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Wiener Morgenzeitung · 1921-08-25 · Heft 926 (25.8.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 926 (25.8.1921)
Date
1921-08-25
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Wiener Morgeirzeltrmg Bkve v Men, Donnerstag_‘ Der Volkswirt. Nestempelte Krane -° —.58 Centimes. Anszahtung Wien — —.87 Centimes. 3» Zürich votierte: fie österreichischr Krone . . .—.67 (-.67 am 23 August) \k österr. gestempelte Krone .-.58 (-.60 am 23 Aognst^ »ie tschechische Krone . . . . 7.- ( 6.85 am 28. August ee Nkark » . 6.85 ( 6.75 am 23 August) klyram ....... . . 325 ( 3.25 am 23 August) Bukarest '.. . . 7.10 ( 7.- am 83 August öudavest. . 1.50 ( 1.49 am 23. August) »ParfdjijB ....... am 23 August) Balutenkurfe. Im ge-iugen Verkehr waren fremde Zahlungsmittel n i c- -riger gehalten, trotz des Rückganges der österrüchischen «estempeltcn Krone in Zürich von 0.60 auf 0.58. Starter anleboten waren Dollarnoten bis 1050, dir 60 Punkte bgabrn, wogegrn Markuoten im Einklang mit den höhnen mZwärtigen 2?ot!-rrmgen fester lagen. Nachstehend die offiziellen kchlußkmfe: ÄmsterLam f S.COO - Geld, 83.100.— -7,'ate (gegen 23 'Lngnst 4Ö76- Gelt». 34.175 — Ware), Agram'98-. 602.- 606.-, <10.-3Ö«Ißta5 2391.-. 2411.—(2419 - 2131.—X Aerlm •,242—, 1248,— (12:6.-, 1262—X Ärü'sel 8830.-, 0270.— 8256.—. 8295.-). Budapest 275.50. 978.50 (279.-,?&•--), Hvkarrß 1295—.1305 ~ (1313.60.1322 59). Cbristmnia 14 075.—, .4.12'.— (14 3714.425.—),Kovenhagen 17.925.—, 17.975.— 1» 200.—, 18 250), London 3970.-, 3990.— (4025.—. ,045.—), Maüand »nö Triest 4540.—, §560.— (4565.—, ,586.-), Aem.Vork l058.-. 7072.- (1098 60, 1102.50 Y Karte <355--. 8305.— (8155.—. 8495.—). ’lhoß 1274.—, 1280.— 1284.75. 1290 75), Sofia 870.-, 880.- (855— 886—), Llockholm 22.970.—. 23.030.— (—.—, —.—). Warschau rnd Krakau 41-50. 43.50 140.50, 42 50!. Zürich 17.875.-, 8.025.— (18.575.- 18 825.—), Madrid — 14.260.-, 14.840.-), Dollarnoten 1055.50, 1059.50 (1087.50, 091.50), Bckglsche Noten 8205,—, 8245.—18380.—, 8370.-), stulgarrsche Noten 655.—. 865.— ^850.—, 860.—), Dänische Uottn 17.600—, 17.660.— >17.975.-. 18.025.—), deutsche Raeknoten 1240.—. 1246.— (1254.—, 1260—), englische Noten -950.—, 3970- (4005—, 4025—). französische Noten 8340.-, )S80.— (8440.-, 8480.—), holländische Noten 32.950-, «050.- *35.975.--, 34.075.—), italienische Noten 4630,-, i-'oO.— (4555.—, 457».—), rinabgrstempeüe jugoslawische Noten Ä75—. 2305.— (2104-—. 2124.—). norwegische Noten 13 80).—, :3.850.- (14.325.—, 14 875.—), polnische Marknoten 40.50, 42.50 40.75 49.75), Nnmämlche Noten 129250, 1302.50 (1312.50, 1322.50 Nmfische (Nom.) —.—. —, —.—), Schwedische Noten 22 770.-, 22.830.— (23-170.—, 23,2)0—), Schweizer Noten 17 950.— 18 000 — (18,525. 18.575 , tschechokowokrsche Noten 1278 1278.— (1884 75. 1890.75 . unqariscke (koken neuer Emission 375.50 278.50 (2,8.50 2s1.50, Spanische Üotm — Die staatlichen Industriewerke. Wie jüngst gemeldet wurde, soll der Vertrag, >urch den die Wöllersborser Werke an eine gemischtoirtschaftllche Gesellschaft abgetreten werden, unter- Lichnet worden sein. Damit ist wieder eines der bisher taatlichen Industriewerke tatsächlich entstaatlicht, obvohl der Staat noch immer an der Uebernahmsgesellchast beteiligt bleibt. Zn Ende des Weltkrieges übernahm die Meputlrk Oesterreich aus der Verlassenschvftsmasse der ytx* kümmerten Monarchie außer den Staats bahnen, gerissen staatswirtschaftlichl wichtigen Betrieben, wie die btaatsdrnckerei, fünf größere staatliche Industrie-, perke, und zwar das Arsenal in Men und die Inte rnehmun gen von Wöllvrsdorf, Wörth, Hischamend und Klosterneuburg, überdies roch eine ganze Anzahl kleinerer Werkstätten, die ich ebenfalls hauptsächlich mit der Erzeugung von Kriegsmaterial beschäftigten. Die größeren Werke sind either langst wieder auf die Friedensproduktiori umlestellt. Die fünf größeren staatlichen Industriewerke bechäftigten damals über 10.000 Arbeiter und 800 beamte und erzeugten Werkzeugmaschinen, landwirtschaftliche Maschinen, Werkzeuge und Beschläge aller Art, Holz-, Leder-, und vor allem Mvtallwaren jeder Art und Gattung, ferner noch immer Munition und Sprengstoffe. Es handelt sich also, wie aus diesen?kizaben zu sehen ist, um sehr bedeutende Unternehmungen, >ie in der österreichischen Industrie und tm Export ine hervorragende Stellung hätten einnehmen müssen, vie Frage „Verstaatlichung oder Entstaatlichung" vurde von theoretischer Volkswirtschlaftspvlitik längst in befriedigender Weise dahin beantwortet, daß staatich vor allem jene Unternehmungen werden und 'leiben sollen, an denen die Gesamtheit des Volke- Interesse habe, die für die Allgemeinheit lebenswichtig rjen, wie zum Beispiel Eisenbahnen, ober jene Betriebe, :ic einen gleichmäßigen Betrieb ohne besondere Initiative erfordern, wie zum Beispiel Forstverwaltnngen, »der Betriebe, die Lehrzwecken dienen, wie zum Bet- -piel daS vorzüglich' arbeitende österreichische Vttverbevrdcrungsamt. Dagegen ist der Betrieb von Jndutriewerken durch den Staat gegenwärtig nicht tätlich, ,a durch bas System verwickelter Kompetenzen nicht rur jede initiative Entwicklung einer gegebenen Chance inmöglich wird, sondern auch' durch den bei Staats- «trieben besonders großen „inneren Widerstand" des betriebsapparates, diese staatlichen Werve irrt Aon« .'urrenzkampf mit privaten UnternrhMngen stets unter- 5*821 Vor Beginn der Wiener Messe erscheint unser in Massenauflage und wird allen Besuchern der Messe zugesendet. Mrner.. MorSKUwW •f&r> -urv-»Irvdrch fiRLsty&fbcc&xö* Allen Firmen! die in unseren Messe-Nummern annoncieren geben wir kostenfrei ~$$$ ein Inserat im „Messe-Führer“ eso Daß der Staat nunmehr feine Jndristriewcrke nach und nach wieder abstößt, sie entstaatlicht, erscheint demgemäß wirtschaftspolitisch durchaus gerechtfertigt uud vernünftig. Das ist nunmehr durchgeführt beim Arsenal und den Wöllersdorzer Werken. Die Betriebe in Fischamend und Wörth dürsten demnächst gegebenenfalls entstaatlicht werden. So sehr diese Entstvatlichungsaktion vom volkswirtschaftspolitischen Standpunkt zu billigen ist, so fragwürdig ist die Art, wie diese Entstaatlichung erfolgt. Es wird denn auch' vielfach' behauptet, daß der Staat bei allen diesen Entstaatlichungen schwer geschädigt worden sei. Das klingt recht wahrscheinlich und ist sicher möglich. Es muß auf alt« Fälle gefordert werden, daß der Staat vor Uebervorleilung geschützt werde. Das könnte vielleicht am besten durch eine Kommission, etwa von der Art des Zollbeirates geschehen, die aus einer Anzahl hervorragender und persönlich einwandfreier sönlichkeiten des Wirtschaftslebens unter Vorsitz irgendeines erstrangigen Juristen oder Wirtschaftspo'litikers bestehen könnte und ohne deren Gegenzeichnung ein solcher Vertrag über die Veräußerung von Staatsvermögen ungültig sein mühte. Nur so wird man, so ferne es noch' nicht zu spät ist, ein« Schädigung des Staates bei solchen Verträgen hintanhalten können. Ob' im Falle! der Veräußerung der Wöllersdorfer Werke der Staat wirklich übervorieilt wu de, wird sich angesichts der.widersprechenden Angaben über den Vertragsinhalt erst dann beurteilen lassen, bis der Vertrag zur Gänze veröffentlicht sein wirb'. F.R. Die letzte staatliche Kohlenbervirtschastmrg. Amtlich wird mitgrteilt: In Anbetracht der geänderten Lagt des WelttyhlenniarkttS batte daL BundesmiMmmn für Handel und Gewerbe. Industrie und Bauten am 27. Juni d. I. in einer zu diesem Zwecke einberufcneri Tagung aller Interessenleugruppen die Frage zur Erörterung gebracht, ob und in wieweit die staatliche Bewirtschaftung der Kohle bereits abgeb aut und in welchem Zeitpunttr sie gänzlich aufgehoben werden soll. Bei dieser Tagung wurde der vom BundcSministerium für Handei und Gewerbe, Industrie und Bauten in Aussicht genommenen gänzlichen Aushebung der staatlichen Kohlcu- .bewirischaftung von sämtlichen Komumentenvertretern übereiuuimmend beigepflichtct. Lediglich bezüglich des Zeitpunkts der Aufhebung gingen die Anschauungen auseinander, indem sich die zu haben bei 2££na?ler 62 16-- Lerchenfcldcmdrtel 29 zu erreichen mit Linie SS, 8» IS m Co. I Urtel 29 l Unle 8 25. August 1921 Rr. 926 Vertreter btt Industrie für die rascheste Aufhebung anssprachrn,1 wahrend alle amtlichen und privaten Stellen, de«« die Fürsorge für dru Hausbrand der Bevölkerung obliegt, de« Standpunkts vertraten, daß die Zwangsbewirtschaftima unter allen Umständen während der nächsten Winterperiode noch aufrechtzucrhalten sei.! Auf Gru«d der Ergebnisse dieser Beratung hat sich bo8: Bundesministerium für Handel nud Gewerbe, Industrie und Baute« dahin entschieden, die staatliche Kohlenbewirtschastung! noch über die Winterrnonate beizubehalten und sie mit 1. März 1922 auszuheben. Hierauf werden alle Interessenten bereits im gegenwärtigen. Augenblick aufmerksam gemacht, damit sie innerhalb der sechs Monare dauernden llebergaugSzeit auch im eigenen WirkungS-; (reis alle Vorkehrungen zu treffen in der Lage sind, die erforderlich werden, daß sich der Uebergang zur freien Bewirt-' schaftxngrribungSloS vollziehe. ErhSlMAg des ZoLartfschlages. Der drrmalige Stand des Kroncnkurses läßt eine weitere z Annäherung an die Goldparität für dir Zollzahlung durch Erhöhung,' dcS Aufschlages schon an sich geboten erscheinen. Ei« solche Drr-s fügung ist umso dringender geworden, als für die jüngst Hauptguslchuk beschlssienen einmaligen Remunerationen a« die< BimdcSbahnangestelltrn und die sich daraus rrgrbende gleichet Maßnahme für die übrigen BvndeSangeftellten dir Bedeckung! geschasfrn werden mutz. Die N-girrung .bat sich daher veranlaßt! gesehe«, den Zoll für die Finanzroll- und AtplSartikel »om^ ISOsrchrn auf daS Ibofache «nd für all« andere« Warm vom! lOofachen auf das 120fache der tarifmäßigen Golvzollschnldigkeit'i!ür den Fall der Zollzahlung in Bautuoten mit W rlsiini^eit' vom 26. d. M. zu erhöhen. Em Kataster Ler HavdelsrserLreter^ Kc»mmrs-j fionare und Reisenden in Oesterreich für! die Wiener Messe. Die Zentralstelle der Handelsvertreter, Kommissionäre innv> Neiscndm in Oestcrreich für die Wiener Meffe erläßt folgenden! Aufruf an sämtliche Mitglieder deS ZentralverbandrS der Handelsj Vertreter (protokollierte und nichtprolokollierte) md des Vereinesj reisender Kauflente Oesterreichs, sich sofort im Kataster ») entweder > versönlich bei der Zentralstelle (GremialhandMHllle), Ut„> Uchatiusgaffe 9, «ach Branchen* »nd Sprmchkermtniffrü! geordnet, anzumcld?« oder d) schrifllich au die betreffvrde! Körperschast, wohin augehörig ist, und zwar: Prot»-! koll'rrte Vertreter und Kommissionäre, IV., Schwarzenbergplatz 16, nichtvrotokollierie Handelsagenten, k., Werdertorgaffr 14,! Verein reisender Kauflruie, 1., Swbenring 2. und zwar können! für diesen Kataster nnr solche berücksichtigt werden, welche rr) bi§' 30. Zum 1921 d rs Gewerberecht als Vertreter oder Kommisstonä-e! und bereits den Gewerbeschein besitzen oder b> die Mttgliedskarle> big 30. Juni 1921 vom Verein reifender Kauflente haben. An» : zusühren ist: Name. Adr.'ffe. Alter, Branche- und Sprachkenntniffe^ ») Gewerbescheinnumirur, Datum des Gelverbeschriines, d) »de! M'tgllcdskartennummer res Vereines reisender Kauflente (Datmn s demselben). Für welche Land habe« Sie Interesse? Mcffeumlagr-' gebühr 'inklusive MessevertretrraWelchen und Legitimation) K 150' ist bei der Ausnahme zu erlegen. Eutlaffungen von Bergarbetterrr im KSadnoer! Revier. > Prag, 2t. August. (Tel.-Komp.) Die daS »Wwo NduE' berichtet, hat die Prager Estempdustriegesellschast ans ihre»! Gruben im Bcranu-Kladnoer Gebiet 1800 Arbeiter entlassen.; Auch auf de« benachbarten Gruben wurden einige hundert Berg»! leute gekündigt. _ Kerne Erhöhung d?r Eisenbahntarlse i« der! Tschecho-Glorvakei. Prag 24. August. Der ^Tarifm Destnik* unldet. daß'die. Eisenbahntarife erhobt werden dürften, da die Eiseobahnver»! waltung im heurigen Jahr einen Fehlbetrag von zwei Milliarde»! anfweifi. Die ^Prager Pr<sse" erfährt jedoch, daß an maßgebe!'.- der Stelle von einer Tariferhöhung nichts bekannt sei. AMivandlnng der ifchychischsn Filialen der LänÄerba»^. . Das „Prager Tagblatt" meldet: Die seit vielen Monate»» schwebenden Verhandlungen über die'Umwandlung der tschc'chvslowakischen Filiale« der Ocsberrerchischen Länberbank in Wie« in ein selbständiges Bankinstitut sind nunmehr durch die Er-' teilung der nötigen. Konzessionen zum Abschluß gelangt. Laut Erlaß des MluisterMms des Innern vom 20. August wurd« einem Konsortium, bestehend aus der Oesterve'ichischrn Läuberbank in Men, der Agrarnt Bailka in Prag und der Bang ne de Paris et des Pcys Bas in Paris, die Konzession zur Errichtung einer Aktiengesellschaft unter der Firma „Bank für Handel und Industrie, ehemals Länderbank" mit einem Kapital von 80 Millionen tschechoslowakischen Kwnen zur Uebernahme' der tschecho-slowkischen Filialen der Oesterreichlscheu Länder-' bank w Wien erteilt. D'ie Konstituierung de-r Aktien gesellschafl wird im September erfolgen. Die Grundlage der Bank, an deren Spitze Jules C-.mvon, Vorsitzender der Botschafterlonferenz in Paris, treten soll., werben die tscheche-slowakischen Filialen der Oefterrcichische«^ Länderbank in Prag (gegründet 1895), Reichenberg, Pilsen,. Teplttz, Weipert, Schönlinde, Asch, Gablonz, Graslitz, Joachimstal und Königgrcitz bilden. Das Aktienkapital wird zunächst ans 80 Millionen tschechosslowakischa Kronen festgesetzt werden. Nach Umwandlung der Filialen der Oesterreichischon Länderbank i« er« selbständiges Institut werden noch die Filialen des Wiener Bank-Vereins nard der Anglpbank aufrecht bleiben, zu deren iAelbständigmachung jedoch Ver, fajttbfrWAaL itt UmK 11174426

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