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Wiener Morgenzeitung · 1921-10-21 · Heft 980 (21.10.1921) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 980 (21.10.1921)
Date
1921-10-21
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Sk. 980 Mm. Freitag zu machen, wo Deutschland wegen der begreiflichen Ueberlastung nicht rasch genug Nachkommen kann. Heber die ArbertSverhältnisse kann man nicht allzu schwere Klage« führen. Wir können mit der Arbeitsleistung insofern zufrieden fein, als sie heute-wesentlich besser ist als während deS Krieges. Die Löhne haben wohl bis heute keine Reduzierung erfahren, doch kann mit einer, vorläufigen Stabilisierung gerechnet werden. Die Arbeitsstunde wirb mit 6 bis 10 tschechischen Kronen bezahlt, so daß ein gutqualifrzierter Hüttenarbeiter auf 500 bis' 600 tschechische Kronen wöchentlich zu stehen kommt. W, Arbeitslöhnen herrscht infolge der geringen Beschäftigung der Werke eher eilte Überlastung als ein Mangel. Auch, die tschocho-slowakische M a s ch i n e n i «n d »t st r ie arbeitet mit verringertet Eezengungskapazität. Nicht mit sslnrecht sprach anlässlich der Jahrhundertfeier der Ersten Brün::« Maschinenfäbrtks-Göftllschast Generaldirektor Pauker von schweren Wolken am wirtschaftlichen Horizont. Die Krise hat auch hier ihren Hauptgrund. Im Fehle« von Exportaufträgen. Nur sporadisch sind Auslandbestellungen zu verzeichnen. Bö habe« Lettland, Litauen und Estland in letzter Zeit landwirtschaftliche Maschinen bestellt, während für Rumänien unbJtalren, Polen und Deutschland Bestelstlnoen auf Dampskessek und B'ampsmaschinvn ein-^elau'en sind. F-ansreich gibt - ein JtttSresse für ZUWrfaSrttZMLichtMM kund. Dr. Rosenberg toxU kein österreichischer Hegedüs sein. Der Wiener Korrespondent des „Az Est" hatte am 18. b. M. eine.Unterredung mit Generalrat De. Rosenberg Über die Pläne, welche Dr. Rosenberg in sein« wellen Stellung und gemeinsamen Arbeit mit dem Bündesminister füv Finanzen Dr. Gürtler zu verwirklichen, gedenkt. Dr. Rosenberg erklärte zunächst, sich über die Einzelheiten seines FinanzplanrS Nicht äußern zu wollen, da seine Ernennung noch nicht veröffentlicht ist und er öfsiziell eigentlich noch gar keine Mission habe. Es lag in der Natur der Sache, baß ln-diesem Gespräche mit dem ungarischen Journalisten die vielbesprochenen Neformpläne des gewesenen ungarischen Finanzmlntsters Hegedüs und ihr Einfluß auf des Gürtler-Rosenbergfche Konzept berührt wurde. GeneralLat Dr. Rosenberg äußerte sich hierüber folgendermaßen: „Ich halte Lorand Hegedüs, den Ich persönlich nicht kenne, für einen außerordentlich genialen- Menschen und habe seine Pläne und sein Wirken mit der größten Sympathie verfolgt. Es ist bedauerlich, daß seine Arbeit von Mißerfolg begleitet war. Sein Wirken kann jedoch für die österreichischen Verhältnisse nicht maßgebend sein. Die österreichischen Verhältnisse sind von den ungarischen grundverschieden. Denn Ungaru ist ein Agrarland und derjenige, der zur Sanierung .der ungarischen Finanzlage schreitet, mutz hierauf Rücksicht nehme«. Diesem. Umstande war es zuzuschreiben, ' baß unter der Aktion Hegedüs' die Industrie und der Handel leider sehr stark zu leiden hatten. Die Ursache für daS Fiasko deS HegedüSsche« Planes sehe ich jedoch i« ernst« Reihe in den außenpolitischen Verwicklungen, in den drohenden kriegerischen Zuständen. In einem Lande, in welchem der Finanzminist« auf die Armee und die Rüstungen Rücksicht nehmen muß, ist jede Sanierungsaktio« zum Schiffbruch verurteilt. Ich hoffe gerne, daß diese Kriegsgefahren nunmehr endgültig geschwunden sind, und ich glaube, daß zwischen Oesterreichk und Ungarn die- Reibungen für immer beseitigt sind und daß die zwet Staaten, welche so unendlich viel gelitten haben, es endlich einsehen werden, daß sie aufeinander angewiesen sind. Ich meinerseits werde alles dazutun,, um zwischen den beiden Ländern das gute Verhältnis zu fördern.". Auf eine Bemerkung des Korrespondenten, daß Generalrat Rosenberg in Budapest der „österreichische Hegedüs" genannt wird und daß man von seinem öffentlichen Wirken in Ungarn außerordentlich viel erwarte, erwiderte Doktor Rosenberg: „Ich habe durchaus nicht die Ambition, ein österreichischer Hegedüs zu sein. Ich bin Ziel bescheidener. Vorläufig beschetde ich' mich damit, in meiner neuen Position den österreichischer Staatshaushalt, halbwegs in Ordnung zu bringen, das Gleichgewicht im Staatsbudget herzustellen und das unermeßliche ^Defizit des Staatshaushaltes aus der Welt zu schaffen. Meine Ambition geht dahin, meine tiefgehenden Finanzreformen durchzuführen, die österreichische Krane zu stabilisieren, dann ' erst, nach Jahren, wird man auch daran denken können, zu einem neuen Geldwert überzugehen und die Goldvaluta zu verwirklichen." Erster österreichischer Ksmmertag. Die Beratung« des Ersten österreichischen Kammkrtagrwurdeu am Nachmittag fortgesetzt. Im Verlauf der Sitzung erschienen auch die Bunde-mimster Dr. Grünberger und Professor Dr. Gürtler. Hoftat P i st o r wiedarauf hin, daß der Staat als Wirtschastskö'per krank sei und daß eS auch ein Irrtum fei, / die Privatwirtschaft algesund hinzust llen. Ihr Gedeihen sei vielmehr eine Scheinblüte. Der Export sn durch di* Geldentwertung unnatürlich gehoben, die Bilanzen durch denselben Umstand viel günstiger auösehend, aleder tatsächlichen Lage entspräche. Hofrat M a d e r (Innsbruck) bedauert, daß die Verfügung über die E i f e n b a h n von der Verwaltung gänzlich in die Hand der Angestellten geglitten fei. Ein Beispiel dafür sei die Verhinderung der Biehausfuhr aus Tirol durch die Eisenbahner. Die ständige Erhöhung der Peüoneniarife sei auch aus dem Grunde bedenklich, weil sie die Trennung Wienvon den Ländern verschärfe. Der Verkehr mit Wien.werde anch durch den unzureichenden Teleplo »dienst sehr erschwert. Ein einziger Draht führt von JgnSbrnck nach A'ön. und dieser ist zu zwei Dritteln durch dringende StaatSgespräche verlegt. Sektion-chef Schaub erger führt aus, daß das mit Lem RUm Zurr Ein- Kjttb Wiener MorgerrzetLrrnK Ausfuhrverbote kon'eguent fortsah'e und daß die österreichische Regierung, wenn mögt ch. bei dcr Konferenz von Poitoro'e dm Antrai st llen werde,, daß der Abbau des R-g mes d r Ein- und AuSfubrörrbote m f allen SukMonsstarten im Einklang erfolge. Auf t!Nr Ani,aae d:S Präsidenten Reder JrmSbrnck) erklä,t Sekt onZchei Schau''erger» daßdeFruge, ob man d e Einfüh uug erhöhter Zoll «schllige zum Zoll eine bestimmte Zeii v?rh-r bekanvtmachn oder Überraschend publizie eu solle, ungelöst sei. Viz Präsident D i n * l (Wir«) Übrt aus, daß zweifellos IMM'V ein entsprechender Zeitraum zwischen der Ankiin-ioung und der Nechtskiait einer .ZollerlMung liegen muß. Präsident Mo sck, ner (Kläge»furt) führt darüber Klage, daß bei Auslandsf, achten, wclchc in fremder Valuta zu bezahlen sind, zwischen der Anlieferung und dtt Abrechnung ein Zeitraum von zwei bis drei Monaten l egt, -so dß der Kurs der fteindrn Valuta großen Vcranderungen unterworfen ist. Da nun die Eisenbahnverwaltnng die Zahlung mm Kurs des AbrechnuntzstagcS «erlangt, liegt hier die Möglichkeit großer Verluste Präsident Prettenhofer (Graz) richtet hierauf eme Anfrage an den nrmesrnden Fimnzminister Dr. Gürtler - über deBewert»#fi V o n Warenlag er n für die Einkommensteuer. Ein Warenlager, das im vorigen Jahre dm Wert von ein v Million dargistellt hat. stellt beute einen Wert von 4 bis 5 Millionen dar, der'als erhöhtes Einkommen besteuert wir"', obwohl sich der ÄS-rt und die Menge des LagnS gar Nrcht geändert ba ten, sondern n.ur die Krone ihre Kaufkraft eingebü^k hat. Präsident Moschner (Kiagenfart) richtet an den Minister d-e Aufforderung, Rücklage» in der Höhe < von mindesteneinem Drittel deS Reingewinns als EeneueritnaS-- fondr für die Industrie aninerftnncn. Finanzminister Dr. Gürtler erklärt, daß der scheinbaren Wcrtzunahme von Warenlagcra infolge Entwertung der Krone bei Bemessung der Steuer« entsprechend Rechnung getragen werden würde, daß ferner die ' steuerfreien Rücklagen von Erneucrungsfonds nicht nur Anerkennung, sonder» Fordttnng des Bundesministeriums finden würden. Es werde meh^ als bisher bei der Einkommensteuer der Gedanke des Reale nkommens berücksichtigt werden, da man die Stmirmorsl der Bevölkerung n cht dadurch schädigen well, daß man ste durch Einfichtslosigkert zur Umgehung der Sleuergesetze veranlaßt. ~ . Prwatverkehr Ä« gestrigen Pftvatverkehr war sowohl für Effekt«« als auch für fremde Zahlungsmittel eine feste Tendenz vorherrschend. ÄS rwtl rten: Depositenbank & 1520 StaatSbabn kL 10,800, Siemens^ S750» Alpin^ K 15 300 und S ü d b ahn-PriorrtätenK 5300. — Von den fremden Valuten waren:Dol'larnoten kl 3000 nach 3070, M ü r k « ü t e n K 19.50 «üch 20.25 und p o lnischeMark^öS nach 72. Me NsvemberfLMgLeiten.der aKgemsinen Ander österreichischen Staatsschuld. Die Finanzverwalturg wird die Novemberfälligkeiten der allgemeinen und der österreichischen Staatsschuld unter de» in der Kundmachung de- Bundesm nisteriums für Finanzen vom 17. September 1921 für den Ankauf der Okloberfälligkeitrn bestimmten Voraukseßungen ankau^en. Vom Ankauf bleiben vorläufig die im November 1921 erntretenden Fälligkeiten folgender Schuldkategorien anSgeMosten, und zwar: der 5#V8e» Prioritäten der Erzberzog-A brecht-Babn, II. Emiffion vom l. Jänner 1877 in'Gold, der Obigen Prioritäten der > Erzberzog-Albrecht Bahn vom Jahre 1872 in Silber, der 4°/,Pen Prioritäten der E zhcrog-Albrecht-Bahn vom Jahre 1890 in Silber, der 4°/oigen Goldprivritaten vom Jahre 1883 der StaatSeifenbahn-Gesellschaft, der beigen Sckberprioritäteir der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn vom Jabre 1872, der 4"/«igrn Silberprivrüäten der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn vom 1. Jänner 1887, IV. Emnfion, der 4°/»igen Silbervrioritäten der Kaiser- Fcrr>inandS-Rordbahn vom 1. Jänner 1887, V. Emission, der 5°/yigen Silberpr oritäten der Nordwestbahn vom Jahre 1871, ber 8V*°/ot0en konvertleree» Nordwcst-ah«»P> ioritäten vom Jahre 1871 und der L^/rVoigen Nordwestbahn-Priorilätm vom 1. Mai 1903, lit. B. . _ Die Bezahlung der Borkriessschulde» a» Frankreich. Wie das Abiechnnngsamt mittellt, hat das französische J ustizministerium eine allgememe Verlängerung der am 31. b. M. ablaufenden Frist für pütlichc Vergleiche über BvrkriegSfchnlden abgelehnt. Für im Zuge befindliche Vergleichsverhandlungen kann jedoch biS 31. d. M. beim Adrechnungsamt nm B e rl ä n g e r u n g der Frist angesucht werdm Die Frist zur Verwendung van Borkriegsonthaben m Frankreich zur Bezahlung von VorkricgSschulden läuft bis 15. Dezember d. I. Die Herabsetzung der amerikanische« Frachtsätze «ach Europa. Ans N e w - N o r k wird gemeldet: In der V-rs immlung deS Shipping Board kündigten die Vertreter der Sch'ffahrtsye'ellschasten die Herabsetzung der Frachtsätze imcfi Europa an, und zwar l?> b>S 20 Cents per Tonne auf Metalle und 3 bis 5 Cents für Petroleum, G et r e i d e und F l e i s ch. F«sto« Meinl.LipperL. Aus P r a g wird gemeldet: Unter Mirwirlung der 2ivnost-nska Banka und der Böhmischen ESkomptebauk und Kreditanstatt wirk, de« ,6as" zufolge, eine Aktiengesellschaft mit 15 Millionen Kapital errichtet werden, welche alle tscheÄo-slowakischen Filialen der Firma Julius Meinl und der..bekannten Firma JnlrnS Lippert in Prag (Graben) übernehmen/ .wird. Bevorstehende» Einfuhrverbot für LnxuSwaren i« 8«sosla«ieu. Wie die Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie von zuständiger Stelle eriäirrt, beschäftigt sich die jugoslawische Regierungchrit dem Gcdanleu. das Einfuhrverbot für ^uxuswarm wieder rinzuführeu. DaS bezügliche Gesetz dürfte in Nächster Zcit erlassen werden- Morotorin« in Iugostawir«. Die Handelskammer wurde von der Handels- und Gewerbekannncr in Zagreb (Agram) ersuchr, Gerüchte,? tc. über d e Emtiih'lrng eines Moratoriums für auswärtige Forde, unarn im Kömgreiche ö: H. S. verbreitet wurden, als vollkommen suS.der Lustaeariffe» v-traorüch ru demeutirre , 21 Oktober 1921 Zur Lag» der keramische« Industrie fchrechrnM ..Mil'erlungen^ deS Deutschen Hauptverbandes der Jndu^ie: Infolge de,- ungünstigen Wirtschaftslage, durch die «höhte» Be» triebsimkosten "nd die verminorrten Aufträge «ie durch die Lrvßeu La"ierblstände sind vcele der S ck a m o 1 te f a b r i k« « «> .rwungen, ein'ge Tage in der Woche den Betritzb föftftKfegtti. Sit b-r oleichen Lage befindet sich die S t e i n z e« g- «,« v Kackklofenindustri'e, welche gau» besonders von d« Biutä igknt abhänoig ist. Da diese dauiederlirgt, ist es b*a ft«r r.annicn Industriezweige« nicht mehr möglich. ihve Erzeagnissr an den Mann zu bringen und sind sie daher der große» Grfübr des Unterganges ausgesetzt. Eine Brlebuug der BautätistM tut hm drmgend not. Viehmarkte St. M«rx. R i n d e r « a r k t. Der Anftricb belief sich aus 1002 Stück inländische«, t&8 Stück unga« risches Und 81 Stück rumänisches, . zusammen, 1871 Stück Schlachtvieh, worunter sich 800 Stück MM- UNd 571 Stück Beinlvieb befanden. Der Gattung nach waren 681 Ochsen. 127 Stiere und 583 Kübe. Bessere Qualitäten rrgulärer Ware konmcn die Monragpceise behaupten, wogegen Nlind.dN:Katrgvrien 10 biß 15' per Kilogramm ernsebüßt hMrn. E? Nötwrten Ochsen, je nach Qualität, K 148 btö 232, Stiert 140 m 192, Kühr K 140 bis 190 und. Beinlvieh K 76 bis 140 per, Kilog,amm Lebendgewicht. — Schweinemarkt. Auf-estlrben wuiden 12 Fleisch- und 170 Fettschweine, insgesamt 182 Stück. Bei aanz /belanalosem Verkehr notierte« Frttschwei»^ 690 bis 600 per: Kilogramm Lebendgewicht. S t e «h v i e h, markt. Die Gesamtzusnhe hrftef sich aus 1209 Kälber. Weidoerschweine, 621 Weidüerschaft, 66 lebende und 454 Zrege«. Auf dem Kälbermarkt war die Stimm««« angefichts des beschränkten'Bedarfes weniger lebhaft als in der Vorwoche. Prrmasotten blieben im Preise behauptet, leichtere Qualitäten haben sich mäßig in der Notiz abgeschwächt. WeiduerDischschwrine tendrerteir flauer, Fet'schweine wie in der Vorwoche. Schaft waren rückgängig. Es notierten Kälber Prima & 385 bis 400, Sekunda K 865 bis 380, leichte K 320 bis 360, Weidnerschweine K 360 bis 580. Spccklchweine K 620 bis 660, Weidnerschafe ll 200 K 250, lebende K 120 bis 140 und Zrege« K 150 vr-5 §20 Per §tilog! amm. , BÄvWefter BVrse. BNd«pest, 20. Oktober. Die heutige Börse setzte hehuupftr ein, später ab'r wurde das Geschäft stiller, und die Pörse wurde beinahe vollkommen' geschäftslos. Die Kurse verstauten infolge des Rückgannes der Wiener Deviftn. Am Mühlemnarkte wac ein geringer Vcrkcbr. Der Holzmarit war geschäftslos. Ebeuft Berawerksakt^en. Valuten waren nicht einheitlich. .Größerer Verkehr war in Dollar. Sokols und Dinars waren fest. Schwerer Franken, Rubel «nd österreichische Kronen stau. Bon DMftr »are« Prag «nd Berlin gesucht. Prager Börse. Praz, 20. Oktober. An der heutigen Börse überwotz wiederum eme feste Tendenz, namentlich für Jndustriepapiete. Bei Eröffnung wäre« einige Tistte niedriger, rm weiteren Berlaus brachten sie jedoch ihre Verluste zur Gänze wieder .Herrin. Die Befferung hatte ivrcn Gruuh in der gestrigen stürmischen Hausse a« der Wiener Börse. Die höhere Notierung der tschecho-slowaksichen Krone in Zürich sowie der Mckgang der österreichische« Krone halten aus die Gesamtsitnstion keine« EindruL .Di« Notierungen der Anlagewerte waren etwas niedriger. Wreurr Banken lagen unverändert. In Exoten war erhöhtes Interesse für Bulgarierr vorherrschend. Die Schlußtendenr war fest. Die Die westlichen Devisen wresen eine allgemeine Abschwächrrng mn. Jin freien Balutenhmidel war' Wien um 0'20 schwächer, Berlm bcfestigte sich um 9 Punkte, Budapest um 3U Punkte. Berliner BVrse. Beult«, 20. Oktober. An der heutigen Börse überwog zwar wieder die Kaustust des Publikums, das bei den Banken und Bankfirmen enorme Aufträge für de» Großverkebr und kür die zu Einheitskursm gehandelten^ Dividendenpaviere aufgeaeben hatte- Da aber an den zwei börftnsreieu Tagen em empfindlicher Riickschlag am Devisenmarkt eingetreten ist, der sich heute infolge der in New-Aork ««getretenen Besser««« des Markkmses fortsetzte nnd die Devise New-Dark bis 1.56, London 625 und Holland bis 5350 herabdrückte. realisierte dir Börsenspeftckation und ihre Gefolgschaft, so daß sich in das Bild nen'r starker KurssteigerMge« vereinzelt auch Rückgänge mischten. Bo» diesen wurden nameutlrch diejeuigen Bapiere betroffen, die in letzter Zeit wesentlich gesteigert wurden. Hievo» abgesehen, ist aber die Grundstimmung außerordentlich fest, das Treiben in den Dörscnsäle» äußerst geschäftig nnd die Kurssteigerungen betrugen . durchschnittlich 20 •/• . bis 60°/o, Bevörz'ugt waren Montanwerte nnd von diese« oberi'chlefische Werte und chemische' Papiere bei Kurs» gewmncn bis 100°/» und darüber. Der Markt der »nnotierten Werte bot das gleiche Bild äußerster Geschäftigkeit bei weitere« Kurssteigernnaen. Bei festverzinslichen Werte« lag starkes Angebot in den Anleihen der Einzelstaaten vor, die aber durch Käufe des Auslandes glatt aufgenomme« wurden. .Sehr feste Haltung bei Besserungen vo» 4 bis 10°/<> wiesen auch ungarische und österrcichische Anleihen und Prioritäten ans. Infolge der überaus 'starken Kauflust ist wieder mit einer erbeblichen Verzögerung der Feststellung der Einhntskurse zu rechnen. Die Devise«k«rss. Berlin, 20. Oktober (Kur>'e der Devifenzentrale.) , Noten: Dollar 157.40 (169.70), Pfund 619.25 669.25), Italienische 604.25 (639.25), Polnische —(—.—), Tschechoslowakische 168.25 (175.25), Alte Ovsterreichifche — Oesterr. gestempelte 5.20 (6 25). . . Verlitt, 20. Oktober. (Devisenkurse.) Wir» alter —Wie» abgestrmpei^ 2.08 (9.78), Prag 163.30 (175.80), Budapest 22,62 28.22). Prag» 20. Oktober. (Kurse der Devssrnzenrrale.l Berlin 60.50 (51.50), Zürich 1762 — (1787.—). Belgrad 132.25 (133 25), Bukarest SS.75 '71.50'. Wien 2.80 (3.—\ Warschau 1.70 ,1.80). Agram 32.85 <33.10), Budapest 12,85 12.10), Jugoslawische Noten 130.25 (131.25). Anrikh» 20. Oktober. (Devsseulurse. — Mitgeteilt v»« d« Schweizerischen Kreditanstalt.) Berlin 3.40 iS05)» Holland 185.- (182.60). Rew-Zvri 545.— (542-). London 21.34 21.l0), Pa^s 39.20 (88.6»'-, Mailand 2125 21.10', BMe! 38.80 (38.05), Kovenhagel, 104.50 (101.50. 'DtüKel'v 127.50 ' 123.--), Chrisiimü-i —74.50 ^70.50), Buenos Aires 175.—!65.-—). Prag 5.7b 5.65, Agram 1.90 (1.80). Budapest 0.70 (0.70). Bukarest 4.- (3.90), Warschau —.12 (-.121 Wien Geld —.31 —.35',- Wien Ware —.—(—-österr. Kfftj Kronen Geld —.22 (—.22.. österr. - gest. Kwuen Ware — Amsterdam» 20. Oktober. (Devisenkurse.) London 11.27 (11-50). Berlin 1.90 <1.78'.' Barr« 21.5- (21.07Vr), Schweiz 54 30 (54 30). Wien —.18 (-.18'/-', Koprnc Hagen 56 30 (56.40), Lrvck'--oln,. 6817 (67 90'. ^hustiama 37.70 (38.35. .New'NoA '.94.50 (294.50. 20.9» (20.77»/,), Madnd 39.70 (38.95). Italien 11.« dich») »Budapest —.41 (—.—)«

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