Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 895 (24.7.1921)
- Date
- 1921-07-24
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 895 Wien, Sonntag IRacLrenribalin lEEEernals XVII.,Roaa9nflorfer8tr.2l u.Rosenstelnq.89-99. Straßenbahnlinien 43, H2,G,V,S Sonntag, den 24. Juli, 4 Uhr nachmittags ' iiMMi! MH Meisterschaft von Wien über 1 km für ,Herrenfahrer. Preis von Neuwaldegg über 25 km mit Motorführung für Berufsfahrer. Tandemfahren für Damen und Herren. Trlbiinensttze K 100, K 80, K (Q Seitensitze K 40. Entree K 20. Es ist zu hoffen, daß alle Sportmtecessenten der HakoaH, insbesondere die Fußb.rNanhänger, diesmal dem Ruse bei Schwimmer solacle-sten und dem Meeting beiwohnen. Beginn ur d ZiigSverdindungen siehe Inserat. Sparta - Slavra üomb. gegen 91. A. C. Breda 8:0 (i:0J. Mattes Spiel der Prager, gute Haltung der Holländer. Die Tore für Prag erzielten M a z a l und I a n d a. Radrennen in Hernals. Die Hauptprogrammpunkte des heutigen Renntages sinv die Meisterschaft von Wien über 1000.w li«: Heirenlahrer, ein Pnarfahien für Beiufsfahier, sowie ein gemischtes Tandemfahren (je eine Dame und ein Herr). Die Rennen beginnen um 4 Uhr. Wiener Mannschaften in der Arovinz. Heute tragen mehrere Wiener Mannschaften in der drovinz Wettspiele aus. Der S. C. Wacker tritt in St. Andrä-Wördern an. der Floridsdorftr Ä. C. gastiert in Stockerau, der W. A. C. triit in Wr.-Neusiadt an, die Vienna macht einen Abstecher nach Liesing usw. Dir Wanderlust hat alle Vereine erfaßt, woran nicht zuletzt das über Wien verhängte Spielvcrbot Schuld trägt. Hechawer spielt heute in Mördern in nachstehender Auf' stellung: Blitz; Lauser, Kplisch; Herlinger. Bank, Kopfstein'' I. Weiß, Hirfch, Leser, Jubn, Eckhaus; — Ersatz: Vogelfänger, Wirtschafter. Obstfeld, Flußmann. Die Aufstellung der lh-Mannschast ist: Beer; Bien, Deutsch; 'Spiro Flußmann, Secker; Wirt chafter, P. Weiß, Bock, Wald, Obsifeld; Ersatz:' Vollak, Haber. Roth) Gemeinsame Abfahrt! Reiseführer Herr Kolisch. Gäste, die m'tfahien wollen, mögen sich brr Herrn Sech er wegen Kartenverkauf anmelden. £• BI £ S D BtJRO# MAÄOilNEm* NORBmr föMRUDCH; VERTRIEB BÜRO*1 RNSjOirüIttfr j mwom öcscusowr m s 9 m B Telephon 6!MM8 Postscheckonto 62423 | “ Vien, I., WippUngentraäse Nr. SÄ 12L SPEZIALITÄT: F.rsiklass. Farbbänder. Karbon-u.Wachspapiere Der Volkswirt. Gestempelte Krone « —.80 Centimes, Auszahlung Wien ----- — ,777a Centimes. In Zürich notierte: die österreichische Krone .... —.777* (—.81 am 32. Juli) die österr. gestempelte. Krone . . —.80 (—.80 am 32. Juli) die tschechische Krone . . . . . 7.90 ( 7.85 am 22. Juli) d-e Mark.. . . 7.90 ( 7.97 am 22. Juw Agram.. 865 ( 3 80 am 22 Juli) Bukarest '.$. 8.25 ( 8.25 am 22. Juli) Budavest .. 1.85 ( 1.90 am 22 Juli) Warschau.■. - 83 (-.32 am 22. Juli) Der Holzreichtum Oesterreichs. . Die Affäre der Holz absto ckungsverträge hat )ie Aufmerksamkeit weiter auch nicht unmittelbar interessierter Kreise neuerdings auf den Wuldrerchtum und dje H ol zprodukiivn Oesterreichs gelenkt. Den Holz* Wachleuten und den Wirtschasts- und Handelspolitikern tnt Ausland war es längst bekannt, daß schon geraume Zeit vor dem Kriege die Holzindustrie und der Holzexport einer der wichtigsten Produktions-, beziehungsweise Außenhandelszweige der ehemaligen Monarchie war, daß damals für mehr als 400 Millionen Goldkronen jährlich Holz exportiert wurde, wovon der größte Teil nach Italien ging. Der Holzbedarf Italiens wurde vor dem Kriege auf rund 5,6 Millionen Kubikmeter jährlich geschätzt, .während die italienische Holzproduktion jährlich höchstens 1,5 Millionen Kubikmeter liefern Lohnte. Mehr als Dreiviertel des Restes wurden aus der österreichisch-ungarischen Monarchie nach Italien eingeführt. Dementsprechend sicherte sich Italien auch rin Friedensvertrag von Saint-Germain ein Optionsrecht auf die österreichische Holzpwduktion während einer Dauer von fünf Jahren vom Inkrafttreten des Friedensvertrages an. Denn sein Holzbedars nach dem Kriege Übersteigt den Vorkriegsbedarf noch sehr erheblicheinerseits. infolge der Wieberaufhautätigkeit in den zerstörten Gebieten Oberitäliens, andererseits aus dem Gründe, weil die spärlichen Forste Italiens, während des Krieges sehr stark in Anspruch genommen und ausgeholzt wurden. Die Holzabstockung in Oesterreich lag vor dem Kriege vielfach in den, Händen von Italienern^, welche die Holz-' Produktion in Oesterreich' und die Holzausfuhr nach Italien teilweise in eigener, Regie betrieben. Sie verschwanden nach der Kriegserklärung Italiens und an ihre Stelle traten seit Kriegsende die zu so trauriger Berühmtheit gelangten Holzabstocknngskonsortien, ferner Holzhandelsgeniossenjschasten und sogenannte Holzbanken. Run ist Oesterreich, auch in dem Zustande, in welchem. es der Vertrag von Saint-Germain zurückgelassen hat, noch immer in der Lage, auch weiterhin einen sehr bedeutenden Teil des italienischen Holzbedarfes zu decken. Ein amerikanischer Fachmann schätzt die Produktionsnr öglichkert der Republik ans 4 bis 5 Millionen Kubikmeter jährlich, doch wäre nach. seiWx MlWNg ei» Wiener Morgenzeitung 24. Juli 1921 Seite 9 solcher Ertrag nur denkbar bei vollster Ansnützung aller Erzeugungsmöglichkeiten. Wenn wirklich auch' nur ann/iherud so viel produziert werden jioll> müßten vor'allem die Transportschwierigkeiten behobbn werden —.gerade bei'der Holzgewinmmg ist die. Frage der Produktkönsrnöglichkeit nahezu identisch mit der Frage der- Transportmöglichkeit. Ebenso müßten auch die Arbeiter-, die Steuer- 'und dre Eisenbahntarisfragen 'in befriedigender Weise.gelöst werden, damit dre Holzproduktion die volle Höhe ihrer Leistungsfähigkeit erreicht. Wie weit'man in Oesterreich in Wirklichkeit'von diesem Jdealzustande noch entstrnt ist, zeigt die, Tatsache, daß (nach den Angaben desselben amerikanischen. Sachverstänf)igen> im Jahre 19"i9 hier eine staatliche Stelle 1 Million Festmeter Holz produziert haben wollte, daß' mqn aber tatsächlichnur einen Ertrag von 80.000 Raummeter, also gerade 8 Prozeß der«»in Aussicht genommenen Menge erzielte. Ah« die Erzeugungsmöglichkeit ist tatsächlich ungleich größer. Die österreichischen^Alpenländet haben zufolge den Angaben von Professor Julius Marchet eine bewaldete Fläche von 3,5 Millionen Hektar, was einer Bewaldung von zirka 40 Prozent entspricht.' In Europa sind nur Bosnien, Finnland und Schwedens stärke bewaldet, während Rußland trotz seiner riesigen Waldungen nur mehr 39 Prozent bewaldete Fläche hatte , (vor dem Weltkriege; heute dürfte der Prozentsatz infolge der Kriegszerstörungen wie auch infolge des Brennstoffmangels und ausgedehnter Schlägerungen. unter dem' Bolschewikenregime erheblich geringer sein). Weitaus der größte Teil des in Oesterreich gewonnenen Nutzholzes ist W e i ch h o l z. Auf den Kopf der Bevölkerung entfallen in Oesterreich (nach Marchet) 0,^3 Hektar Wald fläche und 0,82 Festmeter Holz. . -.Aus dem Gesagten ergibt sich) daß die Leistungsmöglichkeiten der österreichischen Holzpwduktion sehr hohe sind. Damit aber diese Möglichkeiten wirklich voll ausgenützt werden, ist einerseits der 'Ausbau des Eisenbahnnetzes und auch der Wasserstraßen, andererseits auch eine entsprechende Tariferstellung erforderlich. Denn gerade Holz ist einer der Rohstoffe, bei 'welchem dre 'Transport- .und Tariffrage für die Konkurrenz und damit auch für dre Erzeugungsfähigkeit von entscheidender Bedeutung sind. Ferwr erscheint e.s ratlich, daß das Holz bereits in möglichst weitgehend verarbeitetem Zustande zur Ausfuhr gelange, also mehr als Fertig- oder Halbfabrikat und weniger als Rohstoff. So sind durch den Holzreichtum Oesterreichs die Voraussetzungen, zum Beispiel für die Papierindustrie, rn .hervorragendem Maße gegeben, ein Umstand, dessen Ausnützung die sich' immer stärker entwickelnde hiesige Papierindustrie ihr Aufblühen verdankt. Und schließlich darf die Regierung die. riesigen Staatsforste nicht einigen weniges nur aus ihren momentanen Vorteil und auf ihre maßlose Bereicherung bedachten Leuten als Ausbeutungsobjekt 'hinwerfen. _^_ F. R. Neuerliche Valutenhaufse im.gestrigen Privatverkehr. Fremde Zahlungsmittel erreichten gestern nene Rekordkurse. Dollar stiegen bis 870 und 880, Pfund bis 3080, .schweizerische Francs-144, deutsche Mark 11.40, «Lei 11.65, Lire 39, polnische Mark 42 50. Auch die W e r 1 p a p r e x. t lagen fest. Gefragt waren besonders Alpine (bis 7600), Staatsbahr» (bis 5500), Südbahn- Prioutäten (bis 8600). Die Versorgung gestaltete sich glatt, ohne jedes Leihgeld. _ Handelsnachrichten aus der Tschecho-Slowakei. Prag, 23. Juli. (Privat.) Unter Mitwirkung der Gesellschaft für Holzverwertung G. m. b. H. in Csacza (Slowakei) und einigen lokalen Fach- und Fmanzintcresienten ist, laut „Ustk. Ozn.", eine neue A.-G. kür Holzindustrie mit dem Sitz in Mä'hrifch - Ostrau in Bildung begriffen. Das neue Unternehmen ist mit einem Kapital von 25 Millwne« Kronen in Aktien zu K 200 Nominale ausgcstattet. DaS in Nagy-Bocfko (Slowakei) bestndliche Unternehmen der „Clotdilde" Erste Ungarische Aktiengesellschaft für ch e m i s ch e Industrie soll nach einer Budapester Meldung der „Tribuna" in eine selbständige Ischechv-slowakische A.-G. m»t 20 Millionen ttchecho-slowaftschen Kronen.umgewandelt werden. Die Obstkonserven-Sektion beim ischecho-slowakischen Jndustriellenverband (Swaz) teilt den „Lid. Nvv." mü, 'daß die Lage der O b st v e rw e r t u n g s - I n d u st r i e nach wie vor sehr ungünstig ist. Die Erzeugung, die in zahlreichen Unternehmungen wegen Absatzmangeis eingestellt werden mußten wurde im heurigen Jahre in vielen Fabriken nicht mehr ausgenommen. Die erst in den letzten Tagen erfolgte Verbilligung des Jndustriezuckers, kann den Zusammenbruch der „kriegsmäßig" eingerichteten Be-' triebe nicht mehr hindern. Die schwierigste Frage besteht im.Absatz der Warenvorräte, nach denen überhaupt keine Nachfrage zutage tritt. Der Export nach Polen ist endgüliig verloren und die Weststaaten nehmen die Ware zuden oeforderten Preisen nicht ab. Man wird diese Vorräte zu jedem Preise rm Inland abstoßen müssen, um Heuer die Produktion aufnehmeu zu können, doch wird die Passivität der Unternehmungen nicht aufzuhalten sein. Die V e r l u st e der einzelnen Betriebe dürften in die Millionen gehen, da noch einige tausend Waggons unverkaufter Marmelade auf Lager liegen. Wie die „Ustk. Ozn." erfährt, beabsichtigt der Verwaltungsrat der I s ch e ch o - s l o 'w a k i s ch e n.G e n o s s e n s ch a f 1 sb a n k in, den nächsten Wochen den Beschluß der Generalversammlung vom Februar durchzuführen und das' Aktienkapital von zwei auf fünf Millionen Kronen zu erhöhen. Der Emmissionskms der neu n Aktien (Nominale tschechische Kronen) wurde mit Kö 230 für alle und mtt KS 250 für neue Aktionäre festgesetzt. — Die Jg. B l a r e i, Fabrik für Bau- und Möbelarbeiten in P o r u b a bei Schönbrunn, Schlesien, G. m. b. H., hat ihr Stammkapital von K6 500.000 auf 1,000,000 erhöht. — Die L a n d w i r t s ch a f t l i ch e r S p e i ch e r, G. P. b. H. in Freudenthal (Schlesien), hat ihr Stammkapital von Kü 53.000 auf 290.000 erhöht. — Die Havle und KohauLek, Fabrik elektrotechnischer Gegenstände usw. in B ö h m i s ch K r u m a u, G. m. b. H., hat ihr Stammlapital von Kö 120.000 auf 400.000 erhöht. Wirtschaftsnachrichte« aus Rumänien. Der neue rumänische Z o l l i a i i? ist seit dem 3. d. M. m Kraft und zwar bat mau bei Delfin Festsetzung im AllgemMu auf die ftrMdMe Prodpluop RuM^r g?- " Börsen-Kommissionigeschäft und ■ Wechselstube MAG ID & Co. I _ Wien. Hohenstaufengasse 11 »»1 nommen. So wurde die Einfuhr einzelner Artikel überhaupt ver- . boten. Waren, die im Inlande nur m unaenügender Menge oder überhaupt nicht herpcstelll werden, behielten die ftüheren Zolltarife, znm Teil wurden dieselben noch reduziert, während ein T^il der Artikel zollirci eingrführt werden varf. Luxusartikel wurden zum Teil mit höherem Zoll belegt, zum Teil deren Einfuhr gänzlich gesplrri.' Die Zollsätze für lebende Tiere wurden dem inneren Bedarf entsprechend geregelt; so zahlt .man zrm Beispiel sür ein Pserd 125 Lei, für einen Ochsen 25 Lei. Dre Einfuhr des im Verkehr besivdlichen Wechselgeldes ist verboten. Die rumänische Geschäftswelt beurleltt * den neuen Zolltarif "sehr ungünstig und bezeichnet ihn als Übermäßig siskai. Man wendet ein, daß die Teuerung in den meisten Avttkeln, vcsondels Konfektionswaren, durch den neuen Zolltarif direkt gefordert wirh. Aus einen Perlmutterknops entfällt ein Zoll von 2 Lei. obzwar die einzige Fabrik in Bukarest der heimischen Nachfrage nicht nackkommen kann. Die feinen Pelzwaren werden so verteuert, daß es sich lohnen wird, nach Pans zu fahren, um derartige Einkäufe zu besorgen. -Auf Grund' eines ministeriellen Beschlusses werden die während der Besetzung von der »Bangue Generale" ausgegebenen gestempelten R o t e n von 100, 20, 5 und 2 Lei nnd die gestempelten - oder ungestempelten Noten zn 1 Ln vom 31- Juli an zurückgezogen und gegm neue Noten zn gleichem Nennwert ersetzt. Vom 1. August an werden diese Noten also nicht mehr als Geldwert betrachtet und sind vom Verkehr im' Königreiche ausgeschlossen,' Nach diesem Datum eingesührte Noten werden l'onfisziert. Oesterreichs Außenhandel. Die kürzlich veröffentlichte Handelsstatistik der Republik Oesterreich für 1920 wird in der soeben erschienenen Folge des HandelSmuseums m einem Aussatz „Oesserreichs Außenhandel im Jahre 1920" von Pr. Harald Braun eingehend besprochen, soweit,es der Mangel an Wertangaben und auf die zwingende geldliche Gründe zurückführende Verringerung der einzelnen statistischen Posten zuläßt. Daraus laßt sich ersehen, daß trotz ' aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten unser Ein-, Aus- und Dmchsubrhgndel eine kräftig aufstreb ende geschäftlich-industrielle Betätigung zeigt. Der Mangel einer Seeküste wird durch lebhafte Beziehungen zu einzelnen Auslandshäfcn, insbesondere zu Hamburg, ersetzt. Die deutschen Reparationszahlungen. Der Frankfurter Korrespondent des „Lokalunzeiger* meldet, das Deutschland der Reparationskommission die Einlösung von sechs weiteren Wechseln zn je 10 Millionen Dollar angeboten habe. In einer gestem im Reichssinanz- Ministerium abgehaltenen Konferenz, an der außer Vertretern der verschiedenen Aemter hervorragende Industrielle und Finanzlmte teijnahmsn, erklärte der Reichsfinanzminister, daß die nötigen Goldwerte zur Begleichung der am 31. August fälligen ersten Milliarde Gold mark zu Reparation szwecken bereits vollständig vorhanden seien. . Die Aluminium gruben in Siebenbürgen wurden vor kurzer Zeit nationaliüert. Zwischen der Kreditbank und den Gruben kam eine Vereinbarung zustande, laut welcher die Marmaroser Bank die Mehrheit der Aktien der Aluminium-Metallgruben und Gewerbe A.-G. übernimmt und dm entfallenden Betrag der Kreditbank in bar bezahlt. Mit Rücksicht darauf, daß der Kurs der Aktien heute bl 30.000 bis 40.000 beträgt, kann die Bank «nt einem bedeutenden Nutzen rechnen und sichert sich zugleich ibren Einfluß auf das Unternehmen. Gleichzeing soll auch etne Erhöhung des Aktienkapitals vorgenommen werden. Maschinenfabriks-Gesellschaft 9t, Heid, Stockerau. Am 18. d. M. fand die 21. ordentliche Generalversammlung statt, welche über die Bilanz des Gelchästsjahres 1930 Beschluß faßte. Nach entsprechenden Amortisationen, Dosierung eines Erneurrungsfonds mit einer halben Million Kronen, und Erhöhung der Steuerreserve um eine Million Kronm ergibt sich ein Reingewinn von K 2,621,284.99, aus welchem ab 1. August d. I. eine l2VsV,ige D i v i d e-n d e mit L 1,260.000 auLbezahlt und der Reservefonds, mit K 750.C00 dotiert wird. ^Drr Konkurs der Kreditgesellschaft für Industrie und Handel. Die Passiven der Kreditgesellschaft für Industrie und Handel, registrierte Genossenschaft mit beschräükter Hmtuug in Wien, VL, Mariahilferstraße 165, betragen nach einer Mitteilung des Direktor dieser Genossenschaft zirka '7 Millionen Kronen. Die Verbindlichkeiten verteilt» sich a«f eine größere Anzahl von Privaten und Geschäftsleuten. Französische Getreideernte. Nach einer Mitteilung des Präsidenten des Getrcidesyndikats, Mr. Proust; steht Frankreich vor einer Getreideernte, die quantitativ wie qualitativ zu den allerbesten gehöre. In Burgund, wo die Ernte bereits begonnen bat, ist daS spezifische Gkwicht per Hettoliter 76/77 hg gegenüber -72/73 kg bei früheren Ernten. Trotzdem die Anpflanzungsfläche etwa 700.000 bis,800.000 Hektar kleiner ist als vor der Kriegszeit, dürste der diesjährige Ernteertrag mit 80 Millionen Meterrentner den Normalertrag der BorknegSzeit ziemlich erreichen. Die letztjährige Ernte ergab 65 Millionen Meterzentner. Italienisches Kapital in der polnische« Erdölindustrie. Unter der Fimra LoerM de.Pttroles Milano Wurde kürzlich emc Gesellschaft mit erneut Kapital von 25 Millionen Lue gegründet, die als zweites italienisches Unternehmen Erdöl- - intereffen. in Polen erworben hat. Sre besitzt einige Grubm in Mrazvicä, Tustanowice und' Boryslaw und Gelände im westlichen Erd öl gebiete. Die Fördrrungstütigkeit auf ihren Grubm ist zum Teil schon ausgenommen. Aufhebung der Ansfuhrgebühre» in Polen. Das Handelsmuseum teilt mit, daß m Polen die AuSfubraebühren aller Art mit Ausnahme der Aussuhrgebübren für Eroöl und Naphthavrodukte mit Wirksamkeit vom 7. Juli 1921 aufgehoben worden sind. Neuer Zolltarif in Jugoslawien. In Jugoflawien ist mit Wirksamkeit vom 16. Juli ein neuer Zolltarif in Kraft getreten, der zum Teil wesentliche Zollerhöhungen enthält. Auskünfte über den neuen Zolltarif sowie über Luxussteuer. Monvpolgebühren und Verzehrungssteuer erteilt das Handelsmuseum in Wien, lX., Berggasse 16 (Zollabteilung, Zimmer 51). Wirtschaftliche Meldungen aus Ungar». Nach dem ^.Pesier Lloyd" tritt das Gesetz, betreffend das ungarische Roteninstitut, am 1. August in Kraft. Am 1. August wird daher das Noteuemiisionsprivilegium der Oesterrelchisch-ungarischen Banl erlösten und von diesem Tage an wird „das ungarische Noteninstitut das alleinige Recht besitzen, umlauffähige Notm zu emittieren. — Wie die „UngarischeRundschau" aus Oed/t:n d»r g berichtet, ist die dortige Holzkohlen-Hande»-- und Expo rt A.-G. infolge ungmistiger Konjunktur w.Zahlungs» schivierigleiten. analen. Die Passiven des Meruehm^nS veziffrr» sich auf 29 Millionen ungarische Kronen. Dio Schäden in Oberschlesien. Aus Berlin wird gemeldet: Nach einer Ausstellungbes Berg- und Hüttenmännischen Veieines über die ourch den letzten Aufstand iv^ObcrMfim tzLWrgerukm» EMdw G d» 7