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Wiener Morgenzeitung · 1921-04-20 · Heft 801 (20.4.1921) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 801 (20.4.1921)
Date
1921-04-20
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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7tt. m_ TOttr Ävmvoch baß seine Statistik nicht vollkommen ist, da in ihr weder Farmarbeiter noch Straßenarbeiter enthalten sind. Im Jänner 1920 waren in 35 Staaten, von denen dem Departement Berichte zukamen, 9,402.000 Personen in Werkstätten, Fabriken und anderen industriellen Unternehmungen beschäftigt, im Jänner 1921 betrug ihre Zahl nur 6,070.648 Personen, also um zirka 3,3 Millionen weniger als im Vorjahr. Die verhältnismäßig größte Zahl von Arbeitslosen weist der Staat Chicago'und dort die Stadt Detroit auf. Detroit hat jetzt 106-000 Arbeitslose und die Zahl der Arbeiter iyr ganzen Staate hat sich im Verlaus des letzten Jahres um nicht weniger als 82 Prozent verringert. In Ohio und Indiana erreicht die Arbeitslosigkeit bis 50 Prozent, in Illinois gibt es 44 Prozent Arbeitslose, in Connecticut 43, in Massachusetts 38. in Wisconsin 32, im Staate New- Iersetz 22 Prozent. Die größte Arbeitslosigkeit herrscht in der Aubo-- mobilrndustrte, deren Produktion um'volle 69 Prozent verringert wurde, dann kommt die Bauindustrie mit 52prozentiger und die Textilindustrie mit mehr als 35prozentiger Arbeitseinschränkung. Da nach der letzten, Volkszählung die Zahl der Industriearbeiter in den Vereinigten Staaten etwa 10,5 Millionen betrug, kann man aus der Statistik ersehen, daß etwa die Hälfte aller in der Industrie als Arbeiter beschäftigten Personen arbeitslos ist. _ Tschecho-slowaKische Ausfithrbestimmrmgerr. Prag, 19. Apr>l. (Dchecho-slow. Vreßbur.) Das Außenhandrlsamt hat mit Giilftakeii vom 18. d. M. die Ansftchrgebühr für Holzkohle von Kö 600 auf Kö 400 ver 1 Wagston (10.000 kg) bctobflcfcet; ferner wurde bic Gebühr iör d>e Ausfuhr von iandwlrtscbaftl'chm Ma chinen von des fakturierten Wertes aut V//o mit (Rüstigkeit vom 13. t>. A? herabgesetzt. Die Ausfuhrgebühr für Schlachkpferde wurde mit K 500 per Stück und die der Kaltbluftugvfkrde mit L 1?00 per Stück bestimmt. Außerdem wird noch die übliche Gebühr von J/t0/<> des m Rechnung gestellten Wertes eingchvben. Diese Bestlmmungen gelten vom 18. d. M. an. Dudapester Warenbörse. Budapest, 19. April. (Ung. Tel.-Korr.-Bur) Dre Tendenz des heutigen Marktes blieb unverändert ruhig. In Mais war das Augebot schwach rmv es fehlte, an Käu ern. Ohne einzelne Wagnons zum Preis von K 8.50 bis K 8.60 wurden ab Station gehandelt. Hüfer tendierte ruhig und notierte nominell £ 8.75 biS R 9 ad Statlou. Futtergerste tft etwas besser optiert und zu £ 11 ab Station angeboten. Braugerste notiert nominell um K 12, weiße Bohnen bester Qualität sind mit £ 6 ab Budapest gefragt. In Hufe, C'irok-Samen und Sämereien war fein Geschäft. Infolge sehr verminderten SchwcineauftriebeS herrschte am Borstenviehmarkt ziemliche Hausse, die auch auf dre Feirpreise zurück> wirkte, so daß diese um K 5 gestiegen sind. Fett notrert £ 84 und weißer Speck £ 70.! Wunsch nach Abschaffung der DevisenAentrake. Auf der jüngst stattgefundenen Konferenz der Anrtsdirektoren allertösterreichischen Kammern kam es zu einer Besprechung der Ergebnisse der jüngst durchgeführben Devisenenguebe, wobei neuerdings zum Ausdruck gelangte, daß alle Kammern die baldigste Abschaffung der Devisenzentrale und aller noch bestehenden, rveil chrutzloschr Beschränkungen des Zahlungsverkehrs m it d em Ausland für notwendig halten. Der Vertreter der Innsbrucker Kammer Reg.--Rat Dr. Mader erklärte, es sei vollkommen unrichtig, wenn man sich im Finanzministerium darauf berufe, daß der Staat für seinen Devisenbedarf eine Devisenbeschaffuugsstelle brauche. Tatsächlich erhalte diese Stelle die erforderlichen Valuten nur durch Bermitilung von Banken und Kommissionären und die Regierung könnte sich diese Devisen ohne zentrale Organisation dadurch beschaffen, daß sie im Bedarfsfälle ven Banken die entsprechmrben Aufträge gebe. Durch die Aufhebung der Devisenzentrale könnten große Ersparnisse erzielt werden. Diese Fragen werden neuerdings den bevorstehenden Kammer- .tag beschäftigen, welcher für den 1. Juni l. I. anberaumt wurde. (Wir haben auf diese Art von Tätigkeit der Devtsenzentrale in unserem Artikel Völkerbund und Finanzlage" in der Nummer vom 17. b. M. bereits hingetviescn. Dre-Red.) Blech» u. Eisenwerke „Styria", A^-G. Zwischen den Blech- und Eisenwerken „Styria", Löwenthal, Schmio u. Co., Ätzder Berkehrsbank wurde ein Uebereinkommen getroffen, wonach die gesellschaftlichen Eisenwerke unter Wahrung ihres Charakters als Familieniinternehmen in eine Aktiengesellschaft mirgewarrdelt werden. Der Betrieb des Unternehmens wird i'üclivirkend ab 1. Jänner 1921 für Rechnung der neuen Aktiengesellschaft geführt. Zu. den Dankwotensälschungen in Ungar». Die „Ungarische Rundschau" erfährt aus Budapest, daß die massenhaft im Umlaus befindlichen, gefälschten ungarischen Banknoten den Banken große Schwierigkeiten bei der Abwicklung ihrer Geschäfte bereiten. Um der hiedurch entstandenen Unsicherheit ein Ende zu bereiten, haben sich heute die Leiter der führenden Banken an den Finanzminister Dr. .Hegedüs mit der Bitte gewendet, er möge erlauben,, daß bereits jetzt der Umtausch der Banknoten in die neueinzufühvenden Staats Noten ermöglicht werde. Deutsche Lieferungen von FabriksMrichtu«ge« mich Palästina. Die zionistischen JndustriAlen Gutkind, Weiler und Nahen aus Riga erivarben, wie oie „Standard", Jndüstrie- und Baubedarfsgesellschast m. b. H. (Berlin), mitteilt, in Deutschland die Einrichtung einer KonsitürenfabrU!, welche in Jaffa errichtet werden und die Herstellung von Fruchtnrarineladeu sowie von Schokolade, Karamellen und die Verarbeitung von Mandeln ausführen soll. ES handelt sich um Motoren, Dynamos, Walz-, Mahl- und Schälapparate, Pressen nsw. Unterhandlungen wegen Ankanfs der Einrichtung einer Zemeutfadrik sind im Gange. Der Verwalt«,rgsrat bet Oesirrrelchlsche« Berg- und Hütt^iwrrkö-Geselsschast hat die Bilanz für das Geschäftsjahr 1920, und zwar zum erste» Male tn tschecho»slowakischen Kronen, festgelegt. Danach ergibt sich nach Abschreibungen von den Anlagewerten im Betrage von tschech. K. 10,977.253.-- 'österrr. ,K. 10.457.529.90) «fei. Reingrwtzm von tLüech. & i4,0A3.4Z6.2.4 Merc. Äo«eL OifiM 11,721.780.65), wobei die tn Klammern gestellten Werte die korrespondierenden Ziffern beS Vorjahres bedeuten. Der Verwaltungsrat hat beschlossen, in der für den 11. Mai d.J.. 11 Uhr vormittags, einzuberufenden Generalversammlung den Antrag zu stellen, eine Dividende von tschech. K. 64.— zur Verteilung zu bringen. Absatzstockung in der böhmische« Bra«»k»hlenSnd«strte. lieber die Geschäftslage in den uordwestböhmischen Braunkohlenreviecen entnehmen wir dem Teplitzer Fachblatt „Der Kohleninteressent": Der Abbröckelungsprozeß macht weitere Fortschritte und es wird täglich deutlicher, daß für unsere Kohlenwirtschaft neue Grundlagen geschaffen werden müssen, um den Kohlenwerken daS Weiterarbeiten zu ermöglichen. Dank den bedeutenden Lieferungen, an die tschechoslowakischen Staatsbahnen, die bis ';u 25 Prozent über ihre normale Bestellziffer ausuehmen, sind die ersten Tage de» April noch nicht wesentlich hinter den Leistungen der zweiten Märzhälfte zurückgeblieben. Allein die Aufnahnlsfähigmt der Staatsbahnen scheint ihrer Erschöpfung nahe zu sein und cs beginnen sich zahlreiche Werke, die sich müt dem heute so ungeheuer kostspieligen Deponieren nicht befreunden können, auf das Einlegen von Feier schichten einzurichten^Wenngleich der Mangel an Absatz bereits überall fühlbar ist, werden doch die Werke mit minderen Kohlen zuallererst von dieser Einschränkung betroffen, da bekanntlich die böhmische Braunkohle heute nicht nach der Qualität, soüdern nach den sogenannten amtlichen Preisen verkauft wird, die weder auf de Beschaffenheit der Kohle noch auf ihre Eisenbahntarislage irgendwelche Rücksicht nehmen. Bei den Kohlenwerken mit minderen Onalitäten ist aber heute die Frage der Kohlenpreisermäßigung brennend geworden, weil die Werke ja doch fortzuarbeiten bestrebt sind, ihre Kohle aber solange nicht absetzen können, als der Verbraucher zum selben Preise oder noch billiger viel bessere Kohle bekommen kann. Die Werke können aber ihre Preise nur mit Bewilligung des Arbcitsminrsteriums ermäßigen und da zeigt sich schon die gefährliche Klippe, die durch die Versteinerung der Kohlensteuer droht. Bon einem Abbau der Kohlensteuer hat man bishex nichts Sicheres gehört. Der Arbeitsminister scheint den Wsilen zu haben, die Kohlen--" stener dort, wo Preisermäßigungen erforderlich-sind, auf ihre gesetzmäßige Prozentlage Herabdrücken zu lassen, ob aber das Finanzministerium hiezu seine Zustimmung geben wird, ist mehr als fraglich. Focrnz Lav. BrofchrS Sohn A.-U. In der am 1-1. d. M. abgehaldeuen Verwaltungsratssitzung wurde beschlossen, der für den 29. d. M. einzuberufenden Generalversammlung die Ausschüttung einer Dividende von tschech. K. 46.— für das Geschäftsjahr 1920 vorzuschlagen. . Vul«te«ki»rse. Da eine Abschwächung unserer Krone in , Zürich gemeldet wurde, waren fremde Zahlungtzmittcl begehrt und höher. Nachstehend die offiziellen Schlußkurse: Amsterdam 22.350.— Geld. 22.450— D'are (gegen 18. April 21.950.— Geld, 23050.- Ware). Agram 447.50, 451.50 (441— 445.—), Belgrad U90.—, 1810.7- Berlm 1009.—, 1015.- (1013.—. 1018.-), Brüsiel 4805.—, 4815.- (4715.-/4755.-), Budapest 237.-, 239.- (233.—. 334.-), Bukarest 1025 1035.- (1005.-, 1015.-), Christ, ania 10 325.-, 103.75.— Kopenhagen 11.665.-, 11.715.— (11.475.-, 11.525.-), London 2525.—, $545.— (2495.-, 2515.-), Ma-.land un> Triest 3090-, 3110.- (2915.-, 2935.-), New-Uork <i3S.-, 612.— (630.-, 634.-). Baris 4655.—, 4695.- (4520.-, 4b6'.-), Vag 874-, 889.- 875.-. 881.-). Sofia 752/0 772.50 (747.50. 757.50), Stockholm 15.170.—, 15.230.— (15.070.—, 15.130.—), Warschau und Krakau 75.75. 77.75 (75.-, 77.-). Zürich 11125.-, 11 175.— (10.925-, 10.975.—), Dollarnoten 633.-, 637.- (625.-, 629.-), Belgische Noten 4765.-, 4805.- (4680.-. 4780.-), Bulgarische Noten 765.-. 775.— (725.-, 735.-), Dänische Noten 11L50.—. 11.600.— 11375.—, 11.435.—), deutsche Markuoten 1010.—, 1016.— (1013.—, 1018.—), englische Noten 2505.—. 2525 - (2480.-, 2500.-). französische Nvim 4640.-. 4680.— (4510.—. 4550.—). holländische Noten 22-250.-. 22.350.-** (21 850.-, 21.950.—), italienische Noten 8075.—, 3095.— (2905.—, 2925.—), unabgcstewpelte jugoslawische Noten 1781.-, 1801.- (1752.-. 1772.-), norwegische Noten 10.200.- 10.250.— polnische Marknvten 81.*-, 83.— (8125, 83.35). Rumänische Noten 1020.-. 1030.-(1605.— 1015.-). Russische (Rom.) 257.—. 263.— (252.-. 258.—). Schwedische Noten 15.020.-, 15.080.- (14.870.—. 15.030.—), Schweizer Noten 11.075.-,11.185.-(!0.875.-,10.925.-).tschech0slvwMche Noten 374.50, 880.50 (875.—, 381.-), ungarische Note» 231.50. 333.50 (228. 330.-V ErDölmdustri-trank-A^G. Am 16. b. M. fand fet den Rännren der Credit-Anstalt eine außerordentliche Generalversammlung statt, in welcher die Erhöhung des Aktienkapitals von 10 auf 25 Millionen Kronen beschlossen wurde. An«»br«cker Warenbörse. Angebot ans dem Inland: Schweineiett, K ffee, Corneübees, ' Melafsesutter. Klembahn-- lomotiven nn'o Sessel. AuS Deutschland: Sarg von- und Brauereireis. Aus Ungarn: Speck, Wein, Speisekartoffeln und Herrmpilze. AuS Äialren: Kaustische Soda und Speisesrtgen. Nachfrage bestand nach Jndustriefeigen, Wein und Schuittmaterial. Mitteilungen des Ereditoren-VersiueS von 1870, D i e gerichtliche Geschäftsanfsicht wurde verhängt: Enge! F.A.. Großhandel. Wie«, l., Jasomirgott- - straße 5. — DaS gerichtliche Ausgleichsverfahren wurde eingeleitet: Weil Julms, Kaufmann, Wien. II., Praterstraste 33. Haller Ludwig L Co.. Industrie- und Rohprodukte, Wien, Hl, Gärtangasse 4, und daS Vermögen der persönlich haftenden Gesellschaster Ludwtg Haller, - Wien, XX., Wintrrgaffe 14. and Leopold Heller, ll., Kleine Pfarrgasse S. Bmtel Julius, Kaufmann, Aussig. Wächter & Weigl, prot. Firma, Haida. Krompaß Emil, Spwiwarcner-.euger. Nußle bei Prag. Akikawa Blnzenz, Kolonialwarenhändler, Rvkitza». Bros Franz. Lederhändler, Rothkosteley. Trenk Karl. Handelsmann, Schüttenhofen. Bürstenwarcnlabrik Srebentritt, Schluckena». Fischer Franz, Schuhmacher. Hvlleschau. Klimek Johann und Josefine. Schlchhändker, Holleschau. Kerschenbaum Benjamin, Kaufmann, Kaschau. —.DerKonkuröwurde eröffnet: Westphal Johannes, Exporteur. Gablonz a. N. — Die gerichtliche Geschäftsaufsimt wurde anfgehoben: Michel F., Trschter, Wren, VM,, Bennogasse I. — A u tz erdem meldet der Verband der GläubrgersckutzvererneOesterrerchs: AbweisunsderKonkurseröfsnwng nach 8 73, Abs. 3. K.-O.: Scherer Joses, Holzhandle,, Schwarzach. — Konkurse: BÜlow W. L Co., Berlin. Heide»jeldslraße 20., Oberrheinische ElektrogeleMchaft m. b. H., Ludwigshafe«. Erchberger Georg & Sohn, Passau. Das Gremium -er Wiener 5öa«fm«umschast gegen die HolzHsrrk. So wie der Handels» und tzlewerbeverein, der Hauptverband der Industrie und der Niederösterretchrsche Gewerbvverein, hat sich nun auch das Gremium der Wiener Kaufmannschaft an den BrrndeSminlster Hetnl mit dem Ersuchen gewendet, daS Projekt der Holzbank zu rmterfagea. Das Gremium legt dar, daß die Kauft» annschaft auf dem prmzipiellen Standpunkt stehe, baß im allgemeinen'Slaais- . beteiliMnaeu «u bewtism* GMu ZLejeu. nach aus iLewüm J7D. «M 1921 gerichteten KonkurrenzunternehmrtnOm, tote Wc w darstellt, aus den schon vielfach erörtexterr Grund« bedingt zu verwerfe« sind. Regelung von österreichisch-italienischen Dchr und?Vovder«ngen. Die italrenischc Gesandtschaft teilt Das Handrlsmiriistermm hat eine Verlautbarung erkasiru, Grund welcher die Schulden und Forderungen von italimin Staatsbürgern, welche am 16. Juli 1920 in Oesterreich wohaß waren, gegenüber den ofterrcichlschen, zn derselben Zeit in Oefi reich wohnhaften Staatsbürgern, dem „Ufficio di verific» compersazione“ beim königlichen Ministerium für Handel Industrie angezeigt werden solle». Zwecks näherer Angabe« zirglich der Kategorien der Schulden und Fordernngen und bq Modalitäten der Verlautbarung selbst werden die JMeressenta aufgefordert,^ sich an dnö itallmische Konsulat (l^., Brtvede« gafse 7) zu wenden. Notenumlauf aur 15. Marz: 38.8 MiLiardtt Krone«. Nach dem Answers der Oesterreichisch-vngansch« belref sich die Notenzirkularion am 15. März-ans 38°8 Mrstrarde» Kronen. (+ 245 Millionen Krouen.) } Das ungarische Staatsnoteninstitut «nd.MgedÜS* Bpck« Methoden. Aus Budapest wird uns gemeld-et: I« dev gestrigen Sitzung der ’ Nationalversanunlung unterbreitete' Fmanznnuister Hegedüs eine« Gesetzentivurf über btt provisorische Regeln irg des Gelbverkehrs. Danach behält sichf dex Stadt die Emission von 'Staatsnoten ms zur weitere^ Verfügung vor. Jener Teil Äs Nvtcnvcrkeyrs der Oestevi» reichisch-ungarischen Bank, der laut dem Friedensvettrag de« Notenverfthr Ungarns entspricht, wird bis zu dem gleichest Nomiiialbetrag von Kronen gegen Staatsnoien mrsget-mschLz Der Gesetzentwurf verfügt, daß bis zur Errichtung «inerr Notenbank ein körnglich (!) u n g a r i fch es Staats«« teu-r in stitut, das in Budapest .feinen Srtz hat, ins Lebe^ gerufen wird. Das staatliche 'Nötmlinsiitüt ist mit Ausnahme der Psandbriefkreditv zur. Fortsetzung aller Geschäfte berechtig^ die die Oesttzrreichisch-ungarische Bank im Sinne ihrer Statutes ab gewickelt hat. Sollte sich feit’ Staatshaushalt ein Gebarun-Sid-efiztt' zeigen, das durch eineEvrmale^ K«ditoperatrM «Ws gedacht werden kan«, so wird das, staatliche Noteninstitrrt er» ermächtigt, dem Finanzminister Kredite bis zur Höhe wch« einer Milliarde einznränmen. — Im MottvenberiWz teilte der Finanzmrnister mit, daß. er.trotz der valutarGchW Schwierigkeiten gezwungen war, zumindest einen Teil tag neuen Staatsnoten im Ausland brüten zu lassen. In der! Schweiz wurden Appoints von 10.000, 5000, 1000, 50ltz 100 und 50 Kronen im Werte von 22,2 Milliard-rn KronW bestellt. Die H er st elstungskosten betragen 6,9 Mity lion sn Schwei zer Francs (!). Don den neue« Nvdta! sind bereits 11 Milliarde« in, Budapest emgetrvftak. Ml zuck Mai wird es voraussichtlich gelinge«, 21 AMkardew Kronen fertigzustEn, wodurch dev Eintausch der gegenwärtig im Umlauf befindlichen Banknoten möglich fei« werb^ Die Appoints zu 20, 10 und zu 1 Kwne werden in. DubapeW beziehungsweiss zu einem kleinere« Teile in Wien he« gestellt, und zwar in der Gesamthöhe von 1,77 Milliarde^ Kronen. Wiener Börse. G'sti'itzt auf den mäßigen Rückgang unserer Krone in Zürich rröffvtte.die aestnae'Börse in ziemlich freundlicher Haltung, doch b?weg!e sich das Geschäft in den engsten Grenze«, da die Spekulalivn in Erwartung d.-r DeMüsse der Finanzkommissioa Neserve bekundete. Den Werten ungarischer Provenienz kaum» Käule für BuÜavcster Rechnung zustatten und Bankenwerte prosit tiettcn von günstige« Bilarnschätzmigen. Späterhin trat erhöme» Interesse für Staatsbahn-Aktien ein. Sie streun um K 180. Din übrigen VerkehrSaebiete in der Kulisse waren nnr wenig verändert und gegen Schluß infolge der hochgradigen Geschäftsstillr etttal schwächer. Im Schranken wurden einzelne Banwerte mit Avmr« bedacht, so airch Kohlenvapiere, von dmen Gran-Slaftdarer «» K 305, Nordungawche Kohlen um kl 350, Oberungarische Höstes um & 625 und Ungarische Kohlen mu K 900 in die Höhe gtstyt wurdru. Bevorzugt und höher waren ferner Karpathen-Petrolemi^ die um L 460 strkgrp. wogegen Galizia billiger erhältlich warrw Der Gesamtverkehr blieb biß min Schlüsse ruhig. Bon dm Reut« ermäßigte sich Ungarische Goldrente um 5°/,, Oesterreichische Gold«» renle und Ungarische Kronenrevte um je 10°/». Im Übrigen verweisen wir ans nachstehende Schkußkurse: AnÄ«strle-Ä«rer««hm««se«. Allgemeine BaM-sekb»! schall 1950.— (4- 63,—), Uvivnbau 1950.— (-}- 10»—), Wremer! BaMeseüschaft 1770.— (-KSnigsh»fer Zement 6990,— (4- ISO.—).Perlmo«ser Zement 5000-(+ 350.—), Wie«ab«G« Ziegel 9500.— (— Liesinger Brauerei 2990.-- (-!- 15.—)^ Sarajevo 5100.— (— —.—), Aussig Ehem. 11.960.— (-s-160.—^ Brosche SvintuS —(— —.—), Cardornndum 52(Ä— (ü- Io.—). Clothilde 6750.- (-!- 650.-). A. E. G. Union ElcklL 1950.— (— —Vereinigte Elektrische 2240.--^ <-st 15.—H Siemens Schuckert 2010,— (— 69.—), Alpine 6900.— (— SO.—| Bergnnd Hüttenwerle 11.350.— (—150.—), Austria Email 4T99.5i (— 20.50), Ggydier —(— —.—), SnseAeldtt 4000.—i , 4-150.—),Sette« Ä Guilleaume 6250.- (- 250.-), Greivitz lWli 5920.-«° (— 80.—), Hutter ch SchrüNtz 3735.— (— 60.—^ Krupp A.-G. 1785.- 35.-). Pvldihütte 5099.75 (-st 31.75^ Prager Eisen 13.600 — (— 300.—), Rimanmranp 8080.-» . 70.—), Skodawerke 3260.— (— 2.—), Wasiensabril 8000.-4 {— -.-). Brüxer Kohlen 9150.— (— 250,-), SzaSgvarer 5205.— (+ 305.—), Nordnag. Kohlen 4200.«» t+ 350.—), Obenwg. Lütten 7025.— (+525.—), Aofsitzer — (— —Salgo-Tarianrr 11.650.— (4* 450.—), Lrikaik« Sh)Mw 4350.- (- 80.-), Nng.Allg.Kohlen1S.900.- (+ 900.—% Urikauh 7830.— (-f- 430.—), Beitscher Magnesit —, — -.—), WesMlm. 6000.- 1+ 200.—), WvlsSe« (— —»—.), Danek Maschinen 4250.— (— —Bestuaed Maschinen 5550.— (+ 150.—), Daimler Motoren 1090.—. (— 11.—), Fiatwrrke -Heid Maschinen HÄM* (— 38.—), Hosherr 4k Schmutz 1316.— (— 44.—), Sigl LokoMM 4160.— (4- 90.-), Ruston 3490.— (+ 40.—), Simmering« 1920.- (4-10.-), Elbemühl 4995.-(-35.-), Leykam-Josetze thaler 9330.— (-!-110.—), Neusiedler 20.510.— (4- 10.—\ Apollo 6200,— (—125.—), Fanto Gens 25.500.— t-.—), KaeväHr» 16.600.- (+ 400.-). Galina 27.375.- (-175.—), Schvdm« —(-CoSmanoS 5000.— (— 20.—), Fetzhabrik« —(— —Rotkosteletzer 5010.— (— SO.—), Schosll« stucker 10.Y00.— (-- —). SchLnpriesenec 4855.— (— —) Orsterr. Eisrnbahnverk. 6190.— (— 10.—), Ung. Eismbechnverk. 3800.- (-st 275.—). Wiener LLaggonleihgesellschLst W«0.— (-!- 30.—), Gemgroß 1215.— ' — 25.—), HoltzhalldÄSgrWchaft (-.-), Türkenlose 3370.- (+ 5.-). ,y Tvansport»Unternehm«nye«.Adria11.980.--(-st480.—^ Aussig-Teplitzer 7720.— (4* 110.—), Bvschtiehrader Ht Ä 6950.— (— 10,—), Buschtirbrader lit. R 8001.— (4- 1.—), Donata Dawvt. 14.900.— (4- 180.—), siferdinandS-Norddahn 20U6O.— 1+ 650.—), Graz-Kösiachcr 4490.— (— 10,—), Kasch»u»Oderlerge» 2360,* - i- 110.—), Lemberg - C-emowitzer ] (- Ibo.-). Lloyd 47.200.- (- Ravigchlme l7.v60.-i (4* 500.—),StacktSdahn5050.— (->? 18Y-), LoAatvett 2710.— (— l2o.—*;, S°/» Südbahn-Vnor. 3580.— (- 31.—), GtRMghmf Geaußfcheine 2812.— IS.—). s Ärnte». Mairente 100 — (--), Februarrenft M.—! ("7.77'^ .Ocherr, KcoueyrDte.100.— ÄSerx..GÄd^

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