Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 781 (30.3.1921)
- Date
- 1921-03-30
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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(Seite 6 Wey, Mittwoch» •-Der-, Sr. EJjrviirdeii Ifey;ü Ür^OirÜnv'LlL.öbarf;-'- . 'Palästina ■ mit Lichtbildern - rz« findet heute Mittwoch, «Jen 30. ri. H.v 7 -Uhr stbtznds, im. Restaurant „Auge Gottes“, IX., >Tussdorfers1ragBe 75 (Strassenbahn 37,88,39) statt. Restliche Karten an der Abendkasse. üttlerer Konzerthaussaal Samstag den 2. um Uhr nachmittags zugunsten de3 Vereines „HLÄtSTke «rnÄsekkLUflÄ»" Mvirkoud: kroi. LVLMLL «Gt-S-LÄ«« Am Harter: lqAKXV 0OL0IN Kurten an der Konzerthauskasse, bei Kehlendorfer, Löwit, „Aida* tt. im Sekretariat der „3üd. Kinderfreundeu,!!., Obere Donaustr. 91 0 Freie jüdische Volksbühne JÄ'S W Leiter: Egon Brecher — Isak Deutsch. i2SQ •»»» » i iMiMUM'niTfsMferv^FMyreyrnytiMTi^if L* SleuSe '/,8 Uhr abends: 'S? Ziseit in Zispreit An’eize f Mt TouSchalom Aiejclem;n:t NeorrJ Nathan a, 0. \Regie: I. Deatach Böhne und Kunst.- Kämmerspiele. (Zum ersten Male: „Man kann auch anders", 'virr t respektkofe Komödien von Hans Müller.) ' ' Wenn Hans Müller mit Schwankpointen arbeitete und nicht hochdramatisch kommt, kann er recht unterhaltsam werden. Die zwei Mittelstücke „Gavage" und „Das Höchste" (beide von früher her bekannt) hören sich gut an. Die Eckstücke. jedoch, „Die GewissenssachL" und „Der Minister" sind mehr geschmacklos, als respektlos um einen Einfall hennngeschrieben, Durch Weglassung der „Gewissensfachs" würbe der -Abend' nur gewinnen. Das Stück erinnert, zu stark däraij, däßr Hans Ntüller immer wieder anders kann. Aber, mach be-. grüßte Willi, THaller in dieser Novität nach löngexem Stillschweigen wieder auf den Brettern, 'freute sich, und, sah durch die Finger. Mch in zwei anderen Rollen gei.oß man Thallers Humor und seines Spiel mit Behagen. Äns-- gezeichnet wieder Haus. Lackner, besondersnnch Einakter- /,Das» Höchste", in welchem ihm eine tragiiomijchs Charakiersignr g^ingt. Herr Sima ivar zweimal nicht am Pkäh., Meiu Theresianist war nicht glaubwürdig und die ßalotirotte in „Die Garage" ist schon gar nichts für diesen Natarburschen. Frau Walö ow karikierte diesmal übermäßig. Der Eonlödsenäbend fand sehr freundliche Asiftrahme.^^Der Autor wurde häufig gerufen. ' '(). A. Freie Jüdische BEsbrrhne ' H:u!e wird die erste Wiederholung von Schalom;2:2eit in zispreit - An’eijse“ gegeben. Anfang M Uhr., Ans den Theater«. Jur Bur g t h e a t e r gelangt morgen. Donnirslag. t e Frau vom Meere" zur Ausführung. Anfang? Uhr. ' . , . i : In der Staatso-er geht morgen, Doniurswg, «T g n n h ä u s e r" in Szene. Anfang 6 Uhr. In der Volkso D t r geht heute best 30. d. M. „D i e Fledermaus" mit dm Damen Rantzau. C'erh, Wagschal, Äerstein und den Herren Pr ruß, Peters. Marlowsky, Mainau, ^lbl und Ströb in Szene. ' Im rweitr« Alt tanzt die Primaballerina der Sraatsoper Fräulci Else von Sirohlrndorf. 'Herr Bäudler singt nieder zur Laute. Im D e u 1 s ch en B o l k $ t h tatet gelaugt Montag dm 4.-Apnl um Uhr uackmittagtz Grillparzers Trauerspiel «D ie Ahn fran" und Dienstag den 5.' April um 6 Uhr GottheS „F a u st" zur Ausführung. Drr vonseinem-Nrlaud zurückkehrende Herr Wilhelm Klitsch spielt den Iaromir und dm Faust. ^i In den K a m m e r s p i e l c n wurde mr Sonntag den 3. April, 7S3 Uhr nachmiitaxs, Sudermanns ..H e i m a t" und für Montag den 4. April. ’/i3 Uhr nachmittags, Gcrhart HauptmannZ „E ins« ni e M r n s ch r n" angef-tzt In der N eue» Wi en er B üh n e hat Constanze Anden ihr Gastspiel in Adel Hrrmcmts Lustspiel >J m Luxuszug" bis 8. April verlängert' ' Hnkoah.Kp«zeet. Heute findet im Großen Musikvereinssaale -um.7 Ui>r das'.Unordentliche Konzept des H a k o.a-h-^r ch e.st e rs (Komposihynsabend S.Brnslavsky) unter Mitwirkung des. Oberkantors G. M a r a u l i e s. des Wiener Jüdischen Gesangsverrmes und des Prof. LourZ D i t s s statt. Wenigerestliche Kartm ay der. Adrndkasse. HageiGüM. Der KüNstlerbnnd Hagen hat beschloss, ber studje.renden Jugend, tzen Gewerkschaften unb.Orgaui- Zatroneü hei Wr^öratip-er P^tchttgung feiner'gegenwärtigen ^lnsstellung „Neuere Graphik. daß' Eintrittsgeld aüj die Hälfte fl ermäßigen. Herr Dr. Älfrbd der Dmktor der äatlichen K-upferstichfammlustg,' übernimmt Somrkag den 3. April um halb 10 Uhr vormittags die Führung durch' die 'itusstelmng für diejenigen Teilnehmer an dieser Besichtigung, di^ftch»M diesem Tage im Vkstibuledes ArtsstellungsgiüäUdes, 1. BeKrk,'Zedlitzgasse 3, ^nshiden., , /?,enLraiverband Lsterreichischer SLantsnnsesteLlte» vede^rtgungen. Am 4. April ftnbet tMn 11 uhr vormittags.in der. Vplksöper eia SpmphöniekovzerL 'LeS Volksoperaorchesters, Dirigent/Friedrich Grubrr, statt. Mitw'ukende r Konzertmelster Fritz Brunner, Frau Rma Psifser (BoUSoper). Die «och vorhandenen Sitz; von K 10 bis K 41' koavea rtn Zentrülvervande. Pr^chtlgaffr 9, Mglich von .L. hsö 18 Uhr und von 8 bis 6. Uhr. sowie Lri dev MwrigH«'tslMck des GirMdtS ttbobry wrrderu BSiereer SKürgenrelLu«- _80, MSrz 1S2L_ Är. 7Ä s Di OeriÄtssaak.-'" FeLdmarschalleutnanL Boog gegen Oberst - Wolff. ' , Vox bem Schivurgerrcht kam gestern die Äjrenbeleidignugsklage des Feldmarfcüallentnattts Adolf Böog gegen dtzn Herausgeber. der monarchrstrschen. „StnatÄvehr", Oberst Gustav W-o lf s. zur Verhandlung. In zwei Aufsätzen der „Staatswehr"- vom Jahre->.1919 würde Boog und dem Militäc-OverreaMUigsrar. Jeroinano Zallman zum Borwurf gewacht, daß sie sich ig btzn HeereÄienst der deutschösterreichr'scheu Republik üveritehinen ließen, Ixotzdenl sie bereiis 40 Drenstjahre hinter-- sich." hatten. Jüngere Offiziere hätten v dagegerr.. in den Ruhestand' treten müssen. Der korrupte Geist des seligen Prasidialbn-reaus vergifte auch Las jüngere deutschösterreichische Stgats.amt. Durch rote und blaue Signal-, lichter verständigten ^sich, Ljtr' maßgebellden Funktionäre über die im Vorzimmer -weilenKn AudMzwe^ber. Oberst Boog und der jetzige iIektiönschef -Feldmarschalleutnant G r u b e r würden alsdie Mheber diestzr. Signalürmpen und einer Tafel be-eichnet, auf der - stand, daß bloß Generale empfangen, weiden,' bis ein nackensteifer- Oberst dein Boog seine Meinung sagte. .... --r,.•.—- Oberst Wölfs erwiderte auf die Frage des Borfitzenden, vb er sich schuldig bekenne, mit „Min". In der Monarchie - sei es gang rurh . gäbe getvesen,. solche. . DÜM ehrenrätlich/ auszutrageü und für ihn seien auch heute nur ■ die Anschauungen maßgebend,,die in der Monarchie bestchldetl haben. Nach dem Ümstürz tvuicheii. uAey.. OWzich^n, '.W' -im - FeM - geblutet haben, die'Steruö vom Kragen gerisseil. Zur selbeik Zeit habe Boog im Mklikärkasmo eine Rede gehalwni dw das alte OssizirrSkorps inp gemeinster Weise - herabsetzt^. Er MM/in den bLanständeten. Aufsätzen daher Len Maim geißeln, der. es Nicht der Mühe tvert fand,, die Offiziere vor tdrm Polen Terror..zu schützen. . .. ' Zur Führung des Wahrheitsbeweises durch. Oberst Wolfs tvüM Me «Verhandlung schließlich vertagt. «.2--?-'?? /?!-.. ^Konsrskatro«.^ > ipi Dir Siaatsanwaltichaft -hat die OAmmmmer der „StaarZwchr" . wegen xiveiev Arlikcl unter dem Titel »Schwarzgelbe heraus'' und ^Oesterreichs Golgatha uns Auferstehung" l> t* rdit ä 'a n n tj m f tinb gegen den Herausgeber der'Zeitschrift Oberst W o l f f das Verfahren wegen Störung der ü f f e n rl ich tu .Nutz e ii n b Wege n Hochverrates emgeleitet. In den be-den Artikeln wird die Mclkchr des lcgiinnea .Kaisers verlangt und Angriffe gegen bt: Republik gerichtet. | Linie gesorgt werden sollte. Ein großer Teil der Schuld - wirtii iHrn.gerade auf den^.Bkrsailwr F-riedensvextrag.geschoben. In Frankreich hatte« die Bergarbeiter ihren Streik verq loren, weil die deutschen Kollegen den Franzosen die 5kvhle«! lieferten, und die e,rglischen Bergarbeiter müssen eben«, falls ihren Anteil an diesem Danaergeschenk empfangen, wenn auch in anderer Fyrm. In den Ko h len gruben Englands, gibt es für die Arbeiter wenig zu tun, weil die vielen Kohlen^, die ehedem Frankreich aüs England bezog, von den Deutsche«; geliefert Niechen. Frankreich verzichtet, aher auch lnoch aus einenv zweiten Gründe gern aus -die englischen Lieferungen, weit nämlich die englischen Arbeiter so hohe Löhne forderten, daß die Kohle schön an und für" sich den Franzosen /zu teuer kaut jetzt wird einfach / der . . Arbeitslohn der Kohlenarbeiter iw England herabgesetzt und/außerdem ein Teil der Bergarbeiter entlassen.' Zudem ist Frankreich' mit deutschen Kohlen eh* ■ §kvnkurr<;nt.der^englischen auf dem Auslandsmarkt geworden^ l Außer de* Kvhlenindustrie klagt dieFarbenrndustrie* . nnd' die.Spielwärenmanufaktur über die ArbeitSi losigkert. Hiir wiederum ist es die deutsche Konkurrenz, und,' man hofft, Mrch schutzzöllnerische Maßnahmen wenigstens etwä^ für süh . zu r^ttem. Die Verbraucher zeige» sich sehr zurückhaltende und kaufen nur baS Allernotwenbigste, weil sie ständig> ein weiteres Mrsicken der Preise erhoffen und durchs die Zurückhaltung immer mehr erzwinge» wollen.! Zur Regelung der Farbstoffeinsnhr mußte die Gesetz^ - gebungsmaschine in Bewegung gesetzt werden. Aber die davon, betroffener^ Industriezweige klag«: dabei über große Nu- - zuträglichkeiteu, wobei hauptsächlich eine kurzsichtige Auslegung des Gesetzes, minöffge^^ Verzögerungen nnd Scherereien, genanntwerden«. Ms ganz unangenehm empfindet man die Beharr-^ - lichkeit, mit Ivclcher der Beratungsausschuß:■ gerade auf vollständig ' nebensächlichen Einzelheiten besteht. Am C h e in ik a l i e u in a r kt ist der Absatz fö flau wie zuvor. Man spricht von einer völligen - Stockung, obschan die Kreise von; Woche zu Woche abbröckeln. ' , j Die Tex tili nd ustr i e ist ein Hauptgebtrt des rnbnstriellen Englands, u.nd mit großer Betrübnis sieht man, riesige Mengen von fertigen Waren die Speiser und Verkaufs^ räume anfüllen, für die niemand mehr Interesse zu habew. scheint. Ende Februar ist allerdings auf dem Baumwollmarktz eine ganz schwache. Belebung zu verzeichnen, nachdem diü Preise für Rohbaumivvlle . seit 12 Ddonaten dauernd gefalle«! lvaven. Es war nämlich China seit langer Zeit als Käufer,; Die HaLoah^Ri«ger in Graz. 1, Dir Niugioktion der Hakooh konnte in Graz eine» sehr - schörrn Erfolg erziclen. Sie erwicS sich dem Melftcr von Oesterreich, i dem R:ns> und :Srenchrkkch^M<y>, .als^ .chrMch-er' Gegner'«nd! ickterlag im Klukkämpse «»^ganz"knapp2 ' Dw Hg: v ahn er ,.iv .ild^n von. dem gqstpebendkN Bcreinr f httzlichsj^;ciiiTkienpit:nicr.; vrrstanhenpeft aüch durch, ihre ftnre Kampftöweife ,fb:W öry' lihft'aus/ zahlreich erschienen . Zuschauer zn errmgrn. Dir ürnaueu ErgLutM.warcn: , . 9m -F e d e r g e?wX ch^Msrf . der- Hakaahürr Reichui a n n durch Ueberranweln - de« Grazer D .-gen derei's. in 57 'Sesundrn. Auch imi Leichrgewicht siegle Hübsch (Hakoah) in -7^^Wnülerr Mrr^dU 'FH Koderitsch Weltmeister Liklor Fischer warf im leichten Äi'.ttelscw'.cht. Kohpy (Hsksah). m 1 Mm. 5A-.SA. I. Häringim.schwcren. Mitlelgewichfyach 21 :^13 Koch Haköah), und im Schwergewicht unterlag Berger gegen Miirder (Graz) in 3. Mm. 16 Sek. ' AitteeÄationale» .HPeLeyLürnier.. Aus.dem Prater' svyriplatze' fand ein internaüoüalrs Hockeylntruer stait,, das den W- C. siegreich sah. ' Di^ Resiil'äle waren: V. si B- Wiep-- M E. H. G.-Prag 3 : 0.' W.'E/C.'--PrLchcn. Berlins 1:1, Preußen, Berlin-.B. f. B.Wmr.1:0, W. iL L.-^D. E. H.M Prag. 11 :p. -.t ' ' -;.;■ Aapid in JtalLe« siegreich. Der Sportklnb Rapid siegte in Bologna 4:1 und mMailand.2r 9. - . Her«3^ Training.- Donnerstag für die. I. Mannschaft auf dem Falke-Platz. Treffpunkt Endswtiön deS 5-DmenS um 2 Uhr. Freitag 5 Uhr Versammlung che »Casä ,Dni Lauser". . W -o ch e n b r v g t a üimt.-.n a b 1. April 192t F u ß ba l l s e kt i on: Traimna Mittwoch ab V,8 i Uhr am Admiraplütz .'n Floridsdorf. - Ab 4 Uhr trainieren nur Spieler drr I. imd U. Mannschaft. — Leichtathlet i k, sie k t i o ti.: Training Mittwoch ab ‘A3 Uhr am Admiraplatz. Anmeldungen denn Kollegen F/i f ch. — D n r n s e dt i o; Das: Türnern, findet Montag: und- Mittwoch ab V-,6 Uhr im - Turnsaale ' des Elisnbethgvmnasium,!^.. Wieduer Hauptstraße, Ecke Knehübei-gasse. statt. Anmeldimgen beim Kollegeu F l e s ch. — Tourist iksektion: Äinneldungen werdm . in ' den AmWunhen eittgegrugenommen, . . WerBsskswirL. Ettie Krone 1.50 Centimes Geld. Brsier»ttg dev Svo«e. In Zürich notierte: die.österttichische Krone. , . . I.bft (1.42% am 24. M8rz) die österc. gestenchelte Krone » . » > 1.05s 1.05 am 24 März) die tschechische Krone . ... . . . 7.6V l?,6v am-24. Mörz) die'Mar?. . 9.17'/, (9,97% om, 24. Mrzf Aßtam . V , 4.~ ( 4 — am 24.08tg) Bukarest . , . . . '. *« . . . 8.— ( 8.— am 24. Miirz, öubdtbcft v ♦ . -Vv . . ‘ 1.95 ( 2.02V» am 2t, März) 3%!^ /»y, .v; W -.75 K.80 am 21. Mörrl Di« DrpresfillM in E«gland. . Aus London wird der „WeltwirtschaftS--Zeitüng" be, richtet: Gn^lanbs Arbeitslosenkrise wächst immer' rchch,' wo ^hinh.Yrt,^ man Klage« Über HW trostlosen Zustände am Arb<itKWrvkt< W den Acbeitsbörfe« solkm über 1 Million Arbeitfuchchde sich gemeldet haben, Md « KW, W M 1 aSißietuai angeseUn,. Wn >W. W ®#tt .MMU.WKMM. MW. te ßtm wenn 'auch in geringem' Maßstab, aufgetceten, wobei maitz freilich mt£ den Preisen sehr entgegenkonnnend sein mußte« Auch Indien zeigte wenigstens Interessewenn auch dies Abschlüsse noch sehr zu wünschen ließen.- Den Spinnereieni freilich war es noch nicht möglich, ihre großen Borräte abzu^ setzen. Am Wollmar kt befilrchtet man, daß ein größeres Teil unperkaust bleibenwirb, aber zwischen der British SKufirciiuu Wool Association und der Colonial Wool Assoeiatiow ist eine-Verständigung angebahnt worden, wobei man freilich betont hat,' daß die britische Gesellschaft nicht die alleyng«; Herrin des Wollmarktes ist. ,Z«m Schlüsse jej /noch darauf hingewiesen, daß es iys der H ü t t e n 1 n d u st r i e seit sieben Jahren zum ersten Males Kiv Preis he r a hsetz n n gen gekommen ist, die aber bej i-eitem nicht" für eins Konkurrenz mit dem Ausland, aus^ reichenwärest. Bon allw Seiten kainen Nachrichten über; hie SUllegikirg von . Eisenhütten und Hochöfen, die keinenz laufenden Absatz fanden und ' sich, weitere Vorräte infolge der allgemeinen Finanzschwierigkeiwn nicht hinlegen koünteu^ Bei Halbzeug war a«ch bei. den stark ermäßigten Ptsisest die Nachfrage außerordentlich gering. Ink Znmbergbau wnrdq infolge der ungünstigen Preise der Betrieb in Cornwall ganz eingestellt, und über die Zinkpreise war man trotz einer etwas gesftigerftil.Nachfrage wenig befriedigt. Der Bedarf, an Blei war recht gering und die Ausfuhr nannte man leblos-, Daß natürlich der Schiffba« unter der Depression sehr leidet, darf nicht Mrndsrnehmen, zumal wen« man bedenkt^ daß die Welffchifsstonnage jetzt nach dem Kriege die dach Porkviegszeit um etwa 8 Mllionen übertrifft. ' Die franzSfische Kohlte gegen Holzschliff rr«d Zellulose. - Die- «PoliÄsche Korrespondenz" schreibt: Bei den letzten Londoner und Pariser Bespvechungen hat die österreichisch^ Negierung an die alliierten Mächte daS Ersuchen gestellt, es möge« Oesterreich monatlich 300.V00 Tonnen Kohle mehy zugewiesen werden als es bisher erhielt. Nach dem Vorschlag der österreichischen Regierung sollte dies so durchgeführt wer, den, daß die Kohlenlieferungen, die Deutschland aus dem Rheinland zu bewerkstelligen hat. um die erwähnte Menge verringert werden, so daß Deutschland in die Lage versetzt wäre, aus Oberschlesien um 800.000 Tonnen Kohle mehr nach Oesterreich zu senden. Bei den erwähnten Besprechungen hat die französische Regierung eine Steigerung der Kohlensendungen «ach Oesterveich um 200.000 Tonnen in Aussicht gestellt, wobei sie sich aber vor« behielt, zu besümmen, aus welchen Revieren diese Kohlen an Oesterreich abzugeben wären. Die Mitteilung der Preise und der näheren Bedingungen wurde für die nächsten Tage Vorbehalten, wobei auf das österreichffcherseitS dringend ausgesprochene Verlangen, daß die Kohle nicht teurer als oberschlefische zu stehen komme, Rücksicht genommen werden würbe. JnAwischen ist hier ein Vorschlag der ftcmzösischen Regierung, bezüglich der Bezahlung eines Teiles der uns zu lieferndest Kohle durch Export von Holzschliff und Zellulose, eingelcmgt; dieser Vorschlag geht von dem Gedanken aus, daß die Produktion von Zellulose durch die gesendete Kohle erhöht werden kann. Ueber diesen Vorschlag werden Verhandlungen zwischen französischen und österreichischsn Fachleuten siattsinden. Die VerhimdlnKse» des ungarische« Finanz- Ministers. Dr. H'egedüS, dessen Ankunft ln Wien wir bereitgemeldet haben, hielt hier Besprechungen über die Borberel«, UWen M Durchführung der geplante» WShrungsmatz> «M Am «itz