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Wiener Morgenzeitung · 1922-01-21 · Heft 1070 (21.1.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1070 (21.1.1922)
Date
1922-01-21
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 1070 _ Wien, Samstag Bühne und Kunst. Operntheater. Kammersänger Rudolf Ritter, der sich schon 86 oft als Retter in den Tenoristennöten des Öperntheaters bewährt hat, ermöglichte eine Vorstellung von F*fitzners „Palestrina“. Für den schwachen, todesmüden Meister findet sein maßvolles Spiel den rechten Ausdruck, findet sein weicher Tenor im Monolog die echten Herzenstöne. Herr Ritter vermag der Opernfcühne wertvolle Dienste zu leisten, wenn er auch keineswegs der siegreiche Heldentenor, der würdige Nachfolger Winkelmanns und Schmedes’ ist, nach dem die Oper vergebens Ausschau hält. Eine ganze prachtvolle Gestalt aus einem Gusse, die ihrer Rolle keine Nüance schuldig bleibt, ist der Giovanni Morone des Herrn D u h a n. Herr ijerger sang den Carlo Borromeo; wie er als Schauspieler stets kernige, lebensvolle Gestalten schafft, so enttäuscht er als Sänger durch die Einfärbigkeit seines Gesanges. In der Erscheinung der Engel würde der schwebende Sopran der Frau Kiurina schmerzlich vermißt. Der „Palestrina“, der von Direktor Schalk voll Hingabe geleitet wird, ist eine der besten Aufführungen des Operntheaters. Zu schade, daß sein komplizierter Bühnenapparat häufige Aufführungen erschwert und daß seine schier endlose Länge die Zuhörer vorzeitig ermattet. Im ersten Akt hat Palestrina seine Messe vollendet und damit seine Mission erfüllt. Wozu noch der Lärm, des zweiten Aktes, der wohl ein farbenfrohes, von buntem Leben erfülltes Gemälde bringt, aber in dem Organismus der Oper fast wie ein Fremdkörper an- .mutet? Wozu der dritte Akt, der lange währt und wenig Neues bietet? — Eine Teilung des fast zwei Stunden dauernden ersten Aktes in zwei Akte liegt nicht außer dem Bereich der Möglichkeit Nach dem Abgang des Kardinals vor der Erscheinung des „alten Meisters“ könnte der zweite Akt einsetzen, der eventuell durch Teile des dritten Aktes ergänzt werden könnte. Damit wäre eine abendfüllende Oper gewönnen, in der der Legendenton viel einheitlicher festgehalten ist, die durch Preisgabe des zweiten > Aktes einen weit geringeren Bühnenapparat erfordert und in ihrer gekürzten Gestalt ein bereitwilliges Mitgehen des Hörers bis ans Ende gestattet fib. Deutsches Volkstheater. . Hermann Bahrs „W i encrinnenwurde in den Spielplan aufgenommen. Ein erquicklicher Abend, der dejm .Deutschen Volkstheater alle Ehre macht Das Stück , stammt noch aus jener Periode, da Hermann Bahr nicht bloß im ersten Akt bei der Sache zu sein MegA Auch im ^zweiten sprudelt sein Humor ursprünglich, eine seriöse Einlage iitt heiteren Spiel ist gut angebracht und einige grimmige Spässe sind sogar für den blässeren Schlußakt aufgespart geblieben. Viktor Kutschera, dem trefflichen Spielleiter der Aufführung, ist die männliche Hauptrolle förmlich auf den Leib geschrieben. Er hatte durchaus hervorragende Partner. Neben Hedwig Keller, die wieder einmal hinreißend war, Lina W o i w o d e, Charlotte W a 1 d o w und die Herren Oskar Sima, . Hans Lackner und Hans H o m m a voll Verdienst. Das Publikum war nach allen Aktschlüssen überaus beifallslustig. Aus den Theatern. Wochenspielplan des Burgthfea ters. Spnntag, 2 Uhr (außer dem Jahres- und Stammsitzabonnenient, kein Kartenverkauf) „Weh dem, der lügt“. (Galpmir — Herr Hugo Thimig als Gast.) 7 Uhr „Libussa". — Montag, 7 Uhr (bei aufgehobenem Jahres- und Stammsitzabounenient, kein Kartenverkauf) „Hamieles Himmelfahrt“ — ^Esther®. — Dienstag, .7 Uhr (zu erhöhten Preisen)' „Die Fahrt ins Blaue“. — Mittwoch, 7 Uhr (zu erhöhten Preisen, zum ersten Male) „Fräulein Julie“. — Donnerstag* 7 Uhr Szu erhöhten Preisen) „Fräulein Julie“. — Freitag, Uhr zu erhöhten Preisen) „König Lear“. — Samstag,‘7 Uhr zu erhöhten Preisen) „Fräulein Julie*. - Wochen» p i e 1 p I a n. d e r 8 t a a t s o p er. Sonntag, 6 Uhr (bei aufgehobenem Jahres- und eingeschränktem Stammsitzabonnement, zu besonderen Preisen) „Jannhäuse r". — Montag, 7 Uhr (außer dem Jahres¬ und Stammsitzabonnement, kein Kartenverkauf) „Wiener Walz e r" — „D i e P u p p e n f e e“ — „Sonne und E r d e". — Im Redoutens äa 1: 7 Uhr „F i g a ros Hochzeit". —. Dienstag, 7 Uhr, „T i e f 1 a n d". (Pirigent Herr Eugen d’A l b e r. t äjs Gast.) — Mittwoch, 7 Uhr, „M a n o n". — Donnerstag, V-7 Uhr, „D i e Königin von Sab a". — Freitag, 6 Uhr, „D i e •Frau ohne Schatten". (Kaiserin — Frl. Sophie Wolf vom Stadtteater in Köln als Gast.) — Samstag, 6 Uhr (bei aufgehobenem Jahres- und eingeschränktem Stammsitzabonneraent) „Tose a". (Tosca—Frl. M a f a'l d a S a 1 v a t i n i vom Deutschen Opernhaus in Charlottenbvirg, Scarpia — Herr Michael Bohnen als Gäste.) Wochenspielplan des Deutschen Völkstheaters. Sonntag, halb 3 Uhr, „Sappho*; halb 7 Uhr „Lulu“. - Montag, halb 7 Uhr, „kuIu'L - Dienstag, halb 7 Uhr, „Lulu\ — Mittwoch, halb 7 Uhr, „Lulu“. — Donnerstag, halb 7 Uhr, „Lulu“. — Freitag, halb 7 Uhr, „Lulu“. Samstag, halb 7 Uhr, „Lulu“. , Wochenspielplan der Kammerspie! Sonntag, 3 Uhr, „Liebelei“; 7 Uhr „Untreu“; 10 L „Morphium“. — Montag, 7 Uhr, „Untreu“; 10 Uhr „M< Shium“. — Dienstag, halb 7 Uhr (zum ersten Male) *E;euschheitsapostelr; 10 Uhr „Morphium“. — Mlttwo halb 7 Uhr, „Der Keuschheitsapostel"; 10 Uhr (zum 50. Ma »Morphium". — Donnerstag, halb 7 Uhr, „Der Keuschhei apostel"; 10 Uhr „Morphium". — Freitag, halb 7 U „Der Keuschheitsapostel"; 10 Uhr „Morphium". — Samsti halb 7 Uhr, „Der KeuschheitsaposteF'; 10 Uhr „Morphiür Wochen spielplan des Raimuti Theaters. Sonntag, 3 Uhr, „Die verhängnisvolle Fasching WIENER ^ORGENZEITONQ nacht“, 7 Uhr, „Sumpf“. (Gastspiel Hans Märr.) — Montag, 7 Uhr, „Die verhängnisvolle Faschingsnacht“. — Dienstag, 7 Uhr, „König Richard m.“. — Mittwoch, 3 Uhr, „Die Gänsehirtin am Brunnen" (Märchenvorstellung), 7 Uhr „De? Meeres und -»der Liebe Wellen“, — Donnerstag, 7 Uhr, „Des Meeres und der Liebe Wellen“. — Freitag, 7 Uhr, „Die verhängnisvolle Faschingsnacht*. — Samstag, 3 Uhr, „Der Geizige“, 7 Uhr, „Sumpf“. (Gastspiel Hans Marr.) In der V o 1 k s o p e r gastiert Sonntag den 22. d. M. Herr Kammersänger Alfred J e r g e r vom Operntheater in „Die Meistersinger von Nürnberg* als Hans Sachs. — Heute gelangt die „J ü d i n“, mit Fräulein Pfiffer in der Titelrolle, zur Aufführung. Im Komödienhaus findet Dienstag den 24. d. M., Vs7 Uhr abends, eine Aufführung des Alexander Dumasschen Schauspiels „K e a n“ mit Oskar Beregi, Maria G,utmann und unter Mitwirkung von Kräften verschiedener Wiener Bühnen statt. Zugunsten des Rothschild-Spitals veranstaltet die Kainz-Bühn e am 28. d. M. im Theatersaal des Hotel Post eine Aufführung von „Die Juden“ von Tschirikow.. / Freie jüdische Volksbühne iiiiimmiiiiiiiiimiumiimiiimmitiimMiiiimiiiimiiniuiimiiimiiimiiimiiimitiiimmi Gastspiel im Lnstspieltheatcr 4280 %8Uhrabends:(U@SS®IP Ifl vonj.Gordin Das Theater ist geheizt! TB0 21. Jänner 192?_Seife y f WIEN, I. BEZIRK SCHOTTENRING NR. 21 Filiale: KARLSBAD -übernimmt Einlagen in laufender Rechnung, besorgt' bankgeschäftlicbe Transaktionen aller Art . 4050 . Volkswirt. Gestempelte Krone —.09 Centimes. Auszahlung Wien --- —.16 Centimes. ln Zürich notierte: die österreichische Krone —.16 (—.16 am 19. Jänner) die österr. gest Krone . . —.09 (—.09 am 19. Jänner) die tschechische Krone. ..8.85 ( 8.70 .am 19. Jännfer) die Mark .. 2.62 ( 2.70 am 19. Jänner) Agram ...... 1.75 ( 1.75 am 19. Jänner) Bukarest ...... (—.— am 19. Jänner) Budapest ...... .—.75 (—.68 am 19. Jänner) Warschau. . . . . —.17 (—.17 am 19. Jänner) Eine Grillparzer-Ausstellung Im Wiener Rathause. Die verdienstvollen Funktionäre der städtischen Sammlungen Engel mann, Trost, Reiter, Dr. Kattan und Dr. Polaschek haben aus den Beständen der Sammlung einige interessante Grillparzer-Reliquien zu einer geschmackvollen Ausstellung vereinigt. Das Interessanteste sind die Originalmanuskripte. Stellenweise zeigt die Schrift ganz deutlich jene für Grillparzers Schaffen charakteristische fieberhafte Hast des intuitiv Schaffenden, der die Fülle der auf ihn einstürmenden Bilder festzuhalten eilt Daß dieses rasende Tempo des Schaffens bei Grillparzer nicht in Flüchtigkeit ausartete, zeigt die Unmasse von Notizen und Studienblättern. Besonders charakteristisch sind wohl seine Federzeichnungen zu „Medea“, die er entwarf, um die Figuren beim Dichten klarer vor Augen zu haben. Ein' Clou der-Ausstellung ist ein Notizblatt vom November 1826, das nur die Titel von Stücken enthält, die Grillparzer sich zu schreiben vornahm. Auf diesem Blatt lesen wir auch solche Dramen bereits genannt, die man als Früchte der Greisenjahre des Dichters kennt, deren Plan aber, wie der Zettel verrät, bereits in seiner Jugend ersonnen wurde. — Sonst sieht man noch Bilder, Briefe und sonstige* Gegenstände, die mit Wiens größtem Dichter irgendeinen Zusammenhang haben. Frau Jeritza bleibt in New York. Aus Washington wird gemeldet: Geraldine Farrar, erste Sopranistin der Metropolitan Opera in New York, wird nach Beendigung der Saison aus dem Verbände der Oper austreten und. eine Konzertreise unternehmen; an ihre Stelle tritt Frau J e r i t z a aus Wien. Gerichtssaäl. Ein Prozeß, der Jahrhunderte dauert. Das Tribunal von Neapel hat vor einigen Tagen einen Prozeß zu Ende geführt, der nahezu ein halbes Jahrtausend gedauert hat. Es handelt sich um eine Erbschaftsangelegenheit, die auf die Zeiten Karls V. zurückgeht Dieser hatte in den Jahren 1523 bis 1526 als Zeichen seiner Anerkennung für geleistete Dienste seinem Großschildträger Cesare Fi eramosca einen Weitläufigen Besitz von Gruben, Wäldern usw. geschenkt. Nach dessen Tode erhoben dessen Erben, die auf diese Schenkung kein Anrecht hatten, die Klage auf Ausrolgung des Erbes. Der Prozeß dauerte nach den mannigfachsten Wendungen bis 1921, in welchem Jahre das Tribunal von Neapel mit der Fortführung der Angelegenheit betraut wurde. Dieses hat nun die Klage abgewiesen und die Kläger zur Tragung der Kosten verurteilt Keine Preistreiberei bei zunehmender Entwertung der Krone. Ein bemerkenswertes Urteil hat gestern der Strafrichter des Bezirksgerichtes Fünfhaus, Landesgerichtsrat Dr. W i n t e r, gefällt, das für alle Geschäftsleute von großer Bedeutung ist Die Inhaberin eines kleinen Gemischtwarengeschäftes, Frau Anna Eberl, Mariahilferstraße 149, hatte am 12. März 1921 Sardinenbüchsen gekauft, die sie damals per Stück mit K 77 bezahlte. Am 3. Oktober hat sie eine Büchse mit K 105 verkauft Gegen Frau Eberl wurde die Anzeige wegen des zu hohen Gewinnes erstattet Die Preisprüfungsstelle erklärte in ihrem Gutachten, daß die Preisforderung übermäßig hoch sei und daß ein Preis von K 90 angemessen wäre. Landesgerichtsrat Dr. Winter hat die Angeklagte von der wider sie erhobenen Anklage' fr.e i g e s p r o c h e n und in der Begründung bemerkt: Der von der Preisprüfungsstelle angeführte Preis von K 90 mag ira M ä r z oder A p r i 1 angemessen gewesen sein, im Oktober war er es nicht mehr. Es ist zu beachten, daß die Krone seit März eine große Werteinbuße erlitten hat Bei einem Einkaufspreis von K 77 und einem Verkaufspreis von K 90 konnte die Angeklagte im März, April mit einem Gewinn von K 13 noch ihr Auslangen finden, im Oktober war dieser Gewinn nicht mehr der gleichwertige, da die Krone nicht mehr den Wert wie früher besaß. Es ist ferner zu beachten, daß die Angeklagte auch darauf bedacht sein mußte, neue Ware aus dem Erlös der alten verkauften Ware anzuschaffen. Bei dem geringen Wert der Krone, die noch immer sinkt, muß sie mit einem V ielf achett des alten Preises rechnen. Es wäre ihr aber ganz unmöglich, sich entsprechend zu versorgen, wenn sie nicht eine Preis-^ Erhöhung vornehmen! dürfte. Bei der -Frage der Preistreiberei kann die zunehmende Entwertung der Krone nicht übergangen werden. Die Wiener Frühjahrsmesse. In einer Pressekonferenz, die gestern von der Leitung der Wiener Messe im Handelsmuseum veranstaltet wurde, wies, Gemeinderat Müller als Vorsitzender des Arbeitsausschusses besonders nachdrücklich auf den überaus peinlichen Raummangel hin, unter dem die Aussteller der vom 1 9. bi s 2 5. März stattfindenden Frühjahrsmesse empfindlich werden leiden müssen und der denjenigen auf der Herbstmesse noch bei weitem überbieten, wird. Eine schwere Schädigung der Geschäftsweltinfolge des Raummangels ist unvermeidlich. Die bisherigen Anmeldungen erfordern einen Raum. von rupd 42.000 m3,- doch sind nicht mehr als rund 22.300 m3 verfügbar;, so daß eine gerechte Zuteilung geradezu-ausgeschlossen ist. Seit Monaten führt die Messeleitung einen schweren Kampf, um im Interesse der Stadt Wien und der österreichischen ■ Volkswirtschaft mehr Raum zu sichern, doch sind alle Bemühungen bisher vergebens geblieben* In der Rotunde sind 10.000 ms belegbar. Die Schwierigkeiten in den H o f- Stallungen und in der S t i f t s k a s e r p e sind geradezu unüberbrückbar. Die Adaptierungsarbeiten in den ersteren und Verlegungen nach den äußeren Bezirken würden mehrere hundert Millionen in Anspruch nehmen. Gegen die Verwendung der sehr günstig gelegenen Stiftskaserne bäume sich das Kriegsarchiv auf, für das es im Augenblick gewiß weniger wichtig sei, in einem Verkehrszentrum untergebracht zu sein. Ebenso bemerkenswert ist, daß das Unterrichtsministerium fast die Hälfte des der Wiener Messe in der Hofburg zur Verfügung gestellten Raumes für Zwecke der Staatsbibliothek beanspruche, obzwar sich der HaridelsministerbereitszugunstenderMesse entschieden habe* In der Bekleidungsmesse (Neue Hofburg) stehen einem Erfordernis von 7500 m3 3500 m2 gegenüber. Wenn durch eine, strenge Zensur ein Drittel der Anmelder ausgeschieden wird, ergibt sich noch immer die Notwendigkeit einer etwa 33°/o!gen Kürzung. — In der Lu x u sartikel- und G ä 1 a h t e r ie w ä r e h m es s e (Messepalast) steht einem Platzerfordernis von über 9000 m8 ein Belegraura von 3200 m2 gegenüber. Bei einem Wegfall von einem Drittel der Anmelder ergibt sich noch immer die Notwendigkeit feiner, mehr als 40%igeh Kürzung. — In der Papieru n d Büch m e s s o (Stiftskaserne) liegen die Verhältnisse besonders traurig. Einem Erfordernis von 3200 m3 stehen 800 m2 Belegraum ® gegenüber. Wenn die Anforderungen auf die Hälfte reduziert werden, müßten noch immer 50% der' Anmelder ausgeschieden werden. — Bei der T e c h n i sch e n M e s s e (Rotunde) ergibt sich die Notwendigkeit, ein Drittel der Aussteller überhaupt auszuscheiden und den Rest mit etwa 20°/o zu kürzen, da hier größere Kürzungen mit Rücksicht auf die auszustellenden Maschinen schwer möglich sind. Für die Technische Messe liegen zirka 1750, für die Bekleidungsmesse 930, für die Luxusartikelmesse 1230 und für die Papiermesse 450 Anmeldungen vor. Die Beteiligung des Auslandes beträgt 9*89/0, und zwar. 143 Aussteller.. aus Deutschland, über 119 Aussteller .aus der Tschechoslowakei. Die übrigen Anmeldungen verteilen sich auf Ungarn, Frankreich, Polen, Schweiz, Italien, England* Holland, Belgien und Jugoslawien. Der Branche nach sind aus dem Auslande an . erster Stelle die Textilindustrie, Schuh- und Lederindustrie* Maschinenbau, Galanteriewaren," Glas- und Porzellanwaren, Papierwaren, Seifen, Kerzen, Parfümerien, Kunst'gewerbe* Lederwaren, elektrotechnische Erzeugnisse zu erwähnen. In die Bekleidungsmesse fallen die Gruppen: Textilerzeugnisse, Bekleidung, Schuhe, Leder und Zubehör, Musikinstrumente; in die Luxusartikfilme s s e: Kunstgewerbe,Juwelen,Gold-, Silber- und Schmuckwaren, Uhren, silberplattierte Waren, Glas-;, Porzellan- und Steingut - Luxuswaren, Galanterie- und feine Drechslerwaren, Rauchartikel, Lederwaren und Reiseartikel* Schirme und Stöcke, Seifen, Kerzen, Parfümerien; Toiletteartikel; in die Papiermes s!e: Bureau- und Geschäftsbedarf," Papierxyaren und Kartonagen, , Buchmesse, Lehrmittel aller Art; in die T e c h n i seh et M e s s e: Sportartikel, Korbwaren, Luxus-und Gebrauchsmöbel, Holzindustrie, Tapezierer- und Seilerwaren, Haus-: und Küchengeräte, Chemische Erzeugnisse, Medizinische, chirurgische -und Gummiwafen; Optische und technische Instrumente, Bauwesen, Sanitäre Anlagen, Elektrotechnik- Beleuchtungsartikel, Eisen- und Metallwven, Landwirtschaftliche Maschinen und Geräte, Maschinenbau, Fahr- 170 cm breit 1050 per Meter

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