Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1084 (4.2.1922)
- Date
- 1922-02-04
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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4. Februar 1922 Nr. 1084 Wien, Samstag WIENER MORGENZEITtXNGf Sei teV Aus geboten wurden Chlorkalk 110 bis 115 zu K 230 transit Wien, Chromalaun zu K 1050 und eine andere Post zu 33 Mark transit Passau, Chromkali zu 61 Mark transit Wien, Glyzerin chemisch rein zu K 3000. Harz französisch F. G. zu K 620 und W. W. zu K 720 transit Wien, Kali gelbblatisaures zu K 3800 Wien, Kali Salpeter zu K .950 transit Wien, Minium Bleiberger zu K 1700 Wien, Naphthalin Schuppen weiß zu K 520 Wien, Paraffin 50 bis 52 weiß zu K 600 Wien,' Salpetersäure zu K 440 Wien inklusive Baden, Salzsäure 20 bis 22 technisch rein zu K 200 transit Wien, Schellack T. N. rubia zu K 8000 transit Wien, T. N. or. zu K 10.500 transit Wien, Schwefel ln Stücken zu K 350 transit Wien, Soda Bicarb. B. gr. K 190 Wien, 'Soda kristalisiert mit Ausfuhr von K 83 bis 92, Japanwachs zu K 3300 transit Wien, Montanwachs zu K 630 Wien. Von anderen Warengattungen wurden offeriert Zigarettenpapier Jon und Maschinennägel. Gele und Fette. Offeriert wurden Schweinefett zu 27.75 Dollar, inländische Margarine zu K 2150. Von Nähr- Lebensmittel und Kolonialwaren waren offeriert Kaffee Rio IV Wille zu K 2350, Tee. Java zu K 3500, Pecco Orange zu 0.88 holländische Gulden transit Wien, Cassiä iignea zu K1900 transit Wien, Kümmel zu K 1500, Pfeffer Siiigapore schwarz zu K 1800 transit Wien, auch war eine Post Datteln, hier lagerride Ware, offeriert ' L e d e r. Es notierten: Waschgarnituren 4200 bis K 4500, Boxcalf schwarz inländisch Ta K 1800 bis 200Ö, 11a K 1650 bis 1800, Rindsbox K 1350 bis 1450, Boxcalf schwarz ausländisch Ia K 2650, Ha K 2450, färbig ausländisch Iä K 3300, Ha K 3100. Häute. Rindshäute K 1150 bis 1200, Schaffelle K 2500 bis 2600, Ziegenfelle K 4000 bis 4200. Berliner Börse. Berlin, 3. Februar. Infolge der Verschärfung des Eisenbahnerstreiks herrschte an der heutigen Börse große Geschäftsunlüst, doch setzten teilweise Industriewerte auf Käufe im Zusammenhänge mit Befürchtungen einer weiteren Markentwertung etwas höher ein. Stark begehrt waren oberschlesische Montanwerte, für deren Steigerungen wieder ausländische Käufe angegeben wurden. Laurahütte-Aktien waren hiebei bevorzugt und gewannen zeitweise gegen gestern 150%. Auch Harpener-Aktien wurden rege umgesetzt und behaupteten ungefähr ihren gestrigen Stand. Eine feste Stimmung herrschte auch für Kaliwerte vor, von denen Westereel Alkali-Aktien 50 bis 75 Mark höher lagen. Bank- und Schiffahrts-Aktien zeigten nur unbedeutende Veränderungen. Auf dem Anlagemarkt zeigten ungarische Papiere Neigiing zur Abschwächung. Die Devisenpreise haben sich bei geringen Umsätzen nur wenig verändert. Prager Börse. Prag, 3. Februar. Mangels Anregung bewegte , sich der heutige Börsenverkehr in engen Grenzen und entbehrte »in Anbetracht der Zurückhaltung, Welche man sich zum Wochenende auferlegte, jeglicher Lebhaftigkeit. Im allgemeinen blieb das. Kursniveau auf allen Gebieten gut behauptet. Der Bewegung dfer Valuten wurde keine Bedeutung beigelegt. Auf dem Anlagemarkt waren Staatspapiere gefragt, wogegen Prämienanleihen 1%% verloren. Auf dem Bankenmarkt wiesen einige Aktien Besserungen auf; von Wiener Bankwerten stellten sich Anglobank- Aktlen um drei und Bankvereins-Aktien um fünf Punkte höher. Am Industrieaktienmarkt schmächten. sich Böhmische Zucker-, Nestomitzer-, Papier- und' Inwäld-Aktien, mäßig ab. Für Exoten zeigte sich nur geringfügiges Interesse und die Umsätze wurden zu den gestrigen Kursen getätigt. Die Kurse der Westdevisen haben sich allgemein gesenkt. Im freien Verkehr trat gleichfalls eine allgemeine Abschwächung in Erscheinung. Budapester Börse. Budapest, 3. Februar. Infolge der unveränderten Kronennotierung in Zürich lag die Börse zu Beginn ge- Schäftslos, während im weiteren Verlaufe eine flaue Haltung vorherrschte. Die Arbitrage warf eine größere Menge Staatsbahn-Aktien auf den Markt. In der Kulisse zeigte sich nur für Salgo-Aktien Interesse, während Staatsbahn- und Rima- Aktien sowie die übrigen-Papiere in . größeren Posten abgegebenwurden. Die Kurse stellten sich-insgesamt unter das Eröffnungsniveau. Im Schranken gaben die Kurse gleichfalls nach. In Chlotilder/ Spodium- und Vereinigte Holz-Aktien fanden größere Anschaffungen statt. Auf dem Banken-, Mühlen- und Elsenmarkt herrschte Geschäftslosigkeit vor. Kohlenwerte konnten sich behaupten. Der Valutenmarkt sprach ^ich flau aus und sämtliche Kurse gingen unter ihren Anfangskurs. Gegen Mittag wurde im Einklänge mit Wien die österreichische Krone höher be-j wertet und auch Dinar zogen um einige Punkte im Kurse an. Auf dem Devisenmärkte war in Auszahlung Berlin,! Wien, Agram und Prag einiges Geschäft zu verzeichnen. Die Devisenkurse« Zürich, 3. Februar. (Devisenkurse. — Mitgetelfr von der Schweizerischen Kreditanstalt.) j Berlin 2.50 (2.60), Holland 189.75 (189.90), New York 512.— (513.—), London 22.— (22.05), Paris 42.80 (43.— Mailand 23.70 (24.15), Brüssel .M.75 (40.86), Kopenhagen^ 103.- (103.75), Stockholm 130.50 (130.25), Chrlstiania 81.50 (81.50), Madrid 78.26 (78.-)," Buenos Aires 185.- (185.— Prag 9.75 (9.50), Budapest —.77 (—.75), Agram 1.65 (1.65)!] Bukarest—.— (—.—), Warschau —.15(—.16), Wien Geich -.17 (-.17), Wien Ware (-.-), Gestern gestJ Kronen Geld —.08 (—.08), Oesterr. gest. Kronen Ware Amsterdam, 3. Februar. (Devisenkurse.) London 11.60% (11.61), Berlin 1.31 (1.32), Paris 22M (22.57'/«). Schweiz 52.75 (52.80), Wien -.08% (-.09), Kopenhagen 54.80 (54.70), Stockholm 68.80 (68.70), Christian!# 42.90 (43.-). New York 269.75 (269.50), Brüssel 21.50’ (21.57Vs), Madrid 41.10 (41.10), Italien 12.52 (12.75)J Budapest —.40 (—.—). Berlin, 3. Februar. (Devisenkurse.) Wien altes —(—.—), Wien abgestempelt 6.68 (6.68), Prag 387.60 (373.60), Budapest 30.06 (30.361). ) Berlin, 3. Februar. (Kurse der Devisentzenfrale.) Noten: Dollar 203.25 (202.—), Pfund 877.— (873.—),j Italienische 946.— (954.—), Polnische 6.12 (6.07),! Tschecho-slowakische 386.— (375.—), Alte österreichisch« —.— (—.—), Oesterr. gestempelte 2.80 (2.75). ‘ Prag, 3. Februar. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bankamte des tschecho-slowakischen Finanzministeriums.)! Berlin 25.47% (26.35), Zürich 1028.- (1050.50), Belgrad! 67.62 (68.25), Bukarest (-.-), Wien 0.56 (0.56%)- Warschau 1.35 (1.37%). Agram —.— (—.—), Budapest 7.65 (7.82%), Jugoslawische Noten 64.62 (65.25), OesterrJ gestemp. Kronen 0.56 (0.56'/,), Poln. Noten L15 (1.17%V Ungar. Noten 7*65 (7.82%). . .; >T« i >1 Fußball. Die morgigen Wettspiele. Für morgen Sonntag, sind mehrere Freundschaftsspiele angesetzt, doch ist es mehr als fraglich, ob die schlechte Witterung die Austragung der Kämpfe zur lassen wird. Bis zum Redaktionsschluß sind Wettspielabsagen im Fußballverbande noch nicht bekannt Die V i e n n a hat sich die tüchtigen zweitklassigen G e r s t h o f e r auf eigenem Platze zum Gegner verschrieben. Die Döblinger krankten viele Jahre an ihrem schwachen Angriff. Nun scheint mit der Gesinnung des von Agram zurückgekehrten Spielers H e i n 1 e i n die Spielkraft der Stürmerreihe ganz bedeutend gehoben zu sein. Der morgige Tag wird zeigen, was der Angriff der Döblinger durch die Mitwirkung Heinleins gewönnen hat Die Gersthofer stellen eine zähe und schußkräftige Mannschaft ins Feld, die sich nicht leicht geschlagen bekennen wird. Die Zweitklassigen sind befähigt, so manchem stärkeren Gegner eine. unangenehme Ueberraschung zu bringen. Das morgige Treffen darf demnach nicht als sichere Sache für die Vienna angesehen werden. Schiedsrichter K 1 o m s e r. Der letzte in der erstklassigen Meisterschaft, der Simnieringer S p o r t k lu b, stattet seinem Nachbarn, der Rennweger Sportverein!- gung einen Besuch ab. Die Simmeringer haben viel Terrain aüfzuholen, wenn sie gewillt sind, vom letzten Platz in der Tabelle im kommenden Frühjahr wegzukommen. Sie müssen demgemäß trachten, ihre Mannschaft so rasch als möglich in Form zu bringen, da weiter Puhkteverluste am Beginn der Saison die Stellung des Erstklassigen hoffnungslos gestalten können. Letzterer dürfte also den morgigen Kampf ernst auffassen, so daß ein internationales Spiel zu erwarten ist. Die Rennweger Sportvereinigung hat in der II. Klasse nie mehr die Form aufweisen können, die sie in der III. Klasse innegehabt hat Sie pendelt nun ständig im Mitteltreffen, ohne den Spitzenklubs gefährlich werden zu können. Simmering geht wohl als Favorit in den Kampf, doch wäre ein Erfolg des Gegners keine große Ueberraschung. Schiedsrichter B i s e n i u s. Der erste in der zweitklassigen Meisterschaft, der W. A. C.trifft auf eigenem Platze, auf den Wiener Amateur-Sportverein. Der W. A. C. hat sich nach dem Verlust der Erstklassigkeit verhältnismäßig rasch an die neue Umgebung und die geänderte Spielweise gewöhnt und die Träger der ruhmvollen schwarz-roten FarbenJ sind auf bestem Wege ihrem Verein die Erstklassigkeit zurückzuerobern. Solange der W. A. C. noch dem Oberhause angehörte, bestand eine große sportliche Rivalität zwischen ihm und den Amateuren. Die Spieler des Prater-Klubs sahen in ihren Widersachern die Nachfolger der alten Kricketer, mit denen sie in ständiger sportlicher Fehde standen. Demgemäß waren die Begegnungen des W. A. C. mit den Amateuren immer sehr interessant und aufregend. Die Erstklassigen werden güf tun, ihren morgigen Gegner nicht zu unterschätzen, sonst könnte es ihnen leicht passieren, die Frühjahrssaison mit einer Niederlage zu eröffnen. Schiedsrichter Kau lieh. Der £ I or idsdorf er A. C. und die Cricketer treffen in Floridsdorf aufeinander. Die letzte Begegnung dieser beiden Vereine war reich an häßlichen Zwischenfällen, die dem F. A. G-Verteidiger Hummenberger eine langfristige Disqualifikation eintrugen. Das morgige Spiel ist nun als Versöhnungstreffen zu werten. Zu Beginn einer Jeden Saison waren die Cricketer immer sehr optimistisch, da sie der * Hoffnung Ausdruck gaben,, im kommenden Meisterschaftsjahr die Erstklassigkeit zu erringen. Dieser Optimismus war bisher nicht gerechtfertigt worden und die Kricketer fristen, nach wie vor ein bescheidenes Dasein in der II. Klasse. Da sie in Bälde auf ihrem eigenen Platze einziehen werden, ist zu hoffen, daß es ihnen doch gelingen wird, das gesteckte Ziel zu erreichen. Die Floridsdorfer haben eine Saison, die: arm an sportlichen Erfolgen war, hinter sich. Wenn sie also ihr verlorengegangenes Renomee wieder gewinnen wollen, dann müssen sie ganze Arbeit leisten. Morgen bietet sich ihnen Gelegenheit, ein ernstes Trainigsspief erfolgreich zu bestreiten. Sie dürften sich den Sieg von ihrem Widersacher kaum entreißen lassen. Schiedsiflchter L o p a t e r. Die akademische Sektion Heros trägt morgen um 8/4l Uhr. auf dem Bewegung-XX-Platz ein Wettspiel gegen Ostwacht aus und der Sportklub Ar! unternimmt eine Fahrt nach Man n s wö r t h, J. A. C. spielt um 10 Uhr gegen Zahntechniker auf dem Be^ wegung-XX-Platz. Heute, Samstag, treten um 3 Uhr Hechawer und Hasmonea auf dem Bewegung-XX-Platz zu einem Trainingspiel an. __ Hechawer. Heute, 8 Uhr abends, treffen sich alle Fußballer im Klubheim. Tagesordnung: Wettstplele des Sonntags. — Sonntag abends, präzise 8 Uhr, beginnt der Bunte Abend im Caf6 Stadttheater, V11L, Albertgasse 39.— Hechawer sucht Gegner für zwei Mannschaften für den 12 d. M. auf fremdem Platze. Adolf Wirtschafter, VII., Bandgasse 34 oder Telephon 35.329. Der Floridsdorf er A. C. spielt am 11. März gegen Cesky Lev in Pilsen und am 12 März gegen D. F. C. in Prag. Hugo Meisel, der österreichische Verbandskapitän, erhielt anläßlich des Banketts im Restaurant Cova, nach dem Länderkampf Oesterreich—Italien, unter einhelligem Beifall der Anwesenden vom Präsidenten Avvocato Lombardo die goldene Nadel des italienischen Verbandes. Horeys vom W. A. F. ist wieder einmal der Viktoria Zizkow beigetreten. Der Wandervogel spielt heute und morgen für seinen neuen Verein in Hamburg. Hermann Glaser (Bar Kochba) ist dem Sportklub Moriah beigetreten. J. Uri, der verdienstvolle Kassier von Arl, hat seine Stelle aus beruflichen Gründen zurückgelegt. . Der holländische Schiedsrichter Bras Wurde eingeladen, den Länderkampf Italien—Finpland zu leiten. Italien—Oesterreich. Dieser Länderkampf, der in Mailand ausgetragen wurde, endete, wie noch in Erinnerung sein dürfte, 33'unentschieden. Die italienischen Blätter schmückten ihre Polemiken mit Titel, die bei uns zumindest ungewohnt anmuten. Hier einige Proben: „Der ungestüme Kampf ergibt weder Sieger noch Besiegte1“ „Gegen die harte Mannschaft der weißen entschwindet die Siegeshoffnung der Blauen 1“ „Die österreichischen Tore waren unhaltbar i“ „Das Wechselvolle des österreichischen Spieles, die Virtuosität der Einzelspieler, die Präzision im Zuspiel und im Schießen, diese hervorragenden Eigenschaften sind während der famosen 20 Minuten in Erscheinung getreten!“ Der Teplitzer Fußballklub spielt am 5. Februar gegen Guts Muts in Dresden. Der F. C. Luzern, der im vergangenen Sommer vor Schönecker trainiert wurde, feierte kürzlich das Jubiläum seines zwanzigjährigen Bestandes. Englische Amateure auf dem Kontinent. Die Corinthians werden in der Zeit vom 20. bis 25. April in Groningen, Haag und Amsterstam gastieren. Kersal (Manchester) spielt am 15, d. M. in Nancy und am 17. d. M. in Straßburg. Die Meisterschaft der Schweiz. In der Ostschweiz führen Grasboppers (Zürich) mit einem Punkt Vorsprung vor Blue Star (Zürich). Die Zentralschweiz hat in Biel( ihren Spitzenverein, der in 11 Spielen: 15 Punkte erreichte? Biel kann aber vom 8. C. Luzern leicht überholt werde da letzterer bei 8 Spielen 12 funkte buchte. -In der West Schweiz führt Servette-Genf mit großem Vorsprung. Die Erich Juhn-Mannschaff Tola Esch führt mft| zwei Punkten Vorsprung vor Unione Sportive in den Meisterschaft. Fola Esch erreichte in- 9 Spielen 14 Punkte» und erzielte ein Torverhältnis von 27:13. Juhn spielt Ver-i bindungsstürmer.! Der Jüdische Fußball-Verband der Tscheche«! Slowakei machte dem Schwedischen Fußball-Verband den! Vorschlag im Frühjahr ein Verbandsspiel in Schwede«! auszutragen. Die Schweden akzeptierten aber den Vor«! schlag nicht. . j Haß ohne Ende. Im Mai hätte der Länderkampfi Belgien—Schweiz in Lausanne stattfinden sollen. Der*! belgische Verband hat nun dem schweizerischen mitgeteiltJ daß er seine Repräsentativmannschaft nicht antreten läßtj wenn die Schweiz am 26. März in Frankfurt gegen Deutschs land spielt. Die oberste Schweizer Fußballbehörde hat die( Nachricht zur Kenntnis genommen und spielt trotzdem im Frankfurt. i SPORTKLUB HAZAIR Morgen, Sonntag, 7 Uhr IX., Llechtenstelnstraßo 20 Leichtathletik. Jüdisches Hallensportfest. Morgen Sonntag, findet um 7 Uhr abends Im Sasfe/ des Ersten Wiener jüdischen Turnvereines, IX., Liechten-! Steinstraße 20, das jüdische Hallensportsfest des Sport-! klubs Hazair statt. Dieser junge jüdische Verein tritt zun* ersten Mal mit einer größzügigen Veranstaltung vor di« OeffentKchkeit. Mit rastlosem Eifer werden die Vorarbeitern geleistet und das Nennungsergebnis beweist, daß dia Tätigkeit gut-war. Der Sportklub Hazair, der fast aus-j schließlich aus ganz jungen jüdischen Sportleuten bestehtJ hat eine sehr tüchtige Leitung, so daß zu hoffen ist; daß! dieser Verein den Weg zur sportlichen Höhe finden wirdJ Das größte Interesse begegnen die leichtathletischen Voc^j gäbe-Wettbewerbe. Im S t a b h o c h s p r i n g e n wurden die Vorgabe# wiöfolgt festgesetzt: Hirschier, Frey (Mal), Singer (30 cm)J Dr. Unterberg (40 cm), Aschkenazy (50 cm), Revay (60 cmu Taussig, Löw, Jühn, Gang (70 cm). — Man darf gespannt sein, wie sich der Amerikaner Frey, der für Hazair startet* halten wird und ob es dem Hakoahner Hirschier, gelinge« wird, die beträchtlichen Vorgaben aufzuholen. Im Weitsp ringen starten: Lederer, Freys (Mal), Karpath, Hirschier, Dr. Unterberg (10 cm), DiamandB (30. cm), Silberstein (35 cm), Aschkenazy, Secher (45 cm)j Taussig, Gang, Faust (50 cm), Juhn, Weiß (55 cm), DrJ Morgenstern (60 cm), Josefovits, Wirtschafter (65 cm). —j Lederer ist sicherlich allen Konkurrenten überlegen, doch wird es ihm schv er fallen, mit Rücksicht auf die große» Vorgaben, den Sieg zu erringen. Im Hochspringen wurden die Vorgaben, wie folgt, er* teilt : Hirschier, Taußig, Frey (Mal). Faust, Lederer, Karpath (5 cm), Juhn, Scheu, Singer, Diamand (10 cm), Asch« kenasy, Revay, Secher, Gang, Tabak (15 er), Weiß, Wirtschafter, Lamberg, Silberstern (20 cm), in dieser Konkurrenz dürfte Hirschier sicherer Sieger bleiben. Außer den leichtathletischen Wettbewerben, die zutnj akob März-Pokai zählen, werden der Mrxkabi XX mid 880143