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Wiener Morgenzeitung · 1921-10-23 · Heft 982 (23.10.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 982 (23.10.1921)
Date
1921-10-23
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6erte f_Wim, Sonntag _ SVtexer M»rge«zeit««s 28. Oktober 1921 " Nr. 982^ Tagesbericht. Ltraße»bahnll„glSck a»f der Ringstraße. Ank drr Ringstraße Hai sich gestern um etwa V,3 Uhr nachmittagrin folgenjchwcrer Zusammenstoß zweier Straßeubahnzüge de: Linien „J* nnd „Ak* ereignet. Um diese Zeit stand an der Siraßeubahnhaltestelle Operngasse an der Ecke des OpernrinzeZ der vo» Wagenführer Karl Swutny gelenkte Straßenbahnzug der Linie „3*. Eben hat Samwy dm Srrom zvr Weitersahrt gegen den Karntnerring eingeschaltet, als mir v » l l er Geschwindigkeit ein §r-.aßenbahnzug der Linie „AK", den der W-tzenfährer Franz H o « a r lenkte, herankam und in de» schon langsam davon- '.:hre»den Zvg hineinfuhr. Drr Wirkung mar sehr beMg. Beide Züge wurden ziemlich stark b e s ch L d i g t «nd aus dem Wagemnnrrn der Zuge hörte man Hilferufe. V.ckr Fahrgäste der überfüllte« Züge sprangen ab. Eme ganze . '„‘hußfjl, dieerheblicheVerletzunge» erlilteu hatten, rnnn.e» aus de» Waggons gehoben werden. Im Nu sammelten 'ick zahlreiche Passanten an. Die RetrungSgeiellschaft kam in iccraocn Mmuten mit zwei HilfSzügeu. Di: Arrzte leistete« den tri1, alt» Hili«. _ Der Edel«eLaSdreLstahl Km Weftbahnhof. Verhaftung Le.- Täter - Es wurde berichtet, daß die Postdirsktion die Anbei der Polizei-irektivL erstattet hat, Laß ein ■am 11. d. M. in Frankfurt cm: Main an eine Wiener Firma ausgegebenes Postpaket mit Silber, Feingold' und Platin im Gesamtwert von 250.920 Mark der- «'ckiwunden ist. Es ergab sich schwerwiegender Verdacht gegen drei Postorgane, gegen den 27jährigen Postou^-hilssdienec Gustav Fickel, 15. Bezirk, Viktoriaga'se 3 wohnhaft, der mit der Sendung dienstlich zu tun hatte, gegen den 40jährigen Posiunterbeamten Vnlon Ro zza, 13. Bezirk, Bahnhofstraße 3-wohnda't, und den 23jährigen PostarnLsbiener Leopold Nekbeim, 18. Bezirk, Staudgasse 34 wohnhaft. Fickel umrde verhaftet und legte Lin Geständnis ab. Er gestand, mit ZLozza und Nekheim das Paket gestohlen;u haben. Fickel hat das Holzkistchen zerschlagen. Gold' und Silber hat er dem Nekham gegeben, der das Edelmetall wieder dem Rozza gab; dieser brachte es in die Wohnung Fickels. In .Abwesenheit ihres Gatten übernahm Fickels Fra.u die. Sendung mit dem Golse. Das Silber hat Fickel selbst hingetragen.' Das Platin hat Nekheim zu .sich gesteckt. Er hat es zu einer Bekannten in der Josefstadt gebracht, in ihrer Wohnung wurde es hinter einem Bilderrahmen versackt. Für das Gold und das Silber wurde ein Käufer'' in der Person des 28jährigen Kellners und Handels-' agenten Heinrich Straußberger, 15. Bezirk, Rosinagasfe 17 wohnhaft, gefunden. Der Mann zahlte 600 Kronen für das Gramm Gold und bedang sich! aus. daß er für das Silber nichts zu zahlen brauche.?2s nahm die Kompagnie auch an. Straußberger leistete 48.000 Kronen Angabe. Das Geld nahm Fickel an sich und brachte es in kurzer Zeit durch. Dem weit« aus bedeutenderen Rest des Kaufpreises konnte Straußb'tger nicht erlegen; so hat Fickel dann 80 Dekagramm Gold anderweitig zu verwerten getrachtet. Er fand einen Käufer, der für das ganze Edeluwiall 600.000 Kronen erlegte. Hievon erhielt Rozza 200.000 Kronen. Bei einer Hausdurchsuchung bei ihm n.'!''dc7! noch 190.000 Kronen, dann aber auch ver-! cd''ebene Stoffreste beschlagnahmt, die von -Diebstählen!)"> rühren. 200.000 Kronen erhielt Nekheim als seinen t'iüteil: von diesem Beuteanteil wurden noch 118.000 fronen zustange gebracht. Den Rest hat Nekheim bei S-iufs.elagen in Wirtshäusern und in Weibergeftllschaft vermaßt. 200.000 Kronen entfielen als Anteil auf F'ckel. Er hat bas Geld dem Straußberger zur AuslwkyLh'.'Uttg übergeben.Vmn Golde sind bis jetzt irFKilo-, gramm zustande gebracht. Ein Kilogramm Gold hat ^rraußLerger gestanden, in Baden am Mittwoch vergraben zu haben. Dort wurden gestern Grabungen an- -zestettt. über die das Ergebnis noch nicht hiehergelangt in. Seinen Beuteanteil von 118.000 Krvnen hat N-rk- : cim auch zu der Frau in der Josesstadt gebracht und dort wurde auch das Geld beschlagnahmt. Es unter-; eru frincm Ziveifet, daß von Fickel und seinen Spießc -llen schon früher Postdiebstähle verübt worden sind. .0 es, Rozza und Nekheim wurden dem Landesgericht ..geliefert. Gegen die anderen Beteiligten ist die Straf- 's Handlung eiugsleitet worden, doch sind sie ans freiem Fuße. Der Berliner Zeitnngsstreik. Kündigung res gesamte» technischen Personals. Berlin, 21. Oktober. (Wolfs.) Im Berliner ooirngskonflikt hatten sich bereits der Arbeitsrninisber KM»« Wegen kleiner Regien vSßw kaufen Sie billig und gut im Wl PELZHAUS BRA1NIN Wien, II., Glockengasse 8 «r Grosses Lager in Pclzwaren aller Art en gros und ea dötail und die Clewerkschaften in eindringlichster Weise für die Wiederaufnahlne der Arbeit des Mosseschen Personals, eingesetzt. Das Personal blieb bei seiner Ablehnung. Daraufhin unieruahine» die Zeitungsunternehnisr einen ernLNten Versuch, daß das „Berliner Tageblatt/^ in anderen Zeitungsdruckeveieu hergestellt werden sollte. Da. die technischen Belegschaften sämtlicher Betriebe der Vereinigten Zeitungsverleger Groß-Berlins den Drrrck des Mosseschen Blattes verweigert haben, ist ihnen wegen unberechtigter Arbeitsverweigerung sämtlich f r t st lo s gekündi g t. worden. Die Berliner Buchdrucker haben zur Bekundung ihrer Solidarität mit den Zeitungsverlegern die Kündigung der technischen Belegschaften mit der tariflichen achttägigen Kündigungsfrist beschlossen. IV. Reichrko«fere«z -es Keren Kajemeth L'ILfraeL (Mdischer NaLionnlsonds). Eiösimrng: SamStag de» 5. November «m ^7 Nhr abends. Adolf Böbm: Der Jüdische Natisnfonds am XU. Zonisierkontzreß. Wvliga«ft W e i s l: Dir Weltlonserenz de- Jüdischen Nattonalfonds und ihre Eraebnifse. U. Sitzung: Sonutag den 6. November um 10 Uhr vör« msttags. 1. Wahl des Präsidiums nud einer Permanenz, nusschnsieS. 2. StatntenänLerunfl gemäß de» Beschlüffe» ler ,WMoüfcrrnz des Keren Kaiemech i» Karlsbad« 3. Festsetzung des MrtsüedSbeitrageS deS Vereines Keren Kajemeth ’.itv ordentliche nnv außerordentliche Mitglieder. 4. Beucht des Revisors über die . Krfsagebarung der Zentrale. 5. Generaldebatte und E'tei'.ung des Absolutoriums für Reichsleitung und Bmeauleitung. , 1H. Sitzung 4 Uhr nachrn'ttagS: 1. Bericht der Zentrale über die Absichten bei der DurchfiUirung der „Kolonie OrsterreickC «nd speuell über d>e Durchführung einer großen Chanuka- Aktio«. 2. Dcbatte. 8. Wahl der neuen Reichsleitung. 4. Ge- »ehmignng deS Budgets des Bnrea»S für das nächste Halbjahr, b. Aufstellung des KontingmlS für das Jahr 1921. Jüdische Sprichwörter. Spart'S der M»»d. frißt's der H»»d. Wer sst» Spenser gedore» ist, stirbt nicht im » Ei» fauler Bote ist ei» halber Prophet. * - Gott läßt snerr» »»ch de» Kleider«. * Wen« ma« die Schafe schert, schreie» die Lämw.cr * Vt«e e»Kttsche Diplsmati«. Ans der mglischen Frauenkonferenz rn Shc'strld wurde dieser Tage der raglischen diplomatischen Agentin Miß Gertrnde Bell eine große Ehrung bereitet für die hervorragenden Dienste, die str der englischen Politik wahrend der Weltkrieges i« O r i e n t geleistet bat. Miß Bell lebte schon vor Ausbruch de» Kriege» lange Zeit in Bagdad, wo sie die Sitten und Gebräuche ner eingeborenen Araber genau studierte und weite Reise» ins Innere Arabiens unternahm. Noch kmze Zeit vor Ausbruch deS Krieger reiste sie von Bagdad nach Damaskus und zurück durch die syrische Wüste und täuschte dadurch die sie argwöhnisch überwachende« fremden «nd türkische» Agenten. Nack dem Eintritt der Türkei in de» Krieg besuchte sie Haih die Hauptstadt der Schammar-Araber und Hahz'.ll, den Sitz des angesehene» Emirs Be« Ba'chid. beide im Herzen Arabiens, wohin trüber noch niemals der Faß eines Eurvpae's «elangt mar. Ihre» Bemühungen sei der Abfall der einflußreiche» Araberstämme vo» den Türke» zu verdanken gewesen. * Shrrlock Holm«». Bei eine« Bankett, dar kürzlich i« Land»» stattgefnnden hat s»d an dem Evvan Dohle, der geistioe Vüer deö Sherlock HslmeS, tcknahm, kam auch z»r Sprache, wie Conan Dohle während de» Kriegefeine Bücher dazu benützte, um seinen a!S Kriegsgefangenem Magdeburg internierten Bekannte» Nachrichten zu übermitteln. Er begann damit, einem Offiüer einen Band z« schickes, bei dem er im Anfang des dritten KavttelS mit der Spitze einer Radel die Worte «nierstricheu hatte, die eine interessante Neuigkeit ergäbe». Den Band begleitete ein Schreiben, in dem er hieß: »Wen» sie daS Buch aelese» baden, könne« Sie es der Lag'rbibliothek überweise». Die Lektüre 'st zwar nicht eben kurzweilig, aber vielleicht werden S,e doch sinden, daß das dritte Kapitel interessante Einzelheiten enthalt.* Der Offizier, an den Buch und Schreiben gerichtet war, verstand zunächst nicht, was der Schriftsteller damit sagen wollte. Aber einer seiner Karnerade» und Leidensgenossen, rin Hauptmann Kevprl, kam dahinter. So war den britischen Offizieren in Magdeburg Gelegenheit gegeben, sich über allerlei Neuigkeitrn aus der Heimat und die Kriegsereignisse auf dem Laufenden zu erhalten. Man dankie Conan Doyle für die interessante Sendung und fügte die Bitte hinzu, bald einen weiteren Baud zu schicken. * Billione«. Ziffern, die man früher nur in der Astronomie kannte, vo« denen sich niemand irgendeine praktische Borste ll uns zu machen vermocht hat, tauchen jetzt ans Erden auf. Wir glaubten e« schon .herrlich mit* gebracht z« baden, als toir; seit de« Kriege, «it den Dutzenden vo» Mlllarde« Mark, seit dem Kriegsende und de« Beginne der Zeitalter de» Reparationen aber mit Zahle» in unserem Budget r« rechne» beginnen mußten, die stark :» die 100 Milliarden Mark bi»ein< wuchsen. Immerhin, »vir sind heute »och nicht ganz fa: weit, derartige Zahlenhanfnngen als etwa- Normales anzusehen.' In Rußland, dem Rußland der Soivietregierung ist man schon weiter vorangeschritten. Dort bat man für dag Jahr 1920 ein- StaatSdesizit von 20 Billionen Rubel, also vo« 20.000 Mil-' liarren Rubel errechnet, dahauptsächlich — nach drr Mos-' kaner ^Prawda* — auf die »ngehevren Defizite der verstaatlichten'' russischen Industrie znriicktzefüb'.t wird. 20 Billione» Rubel —; das läßt einigermaßen an» da» SchnellrugStrmvo der russischen! Ratenpresse schließen, obwohl sich diese mit ^kleinen* Abschnitte», wie 100 oder 1000 Rudel, wahrscheinlich «nr noch sehr unger«' und nur gelegentlich abgibt. * Personalnachrrcht. Herr. Geza W a l l a feiert hen^, Sonntag, sein LSjährigeS Beruizjubiläum. * Dev Brautansftattn«gSvrrei« ffte TSchtevj jüdischer «lei»geWerdetreitze«»er, Wien, N., Große Schiff-', gasse >'!, vr-anstaltet Samstaa dm 29. d. M. im Pracktsaale des Hotel Continental, kl.» Taborstraße 4, ei« S i m ch a $• Thora-Fest (Akademie mit anschließendem Tanzkranzchen)^ zugunsten des BrautaosstattunqsoereineS für Töchter jüdi'eiier Kleingewerbetreibenver. Beginn Uhr abends. Karten sind bei allen Vorstandsmitgliedern und in der Bereinskaurlei erbatilich. Die artistische Leitung der Veranstaltung liegt i» den Hände» des Herrn Max Schwager. * Spvechverkehv mit der Glomaker. Zufolge ErlassedeS Dundesministermms für Verk.hrswesen hat nach Mitteilung der tschecho-stowakischen Trlegrapheliverwaltung der Minister fur^ die Verwaltung der Slowakei die Bewilligung der Wiedereinführung des allgemeine» Spreck verkehr'S zwischevWren » n.d P r e ß b u r g bis auf weiterer, aufgehobe»; jedoch bleiben die bisher eiuzelnen Fer«-i fprechteilnebmern für den Sprechvrrlrhr Wim—Preßburg, beziehungsweise die übrige Slowakei erteilten Sprechbewillrgsttgr»'. weiterhin anfrechterhaltev. * Wetterbericht. Gestern irüh regnete es in Tirol Midi Salzburg, 'o»ft war er vorwiegend bedeckt. Tagsüber klärte eS zeitweise auf. Die Morgeittemperaturen waren vielfach über lO\i mittags blieb es «nter 20°. Vora«ssage: Zeitweise stärker bewölkt, mit leichter Regenneigung. zeitweise sonnig, mild «nd »«sichere- ‘ Wetter. . * Der Sammeltag d r Rrtt««sSsesellschst. Nach den. bisher eingelangten Meldungen zu schließen, hat der gestrige Sammeltag das erhoffte Ergebnis gebracht und der Rettung--: aesellschaft über die nächsten Monate binweggeholse». Eine' Uebersicht über die gespendeten Summen läßt sich zurzeit «ichtgeben, da die Gebarung nr den Bezirken konzentriert ist und dies Summen erst durch Erlazscheme der Gesellschaft überwiese»' werden. * Verhaftung eines Wiener Diebe» in Liverp»»l. AuS London wird uns gemeldet: In 2 i v e r-' v » » l wurde an Bord eines Ozeandampfers ei« Man» »amenS' Rubi» verhaftet, der ,m Begriffe war. mit Diamaute» i« Werte vo« 10.000 Dollar, die er in Wie» - est < dle » habe» soll, »ach Amerika abzusegeln. Seine Begleiter«, er»»' Fra» namens Singer, wurde gleichzeitig festgenomme» * Penstanista» »nd schr«rdd»»di«a Perso»e» könne» bei der beoarstehende» Bolk-zählmg als Revisoren und HilfSkrä'te ab 1. Dezember durch 80, beziehungsweise 46 Arbeitstage Berwe»d»»g finde«. E«tloh»«»g voraussichtlich K *00 für de«. Arbeitstag« Anmeldungen schriftlich bi- 30. d. M. m der Direktion deS K»»skripti»»S«mt«S, Wie», 1., Ne«eS Rathaus. * A»krafttretc« der neue» Stv«ße»bab«t»rir». Montag trete» di« neuen Vreise für die Linzelfabrschei« und am 2. November die für die Zeitkarte» i» 5kraft. Die i« Borv erkauf abgegebene» Einzelfahrscheine der ab-rändelten Fahrpreisstufen des alten Tarifs sind vom 24. d. M. an nicht «ehr verwendbar. Sie werde« bis zum *0. November bei den Karte»-' Vorderkaufsstellen zurückgensmme». Die ,iür ei» Halbjahr a»8» gestellte» Netzkarten werden mit Wirksamkeit vom 2. Navember einmo«atig zum 2. Dezember gekündigt. Den Inhaber» der Karten, dir'- sie bis zum 15. Dezember bei der Kartrnaus^abekaffa der städti-i scheu Straßenbahnen, VI., Rahlciaffe 3, abliefern. werden ei«. Sechstel, brzlehunasweise zwei Drittel deS Kaufpreises mit dem! Betrage von K 917. beziehungsweise K 3667 zurückerstattet. Die; Inhaber der gekündigten Karten können durch den Bezng von> Zusatzwertm'arken für einm, beziehungsweise vier Monate ihres Karte für dir sonstige GeltnngSdaner gültig machen. Der Verschleiß der Zusatzwertmarken «nd dre Behandlung der Netzkärte^ bei den Ausgabestellen findet vom 26. November an statt. * Eine arme, alleinstehende jüdisch« Fra«, durch! Krankheit arbeitsunfähig, desiudet sich in ärgster, Not und est' hilflos dem Elend preisgegeben, wen» sich nicht die Mitmentche»' ihrer erbarmen. Wir machen auf diesen kraffen Elendssall' aufmerksam und stellen « der private« Wohltätigkeit anheim,! Spenden an Geld, alten Kleider« und Schuhe» au die Adresse:; Regina Pollak, Asyl- und WerkhanS, Genzbachergasse 3, zurichten. * Einbruch. Am 21. d. W. wurde das J«wele«geschast der Luise Gärtner, V., Schönbru«ner.k!raße 7b, mit Nach»! schlüssel geöffnet u«d er wurden Gold- und Silberwaren im Werte'- von K 900.000 gestohlen. Gleichfalls gestern wurde ein Einbruch? i« Juwelrergrschäft der Fran P i ck, V., Schönbmnmrstraße 47,; verübt, bei dem Waren im Gesamtwert vo« ll 300.000 entwendet? wurden. j * Mn Lysolattcntat i» einem Kiw». Die 24iährige', Schueideri» Adele B 0 r t h, U-. Glockeugaffe 6 wohnhaft, de-; sachte gestern abends mit de« Kaufmann Salom B u f ch l i k/ 26 Jahre alt, die Borstellung im Zentralkino in der Taborstraße.: Als die beide« de« Dorraum des Kinobeträte«, Mg plötzlich! die Dorth eine Flasche mit L h s 0 l auS ihrem Täschchen «nd. überschüttete den Kaufmann, ehe er es verhindern kon«te, mit; dem Inhalt der Flasche. Er erlitt Verätzungen ersten Gradei« Gesicht und an der Stirn und mußte in das Spital der Barm-; herzigen Brüder gebracht werde«. Gleichzeitig wurde auch der in drr Nähe des Paarestehende Billeteur Han- D » ch 0 « vo« der Flüssigkett getroffen »nd erhielt Verätzungen ersten Gradeim! Gesicht. Die Schueideriu behauptet, die Tat auS E r s e r s » ch t begangen zu habe«. TUNGSRAM ■ S - fj'fp' '

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