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Wiener Morgenzeitung · 1921-09-22 · Heft 954 (22.9.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 954 (22.9.1921)
Date
1921-09-22
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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fÖieu, DonnerstaK Wie»er Morgenzeitung Nr. 954 ***** F? "■'r ffcht. btt so 'Mßfirn und h viel Wertschätzung bei« Pndlikmu besitzt sckrint unS d.rier konv-ntionelle Branch nicht angebracht. Otto Trrßlrr kann v'ri. 3 a viel und diel» Borkest wird bei -iriem Darsteller uüttmt'r zum Mangel. Er möchte in allen Sii''eln gerecht sein und wird dadurch mitunter recht oderttächl'ch und „reisten'cd", gebt häufig allm^ehr auf dm Effekt lvS. E§ siebt nicht ffsi. ob für all^ großen Mim»n die' Kabarritlnst nachteilig ist. aber bei Otto Trestler war sie es gewiß. In weichem Maste die Dirrgt>' aterdirMon mitschuldig ist, rüdem ne ihn vernrchlaffiote, eutficht »ich «n^rer Bm^eilung. Ird-n^alls waren d'e Ausflüge in die Ranchbü^ne und Serimanffiibrnunen in Borftadttheatern mitTrcArr als Star seiner Entw'cklnnfl nicht aünüia. Da er nun wieder an der vornehmsten SvrechbSbne WirnS, die noch immer die erst'' deutsche Bühne ist c neu weilen WirkunoskreiS hat. ist dem vortrefflichen Darsteller viel Selbstzucht zu wünsch u Dann hat daS Wiener Publikum nnu rc ncm ^ieblrnp vill nu erwarten. N Otto Treffer, ein gebürtiger Schwabe, trat zum ersten Mal rm ^mitaarter Hoftheat?- im Jahre 1C0? auf, ohne nennenZ" u";t SVbilimna qtuosten;u haben. Bncckhardt gewann chn im o«ii> c 1S»6 nir das Burstheat-r. 191.t wurde T'.eiler zum •H'?v!fc;,r eruaun'. Am Bmatbra'er trat er zum ersten Male cim N. Oevtrmber 1896 als S ttig in „Bürgerlich und romanisch" ani. Hont« riSIBC SCHEFTPL Di»ma in S Akten V-8 IThr: 3wntr I KL. von DaTjd Pin^i Aus den Theatern. Int Burgtheater gelangt morgen. Freitag. .R 0 i e n m 0 n t a g" -ur Anffübrunp. Anfang 7 Uhr. Im Overntbeater geht morrcn. Fleitaa, -S'fl t nt t n“ in © eire. Jr-.tz Kraus (Miinche.) als Gast. Anfang '/s7 Uhr. Bolksoper. Heute. Donnerstag, werden in der Volksover „Hoffmanns Erzählungen" gegeben. Dirigent Herr Dr. W e i r i ch. Beginn Vr8 llbr. Im Deutschen Bolkstbeater wurde für Sonntaa dm 25. d. M.. 7-3 Ubr nachmittags, mit Aflxandrr M 0 i f f - als Oswald Ibsens Familiendiama >G r f p e n st e r" angesetzt. Er ist dies eie einzige Nachnnttagsvorstellung, m der der Künstln spielen wird. In den K 1 m m e r s v i e l e n gelangt an d:m gleichen Tage um y23 Uhr nachmittags Henry Bernft.inS Schawpirl »D e r D i e b" zur Aufführung. An der Neuen Wiener Bühne gelanat ab eitag dm 23. d. M. ,m üiahmen der Nachtvorstellung 00 UbO täglich ,.D er Wüstlrn a". Sketsch von Josef Armen mn Hunrich E i s e n b a ch in sechs Rollen zur Aufführung. Vorher gehen „Simulation" und „D i e H 0 ch z e i t s r e i s e" in Szene- In die Reg^e des Abends t'ilev sich die Herren HmkaS. Schrecker und Wurmfer. — „Betty Kalmus, mit Gffela W e r b e r >. r t als Gast, bleibt auch weiterhin auf dem Repertoire und gelangt Samstag den 24. d. M. zur 25. Aufführung. Zn der R e n a i > s a n c e - B ü h n e findet die Erstaufführung der dre:akiigen G-oteske „Der Herr Verte r d i g e r* von Franz SKoInir am Sonntag dru 25. d. M., abends 7 Uhr, statt. Ein« Million Krone» für Nestroy-Ma»«skripte. Der Wrener Schnststkller Peter S t u r m b u s ch bat der Gemeinde Wien eine größere Anzahl von Nestryh-Mavusiripten, die aus das Wiener Theater Bezug baden, zum Kaufe um den Tre § von K 1,000/ 00 angeboren. Der Stadtrat wird sich dlmnächst mit dieser Angelegenheit befassen. „Aus alter und neuer Zeit", so nennt Maria 8 e y ihren am, Samstag den 24. d. M. 7*8 Uhr, im Großen Saale der U-ania stattffndendm Tanzabend, deffen (teilweise geändertes) Programm Schubert. Strauß Vater, Josef und Johann Strauß, Lanner, Chovin, Lacomde, Bocchenru und Sarasate umfaßt. Beglritung: Das Urauia-Orchestci. l Almanaoh auf das Jahr 5682 (V. Jahrgang) Redigiert von Otto Abtlai und Ludwig Bato Das reichillustrierte, vornehm ausgestattete zionistische Jahrbuch ist eine wichtige, Ober den Stand der I jüdischen Bewegung orientierende Publikation, die auch zu allen brennenden Fragen Palästinas und der Diaspora Stellung nimmt. Jüdisches Kalendarium Verlag „Wiener Morgenseltung“ Preis eines Exemplars: Für Oesterreich und Polen mit Postzustellun;: K 150, für die Techecho-Slo waksi tsebeeh. K 16, für Deutschland Mk. 15, für Jugoslawien Dinar 10, Dir Holland holl. 6.1 für das übrige Ausland 3 Schweizer Franken. mhj Bestellungen £ an die „Wiener Morgenzeitung“ oder io die BucttliaiKflung L ö w I t, I., Rotenturmstrasse 22 1BesteUn“ j'cn werden nur {»egen Vor* aushczahlnng effektuiert. Zum Neuen Jahre Ihren Verwandten, Freunden (Gästen, Runden) in der Noschhaschanah- Wnmmrr unseres Dlattrs. Sie sparen Geld, Zeit und Mühe! VJF Preis für das Einheitsinserat: Für Wien und Deutschösterreich.K 240 Für die Tschechoslowakei .... tschech. K 20 Für Jugoslawien.Dinar 10 Für Holland.holl* fl. 1 Schweiz und das übrige Ausland.... Fr cs. 2 Muster .• * ARNOLD KOHN IV; n, 11. Taborstrasse gratuliert allen Verwandten, Freunden und Bekannten surn JSeüen Jahre! Sport. Jüdische Mannschaften. Die große Zahl der neu entstandenen jüdischen Vereine hat es mit sich gebracht, daß viele von ihnen in einer Gruppe vereinigt wurden, die gezwungen sind, Meistekschaftskämpfe miteinanderauszutragen. Eine scharfe Rivalität ist zwischen diesen Vereinen nicht zu vermeiden, doch darf diese keinesfalls so zutage treten, wie dies zum Beispiel beim Wettspiel Hazair—Hasmonea der Fall war. Das Wettspiel litt vor allem daran, daß der nominierte Schiedsrichter nicht erschienen war und daß das Wettspiel von einem Hasmonea-Mitglied geleitet wurde, das nicht nur befangen war, sondern auch vom Schiedsrichtern nur sehr wenig verstand. Gr mag bei seinen Entscheidungen vielleicht in gutem Glauben gehandelt haben, aber durch die Parteibrille sieht man manches anders, als es in Wirklichkeit ist. Höchst unangenehm machte sich die mangelhafte Disziplin der beiden Mannschaften bemerkbar. Jüdische Mannschaften stehen, wo immer sie spielen, auf exponiertem Posten. Wenn auch vielleicht ihr Können nicht ausreicht, müssen sie doch durch Fairneß, Ruhe und Disziplin dem Zuschauer Achtung abgewinnen. _ Die Meisterschaft der IV. Klaffe Südost. Der vorige Sonntag hat mehrfache Ueberraschnngen gebracht, ,'v den hohen Sieg der W e i ß e n Elf über Brritas (13 : 0), sowie das vnentschiedene Spiel H a S m 0 n e a—H a z a t x, das wir an anderer Stelle behandeln. Feuerwehr schlug Meteor sicher (4 : 0), wahrend Hechawer gegen B i nd 0 b 0 n a, die suspendiert ist, die Punkte ohne Kampf gewinnen dürfte. Ohne Verlnstpuntt bat bisher nur H e ch a w e r seine Spiele absolviert — allerdings war sie btsh« nur auf schwächere Gegner gestoßen — zunächst folgen mit einem Brrlnstpunkt Weiße Elf, Feuerwehr und Kad'ma. Der nächste Sonntag dürfte weitere Klärungen bringe«. In Athen—P. S. C. stehen zwei gleichwertige Gegner gegenüber. Im Spiele Kadi« a—F e» e r w e h r ist ein unentschiedenes Resultat zu erwarten. Es ist mit einem heißen Kampf z« rechne». He ch a w e r steht der jungen HaSm0nea gegenüber. Falls erster' daS Spiel vom Anfang ernst nehmen, ist mit einem knappen aber sicheren Sreg Hechawers wohl zu rechnen. DaS Spiel findet um */,9 Uhr auf dem Platze des Donanfelder Sportklubs statt. (Linie M bis F. A. C.--Platz.) Die W e i ß e n Elf stehen vor einer schweren Aufgabe. Ihre Gegner, die tüchtige Hazair-Mannschast, versteht zu kämpfen «nd wird da» Spiel offenhaltrn können, io daß ein unentschiedener AuSgang keine besondere Ueberraschung wäre, Wegm GnspmS der V i n d 0 b 0 n a dürften Meteor die Punkte kamplos zugefprochrn werden. Hecha»e«. Iedm Dienstag, Donnerstag und Freitag llebnnaSmarsch. Treffpunkt Pi aterstem, 7,6 Uhr abends. Führung Kurt Iuhu. Alle Fußballer wollen sich pümtlichst emstnden. — Heute ..-r effiozislü un-ssitzung. Samstag Spielerveriammlung und RnWeLemG für da« Mei^>chasP^.Hsgep^as«p»«. (*mi 22. September 1921 Movnichasten.) — H e ch a w e r—V i n d 0 b 0 n a. Dieses Wettspiel wwde nicht ausgctraaen, da Vindobona H fug« vend'krt ist. — Heute und jeden DonnnStaa ab 4 Uhr Training am Viktoria XXl-Platz für die Spieler der I. «nd II. Mannschaft unter Leiiung JuhnS. Hrchawer-Referve svielt am Samstag nm 7,5 Uhr auf dem Fenerw'hr-Platz gegen HaSmonea-Reserve m folgender Auf«, st'llrmg: Blitz: B. Weiß, Heller; Sechei, Flußmann, Deuiich; Wirl'chaster, Tobh, Bauernfreund, Wald. Grünwatd, Ersatz^ Postok und Gruder- Sämtliche genannten Spieler versammeln sich heute »m 8 Uhr tm Klubheim. 8*,rtfchtb Bar Kochba. Heute, 7,8 Uhr abends, Spieler- Versammlung und Mannschaftsaufst'llung im Cafö .Goldener Brunnen", II., Schmelrgaffe 1. — Samstag. 7,2 Uhr, Wettspiel der Re>erve gegen Kadimab am Jedlersdoiser Sportplatz ltzler Lime). 7,4 Uhr Schülermannichast- A'henschüler am Atden-Plitze. Sonntag, 10 Udr vormittags Meisterschaft gegen Heros am Sttebersdorsrr Sportplatz, Endstation Lmie 32. Achwah. Jeden Mittwoch, 8 Uhr nachmittags, Training. S. C. Art. Heute Spielerversammlung der ersten Mannschaft. Aufstellung für das Meisterschaflsiviel aegen Aspang^Lahn. Pünktlich 7-8 Ubr. 7,9 Uhr abends Spielei Versammlung der krsten Mannschaft. Heros. Heute. 7,8 Uhr, Versammlung aller Mannschaften und der akad. Sektion. MannschgskSausstellung für daS Meisterschaftsspiel gegen Bar Kochba. Menorah. Schüleimannschast. Heute Spielerversammlung >m Heim. Gegner gesucht für 1. Schülermannscha't auf frenidm Plätzen tür alle Svnntaastcrmine. Zuschnstcn an Robert Grad, VI, Magd ilrnrustraße 35. Bankhaus M. ROHATYN Wien, I., Maria Thereaienatrasse Nr. 10 Telephon 20-3-63. *** Durchführung sämtlicher Bank-Transaktionen. | An- und Verkauf sämtlicher Devisen und Valuten. Der Volkswirt. Gestempelte Krone --- —.35 Centime». Auszahlung Wien --- —.52 Centimes. Nener Rückgang von Krone und Mark. In Zürich notierte: die österreichische Krone . . . —.52 .65 die osten, gestempelte Krone.—35. i —.38 oie tschechische Krone .... 5.85 [ 6.90 die Mark .. 5.37 ( 550 Ägram ...«•>•••. 2 60 { 2 40 Bukarest. 5.50 565 Budavest ..0.92 1.06 Warschau . ..—.13 —13 am 20. September) am 20. September) am 2o. September) am 20 September) am 20 September) am 20 September) am 20. September) am 20 September) Steuergerechtigkeit. Die Staatsbeamten haben neue BesoldungsforHenm'gen an die Regierung gestellt, die ihnen zum Teil schon bewilligt wurden. Die Finanzverwaltnug, die pflichtgemäß für die Bedeckung des sich hieraus ergebenden Mehrerforder,lisses zu sorgen hat, tut das, was sie seit längerer Zeit fast bei jeder neuen Ausgabe immer wieder zu tun pflegt. Sie erhöht die Post-, Telegraph- und Telephon gebühren, den Personen- und Gütertarif und die Preise der Erzeugnisse des staatlichen Tabakmonopols. Es ist selbstverständlich, daß diese Gebühren und Tarife sowie andere Steuern und Gebühreil erhöht iintb mit bot Ausgaben in Einklang gebracht werden müssen. Die einseitige Erhöhung der Gebühren und Tarife ist aber wirtschaftspolitisch unklug und widerspricht der Forderung nach' Gerechtigkeit in der Steuerpolitik. Abgesehen von den Tabakpreisen, die wie eine allgemeine Konsumsteuer wirken, aber infolge der verschiedenen Qualität des Bedarfes ebenfalls die städtische Bevölkerung viel stärker in Mitlestienschaft ziehen als die ländliche, treffen alle diese Erhöhungen immer nur eine BernfSgruppc: Industrie, Handel und die freien Berufe, hauptsächlich aber den städtischen Mittelstand. Ü^er Bauer schreibt normalerweise keine Briese, noch viel weniger telegraphiert oder telephoniert er, die Eisenbahn benützt er seltm und mit Gütertransport befaßt er sich nur in Ausnahmsfällen. Alle diese Einrichtungen bienen in erster, Linie der GüteverzeugunF und GÜterverteilung und deren Hilfsgewerbein. Wie wichtig gerade diese Erwerbszweige für. Oesterreich sind, hat. sich zum Beispiel bei der Wiener Msse gezeigt — bei anderer Gelegenheit hat sich gezeigt, wer die .politische Macht in Oesterreich in Händen Lat — nämlich die Vertreter der Agrarier. Eine Folge dieser Sachlage ist es, daß alle Steuerlasten auf Handel und Industrie, also gerade auf die für daS Wirtschaftsleben Oesterreichs wichtigsten Faktoren überwälzt, die Bauern dagegen geschont werben. Die neue Erhöhung der Postgebühren und Bahntarife ist eine einseitige Maßnahme gerade gegenüber jenen Wirtschafts- Faktoren, auf deren Kosten der Staat heute finaiirziell lebip und denen er zum Dank dafür überall Hindernisse in den Weg legt und Schwierigkeiten macht. Warum probiert man «S nicht einmal mit einer Erhöhung der Grundsteuer, die nur das Zwei ein h alb sache der Vorkriegssteuer beträgt, somit lächerlich niedrig ist? Auf diese Möglichkeit hat Dr. Bauer, der im übrigen die Verhältnisse ziemlich einseitig und doktrinär beurteilt und alle Dinge noch immer unter dem Gesichtswinkel der Sozialisierung betrachtet, bt der gestern mitgeteilten Rede hiugewiesen. Warum wird statt deS ganz zwecklosen Legitimationszwanges im Effektenhandel nicht lieber eine W c t t st e u e r auf Börsengewinne ein* geführt? Bei einer nur einigermaßen vevliünftigen Finanz-, Steuer- und überhaupt Wirtschaftspolitik köuate mau wahrfchrmlich tl^ch mit k-mer inner LN Anleihe Mte Er- 5875

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