Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1116 (8.3.1922)
- Date
- 1922-03-08
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1116 tVfen, Mittwoch WIENER MORGENZEITUNG 8. M3rz 192? Seite f Jugoslawiens Anteil an den deutschen Reparationen. Auf Grund des Friedensvertrages hat Deutschland im fahre 1921 an Jugoslawien sachleistungen Im Werte von 30 Millionen Goldmark abgeliefert. Die Sachleistungen flir das fahr 1922 wurden von der Reparationskommission auf 54 Millionen Goldmark, veranschlagt. An den Barzahlungen Deutschlands an die Alliierten Ist Serbien mit 5% beteiligt, ebenso mit einem entsprechenden Satz an allen Vorrechten, die auf der Konferenz von Spa eingeräumt wurden. _“ Wiener Börse. Dieselben Momente, die vorgestern in Geltung waren, beeinflußten auch die gestrige Börse in ungünstigem Sinne, so daß sich das Geschäft wieder nur in . den allerengsten Grenzen abwickelte. Lustlosigkeit und Geschäftsstille kennzeichneten den Markt Realisationsbestreben machte sich auf der ganzen Linie geltend, demzufolge sich die Kurse auf einem tieferen Niveau bewegten. Dies kam speziell bei den Aktien der Depositenbank und den Staatsbahn-Aktien stärker zum Ausdruck. Im weiteren Verlaufe des Verkehrs trat für Südbahn-Prioritäten, gestützt auf die Besserung der fremden Zahlungsmittel, etwas Interesse hervor, doch war der Verkehr hierin ebenfalls geringfügig. Nach dem letztgemeldeten Stand verloren Depositenbank K *660, Staatsbahn K 1660, Lombarden K 780, Alpine K 1050 und Skoda K 1200, wogegen Südbahn-Prioritäten mit einer Besserung von K 200 und Salgo Kohlen mit einer solchen von K 900 den Markt verließen. Im Schranken war das Geschäft ebenfalls schleppend und zumeist billigere Kurse 1n Geltung. Die Aktien der Oesterreichisch-ungarischen Bank büßten I< 1300, Buschtehrader lit. A K 1000, Nordbahn K 6000, Königshofer K 3300, Perlmooser und Chlothilde je K 1500, lungbunzlauer K 8000, Austria K 1100, Prager Eisen K 2500, Westböhmen und Sigl Lokomotiv je K 1000, Neusiedler K 3000, Cosmanos K 4500, Österreichische Eisenbahnverkehr und Wiener Waggon je K 1500 ein. Lediglich Aussig-Teplitzer gewannen K 1000, Aussig chemische K 1100, Brüxer Kohlen K 1500 und Tarbouches K 14.000. Letztere profitierten von Käufen für italienische Rechnung. An der Nachbörse zeigte sich einige Nachfrage nach Staatsbahn- und Depositen-Renten und Kriegsanleihen wurden billiger abgegeben. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung“.) An der gestrigen Warenbörse war der Verkehr lebhafter als in der Vorwoche tmd einige Umsätze wurden perfekt zu behaupteten Preisen. Hievon wurden bekannt: Aetznatron 128/130 zu K 640 rollend transit Wien, Alaun In Stücken zu 12.25 Mark, Naphtalin in Schuppen weiß zu 15.50 Mark und Carnaubawachs fettgrau zu 77 Mark transit Wien. Ferner gelangten zum exekutiven Verkauf 2000 Kilogramm Kupfervitriol (Brixlegg) frisches. Erzeugnis zu K 665 loko. ß Ausgebote u wurden VaWinöl 880/85 zu K 475, Quecksilber zu K 12.500, Bleiweiß Hamburger zu K 680 und chemisch rein zu K 1200 Wien, Borax kristallisiert zu 37 Mark transit Wien, Chromalaun zu 33.50 Mark transit Passau, Chromkali zu 65 Mark transit Passau, Chromnatron zu 60 Mark transit Passau, Formaldehyd 40°/« zu 61 Mark transit Wien, Gummi cordofan zu K 1650 rollend transit Wien, französisches Harz W. W. zu K 620 Wien, inländisch dunkel zu K 440, gelbblausaures Kali zu 130 Mark transit Passau, Kalisalpeter zu 25 Mark transit Wien, Lithopone 30% zu K 820 Wien, Minium deutsches zu 30 Mark transit Passau, und Bleiberger zu K 1200 Wien, Natronlauge 30/32 zu K 150, Paraffin 50/52 weiß zu K 480 transit Wien und (Galicia) zu K 470 transit Wien, Salmiakgeist 0 950 zu K 460, Schellack rubin zu 190 Mark. T. N. orange zu K 10.000 transit Wien, Ammoniaksoda K 96/98 zu K 165, Sodabikarbonat B zu K 250, Soda kristallisiert zu K 88, Weinsteinsäure zu K 3700 Wien. Von Gelen und Fetten waren ausgeboten raffiniertes Rüböl zu K 1000, Speiseöl zu K 1400. Einige Abschlüsse erfolgten in Schweinefett (pure lard) zu 34 Dollar sowie in Margarine (Marke Unikum). Kochmargarine wurde zu K 1460 ausgeboten. Nähr-, Lebensmittel un d Kolonialwaren hatten einiges Geschäft, erhältlich waren Kaffee Santos superior zu K 2650, Tee Java zu K 4100, Pecco orange su K 4150, Kakaopulver holländisch prima zu K 1700, Reis Burma Sekunda neue Ernte zu 13 Schilling 6 perice pro April waggonfrei Hamburg, Zucker Kristall zu tschech. K 5, Würfel zu K 790 ab Wien inklusive Kisten. Oeffentlich wurden laut Artikel 343 H.-G.-B. verkauft: gezuckerte Kondensmilch (Magermilch) zu K 515, gezuckerte holländische Vollmilch zu K 550. * Zum öffentlichen Verkauf gelangen am 10. d. M., %1 Uhr, 250 komplette Pflüge. Berliner Börse. Berlin, 7. März. Auch heute bereitete der Verlauf der Börse denjenigen, die infolge der Festigkeit der Devisenpreise mit erneuten Kurssteigerungen auf dem Effektenmärkte gerechnet hatten, eine Enttäuschung. Die Devisenkurse erfuhren vormittags nach schwachem Beginn eine Befestigung, unterlagen dann mehrfach Schwankungen, hielten sich aber dennoch unter dem gestrigen Stand. Auf dem Effektenmärkte wurde die schon gestern zu beobachtende Realisationsneigung, besonders seitens der Spekulation, allgemeiner, da die wirtschaltlichen und politischen Verhältnisse ihr noch reichlich ungeklärt erscheinen und von der Anregung der Rohstoffe, wie Kohlen usw., an den Weltmarktpreis eine ungünstige Rückwirkung auf den zurzeit zwar noch immer recht guten Geschäftsgang in der Industrie befürchtet wird und neuerdings die Anregung aus der Konzentrationsbewegung in Gestalt billiger Bezugsrechte und Majoritätskämpfe ausblieb. Der Kursstand ermäßigte sich daher auf. .geringfügiges Angebot auf der ganzen Linie mit unbedeutenden Ausnahmen durchschnittlich um 30 bis 50%, vereinzelt, wie Montan- und einige Industriewerte, um 75 bis 90°/» und für Laurahütte, Ilse Bergbau-, Riebek Montan-, Felten L Guilleaume-, Stöhr- und Deutsche Atlantik Telephon-Aktien um ungefähr 100%. Im Kassenverkehr stiegen heute bosnische Anleihen um 20% und österreichische Goldrente, die schon gestern 30% gestiegen whr, erhöhte heute ihren Kursstand neuerdings um 35%. Prager Börse. Prag, 7; März. Völlige Geschäftsloslgkeit war das Kennzeichen des heutigen Börsenverkehrs. Die mäßigen Kursrückgänge betrugen nur einige Kronen und waren nur vorübergehend charakterisiert. Die flaue Tendenz, welche zu einer leichten Abschwächung neigte, übertrug sich vom Industrie-Aktienmärkte auch auf den Bänken- und Anlagemarkt. Der Umstand, daß esnur zu vereinzelten Abschlüssen kam, hatte große Zurückhaltung des Publikums zur Folge. Von Anlagewerten waren Staatspapiere fest, deren Steigerung bis zu %% betrug. Von Losen gewannen heute Türken- und Serbenlose je K 15. Von Bank-Aktien wäre der Rückgang der Agrarbank-Aktien um K 40 hervofäj zuheben. Die Kurse der Wiener Banken bröckelten mäßig ab. Industrie-Aktien lagen überwiegend niedriger, doch überschritten die Rückgänge mit Ausnahme von öster-J reichischen Berg- und Hütten-Aktien, welche K 25 ver-1 loren, nicht K 10. In Exoten hielten sich die Rückgänge' und Besserungen die Wage. Die Schlußtendenz war, interesselos. Die Kursbildung in den Devisen der Weststaaten war uneinheitlich. Im freien Verkehr waren Berlin,1 Belgrad, Sofia und Wien fester, während sich Warschau und Budapest abschwächten. Budapester Börse. Budapest, 7. März. Die Börse eröffnete heute in ztfUj versichtlicher und freundlicher Stimmung, doch könnt© diese sich nicht lange behaupten. Bald nach Eröffnung bröckelten in der Kulisse die Kurse ab, wozu die aus Wien vorliegenden Nachrichten beitrugen. Die Kursverluste in den Kulissen werten betrugen infolge der herrschenden Geschäffslosigkeii 50 bis 100 Punkte. Der Kohlenmarkt war, bei Eröffnung flau, erholte sich jedoch gegen Schluß wiederj Zucker-Aktien stiegen von 23.580 auf 24.100. Besser lagen noch Papierindustrie-Aktien und einige andere Werte.. Auf dem Hölzmarkt war die Stimmung nach günstiger Eröffnung schleppend. Landesholz-Aktien lagen fest. In Neuschloß- Lichtig-Aktien war lebhafterer Verkehr. Von Bank-Aktien waren Bodenkredit-Aktien begehrt. Der Valutenmarkt war infolge der flaueren Züricher Notierung fest, besonders die westlichen Valuten hatten Preissteigerungen zu verzeichnen. Sehr fest lagen noch Dinars. Flau waren Mark. In Lei war sehr lebhafter Verkehr.__ Die Devisenkurse. Zürich, 7. März. (Devisenkurse. — Mitgeteilt voar der Schweizerischen Kreditanstalt.) Berlin 2.- (1.94), Holland 195.50 (195.50), New York 513i-r- (512.-), London 22.56 (22.59), Paris 46.50 (46.70), Mailand 26.55 (27.05), Brüssel 44.— (44.25), - Kopenhagen 108.25 (108,25), Stockholm 135.25 (134.75), Christiania.90.25 (90.—), Madrid 81.25 (81.50), Buenos Aires 191.— (190.—), Prag 8.40 (8.50), Budapest —.70 (—.73), Agram 1.60 (1.50), Bukarest —(-—.—). Warschau—.13 (—.11), Wien Geld —.08 (—.08), Wien Ware —.— (—.—), Oesterr. gest- Kronen Geld —.07% (—.07%), Oesterr. gest, Kronen War©1 (--). Amsterdam, 7. März. (Devisenkurse.) London 11.53% (11.54), Berlin 1.02 (1.00%), Pari* 23.75 (23.77%), Schweiz 51.15 (51.20), Wien -.04 (-.04%), Kopenhagen 55.40 (55.50), Stockholm 69.20 (69.50), Christian!# 46.50 (46.30), New York 262.- (262.—), Brüssel 22.40 (22.45); Madrid 41.65 (41.72'/,), Italien 13.65 (13.85V Budapest —.35 (—.—). ~ Berlin, 7. März. (Devisenkurse.) Wien altes - (-—.—), Wien abgestempelt 4.0$ (4.58), Prag 423.55 (423.55), Budapest 35.96 (35.26). Berlin, 7. März. (Kurse der Devisenzentrale.}! Noten: Dollar 258.40(259.-), Pfund 1142.- (1150.50)j Italienische 1341.- (1373.50), Polnische 5.70 (5.70V Tschecho-slowakische 420.50 (421.50), Alte österreichische —(—.—), Oesterr. gestempelte 3.52'/, (3.77'/,). Prag, 7. März. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vont, Bankamte des tschecho-slowakischen Finanzministeriums.} Berlin 23.75 (23.-), Zürich 1198.- (1188.-). Belgrad 78.— (76.50), Bukarest (-.-), Wien 0.81 (0.80)7 Warschau 1.25 (1.33), Agram —(—.—). Budapest 8;17% (8.35), Jugoslawische Noten 75.— (73.50), Oesterrj gestemp. Kronen 0.81 (0.80), Poln. Noten 1.25 (1.33V Ungar. Noten 8.17% (8.35). <9> »W>« KEN KEN l T. Sportblatt der Wiener Horoenzeltuno 'M § 8 8 KEN KEN KEN KEN KEN )QE)< KEN Kreis Oesterreich der jüdischen Turn- und Sportvereine. Der seinerzeit verschobene Vortrag des- Herrn Ing. Robert Stricker findet am kommenden Freitag im Klubheim der Hakoah, Wiesingerstraße 11, statt Ing. Stricker spricht über die Probleme der Gegenwart. Sämtliche dem Kreise angeschlossenen Vereine werden aufgefordert, ihre Mitglieder zu veranlassen, den Interessanten Vortrag zu besuchen., Die Kreisleitung hat die Freie jüdische Volksbühne (früheres Lustspieltheater) für den 16. d. M, gemietet. Zur Aufführung wird „Der Fremde“ von Gordin gelangen. Der Vorverkauf beginnt in den nächsten Tagen. _ Fußball. Abhilfe tut not! Die Masse folgt gerne Sohfagworten, die sie sich Ufech eigenem Belieben auslegt. Insbesondere unsere Fußfoall'jugend glaubt sich berechtigt, vor, während und nach den Sipieien sich in ungehörigster Weise auffüihren su können. In den unteren Klassen ist dieser Uebelstand noch größer, da die Mitglieder anständiger Vereine bei jedem Slpiel Gefahr laufen, in einen Raufhandel verwickelt zu werden. Aber auch bei den Veranstaltungen erstklassiger Klubs geht es nicht immer klaglos zu, wie uns > dais Abenteuer des Herrn Deutsch, des Vize« residenten des Niederösterreichische« Fußball-Verandes, lehrt. > Herr Deutsch wurde von einem befreundeten Ingenieur .eingeladen., mit seiinem Auto zum Spiel Floridsdorf61, A. C. gegen Rudolfshügel nach Favoriten zu fahren. Herr Deutsch nahm die freundliche Einladung an, was er wohl später bereut haben dürfte. Als das Spiel beendet war und die Herren das Auto wieder bestiegen, erscholl ihnen von allen Seiten der Ruf »Schiebarc entgegen. Der Wagenlenker erhielt den Auftrag, rasch fortzufahren, welchen Befehl er auch befolgte. Die Fahrt dauerte aber nicht lange. Die liebe Favoritner Jugend hielt da« Auto auf ünd unternahm auf letzteres, nach Art der Indianer-Überfälle, einen richtigen Sturmangriff Herr Deutsch und seine Gefährten wurden in die Verteidigung gedrängt, doch hielten sie sich sehr wacker. Sie konnten es aber nicht verhindern, daß das Auto gehörig demoliert wurde. Wie der ungleiche Kamipf geendet hat, wissen wir leider nicht. Herr Deutsch machte in der letzten Sitzung dem Fußball-Verband von seinem Abemteuer Mitteilung. Er forderte, daß der N, Oe. F.-V. den Sportklub Rudolfshügel zur Verantwortung ziehe, da jeder Verein für seine Anhänger haftbar zu machen sei. Der N. Oe. F.-V. beschloß, von Rudolfshügel Aufklärung zu fordern, IV. Klasse Südost. Die Meisterschaft verläuft in dieser Klasse sehr interessant. Vier jüdische Vereine nahmen an dem Wettbewerb teil, wobei festgestellt werden kann, daß sich alle, ehren voll schlagen. Kadimah und die Weißen Elf kämpfen Kopf an Kopf um den Meistertitel. Am “vergangenen Sonntag hat nun der jüdische. Klub ein wenig Terrain verloren, da ihm sein Bruderverein Haizair einen Punkt aibgenommen hat. Den Nutzen ziehen, die Weißen Elf, denen es gelang, Hasmonea mit 5:0 Toren eine gewaltige Abfuhr.zu erteilen. Der halbe * Mißerfolg der Kadimah war darauf zurückzuführen, daß mehrere Neuerwerbungen noch nicht stpielberechtig-t waren. Aber auch in der sonntägigen Aufstellung hätte Kadimah wahrscheinlich den Sieg ■ errungen, wenn die Mannschaft nicht nervös geworden, wäre. Wir veröffentlichen im folgenden die Tabelle der vierten Klasse Sijidost, obwohl das Resultat aus dem Spiel Prater Sipoirtklub gegen Vindobona ausständig ist, Verein Spiele Siege Unentsc! <5 •cs Qi L für Tore gegen a> •3 a SS 0- Weiße Elf . 11 9 2 — 42 4 20 Kadimah * . 11 8 3 38 7 19 Feuerwehr. . 11 5 4 2 & 15 14 Prater 8. K. . 10 6 1 3 3L 14 13 Hechawer . . 10 5 2 3 21 13 12 Athen . . . 11 2 6 3 14 16 10 Hazair . . . 11 3 3 5 i3 21 9 Hasmonea . . 11 3 3 5 10 23 9 Veritas . . . 11 2 1 8 9 54 .5 Meteor . . . 11 1 2 8 4 21 4 Vindobona . . 10 1 1 8 4 27 3 Petzgeschäfte und ihre Folgen. Das Amateur-Mitglied D. Schiff sollte auf die Dauer eines Jahres von sämtlichen Verbandsvereinen ausgeschlossen werden, weil es die Pelze den gemaßregelten Spielern geliefert hat. Herr Schiff forderte seine Einvernahme, die vom Straf- und Meldeausschüß nun auch vorgenommen wurde. Die Untersuchung erbrachte den Beweis, daß Herr Schiff nicht direkt an der Affäre der Amateur-Spieler beteiligt ist. Er handelte rein kaufmännisch, da er seine Ware in Kommission geneben hat Herr Schiff wußte nicht wo die Pelze verkauft werden sollten. Demgemäß wurdöi auch das Verfahren gegen Herrn Schiff eingestellt Die Amerika-Reise der Ungarn. ' Wie wir bereits mitgeteilt haben, hat der ungarische Verband proponiert, eine Auswahlmannschaft1 zu Propag;ndazwecken nach Amerika zu schicken. Dieser großzügige Plan scheint nun gescheitert zu sein. Der Verband ist jetzt der Ansicht, daß man für eine derart lange Fahrt den Spielern die Urlaube nicht beschaffen kann. Ungarische Blätter bemerken dazu, daß der wahre Grund ' für die geringe Geneigtheit zur Reise ein ganz anderer sei. Der ungarische Verband befürchtet nämlich, daß von der ganzen Reisegesellschaft niemand mehr zurück-* kehren würde. Straf- und Meldeausschuß. Unter Vorsitz des Alterspräsidenten Herrn Nußbatn* erfolgte am vergangenen Montag die Konstituierung dieser Körperschaft. Die Wahlen zeitigten folgendes Ergebnis! Präsident: Dr. Baumgarten. Stellvertreter: Robert Diwisch; Leopold Fleischmann. Weiters wurden fünf Senate gewählt; die sich aus folgenden Herren zusammensetzen: 1. Schlesinger, Pabst, Hasinger. 2. Czernok, Nürnberger, Becker. 3. Zackl, Pleininger, Ehrlich. 3. Nußbaum, Kirnbauer, Pfersmaiin. 5. Fleischmann, Jetzinger, Lewit. Watzinger (Vorwärts X) wurde wegen unsportlicher! Benehmens strenge gerügt. Prater Sportfreunde erhielten eine Geldstrafe von K 50. Aufgehobene Geldstrafen: F. A. C. (K 800), Meteor (K 200), Robur ( K 200). Rennweg wurde mit einer Geldstrafe von K 200 belegt/ Die. Hakoah spielt am kommenden Sonntag ihr fälliges Meisterschaftsspiel gegen Hertha auf dem F. A. C.- Plate in Floridsdorf. Der Vorverkauf beginnt morgen früh im Sekretariat, L, Wiesingerstraße 11. Der F. A. C. spielt am kommenden Sonntag gegen D. F. C. in Prag. Die Floridsdorfer hätten am Samstag egen Cesky Lev in Pilsen antreten sollen, doch wurde ieses Treffen von den Wienern abgesagt. Admira soll am kommenden Sonntag den 8. C.' VU. Bezirk-Budapest auf eigenem Platze als Gast empfangen. Die Hakoah wird im Mai in Preßburg gegen Makkabea* anläßlich der Platzeröffnung des letzteren Vereines, spielen. Hertha erhielt von seinem Namensvetter in Berlin die Einladung, zu Pfingsten an e nem Rundspi'1 in Berlin teil* zunehmen. Die Favoritner dürften dieser Einladung Folge leisten.