uebersiedlutig Exkaisers Karl auf die Insel Wight. Prag, 8. März. (Privat.) „Narodni Listy“ melden Details zur bevorstehenden Uebersiedlung des Exkaisers Karl auf die Insel Wight. Danach wird* Exkaiser Karl in der Hauptstadt der Insel, Newport, Aufenthalt nehmeh, wo für. ihn, seine Familie und das Gefolge .ein Hotel oder ein Lustschloß zur Verfügung gestellt werden wird. _ _ Tagesbericht. Zur bevorstehenden Erhöhung der Tabakpreise. Die von der Tabakregie dem Finanzministerium Vorgeleglen Ansätze für die in Aussicht genommene Erhöhung aller Tabakpreise haben bisher seitens des Finanzministerium^ und des Ministerrats noch keine Erledigung gefunden. Da weiters hoch die Zustimmung des Hauptausschusses zu den in Aussicht genommenen Erhöhungen notwendig ist, wird es schon aus technischen Gründen kaum möglich sein, daß die Erhöhungen der Preise noch im Laufe dieses Monats in Kraft treten, so daß diese Erhöhungen erst anfangs April in die Erscheinung treten dürften. Im Jänner waren die Kurse für den Einkauf von Rohmaterial hohe, während sie im Februar niedrigere‘waren. In der letzten Zeit haben sich jedoch die Kurse wieder versteift, so daß es nicht ausgeschlossen ist, daß die in Aussicht genommene durchschnittliche Preiserhöhung um 120°/„ möglicherweise noch eine Steigerung werde erfahren müssen. Die Entscheidung hierüber wird jedenfalls noch im Laufe dieses Monats fallen. * Der Wunderrabbi Rolcach kam während des Krieges mit Anhängerfi aus Galizien nach Munkacs und blieb bis jetzt dort, obzwar seine Gegenwart unter den anderen Rabbinern Karpathorußlands Aergernis erregte. Der Einfluß Rokachs erstreckte sich nämlich auf die Orthodoxen ganz Karpathorußlands, die in ihm nicht nur den Vermittler zwischen den Menschen und der Gottheit, sondern auch den Arzt und Ratgeber in allen Alltags- Familienangelegenheiten sahen. Nach längeren Verhandlungen beim ..Prager polnischen .Gesandten einigte man sich schließlich dahin, daß. der Wunderrabbi am 23. d. M. die Republik verlassen werde. Seine Rückkehr nach Polen gleicht einem Auszuge, denn ihm wird sich seine ganze Familie, die aus 80 Köpfen besteht, anschließen, überdies wollen ihn auch noch gegen 800 Orthodoxe über die Grenze begleiten, denen die Regierung einen eigenen Zug zur Verfügung stellen wird. ■* Schaffung eines jüdischen Kulturfonds in Deutschland. Die Berliner Groß-Loge B’n ei B’r i t h beschloß in einer ihrer letzten Sitzungen die Schaffung eines Kulturfonds von einer Million Mark zur Unterstützung der jüdischen kulturellen Institutionen in Deutschland, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind und von denen manche, so -das altehrwürdige jüdische Lehrerseminar in Kassel, geschlossen werden mußten. Von diesem Kulturfonds sollen in erster Reihe die A k a d e m i e für jüdische Wissenschaften ln Berlin, die Rabbiner- und Lehrerseminare in verschiedenen Städten Deutschlands und andere mehr unterstützt werden. (J. C. B.) » * Die Juden und die Genteindewahlen in Riga. Anläßlich der für den 12. d. M. ausgeschriebenen Wahlen n den Stadtrat von Riga, haben sämtliche jüdischen >SM> 1923 i'ir Seile -A. Letzte Nachrichten. Ein neuer Vorstoß Horthy-Ungarns in der burgenländischen Frage. Oesterreich protestiert. Wien, 8. März. Die „Politische Korrespondenz“ schreibt: In der österreichischen Oeffentlichkeit herrscht eine starke Beunruhigung über die Nachrichten, daß Ungarn mit Berufung auf die von Oesterreich niemals anerkannte Mantelnote zum Friedensvertrage von Trianon unter dem Titel „Grenzrektifikationen“ weitgehende Gebietsanforderungen stelle. Hief ist es zunächst notwendig, den gegenwärtigen Stand der Dinge festeulegen. Die Abgrenzungskommission * hat nach der durch die Bandenbewegung im Burgenlande gewaltsam erzwungenen Pause ihre Tätigkeit wieder aufgenommen. Die Kommission, die aus je einem englischen, französischen und japanischen, ferner aus einem österreichischen und einem ungarischen Delegierten unter dem Vorsitz des französischen Mpjors Jocquart besteht, hat das Grenzgebiet in drei Abschnitte geteilt und zur Bestimmung der Grenze jedes Abschnittes sind sowohl von dem österreichischen als auch von dem ungarischem Delegierten Vorschläge vorgelegt worden. Während sich nun gemäß dem Wortlaute und dem Geiste der Vereinbarungen die österreichischen Vorschläge an die im Friedensvertrag bestimmte Linie halten, greifen die von Ungarn überreichten, auf die Abschnitte A und B bezüglichen Vorschläge unerwarteter weise über diese Linie, über die nach österreichischer Ansicht auf Grund der Verträge eine Diskussion ausgeschlossen ist, weit nach Westen hinaus und verlaufen im allgemeinen 10 Kilometer westlich von der durch den Staatsvertrag von Saint-Germain festgesetzten Grenze. Bezüglich des Abschnittes C, bei dessen Grenzfestsetzung Ungarn ursprünglich besondere weitgehende Forderungen aufstellte, wird ein neuer ungarischer Vorschlag überreicht werden. Die Plebiszitlinie, die nach dem Protokoll von Venedig von einer weiteren Grenzbestimmung ausgenommen ist, wurde von der Kommission im allgemeinen eingehalten. Einem Begehren Ungarns, und zwar nach Zuteilung von zwei Schächten des BrennbergerKohleubergWerkes, ist aber die Grenzkommission doch entgegengekommen, wogegen Oesterreich sofort zunächst entschiedenen Protest bei dieser Kommission erhob. Durch die dem Venediger Protokoll zugrundeliegenden Abmachungen sollte auch nach ungarischer Erklärung die burgenländische Frage für immer bereinigt sein. Ungarn hat auch sofort nach dem Plebiszit Verhandlungen zur Durchführung des Protokolls eröffnet. Der ungarische Ministerpräsident Graf B e t h 1 e n machte seinen Besuch in Wien, um, wie er selbst sagte, nunmehr nach Bereinigung der westungarischen Frage gute Beziehungen zwischen den beiden Nachbarstaaten herzustellen. Wfenige Wochen später unternimmt aber Ungarn den neuerlichen Versuch, durch Beanspruchung eines beträchtlichen und wertvollen Teiles des burgenländischen Territoriums die Frage aufs Neue aufzurollen. Die öster»- reichische Regierung hat denn auch bei den Westmächten alle jene Schritte unternommen, die in ihrer Macht lagen, um den hier geschilderten Bestrebungen Ungarns energisch zu begegnen. Es ist begreiflich, daß das ungarische Vorgehen in allen Kreisen Oesterreichs einen höchst ungünstigen Eindruck hervorruft. Oesterreich hat in der burgenländischen Frage bereits soviel Entgegenkommen im Interesse des Friedens bekundet, daß es füglich erwarten kann, daß ihm weitere Opfer nicht zugemutet werden, und es wird daher alles in seinen Kräften Stehende zur Wahrung seiner unveräußerlichen Rechte aufbieten. Parteien mit Ausnahme der extremen Sozialisten, die die Wahlen zu boykottieren beschlossen haben, einen einheitlichen Wahlblock geschlossen und eine gemeinsame Kandidatenliste aus Vertretern der Zionisten, der Agudos Jisroe!, der Nationaldemokraten, Zeire-Zion, Volkspartei, Vereinigung der jüdischen Kaufleute und des Misrachi, aufgestellt. * Cav. Dr. Mario Glessig. Gestern ist Cav, Glessig in Wien im 51. Lebensjahre an den Folgen eines Schlaganfalles plötzlich verschieden. Als Mitglied des italienischen Liquidierungsamtes war Cav. Glessig hier eine vielbekannte Persönlichkeit und genoß allgemeines Ansehen. Seit Juli des Vorjahres gehörte er dem Verwaltungsrat der Südbahn an. Auch diese Funktion, zu der er als hervorragender Eisenbahnfachmann und als genauer Kenner der österreichischen Verhältnisse besonders berufen erschien, hat er voll Tatkraft und mit unermüdlichem Eifer versehen. * Magistratsrat Dr. Roßkopf gestorben. Gestern nachmittags ist der bekannte Magistratsrat Dr. Roßkopf im 42. Lebensjahr infolge eines Schlaganfalles plötzlich gestorben. Während des Krieges hatte er das Referat über die Versorgung der Stadt Wien mit Lebensrnitteln und war Vorstand der Lebensmitteleinkaufsstelle des Wiener Magistrats. Er war wegen seinen Fähigkeiten und wegen seines Entgegenkommens bei allen, die mit ihm in Berührung kamen, außerordentlich geschätzt. In den letzten Jahren war er Vertreter der Gemeinde Wien in der Vonviiler- Mühle. * Begräbnisse am heutigen Tage. A 11 e r F r i e dh o f: 10 Uhr Kohn Julius. — Neuer Friedhof: 9 Uhr Kun Jlona, 9 Uhr 20 Min. Wagner Margarete, 9 Uhr 40 Min. Haimann Martha, 10 Uhr Fanto Siegmund. — 4iD ö bl ingerFriedhof:ll Uhr Ziffer Ignaz. * Ein Lehrstuhl für Esperanto &n der Universität in Dorpat. Laut Beschluß des estländischen Unterrichtsministeriums wurde an der Universität in Dorpat ein Lehrstuhl für Esperanto errichtet. * Verlängerung der Lebensmittelkarten. Da vorläufig neue Brotbezugskarten, Stöhrbrotmehlbezugskarten und Mehl- und Fettbezugskarten nicht zur Ausgabe gelangen, wird die Gült'gkeitsdauer der gegenwärtig in Gebrauch befindlichen Karten bis auf weiteres verlängert, ■Verb and der thoratreuen Juden Wiens Sonntag den 12. d. M. um 10 Uhr vormittags im ’ Saale des Hotel Continental (Eingang Taborstraße) ßroiestmedmg ( Tagesordnung: Der Verrat agudistischer Führer am indischen Volke Redner: j,,. Rabbiner FRIEDMANN (Sadagora), 1. RADUR-FEIBMBNH, Mitglied des Waad-Uumi (Jerusalem) 6!(l - Die .Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Brotbezugskarte erfolgt durch die vom Brotverkäufer vorzunehmende Einzeichnung zweier je 1 cm voneinander entfernter verti- Mer Linien im Kartenstamme links neben dem Vordruck für die Wochenbeziehungsweise, Tagesabgabe und Verlängerung der horizontalen - Linien des angrenzenden Vordruckes, wodurch acht neue Wochenrubriken gewonnen Werden. Mit der Vormerkung ist in der äußersten unteren Rubrik zu beginnen. Die Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Störbrotmehlbezugskarte und Mehl- und Feitfffckugskarte erfolgt durch die Verwendung des am unteren Rande des Kartenstammes befindlichen Buchstabenabschnittes, von welchen bei der jedesmaligen. Warenabgabe der iür die betreffende Woche bestimmte und jeweils verlautbarte Abschnitt zu durchlochen oder zu durchstreichen ist. * Verlängerung der Sperrstunde für die Wiens? Messe. Die Polizeidirektion wird anläßlich der Wiener Frühjahrsmesse in der Zeit vom 10. d. M. bis 3. April hin-, / sichtlich der Sperrstunde den Gast- und Kaffeehausbesitzern Erleichterungen im selben Ausmaße wie* anläßlich der vorigen Messe gewähren. Die Bezirkspolizeikommissariate jyerdeu allen jenen Gastwirten und Kaffeesiedern, die darum mündlich ansuchen, die Bewilligung zum Offenhalten, und zwar für Gasthaus e r bis 2 Uhr und für K:a f feehäuser bis 3 llli r früh erteilen. Die Vdrgnügungsetablissenients, die nomialerweise bis 12 Uhr, beziehungsweise 1 Uhr nachts offen bleiben.dürfen, werde» während der Messezeit mit ihren Ansuchen um Sperrstunde- Verlängerung in liberalster Weise Berücksichtigung; finden, : * Eine Reform des Exekutionsgesetzes. Es:?ist eine? aus der Geldentwertung sich von selbst, ergebende! Forderung, daß auch die geltenden Vorschriften über die» Exekution auf Dienstbezüge und das Arbeitsentgelt Girier durchgreifenden Anpassung an die Entwicklung der Einkommensverhältnisse unterzogen werden. Die Regierung kommt dieser Notwendigkeit in einem, Gesetzentwurf riafc'h, der die Rechte von Schuldnern und Gläubigern in zweckentsprechenderer und gerechterer Weise schützen« selb als es bisher möglich war. Dieser Gesetzentwurf wifd demnächst den Nationalrat beschäftigen. " * Verschärfung des Buchhandelstreiks. Wie in defl Buch-, Kunst- und Musikalienhandlungen, wird nunmehr auch in den Zeitungsbureaus und Bühnenvertrieben gestreikt. Ein Ende des Streiks ist .bei der unnachgiebigen Haltung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht abzusehen. Zu den zwanzig Firmen, die die Forderungen, der Angestellten bewilligt haben, sind inzwischen noch sechzehn, hinzugekommen. '! : , . * Verbotene Ankündigung. Der Juwelier Frans Eevida, XVII., Martinstraße 3, wurde vom Kriegswucheramt wegen verbotener Ankündigung des Ankaufes von Gold, und Silber mit K 10.000, eventuell. 10 Tagen Arrests rechtst kräftig bestraft. U-W-* Bindung des Rechtes zur Lehrlingshaltung ad die Voraussetzung der mit Erfolg abgelegten Meister-' Prüfung. Eine Verordnung des Bundesministers für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten vom 28. Februar 1922 verfügt, daß in handwerksmäßigen Gewerben das Recht; Lehrlinge zu halten, denjenigen, die das Gewerbe nach dem 30. April 1922 anmelden, nur dann zustehe, wenn sie’ die' Meisterprüfung mit Erfolg abgelegt haben. , ' * Oesterreichische Künstlerhilfe für die Hungerndenin Rußland. Das Damenkomitee der Oesterreichischen KÜ'nstlerhilfe für die Hungernden in Rußland veranstaltet am" Dienstag den 14. d. M. in den Salons des Finanzministeriums einen Empfang, um den Wiener Frauen die; Notwendigkeit ‘dringender Hilfe für Rußlands verhungernde Kinder und Frauen ans Herz zu legen. Eventuelle Ein-, lädüngen sind bei der Oesterreichischen Künstlerhilfe für die . Hungernden Rußlands, Wien I., Hofburg, Michaelertor/ ^elephon 62-28 erhältlich. ,' »a * Wohnungswucher. Der Postoberoffizial Franz Korcak, XV1I1., Dempschergasse 1, wurde vom Kriegswucheramte wegen Uebertretung der Mieterschutzveror.dnung mit K 10.000 Geldstrafe, eventuell zwei Monaten Arrests rechtskräftig bestraft. Er hat als Verwalter des. Haüses Dempschergasse 1, in welchem sich eine Wäsche-' : piitzerei befand, gelegentlich des Verkaufes dieses Geschäftes seine Anerkennung des Käufers als neuen Mieters davon abhängig gemacht, daß die Verkäuferinvorher die Summe von K 40.000 bezahlen sollte, welche er schließlich auch tatsächlich erhielt " , . * Rockmarder. Dem Heinrich Neugebauer wurde vorgestern im Late Ritter ein Pelz im Werte von K 300.000- § Sohlen. — Aus dem Warteraum des Dr. Klein, Linzertjraße 48, wurde gestern dem Fritz Kohn, Linzerstraße 99, MtzWinierrock, in dessen Taschen sich ein silbernes Tatchenuhrgehäuse und 30 Gramm Gold im Werte von 200.000 Kronen befanden, gestohlen. * Wassermangel in Budapest. Die Budapestei^; hauptstädtische Finanzkommission beschloß, im Interesse* der. Verbesserung der Wasserversorgung der Hauptstadt, dje Wasserleitungshähne in der Zeit von 3 bis 6 Uhr nachmittags absperren zu lassen und zur Besprengung der' Straßen unfiltriertes Donauwasser zu verwenden.; a * Fertige Bettwäsche, Leintücher, Deckenkappen, schlesische Weben, Chiffon, Gradl, Laufteppiche, Vorhänge, Bett- und Tischdecken werden sehr billig verkauftem- Warenhaus Emanuel R o t h o 1 z, VII., Westbahnstraße 15, : (früher Neustiftgasse 77). Besitze in Wien keine Filiale und kein, weiteres Geschäft. * Jüdischer Frauenbund, Wien, IX., Liechtensteinstraße 11/13. Samstag den 11. d. M., präzise Va^ Uhr abends, Konzertakademie im Festsaal deri Neu en Hofburgzugunsten der Inlandsaktion für schwer unterernährte, > sc h wer kranke und erwerbsunfähige Gr e ise und Kinder. Mitwirkende: Oberkantor Gers.on Margulies, Konzertmeister Josef Zimbler, Klavier- Foulards, Covercoats. Gabardins ru dekannt—MÄ"""" -M biüigen ARl I-WEIHBURGG ASSE * 10*111 JA O iE R S ASS T2.L

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.