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Wiener Morgenzeitung · 1921-12-01 · Heft 1020 (1.12.1921) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1020 (1.12.1921)
Date
1921-12-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Nr. frien, Donnerstag rfHrV“^^;,v * mr& dem jeweiligen, nicht aber bereits zum veralteten Geldwert sichern könnte. j Warenbörse und Börsesteuer. Die Wiener Börsekammer verlautbart: Die Inhaber von großen Warenbörsekarten haben als Warenbörsebesucher die „Börsebesuchsabgabe“ der Effektensektion nicht zu entrichten. Sie werden aufgefordert, ihre große Warenkarte sofort in der Ein- Jäüfstelle der Wiener Börsekammer einzureichen, damit siemit dem Aufdrucke „Große Warenbörsekarte“, der Amtsstampiglie und einem Amtszeichen versehen werde. Große Warenbörsekarten» welche nicht diese Bezeichnung trägen, berechtigen im Hinblick auf die Börsebesuphsabgabe der Effektensektion nifcht mehr zum Betreten des Effektensaales. Die mit obiger Bezeichnung versehene große Warenbörsekarte ist stets bei sich zu führen und jedesmal b e i m Betreten desEff ektensaale.s vorz u w e i s e n. Die tschecho-slowakischen Bader und Mineralrjuellen, und zwar sowohl die tschechischen wie auch die deutschen," haben mit Unterstützung des Ministeriums für Gesundheitswesen eine Vereinigung unter dem Namen Zentralvereinigung der tschecho-slowakischen Bäder und Mineralquellen mit dem Sitze in Prag gegründet. Bevorstehende neuerliche Erhöhung des Agiozuschlages In Jugoslawien. Das „Handelsmuseuni“ teilt imit, daß in Jugoslawien eine neuerliche Erhöhung des Göldagiozuschlages zu den Einfuhrzöllen bevorsteht, deren Ausmaß noch nicht bekannt ist. Die Erhöhung dürfte sich so hoch belaufen, daß bei Zahlung, in Papier der Grund- Loli sechsfach, statt wie bisher fünffach,, eingehoben werden würde; doch ist auch eine viel stärkere Erhöhung nicht ausgeschlossen. Die Weizenwelternte. Nach dem Bulletin des Internationalen landwirtschaftlichen Bureaus in Rom ergab die Weizenernte des heurigen Jahres in deii Ländern, über welche bisher Berichte vorliegen, einen um 7% höheren Ertrag als im Vorjahre. Eine große Insolvenz. Die Textilfirma Emmerich Perl, I., Kohlmessergasse 7, hat ihre Zahlungen eingestellt und um die Einleitung des Ausgleichsverfahrens angesucht. Die Passiven betragen 1*8 Millionen tschechische . Kronen, 1 Million Mark und 3 Millionen österreichische . v .Kronen, die Hauptgeschädigten sind große Ter t i l- •f abrike ti in Deutschland und der Tscheclio-Slowakei, insbesondere in Warnsdorf, Brünn und Jägerndprf. Die Aktiven ermöglichen die- Erzielung einer-. 50%igen Ausgleichsquote. Der Hauptgrund der Insolvenz ist in dem ,-*is r a p i den-S'teigen der ts ch e ch i sc h e n Krone zu suchen. ' . ' » Ein neues Industrieunternehmen der Anglobank. Wie »Die Börse“ erfährt, hat die. Anglobank ein in der .Nähe von Wien in Gründung befindliches Fabriksunter-' nehmen der Papierbranche erworben, das sich hauptsächlich , mit - der Erzeugung von Z i g a r ett e ii. p apier be- ' , schäftigen will. Der Bau der Fabrik ist so weit vorgeschritten, das demnächst mit der maschinellen Einrichtung /'. begonnen werden-kann. Die gesamten Kosten des Baues werden auf rund 600 Millionen Kronen geschätzt. Ausgleich. Vom Ländesgericht Wien wurde das Ausgleichsverfahren über das Vermögen des Scliia Rubin, Kaufmann, VI. Mittelgasse 37, eingeleitet. Ausgleichskommissär Ober-landesgerichtsrat Dr, Karl Dölzl. Ausgleichs- - Verwalter : Alexander Stern, I., Zelinkagasse 10.. - Keine Fusionierung der Freistädter Waggonfabrik. l„Die Börse“ berichtet: ln finanziellen Kreisen wird die .Version lanciert, daß die Freistädter Waggonfabrik mit detit Nesselsdorfer Etabiissenient in eine enge Interessengemeinschaft, eventuell zur Fusionierung, gebracht werden soll. Wie uns von'zuständiger Stelle mitgeteilt wird, entbehrt dieses Gerücht jeder realen Basis. Weder das eine noch das andere Unternehmen zeigt zu solchem Zuscmmenschlusse das geringste Bestreben. Die Zukunft der Freistädter Waggonfabrik ist von anderen Bedingungen abhängig, die sich vorerst noch nicht erfüllt haben. Mitteilungen des Creditoren-Vereines von 1870; D a s g e r i c h 11 i c li e A u s g 1 e;i c h s v e r f a h r e n wurde eröffnet:. Dubsky Emil, gewesener Kauf-? märin, Wien, IV., Mittersteig' 16. Päschküsz Moritz, <gewesener Kaufmann, Wien, II., Körnergasse 17. Schleifer Julius und Luise, Papierhändler, Wien, XVlII., Gentzgasse 25. Strobl Max, mechanische Werkstätte, Wien, VII., Zieglergasse 55. Weigend & Co., protokollierte Firma, Aussig. May Rudolf August, Installateur, B.-Kamnitz. Subri Jan, Kaufmann, Caslaü. Herz-Johann und Katharina, Obsthändler, Eger. Kaukus Marie, Handeisfrau, Kremsier. Krause Wilhelm, Mähr .-Ostrau. Dülansky Jan, Schneider, Marienberg. Drogenwaren- und chemische Industrie A. G., Preßburg. Ceskoslovensky Atlantic, Großhandlung für Holz- und Industrieprodukte, Preßburg. Wenzel Franz, Chemikalien- und Rohstoffhandel, Reichenberg. Steiner Franz & Cie., Produktenhändler, Budapest. Klein Jalcab, Kaufmann, Kenderes. Halasz- & Ritter, Szeged. Fleischmann Jetiö, Lederhändlung, SziksZö. — Der Konkurs w u rde verhängt: Fiala Anton, Handelsmann, Naceradetz. Babel Oswald, Kaufmann, Reichenberg. Bau-, Einkaufs- und Produktionsgenossenschaft der tschechoslowakischen sozialistischenParteim. b. H., Taus. Deutsch Josef, Drogist, Budapest. Müller Rezsö, Bankkomissionär, Budapest. Hehneczy Lajos, Kaufmann, Nyiregyhaza. — Außerdem meldet der Verband der Gläubigerschutzvereine Oesterreichs: Za h.lungseinstellunge ii: Berlin!, Aifonso, Manufakturwaren, Prato. Valabrega & Pescaretö, Manufakturwaren, Turin. Giacönio Ceccheriui, Wolle, Rom. — Konkurs: Heinrich Friedrich Jünger, Schuhfabrik, Pirmasens. l.'Pesrember^öa^ Bank-Aktien haben sich einige abgeschwächt, nur Wiener, Wiener Holzbörse. - Be! ziemlich starkem-Besuch zeigte die gestrige Holzbörse nahezu kein Ausgebot, Vras darauf zurükzufüjjren-ist, daß die Holzeigner infolge des hohen Kurses der ausländischen Valuten ihre Ware^islcht nach Wien offerieren, sondern nach dem Auslände! Sie erzielen dadurch beispielsweise für ein Kubikmeter. weiches Schnittmaterial - einen Preis von K 25.000 und auch mehr, eine Summe, zu welcher sie natürlich auf dem Wiener Platze keine Ware offerieren könnten. Bespnderes Interesse äußerte sich natürlich wieder für Brennholz, bei-welchem Artikel es sich zßigfce,/ daß nun auch schon uin K 75.000 der Waggon . Buchenscheiter kaum erhältlich ist. Vielfach werden bereits für Bröntiholz Weit . höhere Preise gefordert. Das Lokogeschäft war -auf der heutigen Holzbörse eiri kaum nennenswertes, lediglich für Export kamen einige Schlüsse zustande. . -' , 'j Prager Börse. - Prag, 30. November. Nach anfänglicher Abschwächun'g stellte - sich im- Verlaufe' der heutigen Börse eine ruhige Haltung ein, wobei sich einige Papiere leicht erholen koniiteii.Da aber infolge des Rückganges der österreichischen Krone ein verhältnismässig schwacher Verlauf der Wiener Börse erwartet wurde, erreichte das Geschäft keinen größeren Umfang. Anlagewerte bröckelten überwiegend ab. Von Staatspapieren verloren Prämienanleihen, Kassenscheine und Böhmische .4Va%ige.; Kommunalschuldscheine V?/«. Mährische Papiere kannten sich, behaupten. Von Unionbank-Aktien konnten sich um K 5 bessern. Vonj Industriepapieren herrschte regere Nachfrage nach österreichischen,Berg- und Hütten-Aktien. Böhmisch-mährische; Maschinenfabriks-Aktien wurden nach längerer Pause nütj einem Verlust von K 150 gehandelt. Die Schlußtendenz-! war leicht erholt. Die westlichen Devisen gaben insgesamt] nach. Im freien Valutenhandel. zogen Berlin, Wien und] Budapest an, während sich Belgrad, Warschau und Agr,airo äbschwächten. . '• Budapester Börse. , , Budapest, 30. November. Dis heutige Börse eröffnete in reservierter Stimmung und der Verkehr bewegte sich in sehr engen Grenzen. Wiener Nachrichten Wirkten nachteilig auf die Stimmung ein, besonders jene, wonach sich der österreichische Finanzminister angeblich mit dem Plane der Sperrung .der. Börse beschäftige^?) Die Meldung wurde zwar bisher nicht bestätigt, trug aber zur Erhöhung der, Unsicherheit bei. Einige Lebhaftigkeit war nur in Arbitrage-- papieren zu verzeichnen, von denen Oesterreichische Kredit-^ Änglo-ungarische'Bank-, Südbahn- und Staatsbahn-Aktienl gekauft wurden; Rima-Aktien wurden in starken Posten! abgegeben. Am Valutenmarkt war die Stimmung bei Beginn! der Börse ziemlich lustlos, später belebte sich aber dferj Verkehr in einzelnen Werten. Napoleon». Dollar, öster-j reichische Krönen und Mark waren gesucht. Rubel und] Sokols verhauten. Auf dem Devisenmarkt wurden in Aus-- Zahlung Berlin, Wien und Agram Geschäfte abgewickeltJ der Verkehr überschritt' aber die minimalen Gfenzen^cht? Die Devisenkurse. Berlin, 30. November. (Kurse der Devisenzentralc.)! Noten: Dollar 240.75 (271.90), Pfund 967.50 (1091.75),; Italienische 974.— (1093.75), Polnische 7.25 (7.471/*)- Tschecho-slowakische 255.—. (282.50), Alte österreichischej —(—.—), Oesterr. gestempelte 3.95 (4.95). Berlin, 30. November. (Devisenkurse.) u. Wien altes (—.—), Wien abgestempeit ^7.0S (7.23), Prag 257.70 (293.70), Budapest 32.76 (34.71). Prag, 30. November. (Devisenkurse. — Mitgetefft votnj Bankamte ■ des tschecho-slowakischen Finanzministeriums.)] Berlin 35.60 (34.10), Zürich 1797.— (1807.—), Belgrad« Taschen« prompt lieferbar F?@uii@njbepgg.&€= Wien, iv. Wiedner Gürtel 32 Telephon 50-5-26 und ST-2-92 Zürich, 30. November. (Devisenkurse. — Mitgeteittl von der Schweizerischen Kreditanstalt.) Berlin 2.- (1.90), Holland 187.- (186.-), New-Vorki 526.— (526.—), London 2i.02 (20.98), Paris 36.70 (36.30)4 Mailand 21.55 (21.30),. Brüssel- 34.75 (34.55), Kopenhagen] 97.50 (97.25), Stockholm 123.25 (123.25), Christiania 74.25! (74.75) Madrid*73.— (73.25), Buenos-Aires 170.- (170.--4 Prag 5.60 (5.50), Budapest -.70 (—.70), Agram 1.80 (1.70)4 BukarestWarschau —.14 (—.15), Wien Geld] —.15 (—.17), Wien Ware —.— (—.—), Oesterr. gest.] Kronen Geld —.09 (—.10), Oesterr. gest. Krone« Ward Amsterdam, 30. November. (Devisenkurse.) London 11-26 (11.24)' Berlin 1.08 (1.01 V«) Paris IL7Ä (19.47V2), Schweiz 53.50 (53.55), Wien —.08 (—.(V), Kopenhagen 52.T0 (52.30), Stockholm 66.20 (66.30), Christiania 40.55 (40.30), New-York 28t.— (281.50), Brüssel 18.80! (18.57V3); Madrid -.- (39.10), Italien 11.50 (H.421/.)^ Budapest —.37 (—.—). ---—----—. 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