Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1049 (31.12.1921)
- Date
- 1921-12-31
- Page
- Seite 8 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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V51enr Samsfög fyTENER MORGENZEITUNCr S'l.Dezenroer rJ2t Nr. M4S E WIEN, I. BEZIRK SCHOTTENRING NR. 21 Filiale: KARLSBAD Sbrratmmt Einladen in laufender Rechnung, besor bankgeschäftliche Transaktionen aller Art Gestempelte Krone Auszahlung Wien -- In Zürich notierte: die österreichische Krone —.19 die österr. gest. Krone . . —.11 die tschechische Krone. . 7.45 die Mark ....... 2.75 Agram ........ 1.90 Bukarest ....... —>.— Budapest.—.85 Warschau.—.17 —.11 Centimes. —.19 Centimes. <—.19 am 29. Dezember) <—.11 am 29. Dezember) ( 7.32 am 29. Dezember) ( 2.80 am 29. Dezember) ( 2>— am 29. Dezember) <—.— am 20. Dezember) (—.85 am 29. Dezember) (—.18 am 29. Dezember) Die Wiener Frühjahrsmesse 1922. 3m Ausland gibt sich ein außerordentliches Interesse für die Wiener Frühjahrsmesse, die bekanntlich in der Zeit vom 19. bis 25. März 1922 stattfinden wird, kund. So teilt die österreichische Handelskammer in der Schweiz : mit dem Sitze in Zürich, die die ehrenamtliche Vertretung für die Wiener Messe in der Schweiz übernommen, hat, mit, daß sich dort bereits eine große Anzahl von Angehörigen der ersten Schweizer Handels- und Industriekreise als Besucher fiir die Wiener Frühjahrsmesse angemeldet hat. Auch sonst sind beim. Wohnungsnachweis . der Wiener Messe bereits zahlreiche Anmeldungen von Messebesuchern aus dem Auslande, insbesondere aus Deutschland und der Tschecho-Slowakei, eingelangt. Da an diese Besucher kurz nach Neujahr die Zuweisung von Messewohnungen erfolgen wird, werden jene Parteien, die seitens der Messe zur Vermietung von Wohnräumen eingeiaden wurden, ersucht, ihre Bereitwilligkeit dazu ehestens bekanntzugeben. Jene Firmen, die sich um einen Platz, auf der Frühjahrsmesse 1922 beworben haben, werden ’in ihrem eigenen Interesse ersucht, ihre Anmeldung zum' Katalog spätestens am 12. Jänner 1922 durch; die Einsendung der ordnungsmäßig ausgefüllten Formulare zu besorgen. Öberösterreichische Wasserkraft- und Elektrizitäts-Aktiengesellschaft in Linz. Die Öberösterreichische Wasserkraftundi ElefcfrizitätB-Aktierrgesdlschaft in Linz legt anläßlich der zum Zwecke der Kapitalsbesdhaffutn-g für -die II. Bau* iperiöd'e des Großkraftwerkes Bairtenstein j.n: Öb-erösterreich erfolgendem Erhöhung ihres Aktienkapitals. von Nominale 50 Millionen Kronen auf Niomin&'le 300 M-Mlio’nien Kronen mit 1. Jänner 1922 Nominale 200 Millionen Kronen, zerlegt in eine 'Million Aktien a K 200 Nominale,;, zur Öf f e ntlic h e-u S ubsUcrdipt io « auf. Während man im fast allen österreichischen Ländern ursprünglich n-ur zögernd an dem Ausbau der Wasser-. ikräfite heramgi-ng um’d d'aidlurdh wertvolle Jahre *erhälfimismäßig sehr 'billiger Bau afbeit ungenützt verstreichen Keß, hat die Öberösterreichische WasseTlcraftcnid Blektrizitäts-Aktiengesellschaft da)s Problem des. ■Ersatzes der mit fremder Valutazu bezahlenden Kohle durch heimische Wasserkräfte sch-on im Herbst 1919 durch Iniamgri ff nähme. des Ausbaues der Großen- Mülhü, bezieh um.'g'sweise des Großkraftwerkes Parten- -stein praktisch zu lösen gesucht. mwiwimaeii Das Werk, welches nach den bisher programmmdßäjg vedaufenjen Bau arbeiten um die Mitte dies Jahres 1923 vollend’©! seltn wird, ist -als. Spitzenkraftwerk: mit vanier instiall-ientiüft Leistung voin ^s.000 PL angelegt und wir dt bei einer J aJhres erz eugU'Nig vo 11 56 Millionen: Kil 0 watts tuinden ' biädlit -n-nir die Industrie Ob er Österreichs (Linz, Steyr, Wels) mit Strom versorgen', öotndern im Bedarfsfall« auch bedeutende Sipitzensjäromrnengen nach Wien abzugdbelni imstande sein. Das Gnu-hdlkapi-tai der Oh er österre i ehiz-chon, Wasserkraft- und Blob'trrz i t ä t-s - A k t i enges eil s ch<a ft betrug bisher 50 Millioaien Kfom-en, voln welchen die Republik Oesterreich, dals Land Oberösterreich umd die Stadtgemeind© Linz drei Fünftel, die Oestenreicbisöhe Waff&nfa'bri'ks- Gesellsc'haft W-ien-Steyr und die Tramwayutad Elök-, tri: ii ä t s - Ges eh s chaf t Linz dfie restlichen zwei Fünftel besitzen. Außerdem halben dals Land Oberöstcrreichutnd die Allgemeine österreichische Boden-Credit-Anlstalt der Gesellschaft in 60 Jahren zu tilgende Darlehen im Gesamtbetrag von 400 MuHiomen Kronen gewährt. Mit diesen 450 Millionen Krotnietn hat die OberÖsterreich i sehe Wasserkraft- und Elöktrizifätls-A'ktienigcsöiilschaft seit dem Henbst 1919, demnach i*n ©innen: Zeit •relativ niedriger Preise, den vollständigen Dnterwasseraibfluß, eine Hilf-sikraftanl'age von 700 FS kouiistanter Leistung; den vollständigcini Auslbu'b des uinterifdilsch projektierten Maschönenhauses, den Aufschluß vorn fast der .Hälfte riete 51/« km langen Obenvaissers-tolilan», alle notwendigen baulichen Nelbetn-aitilagein (Straßen- Brüaken-Herstdmnigen, B ahnverl-egimg), eine von Steyr nß-ch' Linz führende. Ho>dvspa-nin.uingsileitumg von [10.000 Volt Uebertra-guingsspannung mit ciiseirncn Maistem und eine von Steyr zum Elektrizitätswerk Steyirdurchbruch , führende 24 km lange Hochispamnain^sleibung milt’ 25.000 Volt, Uebertraguingsspaimuvng fertiggestellt, bedeutende Mengen von Zement und Eisenmaiterfel für dein weiteren Kraft-1 werksibam an geleint ft und die gesamt« -maschinelle Anlage des Werkes (TuirbtimKsn, umd Generaidoren) teilweise sogar zu- Fixpreisen vergeben. -?. .. Diese bisher geschaffenen Anlagen, welche ein höchst wertvolles Aktivem der Gesellschaft darstellen, ■sichern ihr einen wesentlichen Vorsprung gegenüber allen Wa'sserkr-atffulnitea^nieihmuimgen, die den Ausibau erst jetzt beginnen. In 'Erkenntnis der Bedeutung dös Partenlsteiner Werkes hiat die Biünidleiircgierung der Oberösterreiiahis ehern Wasserkraft- und El'Cktrizitäts-Aktiengesellschaft volle Gebührenfreiheilt und das Recht zu erkannt, 75 Prozent ihrer Anlagokofsten innerhalb der ersten 15 Bcbri-cbsjahre als 'sogenannten ^verlorenen Bauaufwand« steuerfrei abzu-ZChreiben, durch welche Begünstigungen eine weitgehende Sicherung gegen Verluste ains dem derzeit hohen Baukosten gegeben ist. Die der Gesellschaft' weit erhöh ' z-uerikaimnte Befreiung diets größtem Teiles jener Beträge, die zur Verzinsimg der’ vom ihr angenommenem Darlehen verwendet werden,: von jeglicher Steuer, dürfte iin allemäeteter Zeit ge-setz-; licih auf die g e saim t e n. E r trä g.mis s e 'de r . Gesellschaft a* us g e dehm t werden-. ■ Die Gesellschaft geht niunmehr daran, dlas not- : wendige Kapital für die zweite ' Ba-uperidde des Großkraftwerkes bereitzustelüem. Das Land Oberöstenroielh und die Allgemeine österr sich! s che B öden - Gredib-Amstal t halbem sich verpflichtet, deir Gesellschaft' weitere Wasiserkraf-t-Dariefoen von1 je ’ioo M-illkmen Krohetr’ ■ fjüstsi'g ®u maduein. Gleichzeitig erhöht die Gesellschaft ihr Grainidflcaipital durch A us s g a >b e v 0(1250 M i 1- -1 i o -n e n Kr on,e m voll umd b a r e in § ©z ah 11 e r I n h a b e >r ä k t! e -n auf , insgesamt 300 Millouen Kncrnen Nominale. Die bisherigem Aktionäre halben, von dem neu zur Emifslsion gelangenden Aktien einen Betrag von 50 Mililiolnien Kronen bereits fest übernommen. während der Restbetrag von 200 Millionen' Krollten durch eim .über Aufforderung des Lanidds Ober-' Österreich und dier Statdt Liiniz unter der Führung der B-ainlk für' Oberö&berreich «und Salzburg gebildetes BainkemkonKortimim zur öffentlichem Subskription auf- gelegt wird. Die Zeichn-’ung kämm im der Zeit vom 1. Jä-nimer bis 31. Jäntner 1922 bei sämtlichem Banken, deren Filialen, und Wechselstnaben erfolgen. Der Zeichnungspreis für jede Aktie beträgt 400 Kronen ohne weitere Zinsen- 1 Berechnung. Die Aktien, welchen gemäß den Satzungen der Gesellschaft bis zur vollen Betriebsaufnahimtf des Großkraftwerkes Partenstein 4 Prozent Bauzinsen zugesichert sind, nehmen ab 1. Jänner 1922 am Ertrag* nis der Gesellschaft teil und werden zur Kotierung an der Wiener Börse beantragt werden. Geld Ware 195.050 1852.— 7410.— 2923.— 41.020 891.50 85X25 107.025 22.310 79.040 22.010 5342.— 42.520 7915.50 3355.— 132.030 173.50 M.225 Kurs v.-28, Dez. Geld Ware Valutenkurse. Die fremden Zahlungsmittel erfuhren im gestrige!! Verkehr neuerdings Abschwächungen, wobei sich das Geschäft in den allerengsten Grenzen bewegte. Nachstehend die offiziellen Schlußkurse: Veröffentlichung der Devisenzentrale vom 30. Dezember 1921. Devisen (Schecks und Aus- T.n,m Zahlungen) fuß Amsterdam f. 100 holl, Gulden . 4tys 194.950 Agram 100 juc. Kronen .... 5 1848.— Belgrad 100 Dinar ..... .6 7390.— Berlin :100, deutsche Reichsmark . 5 2917.— Brüssel 100 belgische Francs . . 5 40.980 Budapest 100 ungarische Kronen. 6 888*50 Bukarest-100 Lei 1 . . ... . 6 — Christiane 100 tiorweg. Kronor . 6‘/s 84.975 Kopenhaggh'109 dänische Kronor 6 106.975 London 1 Pfund Sterling ... . 5 22.290 Madrid 1Q0 Pesetas. 6 78.950; Mailand ICO Lire . . . ... . 5 22.590 New York 1 Dollar . . . . . . 6 5338— Paris .100. Francs . . . . . . 5VS 42.480 Prag 100 tscheclio-slov.'. Kronen . 5Va 7909.50 Sofia 100 Lewa.6'/, 3345— Stockholm 100 schwedische Kronor 5Vs 131.970 Warschau 100 polnische Mark. . 6 171.50 Zürich 100 schweizerische Francs 4 104.375 207.450 2098— 3184.50. 42.980 918.50 8L475 112.975 23.590 24?340 5638— 45.430 8022— 3795—' 138.970 185— 109.975 207.550 2102.—i .smiu 43.020 921.50> 113.0251’ 23.610], 24-360?- 5642.—; 45.470* 8028— 3805— 139.630 187;- 110,025 <■' Noten Amerikan. Noten v. 5 Dollar auiw. .» kleinere . Belgische Noten 100 Francs. : . Bulgarische Noten zu 1000 Leva . . " . » .100 » .; *• Irlptttprp Dänische Noten 100 Kroner i .. Deutsche* Noten zu 1000 Mark . . » » » 100 t, » » . „ „ kleinere. . . . Bngi. Noten von 5 Livrest. aukw. » kleinere ... . . ' Französische Noten 100 Francs . ' Holländische Noten 100 Gulden .. i Italienische Noten v. 100 Lire aufw. > . *v v , „ kleinere . . . , Jugosl. Noten ungest. zu 1C00 Dinar » " 91 ' - » »' 100.,.-., : „ ,, „ kleinere . , . 'Norwegische Noten 100 Kroner . - Polnische Noten v. SOOMarkaufw. V - - ' kleinere . . . - v •' Rumänische Noten zu 1000u.500Lei . „ kleinere -. .. . . Küss. Nöten (RomanO zu 500Rubel » . »! n x 100 •„ „ ,, ji kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs Spanische.Noten 100 Pesetas - . Tschecho-slow. Not. v. 1000 nufw. B „ ' kleinere . . Ungar.Nuten (neueFm.1 zu 1000 Kr., „ „ zu 10.000 Kr. . . .... . kleinere . ... . 5273.— 5277.— 5558.— 8562.-«, 525S,-r .5257.- 40.480 40.520 42.480 ‘42.520 3095.-; 3105.— 3395.-r ■s3405.— 2995.- -, 3005.- 3295.- 3305.-, 104.475 104.525 I1L475 111.525- 2887.— 2893.— 3159.50 3165.5»: 21.900 22.010 23.390 2^41» ■'21,940. 21.950 41.680 41.720 44.980 . 45.020 192.450 192.550 205.350 205.450 21.990 22.010 23.690 23.71» 21.890 21.910 7240 7260 8190.- 8210.— , 7140 7160 8090.- 8110.— 7140 7160 83.275 83.325 86.275 86.325 162.50 164.50 175.75 177.75 3595*.— *36C5' 3m—' 3wo*—; 359Z.- 3605 3920.— 3930.— 129.970 130.030 137.470 13L53Q 102.875 102.925 108.975 109.025 76.960 77.040 7872.— 7878.- 7957.— 7963.— 7847.— 7853.- 7957.— 7963.- 887.50 890.05 929.50 932.50 878.50 831.50 883.50 886.50 Errichtung einer Bankniederlassung in Tullit. -Das Bankhaus Rheinhardt (Zentralbureau, Wien, 1., i Wippliugerstraße 33) errichtet als dritte Zweigstelle einer i Filiale' in Tulln mit bankmäßigem Wirkungskreis für das . „gesamte Tullner Becken. Die Einführung und Geschäfts- „ Leitung dieser Bankstelle, die ihre Tätigkeit in der .ersten Jännefwoche beginnt, übernimmt der Direktor der'Firma,' Herr Alfred Gatters r. . \:J- Luxus abgab e in Italien. Interessentenkreise werden aufmerksam gemacht, daß die italienische Regierung bei Einfuhr von Luxuswaren eine lOVoige Luxussteuer einhebt. Handelsgerichtlich protokollierte, oder gewerbebehördiicii ■ angemeldete italienische Firmen werden jedoch unter Vor- läge eines seitens : ihrer zuständigen Handelskammer ausgestellten Zeugnisses von der Entrichtung derselben befreit Bei Versendung, von Luxuswaren nach Italien wolle daher zur Vermeidung allfälliger Unzukömmlichkeiten diesem Umstände Rechnung getragen und die erforderlichen, Zeugnisse vom Empfänger der Ware einverlangt werden. Diese'' Dokumente sind den übrigen Frachtpapieren beizuschließen:, Ueber,die näheren Bestimmungen dieser Verordnung gibt die Zollabteilung der Handelskammer Auskünfte. Wirtschaftliches aus Rumänien. Blättermeldungen zufolge waren 32 Fabriken im Banat infolge des .durch die Verkehrskrise verursachten Mangels an Brennholz genötigt, die Arbeit einzustellen. — Das Ministerium' für. Handel und Industrie verlautbart, daß in Bükares t VFortsctaK.g. £jer jjgjjg Jude. 0 Von Nahttm Sokolow. >Sie körmen1 dre Ein;fechheit ifinid die .Leifen^s- ^raft dieser Tatsache nicht erfasiseai. Als ich mbch ’ Talmiiid studierte, Lan-nte ich eine Art Pilipuil *), die von umser-en Ahnengepflegt wurde. I-ch habe sic «nie gemi^cHt: es stak viel Unsi-nin darin und. meine nieuie Bil-d-img fegte sie gänzlich w-qg. -NU'ii finde ich hier eine meiue Art von Pilipul, die äirger ist als j.en'e des Beth Haanidrasch, denm sie' ist: bloße Niachahm-u-irg. Glauben Sie mir, mein Herz: ist müde. Es ist unimö-glich, im 'Paradies .der. Xanrea zu leben.« :>Doch die Welt ist ciniem Manne mit Ilhirem .Wissen offen..« ‘ - »Ja,« agte er nlachdrudkl-ich. »Die Wellt ist offen, dbch! ich’ bin ein Verstoßener. Ich halbe, keine Aussicht auf eine Laiuifbahn. Dodhl das stpielt keine Rolle Was mich ibelkümtm-eirt, das ist meine eigene Individualität. Finde ich sie, so ist alles andere nebensächlich. Kommt Ihnen das alias geheimnisvoll vor? Glaubem Sie mir, daß es die einfachste Sa,ehe der Welt ist. Ich vermag sie niobt, auseinjamdorzusetz^m) oder, ein Epigrammdaraus zu machen. Stellen- -Sie sich einen Wann vor, der, mach izwei Richt-ungan zerspalten, omtar ewiger -Umjiiuihe 'leidet. Dies ist meine Lage — ich *bkü die Beult« ivon Antrieben, die sieh miteinander nicht vertragen:. Ich bin mit Herz uind Seele Jude; ein jüdischer Mamn und kein Ahnemianibeter, lc-eiini iPhcao- *) P i.l p ul, die an gehl iah vc-n dem Präger Ralbbber Jakc»b Poli^k (ge,t. 1530) «ungebildete dialdötischc Methode -des TciniudstufdiuTns. die sich in so-phlstisdlion, witzigen Stpiderei-er min der» Materien gefiel, ©me ber-ormcu v/»»5en«chi?.ftßche Fc#rsdhning: die« rarilbihrpsoh-an Schrifttums überw uohprte .tind erst in der Xoucrek ,®urf; tv**—i^. graph für das vor 'zweiauisend Jahren, gesprochene Hebräisch. Ich bim derselbe Juidle, der rvior zweitausend. Jahrcm Hebräisch sprach, mind ich bim dabei ein lebendiger iMenisch. Sie en'tfaichen bittere Angst tsnd Zweifel in miir. Ich befürchte, daß die Atmosphäre meiner gegenwärtigen Uimgeibumg, der Zauber-der modeirhien Welt meiner In' isiolchem Maße mächtig werden,, daß ‘ich dann nicht imistainde sein werde, michczu befreien. Doch i-db muß mich davon lösmacjiem!.« . '»Wissen Sie,« erkundigte ich mich’, »daß es, föe'sonders in ntnserem Lande einige Leuitie gibt, die dieselben Ansichten haben .wie Sie?« *... . , Er nickte, urfn zu zeigen, daß er davon schon' geihört habe, umd sprach' heftig weiter. »leih gllaqbe, daß dies-das jüdische. Pnclblem ist. Es .würde mit, dem fühlendem« Juden weitenbestehen,, wäre er. auch aileim, gleich Robinson, Crusoe auf einer veiriaiisemen Insel-.. Der Diualisttwis steckt im unserer inme'nsiteni . Seele umd auch die Pflicht, die 'Notwendigikeit, unser zertrümmerte« Wesen, wieder aufiauriichten»,« »Sie sollten besserem Miltes sein,« sagte klh; Er amitwetrtete: »leih werde es versuchen,« iumd wir drücktenuins die Hände. . . loh l>li efb' mioiohl eimige -Zeit s'n! ipener Staldlti umd hatte, »viele Gelegenheit* die Entwidkliiirtig dieser, Krisis m beobachtem,. Ich kannte viele dier Professorenulnd Sbudenlbetn: peiisömlich ■ und;sne haltiten. •mir alle etwas m sagen- Im Semiim-ar drehte ein 'Stumm über Meir loszulbrecben1. 'Nieinamd Iklomnle dem Zauber dieses1 Menschern widerstehen. Di*e ■Niator haltite ihn mit besonderer körperlicher Schönheit beschenkt. Er hatte vornehme Maiiweren, wa-r besdheidem, großmütig* voller Sehnsucht und voll Tträumen der Jugend, und sO wair er sehr beliebt. -Doch seine Ideen machten die if^ewte unruhig. Z>u~ \ ensifc zwcifclttem sie an seiner 'Aufrichtigkeit, auch ericammiteux sie die Gefahr. Etr stellte eime Kraft miiä iA*äih dar, .'die über dem Verstand umd die Erfahrung dieser Leute hiniaiu'sgimg. Er parodierte ihr »Judentum«. . Sie k-onmten das Rätsel1 seimets Spruches to'iicht lösdn: »Da fehlt etwas.« Ihren' Geistern Fehlte; nichts. Sie bildeten sich ferner mamcihmalli ein,; daß ’ er sie als Mämtner von mittelmäßiger Inlfcelligem'z, als gewöhmiiicli-e E-xemipil'are ihrer Typen) be'tlrachte.;'; Sein1 Witz w-ar beißend wie Sä'uire. : Dluirch die': Art, wie er seine Meinlutiigen darlegte, fühltem. s«iich jene,'? die ändlerer Meiimutn-g wairent, klein. ‘ .. - Ein,- ausgezeichneter Professor für'oricmtalisdie Spradhien-, einer de-r Lehrer im Samdn»air, sagte zau mit:';>Eim bemerkenswerter jutnger. M'atm, dieser. Ilhir Lairidsmam-ni. Er könnte mit glänzendem Erfolg seine „Studien vpUcinden1 'umd würde &:lis Gelehnter eime. gifioße Zukunft .'häben. -derih seine Bildung ist umfaissemd. * Doch seine gegenwärtige Geimütsverfass'umg-m-a'cht ihn; garniz iutnmöglich. Er islt ein wahrer:’ . Träumer.« .Der Tälmudpiroitesscir sprach iin Anisdrüdken über, ihn, die.einem Lob gilieichlkünicm., »Er ist .in. meinem Gegenstand eine Ä'Ut'ori'tät; er. weiß -viel; er slpri-önt gut, doch er arbeitet voneiner umgesuihden .Basis aus. Ein guter Gelehrter, doch viqill um bestimmter, schwamkonder Theorien-.« ' Seim - Rektor, ein Organisaitior oitnJd höchst s'tireiiiiger: Miamm, äußerte sich zotttiiger. »Dieser Russe,« sagte er, »ist wddlerspem'Stig wie ein wildes Pifeird; eultweder befolgt. - er geinlaiu' uinisere -.Vors'chriiftem und Gir.umdsätze oder es wird da (bald keim Platz mehr für ihm sein.« Tatsächlich waren, diese Vortireter /des . fcrrfV ßicfiikittlichen und moder-neu Judenituims in' ihrem-Ex* kommamäkiatiomeu fanatischer, Ms die; Leute im Beth 'Hamidmsch meitnies Gelbutitsorties. uMeir wurde ohne einen Kreuzer, ohme Ereundc, einsam — vor die T.üi* gesetzft. (Fortsetzung: folfit> - ' / \ . ,.:.v - - ■fettS