Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 775 (23.3.1921)
- Date
- 1921-03-23
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2979076-2979773-2979854--07062-2993076- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 775 Men. MMwöM L3. MNz E Besprechung der ersterwähnten Frage über den Devisenha:ck)Ä. Die Gruppe der Experten, die für vollkommene Freiheit deS DevifenvcrkHrs eintrat, setzte sich für die AufheLmrg aller Beschränkungen der KronenrvrSitrage - em; bve ülbevwiegende Mehrheit vertrat aber die Anschauung, daß unsere gegenwärtige valutarifche Lage ein freies' Ausgebot von Kronen im Ausland nicht gestatte und daher eine Kontrolle des Kronerlkuirses bis auf weiteres noch notwendig erscheine. Man war aber -darin einig, daß bei einer günstigeren Gestaltung unserer wirtschaftlichen Situation und der dann zu erwarteri/den Besserung der Verhältnisse aus dem Balutenmarkt auch diese Schranken zu fallen Häven werden. Hiezu erklärte der Vorsitzende, daß dieser Wunsch sich mit den Tendenzen der Finänzverwaltuntz decke, die den Zeitpunkt dringend herLeiwünsche, wo die Vechältytffe die Aufhebung aller. aus der Not des Krieges geborenen Beschränkungen ans dem Gebiete des Devisenhandels und des Zahlungsverkehrs mit dem Ausland gestatten. ' '! Was die> Ordnung des Börfenhandvls und der/Kurs- Mdung im Clearing anlangt> äußerten'sich die . Experien einmütig dahin, daß die Einführung eines norrnalen, von allen Beschränkungen freien Börserchandels mit Dsvrsen und Valuten zwar erstrebenswert fei,, daß aber unter den gegebenen Verhältnissen die jetzige Ordnung sich als zweckmäßig erwiesen habe und daher bis aus weiteres beiznbehalten wäre. |" Die Kreditgewährung an das Ausland ist nach Wsrein- Dmmendem Urteil aller Experten — unbeschadet des Verbotes der Kreditüberweisung ins Ausland an eine Genehmigung nicht zu binden. Ebenso wäre auch der Verkehr mEffekten mit dein ÄüÄand von jeder Beschränbrrng frei- Zulassen, mit Ausnahme, jener Wertpapiere, < die aus Gold, aber ausländische. Währung laute», deren Ausfuhr auS.üll- ,u '-.'.w.rtschaftlichen Gründen unter Verbot gestellt werden uchß. Von' der Einziehung der Exportvalüten bei Ausfuhr 'von 'oi: *« und Effekten ist nach Ansicht der Experten auch abz-usehen. Ker:GeheimVertrag mit der „Treuga^. / i *&'{ Montag f)ai eine Vollsitzung der Wiener 4'ttör. lskammer stattgefunden. in welcher der Kasamer- :ar Rod itsek die Angelegercheit des Geheimvertrages tot F: -ra nzärars mit der „Treuga" zur Sprache Der Vertrag ist im September 1920 geschlossen ' tzMen . rd gibt mit Umgehung des Parlaments dieser Gesell- Mft ei: förmliches Monopol. Sr verleiht der Gesellschaft äneri . . orilativen Charakter und erinächtigt sie zur Bildung min W,c|b3 von ausländischen Zahlungsmitteln, die angeblich ■:il* dlage von WiedevaUfbaukrediten zr dienen hätten. f; Mittel zur Stärkung dieses Fonds ist dis Ueber- :> f bisher ungeregelten Verkaufs und Exports von Ivw!/l:u, Altertümern, Kunstgegenstanden u.dergl. in etnelegk-- tme Für'diese Erlaubnis soll die „Treuga" das Staats» Manzen mit 25 Prozent am Reingewinn beteiligen. &\nr : 7 it Robitsek erklärte: ..Die Geschäftsgebarung .tet', V* hat bereits seit langem bei Handel, Gewerbe wie berechtigte Bedenken erweckt. Es erscheint notvenl!tz sich die Kammer mit dieser privaten UnterteHic der dprch Regierungsderfügung eine privilegierte Sitl; ringeräumt wird, einghend beschäftigt." Der befrtC::: otzdeutsche Parteiführer Kammerrat Kandl erriär.'/ habe ^es nach dreimonatiger Teilnahme an den Äel. - 7 lgsratssttzungen der „Treuga" mit seinem Gewissen 5»e; * vereinbaren können, der Gesellschaft weiter angu- Er habe es als beschämend empfunden, daß sich i>; ■ Zerhandlung über die Uebernahme der staatlichen werke die Vertreter des Staates als DerwaltungS- , r.ä'.3 : Aktiengesellschaft fühlten. Die Handelskammer müsse ,ich allein gegen die „Treuga", sondern gegen das System Die Versammlung beschloß, von der Regierung A u f- ( I a r r g über die einzelnen Punkte beS Vertrages zu Insbesondere nnrd verlangt, daß eine etwas dunkle ^ankgr Lndung im Haag aufgehellt wird. ES heißt. darüber .n her Anfrage: „Welche Bewandtnis hat er mit der „Retonst! Me Bank voor Oostn Rijk im Haag"? HcLen sich an dieser Bankgründung in nennenswertem Umfang ausländische Kap:'.allsten beteiligt oder ist sie ausschließlich eine Gründung der „Treuga" und ihrer Hintermänner und sind die Afttiel dazu, nicht vorzugsweise direkt oder indirekt vom ösirrrelchi- Schott Staate zur .Verfügung gestellt werden?" WiLLschafLsrmchrrchLeir «ms Zugoslawieuch, 21. März. (Privat.) Die BiehverwertuntzNg.':' hat bis 15. A^ril zu liquidieren. Die Sach- - .1 sierung, bisher Mittet klerikaler Verwaltung, Staatsverwaltung (Regierungsrat Dvktvr > Rutar) tzesMt. 7' - tntlich hat die Finanzbebörde erklärt, daß bei der ■vc-.iv 'louig-.ber .<5in* und Zweikrvnennotvn if Ungelöst würden, die legal aogesteurpÄt wurden. In v', der ersten RotenstempMng waren allerlei Staurpiglien von Vereinen, Gesellschaften, Gemeinden usw. aui divdamals im Umlauf besürdlichen altösterreichischen Noten ani5.-druckt worden.. Me diese Noten sind durch den Erlaß des' Finanzministeriums von der Nichthouorierung bedroht. Die Folge davon ist, daß niemand mehr die Noten aiuiehmen wiii und das; dadurch die Preise in die Höhe geschnell£ sin!-, weil man sie den größeren Notenwerten anpaßt« Die Ausfuhrzölle des S.H.S.-Staat^ wurden slir , uachsteherrde Waren ab ge sch afft: Hanf, gesalzenes, gsirocknetcs und geräuchertes Fleisch, Würste urid Salami, Hrstzl'ohle in Stücken, in Staub und Briketts, Mehl (mit Ausnahme von Weizenmehl und Grieß), Mehlspeisen, SÜßtg* leiten Bonbons, dalmatinischer Zement (für kvoattsche» tu« ftl'.wouischen Zement bleibt weiter ein Zoll von »Ü Dinar prr 100 Kilogramm, früher 2 Dinar), Wache», Zeresin» Und Pa raffin kvrzen, Rohglyzerin, Wagerlschmiere, . Schuh» und Parieltpasta, sortierte Fetzen auS Jute, Baumwolle, Haar* lluis.'lliou, roter und weißer Leim, Produkte der trockenen Holzdestillation (mit Ausnahme vorr Methylalkohol), Forrgch* tzM, K-kÄo.t« Die Parrsev Verhmsdlrr«gerr rvsgen der - Oefterrerchisch-Urigartscherr Barrk. ' Paris, 22. März. Der ehemalige .österreichische Finanzmini,strr Dr. R eis ch,namens der vsterrelchuchrnNeaierung und Gouverneur S p i tz m ü l l e r sowie Generalsekretär Rapp namens der Leitung der Oesterrelchisch-ungarischen Bank hatien an der Meparsitzüng der Rcparntivv.skoNlrnWon ,ain 18. tz. M-, die mehrere Stunden dauerte und bei der' auch die Liquidatoren de M 0 n e s uvd fauat b 0 . zugegen waren, tcilgenommen. Die. Verhandlungen smv nun im Schoße 8er -MparationskonnnisstoN-fortßeführt morden«.In dm letzten Tagen baben drei SitzimgeL stattgestmvm.s/-ie.sich.-.' mit.'s diy FragLn der Oester» relchilch-ungarischm Btttzk befaßten. Die getroffenen Enlscheidungen werden in dm aMnachsien Tagen bekanntgegeden werden. / Oestsrreichisch-Ntttzorische Gankr. - Am Samstüg den 26. d. M. bleiben die Bureaus und Kasim in Wien geschloffen. Bloß Ui? Wechstlzahlst'.kgen wird brn Schalter von 9 bis 12 Ittjr bei der Hauvtoustait Wien offengebalten.' ►. Kohlenalibeftellungeir der tschecho-slowakischen J»»dustrie. lieber die Geschäftslage in den nordweftbohmifchen Braunkohle n r edieren schreibt das Tepliher Fachblatll „Der KoWniNt'ereffent": ' Von Woche zu Woche ch ehrestsich die Anzeichen, daß der Äohlenmarkt sich wieder zu etablieren beginnt, allerdings unter Umständen, die als wenig erfreulich, bezeichnet werden müssen. Der geringe Beschäftig gungsgrad der Industrie hat zahlreiche Abbestellungen auch in den besseren Marken znr Folge, und wenn auch trotz-, dem in diesen noch immor die Nachfrage daS Angebot hei weitem übersteigt, so wird dadurch die Lage der Kohlenwerke mit minderen Marken von Woche zu Woche immer ungemütlicher. Auch die Erleichterungen bei der Ausfuhr können da nicht diel helfen, da jetzt überall Kohle, der allerbestem Qualität verlangt wird und für Nllrrken minderer Beschaffenheit, schlechter Sortierung oder gar Förderkohle der Bedarf täglich zurückgeht. Der Wagqnüberflutz dauert an und es ist in dieser Hinsicht bezeichnend, daß die Zuckerkommisston drei Viertel ihres Wagenparks vpn den tschecho-^ .slowakischen Schächten abgezüqen und nach Oberschlesien dirigiert hat, was jedenfalls auf das somurcrliche Klarkohlengeschäft in böhmischer Braunkohle ungünstig wirken wird. ES nstrd täglich deutlicher, daß dieser plötzliche^ Umschlag der Konjunktur ernste Fvl gen nach sich ziehen muß, wenn nicht der starre Panzer, den das Kohlcngeschäft in der staaMchen Kohlenbewirtschaftung, der filianzbehördlichen Aufsicht-und der Ausfuhrkonirolle tragen muß-/ bald abgelegt wird. - Zum Teil Merkt män auch schon in den Steinkohlenrevieren den Umschwung deutlich, dessen'wirtschaftliches Folgen zu begegnen nur kaufmännischem Talent und raschem Anpassungsvermögen möglich fein kann. Das ganze Gebäude unserer Kohlenwirtschaft ist ins Wanken geratest und man wird an seine Abtragung sofort schreiten müssen, ehe der drohend- Einsturz vor sich geht, um die unabsehbaren Folgen einer solchen Katastrophe zu vermeiden. Mer auch die Kohlenste-uer an und für sich bildet eine große Gefahr, weil sie die bestehende Jndustriekrise verschärft und es den Fabriken unmöglich macht/ von der in allen Industrieländern ein» tretenden VerbilliMig der Kohle Nutzen zu ziehen. UrsprungSzengnisse für Warenimporte in England. Aus Base! wird berichtet: Nach Mitteilungen der englischen Handelskammer in der Schweiz wird die englische Regierung für alle vom 1» April 1921 an in das Vereinigte Königreich cinzuführenden Waren Ursprungszeugnisse verlangen. Ausgenommen hievon sind nur Waren, die, gestützt auf Verträge, welche vor dem 8. März eingegangen wurden, noch bis zum lü. April nach England geliefert werden« Die Arveitslvsigkett in Belgien. Im Lütticher Jnb'usiris-- bezirk sind wieder zlvei Hochöfen gelöscht und 1200 Arbeiter entlassen worden, da ungenügende Bestellungen für die E i s e n» werre Vorliegen. Angesichts der großen Arbeitslosigkeit hat^ sich die belgische Regierung entschlossen, verschiedelw Brücken- und TchleusLaarLeÜen, die nach dem Ausland vergeben werden sollten, -ist Belgien Herstellen zu lassen. Es handelt sich hiebei uni Aufträge von 3,8 Millionen Franken. Die Aufteilung der DÄMustotte. In der ünnmenden Wv'chd trifft hier der amerikanische Schiedsrichter in.' der Angelegenheit der Bonauslvtte, Herr H h nes, ein, um sich durch eine Reife auf der Donau über die Angelegenheit: zu informiererl« Die in Paris! geführten Perhandlungen sind noch nicht abgeschlossen.! : , Behandlung des Entgelts für Ueberstunden nt« (DchmstrgSarbxit beim Steuerabzug von Dienst« «zird Lohnbezügen. Wie die Kammer für HanbÄ, GMerbc mrd Industrie mitteilt, hat das Bunbesministerium für Finatizen im. Hinblick darauf, daß die Förderung von Mehrarbeit jeder?lrt für die österreichische Volkswirtschaft von größter Bedeutung ist, in einem an sämtliche Finanzlandesbehötden gerichteten Runderlaß <mAnahmSweise verfügt, daß bei allen Auszahlungen, vom 11. b. M. angefangen, der für NeberststNden sowie für Sonntagsarbeit empfangene Lohn (Gehalt) nur mit dem der Rormalstnndenentlohnung entsprechenden Teile denr Steuerabzug zu Unterwerfen ist. Bon der Wiener Messt. Die Zeichstrrngen von Wiener Messe-Aktien laufen derart zahlreich er«, baß das in Aussicht geiwmmene Kapital von 30 Millionen Kronen bereits überschritten ist. Mit Rücksicht ans daS große Interesse hat sich das Proponentenkomitee veranlaßt gesehen — um auch weiteren Kreisen die Zeichnung von Aktien zu ermöglichen >— den Zeichnungstermiil bis zum 31. d. M. zu erstrecken. Wiener Messe-Aktien können bei allen inländischen Banken und im provisorischen Bureau der Wiener Messe, Wiest, 9. Bezirk, Berggasse 16, 2. Stock, gezeichnet werden.! , Dalutenkursr. Größere Käufe für deutsche Rechnung bewirkten im gestrigen Berkehr ein kräftiges Anziehen der p 0 l n i s ch e n a r < bis 1.10, ferner waren scheR 01 en wesentlich höher, bis 2.87, wogegen die übrigen fremden Zahlungsmittel geringere Steigerungen kmszmveisen hätten. Nachstehend die offiziellen Schlußkurse: Amsterdam 23.12-.—Geld» 88.885.— Ware (gegen 81. März 23.950.— Geld. 23.050.- Ware), Agram 461.75, M.75 (464.50 468.50), Belgrad —Berlm 1081.60, 1087LV (1031.—, 1087.-), Brüssel 4855.-, 4895.- (4780.-. 4820.-), Budapest 228.60, 880L0 (206.-, 207.-), Bukarest 906.76, 816.75 (905.-, 915.—), Christ,ams 10F.25.—, 10.575.— (10^75.-, 10.425.—), Äspmhagkn 11.475.-, 11.525.- -Ä, 2R?0.—), Mailand anb Triest 2605.-. 2625.— (2665'.'—, §635.-.), New-2-ork 677.—, 68t.— (662.—, 666.—), PaM 4655.-,- 4695.— (46lü.~, 4659.-), Prag 877.-, 883.-^. (87:5.50. 881.50), Soff« 802.—. 812.— (805.—)8 Stockholm 15.170.-, 15.230.- (15.150.—, 15.210.-), Warsch« und Krakau 95.90, 97.90 (85.—, 87.—). Zürich 11-662 SW 11.712.50 (11.525.-7. 11.575.—), Dollarnoten 671.—, 675.H (655.-. 659.-). -Belaische Noten 4805.-, 4845.-/^(4755^ 4795.—), Bulgarische' Nsten 79?,-. 805.—. (785.—/ 7S5.^j Dänische Noten 11.375."-, 11.425.— (tl.275.—. 11.825.-), deutsch» Marknoten 1081.-, 1087.— (1079.50, 1085.50), englische Notest 2610.-, 2630.-; (2580.-, 2660.-). französische Noten 4630.-] 4670.— (45§0.-S 4620.— ), holländische Noten 23.075.—; 28.175.— (22.900.—. 28.000.—). italienische Nöten 2595.-1 2615.— (2615.—, 2665.^ ), unabgrstempelte jugoslawische Notrtt 1830.—<, 1850.- (1840.-, 1860.—). norwegrsche Noten 10.42S.—)/ lÜ/475.—,(10.275>^t 10.825^)» vvlnische Marknoten 107.—,109.—* (91.—, 83.--). Äumnnffche Norm 88?.—, 897.— (886.—/ 896.-^). Nunnche (Rom.) 300.-. 306.— (287^-. 293.—)1 Schwedische Noten 15.070.—, 15.180.— ' (15.050.—, 15.110.—)i Schwri.;erNoimill625.-,ll.67S.-(H.475.-,U.SL5—>.ischechrN llowäklsche Noten 877.—. 883.— (875—, 881.—)/ ungarische Noten 825.50. 227.50 (993.n0,:205.50\ . Die neuen ungarische« Stüatsnsten befinden, sich, wie uns aus Budapest gemeldet wird, bei der dortigen Filiale der Oesterreichrsch-unga-rischen Bank. . Es 'sind dies 10.000-, 5000-, 1000-, -100-, 50», 20-, 10-, 2« und l-Kronennoten. Vom eisten Tag des Austausches an verlieren die alten Noten der, Oesterreichisch-ungarischen Bank 5 Prozent ihres Wertes/ ' Finanzminisier H e g ed ü s wird in der - kommenden Wvche^ - in Wien mit der Leitung der Bank über die Technik des 'Umtausches verhandeln/ Sollte die Bank di-e Vornahme de?' Umtausches durch ihre Filialen^rblehnen, .so.tzürd die ungarische? ' Geldinstitutszentrale die Aktion durchführen. >. Einfuhrverbot auf KopierSucher in Rnmäniön. Da* . vnmänische Händelsblatt „Argus" in Bukarest teilt.mit, daß' .die Einfuhr von asten und neuen KopietBücher.n streng, verboten wurde, nachdem festgestcllt ist, daß diese Kopierbücher zur Fabrikation . von Z i g a r e t t e n p a p.i e r verwendet' wurden. . ,■■■,-■ .?, v . ] ' - ■ - >' ■ ■ n Wiener Warenbörse (Originalbeüchf.) - An de«-. ncstciaen Warenbörse war daS Angebot in Chemitalwn gut,, die Kauftust riusprcchcnd der allgemeinen Tendenz reserviert. Ber^ schredcne Arlikcl lagen nein Kaufe vor. und zwar: SMilävpe! zu 17.50 cb Wiers, Gips je nach Qualitäc von 265 bis' K 415, chloriaurcs Kali, Nigrosin, Pettolpech zu li 21.20- Schellach weiß, zu ll 1160, holländisches?-ünöl. Steinkohlendrcktcrr, Blnllaugensal^ zu K 380, Salaliali, BretienwachZ zu K 28, JavänwachZ zu & 185, Ameisensäure- Des fcuuciia) votierten: Aetznätron 59»transit Wien, Alaun (Stück) S5,j Antichlor K 33.50 itfinfii rollend, Bitiersalz K 13.50, Borax,! kristallisiert K 108 tcnnfit Wien, Kalziumkarbvnat X 23 . Chlorkalk 110/115 K 27 trcmsrl, Chromalaun L 95 prompte Ab--! ladung, Dextrin, gelb. K S3, Essigsäure, 80%, t i2i.50, Glaubersalz, kalzinirrt, K 25 ab niedervsierreichischer ' Station sowie kristallisiert K 13 transit, Harz, französisch, Gr. II. K. 56, Minium! K 57. Naphthalin, Schuppe K 62, Oxalsäure, technisch, rollend stranstt li 260, Pottasche 95/97 verzollt 94, Salmiak, kristallisiert, 98/99. L 78 loko, Schwefelnatrium..kristallisiert 80/32 K 37.25 transit Wien, Schwefelsäure. 66" 86., KCv 2 ab tschechischer Fabrik, Soda. kristaNisiert, X 15 ab Wien, Steariir lv 230 ‘ lofo, Montanwachs k 74 loko, Weinstrinsätttt. kriflMsiert^ ll 460 ab niedcrösterreichischrr Station. PererZwalder Kronenzinkwcitz K 139 transit Wien. — Fette wurden ansgeboten £ Schweinefett zu K 244 ab Wim, Pflanzenspeisefctt zu K 225 «W Wien, Margarine ü 230. — O e l e: Rizinusöl .1. Preffungi X 163 rollend transit ab Wien, Sesamöl l Pressung K 194> Speisrvlkompositivn K 163, -^Abgeschlossen wurden: Französisches Harz transit Wien 6. H. zu K 55, Bleizucker zst 7C 118 transit, Glyzerin zu L 240 (chemisch rem) ab Wien, Salz» säure 20/22 zu K 6.10 exklusive Ballon ab Wien, Lithopont (Griinsiegel) zu Ü 81 verzollt ab Wien, Ammvuiaksoda 98/160 za.L 31 transit Wien, Glaubersalz, kristallisiert, X 13 ab Oderderg transit. — L e d e r. Im Nuslande herrscht andauernde Zurückhaltung bei zumeist schwacher Tendenz. Auf der L e i v z i g e r Häute-Auktiün erzielten Rinderhäute noch höhere Zuschläge, dagegen gingen alle ,puderen Gattunge« bis 16*/» zurück. Schaffelle waren bis 5*7« niedriger. Bei der in Mannheim statt^ gesundesten Auktion gingen Presse gleichfalls um 5 bis 10<V* zurück. Ans dem hiesigen Platze ist die Haltung aö^ wartend, Preise ließen bis K 4 nach. Es notieren: Vacheleder! ll 841, Boxcalf, schwarz. K 208, RindZbox K 176, Cbrvrcau/ schwarz K186. — Lebensmittel hatten mäßiges Geschäft/ abgeschloffen wurden: Reis Saigoon Is. zu L52. ES. notieren:' Burma l!a alte Ernte K 61.50, jvgoflawsschr Nüsse K 68 ab Lager Wien, Sicbenbücger Papiernüffe 73 ab Lager Wien, Hollandsscher Kümmel K 73 verzollt ab Wien, Pfeffer, Sinaaporr bl 102 transit Wien, Cassia lignea K 86 prompt transit Mett, Piment K 72, T e e, Pecco, orange, K 160 transit Wien, Kasse- Superior ii 289 verzollt ab Wien» Rio K 150 transit Wiett.i Ausgleich. Die Passiven des Franz S t e p h a « etz,' Inhaber der uichlprotokolllerten Firma „Erika". Filmverleih-und! Bertriebsanstalt, Vl!., Schottenfelbgasse 26, über welchen gestern das- Ausgleichsverfahren eröffnet wurde, berragku zirka kl 1.860,000. Beteiligt sind eine Berliner 'und zwei Wiener Filmsabrikest, weiter Pritzatkapitaliste». Wiener Börse. j,.Im Gegensatz z« ihrer Dorgängerin bewahrte d r ,-esi-igss BMe eine feste Haltung, doch kam es nur in einzelnen Eifcllengattüngen zu lebhafteren Umsätzen, da sich die Spekulation mit Rücksicht auf den Krappen Geldstand Reserve anftrlegte. Ivr Bordrrgrnnde des Interesses standenSüdbahn-Prior^. tüten, welche aus günstige Chancen der bevorstehenden Der-i handlUngm über die italienische Änuuität z» höheren Kressen auS de« Markte genommen wurde». Bevorzugt und steigend waren ferner Alpine-Aktien, die einen Bossprung von K 880 erzielten. Einen Teil ihres gestrigen Verlustes brachten. Salgo-Kohlen und SkodaMtitn wieder herein, wogeger: Rima und Ruston in retrograder Rechtnng verkehrte«. Gegen Schluß kamen die seit einiger Zeit stark vernachlässigt gewesenen vsterreichischeu Kredit-Aktie« ins Fahrwasser der Hausse. Sie stiegen um K 136. Im Schranken war dir Tendenz nicht einheitlich.' Prager Eisen verloren K 400, Carborundm» K 130, Clothildej K 150. BrÜrer Krchlen K 480, Nordnngarische Kohlen imtf Ungarische allgemeine Kohlen je K 800, Neusiedler Papierfabrik! K 450 und Fanro K 200, wogegen Berg und Htitjm um K 1450 in di« Höhe gingen. Die Steigemna der Rosßyer betrug t 500; Karvalhtn-Petrolmm grwannm K 200. Galizia L100 und. Lemvere-Czrrnowitzer K 850. An der Nachbörse blieben Sudbahn^ Prioritäten andauernd begehrt. Renten läge» schwächer; Ungarisch« Kronenrmte büßte.2»/» rm. Im übrigen verweil« m w| " j... Z«dvftrte-Anternshm«r,8rnK Bangesell« Käst 130.-), Unioudav 3lö0.--^ (4- 50.—), Sßtai^