Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 825 (14.5.1921)
- Date
- 1921-05-14
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile 6 Wien. Samslatz Wieder traten wir nur in kombinierter Ansstellong an. Da? f Verteidigeranlt besorgten We tz und Kavac. in der Deckung war Palmei. im Ancriä .Bicgl-r (i?'g D?e Mutkabi-Lente crnncscu sichals ernstiunetnnende Gegner. Bald nach Beginn errangen die Unsrigen die Führung, dann kainen die Einheimischen stark, aus, so daß sie ausglcichcn konnten. Nach der Pause machten sich das größere Sehvermögen und die Routine der Hakoahnev geltend, w daß sie mit 4 : 2 einen sicheren Sieg erringen konnten. Der zweite Treffer Makkabis entsprang einem ziemlich ungerechtfertigt diktierten Elfmeterstoß. Am Abend vereinigte ein Bankett die Mitglieder der beiden Vereine. In einer Besvrechnng der Vertreter der beiden Vereine wurde die Basis für ein gemeinsames Arbeitsprogramm festgesetzt. Mittwoch nachmittags reistest wir von Krakau ab. von den ehrlichsten Gefühlen des Dankes über die gastfreundliche Aufnahme be'eelt. > Nack ziemlich i.nft! engender Fahrt kamen wir spät.,nachts . in Polnisch-Teichen an. Am folgenden Tage hatten wir ein Wettspiel gegen eine kombinierte Mannschaft der Vereine Deutscher Sportklub und Makkabr zu bestreiten. Wieder war der Boden vom lang anhaltenden Regen aufgeweicht. Mit Rücksicht auf das Sparta-Sviel schonten wir Scheuer, Trümer, Gansl und Slutzki. Als Mittelläufer, war der neu angekommene Grünfeld mit Erfolg tätig. Trotz großer Ucbeelegenheit im Felde siegten wir infolge großer Uebermndnng der Mannschaft nur 2:1. Ueberdies wurden zwei Elfmeteisiöße vergeben. Die beiden Mukkabi-Leute, die in der gegnerischen Mannschaft am rechten Flügel standen, zeigten gutes Können. Der Verein selbst besieht erst seit kuner Zeit, arbeitet aber sehr brav, so daß sich ihm recht gute Aussichten für die Zukunft eröffnen. Während die erste Mannschaft Freitag firüh direkt nach Prag fuhr, unterbrach die Reserve in Olmütz d:e Reise/ wo. am Nachmittag rin Wettspiel gegen die dortige Hatoah stättfand. Die Mannschaft siegte nach pn^lstigem Spiele 5 : l. Die Ausnahme i# Olmiitz war wie immer die denkbar herzlichste. (Schluß folgt.) Ad-uirs komb.—Hasmonea 4:0 (1.0). Admira trat zu diesem Fieundichastsspicl mit Wiescr, Czibak, Führliuger, Ott- und Weigl aus der Ersten an. Die Floridsdorfrr glaubten anfangs das Sviel von der leichten Seite nehmen zu können, so erlebten die Erstklassigen dir unangenehme Uebrrraschung. daß auch eine technisch und taktisch, schwächere Mannschaft bei entsprechender Aufopferung schwer niederzuringen ist. Immerhin war die, Leistung der Hasmonea bester, als man nach der Tordifferenz schließen sollte. Die Erstklassigen führten cm sehr schönes und faires Spiel vor. Bei Hasmonea spreite die ganze Mannschaft mit großer Anfopfernng. Reserven 5:0 für Admira. Schieduchter Kapper! gut. Vienna—Wacker 1 :1. Das Eupspiel Wacker—Vienna, scheint nie zur Eulscheiduna kommen zu können. Auch das vorgestrige Spiel endete unentschieden, so daß das Treffen neuerlich wiederholt werden muß. Schweizer Fußballer in Wie«. Der Svortklnb Neumümter, der m der Schweizer 0-Klasie eine führende Nolle , 'Prell, nimmt an einem Pßingsttrrrmer der Brigittenauer Bewegungsspieler teil. Der Verein „Netz Iionah" hat eine Sportsektion gegründet. Jene Mitglieder, die sich in dieselbe cintragen lasten wollen, mögen sich reim Kameraden Iäckl M. melden. Sonntag um 1 Uhr Ausflug. Zusammenkunft im Vereinslokal. Montag um }/s3 Uhr Wettspiel gegen Moriah. ' ' Hechawer. Fußballsektion:. Heute wichtige Spielerversammlung, und Mannschaftsaufstellung . für die' Spiele am Sonntag in Lrchtenwörth und Montag in Ebcnfurt. ES können nur die anwesenden Spieler ausgestellt werden. Vorher Leitungs^ sitzung. — Gcfelligteitssektion: Sonntag Beginn unseres Bunten Abends um 8 Uhr abends im Caffö Stadttheater, VHI., Älbertgasse 39. Gäste Willkomm^. AkadeMische Sportabteiluna Judäa. Samstag und Sonntag keur Weitsp'.el. Dienstag SpielerversammlnngK Mittwoch Training am Rcnnweger-Platz. Näheres im Wochenprogramm am Dienstag. Alle Spieler werden zum letzten Male ersucht, die ihnen seinerzeit zur, Verfügung gestellten Sachen bis längstens Mittwoch im Sekretariate zurückzuerstatten. Sportklub Bar-Kochba. 7 Uhr Vollversammlung Cafe Frankl. Mannschaftsaufstellung für Sonntag und Montag. Tennis. Sportklub Hakoah. Zu dem Klubkampf gegen Cottage-Eislaufverein, XIX. Hasenaurrstraße 2, haben sich folgende Spieler am Samstag,3 Uhr nachmittags am Sportplatz einzusinden: Damen: Susanne e Rothenberg, Trude Gröger, Irene Weil, Elfe Max. Herren: Bruno Svira, Willi Ehrenreich, Isidor Hammermann, Otto Lsiczicz. Hans Neumann, Heinrich Federer, Adolf Hammermann. Als Schiedsrichter fungieren die Herren Artur Steiner, Fritz Löw, Dr. Ernst . Nastau. Das Turnier wird Sonntag und Montag fortgesetzt. Eintritt frei! * , ..., Häkoah (Hockeysektivn). Folgende Spieler wollen sich heute, Samstag, 5 Uhr nachm, auf dem LehrersPort-Platz Mverlästig einfinden:* Sänger, Kaufmann. Grünfeld, B. Wiener, Weinwstrm. A. Rostig. Rofenseld,! Hi Neumann. Noffig E-, Lehrlcld, F. Sterner, Landy. Blitz, Byk, Fisch, Lipeit, Berger, Wald, Diamant, B. Neumann, Wengraf, Kars, H. Klimt, Weißelberg, F. und H. Wiener, Sterner UI. [BANK- UND WECHSLERGESCHAFT 8. ADYOKÄT & Cä Wien, l„FranzJoselskai 65 (Ecke Scbottenring) S!tm Kulanteste Durchführung sämtl. Bank-u. Börsetransaktionen. Der Volkswirt Gestempelte Kronen--- 1.V3 CeNtimes, Auszahlung Wien --- 1.30 Centimes. In Zürich notierte: die österreichische Krone .... ( 1.30 am 12. Mai) die österr. gestempelte Krone . . . 1.03 . ( 1.04 am 12. Mai) die tschechische Krone . . . . . 8'10 ( am 12. Mai> die Mark.. . 9.50 .9.15 am 12 Mai- Agram.. . . . 4.15 (4.12 Vs aur 12. Mai' Bukarest ......... . 9.75 ( 9.60 am 12: Mai Budavest. ( 2.85 am 12, Mai) Warschau.. . . . . .-.70 (-.73 am 18. Mai) Wiener Morgenzertimg •' 44. Mai 1921' 9tr. 825 Die Südbahn und das Rsgime prouisoire. In der gestrigen Pressekonferenz machte Sektionsches N ü l l e r - M a r t1 n t vom Bundesministerium für Verkehrswesen unter anderem folgende Mitteilungen über «die Südbahnwage: , Es ist ein offensichtliches Interesse aller von der Südbahn berührten Staaten, daß sowohl in der Relation Wien- Triest, wie auch auf der Qst-West-Route der Südbahn eine einheitliche, aufs Gastze gerichtete Verkehrsbedienung statthabe. Nur durch Wahrung der Ein hert der Südbahnstrecken, in kommerzieller und verkehrstechnischer Hinsicht können die Nachteile der territorialen Zerstückelung der Netze einigermaßen ausgewogen werden. Im Artikel 320 des Vertrages von Saint-Germain heißt es: ' - „Um die.Regelmäßigkeit der Betriebsführung auf den Privatbahnnetzen der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie sicherzustellen, die infolge der Bestimmungen des gegen-. . wärtigen Vertrages aitf den Gebieten mehrerer, Staaten ge- > legen sind, wird die administrative und technische Reorganisation der gedachten Bahnnetze für jedes Retz durch-ein Uebereinkommen' geregelt werden, das zwischen der Gesellschaft, die Konzessionärin ist, und. den territorial beteiligten Staaten abzuschließen sein wird. StreikpsinkW, in denen eine Einigung nicht zustandekommt, einschließlich aller Fragen über die Auslegung der Verträge, betreffend" die Einlösung der Linien, werben Schiedsrichtern' unterbreitet werden, die der Rat des Völkerbundes Eestintmen--.wird^ Bezüglich, der österreichischen Südbahn-Gesellschaft wird dieser Schiedsspruch sowohl von dem Verwaltungsrat wie'auch von der Gesellschaft, welche die Priaritätenbesitzer,^ vertrittangemfen werden können." -; . ' ' Durch: diesen Artikel ist die Regelung ttzer Südbahnfrage d^r autonomen Verfügung der einzelnen' T^rritorialstaaten . entrückt worden( v . . '■* 1 _ Nach den 'übereinstimmenden Äbsichtckr alter beteiligten Faktoren werden die Verhandlungen in Bälde ausgenommen werden, ititb da in der Hauptsache) der Erhaltung der Südbahn als einheitliches Unternehmen, die offensichtlichen^ Interessen aller Beteiligten vollkommen parallel gehen,' besteht ' auch die begründete Hoffnungdaß diese Verhandlungen rasch und zielbewußt werden zu Ende geführt werden. ' ' Die gegenwärtige finanzielle Bedräng'nis der Südbahn ist demselben Nebel zuzuschreiben, an dem seit dem Kriege alle Bahnen kranken. Ihre Auslagen sowohl für das Personal sowie auch für das Material sind nygeheuer gestiegen, und dabei sind die Einnahmerr aus dem Verkehr, obwohl alle Voraussetzungen für eine starke Entwicklung desselben vor-' Händen wären, nicht ausreichend, um die ÄusLaben auch nur annähernd zu decken. Die Südbahn war freilich 'auch schon vor denl Kriege .in finanziellen Nöten, die von der. Ueberschuldung des^Uuternehmens herrührten, das bei einem Aktienkapital von' rund 364'' Millionen Franken mit. einer Obligatiönsschuld von über 2 Milliarden Franken belastet war. Diese Ueberschuldung sollte allerdings durch das im Jahre 1913 mit den Prioritären vereiubarte und Ende November 1915. formell .zum, Abschluß gebrachte Sairlerungsübereillkottrmell' weseiitlich gemistdert werden. Allein wenic auch damals das Obligationenkapital um mehr als 660 Millionen Franken herabgesetzt wutde, so ist doch weder an der. Zinsenlast', noch namentlich an der Währung etwc^ geändert worden. Die ganze Schuld der Südbahn lalltet auf ausländische Währung, und zwar zü-97 Prozent auf sranzösische Fran ken. Während sie ihre Einnahmen aufden verschiebenerr Netzen in mehr oder wernger minderwertiger Valuta einhÄt, hat sie HM - Schlllben in französischen Franken zu befahlen. Freilich steht ihr außer den Einnahmen des Unter-, nehwens auch die 'auf Goldfranken lautende sogenannte italienische ANNlli tut zur Verfügung, die nach dem Wortlaut des Baseler. Vertrages' „in keinem FaNe und aus welchen Gründen Immer reduziert werden kann." Mein die italienische RegierrrNg scheint sich auf gewisse Bestimmungen des Staatsvertragesvon Sarnt-Germain stützen zu wollen, um ihre Verpflichtungen aus dem Baseler Vertrag wenigstens teilweise auf den österreichischen Staat - abzuwälzen. Da airzunehmen ist, daß' sich'das die Verfasser des Artikels 320,: unter denen die italienische Regierung sicherlich maßgebend. vertretest " war, . gleichfalls vor Augen gehalten haben,' 'bars man schließen, daß rn der Annuitätenfrage ein tau'gltchesDK'vnvprpMi'ß, das die Aufrechterhaltung des einheitlichen Unternehmens ermöglichest würde, gefunden werden dürfte. Bis hahin handelt es sich aber darum, keinen präj'llbizierlichen Akt zu setzen) der die Südbahn in eine, sehr schwierige Lage bringen könnte. Wir haben daher zu dem Mittel gegriffen, der Südbahn, wenn und soweit es ihre Kassenbestände Erforderten, zur Bedeckung der Mehrkosten aller Personalmaßnahme», die sie auf ihre« österreichischen Linien nach dem Vorbild der Bundesbahnen, burchzuführe,: genötigt war, verzinsliche' und in Annuitäten rückzahlbare Ge ldVorschüsse zu gewähren, die beretts eine Mi lliarde Kronen" überschritten haben. Uehnliche Vorschüsse haben auch die anderen Staaten gegeben. Für das Betriebsdefizit auf den italienischen Linien kommt Italien aus. Auf die Dauer kann aber mit diesem.Hilfsmittel das Auslangen nicht gesunden werden. ' Ueber Einladung der Gesellschaft sind daher anfangs Februar d . I. ln Wett Vertreter der an der Südb ahn territorial beteiligten Staaten und Vertreter der französischen Prioritätsgläubiger mit der Gesellschaft znsammengetreten, 'um eine'provisorische Regelung zu beraten. Das'bei diesen Verhandlungen beschlossene sogenannte Regime provisoire' ist aus einem erweiterten Vorschußsy'stem ausgebaut, und versetzt , die Südbahn nicht nur in die-Lage, ihren Betrieb fortzuführen, sondern, insoweit die Territorialstaaten es für erforderlich Halten, auch die dringendsten Investition«: durchzusührest. Das. Regime Mvisoire.ist M Rückwirkung auf den -1'. Jänner .1921 für eine Maximaldauer! von 2, eventuell 2^ Jahren gedacht und mit einer Re^ organisation des Verwaltungsrates verbuüden, dem fiir den genannten Zeitraum auch' Vertreter der.beteiligten Staates und der Obligationäre angehören werden'. i ' I Diese provisorische Regelung bedeutet natürlich eine starke finanzielle Belastung der Staaten, namentlich Oesterreichs. Watschaftsnachrichte« aus der Tscheche- Slowakei. Prag, 13. Mai. Die Srttion für Holzverarbeitung de- Zentralvrrbandes der tschechischen Industriellen hielt Donnerstag den 12. d. Mi eine Ausschußsitzung ab, in der gegen die Bestimmung' des t s ch e Ki s ch - ö ft e r r e i ch i s ch err Han de l s Vertrages Einspruch erhoben wurde» dev nach der Meinnng'der Sektion ohne Rücksicht auf die Erzeugung, der tschechischen Möbelindustrie ein bestimmtes Kontin» g ent Möbel zur freien/Einfuhr aus Oesterreich zulasse, das einer Monatserzeugung aller Prager Möbelfabriken gleichkomm-. Die. „Lidove Novinh" erfahren, daß in der nächsten Zeit zwilchen I n g o s l a w i e n und R u m ä n i e n ein Abkommen geschloffen werden sollähnlich dem tschecho-slovakisch»^ jugoslawischen Vertrag. j - Die - Kohlenjörderung im Mährisch-Oftraw» K a r w i ner Revier weist im April einen Rückgang um 180.000 Zentner gegen März auf und beträgt 6,893.000 Zentner^ Die Koksproduktion beläuft sich im April auf 1,460.941 Zentner das sind um 32.551 Zentner weniger als im Marz dieses Jahres Die Bilanz der Allgemeinen Depoftten-Bank.' In der am 12. d. M. stüttgehabten Sitzung des Verwaltung--, rates wurde die Bilanz für das Jahr 1920 genehmigt. Der Reingewinn beträgt X 76,502-607-99* und nach Ausscheidung des Ge-, wlnnvortrages vom Jahre 1919 per K l,650.134.84, K 74,852 473.15 gegen X 18,205.363.10 im Vorjahre. Der für den 4. Juni ein-, berufenen Generalversammlung wirb der Antrag gestellt werden, einen Betrag von X 37,500.000 zur Bezahlung einer 12VsV«lgM Dividende, das ist X 50 für die Aktie (gegen 10% daist X 40 für die Aktie im Vorjahre), zu verwenden; aus Anlast des 50jährigen Jubiläums der Bank X 10,000.000 dem Pension-» institut der Angestellten, sowie. X 1.000.000 dem Fonds für hilfsbedürftige Angestellte der Bank tantiemcnsrei zuzuwende«, X 13,214.491.78 dem außerordentlichen Reservefonds, X 7,500-005 der Reserve für. Realitäten zuzuführen und den nach Bestreitung der statutenmäßigen Tantiemm verbleibenden Betrag vogj X 2,402.868.90 auf neue Rechnung vorzutragen. ' Keine Aenderung des Währnngsfystems. Gegenüber den Mitteilungen des Wochenblattes Börse" (siehe „Wiener Morgenzeitung" votn 12. Mäi) wurdt! gestern seitens der Wiener Börsekammer im Börsenfaale nach^ stehendes Dementi affichiert: „Das Wochenblatt „Die Börse^ hat in seiner gestrigen Ausgabe unter dem Titel „A e n.d e^ rung d.es Währnngsfystems" Mrtteilunge« über den angeblichen Inhalt der Verhandlungen und Vev^ einbarnngen mit den Fmanzdelegierten des Völkerbundes gebracht^ die es als „authentische Information* bezeichnet. Diese Mit«! teilungen sind jedoch nicht allein nicht authentisch und rühren .von deiner über jene Verhandlungen zuverlässig iniorm^rte» Seite h?r, sondern sind auch in allen wichtigen Teile»! verfehlt und unrichtig.- Der Lodzer Textilwarenmarkt. Rach dem einige Monate andauernden Geschäftsstlllstand»^ welcher die Lodzer Fabrikanten gezwungen hat, entweder ihre! Fabriken ganz z« schließen oder den Betrieb stark einzuschränkea und dadurch eine große Krise im Lodzer Jndustriebezirk hervorznrüfen drohte, ist in der letzten Zeit eine kleine Beffemng zu konstalieren. Dit G a r n p r e i s e, welche vom Marz bis jetzt um 30% gesunken find, haben in den letzte» Tagen infolge stärkerer Nachfrage nach Textilfabrikaten nrteb« zu steigen begonnen. Es schpint, daß die Vorräte ster M a n u f a k t u r w a r e n h ü n d l e'r, welche sich i» den letzten Monaten angehäuft hatten, ansvrrkaust - find und deshalb neue Käufe getätigt werden müffen. In d« letzten Zeit beginnen auch wieder Kausteute aus der Provinz nach Lodz zu kommen; sie kaufen wohl vorläufig nur kleine Quantitäten, aber auch diese in geringem Maße gehattene Kauflust hat eine Belebung des Lodzer Marktes hervorgebtacht. } Die Proteste der Lodzer Fabrikanten und Kaufleute gegen die Einfuhr von Textilwaren ays dem Auslande haben nunmehr bei den maßgebenden -Regierungskreisen Gehör gefunden. Bei der letzten Sitzung des engeren Ansschnffes des polnischen Haupt» amtes für Ein- und Ausfuhr wurde beschloffen, vom 1. Mai a» ein Einfuhrverbot auf Textilwaren auä dem Ausland zu erlaffen. Ausgenommen sind nur Halb» seidenzeuge für Schnmüberzüge und für Krawatten. Keine Notierung der ungarischen Krone in Paris. Einer Havasmeldung zufolge wird die ungarische Krone aus der Pariser Börse nicht notiert. Die Erklärung des ungarische» Frnanzmimsters Hegedus über die erfolgte Notierung, worauf in Budapest so große Hoffnungen gesetzt rvurden, entpuppt stch nunmehr als Lüge. _________ Die Pank fiir Handel, Gewerbe und Industrie in Agram hat die Erhöhung ihres Aktienkapitals auf 100 Millionen jugoslaw. Krönen beschloffen. Die Bilanz wem einen Reingewinn von 3'5 Millionen Kronen aus. Die Dividende beträgt 24 Millionen jugoslaw. Kronen. Stinnes in Angarn. I« Budapester Jndustriekreife» sind Gerüchte im Umlauf, wonach Hugo S t r n n e s em größeres Jntereffement bei einem ungarischen Unternehmen he» Eljvllndustr^ austrrve. .. *