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Wiener Morgenzeitung · 1921-11-27 · Heft 1016 (27.11.1921) · p. Seite 12

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1016 (27.11.1921)
Date
1921-11-27
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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roten, Tonntag Bette 12 Wiener MorgenzeLLrrnA {> i—i-~~~im—min ' ~*~~^iri~i-TMiimirnnirinTirrimi I innui—ir4t v Bankhaus M. ROHATYN Wien, L, Maria Theresienstrasse Nr 10 Telephon 20-Z-63. *** j Durchföhruti? sämtlicher Bank-Transaktionen. An- und Verkauf sämtlicher Devisen und Valuten, j Der Volkswirt. Gestempelte Krvne —.11 Eeirtimes. ArrszschLurrg Wien « —.17 Centimes. Rückgang von Krone »»- Mark. In ^ündi notierte Di-: österreichisch!- Krone . . -—.17 (-.17 im 25 November dt: öüerr. gestemvelte Krvue -11 f—.12 -m 25 November! die ückechischr Krone. . . . 5.80 l 5.55 \m 25. Novemberl . 177 ( 1.85 am 26 November üaraui - «,«».«»» . 1.70 ( 170 im 25 November) . — - im 25 Novembei) Budapest — 57 am 25. Novemberl Lcivschav ........ .—18 f—.16 aal 25 November) Wirtschaftliche Ausblicke. K^lfitnverforgurtx, Glektrifigiernng NN» W asierhrSfte Im Gegensatz zu den sonstigen Erscheinungen des österreichischen Wirtschaftslebens ist der Ausblick auf die Zukunftunse e: Kohlenpersorguüg kei-.e.'wegS .'iosfnungslos. Es ist zwar im Nationalrate vom Handels minister nachdrücklich betont worden, daß wir uns durchaus keiner Hoffnung hingeben sollen, durch die inländische Kohlenförderung jemals zur Selbftdeckung. des GesamLbedarses zu gelangen, daß aber, um die Kt-hleneinfuhr zu-beschränken, mit allen Mitteln danach getrachtet werden muß, wenigstens ein Drittel >•' S Bedarfes im Inlands zu erzeugen. Die über bi' Steigerung der Braunkohlenförberung in den letzten Jahren vorge'e ^en Ziffern zeigen jednfa ls Etappen auf ein von .er Regierung vor gezeichneten Wege. Auch die. oli) s chürfuug soll mit Hilfe der Bundesregierung in den seit Jahrhunderten bekannten, bisher aber mander Anwendung moderner Arbeitsmethoden nur! geringsten Teile ausgebeuteten Erzgangen im Ge- - der Hohen Tauern in erweitertem Ausmaße wieder ./. genommen werden. Der Natronalrat wird sich' auch mit der Frage der Bedeckung der Kosten für die im Zuge befindliche E le k° rrifizierung der Bundesbahnen zu beschäfiigrn haben. Es handelt sich hier um die größte elektroi-.n: uische Leistung, weiche bereit auf dem Kontinent zur Durchführung gebracht werden soll. Das al^.Oesterreich war schon immer auf dem Gebiete des Baues von. Ä-rgbahnen führend gewesen und die Anlagen der Sem- -nertug- und der Arlbergbahrr waren Jahrzehnte hindurch der Gegenstand eingehendster Städten der. Fachlenie aller Nationen. Bei Beginn dieses Jahrhunderts mnrden diese Errungenschaften durch den Bau der die Byhrn-, Tauern- und KyratvanSenbahn umfafsendeu rwrüen Linie nach Triest erweitert. Nun sucht die junge Republik Oesterreich neue technische Lorbeeren zu er- '.'rru-gen und hat sich trotz ihrer tristen finanziellen Lage . •r: chwssen, die Riesensumme« aufzubringen, um die :uir^v)astlich-technische Leistungsfähigkeit und wirtschastlihe Ergiebig^it der Bundesbahnen zu steigern, nach ^iu7m, einen verhältnismäßig sehr kurzen Zeitraum u-i -vannendrn Plane das westliche Netz der Alpenbahnen- /aS bisher nur ganz wenige elektrisch betriebene Neben- VMdcn aufweist, nach und nach vollständig zu elektrifizieren. Die großen Kraftwerke, welche beuh.iut sind, die zahlreichen Wasserkräfte unserer Alp.'n aus zunütze it, sind in voller Bauausführung begrifien, die bedeutendsten elektrotechnischen Fabriken OÖsterreichs haben für Maschinen, Installationsmaterial, Lo.-rmotiven und Wagenpark auf Milliarden von Kronen lüu^nde Aufträge und sind mit ihnen auf eine ganze Rcihr von Jahren beschäftigt. Die wafsertechnischen und Cb crrüei eu ma 'en die sukzessive Einstellung von Tausei.den von Handarbeitern notwendig, so daß auch die der Arbeitslosen nach und nach abgebaut werden kann. Dir Gegenden um die Arbeitsstätten selbst weisen rstir.r Verkehr auf und werden somit reichlich für die vielen Verluste entschädigt, welche sie zuerst durch den blri.'st und später durch die Reise- und Ver^hrsbeschrän- 3:1t erlitten haben. Dr. F. F. stigen Einfluß auf den Absatz aus. Die Detaillisien können nichts abverkausen (man sieht es am Inkasso), und es ist auch nicht' zu verwundern, daß der Schuhhändler keine große Lust zeigt, den Frühsahrsbedarf jetzt einzudecken. Exportmöglich besten sind so gut wie nicht vorhanden, weil die Kursdifferenz in den Nachfolgestaaten derart ist,'daß an ein. Geschäft jn unserer Valuta nicht zu denken ist. Es machen sich im Exportgeschäfte jene Folgen ge e :d, die vorau zusehen warer,. Ww haben den ArLslandsina: kt zu' ei-,er Zeit, wo Warenhunger vorhanden war, n'lfi zu beherrschen verstanden, jetzt hat die Konkurrenz ' - festen Fuß gefaßt und wir Haben das Nachsehen. . . .- Wenn die ge-lenwä: : Situation andauern sollte, so könnte sie sehr unaage-uhme Folgen'Haben. Dazu kommen noch Unaunehnrlichkei.en und Schwierigkeiten, die durch Unve stänhnis. und Unoxientiertheit 'mancher administrativen Stellen hervorgerufen wefien. So war es ganz unnütz, für Lackschuhe eine so hohe Luxussteuer vorzüschreiben, welche den Schuh derart verteurt hat, daß er heute nur von sehr reichen Schichten der Bevölkerung gekauft werden kann. In den Bezirken von Vlasim, Unter-Kralvwic und Ledec, wo sich einige hundert Heimarbeiter mit der Erzeugung von Lackschuhen ihr Brot verdienen, ist eine Arbeitslosigkeit ein ge treten, die den Staat ein Mehrfaches kosten wird, was der Staat an Steuern für Lackschuhe einnehnlen wird. Gegenwärtig wird an der Abschaffung dieser unmöglichen S euer gearbeitet. Die Lederindustrie verlangt, baß die Einfuhr von L^er in die Republik verbalen werden soll. Diese Maßnahme ist wieder einseitig gedacht, denn die Lederindustrie muß bedenken, daß sie selbst konkurrenzfähig sein muß gegenüber dem Ausland, daß derartige bureaukratische Maßnahmen nur die Folgen haben könnendaß an ihnen die Schuhindustrie und die Lederindustrie zugrunde gehen. Die Schuhindustrie muß die Möglichkeit haben, ihren Lederbedarf dort zu decken, wo sie es am billigsten zu tun vermag, denn sie kann nur danrr im Export konkurrieren, wenn sie" frei alles einführen kann, was sie benötigt. Die Lederindustrie muß sich, auf denselben Standpunkt stellen und muß trachten, konkurrenzfähig zu sein. Sie kann nur dannlebensfähig fein, wenn sie mit dem Auslande konkurrieren kann. Der Schuhindustrie kann zu ihrer Entwicklung durch eine kluge Handelspolitik verholfen werden. Es muß gesagt werden, daß gegenwärtig die Schuhindustrie betroffen wurde: 1. Durch den rumänischen Handelsvertrag und durch die mit Mumanien abgeschlossenen Abmachungen. Es ist.unbegreiflich, warum wir nach Rumänien eine freie Schühäusfuhr nicht erzielen können, wo doch Rumänien fast überhaupt keine eigenen Schuhfabriken hat. 2. Italien hat derartig hohe Schutzzölle eingeführt, daß an einen Export von Schuhen nach Italien überhaupt nicht zu denken ist, obwohl Italien insbesondere Luxus schuhe von uns bezogen hat und sie auch jetzt aus der Schweiz und Frankreich, respektive aus Amerika befiehl. - Zufolge günstigen Standes unserer Valuta int Verhältnisse zur italienischen sollte es möglich sein, für unsere Schuhe einen günstigeren Vertrags zoll zu erreichen. Die Wiener FrShjahrsmsffe. Di- Anmeldungen wegen Platzmiete zur Wiener Frühjahrsmesse (IS. b i S 25. M ä r z 1928) laufen, so stark ei«, daß trotz d r erhöhten Stand preise zweieinbalbmsl mehr Belegranm av°- grsprvchm wild als zur Herbstmesse. Es sei neuerlich daran erinnert, daß der A n m e l d e s ch l u ß für Aussteller unwiderruflich am 16. Dezember 1321 erfolgt. Die Anmeldeiormulare sind an die Aktionäre der Wiener Messe und an die Aussteller der ersten M.sse beiertS verschickt worden. Alle anderen Interessenten «ollen solche Formulare rechtzeitige mit Korrespondenzkarle oder v-rsönluh an jedem Vormittag ausschließlich zwischen 10 und 12 Uhr iu der Platzvermietungsabteilnng der Wiener Messe, Vll.. Museumstraße 1, l. Stock (HvsstaSungen', verlangen. Der WohnnngSnachweiSder Wiener Messe hat feine Tätigkeit wieder ausgenommen. ES ist von seitm der Behörde« mtb. der Messeleitung Vorsorge getroffen worden, daß die »«« befvgte Vermittlung von Wohnungen an Messebesucher für die Dauer der Frühjahrsmesse unterbleibe, und rs werden daher «ur «ehr Vermietungen durch den Wohnung »nach weis möglich fein. Infolge der Beschränkung in der Zulassung von Wohuungs-- «nmeldunge« Kr die kommende Messe und der schon jetzt im Gange befindlichea Propaganda im Ausland ist anMnehme», daß jede angemrldrte irnd den berechtigten Anforderungen entsprechende Wohnung auch tatsächl ch vermietet werden wird. Aumtldunge» können schrrftlich oder mündlich beim WohnungSuackweiS dn Wiener Messe. Wien. VH., Musrumstraße 1, Meffryalast, erfolgt«, persönliche Anmeldungen jedoch nur an Vormittagen bis 12 Ubr. Die TageSmlete wird dmchschuittlich zirka L 1000 bis ifiOo be« trage«. __ Dis Lage der tschecho-slowakitche« Schilhbranche. Die „Prager P esse" äußert sich' hieMer wie svlgb: Während in Deutschland die Schuhfabriken voll b-''chästigt sind und mit der Fabrikation nicht nach-, kommen können und die deutsche Regierung ein Ausfuhrv-.'rbot für Schuhe erlassen mußte, sind die Schuhfabriken in der Republik nur z u einem geringen Teil ihrer Kapazität beschäftigt Utßd Aussichten auf -'ine Besserung der Lage sind nicht, vorhairden. Die schö'.->e Wittennrg im Sommer und Herbst, die gering^ Kaicjkrajt machen sich geltend und üben einen ungün- Budapester Bankrar; sw eis. Budapest, 26. Nooemb r. (Ung. Tel.,Korr.-V«r.) Der nut 83 November abgrsch'offene Ausweis weist gegen den Stand «vm 15. November eine Vermehrung des Staats- Notenumlaufes von SSL'S M i ll ion en anf. ES wurdm in Anspruch penommen für das Eskomvtegeichäst »m ESkompti ruoa von Kommermechfiln 155 Mrürvnm, zur Einlösung d^rNoien der Oe'irrreichiich-angalükben Bank 57 3Millionen, rnr Einlömng der Post'parkassennoim 18'8Miüronen. rm Einlösung dr von L 1 und S Nochahmm-an 0'2 M-Üionen. für Girozahlunaeu 105'S Millionen, für ande r Aktive» und Werlpapiere 58 7 Millionen. Dagegen fmd lür Lombarddarlehen ringkffoffen 1'4 Mrllionen, für sonst:g? Passiven 550*1 Millionen Kronen. In der abgelausen^n Woche hat der Staat das Notenmftitut nicht r» Anspruch «aommeu. 27 November 1921 Nr. 10E6 Hohe ,LrrxriSfteuer" im „onttschen Zolltarif. — Dw Ia«zrtt-polnische Zoll««isn.?IuS Danus mb dem ,Berli»ei Tagevla't" gcschrieden: Schwere So:ec de ücht in Danzin ger H a " d e l s k r e i s c n Lbe>, die soa'nannte» ^uxusst ucm iw p>u» schen Zolltarif, der in wen gen'Woche» im kfrerstaat m - Emiiihrmlg gklangt. Die Verordnung des polnischen Finanp Ministers' »nv des Min stcrs fiür Industrie und Handel vom 8. Sep embtw 1921 bai fios G 0 1 b 0 gio ittr die „^upuswrren" auf 79 9 st Prozent., e r h ö h t. Der Zoll'atz rst m'thin mil 600 nt maltipuz-er n. E» be.rägt beispirlsweise der Zoll per 100 kg für Papletpeten 96'Ost poln. Mwk, für Toiletten und medizinische Seifen 160'Ostst poln- Mark, für fe,drnc Gewe!>e, gemebte Tücher. ffoulae'S »w. 3.2<)0.000 poln. Mark, ist' verünte BonestangegenstLude vv poln sche Mark, für Neaenu d Sonnenschirme mit südenem- und halbsäoeuM ilei'rrmg aar« eu 'ür das Stück 8 '00 polnische Mark. — Mit dem 1. Jänner 1929 fr tt bie Danzig-polniiche Zollunion in Kraft. Bei der Einfuhr von Ware» in kaS Gebt 1 der Freien .Smdt Dau;g w»*d daher Zoll »ach volnisch-m Zolltarif erhoben. Da d e polnische B rordon-'a über erhöh en Zoll lür Luxuswaren nickt allein Waren enihält, die reinen Laxuschiraster tragen, foiioen. auch Waren, dir Danz g zur Beftredigung. fernes B"arfrS nnded'mgt d<nötigt und aus dem Zvllausland em'ühre« . niuß, wird eine Verteuerung einer Anzahl wich'iaer Bedarfsartikel einreten. die eine starke Belastung für d,e Danuger verbrauchende Bevölkkrung >*edk>cket. Amcrciicits. wird dcr e, höhte Zollmichlag für wichtige Dan»'g.-r HandelsMeiae von katastrophaler Wirkung sei . d e eine Einschränkung, wenn n cht Einstellung der Betriebs und eme Steirerung der Arbertslosenzaht zur Folge haben muß. -Die Hände sk mmer zu Danzig ist daher b im Senat der Freien Dtadi Danüg 0 e g t n d r e Er Hebung der hohen Z 0 l l z u s ch l ä g e v 0 r st eilig g e re 0 r den. Sie hat auch b sond'ls da- -ul bmaewie en, daß di- Bestimmungen des Artckc's 212 de§ zwichen der Fier-n Stadt Danzig und der Rerublik Polen abaMloffenen Wlttschattsabkominens, dem «folge lür den e-gene» Bedarf dw Danziger Bevölkerung Höckstmen^eu fkstges'tzt we dm. d'e den polni'chin Ein- und AuSfubrbeschrdnkungen nicht unterliegen, illusornch gemacht w>rv, talls bn,rer Einfuhr -dieser kont'ngeniieiten Waren der Zoll nach den jetzt geltrndrn polnischen Bestimmungen erhoben wird. Preisherabsetzungen im Oftrauer Kohlenrevier. Slovo" meldet, ^daß - d>e Berawerttbesitzer des Ostrau- Karwiner Kohlenreviers dem Ministerium für öffentliche Arbeiten die- Herab'etzung - der K v h l e n.v r e r s e um vrer und des K 0 k S p r e i s e S um sieben Kronen lür den Meter zemner a»- gemclvet haben. Außerdem erklären sie, daß die i0*/«?ßc Herad« Minderung der Löhne 'n gerechter Weise unter Betcrligung der Betncksräle durchgfiühtt werden solle. Die Arbeitsleistung der Bergleute weise >n den letzten drei Wochen «inr Steigerung vm 70«/« der biSheirgen Förderung aust. BeitschrL Gr aphitwerk Adtirrrgesevfchaft. Am 24. vember 1921 bat in den Räumen der Firma K ößler L M e l l e r, BankkommandiigeseLichast in Men, I., Doroiherr- S«sse Nr. 11, die konstitnierende Generalversammlung der B e i t s ch e r G r a p h i t w e r k A k t i e u g e s e l l s ch a f t stattgefunden. Das Akti-mkapi>al betragt l0,0.t().0V0. In den Berwaltungsrat wurden gewählt" Herr Dr. Johann Joachims Rechtsanwalt, Herr Dr. Johann K ö ß l e v, Mitruhaber der Firma Köhler & Meller, Barikkslmnaudrtgesrllschaft, Herr Mfced, R 0 1 e« f e l d, Mitinhaber der Finna Rosenfeld & Co., Herr Oökar R 0 s n e r, Großindustrieller. Herr Robert S t r i ck esj Ober baurat. sämtliche in Wien, und Ingenieur Leopold Linder^ bäum, Großgrundbesitzer iu Budapest. In der darauffolgendm konstitnierenden Versammlung wurden Herr OSkar R 0 S n e r zum Pläfidentm und Herr Alfred R 0 f e s f e l d zum Dis^ Präsidenten der neuen Aktiengesellschaft gewählt. Reusestsetzvrus der ZoLznfchläge in R«8«w». Die Handelskammer in W>en teilt «it, saß mit einer Berorduun-s vom H. d. M. m Ungarn eine Neuregelmg der ZoAus<hlqgd eriolgt ist. Bei der Zahlung der Zölle m anderes aektzlichM Zahlungsmitteln als m Gold war bisher für eine Reihe vs» Waren e n Ausgeld von 1100% (Gruppe A), für eme zweit^ (Gruppe B) 1900% Zuschlag, für alle andere« ei» Aufgeld von 5900% zu berechnen. Die neue Verordnung stellt eine drittes Liste von Waren auf (Gruppe C) und streicht einige Warm ansi den bisherigm Lrstm A und L. DaS Aufgeld sÄ die Darr« der Liste A bleibt unverändert. Der Zollzuschlag für die Warm der L»str B wird mit 8900%, der der Lifte C mit 7900% urch lür alle anderen nt den Listen nicht enthaltenen Waren mit, 14.900% festgesetzt. Waren der G'uvoe A zahle» demnach derfi 12iachen, der Gruppe B de« 40iachen der Gruppe, C d 80fachen und alle anderen den ISofackm Zollsatz. Diese Bi oidnuna trat am 28. d. M. in Kraft. Nähere ÄuStünste das Zollburean der Handelskammer Wien. . i Günstiger Geschäftsgang der pvl«ischr» Textv« indnftrie. AuS Warschau wird uns gemeldet: Die Lodz"" Textilindustrie sieht im Zeichen einer Hochkonjunktur. Sie bedruteude Auitrage aus Nnmiinien und Ruß erstere hauptsächlich wegen dr§ niedrige« Stander der poluischeck ’t Lsdzev it etßSÄ land>. striellen nunmehr zur Zahlung der Vorkriegsschuldr». Große Schatzfch»i»begeb««g in den Berolmgte« Staate«. Das amerikanische Schatzamt hat vor kurzem 600 Millioueu Dollar neuer Schatzschetue begebe«, die größte Emission, die seit der Zeit der Freiheitsanleihe zur Zeichnung aufgelegt wurde. Die Schatzscheine haben zum Teil eine Lauheit von drei Jahre« und eine 67t%tge Berzin'ung, dann umfaßen sie sechsmonatige Schatzscherne mit 5%,ger Verzinsung und cm* jährige Sckayscheine. welche ein Erträgnis von 5%% ab liefern sollen. Gelegentlich der DnbskriptionSanfforderuug teilte Schotzfekretir Mellon mit, daß die ersten zwei Monate des Finasz-, jahres en Desiüt von I6140 Millionen Dollar erbracht haben. Er fügte aber hinzu, daß die Eingänge ans Steuer« und Aß» gaben i« dritte« Monat dieses Desint m einen kleinen Uebe> schaß für daerste Quartal verwandeln würden. Die Einlösung der Eiegesanleihe habe wettere Fortschritte gemacht und sie hat sichvon eine« Betrage von rund 4*5 Millionen Dollar aüf^ 8*8 Millionen «ach dem Stande vom 1. September vernnnbrrk und seither eme weitere Rückbildung erfahre». " Wiener Sommerztaibank. Dir außerordentliche Generalversammlung der Akiionäre der Wiener Kommcrzialbank vom 7. d. M. hat be'chlossen, das Äktienfapnal von derKit ll 200,000.000 durch Ausgabe von 260.000 Stück bar und voll eingezahlten, ab 1. Jänuer 1022 dividendenberrchltgten Aktien rm Rennwette von kl ÄV anf K 800,Oi 0.000 zu erhöhen. Der BerwaltunaSrat wurde ermächtigt, die BeaeburtaSmodalitäte» der inngea Aktie« im eigene» Wirkungskreise sestzusetzett. In Ausführung dieses GeneralversammlungsbeschluffeS merk-en «unmehr dm Aktionären der W encr Konrmerzialbank 125000 Stück junge Aknen in der Weise mm Bezüge angebote«, daß aut je vt<r alte Aktie« eine junge Aktie mm Kurse von ll 970 tel quel entfallt. Das BezuiSrecht ist in der Zeit vom 26. Rooember bis 7. Dezember 192 lbei den Kasten der Wiener Kommi'rzialbank. Wien. Kohl-- markt «. oder deren Filial n: Btedapest, V., Deal Ferencz-ter 2^ und Innsbruck, Erlerstra^e ll, oder bei den Wiener Wechsel üubeu: 1„ Bortgutstraße 4. und Yti*. Jtataä«ffe 4, «ckvühW^ '■(

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