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Wiener Morgenzeitung · 1921-04-22 · Heft 803 (22.4.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 803 (22.4.1921)
Date
1921-04-22
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Eleve 6 Me», . Freitag «erden dadurch i» die vntzweiselste Lage gebracht. Die Land-! grenze von Mexiko «ach den Vereinigten Staaten wird strengstens l überwacht. Zahlreiche Personen sind in den» amerckanischen Grinzstaat Texas interniert worden und haben nun schwere Bestrafung und Rücksendung zu erwarten. Andere sind nach Mexiko zurück^ «sandt worden und besinden sich dort in der schlimmsten Lage. . Durch ihre Unbesonnenheit' haben sie sich, außerdem die Möglichkeit, nach Amerika zu komnceu, Uir immer verscherzt. Es ist selbstverständlich, das; keine jüdische Organisation' eiste ungesetzliche Einwanderung dieser oder anderer Art unterstützt. Die Emigranten müssen aber eindringlichst gewarnt werden, dm Lockungen gewissenloser Aaenten zn folgen, die es nur darauf abgesehen, haben, aus der Unw'.ssenbeit, dir begreiflichen Ungeduld und dem Elend der unglücklichen Emigranten Kapital zü schlagest und sich nicht darum-'kümmern, was schließlich ans besten wirb, die sich in lekchtsknmgrr Weise ihnen anvirtraut haben. Es muß inimer wieder darauf lsingewicken werden, daß jeder Versuch, in illegaler Weise mit Nicht ordnungsmäßigen Vössen und Papieren ■im B'ereiniaten Staaten zn erreichen, die Emigranten nnr in dauerndes Elend führen muß. "• Ein Millionenbetrug. Bei einer im I. Bezirke etablierten Banksirma war der Beamte Josef H r i s i g in der Devisenabteilung anaesicllt. Entgegen der Tür Beamte von Bankhäusern bestehenden Vorschrift bat sich H eisig in Valutenspekulationen eingelaffm und als man ihm darauf kam. wurde er am H. d. M. kurzerhand enilasicn. Vor seinem Scheiden aus dem Bankbause hat er sich ein Schecksormular heimlich cmgeeiguct und es an; den Betrag von 5i0.00t> jugoslawischen ' Krönest gefälscht. Mit dem Formulare reiste er nach Agram und behob am IS. b. M. au; Grund des gefälschten Schecks bei der Nyrodna Banka bte volle Summe, die er anstandslos (unbezahlt erhielt. Der Betrug kam bald auf und di: Wicurr Polnewircktion bot gas telegraphischem Wege die Anhaltung Heisias, der unter dem Namen Aukö Mavra im 'Hotel Jäcrerbonr 'm Ägranckweüt, angeordncti K8ao.OrO n; österreichischer Wübrung, .die Herstg einem Verwandten in Wien überweisen wollte, wurden sicher-gestellt. * Jüdisches Museum. II., Malzgasse 16. Der Pßeachseiertage wegen bleiben die Sammlungen des Museums'am 23., [ 24. tmb SO. d. Ai, für den. Besuch geschlossen. Nächster BesichtigungStag Sonntag den 1. Mai. - * Aeichsverbartd der Trafikantenoereine OesterretchL Sonntag den 24. d. M. um 4 Uhr nachmittags findet in der Volkshalle des neuen Wiener Rathauses die ordentliche Generalversammlung statt. v * Gesiecht, Fräulein Lola (Leize) Stein wird von ihrem in Rew-Aork wohnhaften Bruder gesucht. Die Genannte 'ist im Jahre 1918 aus Polen abaereist und soll sich zuletzt in Wiest ausgeh alter haben. Miälbge Naä,richten erbeten an das' kersonal Lersties Oepartmenl deS ^mericLN loint Distribution Oowwittee, Wien, IX., Berggaffe 7. * Urania. Heute, Freitag, 5 Uhr (Großer Saal-: Urania- Filme. — 7 Uhr (Großer Saal), Wanderbühne: „Der eingebildete Kranke". „Der Nachtwächter".— 5 Uhr (Kleiner. Laal) R'egierungsrat Ingenieur Josef Löwh: Drehstromtränsformator und' Drehstrommotor. — *£8 Uhr (Kleiner Saal) Dr. E. Hltschma»n: Ueber Psychoanalyse. H. — '£6 Uhr (Kurslaal) Ingenieur Willibald Chilis: Die Feuervolizei. —?/2fe Uhr (Kmssaal) Karl. M. Herold: Wille und Gesetz, IV. — '£6' Uhr sKlubsaal) Dr. Josef Znth: Jnstrumentalkurs für Gitarre und neuzeirllche Laute (für Anfänger). XI. — '£8 Uhr (Klubsaal) -Dr. Josef Zuth r Müfiktheoretische Anleitung kür Gitarre und Lautensrieler,. IV. — 7.8 Uhr (Großer Saal), Arbeiterheim, X.: Vom Strudengau durch die Wachau. Petzach in der ^Einheit". Der Verein „ Einheit VWien^ II^ .Matzgaffe, schreibt uns: Unsere Peßach-Äktion wird sich erstrecken: Aus die allgemeine Ausweisung, aut die Verköstigung, in der Mcttrlsiandsküche, und. auf jene armen Kranken in allen Spitalern, die auf r'tuelle Kost reflektieren. Ueberbies werden die 800 rfraelittfchen Insassen des Lainzer Bcr;orgungsha«frs und Pfleglingevom Stnnhof während der ganzen Peßachfeiertage verköstigt. Diese Mion legt.uns sehr große Opfer aus,, darum-bitten wir für unser Werk um Unterstützung. Es gilt Loch, bedrängte» Glaubensgenoffen und armen Kranken zu ermöglichen, ihr religiöses Gefühl am Peßach zu befriedigen. * Eederabend. Die zionistische Sektion für die westlichen Bezirke veranstaltet Samstag den 23. d. M.,-8-vhr abends, im Resta « r a n tReisz einen frei zugänglichen Seder- «bend. Jene Personen, die. an dem gemeinsamen Abendessen (Menü X' 200) teilnehmen wollen, richten ihre Voranmeldungen schriftlich oder persönlich an das Bezirksheim. VI., . Amerlingsirsße IS, betiehungswerse Restaurant Reisz, VII., Märiahilfersttaße 124. Es besteht kein Zwang zur Teilnahme am gemeinfackm Abendesten. Das Präsidium der Sektion lqdet alle GesinnungS* gepöben .ein, sich zahlreich an diesem Abend zn beteiligen. Vereinsnachrichtett. S e u i 0 r e n v e r b a n d der Z. M. B. Sonntag de» 24. d. M., 10 Uhr vormittags, S. C, Vlll-, Auersperg« tzraße 21. _ Die Ernährung. ©t* Petzach-Aktion des American . Joint Distribution Committee. Die Mazzothyerforgung ist wie alljährlich eine n«tt -austauchende große Sorge derjenigen Faktoren der jüdischen Selbstverwaltung, die für die klaglose Befri^igung des rituellen Lebens verantwortlich sind. Die außerordentlich hohen Herstellungskosten der Mazzvth « die Backkosten ohne Mehl betrügenungefähr Ä6'Krönen'für das Kilogramm, die Gesamtherstellnngsiosten bei 200. Kronen. — hätte» einen so hohen Verkaufspreis der Mazzoth bedungen, daß er von den nichtwoh(habenden Schichten der jüdischen Bevölkerung, Wo von dem überwiegend , großen Teile depsesben, rjjcht hätte.bestritten werden können. Angesichts dieser Schwierig leiten hat sich, ebenso wie im Borjahre, auch in diesem Jahre die Noüuen^igkeit srgebSrt, daß die Wiener Ab» teikung. des Ätmericän. Joint Distribution Committee die Mäzzothdersargüng nicht nur für die stet ihr im Bezüge der ^fortlaufenden Lebensmittelunterstützung stehenden Personen, sondern auch für weit« Schichten der F-sstbesoldelen und der Mittellosen sowie sstr die gemeinnützigen Institutionen, Anstalten und Kstchenbetriebe durchführt. Von den im Bezüge der fort- - laufenden Lebensmittelunterstützung stehenden Personen; die außer mit Mazzoth auch unentgeltlich mit Fell uuö Mucker teilt wuroei;, wurde nur ein AssAiL- MvrgenzeitMg Beitrag von 15 Kronen für das Kilogramm ünd von der Gruppe der Festangestellten ein Betrag von 50 Kronen ejngchoben. Die Aktion umfaßte zusammen Weit iiDetr 4 2.000 Par so neu, wobei Hertzorgehoben werden.Muß, daß es. .gelungen ist, die Oirrot-e mit zwei Kilogramm für den Kopf festzusetzen, Das zur-. Herstellung der Mazzoth erforderliche rDstermeht wurde unter ritueller Änfsicht züni ^leile uu^ H u gvö slaWien, aber vor allem Nus Amerika bezogen und erst in Wien verarbeitet. Außer der Ausgabe arc Einzelfamilien. mußten mW die geschlossenen ^lstst-alten bedacht werden. Das Jöinj C-oMmitwe üWN-aM nMn der Versorgung seiner. eigenen. Anstalten', die. Besteferung aller jud'ifch^n Fürforg«'an-stalteü, Sjritäler,^ Minden«. intd Taubstuinmenilistttute,Äersorgungshäuser, Waisenhäuser, gemeinnützigen Küchenbetriebe, Lehrlingsheime, mit Mazzv'th und Osterfett- Ehen so erhielten durch Berncittlung -des Kranlenvereins alle. rstnelMbefideü PaWntew in den Wiener Spitälerst sowie im Versorgungssteim Lainz, ferner das vom Vienna CH ildren Min Relief erhaltene,Waisenhaus der Stiftung der * Charlotte Mero re s-J tz e l«s, ' ferner die Hoch'fchüberküchen in Men, die MNzP'th Wsti Jo'int. T^Weichen erfolM von der' Wiener - Abteilüng aus die-Versorgung ein^s Teiles , der östeöreichisWk i Proyinz mit besonderer Berücksichtigürrg dex Festbesol- - deten, der Mittellosen Änd der g-MössLneU Wstalten. Den durchgreifenden Plänen der MitüNss^ ist I# 'Kil danke»/, daß die. diesjährige Aktion vWg klaglos durch-; geführt werden könnte. . , ’ Der Märktb^richt. In der G'ro ßm är k th a lle war gestern nur das Angebot nu Rindfleisch ausreichend; alle übrigen Fleischsorten waren knapp vorrätig. Bei ziemlich lebhaftem Marktverkehr blieben die Detailverkäusspreise unverändert. Im Großhandel ermäßigten sich bloß Schafe um K. 5.^, während Kälber um K. 10.— per Kilogramm teurer wurden. Auf dem Geflügelm arki waren kleine Mengen von Enten und Indianen angeboten. Ein Kilogramm Jndia>'< stellte sich auf den phantastischen Preis von K. 360.— bis 380.—. Der Fischmarkt verfügt-e bloß über Notstandsfischezu K. 70.— per Kilogramm, die flotten Absatz fanden.- Aus den G r n nw a r c n markte n waren die Zufuhren ausreichend. Die-Zufuhren uicgarischer Kartoffelnans dein Naschmarkt haben nachgelassen. Die Preise bliohen - im allgerüemen unverändert hoch. Die Kindermilchdeleilnng des Aoint. Die Wiener Abteilung des American J 0 i_ n t Distribution CommitteeünttrÜolt gkluwvärtig in Wien 21 Kinder-« m i l ch t r i n k h et- N r n. m denen an - 5190 untererniilnte Kinder im Alter von zwei bis vierzehn Jahren täglich eine Portion warmer Milch unentgeltlich verteilt wüd. - Jedes Kind erhält täglich e i n e n V i e r t e l l i t e r Milck oder Milchkakao; für je fünf Kinder wird eine Dose Kondensmilch in derZentralv' e r k 0 ch u n g s st e l l e für däeKindermilchtrink hg lle» in d e r R o ß g n r r k a s e r n e ocrfod»t; Von dort erfolgt, der Transport dep.Kalmeu mjt der heißen Mclch an die BeeleiluNBstellen.'ES werden für 5000.Kinder tausend D ö f i if K 0 nden s m t k H täglich verbraucht, d a S.m.« ch t, da die Ausgabe SomStag nicht «folgt/ 6000 Doseur» de r.Wo ch e. L - MazzothiZubntze«. Die Mazzvlh-Vetsütalmgsstelle der israelitlschrn Kultusgemeinde teilt mu, daß Mazzoth-Zuhußen n a ch M all gabe'desVorraies nur gram Abtrennung des B r 0 t k y r t e n a b s ch n i t 1 e s verabfolgt werden können. Freier Verkauf von Saccharin. Der V e t k?a n f v o n S a c ch a r i n ist nü»;mehr in allen Znckrrvttfchleißstellen f r e i g e g e b e n w 0 r d e n. Die Klernverschleißel, die kein Saccharin mehr aus Lager haben, können dieses bei der österreichischen Zuckerstelle (l. Opernring 19) anforderv, worauf eihnen durch chren Großhändler zugeteilt werden wird. W. Z. W. Freitag den 28. d. M., Montag den 85. von" 3 bis 5 Uhr nachmittags (unabhängig von dem im Gange besindlichen Verkaufe) Abgabe von Priiüa jugoslawischen Selchfleischzum Preise von X 210 perKilogramm. Bühne und Kunst. Y * Theater- und Ktno-Episode» aas Jaffa. Zn Palästina gibt es bökcinntlich kein ständiges Theater, sondern von Zeit zu Zeit werden Liebhaber- Vorstellungen veranstaltet. (Einige der Amateurdarsteller aus Palästina sind übrigens , jetzt in New-Dork, wo sie hebräische Theatervvrstslluttgen veranstalten.) Dagegen sind die Kinüs: eine ständige. Institution in ^Palästina und erfreuen sich besonders beim weiblichen und jugendlichen Publikumgroßer Beliebtheit. Bor einiger Zeit nun Würde in den pülästincnsischen Kinos Jakob Gor diu s „Jeßojme" im Film dar gestellt. Das verfilmte Stiick erregte nicht nur großes Interesse, sondern auch einen „Sprachenstveifl^. Zu der Aufführung/ die int Kino in Za ffä stattfand, kam eine große Zph l von Neuein gewanderten, welche bas Stück von der jüdischen Bühm in Rußland und Posen HM kennen. Sie gaben ihrer Begeisterung in ihrer jützischert Muttersprache Ausdruck und im und nach dem Theater wurde Zihdisch gesprochen, ja sogar — auf der Mtaßer l Solchem „öffentlichen Skandal" wufsfce ein Ende gemacht werden Und die Jaffaer Stadträte versammelten sich zu ernster Beratung. Die „Uebeltäter" wicxden ins Verhör genommen. Sie beriefen sich' «iif die „Sprachfreiheit". Die Jaffaer Gymnasialjngend drohte mit Tätlichkeiten, jlnd um diese zn verhüten, nahmen die vorsorglichen Jaffaer Stahtväter den ^AihtzischisteN". ihw Stöcke weg. Diese „Entwaffnung" erstteckbe sich dann auch auf die Straßen von Jaffas wo; j<cher, ^ve.rdächtiL" war, JWU zu 'je-M' Stoch» /22, gptif 1921 Ar. wenn er einen soschen trug, abliefern mußte! DinW es hieß in der Stadt, die Jiddischisteü Muhen eÄW Uebetfall auf die „hehraistisch-a" Gymnasiasten. Das wt* fahren erinnert an die Methoden dep russischen Polizei welche vor dem 1. Mai alten Passanten, die so <ra$* sahen, - als wären sie Sozialisten, Spazierstöcke Wegnahmen. / ofper nicht nur das Palästinensische Kino ist „Spracheukancpfplatz", sondern auch das hebräische Liebhabertheater in Palästina. Die „Habiuwih' haibrith" gibt in Jttffa alle zwei Wochen eine TheatervörsteNUNg in hebräischer Sprach«. Zumeist kommen ÄePert0irestückÄ des jüdischen TlM lers in hebräischer U-evtrsetzung zur Ausführung. Wein; nun das Publikmu die Originale von ftüherhe-rs kejmt,' zumeist a^so, wtnn es aüs Muetngewänderten bestehtkommt es.in best Zwischenakteti zu lebhaften Dsbatteir, in denen Original und liefe* tragung, jiddische und Hebräische Aufführung u. Vgl. verglichen werden. Die Debatten werden'gewöhnlich in jiddischer SpMche- Mührti Und der »Mnflikt" ist da! In der jehten Heit wurden in Jaffa einige Dramen von Perez Hir sch Win, ferner „SvnkiM^ von Jus chk j e wi l s ch ge Wen. Die Vorstellungen waren sehr stark hesücht, zümäist vott Neueingewanderten. Und och diese als die /.BaziMnträger^ des „Jiddischismns" an-s gesehen Werden, yo gab es in der „hebvaiftischen^ Welt wieder Beratungen-" Man beriet Abwehrinaßreg-eln gegen die >Mbische" Mtle und gelangte zu dem immerhin nicht ganz unvernjlri.siigen Beschluß, den Hieueinwand-^rn die schnelle und unentgeltliche Erlernung des Hebräischen zu ermöglichen. 60 Zöglinge des hebräischen Ghmnäsiums hgben sich in den Dienst dieser Sache gestellt. So will man um das^ „sprachenheikle" Theater herumkommen. . Gastspiel des Moskauer KÄnstlertheaters D tadtthe-ater.) ' Knut Hamsuns' Koinödie „An des Reiches Pforten" isteine bitter« Pille für unentwegte -Jöealisten. Da ist ein junger Gelehrter von genialischer Veranlagung, inbrünstigem Fleiß und reinstem Wesen: Hungert lieber, als daß er seine Ideen Preisgabe, besiegt ch lle Verlockungen, sein« den anerkannten Geistesgrößen recht unangenehmen Schriften nur eitt wdnitz zu retuschieren und dafür ein beMmter, sorgenfreier Zeitgenosse . zu roerden, schickt dem bewundernden Studiengenossen, dns vvrgestreckte rettende Gew zurück, weil er enllieckt hat, daß der Busenfreund ein Kompromißler ist. Aber , seine schöne, junge. Gattin vernachlässigt er durchaus, so sehnsüchtig sie auch seinen Arbeitstrsch ümzwitschert/ Wie er aper, entdeckt, ,dep ideale Gelehrte, daß sich die Dürshende -dem ersten Besten .aq den Hals wirft, wird der Opfere. Forscher' sehr kleüoj Er bettelt jetzt um' Liebiosüngen, geht ihr nicht von der- Falte, frißt sie mtt den Augen.. . Gegen' jenen gelehrten Fveuich, ddr ein Renegat g>tzworden ist, Mibt er stnep^ . bittlich und weist ihm die /Tür -- aber üm die Gattin wrederzugewiitnen, ist er sogat' entW-ossen/ sein Werk, den Wüüs'chen dev OberMizeirHW'der Universität an- -zupass'en, Und verliert natiiplich bie. zuzn „Wefbchea" gewordene Fvaü jetzt gänzlichi Sie geht durch, die Möbeü werden perpfändet, mit der Petroleumlampe in der i Rechten und dem Manuskript in der Linken steht der l Held herlassen da an. den Morten des Reiches der Erikenntnis. Frau Germanvwa spielte die Gattin und hat den starken Eindruck ihrer früheren Leistungen noch überjboten. Sie ist Wahrhaftig von Anmut übergvssen. ynd: ühr Organ klingt taufrisch und zauberhaft, wie die i singende Stimme eines Waldquells. Man ist empört über den Gallen, daß er solch Lin Weib übersetzen kann .. . Die anderen Hauptdarsteller, insbesondere KaLsch'a-., low und Bersenew und in einer kleineren Rolle die Kryfchanowskaja, wieder vortrefflich, das Zusammenspiel über jedes Lob erhaben. 0. k. Aus dey Theatern. Im B « r tz t h e a t e r getanat morgen. Samstag, *<£ S-; f ü t u n d Kle 0 datra" zur Aufführung. Anfang 7 Uhr.. In der S t a a t s 0 p e t geht morgen, Samstag. ..6osi k»n WUe" in Szene. Wfang '/* 7 Uhr. Im Deutschen VolkZtheater beginnt die beMige Erstanfführura der dreiaktigen Komödie ^Hinter dem Vorhangs, von Marco B r 0 c i n e r pünktlich um 7 Uhr. In den K a m m e r f v r e l e n wird gegenwärtig für dst Abendvorstellungen das drriaktige Lustspiel „E v a s S Ü n d e uf a 1 l", vonAnt 0 nius und A l d e r m a n, für die Nachtvorstellungen die drriaktige Komödie ,D i e» n b e r ü h r t e F r a u"^ von Gabryela Z a p 0 l s k a, vorbereitet.- Gerichtssaal. Dep Vereidigte Lehrkörper. Bor dem Döblinger Bez»rkSrichter Dr. R u z i c k a kjnite sich heute die Verschleißerin Hermine S ch a l m e y e r wegen Beleidigung des gesvmtcn Lehrkörpers au der Volksschule in der Hammerschmredgafle, wo sich eine Filiale der amerikanischen KmderauSspcistmg befindtt. zu verantworten. Rach dem Inhalt der Privatanklatze war die Beschuldigte kürzlich im Speis«sagl der genaitvten Schute erschienen, wo gerade 5»ie AuSsprisnng vorgeummeu wurde, n«d hatte den dprt auwesenden Lehrern und Lehrrrmnen vor olls« Kindern zagerüscu: .Ihr Bagage, Ihr freßt Euch von de» Kindersachen aus!" Die Angeklagte war geständig und gab an, daß sie sich damalß in einer sehr große« Aufregung befuude« habe. Der Richter verurteilte die Angettagw *aki Aunahme milLmcher UmÜSvde.L« X 200 Geldstrafe.

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