Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1045 (27.12.1921)
- Date
- 1921-12-27
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 6 mrXt~m A UWCm" IHH'JII MÄI, VirnskiK WtBMER ÄORGENZEITOWO 27. Dezember 1921 Nr. 1045!IC. 90000 erhalten, was .beim gegenwärtigemM lOarsb > Irrst 90 Prozent aivsmacht trcid bis sur. Rechtskraft ’dtag;' Ausgleiches vielleicht, die ioo Prozent: erthebliqih/, über-' •steigen wird. Derösterreichische. Gläubiger hingegen wird für seine Kcottenrordentn-g mir eine 6o»razesÄge Quote in e-tatl-c entwertetem GeOde erlra'l'tep, 1; Eu Ist 'einleuchtend, -daß diese Besstimimsng tsuter, den h eutig-en Vechültoißsen gerec:hter\vevse"iti<its(ht ®u£* . rechitcfhalten werden dairf. Vor allem müßte Vorsorge ■ dafür getroffen werden, daß ein V a 1 u t a g 1 ä u bi g e f, : wie euch immer sich die' Verhältnisse 4 shretödrühtb uui Gmund eines gerichtlichen Ausgleichs niema'k'i -h-' wie auch immer sich die Verhältnisse bis zur Rechter kraf t, T>eziehruagsweise Fähigkeit des Ausgleiches, ändere laö gern -— mehr als seinem vollen Ford ein nigs'bstrag.en*- ■ ha&en kann. Per Krone in gläubiger aber, müßte; vor Schaden in der Weise geschützt wenden, daß '‘<Se lUmrech-mj-ng und FÜvvsrtvnig des " Änteihreirhaltnfes.«^' der einzelnen Fordening’en nicht mach Maßgabe des am : Tage der Eröffnung des Verfahrens moSirpteti K-itrses,; «mrdera nach den Kursnotizen des ersteh losolveärärages LU erfolgen hätte. Wir verstehen diarunier jenen.. Tag. a-n welchem der Gemeimschruldncr die Zah-lüuiigeiö ' eingestellt, jenen Tag, an dem er die erste der zum Verehren . amgemeldcton Forderangem trotz . Fälligkeit nicht beglichen, hat. Soll das Kreditredit m allen eetnek •Teilen ethisch und wirtscha-ffe^olfeisdh .ausreichend •firodiert sein, so müssen die Gesetze auf die in ihm 'entüialtenen Anachronismen revidiert trasdvePbe’Ssemt f.verdüEL. - : AuchuftteT der lässigen•Bohandihimg’ der bis houtte noch nicht geregeltem Vömkrieg'sveir'binid&ichikeite'n miuß der normale. Geschäfts* und Kredit verkehr emipfittdCich leiden. Solange diesbezüglich die' 2wischenstaatlkhen 1 Abmaohangea nicht getroffen werden, so länge es also ■ eine legale Basis für die Beantwortung der eitusdhlägiigen Fragen nicht gibt, wird . der Schuldner des Valuta*- ■ schwächen Landes von seinem Gläubiger, dessen. DetVk- Vveise Lär die im eögsnan Lande herrsc-heden Valütaveriiäitisse eingestellt ist, als böswilliger Schikaneur «ffigese-heh werden, . mit . dem eine Geschäftsverbindung nicht aufgenommen werden darf. Es liegt ajuf der Hand, daß mit der Herstellung geordneter Verhältnisse aaif dem Gebiete des Kreditrechtes noch lange «dobt alles erreicht ist. Dies wäre selbstverständlich mir eines der in Betracht kommenden Mittel. Im übrigen hängt, wie bereits 'bemerkt wurde, der Warenfcredit mit der Entwicklung des Geldfcredil® zusammen. Die Aussichten dieses letzteren sind bei dem gegenwärtigen Kon'jam’kturver- . •hältnissen äußerst gering. Es wird daher voraussichtlich notwendig sein, daß die Interessentenkreise nach 0 rganAätionsformen suchen, die ihnen den notwendigen normalen Geldkredit sichern. : Die englische WirtsehaftsbUanz für 1921.' Die Schwere der wirtschaftlichen Krise, vor der' “England fn diesem Jahre betroffen 'wisr.de/ erhellt sur» den nachstehenden Ziffern zur englischen Wirtschaftsbilanz des ' ‘Jahres. 1921, die . der „Manchester' Guardian CofmtierciäJ“! 'auf Grund der .bereits vorliegenden Daten' übst die ersteil 'Monate veröffentlicht.. Demnach 'überstieg der Wert1 des. Imports den x p e r t s tun 280.Millionen Pfund, gegen 375 .IMIloüen^m.Jahre 1920 und13^4 Millionen ärh 'Jahre 1.9T3- Dije,s.e:j LJnterjtsnanz bedeutet' aber; für die; englischen Yertiälf|^sekeine Anomalie,' da' die ertglisclte ’ Handel s b'TTa;h s immer passiv /war tmd erst zu- 'sammen mit der IpAcler Regel hochaktiven ' Z a h I u tt g sb! 1 a ns ' einoT-'. 'aktive ' Wirtsc ha f t sb! l ans ergäß^.j.. Die * Z a K 1 n n g s b i 1 a ri js setzt sich aus .„jden folgenden wichtigen' Positionen ' zusammen :a Erträgnisse der’S c h i.f f.a h r t: 94. Millionen 'Pfund im Jahre 1921:Regent 340 Millionen im. Jahre 1920 tmd 65 im Jahre 1^13 *? Erträgnisse aus Bankgeschäften und Versicherungen: 39 Millionen im Jahre 1921 gegen 50 ick Jahre 1920 und 3Ö;;iHf*]ahre 1913; Einkommen aus Kapitalsanlagen im Auslände : 120 im Jahre 1921 gegen 120 im Jahre 1920 und 200 ira. Jahre 1913.— Wie aus diesen Ziffern 'hervorgeht, hat' in diesem Jahre am meiste« der Ertrag der Schiffahrt, gelitten, der .nur 38V» des Ertrages des Yorausgegangenen Jahres ausmacht, was mit der Handelskrise?m engsten Zusammenhang steht und im Vergleiche mit em "ahre 1913 noch dadurch an Bedeutung gewinnt, daß üur englische“Schiffspafk im Verlaufe des Krieges sich 'vervielfacht'hat. ' y. ' Ira allgemeinen ergibt.sich eine passive Wir isch a f t s b‘i i ja « z vön .55 Millionen Pfund gegen eine aktive von 510 Millionen ijn Jahre 1920 und eine ebensolche . .von 315 Millionen im Jahre 1913, wohl eine seltene Erscheinung'im englischen Wirtschaftsleben," die von der Größe der Krise, deutlich .zeigt. .. , Diese Ziffern; dürften aber noch eine beträchtliche Korrektur erfahren. In der Position Ausland-Investitionen 'sind 50 Millionen Pfund auf Konto‘der Zinsenzahlungen an Amerika für die epgljsche Kriegsschuld abgezogen. Hingegen sind nicht enthalten 30 Millionen Pfund, die England von Deutschland für die.Erhaltung der Rheinarmee im Jahre 1921 zu .fordern haf. Zieht man in Betracht, daß zwischen dieser Forderung, 'beziehungsweise Schuld, ein politischer Kausalnexus besteht Und ' daß. voraussichtlich England Deutschland seine Forderung nur dann erlassen oder stunden wird, wenn es seinerseits die Stundung oder den a -Neugfündiitigen* Id- Palästina. '■ . /• Aus Jaffawird uns rberihtet : Sechs neue Geschäfts* unterrteftmön sämtlich hier, sind gegründet worden. D, i e z Pdläustina-T^x'tiI-Ä.-G.lmit eiußmKapital von 6000ägypti« , sdheii>Pfhnd; die'R%esvj-1 schaf t, Tel-Awiw, 'Konfeicdonäre, mit 2000 ägyptischen Pfund; die Ach <i u t ,H^w oda t h V e r 1 äg s ge sei l.scha ft,. Telmit 1010 ägyptischen; Pfund; dieNeglj a ..T e I- - A w i w - B ä d e r - Ge K e t,! schaft mit 4032 ägyptischen ‘Pfund; die Ln d u s t r i e 11 e K r e d i t- . .G“e' s ei. ischa f f P. s. I' ä s t i a' a s zur Förderung der Industriellen, kommerz.iel!ea, actkerbaulichen uhd, tecliaischeä ■Entwicklung Mit ,100.01)0. ägypfisphen. pjund und . die S t'ä;d t;i s^c He. , y p o,t h e.k e n b.ä n k; v ö b P a l:H;s.t i,it 4 mit JOO.M-ägyptischen Pfund. ,-WeiteM -hat man «die .R.a a n i a Palästina. L a it’d v e-r b e s sg rjp>p «g-s... Gesellschaft;, die' - 1915 .in,,Rußland begründet/^vnrde, mit einem Kapital von 30.000ägyptische Pfund reorganisiert.' Ferner ist die Geular .GsssllssChaft,zum Lajtdjcayf in Palästina registriert worden* Sie; wiijde 1904 in OÄessa^yon Zionistenführern .begründet* Im Läufe der vergangehem sie^zplin Jahre ist es der Geyla 'gelungen, ausgedehnte jGrHnde besonders in den Kolonie« un^. In.73'el-Awi80 zu .erwerbey; und zu verkaufen. Ihr. Kapital''beläuft sich’ gegenwärtig auf, 100.000 ägyptische •Pfund/’ /• - - ’ . -Eilte , taeheeho-steWakische DonaurDampfachiff« .fahrts--Wie »Narodni Listy“ melden, wird* .• der tsch'scho.-slowakische / 'Staat , eine tschecho - slowakischa Donau^Dampfschiffahrts-A.-G, mit einem. Kapital von 125 .'Millionen'tschecho-slowakischen Kronen gründen, 'ah der mehrere Ba«lt.«n beteiligt, sein, werden. Frsdzösisch-shgliseher Wettbewerb In der SpitzsB* ihdlesteio. Ein Bericht - des „Manchester - Guardian“' aus;Nottiqgham besagt, daß; die englische Spitzenindustrie sich in einem Zustande .arger bepre s s i o n befindet, de< von, einer' ausgedehnten Konkurrenz des Auslandes herrührt.' ‘Im* Monat Oktober' betrug die Spitzenausfuhr ' au? Frankreich nach England- 465.000 Lsi Hie französische^ .Produzenten bieten, unterstützt vom Valuilaiaktor, zu Preisen :aii/die Nottingham'niemals 'bewilligen kann.'In. den :ersten‘ neun Monaten 1921. haben die' Vereinigten Staaten :Spitzdn -im- Werte vönsechs Millionen Dollar importiert; .Davon*-kamen nicht, weniger als .4S#/„ aus Frankreich und nur. 9°/* aus England. In-normalen Verhältnissen ist. diese Ziffer,drei-bis viermal, so' hoch,' denn 35°A der gesamten Prddhktion' Nottinghams gehen nach den. Vereinigten Staaten. > Gegenwärti g / wird - nun Material gesammelt, um .die; britische Spitzenindustrie . der Vorteile der Industrie- .schutz-Bill* (Safeguarding of Industries Act) teilhaftig I werden zu lassen. . ./ Erlaß seiner Schuld an Amerika erlangen wird, so ergibt sich eine , beträchtliche Korrektur .der obigen Schlußziffer. «BjgKBBgiSBgaaBRaiBEaaawESBsgsagraB^^ Theater von heute. Anfang fiurgtheater: Wenn der junge Wein blüht 7 Staatsoper: Cavalleria rusticana — Der Bajazzo — im Redoutessaal: Figaros Hochzeit Volksoper: La Traviata Deutsches Volkstheater: Flamme Wiener Kammerspiele: Der Kammersänger — Tod und Teufel — Morphium josefstädter Theater: Fernand’s Ehekontrakt? Neue Wiener Bühne: Beverley Wiener Stadttheater: Blaufuchs 7 Renaissance-Bühne: Lilli Grün 6 — Rache 9 Raimund-Theater: König Richard der — Dritte . 7 Carl-Theater: Die Bajadere ' 7 Theater an der Wien: Der letzte Walzer 7 Johann Strauß-Theater: Eine Sommernacht 7 Wiener Bürgert'neater: Die schöne Mama 7 Wr. Kosnödienhaus: Der Tanz ins Glück 7 Lustspieltheater Gastspiel der jüd. Bühne: Ganuwim (Diebe) . */.8 Roland-Bühne (Jüd. Bühne): A Mojdmit Sejchel!/88 Graben—Trattnerhof 2 Infolge vorgerückter Saison großer Okkasicnsverkauf 9n 111111- 111 original englisch, en dötail zu Engros-Preisen S. L. Bardiczowcr Wien, I., Qraben-Tralfnerliof 3 4W2 Papiere Einkauf Verkauf Ständiges Lager in allen Sorten, beste Qualitäten Ml z>WMW- FEUER & to. ViMWgßämQftisasse Tn gres Lxzss. 8 Feuerzeuge RUDOLF «s '’Mwh IJU frt&iettmtetoi EngSisehes Mgmente L, Grabeii-TrattnerhOf 2 : Wegen bevor-; stehender Inventur gelangen von Mittwoch den 28. bis Ssmstaa den 3f. Dezember größere Posten 140 cm breite reinwollene u. cu reduzierten Ensro^Preisen. . . zum Verkauf. Infolge. alter Abschlüsse bin ich in der Lage, original, englische Qualität»- . . 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