Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 800 (19.4.1921)
- Date
- 1921-04-19
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2979076-2979773-2979879--07318-2993357- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Wim, Dienstag Mener Margenzeiinng V. April 1921 Al UW ww—ii Y Den Vorurteile feffeln, twr ahnt nnch nicht, daß hier eine Begnadete Statte der Schauspielkunst sich im Kellersaal erbaut Hat — eine. Marchenprinzessin im Aschenbrödelgewand. Der Darschauer selbst. Per polnische Warschauer, weiß nicht, daß er Hem Gaste seltenen Hochgenuß statt der bravrn Durchschnittsikimst , seiner äußerlich unvergleichlich prächtigere» .Theater hier tzeigen kannte. . Der Pole betritt diele Stätte nicht — minder befangene Fremde sind die einzigen Christen im Raume. Die >W i hi o u Truppe'" ist ein jüdisches Theater, ein Rationaltheater d e s O fi j n hrn t rr m S, soweit es sich das Bewußtsein eigener Nationalität bewahrt hat, , Studenten der russischen Universität in Wilna, die ans Liebe zu ihrem BolkStnm, als die Welle verstärkte» Nationalbewußlseins in den Vorkriegsjahren auch durch dm Ostey ging, in einem, dramatischen Verein „jiddische* Literatur anfangs lesend, daun darstellend pflegten, bilden den Kern der Truppe. Der Krieg trieb ihre Kunst vor die Öffentlichkeit ihrer Volksgenossen; im Litauischen und in Polen umberziehend, verdienten sie ihren Unterhalt als Wandertheater. Heute sind sie, mannigfach ergänzt, eine Gesellschaft meist jugendlicher Berufs' schauspleler geworden — aber eine Truppe von so über den Durchschnitt auch vieler Berliner Bühnen ragenden Talenten, daß man sie mit irmerem Widerstreben „Schauspieler* nennt. ^. Was die Wilnaer bieten, ist echteste Volkskunst. Nur selten gebe» sie Uebersetzungc« deutscher oder anderer Dramen; ihr eigentliches Gebiet ist die ursprünglich jüdische Dichtung. Die Sprache der Darsteller ist dem deutschen Ohre nur nach längerer Vebrrng verständlich — bei manchen Stücken scheint die Kenntnis einig« hebrrcscher Ausdrücke unvelmeidlich. Doch mit Hilfe einer kurzen Darstellung des Ganges der Handlung vermag mau bald dem Dialog bis in manche Feinheit hinein z« folgen. *. Probleme eigentümlich ostjüdischer Grübelei, Religiöses mit Philosophischem verbindend — Lebenserfahrungen abgeklärter schneehäuptiger Weiser, die lebendig aus dem Alten Testament emporzustdigen scheinen, im Ringen mit schwerblütigen Wähvheitsnchern, im Zerbrechen wrl'.lich-srvher Jugendgeister an ehrnen Weltgesetzen — werden in scharf umsiffrney, oft allegorisch wirkenden Figuren ans die Bühne gebracht. Die Kunst dn Wilnaer läßt die Träger dieser Gedanken in vollendeter Realistik wie Tagesgestrlten des ofijüdrschen Ghettos ins Leben trete». DaS schwne Geschick jahrhundertelangen Umherwandems eines vieluyterdrückte», vielvrrachteten Volkes, das hier noch ganz „Volk* ist, Itxnt auch der ihm Volksfremde bei den ^Wiluaem" mir leisem Schau« nachempfinden. - Konzert Mirra Sokolskajo. . Die kurze Zeit ihrer Wirksamkeit in Wien, wohin sie die unleidlich gewordenen Verhältnisse irr ihrer russischen Heimat verschlagen haben, hat genügt, um die jüdische Sängerin zu einem erklärten Liebling des jüdisch interessierten Publikums zu machen, und jubelnder BeisaLl umbraust sie, sobaD sie das Podium betritt- Zn der Tat stellt Mirra Sokolskaja einen neuen Typus in der Interpretation des jüdischen Liedes dar. Nicht auf ihr Repertoire kömmt es an, das neben wirklichen jüdischen Volksliedern die musikalischen Erzeugnisse Warschau, skis und andere volkstümliche -Lieber und Chansons im Volkston aufweist, sondern auf den besonderen Charme und die Beseelung, mittels derer sie ein kleides Liedchen mit vollem, sprühendem Leben §u erfüllen versteht. Die höchst glückliche Mimik, , das lebhafte, durch' eine bet aller Sparsamkeit sprechende Gestensprache unterstützte Mienenspiel und der Gesangs- Vortrag, der überall zum Ausdruck hinstrebt, vereinen sich' zu einer starken und glücklichen- Wirkung, die durch eche nicht übergroße, aber wapM und sonore StjsijM unterstützt wird. Ob sie nun im Wiegenlieds den Empfindungen der vom Leben betrogenen jüdischen Mutter Ausdruck gibt oder den Mebben" dem lauichend«n Schüler hie künftigen Genüsse der messtanischen Mt auseinander setzen läßt, neckisch und schalkhaft den Konflikt eines Liebespärchens in Gesten und Tönen Malt oder von der Wirkung des neuen „Chasen" auf etliche Volkstypen ein ergötzliches musikalisches Bildchen entwirft, immer trifft ihre zum Dramatischen hinstve- Lende, darstellerische Art den richtigen Top. So begreift es sich, daß das . Publikum, das Sonntag den großen Saal des Hotel Continental füllte, der Künstlerin mit stürmischen Beifall dankte. Ein besoiÄeres Wort der Anerkennung gebührt der feinfühligen utzd mit künstlerischer Delikatesse besorgten Klavierbegleitung Marko 'Goldins, der sich auch durch' eigene Darbietungen (Rachm-aninow, Liszt) als ein vielversprechendes Talent präsentierte. Beda trug mit wirkungsvoller Nonchalance etliche seiner bekannten Satiren vor und vervollständigte damit den gelungenen ALM). —t. —h. "» . > . " w ■ Lin Prozeß um ein jüdisches Theaterstück. Im New-Bork« Neum jüdischen Theater wird sitzt tekarmmch Abraham SchomerS „Eitele Masyk*. mit Nndolf S ch i l d k r a »t als Gast, ausgeführt.. Nun hat Direktor Edelstein von ein« anderen New-Borker jüdischm Bühne gegen das Nene Theater gerichtliche Klage erhoben, weil er angeblich schon vor langer Zeit das alleinige Aufführungsrecht des Stückes in. Rkw-Aork erworben hat. Er fordert Vom Nepen Theater eine Vergütung von nicht mehr und' nicht wenig« als 100.000 Dollar (etwa 00 Millionen Kronen). Der Prozeß, welcher demnächst, verhandelt wird, erweckt in New-Norter Thealerkrrtsen lebhaftes Jateresir. _, Ans den Theatern. ImB «rg th eater.gestmgthevte inNrud er» n» de SSpielvlaueS wrge« Unvaßlichkelt des Herrn ASlan fiat! Traum* boS Lustspiel ,D a s K o n r e r 1*, von btmw* &Wj M.AEühMM Fn der StaatSoPer wird morgen, Mittwoch, a» l i b o r* gegeben. Anfaqg Vs 7 Uhr abends. Infolge Indisposition des Herrn Kammersängers Piccaver singt in der heutigen Vorstellung der Over „Ariadne auf NaxoS* Herr F. Niemann die Partie des Bacchus. In der Volksoper gelangthmte, Dienstag, „Tosco*, mit den Damen Rantzau, Weiner und den Herren' Rittershcim als Gast. Hacen, Bünmann, Markowiky. Beer und Lazer in den Hauptrollen, zur Aufführung. Beginn der Vorstellung V-8 Uhr. . Im D e n t s ch e n.V o l k s 1h e a t e r gelangt Sönntag den 24. d. M., 2 Uhr nachmittags, Sudermanns Schauspiel «H e i m ei t*, mit Frau Vylemear in der Nolle der Magda, und um 5 Uhr Georg Kaisers Schausjfiel „G a S", mit Herrn Fischer in der Nolle des weißen Herrn, .zurAufführung. Für die erstgenannte Vorstellung gelte» volkstümliche Preise ohne Vormerkgebühr. In den Kammerspi e l e n wurde iür Sonntag den 24. d. M., 8 Uhr, Wedekiutzs Sittengemälde ,® u s i t" angesetzt. Der S v i e lp l a n deS Wiener Stadt- 1 b e a t e r s für die nächsten Tage lautet: Mittwoch. 20. d. M.» Vs? Uhr, „An des Reiches Pforten*. Donnerstag, 21., Vr? Uhr, Ki'mstlerabend des Moskauer KünAerlheaieps.- Freitag. 22-, 7 Uhr, «Lttiom*. Samstag, 23., %7 Uhr. «Brüder Karamaiow" I. Teil. Sonntag, 24. nächmittags V-3 Uhr.«LumpacivagabnnduS": abends 7 Uhr ^Brüder Karamafow*, H. Teil. Montag, 2S., V,7 Uhr „Der Kirfchgarteu*. Jnd«FreienIüdifche«Bolksbühne gelangt heute Gordins Drama „Der Unbekannte" zur Aufführung. In der Rolle des Müllers Louis Korschynski tritt Ben Zwi als Gast auf. Anfang V»8 Uhr. Einen Kammermusikabend, der Trios von Beethoven und Rachmanmow sowie Gesänge ppifM. gibt das L r l i e n t h a l-T r i o, Dr. Friedrich L i l r e n t h a l (Geige), Philharmoniker Otto Stieglitz lEello) und Otto' Schulhof (Klavier) am Sonntag den 24. d. M.,,7 Uhr, im kleinen Saale der U r a n i a. Mitwirkend: Konzrrtsöiuseriu Käthe Jung. Lorteag Emmy Klauber. DaS begabte Mitglied der Jcrrno-Bühnen stellte ihre fein abgetönte Sprechkunst moderner Dichtung, repräsentiert durch Dehmel, Colerus. Wstde, Swinburne, Perez,' Köhler und Wildgans. Den meisten Beifall fand bezeichnenderweise ihre Wiedergabe vbn Perez' «Der kranke Knabe". Aber auch mit den anderen Rezitationen erwarb sie sich den Dank des zahlreich erschienenen Publikums. Der Hauptvorzug der jungen Künstlerin ist der, daß sie chm Ve-rmeipung^ üllex Mätzchen und Uchextxeibungen doch den GefMsgchatt per -Dichtungen voll zum Ausdruck zu bringen versäht. §p. Das dwtschr Mahler-Jest. Unser Dr. K, M.-Kprrespo»'- dent schreibt aus W iesch ad en; Der erste Abend des Mghler- Festes hat die Befürchtungen, die mrn wegen der Lvohssnden Sanktionengefahr für den Besuch dieser Veranstaltung hegen nmjjte, zerstreut. Die französische» Kreise hatten sich zwar ferngehalten,? aberans allen Teilen des Reiches und dem Ausland: waren zahlreiche Besuche jeiygefroffen . und . füllten dxn herrlichen/ Konzertsaal des, Kurhauses, wo Karl S ch u - r i ch L sein verdienstvolles ÄVexk msi einer eüchrucksstarken Ausführung der zweiten SymPhonia beggml. Auf dem Programm stehen noch die -ritte, ffünste, sechste und siebente Syiw phonie, dos „Lied von der Er^ med ein Liederabend mit Artur und» Therese Schnabel, ferner ein--Franz Schr eker -Llbend unter Mitwirkung -es Komponisten. Der Wiener Schriftsteller Paul Stefan und Dr- M engelberg Ms. Amsterdam spreckM über Mahler und sein Schaffen. ' / ' / Ei« Dementi des OpernbällettS, Der Stgaisoper ist eine Depesche aus Luzern zugegangen, in der das gesamte Ballettensemble gegen verschiedentlich verbreitete Ge>> r ü ch t p r o t e st i e r t urid erklärt, sich n i e m a l s während der ganzen Tournee jn irgend w e lch er P er sö nlichen Notlage gefunden zu hoben. Die Rückkehr des Ballettensembles wird für Ende dieser Woche erwartet., - Ein Wiener Gastspiel der Dnfe. Eleonore Düse wird im Hochsommer dieses'.Jahres in Wien gastieren. Sie kommt mit, ihrem eigenen Ensemble, hem auch Almetr Novelli, der Sahn des berühmten Tragöden, angehört. Das Gastspiel wird in den letzten August- und erste» Septembertagen hier stattsinden und die berühmte Künstlerin wird abwechselub die Frau Alwin in he» „Gespenstern" sowie die Hauptrolle eines. Dramas von Robersto Braecfl geben. , 7; Renok Minck Höflich! liest MrM M'tttvoch im Saale des Ingenieurunh Architektenver-eines (1, Bezirk, Eschenbachgafst.) aus Werk«, von Georg Trakl, Frgncjs Jammes und Franz Spund«. Anfang .7 Uhr. SMrt. eine kleine Olympi-de in Prng. Di? beiden führenden tschechischen Vereine, U. & Sparta und S. K. Slavig, veranstalten m der Zeit vom 3 his «, Juni M Prag große athletische Wetjhewerbe, y» denen di? besten Beetret«. Frankreichs. Spaniens, Schwedens. Oesterreichs, Ungarns und -erTschecho-Slowakej teilnehmen fallen.Die^nterngtionalitcit dieser Veranstgltung ließt nichts z» wünschen übng. Do» der Prager Slavia. Eine sehr reichhaltige Terminliste hat die Prager Slavia zusammerigestellt. Der tschechische Altmeister bat folgendes Programm nn Frühjahr m nbsylvseren: 24. d. M.: Flovidsdyrf in Prag. 1. Mai: i. f i, m Prag. 5. und 8. Mai: Boldklubhen qs 1903 in Kopenhagen. 30. Mai: Kamrcerna-Malmö in Malmö» 16. Mai : Old Boys Vase! in Prag. 22. Mai; Teplitzer F. C. in Teplitz. 26. Mai yder 5. Jmn: Sportklub in Prag. .D. Mai; Flyridsdyrs in Mn. 12. Juni: Viktoria-Zirkow in Prag. 2ö., 26. Juni: Akademrsk Boldklub in Prag. LandekrpettkSvpfe im Dreiinselreiche. In der Barwoche kamen in Großbritannien Mei Län-erwettkämpfe zur Austragung. Schottland besiegte England 3:1 nnp Wales konstr Irland 2:1 bezwinge». «ine außerordentliche Ge»eralverfamml»»s hält d« Oesierreichische Futzhasi-Berband am 28, Mai ab. Auf dtt TageSorduung siehe« nur einige formelle Aeuderungen im Statut. Akademische Sportabteiluns Indaea^-A. M, % fi: 2 tl: 1). Dieses MeisterschastSsviel, welches unter sehr schlechten Bodmverhältmsieu zu leiden hgile, gewapn Jndaea yach hartem Kamps sicher dank der überlegenen Technik ihr« Mann, schaft. Die Tore iür Zudaea erzielten Mahsir (8), Schwarz (1), Frermann ll). tzfudaea behauvtet somit weiter die Spitze der Hochschulm«st«schaft mit 7 Punkten und einem Tarverhöltuis von 1b:L (4 Spiele). - HaS«o»ea. Wochenprograem». Fnßballsektlanr Training I. Mannschaft Dienstag tmd Freitag, H. Mannschaft Mittwoch, jeweils «m 3 Uhr nachmittags im Klvbheim. «- Leichtathletik, sektion: Training Donnerstag um 6 Uhr nachmittags. Sämtliche Leichtathleten, die an dem Laufen «Qu« durch Wien* teunehmen» haben sich zum Training einznfinden. Samstag, 7 Uhr, wichtige Vollversammlung und MannschastSansstellung. Sonntag Wettspiel gegen Jt:dlersdorf auf deren Platz. Ul. Mannschaft */»3 Uhr, Reserven 10 Uhr. I. Mannschaft V-12 Uhr.' Der Jedlersdorfer- Platz ist mit dem 31« Wagen zu erreichen. Karczag (M. T. K.), Popper (Nicholson^ und Welt (Viktoria) sind dem Sportklub Hqsmoneq beigetreten, wodurch der B«ein eine bedeutende Ver^ stämmg erfährt. Wochen Programm der Akademische« SportabteilunA Zudaea. Donnerstag den 21. d. M., V-6 Uhr abeuds, Bollversamrnlung mit sebr wichtig« Tagesordnung im Hei«, lX., Türken« straße 9. — Fnsiballieltion: Training Mittwoch, am Admira- Platz. Ab V-9 Uhr allgemeines Train,ny, ab 4 Uhr nur l. und ll. Mannschaft. Leichtathlctckiektion; Training Mrtlwych ab 3 Uhr am Admira-Matz. Tmnsektron: Das Turnen findet Montag und Mrttwoch ab Vs8 Uhr abends im Turnsaal deS Cllfabrth-- Gynmasiums, IV., Wiedener Hauptstraße statt. Der Volkswirt. Eine Krone -- 1.70 Centimes Geld, In Zürich notierte: { die österreichische Krone >. ... 1.70 ( 1.70 am 16. April) die österr. gestempelte Krone . . —.88 (—.98 aw 16. April) die tschechische Krone ..... 8.05 ( 8.05 am 16. April) die Mark .. 9.80 ( 9.27*/, am 16. Avril) Agram . . ... . ... . 4.07*/, ( 4.18 am 16. April) Bukarest . .... . . . . . 9.20 ( S.S0 am 16. April) Budavest .......... 2.12'/, ( 2.08 am 16. April) Warschau ... -.71 (-.72 am 16. April), Deine Erhöhung des BankzinsfntzeS in Ungarn. Budapest» 18. April. (Urig. Tel.-Korr.-Bor.) Die im B a N k e » ka r t e l l vereinigten hauptstädtischen Geldinstitute haben beschlvffen, daß sie trotz der einprozentigrn Erhöhung dev offiziellen Rate der Ocsierreichiich-nngarischen Bank den Eskomptezinsfuß für Akzepte sowie den Zinsfuß der auf kotierte Effekten gewährten Lombardlredite bis auf weiteres nicht erhöhen. Die Bilanz der Niederöfterreichifchen Essompte-Gesellschaft. Die in der gestrigen Sitzung des Berwaltnntzsral^ vorgelegte Bilanz für das Jahr 1920 ergibt »ach Dotievmrgl einer Reserve für die- Errichtung eines PensivnstnstitutS mrt 20 Millionen Kronen einM Gewinn von 39,872.358 Krvnew Fegen 15,992.387 Kronen km Vorjahr. Der Verwaltungsrat hat beschlossen, der am 4. Mai 1821 stattfindenden Generalverfammlnng boczufchlaFsn, eine Di v i den de von 14 Prozent gleich 66 Kronen (gegen 13 Prozent gleich 48 Kronen; im Borjahr) zur Verteilung zu. bringen, dem orderrtlichen Reservefonds 1,793.613 5kronen (gegen 797.819 Kronen im! Vorjahr) ' und der außerordentlichen Reserve 10,000.0kXl Kronen (gegen 2,000.000 ZirorrSN im Vorjahr) zuzuführeir sowie 1,168.865 Kwnen auf nerce Rechnung vorzutragen. — Weiters hat der Verwaltgngsrat beschlossen, der Gereeral- Versammlung den Antrag zu stellen, den Beschluß zu fassen, daß das Aktienkapital von 150,000.000 Kronen auf 250,000.00(1 Kronen erhöht werde und den Verwaltungsrat zu ermächtige», de» Zeitpunkt/ die Modalitäten und de» Begebungskurs der — sei es auf einmal, sei es ift^Trilbeträgen — durchznführenden, Emission,im selbständigen Wirkungskreis festzusetzen. ' WirLschaftsnachrichtzn aus Palästina. Im Februar wurden in Palästina Güter im Werts von 400.000 ägyptischen Pfund ei »geführt, wogegen, der Exp ort nur 59.0.00 ügyptische^Pfund betrug. Von de» Haupteinfuhrländern entfielen 155.000 Psimd auf England, 64.000 auf Aegypten, 34.000 anf Indien, 26.000 auf Nordamerika, 26.000 auf Holland, 21.000 auf Jtvilen und 15.000 auf Frankreich. Dis wichtigsten Einfuhrgüter wäre» Kohle, Zucker und Bauinwolle. Infolge der sehr günstigen Ernteaussichbm in Palästina hat dsi palästinenstsche Regierung sich entschlossen, bio- A u sfuh r v on Weizen und Mehl nn«mehr freizu- -eben. Der Eisenbahnverkeh r zwischen Haifa und Damaskus, der vor einige» Monaten durch de» Ueberfall der Beduinen anf die Station Wahi M im Barmuktal gestört worden war, ist nunmehr wieder fr ei ge geben. Der Platz des Ueherfalls liegt auf französischem Gebiet; eine .Sühne durch die französischen Behörden ist bisher nicht porgenommen worden. Es steht zu hoffen, daß die Behörden! ernste SicherheitAmafiregeln treffen werden, \ i Dem jAouverneuer von .Haifa ist es gelungen, zwischen hen jüd ische» Ansiedlem von Thchsra und de» benachbarten arabischen Gnmdbesitzern ein Uebereiufommen z« erzielen, wonach die Juden sich verpflichten, anf ihr« Koftw,' die Sümpfe von E7-edera tvockenznlege», wo- . gegen die Araber anf ihre Wgentumsansprüche cm dem tpockengelegten Teil der Sümpfe verzichten. Dhodera gewinnt dadurch einen erheblichen Zuwachs an Boden und die Malaria^, gefahr wird dort beseitigt sein. ' KapktatterhDhWrg des „Mrrenr". In der gestrigen Berwaltungsratssitzuuü der Pank und Wechselstuben-A.-U. „Mercur"' würde beschlossen, der für den 80. d. M. ein* berufenen «mherorhontsichen Generalversammlung die Erhöhung des AltienkapitalL von derzeit 180 Millionen ans 80 0 Milllioneu Kronen Nominale vorzuschlagen. Dio Durchführung sott in der Weise erfolgen, pah unmittelbar «ach Pep außerordentlichen Generalversammlung zunächst ein Teilbetrag von 70 Millionen Kronen Nominale MM zur AMabs gelMtr währ^. ich HMtzU m PtäWmßpM