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Wiener Morgenzeitung · 1921-08-31 · Heft 932 (31.8.1921) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 932 (31.8.1921)
Date
1921-08-31
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Rr. 932 Wien, Mittwoch Die heutige Nummer ist 2V Seiten stark. K Tagesbericht. Eine Tischa-b'Ab-Feier beim Titus- Bogen in Nom. Die Zionisten von Nom Haber: Heuer den 9. Ab in c'ner bezeichnenden Weise gefeiert. Fiir Sonntag den 14. d. M. waren durch einen Aufruf der zionistischen Ortsgruppen?on Rom die Mitglieder und Freunde zu einer Feier geladen, die auf dem »?®nira beim Titus-Bogen statifand, ander historischen Stätte, die im Relief den Untergärig der jüdischen Selbständigkeit zur Freude des römischen Imperators festgehaltrn hat. An der Feier nahmen nicht nur eine zahlreiche jüdische Gemeinde, sondern auch verschiedene Neugierige teil, darunter christliche Priester. Nicht uninteressant ist das Zirkular, das zur Teilnahme an der Fe.er cinlud. Es erinnert daran, daß der Gedenktag beift all Jerusalems gelte, dem noch immer die alte traditionelle Trauer Israels gelte. „Nach dem Morgenrot von San Nemo, welches den Beginn der Restauration kcnnzeichuete, in der Feierlichkeit des Traucrtrages müssen wir auch das ieste Zutrauen zur Rückkehr nach Jerusalem nun Ausdruck bringen." Das Thema der Ansprache, die U g o A y 5 vor versammeltem Publikum im Angesicht des alttörmschen Titus-Bogens hielt, lautete: „Bonder Belagerung Jerusalems bis zur Rückkehr nach Jerusalem". Mit der Annahme einer zionistischen Tagesordnung fand die eindrucksvolle Kundgebung ihren Abschluß. Juderrkinder und ChrrsteNkiuder. » Nachdem die antisemitischen Parteien Oesterreichs so viele Morrciche Schlachten geaen den Sommeraufenthalt jüdischer Kinder auf dem Lande geschlagen haben, rüstet sich die „Rnchspost , ebnen auch noch dm Aufenthalt in den städtischen Parkanlagen zu verwehren., Man ' höre aber auch, was sich die Klemcn nach der liebevollen Beobachtung des frommen Mattes zuschulden kommen lasten: „Sie zanken, streiten und raufen, vlärren und schreien' unausgesetzt, bewerfen na« 1und Staub und Schotter, beschmutzen die Wanke brs zu den Rückenlehnen hinaus, schleudern die Papierhüllen ihrer Butter- oder Schinkenbröte aus die Wege oder in die lieblichen Teiche, springen und wälzen sich aus den umfriedeten Grasflach en herum, raufen Pflanzen und Blumen aus, brechen Aweige und Aeste von den Bäumen. Und die Mame und die Tante,und die Schwester' verbieten ihnen solchen Unfug nicht, sehen ihnen vergnügt zn und sagen befriedigt: *l£§ iß <j Freid zu sehen, wie die Kinder lkbhaft san in die frei Natur!" Hat man etwa schon erlebt, daß christliche Kinder ähnlichen Amg treiben? Daß sie — man denke nur! ,— raufen und Urnen, Blumen pflücken, Gegenstände beschmutzen und den Wasserspiegel „lieblicher Teiche" zerbrechen? O ia. es kommt vor. Kern verläßlicherer Gewährsmann als die „Reichspoff" selbst rvelß zu berichten: „In ein Lokal der amerikanischen Kinderaussp-tzng im HI. Bezirk brachen vor einiger Zeit 'ein paar halbwüchsige Buben ein. Sie aßen und rafften au sich, was sie nur konnten und vemnreiniaten das Übrige (Kakao. Kondensmilch «nd Brot) in einer Weise, die nicht einmal angedeirtet werden kann ... Als der Herr Pfarrer der Mutter des Rädelsführers deflen Untaten mitteilte. sagte sie entschuldigend: „Mein Gott, da is ja net gar so viel dabei. Es is halt a Bua und der muaß sie — ansleb'n!" Also nicht bloß die kindlichen Missetaten,. sondern auch das tnntterliche Bestreben, die Frevler in Schutz zu nehnrrn. zeigen ernen merkwürdigen gemeinsamen Zug bei Jnd' und Christ! Es Fracht dem Gerechtigkeitssinn der „Reichspost" alle Ehre, daß sie ehren Lesern zu dieser. Erkenntnis verhlfft. Der Verfaffer des betreffenden Artikels scheint jedenfalls überhaupt kein Kinderfreund Zu fern, und es iivch weniger, als mit der Glöckelschen Schulreform, auf di« er wacker losdrischt, mit der Moral jenes Sittenlehrers zu halten, der da verlangte: „Lastet die Kindlem zu mir kommen!" ' ' ' Ä Der Jüdische Rationalfonds ans dem Zionistenkongretz. Die gegenwärtig in Karlsbad tagende Weltkonferenz dez jüdischen Nationalfonds wird sich unter anderem mit dem Plane zu befastcn haben, dem Nctrionalionds die Möglichkeit zu geben, -jn Hinkunft einen gewisien E nfluß ans die Zusammensetzung des Anfiedlcrmatenals auszuüben. Die Schwierigkeiten, die sich häufig daraus ergeben, daß die neuen Ansiedler einander erst in Palästina selbst kennen gelernt haben, sollen künftig baduich behoben werden, daß vor allem sogenannte .landsmannschastliche Kolonien" angelegt werden,, deren Siedler bercils als geschlofscne Gruppen ins Land gekommen sind. Wie wir erfahren, interessiert sich Jabotinskh lebhaft für diesen Plan, auf Grund dessen auch Gruppen ehemaliger jüdischer Legionäre, sicher eines der geeignetsten Elemente für die Kolonisation, seßhaft gemacht werden konnten. Jabotinsky wie auch O b e r st Patterson, der gemeinsam mit ihm zum Kongreß abgereist ist. werden in dieser Angelegenheit mit maß' gebenden Persönlichkeiten des Jüdischen Nationalfonds konferieren- Vonseitcn der österreichische« Sammcistrlle wird Dr. Wolfgang W e i s l an den Beratungen teilnehmen. , Die Neuen Brotpreise. Die Verhandlungen Über . die Brotpreisfrstsetzuug wurden Testern unter dem Vorsitz des Bürgermeisters als Landeshauptmann fortgesetzt. Die Broterzeuger verlangten einen Brotpreis für das Wiener MvrgenzeitunK rayonierte Brot von X 18 40 und für die weißen Wecken von K 38 und begründeten ihre Forderungen damit, daß die Gesamterböhung infolge der Lohn- und Regiesteigerung sich beim rahoniertcn Brot aus K 4.03, btt den weißen Wecken unter Berücksichtigung der Mehlprriserhöhung auf X 4.48 stelle. Die angeördnett. amtliche Uebeiprülung hat ergeben, daß die angegebenen Regicdaten den Tatsachen entsprechen. Nach langwierigen Verhandlungen wurde die Entscheidung in dec Richtung getroffen/ daß für das rationierte Brot eine Preiserhöhung um K 3, somit auf K 15.40 bewilligt und daß der Ausfall durch eine Erhöhung d e s W c i ßgebäckpreises aus K 40 ausgeglichen werde. Die abschließenden Verhandlungen können erst im Saufe des heutigen Tages stattfinden, weil sich noch insoferne eine Differenz zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern ergibt, als die Preiserhöhung beim ravouierten Brot erst am 4. September in Kraft treten kann, während die Gehilfen die Bewilligung ihrer Forderungen schon für die laufende Woche verlangen. Es besieht begründete Aussicht, daß diese Schwierigkeitn durch Verhandlungen zwischen Broterzeuger und Bäckergrhllfen behoben werden. Wieder falschgestewpelLe ungarische Banknyteri/ Die Ausforschungsabteilmig des GendarmeriedctachrmentZ im Ostbahnhof gelangte zur Kenntnis, daß ein Konsortium mehrerer Leute sich mit dem Vertrieb und dem Schmuggel falsch ungarisch gestempelter Kronrunoten nach Ungarn bcsaffe. Am 28. d. M. beobachteten zwei Organe dieses Detachements den 29jährigen Pferdehändler Anton Wojnosits, zu Pandorf sin Burgmland ansässig, und den Njährigen Psirdchändler Johann K u s z 1 r i ch. zu Neudorf im Burgenland ansässig' als sie eben den nach Bruck an der Leitha abgehenden Zug bestiegen. Die beiden Gendarmen benützten den nämlichen Zug nach Bruck und hielien die beiden Pftidchändler dort zur Ausweisleistung an. Bei Wojnosits wurden K 49.269 in falsch ungarisch gestempelten Noten und bei Kusztrich 280 falsch gestempelte Noten gefunden und beschlagnahmt.' Kusztrich hatte überdies einen Betrag von ung. K 150.000 neuer Emission bei sich. Da der Betrag aus dem Erlös' von neun aus' Ungarn nach Oesterreich geschmuggelten Pferden stammt, wurde er auch der FinanzbezirkSdirektion übergeben. Kusztrich behauptet, seine K 280 von feiner Frau gelegentlich seiner Abreise aus Nendorf erhallen zu haben, während Wojnosits angibt, er habe die K 49.260 von einem ihm nicht näher bekannten Manne im Caf6 Dogenhof zu einem Kurse von K 2.30 gekauft. Die Erhebungen werden fortgesetzt. Beide Pferdehändler wurden heute dem Landesgcricht eingrliesert. Die Diener Metze. Der KnndenverkehrIHiährend der Wiener internationalen Meffe wird obligatorisch nur durch die legitimen und befugten Mitglieder des Zentralverbarides der Handelsvertreter und Kommissionäre in Oesterreich (protokollierte und nichtprotokollierte) und de§ Vereines reisender Kaufleute in Oesterreich besorgt, welche mit L e g i t i m ä t tt o n e n (mit Lichtbild) ebenso mit Verbands a b z e i ch e n versehen sind, insoferne die In' ansprnchnahme von Vermittlern erfolgt. Ein- und Vrr'änser wenden sich an diese Zentralstelle Wien (Gremialhandrlsichule, W., Ikchatiusgasse 9), welche Vcrtieter und Reisende rn säNrtlichen Branchen der Welt und in allen Sprachen zur Dispositrort stellt. SRefseauSstellrrng im Thefeus-Tempel. Die Vereinigung donauländitcher Künstler.schließt heute ihre Sommerausstellung im Thesenk-Tempel, im Wiener Volksgarten und eröffnet am 4. September ihre Messe-Kunstausstellung, die insofern eine Neuerung bringen wird, als angekauste Kunstwerke sofort ausgefolgt und durch neue ergänzt werde». Namhafte Lohnerhöhungen in der österreichische« Schuhindustrie. Zwischen dem Verein der österreichischen Schuhfabrikanten und der Gewerkschaft der Schuhmacher Oesterreichs wurde nach längeren Unterhandlungen ein neuerlicher Kollektivvertrag vereinbart, in welchem den Werkstättenarbeilern eine 35- bis SOVoige Erhöhung ihrer bisherigen/ Lohvbezüge, rückwirkend ab 8. August, zugestauden wurde. Auch dm Angestellten wurde eure 40%tße Gehaltsaufbesserung, rückwirkend ab 15. August, bewilligt. Es beträgt nunmehr der Wochrndurchschniislohn eines Werkättenarbeiters K 3000 bis 7C00 und eines Heimarbeiters (in der Galanterieschuhbranche) K 5000 bis 8000. * Für die Dauer des Kongresses (1. bis 10, September) sind die Bureaustnvden des Zionistischen Landeskomitees, 11., Zirkusgaffe 33, von 7s9 bis V-2 Uhr. * Begräbnisse am heutigen Tage. AllerFriedh o i: 9 Uhr 15 Mm. Goth Johann, IO Uhr Fedcrer Gerhardt. — N e u c r F r i e d h o s: 9 Uhr Jsiger Josef. * Würdelose Inden. Man schreibt uns: Vor einiger Zeit fand in M a u e r n« Fest des dortigen Frauenvereins Nächstenliebe statt. Diesem Fraurnvrrem, der in seinem Titel!Li.'.vjsasasassasmpBssaafF, "i smasssssssssss 31. August 192f Seite 11 nicht das Wort „jüdisch" führt, köunen jedoch nur Jüdinnen aNgehören und seine Ausgabe ist, iüdische Arme zu unterstützen. Zu dem Gartenfeste, das nun dieser Verein viranstaltete. lud er auch die Arier von Mauer und seiner Umgebung ein, die auch, da sie ia nicht wußten, daß es sich um eine rein jüdische Sache handle, bet Einladung Folae leisteten. Das Programm brachte Ove,etteusängex und Kabarettisten, welche die ordinärsten Dinge vortruaen und baber auch die üblichen „i 6 d r s ch e n Witze" vom Stavel ließen, siir deren Vortrag ja gut gesorgt war, da ern' Geführter Eifenbachs. Herr A. Springer von „Mar und Moritz", unter den Vortragenden sich befand, der fiir die Ve,-> siolmmig der Juden lein Bestes tae, wozu diese natürlich^ kräftig lacktten und applaudierten. Es sind dies immer dieselben jüdischen K,eüi. die sich sonst des laut gesprochenen Wortes ..Jude' schämrn. denen aber bei solchen Gelegenbetten ihre Scham ans eine uncrkiü'rliche Art verschwunden ist. Was Wunder, wenn daun die Arier, die zu diesem Schauspiel der Seibübesudelung ciirgelidcir worden waren, für diese Leute nichts als Verachtung und Spott übrig haben.! * Gute Ausfichten für Briesmarbensammlee. Tie südamcrikaniscben Nepndliken haben, von jeher mit besonderem Glück ans die Sammelwut von Philatelisten spekuliert und aus der häustaen Ausgab: ucurc Briefmarken reiche Einnahmen ge- -zogen. In diesen Tagen i'ieteit sich ihnen neue Gelegenheiten, auf diesem Wege ihre Einkünfte zu erhöhen. Brasilien, Ilrngnrv und andere südamerikanische Länder stehen im Begriff, die Jahr* hundertfeier als un.rbhängigt Staaten zu begehen, und das können ne nicht vorübergehen lasten, ohne das Ereignis durch dre ent'precheade Jub'läunisbriefmarke zu verherrlichen. Die brasilianisch'' Regicrung hat soeben einen Wettbewerb für Entwürfe solcher Bcimnark n ausaeschrieben. Die Regierung von llruguah läßt in London eine vollständige Serie neuer Brrettnarken Herstellen, deren M ttelmmkt die bekannte Statue des Me,kur in Florenz darstellt. Costa Rica begeht die Jabrhundcrtseicr der Einführung des Kaffees^nnd auck das muß durch neue Briefmarken geleiert werden. Von Sammlerwert sind auch Briesmarkm ans Kamerun, die die fram8n>che Verwaltung mit einem neucn Ueberdruck versehen läßt. Sch'restlich sei noch erwähnt, daß Schweden eine neue Briefmarke von 40 Oere berausgibt, dir König Gustav V. in Uniform zeigt. * Ein neuer jüdischer Verlag in Berlin. Ja Berlin wurde kürzlich ein neuer jüdischer Verlag ..K'lal gegrnntet, an dem das bekannte deutsche Verlagchius U l l st e i n beteiligt ist. Der Verlag beabsichtigt die Herausgabe rirrer groircn Anzahl von Büchern in j n d i s ch e r, Sprache. Zu leinen Mitarbeitern rählen die angesehensten jüdischen Schrif steller. dre er sich bereits verpflichtet hat. — Die Leitung hat der chemalrge ukrainrche Minister L. a z k i - B a r t o l d i> Zrr den literarisch:n Kräften des B-rlaaes gchören die Schriftsteller Bergelson, Doktor Eljaschoff (Baal-MachschoweS), Leszcrynsti u. a. Auch eme v eb r ä is ch e Abteilung ist arplant. In Verbindung domtt K-U Biakik demnächst nach Berlin kommen, um wegen Heraußgobe einer Reihe druckfertigkr ManuskriPIe Verhandlungen zu Pflegen. * Vereittigte hebräische Schulen in Wren. (Selrctariat, Wien,!l.» Große Mohrengasse 16). Emlch eibimgcn fiir daß Schuljahr 1921/1922. Am 1. September 1 I. werden m den nachstehenden Schullokalen bebräiiche Kurse für Erwrchtwe. Jugendliche und Kinder beiderlei Geschlechtes vom 6. Lcbcnswhe aufwärts eröffnet: ») ll.. Große Mohrengaff'' 16, b) llf., Er> bergstraße 15, c) XX., Othmaragsse 46, und Bducrlegaste 36. D.e Ausnahme erfolgt für a> II, Große Mohrmgasie 16, an Woch utagen von 5 bis 6 Uhr nachnlkttags. für d) IU., Erdbergstraße 15. an Wochentagen von 9 b's 11 Uhr vormittags, siir e) und a) XX., Othmargaffe 46, an Wochentagen von 5 bis 7 nichimuags. Es wird criuchl, die Einschreibungen, raschestens vorzunebmen, um Verschleppungen bei Beginn des Unterrichtes zu vermütea- * Der Tabalrhauptverleger als Schleichhittetl r. Ans Purkersdorf wird uns unter dem 29. d. M. bcrichrct: Am 25. d. M. wurde im Purkersdorfer Bahuhow von der Gendameric ein Mann, der eben nach Wien fahren w/ttlte und ein umfangreiches Paket mit sich ssthrtr. angebaUen. A as Paket enthielt dreitausend ägyptische Zigaretten. Der Angkhalt.'nc ist der Magazineur Heinrich Fischer aus Wien. Dre Gcndarmerle forschte danach, von wem Fächer die Zigaretten übernommen rrnd machte dre überraschende Wahrnehmung, dau er sie von dem Purkersdorfer Tabakhauptvrrlegec Leopold W o l! n e r i,er zugleich Präsident des R e i ch s v e r b a n d c s der T a b a k h a u p t v e r l e g e r ist, erhalten ba', um sie nach W i e n ins E a s 4 S r l l e r, zre bringen. Die Gendarmirie stellte' fest, daß dieser Zigareltenschleichhanvel lick seit längerer Zeit zweimal wöchentlich vollzogen hat. Wollncr. Fischer und Hausner wunden den kompetenten Stellen angezeigt. / * Berichtigung. Wie uns mitgejeilt wird,, beruh! dre vor einiger Zeit gebrachte Nachricht über Unregelmäßigkeiten, welche sich ein gewisser Josef Low gegenüber,dem ..Zsidö Szemle zu schulden kommen lassen haben soll, aus einem Irrtum. * Das «rste GvSndungSfsit der „Efra". Im Rahmen eines Gartenfestes im I. Kaffeehaus (Prater) beging der allgemeine iüdische UnterstützungSverem „(Sirct" die, erste Gründnugsierer. Dieser junge humanitäre Verein, welcher seit seinem vlernronatigen Bestehen an 8. 300.000 an Unterstirtzungsb«tragen zur Bertenung zu bringen verrnochte, steht unter Lettunr des bekannten Philanthropen Bankiers .Direktor B e r n b a r d Mäher nh Obmann und der Herren S ch arfst ein (I. Obmannstellverlietei). H el'icz e r (ll. Obmannstellvertreter), M. S di a cfi t e c lSckriitführer) und E. Ch a jez (Kaffwr). — den EröffnunaLredm des Obmanns Bankiers Mayer und Herln Grünbergs, wurde das vom Festleiter Kodier annufii:rc künstlerische Programm absolviert. Die Mitwirkendeil. unter anderen die Damen Sängerin Loris, Grete R.u ß (Simplizissinms) und Tänzerin Gerb a. wurden mit ftbhattcm Beifall bedacht. Das reiche Erträgnis deS gelungenen Festabends hat dm Fonds der ^Elra" um ein Bedeutendes erhöht. N. * Flöte»k»«zert an der Grenze Mährischen Blättern wird das folgende ergötzliche Geschichtchm ans Znaim-aemkkct: Vor kurzem fuhr der neue Znaimer Musikdirektor Weinschenc von hier nach Wien und brachte sich hiebei auch seine b iden Silberflöten mit. Auf dem Zollamt jedoch wollte man ihn. trotzdem aus seinen Reiseauswe-.sen klar hervorging, daß er Berufsmnsiker sei, dazu verhalten, die Musikinstrumente zu verzoll'». Nach langem Verhandeln einigte man sich dahin, daß Mknsik« dircktor Weinschenk zum. Bewei'e deffen, daß er kern Jnstmmenien- I schmugglcr, sondern Berulsmusiker tei, dem versammelten Zollpersonal einige muntere Weii'm Vorspiele. Nach Schluß dieses amtlich „angewrderten" Konzerts durfte Direktor Weinschenk seine Flöten verwahren und sie «nverzollt mitnehmen. TUNGSRAM

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