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Wiener Morgenzeitung · 1921-09-03 · Heft 935 (3.9.1921) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 935 (3.9.1921)
Date
1921-09-03
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seite 9 Wie«, Samstag' —*""**"r~ ■■ —■■—■— - --7——. —' r 4?-**<■■.'J Devisches Vsibstheatev. •■ Alexander Moifsr. — .Romeo «nd Julia". Wir sähe» Herrn Morffi, der sonst rin schöpferischer Geaalter ist, zum ersten Male Komödie spielen. «Das trifft er gottlob nicht. Sei» Kunstverstavd hatte sich wohl einen vortrefflichen Romeo zurechtgelegt. Er wollte einen edlen, unverderbten. feurigm Jüngling geben, himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Bald strotzend von Lebenslust und toll vor lleberinut, bald zusammen- «ekauert, wie ein verschüchtertes. gestraftes Kind, oder migiiickäch, wie ein vom Weltschmerz befallener Dichtcrjüuglürg. Aber was herauskam, war ein greinender, verzogener Knabe oder rin Possenreißer. Gut war dieser Romeo nur — wenn er.nicht Romeo war, sondern Moisffs Hamlet oder sein Geck Clavigo. Ein Unglück kommt selten allein. Die Julia war eiuem »nren Mitglied dieser Bühne, Fräulein Edith Maua C l a a r, «»vertraut. Man darf nach dem ersten E-ndrnck nicht aburieilen. Aber es war arg... Nicht um vieles bester die Grsamtaufführung. Ein eiligst zusammengestopoelter »Klassiktrabend*, der dem Dentschrn VolkZtheater leine Ehre macht. Erfreuliche Emzelleistimgeu: die köstliche Ainine Kat-n- T h a l l e r s und Franz K a m m a. u f s ergötzlicher Simon.. Voll Bedienst Fra» H 0 ch w a l d und die Herren E v e r t h, Dau- « g g e r und Schreiber. Zu allem Mißvergnügen gingen noch die schlechten Reimereien Schlegels auf die Nervrn, dessen uinnögliche Uebersetzuug dcS unsterblichen Liebesgedichts endgültig abgcschaffl weröcn sollte. O. A. Ans den Theatern. f Spielplan des B u r a t h e a t e r?. Sonntag, *1 Uhr, „Medea". — Montag, 7 Uhr, »Der Schwan". — Dienstag, 7 Uhr, „Ghaes und sein Ring". Mittwoch, 7 Uhr, »Der Kaufmann von Venedig". (Der alte Gobbo — Herr Hugo Thimig als Gast.) — Donnerstag, 7 Uhr, „Der Schwan". — Freitag, 7 Uhr, „Weh' dem, der lügt". (Galomir — Herr Hugo Thimig als Gast.) — Samstag, 7 Uhr, „Frau Suttner*. — Sonntag, 7 Uhr, „Libuffa". S v i e l p l a n d e s O p e r u t h e a t e r S. Sonntag. %6 Uhr, „Di? Meistersinger von Nürnberg". — Momaa. 7 Uhr, „Die Bohöme".(Rudolf —Herr Fritz Kraus vomNationaltheater in München als Gast.) — Dienstag, 7 Uhr, „Hoffmanns Erzählungen". — Mrttwock, V-7 Uhr. „Dre Königin von Saba. — Donuerstap, 6 Ubr, „Tannhänser". — Freiraa. 7 Uhr, „Die Jahreszeiten der Liebe" - „Faun und Nymphe" - „Die Pnpprnfee". — Samstag, 7 Uhr, „Nigolctto". (Herzog — Herr Fritz Kraus vom Nationaliheater in München als Gast.) — Svnnrag, 6 Uhr, »Der Rosenlavalier". B 0 l k s 0 v e r. Heute, Samstag, wird „Der Troubadour" gegeben. Beginn 7s8 Uhr. Im Deutschen Volkstheater beginnt die heutige Vorstellung von Schnitzlers ncueinstudierter Groteske „Der grüne Kakadu" and Tolstois zur Erstcnllsühmng gelangender Komödie „(Sr iß an allem schuld", mit Alexander M 0 i s s i in dm Rollen des .Herrri und des Wanderburschen, pünktlich um 7 Uhr. Zu sväl Eiinreffende können erst nach dem ersten Stück z« rhren Sitzen gelangen. Wochenspielplan des Deuts chenBolkst h e a t e r s. Sonntag, l/*3 Uhr (Abendvreise ohne Vonmrkgebübr) „Der Strom". 7 Uhr (besondere Preffe) „Der grüne Kakadu" (He»ri — Alex. Moisst als Gast). „Ec ist an allem schuld" (Wanderbursche — Alex. Monn). — Montag, V27 Uhr (besondere Preise) „Romeo mid Julia" (mit Alex. Moiist). — Dienstag, 7 Uhr (besondere Preise) „Der grüne Kakadu" (mit Alex. Moisst). „Er ist an allem schuld" (mit Aler. Mo;isi). — Mittwoch, %7 Uhr (besondere Preise) „Dantons Tod" (mit Alex. Moisst). — Donnerstag. 3 Uhr (volkstümliche Preise ohne Vorrnerkgebühr) „Im weißen Rößl". Vr? Uhr (besondere Preise) „DantonS Tod" (mit Alex. Mo:ssi). — Freitag. V,7 Ubr 'besondere Preise) „Romeo und Julia" (m>t Alex Moiist). — Samstag, 6 Uhr (besondere Preise) „Dantons Tod" (mit Alex. Moisst'. — Sonntaa, 3 Uhr (kein Kartenverkauf) „Der Strom". € Uhr „Dantons Tod". — Montag) 7 Uhr (besondere Preise) »Der grüne Kakadu". „Er ist an allem schuld" (mit Alex. Moisst). In den Kamm erspielen nimmt Herr Lackner nach seiner Krankheit Montag den 5. September m HanS Müllers Schauspiel „Flamme" seine künstlerische Wirksamkeit wieder aus. Spielplan der Kammerspiele. Sonntag, */a3 Uhr, „Schloß Welterstem". 7 Uhr „Der Dieb". — Montag, 7 Uhr, „Flamme" — Dims'ag. 7 Uhr, „Der Dieb". — Mittwoch, 7 Uhr, „Der Dieb". — Donnerstag, V?3 Uhr, „Flamme". 7 Uhr,„Der Dieb". — Freitag, 7 Uhr, „Flamme". — Samstag.!7 Uhr, „Der Dieb". — Als Nachtvorstellung, täglich 10 Uhr ^.Die nnbcrührte Frau". Spielplan derFreien jüdischenVolksbühne. Die F r e i e i ü d i s ch e B,o l k s b ü h n e bringt heute und morgen, Cv'mtag. nachmittags 3 Uhr „Gott, Mensch und Teufel" von I. Gordin, mit Herrn Reißmann als Seifer Vadchen, zur. Aufführimg. In beiden Abendvorstellungen wird Aich' Komödie „Der Landsmann" wiedcrholt. Der weitere Spielplan lautet: Montaa dm 5. M. „S ch' m a Ji s r u e l" von Ossiv Dimow; Dienstag den 6. b. M. Pinikrs „I e ck e l d e r S ch m i < d"; Mittwoch den 7. d. M. „D°e r L-a nd s ma n n"; Dsnr.eretag dm 3. d. M. „D « r F r r m d e" von Gordin und Freitag de» 9 d. M. „D , eSch' chrt e" (D:e Schwächung). Samstag een 1®. d. M. geht Pmskis „E i s i k S che f t e l" erstmaklg in Szcne. Anfang ’7a8 Uhr. ' Wiener S t a d tr h e a t e r. Heute, SamStaa, Erstaufführung von Hermann SudnmannS Emalterzyklns ^Rosen". Anfang präz'se 7 Uhr.! J,n Wiener Stadttheater findet heute die Erstaufführung von Hermann Sudermanns Einaktrrchklus -»R 0 s e n" statt. Der Zyklus besteht aus den Einaktern »Margot", „Der lebte Besuch",, „Der Hüter der Schwelle", »Die seine Prinzessin". In wichtigen Rollen sind beschäftigt d-e Damen: Valerie Martens als Gast, Avnie Magda-Schloß, Maria Markl. Stella Sonua, Irmgard R chtrr, Nessy Pucher, Emmy Schleinitz und die Herren Fritz Hoftrauer, Heinrich Fuchs, Emil Rrtter, Paul Berstl, Heinrich Jeasen, Welli Bokker. Anfang n Uhr. ___ Neue Wiener Bühne. Zur Saisoneröffnung hat sich daS (Theater in der Wasagaffe aus dem VoMiheater ein zugkräftiges Stück und den damu verwachsenen zuglrÜ'ligen Gast geholt: »D l e Z a r i n" mir Jda R 0 l a n d m der Titelrolle, macht noch nnrncr Effekt. Fran Roland rst auch hier interrffant, soweit Technik rnieresfant sein kann. Raturecht der Schuß Klembürgerkich'rit, den sie dem Zaremveibchen gibt. DaS übrige gut abgewogene. wohlausdalancierte Nervrnteckuik. Die Bühue m der Aasagaffe hatte für eine ziemlich anständige Aufführung gesorgt, in der Herr I e v s e n als Kanzler sein Bestes tat und Herr A i ch e r ein wenig einförmig war< Egab.. für.Frq» Rolauo^ iZiel bewundexudev Beifall. } v. 8. äPlewte Morge«zenung ' ' 3. Schl««,« 192|T Mufikerstreik irr Berlin. An zwei Berliner Operettentheatern streikten am 1. d. M. die Orchestermitglieder,'da zwischen' den Direktoren und den Theatermustkern Lohndifferenzen bestehen. Die Vorstellungen fanden mit K l a v i e r d e g l e i t n u g statt. Gestern wurde wieder mit Orchester grspielt. Richard Strantz' „Zofessleaende" wird die erste Ballettneuheit des O P e r n t h e a t e r s in^ der lanfendm Spielzeit sein. Als Gast wird die berühmte russische Tänzerin Kars aw i n a mitwnken. Paraphrase» über altjüdische Volksweise». Die lanacrwartrtell, bere.ts populäreu Paraphraieniib'r altjüdische Volksweisen von Profeffvr Julius W o l f s o h u sind soeben in nner, prachtvollen Ausstattung -m, Verlag Universal- Edition erschienen. Eine fachmännische Besprechung dieser jüdischen Kovzertstücke wird demnächst erscheinen. DaS stniirciche Titelbild ist nach einer Zeichnung des brkannten Malers Leo Eichhorn hergestellt. Das Erscheinen der Paraphrasen, di«, wie erinnerlich, bei jeder Aufführung bereäiligteS Aufsehen bei Publikum und Presse erregt haben, ist stebhafk z« liegrütreu. Smtt Die heAtrgerr FüßdaLwsttspiere. Mit Rücksicht darauf, daß morgen wegen des Länderweltkampses keine Fußballspiele stattfinden dürfen, kommen heute einige Matches zur Auswägung. . In Hütteldorf wird sogar ein MeifierschaflZspiel absolviert, in welchem W. A.F. und Wacker eiitQKber gegeuüberstehen. Auf Grund der am ^Sonntag gezeigten Leistungen muß man den Hüttcldorsern sehr gute EiegeSaussichten znspreLen. I« Prater trägt die H a k v a h ein Freundschaftsspiel gegen dm W. A. C. aus, der am letzten Sonntag gutes Können gezeigt hat. Man darf einen interessanten Kampf erwarten, der schließlich dm Sieg der Haloah ergeben dürste. In Favoriten tragen der F. A. C. und Hertha ein Freundschaftsspiel aus, das bei der Gleichwertigkeit der Mannschaften einen interessanten Verlauf nehme» sollte. Einige Spiele der unteren Klaffe» vervollständigen das Programm. _ .r Stabreime* f» Hernals. Auf der Hernalser Radremtbahn finden heute und morgen große internationale Radrennev statt, an denen zahlreiche auswärtrge Fahrer trilnehme». . ’ „ Has«e»«a-Prater-Gporlfreunde. Sonntaa, 7,11 yhr, ivnflt Hasmonea das Cup-Wettspiel gegen den drittklassigen Sport? kluv Brarer-Sportfreunde ans dem Rennwegcr'Platz (Linie F, 7 t)' oit8. HaSmoneastand inFrenndschastsspielen den Drittklasffgen zwei-' mal gegenüber. Einmol siegte HaSmonca 1:0,. im Revanchesvm erUtt Hasmonea eine, rmpfindliche Niederlage von S:r1., Da Hasrnonea der einzige jüdische Berern der unteren Klaffe ist, dec am Cup-We!tbrwerd noch teilnimmt, werden die Blau-Weißen ' bestrebt sein, für chre lrtzre Niederlnge Revanche zu nrbmen. Od E .? sollen Viertklai'figen gelingen wird, gegen die tüchtigen Drrltklassrgen. die tu ihrer Groppe zu den spielstarkstm Vereinen zahlen,?.u siegen, ist fraglich. HaSmonea ersucht alle seine Mik- Öitebcr und Freunde, bei bitfem wichtigen Wettspiel anwesend zu ln». Vorher spielen Füufhauö (NI. Klaffe) gegen Fontara (kV. Klaffe) (Cup!'. SpovtHnb Moriah. Heute, 7 Uhr abends. Dollversamm^ " lung und Mannschaftsaufstellung für das sonntägrgr Wettspiel mst^zwei Mannschaften gegm Baumgartner Hakoah in Pendelsi Gasthaus, Prater 17S. Montag Vortrag über die Jugend des Praters. ^*w*"u**" ücuic TirrDit nacy oem MMpret rin Cafe AtlaShof eine wichtige Spieleroersammlung statt. - ^Hakoah (Hockeysektron). Sonntag Trainmäspiel' der, k. Mannschaft kombiniert qeaen W. A. C, '/,9 Uhr Prater» /S*i nin, v t u i i i v i ü i.>. , .uuw, , Wald, H. Nmmaun, A. Nossig; H. Klimk, B. Nenmann, Wengraf, Kars. Wernec. M. ROHÄTYN Wien, T., Maria Theresienstraase Nr. 10 Telephon 20*3-63. ts4 Durchführung sämtlicher Bank -Transaktionen.; An-und Verkauf sämtlicher Devisen und Valuten, Das erste iateraationale Schwimmeeting der Hakoah. Die Hakoah veranstaltet, wie bereits berichtet, am 17. und 18. d. M. im Dranabad ihr diesjahkigSe, zugleich ihr erstes internationales Schwimmeeting, das zu einem der größtm Md bedeutendsten Ereigniffe der heurigen Schwimmssison zu werden verspricht. Im Rahmen dieser Veranstaltung kommen viele Preise (die markantesten sind der großartige Messe-Wanderpreis, der Hakoah-Heldengedenkpreis und der Stadion-Wanderpreis) zur Austragung. Die Jvternstioualität ist durch Gäste aus U-ngarn und der Tschecho-Slowakei gewahrt. Aus Budapest kommt die junge Garde de) M. Bezirk-Turnvereines, von der bereits hier dir Meister Kesecü, Horvach und Hrstek glänzende Erfolge errungen habru. Auch die Wasserballmannschaft des lll. Bezirkes derzeit wohl die beste Ungarn-, wird hier ihr erstes Meisterschaftsweltsviel austragen. Be'ondrres Interesse bringt man dem Start der zwei weitaus besten Schwimmer der Tschecho-Slowaker, Piowaty Md Balazs von der Brünner Bar Kochba (ehemals Makkabi), entgegen. Piewath ist der Inhaber sämtlicher tschechischen Rekords über die mittleren Strecken und auch Balazs halt den 100-w- Rekord. Piowaty ist ubogens rin erstklassiger Allroundschwimmer, er beherxsck)t sowohl das Crawl-, Seitenals auch das Brnstempo. Außerdem entsendet die Prager Hagibor ihre komplette Renn- Md Wasserballmannschaft. Die Hakoah bringt »och außer den vielen offenen Konkurrenzen zahlreiche Knaben- «nd Juniorev-Wettbewerhe zur Durchführung, für welche ebenfalls zahlreiche Ehrenpreise gestiftet sink». i ' , Wer—. Hazair—Dindohona 2:v Hazair konnte im ersten Meisterschaftsspiel her IV. Klasse einen sichere« Sieg feiern. Obwohl die jungen Blau-Weißen grzwMgrn waren, mit mehreren Ersatzleuten anzutreten, konnte ihnen der körperlich stark überlegeur Gegner während deS ganzen Spieles kaum gefährlich werden. Der Ersatztormann Winter, der wenig beschäftigt wurde, verdarb »ichtS. Die beiden Verteidiger Seidler und Sternrnanv warm für die Gegner ein unüberwindliches Hindttms. Die' Halvesrerhe, durch Ersatzleute geschwächt, nicht so gut wie sonst. Der Sturm war ziemlich schußuickcher. Bei den Grgnem zeigtm der Tormann «nd der Mittelläufer gutes Können. . , , . r . Obwohl das Spiel sehr fmr grsßhrt wurde, nah« eS em trauriges Errde. Der Schiedsrichter war grzwarrgen, das Spiel Sll Minuten vor Schluß abznbrechen, da Spieler, Ordner und der Anhang der Vindobona den llnpartenschen tätlich insultierten. Dank der Umsicht der Hazair^Ordner gelang eS dem Schiedsrichter Reicher t, einem älteren Manne, da- Spielfeld ungefährdet m verlaffe«. Der S v i e l v erlauf zeitrgte einige sehr interessante Züge. Nnfanas offenes Spiel, später wachsende Ueberlegenheit Hazoirs. In der 23. Minute überspielt Wortmann mehrere Gegner, , wird aber vor dem Tore urifawtt vom Ball getrennt. Der darauffolgende Strafstoß wird von Seidler schare eingeschossen. Sin Kopfstoß Läufers geht an die Stange. Alle Versuche BindobonaS. den Ausgleich zu erriikgm, scheitern an der gut spielenden Verteidigung HazairS. Nack Halbreit spiele Heszair bedcntend besser «nd rst glatt überlegen. Ein Zuspiel Kurz' verwandelt Lau f.'e r zn« zweiten Treffer für Hazair. Em schöner Laus Schlesingers endet mit emem Stavgmschuß. In der 25. Minute ereignete fick der obenerwähnte Vorfall, der dm Abbruch deö SpreleS zur Folge halle. Schmimmeettny de» I. Wiener Amatenr-SchwimmcknbS. Heute beginnt m Dianabade daS zweitägige internationale schwimmeeting des k. Wiener Amateur-SchwimmllubS, bei relchem die deutschen Meister Luber Md Gropp« (Augsburg) arten. Hakoah komb. — Poli;ei°Spovtvereinss«ua V. Am . d.M. um V,10 Uhr vormittags trägt eine kombiniert?^ - * eS Sportklubs Hakoah, in wclcher die Spieler Haip (ui.as Srünfeld, Pollatschek üvd Katz spielen werden, gegen die i. chast der Polirei-Spvrtverrinigung ein Wettspiel aus. Dre Nannschast der Polizei-Sportorrkmignntz besteht hauptsächlich aus hemalige» Spielern von erst- und zweitklassigen Vereinen und ürste einen ziemlich ebenbürtigen Gegner abaeben.) Bei der ekanntr» sairm Spielweise ist «u schLttts.Wettsprel zu gr- Der BEsWirt. Gestempelte Krone Auszahlnng Wien -- E. - In Zürich uv ttttle: * m österreichische Krone- . .69 >: v< öftrergestempelte Krone—.54 rttt tschechische Krone bis llltärk^^^^» » &i^ram '•»‘♦•(••};• iß*'.-. Bukarest A. » vuvlwest) . . . . Warschau'',".H 7.05 6.77'/, 3.25 6.93'/, 1.47*/, .—.20 —.54 EentiME — 69 Centimes. (—.70 am 1. September) (—.60 am 1. September') ( 6.95 am 1. September) ( 6.80 am 1. September! ( 3.25 am 1. Sepiembrr); 6.90 am 1. September) ( 1.50 am 1. September) '—.19 aut 1. September) Die BerhSltnige der Emailindnstris in der Tschecho-Slowakei. rvo» uussrem Brünnor L, 8.-B»richte«stntter. Die wirtschaftliche Situation unserer Emailindustrie' bat sich im Verlauf deletzten Halbjahres sehr zum Nachteil geändert. Aehrrlich wie in den übrigen Branchen, macht sich eine fühlbsr« Stagnation im Absatz bemerkbar. Der Hauptgrund liegt wohlin der allgemeinen Wirtschaftskrise, die nicht bloß, die ffchechoslowakische Republik, sondern ganz Europa und auch Amerika, wo die Welle dcs Nredergangrs ihren Ursprung hat, mit ihre« eisernen Fangarmen umschließt- Die P r e i s e d e r B l e ch e habe« sich « der letzte«. Zeit verbilligt, da die einheimischen Walzwerke mit Rücksicht. oftf diede«tsche Konkurrenz gezwungen ward«, ein? entsprechende Reduktion vorzunehmen. Hiez« gesellt sich der Umstand, daß Exportaufträge in Reichsmark fakturiert werden. Berücksichtigt man nun, daß der Kursrückgang 90*/o betragt, so lösen die Emailwerke im Weltexport A) bis 35*/« weniger als noch-vor drei Monaten. Demnach hat der deutsche Eisenmarkt in den letzten Wochen eine überaus feste Tendenz anfznweifen und' werdm uuö von dort höhere Noürrungen gemeld rt. Die Herabsetzmg der Kohlensteurr von 42 auf 80*/« ist ei« Faktor von Mtcrgrordneter Bedeutung; desgleichen fällt die Ermäßigung der Preise nicht schwer genug in die Wagschale. Der S chwerpuukt der Frage, die Leistungsfähigkeit der inländischen Emailwerke zu erhöhen, .liegt jedoch in erster Linie in de« seit dem Vorjahr.enorm in die Hohe geschnellten L ö h « e n, da sich die Arbeiterschaft weder mit einer Erhöhung der 48ftmidigen Arbeitszeit pro Woche noch mit einer Herabsetzung der Löhne einverstauden nNLre» will Md sich gegen alle Argumente, anch gegm dieGewalt dergegenwärtigenBerhältniffe,hartnäckig verschließt. So ist es bei de« Emailwerken in Losoncz (Lnäeuec, Slowakei), die den ersten Schritt zum Abbau der Löhne tote«,, vor kurzem zum Streik gekommen, trotzdem diese Werke mit vernünsligen und maßvollen Forderungen an die Arbeilerschgft hrrangetreten waren (10% Lohnreduktion). Da keine Einigung erzielt werden konnte, waren letztere gezwungen, anderweitig Beschäftigung zu finden/' wenngleich ihr Verdienst heute um 40°/, hinter de« ersten zurücksteht. Als weiteres Beispiel sei angeführt, daß von den beiden M Jahrm in Brünn erfolgreich tätige« Auftria-Ema.ilwerke « der eine Betrieb (Anstria-Spitalwiese) mfolge der riesigm Verluste des heurigen Jahres vor Monatsfrist st i l lgelegt werden mußte, was die Entlassung von 400'ArbeilkNp zur Folge hatte.! Gegenwärtig setzt wohl rin r e g e r e 5 G e s ch 8 f t M' : "3 auf de» Beginn der Herbstsaison zuröckzusühren ist. Soll, aber die einheimische Emailindustrie weiterhin prosperierr«,. so iss. die vorher beleuchtete Frage der bestehenden Loh n v e r h.sil t-, nisse als brennendste und wichtigstes M b er e.i ch.n e.n,.und wird ohne Lösung derselben nicht.an^eM Ü wirtschaiWe.Gksunduvg MM wyd^könM.

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