Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1047 (29.12.1921)
- Date
- 1921-12-29
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr/10474 Wen* Donnerstag 'mwm* WOK<Zmmrvmta > 20.- Dezember mr .saurr FrelQ jQdische Vo 1 ksbOhne Gastspiel Im Lustspieltheater E T Ubr abends Osnuvim <M) -M7 Dai Theater l«t ge h e I al 1 TW Buhne und Kunst. Renaissance-Bühne* Mit Frau Werbezirkist auch Emmerich Feldes’ Lustspiel „L i 11 Grün* von der Josefstadt auf den Neubau tibersiedelt und übt auch hier seine erheiternde Wirkung auf anspruchslose Gemüter. Besonders Frau Werbezirk zündet mit ihrer grotesken, vor Uebertreibungen nickt zurückschreckenden Komik. Fräulein Nora Herbert ist eine in jeder Hinsicht entzückende Lili Grün und läßt es begreiflich erscheinen, daß ein sonst sehr geschäftstüchtiger Reisender, der sich um sie bewirbt, sogar auf die Mitg'ft verzichtet. Diesem Reisenden verleiht Fritz Schönhoff die vom Autor verlangte Fähigkeit, das jüdische Mädchen von einer romantischen Schwärmerei für einen christlichen Zimmerherrn mit Lebemannallüren, den RobertValberg famos spielt, zu kurieren und für sich, als den echteren Kavalier, zu gewinnen. Hervorzuheben Ist noch das Spiel Oswald Egerers als Vater Grün, ln kleineren Rollen gefielen die Damen Grete L ö ti r und Maja S e r i n g, die Herren Hans M o s e r und Karl Urban. Das Stück, das Budapester, genauer gesagt: Budapester Orpheumsluft athmet, lebt nur von der Darstellung. Zum Glück bietet ‘ es fast lauter dankbare Rollen und nur eine schlechte. Diese spielt das Publikum, das eine solfehe „literarische“ Kost mit unverkennbarem Behagen zu genießen imstande ist... H. Sp. Alts den Theatern. Im Burgtheater gelangt morgen, Freitag, »Das Olas Wasser* zur Auffahrung. Im Operntheater wird morgen, Freitag „Margarethe“ mit Herrn Michael Bohnen als Mephistopheles gespielt In der Volksoper geht heute, Donnerstag, „D i e Fledermaus“ als Ersatzvorstellung für „Aida“, die Infolge technischer Schwierigkeiten abgesetzt werden mußte, in Szene. Den „Alfred“ sjpgt Herr Kammersänger Leo Slezak a. G. In der Konzerteinlage: Josma Selim und Kammersänger Leo Slezak, am Klavier Df. Ralph Bsnatzky, mitwirkend das Ballettkorps der Volksoper. (Beginn 7 Uhr.) Die für „Aida“ gelösten Karten haben für diese Ersatzvorstellung k eine Gültigkeit und werden an den Tageskassen der Volksoper zurückgenommem — Morgen, Freitag, wird „D i e B o h b m e“ gegeben. Im Deutschen Volkstheater werden - gegenwärtig die Proben von Frank Wedeklnds „L u I u“, mit Ida H o 1 a n d in der -Titelrolle und Wilhelm Klitsch als Dr. Schön, abgehalten. Spielleiter Dr. Heinz Schulbau r. — Morgen, Freitag, geht „Frühlingserwaachen“ in Szene. In den Kammerspielen beginnen von heute ab alle Aufführungen von Frank wedeklnds „Der Kammersänger“ und „To d und Teuf e 1“ um Vs7- Uhr. — Morgen, Freitag, 7 Uhr, findet die Erstaufführung von Roberto B r a c c o s Kömödie „Untreu* statt Im Raimundtheater wird morgen, Freitag, „Richard III.“ gegeben. — Die für Samstag den 31. d. M. angesetzte Schülervorstellung von „Der Geizig e“ wurde auf Samstag den 7. Jänner verschoben. Die behobenen Karten behalten ihre Gültigkeit , Die Direktion der Neuen Wiener Bühne hat Ferdinand B o n n zu einer Verlängerung seines Gastspiels um acht Tage verpflichtet, so das „6 e v e r 1 e y“ mit ihm in der Titelrolle auch die kommende Woche auf dem Repertoire bleibt im Bürgertheater gibt man morgen, Freitag, V27 Uhr, zum ersten Male „P ip st“, musikalischer Schwank -in drei Akten von Alexander Engel und Julius Horst Ge-; sangstexte und -Musik von Ralph Benatzky. In der Roland-Bühne (Jüdische Bühne) gelangt heute, Donnerstag, das Singspiel „CyskeFeuer“ von K a 1 i c h und F e i n m a n n mit Mali P i c o n und Direktor K a I i c h zur Aufführung. Freitag, den 30 d. M>, geht „J a n k a I ea mit Mali P i c o n und Direktor K a 11 c h als Abschiedsvorstellung dieser Künstler zum letzten Male in Szene. Die Demonstrationen vom 1. Dezember. Im Straflandesgericht I fanden gestern vor dem Oberlandesgerichtsrat Dr. Engel als Einzelrichter die Verhandlungen gegen die Plünderer vom 1. d. M. ihre Fortsetzung. Der 19jährige Mechanikergehilfe Josef Köpf und der 21 jährige Mechaniker Karl B u c e k hatten an den Kundgebungen teilgenommen. Köpf soll sich im Laufe der Ausschreitungen ein Reisenecessaire aus dem Geschäfte S i r k angeeignet und dieses dem Bucek verkauft haben. Josef Köpf wurde des Diebstahls, Karl Bucek des bedenklichen Ankaufes schuldig erkannt und Köpf zu drei Monaten Kerkers, Bucek zu tausend Kronen Geldstrafe verurteilt Die 22jährige Hilfsarbeitersgattin Marie Schuh war angeklagt, am 1. d. M. abends in der Hernalser Hauptstraße von einem ihr fremden Mann ein bei den Plünderungen der Firma D r a g a in der Rotenturmstraße gestohlenes Klefd im Werte von K 17.000 gekauft zu haben. Sie wurde des bedenklichen Ankaufes schuldig erkannt und zu K 2000 Geldstrafe verurteilt, das Urteil jedoch unter Zubilligung einer zweijährigen Bewährungsfrist als „bedingt“ erklärt. Die Kutscher Heinrich Frühstück und Eduard B 1 a c e k waren am 1. d. M. abends in der Inneren Stadt am Peter verhaftet worden, weil jeder von ihnen ein Tintenzeug unter dem Rock verborgen trug, bei Blacek wurde außerdem eine goldene Dose ira Werte von K 200.000 vorgefunden. Sie war dem im Hotel Bristol wohnenden Karlsbader Dr. Martin Harden entwendet worden. Das Urteil gegen Frühstück, der des Diebstahls schuldig erkannt wurde, lautete auf s e c h s M o n a i e schweren Kerkers, gegen Blacek wegen Diebstahlsteilnchmung und Fundverheimlichung auf s e c h 8 Monate einfachen Kerkers. * Zu gleicher Zeit hatte ein Berufungssenat acht Urteile zu überprüfen, die im Laufe dieses Monats bei den Verhandlungen gegen die Plünderer gefällt wurden. Die Berufungen des Franz J a h u t k a (vier Monate schweren Kerkers) und des Josef Kohl (vier Monate schweren Kerkers) sowie der Leopoldine Batik (drei Monate schweren Kerkers) wurden zurückgewiesen. Der Berufung des Alois H u m I (vier Monate schweren Kerkers) wurde stattgegeben und H u m l freigesprochen. Reduziert wurde das §trafausmaß bei Wilhelm Wessely von sechs Monaten schweren Kerkers auf vier Monate einfachen Kerkers, bei Franz Krupitzer von fünf Monaten schweren Kerkers auf drei Monate einfachen Kerkers, bei Josef Zemanetz von acht Monaten schweren Kerkers aut sechs Monate schweren Kerkers und bei Karl Gum* petsberger von acht Monaten schweren Kerkers auf fünf Monate schweren Kerkers. Valutageschäfte — unklagbar. Den Vailutaspekulanten wird von den Gerichten immer mehr an den Leib gerückt. Nachdem erst vor kurzem der Verwaltungsgerichtshof die Valutaspekulationen als erwerbsteuerpfüchtig erklärt hat, hat gestern das Oberlandesgericht den Valutageschäften die Klagbark e 11 v e r s a g t. Die Firma Fischer&Intrafer Galanterie- und Stahl Warengeschäft in der Praterstraße, hatte gegen die Handelsfrau Helene Weisseiberger beim Wiener Zivillandesgerichte eine Klage auf Zahlung von 9000 Reichsmark oder des gegenwärtigen Devisenkurses eingebracht. Der Geklagtenvertreter Dr. Leo E g e r wendete ein, der Sohn der Geklagten Otto Weisseiberger habe hinter ihrem Rücken Valutageschäfte gemacht und durch betrügerische Manipulationen sie selbst und andere Leute um K 400.000 geschädigt. Darauf weisen auch die von dem offiziellen Kurse ganz abweichenden Verkaufspreise der klagsgegenständlichen Geschäfte hin. Valutageschäfte verstoßen gegen die guten Sitten und sind unerlaubt, sie können daher nicht rechtswirksam sein. Das Ziviliandesgericht wies die Klage ab und hob die Begründung hervor: Selbständige Geschäfte mit fremden Valuten zu betreiben gehört, ganz abgesehen von der gesetzlichen Unzulässigkeit, jedenfalls nicht zu den Geschäften und Rechtshandlungen, welche der Betrieb eines Galanteriewarengeschäftes mit sich bringt, die einzige Möglichkeit, das Geschäft mit den gesetzlichen Vorschriften in Einklang zu bringen, wäre die Einholung der Genehmigung der Oesterreichisch-ungarischen Bank gewesen, eine solche ist aber nicht erfolgt. Die in der Klage geltend gemachten Geschäfte verstoßen daher gegen die damals in Geltung gestandenen gesetzlichen Bestimmungen über den Geldverkehr und sind daher nach § 879 allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (unerlaubte und gegen die guten Sitten verstoßende Handlungen) nichtig. Mit der gleichen Begründung hat gestern das Öberländesgericht als Rekursgericht (Vorsitzender Hofrat Dr. Schubert) die Berufung der klägerischen Firma abgewiesen. S1 ftb15.Jänner1922 |ji erscheint fiS Qllch jj] eine große in der 1 WIENER MORGENZEITUNG ~=i welche SliP über alle Sporfzweigc &]! berichtet u. ein bis zwei l!fö Selten umfassen wird in Sport. Aus der jüdischen Turnbewegung. Der jüdische Turnkreis hat bereits mit seiner Arbeit begonnen. Für vergangenen Samstag war eine Turnleitungssitzung einberufen worden, zu der nebst den Mitgliedern der Leitung auch die Vertreter der Turnvereine Makkabi II, Makkabi JX und Makkabi X erschienen waren. Der Vorsitzende, H o f r a t Dr. Werner, war trotz einer starken Erkältung anwesend, doch konnte er seiner Indisposition halber die Sitzung nicht regelrecht durchführen. Er benützte aber die Gelegenheit, um dem Schriftführer Herrn Fried, Weisungen für die nächsten Arbeiten zu geben. Vor allem Ist es notwendig, ein genaues Bild über den Stand und die Arbeitsfähigkeit der jüdischen Turnvereine des Kreises Oesterreich zu gewi. nen. Um die diesbezüglichen Erhebungen durchführen zu können, werden an die einzelnen Turnvereine Fragebogen gesandt, welche folgende Punkte enthalten: 1. Name des Vereins, Turnlokal (Eigenbesitz oder gemietet, im letzteren Falle von wem?), Turnzeiten, 2. Zahl der ausübenden Turner aller Abteilungen, auch selbstständiger Sektionen, Zahl der nichtgusübenden Mitglieder, 3. Namen der Ausschußmitglieder, Kennzeichnung der Anschrift des für den Kreisturnrat bevollmächtigten Delegierten, 4. Vermögen des Vereins, 5. Wünsche und Vorschläge (wünscht der Verein die Mithilfe t er Kreisleitung zur Ausgestaltung des Turnbetriebes?) Die jüdischen Turnvereine sowie die Turnsektionen ähnlicher Organisationen werden aufgefordert, die Antworten unverzüglich an das Sekretariat des Kreises Oesterreich der jüdischen Turn- und Sportvereine per Adresse „Wiene: Morgenzeitung“, II., Taborstraße 1 bis 3, gelangen n lassen. Außer diesen grundlegenden Mitteilungen ist es erforderlich, daß die Vereine auch über ihre laufende Tätigkeit ständig Nachrichten zukommen lassen. Die' Ausgestaltung der Sport- und Turnrubrik in det; „Wiener Morgenzeitung“ gibt die Möglichkeit, das Turn wesen der Oeffentlichkeit näher zu bringen. In! Herrn Hutter wurde die geeignete Person gefunden, die den Wünschen aller Vereine gerecht werden kannj Der neugewählte Kreisturnwart, Herr H o r o w i t zj machte bereits bestimmte Mitteilungen über sein Tätig-! keitsprogramm. Seine Hauptaufgabe erblickt er darinJ den Turnbetrieb in den einzelnen Vereinen, der insbe*? sondere durch den Mangel an ausgebildeten Vorturnern^ Platzleitern und Turn warten leidet, neu zu belebend Er will nun methodisch bei der Besserung der bis^ herlgen Zustände Vorgehen. Vor allem sollen diej Turnwarte zu gemeinsamer Lern- und Lehr-; tätigkeit herangezogen werden, und erst dannj wenn die Turnwarte aller Vereine imstande sind, die Ausbildung der Plätzleiter und Vorturner vorzunehmensoll an die Organisation einer Kreisvorturnerschaflj geschritten werden. Ein- oder zweimal im Jahr solF ein Vorturnertag stattfinden, der durch gegenseitiges; Lehren und Zeigen befruchtend wirken dürfte. Um sich selbst zu Informieren und um mit den Kreisvereinen' möglichst bald in Fühlung zu gelangen, wird der Kreisturnwart die einzelnen Vereine an ihren Turn-, abenden aufsuchen. Herr Hüter er (Makkabi IX)j wird ihn dabei unterstützen. Letzterem Herrn obliegt1 in erster Linie die Aufgabe, die hebräische Kommando* spräche bei allen Vereinen einzuführen. Hü, Die jüdischen Sportvereine. Die große Anzahl heimischer Juden ermöglicht wohl . das Bestehen zahlreicher jüdischer Sportvereine, doch' stellen sich ihrem Gedeihen große Schwierigkeiten entgegen, die oft unüberwindlich sind. Vor allem sind die Anschaffungskosten der notwendigen Sportrequisiten fast unerschwinglich. Weiters fehlt es an Sportanlagen, um allen Vereinen die Möglichkeit der sportlichen Betätigung zu geben. Der eminenten Propagandatätigkeit der Hakoah war es zu danken, daß eine Unzahl junger Juden sich dem Sporte widmeten. Unser größter jüdischer Verein hatte aber nicht die Möglichkeit, alle Mitglieder der Sportausübung zuzuführen und so war es nur zu erklärlich, daß neue Vereine wie Pilze aus dem Boden schossen, die sich aber dann den gegebenen Verhältnissen nicht gewachsen zeigten. Der nailrliche Weg wies diese Neugründungen zum Zusammenschluß, um vereint die gesteckten Ziele zu erreichen. Wir erhalten nun die Nachricht, daß die Verein« H a z a i r und Gideon sich unter dem Namen H a z a i rj fusionierten. Vor kurzer Zeit hat sich der Sportklub Heros, dem jüdischen Sportverein Gideon, der der IV. Klasse, Ost angehört, angeschlossen. In der vergangenen Woche fanden nun in den Vereinen H a z a i r und G i d e o Generalversammlungen statt, wobei beschlossen wurde, die beiden Klubs unter dem Namen H a z a! r zu vereinigen»! Kazair wurde im Frühjahr 1919 gegründet und hat sich trotz der kurzen Zeit seines Bestandes desj öfteren ausgezeichnet. Er veranstaltete noch in seinem Gründungsjahre auf dem alten Hakoäh-Platz ein jüdisches! Jugend-Sportfest, dessen Beteiligung einen Rekord aiifwieaJ Nicht weniger als 600 Nennungen, wurden von allen! jüdischen Turn- und Sportvereinen abgegeben. Die Fuß*| ballsektiou spielte Im Vorjahre in der Schutzgmppe ausgezeichnete Rolle und sie wird auch heuer in Meisterschaft der IV. Klasse voraussichtlich günstig schneiden. Durch den Zusammenschluß mit G i d e o n veN größert sich das Spielermateriai, so daß in Hinkunft all»? wöchentlich 5 bis 6 Mannschaften ins Feld gestellt werdeaj Im Rahmen der akademischen Meisterschaft wird sich die| Hochschul Sektion Heros des jüdischen Sportklub« H a z a i r, betätigen., Die Leichtathletiksektion erfährt durch die Fusion ebenfalls eine Verstärkung. Zu den größten bisherigen Erfolgen zählt der Sportklub Hazaifj das günstige Abschneiden im Laufen »Quer durch Wien*, Die Leichtathleten des Vereins gewannen außerdem deal Jakob-März-Pokal vor Makkabi X und wurden Im B’nel* B’rith-Meeting nach der Hakoah zweiter. Bei den einzelnen Fußba’lermeetings besetzten die Vertreter de» Sportklubs Hazalf ebenfalls viele Plätze. ' Der neue Verein wird nun in der Lage sein, den* jüdischen Sport weit bessere Dienste zu leisten wie bisher. Die konstituierende Generalversammlung findet am kommenden Samstag, */s6 Uhr abends, im Caf6 Industriepalast,!., Dominikanerbastei 22, statt. Sämtliche Mitglieder der Vereine Hazair und Gideon haben bestimmt zu erscheinen. Der wichtigste Punkt der Tagesordnung ist die Wahl der Vereinsleitung. Die Hakoah verläßt heute abends Wien, um am l.und 2. Jänner 1922 zwei Spiele gegen Blue Star in Zürich auszutragen. Folgende Spieler nehmen an der Fahrt teil: Halpern, Neumann, Scheuer, Trümmer, Pollak, Kohlt, Grün-, feld, Molnar, Katz, Grünwald, Gansl, Häusler, Neufeld,' Slutzky. Die Expedition wird vom Sektionsleiter Artur Baal geleitet. Wiener Fußballer in Italien. Dem Wiener Sportklub und dem Floridsdorfer A. C. gelang es nicht, ded Wiener Fußballsport in Italien ehrenvoll zu vertreten. Der! Sportklub gestaltete auch das zweite Treffen gegen Union« Sportive unentschieden. Das Resultat lautete 1 :1. Zu Halbzeit stand das Treffen 1 :0 für die Wiener. Den' einzigen Treffer erzielte Karl Kannhäuser. Noch ungünstiger! schnitten die Floridsdorfer gegen den Sportklub Parma ab.! Mit 3 : 5 Toren mußten sie geschlagen das Feld verlassen.; Bis zur Pause befanden sich die Italiener bereits mit 4:0 Toren in der Führung. Die Resultate sind um so de-' schämender, da sie gegen minderwertige Gegner erzielt wurden. Wie bekannt sein dürfte, sind in Italien die 24 besten Vereine aus dem Verband ausgetreten, demgemäß gehören die Gegner der Wiener der zweiten italienischen Garnitur an. Union (Zizknw) In Portugal. Der in der tschechischen Meisterschaft sich an zweiter Stelle befindende Verein Union (Zizkow) erfocht zu Weihnachten zwei bemerkenswerte Siege gegen die stärksten Klubs Lissabons. Sowohl der S. C. Lissabou als auch Casa Pia wurden mit 2 : 0 Toren geschlagen. ab»