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Wiener Morgenzeitung · 1921-10-27 · Heft 986 (27.10.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 986 (27.10.1921)
Date
1921-10-27
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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% VMt, Vien, Donnerstag ' - Wi«>»er Msrgenzeitsng 27. OStPfe« 1921 Nc. E, -;-— ■ - - ■ ...—-■■■' rr.i i ' i , t Gerichtssaal. Geaeralaadttor ««d Stiefelputzer. Bor dem Landesgerichtsrat Dr. Heindi (Bezirksgericht Josefstad t) fand in den letzten Tagen die Schlußver. Handlung über eine Schadenersatzklage statt, die der Generalaudrtor Zacharias Pawluk gegen das Ehepaar Ali und Johanna Hussein auf 100.000 Kronen eingebracht'chatte. Hussein ist öffentlicher Stiefelputzer am Opernring und Bulgare. Hussein und seine Gattin waren Aftermieter des Generalauditors. Nach erfolgter Kündigung ließ der Generalauditor die vermietete Wohnung durch eine Gerichtstommission untersuchen. Wie der Vertreter des Klägers, Rechtsanwalt Dr. Erwin Klein, bei der Verhandlung hervoryob, haben die Sachverständigen erklärt, etwas Aehnliches an Devastierung nicht einmal am Kriegsschauplatz gesehen 'u haben. Die Wohnung starrte vor Schmutz, insbesondere waren die Wäntze in einem nicht zu beschreibenden Zustand, oer Wandteppich wurde als Fußteppich verwendet und dergleichen mehr. Der Generalauditor behauptete ferner, daß der Beklagte eine wertvolle Sammlung militärgerichtlicher Entscheidungen von der Zeit Maria Theresias bis in die alleriängste Zeit in das Mistkistel geworfen habe; der Wert dieser juristisch und kulturhistorisch bedeutsamen Sammlung sei auf mindestens 40.000 Kronen zu veranschlagen. — Der Vertreter des Beklagten, Rechtsanwalt Dr. Werntraub, - bestritt, daß diese Schäden von dem Ehepaar Hussein hevrühren. vielmehr haben diese die Wohnung in demselben Zustand übernommen, in welchem sie übergeben worden sei. Hinein stellte auch in Abrede, die Manuskripte in daS Misttistel geworfen zu haben; wie sie da hineingekommen, wisse er nicht. Rach sehr erregter Debatte kam schließlich ein 'Ausgleich zustande, wonach die Beklagten sich verpflichteten, dem Kläger einen Schadenersatz von 12.000 Kronen zu leisten. Zum Schluß bemerkte der Beklagte, daß er sein „Geschäft" nach Berlin verlegen werde, da die Steuern in Wien unerschwinglich seien. [ Bankhaus I M. ROHATYN Wien, X., Maria Theresienstrasse Nr. 10 [Telephon 20*3-63. *u Durchführung sämtlicher Bank-Transaktionen. An- und Verkauf sämtlicher Devisen und Valuten. —■warrnrnnnj n> .r inxii'u Der Volkswirt. Gestempelte Krone —.18 Centimes. Auszahlung Wie« — —.28 Centimes. In Zürich notierte: die österreichische Krone.—.28 (—.26 um 26 Oktober) die önerr. gestempelte Krone . .—.18 19—. am 25 Oktober die tschechische Krone.5.65; 5.65 am 25. Oktober die Mark. 3.35 ( 3 35 am 25 Oktober' Agram.. » . . 185 : 185 am 25 Oktober) Bukarest.. 4.— ( 4.— am 25° Oktober Budavest ........... —.77 (—.67 am 25. Oktober) Warschau.. —13 (— J3 am 25 Oktober) Die Kohlerrförderrmg der Wett. Die Kohlenförderung der Welt, Steinkohlen und Brauniohlen, stellte sich im Jahre 1920 auf 1299*2 Millionen Tonnen gegen 1342*5 Millionen Tonnen im Jahre 1913. Ans die einzelnen Länder verteilt sich di« Produktion wie folgt (in Millionen Tonnen): «. 1913 1920 Stein- Braun- Stein- Braun. kolrle kohle kohle kohle Teutschland 1731 872 93*8 111*6 Saarbeckm 170 — 126 — Frankreich 401 08 211 1*0 Belgien 22*8 — 22‘4 — Großbritannien 2920 — 2330 — Holland 19 — 39 — Spanien 4*0 0*3 5*4 06 Italien — 0*7 — 17 Schweden 0*4 — 0*4 — ■ Oester-. rich-Ungarn mit Bösnrm «nv Galizien 17*8 372 12*5 27*2 Rnßlans mit Polen 359 — 12*0 Europa 605*0 126 2 454*6 1421 Nordamerika mit Kanada 531*6 — 601*3 — Südamerrka 1*6 — 1*7 — Asien 54*8 ' — 75*8 — Afrika ’ 83 — 118 — Australien 158 — 11*9 — Weltproduktion 1216 3 1262 115*1 ~ 143*1 Znsammen 1342*5 12991 Die Wellvrodultion war also nur um 3*2»/. kleiner oilS die Förderung des Jahre- 1913, die eine Rekordfördrrnng war. Der Mmüerbrdarf Rußlands im Kalenderjahr 1920 gegen 1913 kann nur 25 Millionen Tounm Kohlen geschätzt werden. Der Verbrauch Deutschlands an Steinkohlen ging durch die Abgaben an Frankreich, Belgien, Italien. *Oe -erreich und Palen zurück. Er betrug im Jahre 1920 insgesamt 91*8 Millionen Tonnen gegen 425*1 Millionen Tonnen im Jahre 1913. Dem Kohlrnbedgrf der Welt standen somit allein durch den Minderverbranch von Rußland und Deutschland im Jahre 1920 rund 58 Millioue» Tonne» Steinkohle mehr mr Versügung als 1918. Einen Mmderbedarf gegenüber 1913 hatten auch noch Frankreich, die früheren österreichisch-ungarischen Länder, die Balkanstaaten. Pvlm usw. Das Gesamter-ebniS ist, daß die Weltwirt'chaft in den letzten Monaten des Jahres 1920 eine Ueberprodnktion an Kohlen hatte, sowohl gegenüber dem gegenwärtigen Bedarf als auch gegenüber deni Bedarf de- Jahre- 1913. De»; Z u* sam menbruch des Kohlen Marktes wäre wohl schon früher erfolgt, wen« nickt der rn»l>sche Bergarbeitnstrerk im Oltober-Navrmbcr des Vorjahres, der einen Födrrausfall von rnnd 15 Millionen Toimen haue, den Markt entlastet hätte. Hinzu kommt nämlich noch, Laß dem Weltbetarf an Kohle im Jahre 1920 gezerniber 1913 noch cm Mehr von 16 Millionen Tounen Braunkohle zur/^erfiigung stand. Verursacht wurde der Zusammenbruch des KohlerrmarlteS durch Len starken Rückgang des Verbrauches, namentlich in der- Ei'enindustrie, und durch die Zunahme der Förderung und des Angebotes an Kohle im Jahre 1920. __ Die katsstrsphale Vslrrtenhausie. D!e letzten Tage haben wieder eine Verschlechterung derallgemeinen Lage gebracht, die die schlimmsten Befürchtungen der Pessimisten überbielet. Das geradezu wahnwitzige Emporschnellen der Effekten- und Valutenkurse, besonders an der gestrigen Börse, hat eine mehr als unheimliche Atmosphäre geschaffen. Erst vorgestern erklärte Dr. Rosenberg, daß in absehbarer Zeit ein Umschwung eintreten müßte, der von den bösesten Folgen für die Spekulation begleitet sein würde. Die gestrige Hau'se wird zum Teil auf unsere triste Finanzlage, besonders auf die Neuanforderung des Kredits von 80 Milliarden zurückgeführt, der die Notenpresse wieder in Bewegung setzenmuß. . Das beispiellos sprunghafte Steigen der Valuten wird auch auf die großen Käufe für deutsche Rechnung zum Zwecke der Reparationszahlungen Zurückgeführt. Ebenso wie yor dem Erscheinen- Dr. Gürtlers sind auch jetzt Gerüchte im Umlauf, die Regierung werde sich angesichts der neuen katastrophalen Hauste gezwungen sehen, energisch einzugreifen. Ueber die Art und Weise eines solchen Eingriffes kann es freilich nur Vermutungen geben. Die überaus traurige Tatsache steht jedoch fest, daß durch die neue Hausse unsere Lage wieder bedeut end verschlimmert ist. Jede Budgetierung scheint über den Haufen geworfen, da wir es nunmehr mit phantastischen Ziffern zu tun haben- Dazu kommen die Zollerhöhungen, die bevorstehenden Erhöhungen der Eisenbahntarife, der Post-, Telegraphen- und Telephongebühren. die erhöhten Brotpreise, der Abbau der staatlichen Lebensmittelzuschässe und die täglich wachsende Teuerung. Innerhalb weniger Wochen haben sich die Balutenknrse vervielfacht. Das einzige Gegenmittel wäre die sofortige Kredlthilfe durch die Entente. Von>den außerordentlich hohen Steigerungen der fremden Valuten geben nachstehende offizielle Schlußkurse Aufklärung: AmNertam 153.150 - Selb. 154.050.- Ware , gegen 21. Oft. 123.950 - Geld. 124.050.-Barel.Ägraw 1398.-, 140 i.- 1203.-, 1207.—>, Belgrad 5590.-, 5610- (4810—, 4330.—< Bert», r697.—. 2703.- (21-22-, 2128.--. Brü'iel 32 380.-, 32 420.— 26180.-. 26.220.—), Buk»ar>est 598 50 601.50 ( 447.60, 450.60), Bukarest 3055 - .8065 — (2645.-, 2655 -), «driNranra 59.475.-. 59.525.— 1,47.225.—, 47.276.—). Kopenhagen 85.475.- 85.625.- (70.675 -, 70.625.-). Uv,»»» 17.790 17.810.— (14.415.- 14 435.-), Mailand «»* Triest 17.790 - 17.810.- (11.290.-. 14.310.-). Rew-York 448s.-, 4492.- (8658.-. 8662.- . Pari« 32 980.-. 38 0,0.- (28.480 26.520-). Prag 4547.-. 4558.- (3707.-. 88 3.-). SoNa 2745.- 2755.- (2395—, 2405.-). Stockholm 101170 101.230 (84 470.-, 84,530.-), Warlcha« rnib Krakau 88.—, Sn— (81.25. 83.25 Zürich 81976.-, 82 025.— (67 475.—, 67.525.-), Madrid 59.760.-, 59 840.- (48.469.—, 48.540.—),. jßoUaraate* 4448.—, 445?.— '36:3.—. 3627.-),Belaucke Noten 38.18".- 32 220 — 25.980 - 26.020.-), Bulgarische Roten 2495 —. 2505.— 2 95.—. 2305.--, Dänisärr Roten 84.475-. 84.625.- 69.975-, 70.02 .-), deutsche Marknoten 2707.— . 2713.— englische Noten 17.690 17.710.- (14.890.-. 14 410.-), franz. Noten 32.480.-, 32.920.— (- ). holländische Noten ' 158.350.—, 153 450.- (123 350.-, 128450.-1. rtalreuische Noten 17 315.-, 17.835 — (13.970.— 13.990 —X anabgestempelte jugoslawische Noten 5581.-. 5604 - (4770 4790.-). «örweasiche Noten 58 975.-. 89 025.— (48.775.- 46.825.-), volni'^e Marknoten 95.25,97.25 (92.50, 94.50), Rnmämtche Noten 3035.—, 8045.— (2645.—, 2855.—'. Russische (Rom.) —.- (-.—. -.-), Schwedische Roten 100.970 - lOi.c30.- (83.770.-. 83 830.-), Schweizer Noten 81575 —.81625,— (67.375.—, 67 42b.— . tschechoslowakische Rote« 4507.—, 4513 — (3667.—, 3673.—). unqarricke Roten neuer Emission 608.60, «11.50 (453.50, 4( 6.60), Spanische Rot« 59 260.-, 69.340.- 47.960.-. 48.040.-). Durchführungsverordnung zur Herabsetzung der Einkommensteuer. Im morgigen Bündesgesetzblalte gelangt eine Durchführungsverordnung des BundesmiuistermmS für Finamen zum Bunde-- geietze über die Herabsetzung der Einkommensteuer für das Jahr 1921 zur B:rl«mtbar«ng. In dieser Verordnung wird unter andere« bestimmt: Dienstnehmern, die im Jahre 1921 biklier dem Steuerabzüge unter«oZen mmen. jedoch nach den künftighin geltenden Bestimmungen mit Rücksicht auf die geringe Höhe ihres DienstbozugeS he« Steuerabzüge nicht mehr Unterliegen, ist über ihr mündliche- Ansuchen vom Dienstgeder die ihnen im Monat Oktober in Abzug gebrachte, noch nicht adgeführte Stener bar rückzu» vergüten. Rücksichtl.ch der vo« Jahresbeginn bi- Ende Srp-- lember in Abzug gebrachte» Stenerbeträge ist ein Einspruch aus Rückvergütung seitenderartiger Dienstnehmer schriftlich dei der überwachende» Steuerbehörde geltend zu machen, tut bare Rückvergütung dieser Steve betrage hat zu erfolgen, wen» die bisher auSgezahlten zuzüglich der bis Ende de- JahreS vermutlich zur Auszahlung gelangende« Bezüge die stenerpflrchlige Hohe nicht erreiche«. Kurssteigerungen in Berlin um 100%« Berlin, 26. Oktober. Die Börse erÖffnete Im Zeichen «• waltrgen Kaufatidrangrs des Privarublckumfür alle Jn?ustrrewrr'e. Vielfach wurden die Kurse nm mehrere lOÖ*/# in die Hohe gesetzt. Und trotzdem konnte die Nachfrage in einer ginnen Reihe! von Prp„ren nickt befriedigt werden. Besonderbelebt wäre»! Metall». Chemrrche«, Waggonnnd Elektrizität-werte. Maschinen«! sabriks-Aktien wurden mit bedeutenden Kurssteiaerunoen auS dem Markle genommen. Nack Feststellung der ersten Kurse wurde das Geschäft leilweise ruhig und teilweise erfolgte durch Gcwinnsicherunden.der Spekulanten eine geringe Absckwächurtci. Die m Eiylic tskursen gehandelten Drvidendenpap'ere wurden heule nicht gebanbllt und mckt notiert. Am «nlagemarlt zogen die Kurse nur mäßig an. Preußische Anleihen stellten sich niedriger. Von oberschlestschen Werten waren Laurahütte stark brpebrk. d>e übrigen blrrberr unverändert oder hatten' nur' mäßige Steigerunzr» zu verzeichnen. _ Eine Wevwareitfabrrk in Palästina. Ein jüdisch« volnischer Kaufmann namens Reichhardt brachte vor einem halbe» Jahre einen Posten Webmaschinen nach Palästina, du er aber infolge des niedr'grn Standes der polnischen Balula nrcht m Betrieb setzey konnte. Jetzt hat sich ein amerikanischer Jude entschloffen, Reichhardt bei der Errichtung einer Webwarenfabrik materiell zu unterstütze«. Die Fabrik soll zwischen Jaffa und Tel-Awiw errichtet und der Betrieb in höchstenzwei Monaten aufgevommen werden. Sir Herbert Samuel hat die In' a''er der Gesellschaft empfangen und ihne» sei«« besondere Besried gung über das neue Untrrnehmen au-sedrückt. Der ter Menlen.Pkan. Aus Washiugten wird gemeldet: Der englische Finanzman» Sir Drummond-Fraser bat dem Präsidenten H a r d i u g dm Plan von ter Mruleu für die Wic-erherstellung des Welthandelauseiuandergesetzt. Der Präsident hat für diese« Plan grrßrs Jnterrsie an den Tag gelegt und versprochen, jhn genau zu studieren. Credit-Anstakt. Direktor RegiernnflSrat AloiS WiSmeyer, der im 70. LebenSjabre siebt urrd in emigen Monaten sein 5V. Dienstivhr beendet, hat um die Versetzung >n dm Ruh stand angesircht. Diesem Amuckcn wurde vom Berwaltungsrate mit iebhafrrm Veda«ern u^d unter vollster Anerkennung rer hervor» ragenden Dienste, welche Herr R gierungsrrt WSmeper der Credit--'(nsialr geleistet bat. Foll'e gegeben, doch hat Herr Regierungsiat Wrsmrver sich aus Wunsch der Berwaltung bereit e>klärt, einzelne Agend n auch wsitnhin berzubebalien, so daß der Anstalt seine wertvolle Mitarbeit erhalten bleibt. Oesterreichische MaffenfabrikS-GeseUschaft. In der unter d'm Vorsitz des Präsio nten des Verwaltungsrales Pohor^ Georg Güpiher abgehaltenen außerordentlichen Generaloersamm-, lung wurde dem VcrwV ungSrat dre Ermächtigung erteilt. daS Akt enkapnal durch Au gaoe neuer bar und voll «rngerahlter' Ak ren ft. K 300 Nominale von 126 Mill onm Kronen bis zu 189 Millionen K> on-n m erhöhen und dre Modaluäten dieser- Em ision i,n eigenen W rkun rskreis festmschen. Weiterwurde», die durch die>'e Kapitalserbäduns bedingten Statuteuanderunge«^ einst mmrg angenommen. Der BerwaltungSral Hai m feiner i«j Anichluu an die Generalversammlung statraeiundenen S-tzung den Br'chluß grfäßt, von der idm ert'lim Ermächtigung Geomuckl zu m'cken und demgemäß die Erhöhung des Aknenkapital» auf 189 Mllionm Kronen vorliehaltlrch der noch sestzusetzende» Begebung-Modalitäten, in ernem Zuge durchzusühreu. Märkte Verleg«« - auf de» Zentralviehmarkt Sankt Marx. Der auf Dienstag den 1. November falleuve Schweinemarkt wird auf Mittwoch dm 2. November, der auf Dienstag dm 15. November fallende auf Mittwoch den 16 November, und der aui Dienstag dm 27. Dezember fallende aus Mittwoch de» 28. Derember verlegt. Der auf Montag tep 86. Dezember fallende Rindermarkt wird Dienstag de» 27. Kezember abgehalten. Reue Einsahrbestlmmnnge« i« 2t»w5«it«. Intereffentenkreise weiden aufmerk'a« gemacht, daß r« der Z^llabteilung' der Kammer lür (Handel, Gewerl e und Jndnstrie in Wien. 1.. Stubenr^ng 6. die in jüngster Zeit m *raft geh eh um «men Best'mmungm über die EmfuHr i» Rumänien zur Einsicht auflregen. Ausgleich. Bom Handettgencht W>'m wurde »ach Aufhebung der GeickästSaussicht das AuSglerch-verfahren über da- Vermögen der Frrma F. A. Engel. Großhandelsbetrieb. Ja omirgoitsiraße 5, eingeleitet AuSgleickSkommisiär Hofrat Karl Biber, AuSglerchsverwalrer Otto Hahn, l., SlePhanSvlob 3. Anmeldefrist 7. Dezember, AusgleichStagiatzung 14. Dezember 1921. 10 Uhr. Den Gläubigern werden 18'/, geboten, Bekai ntlich wurde im MM d. I. dre GeschäftSaufsickt über die Firma Engel v'rbängt. Die Jnfolvrnz hängt mit den Betrügereien de- Andrea- Rüeff zu'ammen.' Der Statrrs der Firma Engel stellte sich seinerzeit auf 151 Millionen Passive«, denen Aktiven im Betrage von 142 Millionen Kronen gegcnüberstande». Börse für landwirtschaftliche Produkte. Die neuerliche Ber'merung der ausländischen Balvten hat zu einer we tere« Preissteigerung aller Zereal-en ge'khit Der Geschäftsverkehr hrelt sich an der gestrige« Miitwock-Börse in engeren Gren,eir und wurde noch durch dm Umstand,bcein- 1'Lchllgt, daß die Arbeiter rn den städtischen Lagerhäusern in dm Streck geirrt n sind. In Weizen und Korn stockte das Geschäft, da Offerten fehlten. Exekutiv wurde inländischer Weizen zu £ HO gekauft. I« Maierfolgt«« tUintre Ab Müsse in hier lagernden jugoslawl'che« Provenienzen zu K 123, ia der Hanptsache kommt de> zeit Plata-M >is rn Betracht, bet zu 460 bis 4.75 Mark av Hamburg offeriert war. In H a f e t war nur knapp - Offert,m Markte, daß zu A 85 gänzlich aufgenomme» wurde. Rumänhofer erzielte llS 3 ab Oderberg, »ngrr,scher Hafer wurde in der gleichen Preislage ab Wie» umgesetzt. Für B raugerste zeiat sich all'eits guter Beseht, doch kam er infolge Mangel an Offerten nicht zum Abschluß. Futirraerfte fand zu K 100 dz» 120 günstige Ausnahmen Für Hülsenf r ü ck t e war der Begehr e'waS ftenndltcher, doch scheiterten Abschlüsse in W e i ß b v h « e n a» dm zu bohm Forderungen. Bnntbohnen sind-n ihrer billigen Preise wegen günstigen Absatz m Futlerzwecke« «ach Böhmen. In Hirse, Brein und Mohn war der Umsatz gleichfalls belanglo-, nachdem die Forderun-'n namba t erhöbt, waren. In K l r e s a a t e n zeigte sich beff re-t Osiert. ohne daß «S m GeschLitsabschlüffm kommt, nachd'M Ausfublbewllligungen vorläufig nicht m erlangen sind. M n b wertet Rotklee mrt L 550 b,S 650, Luzerne mit K (00. B.i Abschlüsse» bandelt rS sich in rer Hauvtsache um Käufe spekulativer Natur. Greifbare R e i S b e st a n d e sind auf dem Wiener Platze ge-enwärtiq nicht vorhandmund NeukLufesind ,«folge de- Tiesstandes der Krone beinahe unmöglich. Man verlangte heuie für Burna ll ab Hamburg 16'/« Schilling. Infolge der poltltschen Wirrnisse »n Ungar» kommen nur geringe Mehl- Nach wie vor die billigsten, Herbst-„.winterstoffen mk t . -----. —-aUnvfirsJfilcM<*e QuaUtät. -M» - ..LbüHk8 * & 11 r riiWittrm

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