Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 807 (26.4.1921)
- Date
- 1921-04-26
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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6eü* 6 .. ■— -Wien, Dienstag Wiener Morgenzeituus 26. April 1921 Nr. 807 Die Ernährung. Der Marktbericht. - Beeinträchtigt durch Las schlechte Wetter wer gestern 'der Verkehr noch schwächer als sonst an Montagen. In -der Großmarkthalle waren die auswärtigen Zufuhren besonders stark. Aus Jugoslawien längten 15 Waggons Fleisch -md Fett ein. Dieses Angebot hat vorläufig keinen nennens- < werten Druck aus die Preise ausgeübt; nur die minderen Rindfleischforten sind um 15-bis 20 Kronen £eir Kilogramm un Preise gefallen. Die Kleinhandelspreise blieben vollkommen unverändert. Die G. rünwarenm är kte hatten gestern fast überhaupt keinen Besuch von Käufern auszuweisen. Mazzothzrrbutze für bre_ bei der Abteilung Wim des American Joint Distribution. Lomaüttos iw Bezüge der iortlaulendrn Unterstützung stehenden .. Personen. . An die bn der Abteilung Wien des American Joint Distribution Committee im Bezüge der fortlaufenden Unterstützung stehenden Personen gelangt Mittwoch am 27. d. M. gegen Abtrennung des Abschnittes XXI des Mmsnnttelbezugsblocks ' eine Mazzorhzubuße zur unentgeltlichen Ausgabt. ' Ausmaß: V* kg per Kopf, jedoch höchstens S kg für eine Familie. Die Ausgabe. findet statt: An Ernzripersonm sowie an Familien mit drei und fünf Köpfen in unserer Lebrnsrnittrheklion, ul., Esteplatz 3. an alle übrigen Familien in d e r A b g a b est e l l e, H., Odeongasselö, und zwar: an jene Personen^ deren Lebensmittelbezugsblock mit der Bezeichnung: ' dlo versehen ist, in der Zeit zwischen 8 und 10 Uhr vormittags; Di zwischen 10 und 12 Uhr vormittags; Mi zwischen 12 und Y22 Ubr nachmittags; Do zwischen JA3 und y25 Uhr nachmittags; zwilchen y.5 und 6 Uhr nachmittags. Terizubuß«. Seitens der Mazzvthversorgungsstelle wird bekanntgegeben, daß jene Parteien, welche die FettzNbuße noch Incht behoben haben, diejelbe morgen, Mittwoch, in der Zeit von' 9. bis 12 Uhr und von 2 bis 6 Uhr beheben könnsi. Der Mazzothbezugschein ist mttzubringerr. Bühne und Kunst. Aus den Theater«. . . Iw B u r g t h e a t e r gelangt morgen, Mittwoch, muemstudiert und in Szene gesetzt „Der Kaufmann von P < ri e d r g zur Aufführnng. Anfang 7 Uhr. _ In der^ Staatsvper gebt morgen. Mit-woch, .AI da in Vzene. Amnerrs —'Fräulein Karin BranzeÜ von der Staatsoper in Berlin als Gast. Amonasro — Herr Kammersänger Fritz Plaschke dom Landestheater in Dresden.als Gast. Anfang J/27 Uhr. — Infolge Indisposition des Herrn ^mmersängers Schmedes muß die heutige BorsteÜMg »P a l e st r i n am in der Staatsover abgesetzt werden und es stklangt „Cosi fan. tatt e“, mit den Damen Kiurincr, Mihacek und Schumann und den Hcrren Maikl, Wiedemarnr und Manowarda, zur Aufführung. Dirigent Dr. Richard Strauß. Anfang V-7 Uhr. Äm D eutschen Volks theatev wird Paul ffranks Lustspiel .D i e n a ck t e W a h r h e i t" Samstag den - um 7 Uhr, Sonntag beul. Mai Romain Rolländs Schauspiel i e Z e i t w i r d. kommen" gleichfalls um 7 Uhr wiederholt. Für die letztgenannte Vorstellung findet kern Kartenverkauf statt. Zn der Freien Jüdischen BoliksbÜb ne wird heute »Der Gott der Rache", mit Egon § r r ch e r als Jankel Schapschowicz, zum 2b. M a l e gegeben. Anfang V-8 Uhr. — Die nächste Erstaufführung der Freien jüdischen Volksbühne rst Pcrez H i r s ch b e i « 8 ,D e r T k sä s K a f" (Der Handschlag). Drama in fünf Akten und Prolog. Dre Rolle des Henoch gibt B e n Z w i vom russischen ttcheater in Petersburg als Gast. Spielleitung Egon Brecher. Der Kartenvorverkauf zu dieser am 28. d. M. siattfindenden Vorstellung hat bereits begonnen. ,. Sko«zert ZuttvSz Wolfsohn. FuliuSz WoMohn, der allseitigbeliebte Künstler, gibt heute im M i t r l e r e n K o n z e r t-- $ § s f a a l emen Klavierabend, dessen Programm ausschließlich Werke von Chopin enthält, und zwar: Nocturne C-moil. Preludes As-dur, Cis-moll, D-moIL Phantasie F'-moll. Etüden A-mall, op. 25. Nr. 11 F-moII, op. 25. Nr. 2 Sonate H-moll. Walzer As-dur, Cia-moII. Berceuse. Mazurkas Cis-molL- Des-dur, A-moll. Polonaise Fis-moU. Wenige restliche Karten all der Ä o n z e r t h a u s k a t f e und bei K e h l e n d o r f e r. Arrangement: Konzertdnelnou Georg Kugel. ' Shakespeare-Feier in London. Die Geburtstagsfeier Shakespeares wurde verflossenen Samstag in London fei.er- ' lich begangen. Neben Shakespeare-Aufführungen tu' den großen Theatern fanden Umzüge der Arbeiter und Studenten statt Man sah in diesen festlichen Aufzügen' die Gestalten Shakespeares in ihren historischen Kostümen. In der Southwark-Kathedrale wurde ein Gottesdienst veranstaltetbei welchem Tondichtungen zu Shakespeares ' Werken gespielt wurden. Die Wiener Philharmoniker begeben sich nach Schluß der Saison unter Führung Weingartners nach Bukarest, Sofia -nb Konstantin'" tt. A.vischendnrch wird cine Reihe der größeren Stadt-? auf dem Balkan besucht werden und dort - - roße Orchett?rlon,;erte bera-i'laltel. Das- -,ttogram»r wird vornehmlich aus den Werken Bachs/ - Beethovens und Brahma' - ririhen. Symphoniriottzert. Zugunsten -des Jüdischen Schutvereius sinoel Lamsiag nen 7. Mai 'um halb V Uhr abends tau Großen Konzertyausfaal ein Shinphonietonzect statt.' Zur Aufführung gelangen Werte von Professor S. Braslawjky unter nLrsö,iii.cher Teilung. Ai-sführeride: Obcrkcuitor Gcrson. M«rgulies, der Wiener jüdische Gejangsvereur, das Ortt. ' des Sportklubs Hakoah und Prosefför Louis D.'rte.' Sonvtenabend. Der Dienstag den 3. Mai um 7 Uhr abends im mittleren Konzerthaussaal stattfindende Sonaten» abend der Frau Professor Albertine Steudner«Welsing, der nebst Grieg und Richard Strauß eine Suite von Professor Max Springer ' (Uraufführung aus dem Mannskript) bringt, findet unter Mitwirkung des- Professors Friedrich Buxbaum statt. -, Gerichtssaal. Die Diebe in der Kiste. Ein frecher Embruchsdiebsiahl, bei dem dir Täter von eincr Kiste aus die Türfüllung der Wohnung auSschuitten, beschäftigte beule nachmittags daS Schöffengericht unter dem Vorsitz« des Hofratrs Dt. S ch a u p p. Am 30. Dezember v. I. wurde die in der Langegaffe ist der Josefstadt gelegene Wohnung der Privaten Fra« H a l a m a erbrochen und daraus Effekten und Pretiosen im Wirte von 282.000 gestohlen. Die Erhebungen ergaben, daß die Gauner, um ihre« Zweck zu erreichen, eine große Kiste an den Ort des Einbruchs geschasst hatten. Die Kiste, .in der sich zwei der Täter verborgen hatten, wurde vor die Wohnuugstür der Frau Halama gestellt und der Hausbesorgerin gesagt, daß die nicht anwesende. Frau Halama den Auftrag gegeben habe, verschiedene Sachen aus ihrer Wohnung in dl« mitgebrachle Kiste einzupacken und wegzuschaffen. Der Trick gelang vollkommen und von der Kiste aus operierten nun die Einbrecher. Sie schnitten die Türsültung auS, gelangten in die Wohnung und raubten sie aus. Gestern sachmittägs batten' sich die findigen Diebe. eS waren dies der Mechanikergehilfe Rudolf Wurz, der Mafchmenarbeiter Leopold F leis ch e r, die Frstenrin Margit G r 8 beding e r, der HandelsangestellteKarl E ß wegen Verbrechens des D!kbsiahls zu verantworten. Mit ihnen angeklagt wegen Diebstahlstettnehmung.war der Gemischlwarcnhändlec Max Sparer. Aus dem Verhör ging hervor, daß die Hausbesorgerstochter Gröbedinger mit Eß vnd Wurz, den Diebstahlsplan besprochen halte UUd daß Wischer es war, der angeregt haste, sich'-dir Kiste zu bedienen, um am hellen Tage und ungestört best Einbruch ausfühten zu können. Svarer' war beschuldigt, einen Teil der gestohlenen Sachen in Kenntnis ihrer diebischen Herkunft rrs worden/m baden. Der Gerichtshof verurteilte W N r z uüd Fleischer zu je a ch t z e b n M o n a t e n, Margit. Grö beding er zu c in.cmIahre und Karl E ß zu s e.ch s Monaten s ch w e r e n K e r k e r s. Mar Spare r. wurde wegen bedenklichen Ankaufes zn K 1000 Geldstrafe verurteilt. - Sport. Zü-isches Sportfest. Der Sportklub Husmonoa veranstaltet, wie. bereits' berichtet, am 29. und 30. April auf dein Straßenbahner- (Dona usta!dt-)Platz, Cngerthstratze, Linie „33", und ein jüdisches Sportfest, besten Konkurrenzen der. gesamten jüdischen Fugend Wiens und den auswärtigen jüdischen Turn- und Spo-rtvereinen offenstehen. Bei dieser Gelegenheit kann man mir Genugtnuji-g feststellen, daß die Arbeit des jungen jüdischen Sportklubs HaSmoNsa für die körperliche Ertüchtigung' der jüdischen' Jugend zietbewußt utvd erfolgreich fortgesetzt wird, trotz der schweren finanziellen Lage, in der er sich befindet. Ilm die Bestrebungen dieses Vereines zu fordern, haben Hakoah, Hechawer, Judäa und Veritas auf jeden finanziellen. Anteil an der .Veranstaltung verzichtet. Hasmonea hat für den Sieger einen schönen Pokal und außerdem noch einen Trostpreis gespelidet. Sitte wahre Heerschau über den jüdischen Sport wiri» am 28. und,, 30. April möglich riet«, da an Leiden Tagen Hakoah, . Hechawer,". Judaa und Hasrnonea-Veritas kombiniert antreten. Die'' Auslosung ergab folgende Paarungen: Am 29. April um 12 Uhr: Hechawer-—Hasmonea- Veritas kvmb.; um halb 2 ttlhr: Hakoah bomb.—Judam Am 30. April um 12 Uhr: Unterlegend i gegen Unterlegene; nun halb 2 Ihr: Sieger gegen Neger. Neben der Futzballkonkuvrenz findet Samstag den. 30. April um 10 Uhr früh ein lei<HtakhMschSs Mdeting statt Insgesamt wurden bisher -80 -Nennungen abtzegebett. ' Am stärksten ist Hakoah vertreten/ Nennungen und Nenngeld können noch, heute «£n Smänuel .. Fisous». L. Bezirk,. AbbSstraße 3, Tür 26, emges endet werden." (Nennmtgs'grld für alle Konkurrenzen per Person'10c Kronrin)'ES'find-folgende. Konkurrenzen ausgeschrieben:. 100 Meter, 400 Meter» 4 mal 100 Meter; offen für Jünglinge bis zutn-17^ Lebensjahr. 00 Meter, 100 2ßefcer> 4 mal 60 Meter, offen für Dstmen. — 100, 200,- 400, 600, 1000 Meter, 4 mal 100- Mrier- 100 plus 200 plus 300 plus 400 Meter, offen für ctlle.. Sämtliche Konkurrenzen zählen zu einem Vereinskampf,: der siegende- 'Verein erhält' einen Pokal. 'In Anbetracht der Interessanten- Kämpfet der sorgfältigen Vorbereitung der. VetattstlstljMb'' nud des großen Interesses,--d-LS .diesem . ifsstö' allsettS. -Äit-tt getzengebracht wird,- ist eist schöner - Verlauf undguter -Besuch deS Festes zu erwarten.' Oesterreich—Srhweiz. Der Varbaiidskapitän hat. für den am nächsten -Sonntag in St. Gallen stattsrndtzndctl Ländecwctikampf gegen die Schweiz riast unverändert die : Sonntag erfolgreich^ Mannschaft aufg-est-cllt. Es rvntde nur... der Viennr-Verteidigcr - Blum an Stelle Beers eingestellt. Bauer (Napid) macht die Reise als Ersatzmann mit. Die sotintägljgen Radrennen. Die Radrennen vom Sonntag zeitigten bei. gutcrn Sport die erwarteten Ergebnisse. Bader koNnte die Armbinde, gegen den Chemnitzer Jäenicke erfolgreich veririd-igen. Das Hauptfahren gewann Schräge, das' Taubemfahren Schrage-Rudel. Das Dauerfahrcn -hinter S.l'r'tttiltnch-'rn sah. Krninnlcr vor F. Kalctta Der Besuch war trotz des Fußball-Ländecwettkampfes ausgezeichnet. ' , Hasmonea—JodlerSdorst. Das Wettspiel gelangte infolge schlechter Bodenverhältnisse nicht zur Austragung. Hasknchreä sucht Gegner - flic den ' 29. nud 30. d. M.' früh sitr eine' kvMbiuurtH (erste Md zweite) und für eine dritte Akauuschaft. Zufchriften an Emanuel FtscuZ, Wien, 2. Bezirk, straße d, Tür 28. Akademische Sportobteilung Judäa. Wochen« Programm: Donnerstag Spielelversammluna im Heim. Aufstellung der Mannsckiafteri für Freitag und Samstag. .Fußball» scktion: Training Mittwoch ab V,3 Uhr am Admira-Play m Floridsdorf. Ab V,8 Uhr allgemeines Training, ab 4 Uhr nur I. und ll. Mannschaft. Lkichtathletilsekt'on: Trainmg Mittwoch, am Admira-Platz in Floridsdorf. Anmeldungen beim Kbllegm Fisch. Turnseklion : Das Turnen findet Montag und Mittwoch ab. i/?8 Uhr abends int Turnsaale des Elisabeth-Gymnasiums, iV., Wirdnrr Hauptstraße, statt. Anmeldungen beim Kollegen Flesch. . Der Volkswirt. Eine Krone «- 1.51 Centimes Geld. In Zürich notierte : die österreichische Krone ... . 1.51 ( k.50 . am 23. April) die österr. gestempelte Krone . . -.98 (—.98 am 23 April) die tschechische Krone .... . 7.85 ( 7.80 am 23 April) die Mark. . 8-75 ( 8.65 am 23. April) Agram . ... . 4.05 ( 4.05 am 23 April) Bukarest ......... ( 890. am 23 April) Budapest .. ( 2.17*/» am 23. April) Warschau . . . . . . . . -.71 (-.69 am 23. April) Keine Notenabstempelung, aber MögLichkeit eines NoLenmntünsches- : Von fachmännischer Seite wird uns mitgei'Silt, b-aß es, Entgegen den imnier wieder austauchenden Gerüchten, zu keiner Notenabstempelung kommen dürfte. Andererseits liege die Möglichkeit eines Aus tau schess ' der int Umlauf befindlichen Noten, vor, der infolge der Bestimmungen des Friedensverttages früher oder' später vorgenommen werden müsse. Es wird sich dvbei um 'eine sehr wichtige, in bas allgemeine Leben tiefein schneidende Maßregel handeln,tt deren Durchsührungsart man sich hoffentlich sehr genau überlegen wird. Selvstverstündlich ist, daß man in einer.' derartigen Angelegenheit nicht ohne die Volksvertretung - Vorgehen kann.. Ein' Austausch unserer Noten gegen ‘ solche einer neuen.Währung hätte nur dann gün- ftige Wirkung, wenn es tatsächlich^gelänge, eine stabt-'''' Iifiert« Wirkung zu schaffen, und gleichzeitig dafür ' zu. sorgen, daß die Notemnenge, die auf dem flachen > Lande thesauriertrist und die man auf 7 bis 8 Mil*Li liarden und sogar noch mehr schätzt, durch das plöhliche Einströmen iu die Zirkulation die beabsichtigte / Wirkung nicht in das Gegenteil nmwnndelt. ' j Die KonzessLorrerr rn'RutzlÄüd." -- Das Organ der ökonomischen Einrichtungeu bet Sowjetregiorung „Etoilomitscheskaja Schj-st" bringt nr.-Mne'K.-j Rümmer vom 10. d. M.- einen für.EstlDpa interMutilen:-' Artikel über die K vH ^e'ssi.o n.c rr. ■ "ri^trin :,:bi:Ä.:; Formen besprochen, iir ^Dhen es Sowjetruhland 'äitsländifchen Kapitalisten gestatten kann, den durch sie gehobenen Ertrag ihrer Unternehmungen a u s z u s ü h r c u. Der Grundgedanke des. ÄrtikAHs ist folgender: Ausländische .^cktzikalisten, die ihr Kapital in Rußland aulegen, riskieren smehr, als wenu sie dies in anderen Ländern täten, erden sie ciruc hohe Verzinsung und rasche Amvcti-" fierüNg der angelcgte'/t Kapitalien 'zu erreichen suchen. Und da sich, zum Beispiel im Bereich der Tralisportauslageu, ein. guter und zuverlässiger Ertrag in der Regel nur in Ui*n\eüc <■ Frist ergibt und ihre Amortisation nicht einfach ist, wenden : sich die ausländischen. Kapitalisten vor allem der Ausbeute - der vorhandenen Reichtümer znwenden: det Wälde: und ' Bergwerke. Es entsteht nun die Frage: In welcher natürlichen , Farm werden die Ausländer den -Ertrag ans Rußland anSsühven müssen? IN der Regel hat Man das Bestreben, ein Produkt erst Nach der größtmöglichen Bearbeitung.' nicht aber im. Instand eines Rohstoffes auszufuhren, damit der ganze Arbeitsverdienst im Lande bleibe. In Rußland verhält fid^ dis Sache anders. Es hat kein Interesse daran, drrsjisertige Arbeitspr-obukt ins Ausland zu exportieren, sott- ' dern^'im.Gegenteil daran, daß der Ertrag und die Amvrii- > satiosisquote das LanL in der Form von Rohstoffen Verlässen,, da-.diese biZ heute den baren ' Reichtum Rußlands . bildsn. > Aus, diesem Grunde wäre es beispielsweise Nicht-wünschens?» wert)-das Donbas.sin den Ausländern zu überlassen, dis ihren Ertrag an Steinkohle über die HäfcN dos Schwärzen Meeres exportieren wuriden. Rußland hat niemals Kochte, aus ge fuhrt un!d darf es auch in Zukunft nicht -tun,' wofern es ferne Wirtschaft wieder aufrichten will, Abgesehen davon kann die russische Kohle auf dem Weltmarkt Nicht konkur-riere'u in Anbetracht der großen Transportkosten. Mri Rücksicht aus diese Verhältnisse rechnet - der Verfasser des Artikels damit, daß die Konzessionen nicht einzelnen isobierten Kgp italisteugruppeu, sondern, einer, oder zwei sehr kapitctlskräftigen Gruppen erteilt werden, die den gesamten Ertrag und die Amortisation in'den für Rltßlantd.. anu-ehmkarstcii Formen exportieren würden und zugleich imstande.wären, auf dem Weltmärkte zu kolrkurricren. Zum Export kommen in Betracht: Holq. Möbel und Spielwaren, Naphtha, Platin und Gold, Mun» g a n i r 3, F I n ch s und H aä» f.. .Weitsrs weist der Autor des Artikels darauf hin, daß', äbensö wi-e die Juteressen dev Ausländer in der raschesten Nealisierung des Ertrages liegen, die Interessen Nußtandq LsLslsn^ssZs rtfr- SCleider : BiBfiRLSTOFFS, imwte onsinelimister; KAMM & ,, ,,: In wmM MM IM Uelnar Mn m Wim s II. m MM io v» M. WijMW