Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 774 (22.3.1921)
- Date
- 1921-03-22
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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T 'Seitens Wien, Dienstag Wiener Mor§erizeitung 22. März 1921': M7774- Jüdische Kunst- und BuchattssteAyW. , Die Vsremlgullg jüdischer Forscher, . Schtiststellcr mit» iKünstler Harnach vcranstaltet im Kunstsalon. Würthle & Sohn jNachf., I., W-idurggasse 9, eine -Wische Kunst-! .und Büchaus- ^stellung, an der sich jüdische Künstler von Ruf beteiligen.werden. Die Eröffnung der Ausstellung findet am r.'Äpril statt. Aüsstünfte beim. Sekretariat des Haruach (Dr. Oskar Karbach lk., Himmelpfortgaffe 20). Aus den Theater«. r Im Burgth eate^, gelangt morgen Mittwoch „Uuteriwegs^ zur Aufführung. Beginn 7 Uhr. i Jn der Staatsover geht morgen Mittwoch „Aida" Im Szene; Amonasro: Herr Mi chael Bohnen a. G. iBeginn Vr? Uhr. f . . . f Im Deutschen Do l k s t h c a t e r spielt von morgen Mittwoch) ab in Hans Müllers Schauspiel „Flamme" Frau O l ly Die Rolle der Anna. i In den Kamm erspielen des Deutschen Dolkstheaters gelangt Samstag, den 36. d. M. Hans M L l l e r S Lustspiel-- lZhklus Man kann auch anders" zur erstes Aufführung. Die Hauptrollen der „Vier respektlosem,Komödien" von denen „Die Gewissenssache* und „Der Minister" m Wien noch nicht gespielt worden sind, liegen in den Händen der Damm Carlsen, Waldoiv, Wessely und Wonvode und der Herren Thrllrr, Lackner, Sima, Iwald und des nenengagierten Herrn Hans Frank. Spielleiter: Dr. Heinz S ch u l b a u e r. Im Jo s e f st adter-Th ea ter ist Samstag den 86. d. M. Premierenabcnd. Zur AuMhrung gelangt der Schwank i.Drr Geliebte in Moll" von Alexander Engel und Julis Horst. In der weiblichen Hauptrolle beginnt Gisella Werbezirk ihr Gastspiel. Der Vorverkauf, für diese Vor- Aeüung hat bereits begonnen. . Billige Symphoniekpnzerte für StaatsaugefteMe. Dem Zentralverband österreichischer StaatsMgestelltenverünigünge« ist es gelungen, mit dem Kapellmeister an der Volksoper ein Uebereiukommen zu treffen, das am 4. April d. I. m der Volksoper ein S v m p h o u i e k o u z " r.t zu besonders ermäßigten Preisen stattfindeu wird, um größeren Kreisen der Staatsangestelltrn den Besuch eines -erstklassigen künstlerischen Konzerts zu ermöglichen. Karten für Staarsangestellte und. deren Angehörige sind täglich im Sekretariat,des Zentralverbgndes,!X., Prechilgaffe 9, erhältlich, soweit sie nicht durch die einzelnen Fgchvereme zur Ausgabe gelangen. u» Sport. - Boxkämpfe in der Rotunde. Heute abends finden in der Rotunde große Boxkämpfe statt, deren bedeutendster jener Zwischen Czirvlnik und Frank Rose ist. . - Rapid führt nach seinem sonntägigen Siege mit 26 - Punkten ii; der Meisterschaft vor den Amateuren, die 81 Punk! e ausw eisen. ' ' . Hasmonea—Prater Athletiker-Club f: 0 ^1:0). Die. taktisch und technisch gut spirlende Hasmonea-Mannschaft konnte in diesem Meisterschaftsspiel einen mühelosen Sieg' erringen.' Hasmonea war während des ganzen Spieles überlegen und hätte bei einer schutzkrästigeren Stürmerreihe weit mehr Tore erzielen können. Me Mannschaft der Sieger zeigte eine behütende Form Verbesserung. In der Verteidigung ' bot -Schächter eine' glänzende Leistung. Die Deckung, die sonst ein Schmerzenskind der Mannschaft ist,'- arbeitete tadellos. Im Sturm boten Singer, Grübler ' und Schirock eine gute Leistung, vor dem Tore aber ließen die Leiden letztgenannten die nötige Ruhe vermissen. Fenichel uyd Wolffon 2 sind hervorragende Techniker. — Trotz großer Üe-berlegenheit der. Hasmonea gelingt es dem gegnerischen Tormann, sein Tor vis zwei Minuten vor Halbzeit rein zu halten.' In der 49. Minute erzielt Schirock mit ^inem scharfen Schutz die Führung. In der achten Minute nach Seitenwechsel überspielt Fenichel:Ht- Verteidigung und sendet unhaltbar ein. Einzelne Durchbrüche'wehrt die gute Verteidigung ab. Nach einem schhrren Kombinations-sptel erzielt Fenichel den dritten Treffer.) Derselbe Spieler kann abermals einen Sololauft mit einem' Tor; beenden. Mannschaft: Pöllak, Breuer, Schächter, Sokach Wolffon 1, Baron, Wolffon 2, Fenichel, Schirok, Krpblvr^ Singer. Schwedens-Oesterreich. Drr holländische Schiedsrichter B o a s^ welcher die Leitung des Spieles übernommen hat. kommt 'in Begleitung seiner Gattin nach Wien und wird ini* Hotel Aftona absteigen. Zwei holländische Journalisten kommen anläßlich des-Schwedenspieles nach Wien. Anf^der Fahrt nach Agram werden die Schweden von den Herren MefSl, Szmetana und Falk begleitet werden. Jüdischer Turnverein Mahkabt X. Wie bereits berichtet, mußte der Makkabi X infolge Entziehung seines Hauptturnsaales das diesjährige Schauturnen cbsaaen. .Da aber der Sophiensaal für den 4. April vertragsmäßig ausgenommen wurde, veranstaltet er. cm diesem Tage zuanusten unseres Turnhallen- Baufonds eine Frühlingsredoute. Die Veranstaltung soll als Auftakt für die große Hallenbauaktion dienen und ist zu wünschen, daß alle Gg.. Turner und Sportler diesen Anlaß benützend ihr Scherflein für den Hallmbau beitragen, indem sie das Nützliche rmt dem Astgenchmen gleichzeitig vxrbindm, ' Hecharver. Heute präzise 8 Uhr abends. „Bunter Abend" nn Eafs Stadttheater Vlli., Albertgaffe- 29. Schwim m-- s,ektion: Freitag Schwlmmtraining rur Beatrixbade nur für Herren. Gäste keinen Zutritt. Danimmitglieder trainieren Montag im Beatrixbade gemeinsam mit der Hakoah. Heros. Donnerstag Training; Spielerversammlung Freitag 6 Uhr im Eafs „Drei-Lanser". *. Äkademische Sportabtettung JndLa—Akademische Sektion Rndolfshügel. Hochschulmeisterschaft 1:1 (1:1). Akademische Sportabteilung Judäa» IX., Türkenstraße 9. Wochenprogramm:Fußbaklsektion: Training Mittwoch ab 3 Uhr am Admna-Platz in Floridsdorf, ad Vs3 Uhr allgemeines Training, ab 7*5 Uhr nur l. mrd H. Mannschaft. — Le i ch t a t h l e 1 i k s e k t i o n: Training Mittwoch ab 2 Uhr am Admira-Platz. Anmeldungen beim Kollegen Fisch. — T u r n f e k t i o n: Das Tnrmn findet Montag und Mittwoch ab 7-8 Uhr abepds im Turnsaale des Elisabeth-Gymnasiums, IV., Wredner Hauptstraße, Ecke Kriehuber« Laste statt. Anmeldungen beim Kollegen Uesch. — Tau r'lst tk- Sektion: Anmeldungen werden in den ÄmWunde» entgegengenommen. Sonntag den b. April Tageswanderung im Wiener!» wald. Führer Dr. Kurt Epler. — Fechtsektio«: I» der " Men Zeit wird eine Fechtfektion. errichtet. BoramneldMgeu Dsr Vslkswirl. Eine Krone --- 1.80 Centimes Geld. Neuerliches kräftiges Anziehen von Krone und Mark. In Zürich notierte : < die österreichische Krone-. die österr. gestempelte Krone'. die tschechische Krone. die Mark. . Agram. . . Bukarest '. . Budavest . . Warschau. . , » YV . 1.80 ( 1.65 am 19. März) 1.10 ( 1.— am 19. Marz) . 7.60 ( 7.60 am 19. März) UV . 9.55 (?.35 am 19. März) 4.— ( 4>— am 19. März) '■. ‘ 7.90 ( 8 — am 19. März) . V . 1.80 (1.67Vs am 19. März) . . . —.69 (—.65 am 19. März) Schwrerrgkerten des tschecho-slowakische» Zuckerexports. Der „Prager Mckermarki.^ schreibst Die feen-jc* Zwangsinaßregeln gegen Deutschland haben auch! für uns Nachteile im Gefolge. Mt Rücksicht auf die Bestimmung, betreffend die VinheLung der SOpro^entig-n Steuer van der deutschen-Hlnsfuhr verlangen die englischen Behörden bei der Einfuhr nichtdeutscher^ über Deutschland beförderter. Ware eine Herkunsts-. b eschei nigung. Davon wird vor allem unser Zucker betroffen, der-durchwegs den Elbeweg über Hamburg nimmt. Die Ausfertigung der Zertifikate nimmt stets, längere Zeit in Anspruch und so entstehen Verzöge^ rungen, die viel Geld und Verdrießlichkeiten kosten fönnen.pBsim Geschäft mit England, wo der größte Teil des.: Zuckers erst verkauft wird, wenn er auf der Plbe schchsmvitvder in Hamburg eingetrvfsen rst, können hie mit der: Ausfertigung der- Zertiftkate verbundenen Weiterungen ernstliche Folgen nach sich ziehen. Wenn wir uns erinnern, daß der Zucker bei' uns in' komplette Kähne 'verhahon und mittels -Eigenen Schleppdampfers, ynf der „LnteniaLionalen" Elbedirekt, in dezr Hamburger Freihafen verschifft wird, und daß man dennoch von uns den Nachweis Verlangt, daß unser Zucker nichtdeutscher Herkunft ist, s» müssen wir uns fragen, wozu, denn eigentlich! die Elbe „internationalisier^^ wurde. Die Einhebung von 90 Kronen für jedes Zertifikat seitens des britischen Konsuls in Prag ist auch eine Sache, gegen welche wir uns grundsätzlich verwahren, sollten. Denn durch! diese. Wöühr ist unser Zucker am englischen Markte L en achter^9 t gegenüber Zucker zum Beispiel holländischer Provenienz, bei welchem eine Herkunstsbescheinigung nicht.notwendig ist. y Ircltt Geld.! - ' Seit einiger Zeit sind Gerüchte im Umlauf, daß sn W,Oesterreichisch-uugarischen Bank In terimsg e i d , ' hergefiellt . werde, welches - mit - Anfang des Sommersznr Ausgabe gelangen soll. Nun erklärte, wie * erinnerlich',. Bnndesminister Dr.' G r i m m v or einiger Zeit in der Nationalversammlung, es seien geinäß den Bestimmungendes Vertrages von Saint- Germain die erfopderlichKiz technischen. Schritte behufs Herstellung neuer Mten unternommen worden. Wie wiv erfahren^ ist jedoch die Emission drs neuen Gieldes durch die. BLNk bisher keineswegs entschieden, au'ch steht der Äortlaüt der neuen Voten noch' nicht fest, so haß höchstens von Vorbereitungen gesprochen werden könM. Auch die Zusammenhänge zwischen dieser .Angelegenheit und d'ör Reist Dr. Spitzmüllers. beruhen huf Mmbinationeu. v: -yyy'-(! ■;: i. Siaüd der Oesterreichisch-nngarischen Bank am 7. Februar 1981. 38 Milliarden Banknstenumlauf. Aktiva: Vexä,iderunz«n MetaMchatz: seit dem Stande vom - »1. Jänner im. IC K K Sordmüttjt« der UkpnentyShruqg, dann Solh in Darren,' i» ausländischen n. Handels- : . - minzen, das Ml» seist S» . . . L 3L7S -erechnN ..... Goldiyechstl auf rnswLrtige Plätze und ouSlLndische Noten ... #,997.1*8.54 ,, g Silberkuxaut- und Lrilmünjkfl_ VAM 10,031.881.74 -f- 1,8«M8?.80 Kassenscheine der ikriegSdnrlehenSkassen . . . 1S4,077.>50.— 4- 7ß-»<XX>.— ENompiierte Wechsel, Warrant» und Esfekteu. t7.540,l7S.53S.SS -Pl174,447.ri6.10 Darlehen gegen Handpfand. . ... . . . . SS4,466.400.— — _ 89,428.400.— (Sffrftcn ••••* 8o8«141*2ß “ 8D11.78 Oesterretchische Dkvisenzen^ale , » . « pi9Wt761.825,08,*)• 443,990.410.83 Oesterreichisch-ungarische Bank „ßlnuiboti»«#« ... .. Masse", Ucbertrag dom Jahre ILA).... 7.684,063.481.18 ........ Andere Aktiva .g.256,957.872.70 - M.089,714,23 41,533,799.584.59 P a s f i b ß. , f Banknolenunilaui - ....... - 35.261,887>314.— -p 875,738.929.-' Giroguthaben und (ouflißc sofort fällige Be» Sindlichkeiten .....»». 4.707,101.561,70 -f- 874,245.561,88 Guthaben der Ocster7eichischnrngarischen Baick FiquidattonSmass-'-/. . . .. 310,118.784.1« + 85,928.97447 Sonstige Passiva.. ... — 16,338.882.47 ' ' ' ' V-" 41,633,709,584,59 Der vankiuttnuullans ist sohin-»A «7« Millionen auf über 35 Mlliardrn gestiegen. Jn Uugarn ist er vvr47 Millionen auf 18 Milliarden au« gepachfe». ■ VorkbergehendeErhShungderEisenbahnlager- Md Wagenstandgelder. Die im Muner dmchgefübrst Erhöhung der VaMr- und Wagerrstandgrldrr hat infolge der seither anhaltenden vllgemernien Pveissbeigenrug viel an ihrer Wirksamkeit eingebüßt. Noch immer stehen zahlreiche Wagen «nyerhciltnismäßtzg lange Zeit in den Stationen, weil ihre Entladuiig und die ßw* maermrg Gitter in Privatmagazinen m vielen Fallen sich kostspieliAer stellt als die Hezahlmrg des biSyer erhobt,en Magazine durch die lange Lagerung der Güter vielfach üürrlastek fint» und hiedurch die GüterbewegUng behindert 'wird; mußte des Lagergeld neuerdings erhöht'werden. Es wird daher in AugleichNug an die vor kurzem erfolgte Erhöhung des Zollaufschlages vom Fünfzigfachen auf das Siebzigfache^ das Lagergeld auf das Siebenfache der derzeit tattftnäßigeie Gebühren gebracht. Noch dringetlder erschien eine neuerliche Erhöhung des Wagenstandgeldes, da durch das Stehenlassen beladener Wagen nicht nur die Betriebsverhältnisse erschwert werden, sondern diese Wagen auch einer anderweitigen Benützung entzogen sind, was die Oeistungssähigkeit der Eisen-s bahnen zmn Schaden, aller Interessenten wesentlich herabsctzt^ Bei der neuerlichen, infolge dieser Umstände notwendig ge* wordenen Erhöhung des Wagenstandgeldes wurde die progressive Staffelung für die einzelnen Abschnitte dev Stehzeit fallengelasseit und. eine gleichmäßig für jeden Stand' der starchgeldpflichtigen Zeit geltende Gebühr gewählt, die ' höher ist als der siebenfache Betrag der derzeit für den ersten! Zeitstafsel und niedriger als die siebenfache ftir den letzten! Zeitstassel geltende Gebühr. Diese Erhöhung der genanntes Nebengebühren tritt aber nicht in jenen Fällen ein, in dene^ die Anrechnung des Lagergeldes ober Wagenstandgeldes wegen! Einlagerung der Sendung oder Anhaltung des Wagens in! etner llnterwegsstation wegen, eines Besörderungshindernisses! erfolgt, und hinsichtlich des Wagenstandgeldes nicht für' je na! Wagen, die Lebensmittel enthalten, wenn die Entladmrg innere halb 24 Stunden nach! Ablauf der standgeldfreien Frist-durchgeführt wurde. Diese Maßnahmen werden amtlich! als vorübergehend bezeichnet. \ '■;; . Neifch — Bizeprastdent dev Allgemeinen öfterreichischen Boven-Credit-Anftolt. Der Berwaltungsrat der Allgemeinen österreichischen Boden-Credit-Anstalt hat in seiner gestrigen Sitzung den früheren Direktor der Anstalt, Bundes« minister a. D. Dr. Riebard Reisch und den Generaldirektor der Gebr. Boßler & Co. Aktiengesellschaft Eugen Friedl ä n d e r als Mitglieder kooptiert und Herrn Dr. R e i s ch zum Bizepräsidenten gewählt. Ferner wurden der Titulur-Dirrkt-r Herr Adolf Stern zum Direktor «nd die Herren Börsedisvonentm' . Aichard B n z z i, Präsidralsekretar Dr. Fritz D a n k o w i tz und Vorstand des Sekretariates Dr. Karl Pfeffer nt Direktorsiellvertretern ernannt. Kein Verkgnf d?r Wyllersdorfer Werke Holländer. Ans Wiener-Neustadt wird ms berichtet: Der Betriebsrat der Staatlichen Werke in Wollersdorf dementiert in einer Zuschrift an das hiesige sozialdemokratische! Organ die von einem Wiener Blatte gebrachte Nachricht, daß Verkaufsverhandlungen wegen Ankaufes der Werke durch Holländer statt gefunden haben. Zugleich wird festgestellt, daß in den Werke»! wohl noch Munition erzeugt. wird, aber bloß für Jagd- und montanistische Zwecke, und die Werke, deren Hauptbetrieb die , Metallwaren-. Maschinen-, Feilen-, Werkzeug- und Holzwaren-. fabrikation ist, einen erfreulichen Aufschwung genommen haben.. Es schweben zwar, heißt es in der Zuschrift, verschiedene Projekt«! bezüglich der künftigen Gestaltung der Werke, doch sei, die' Arbeiterschaft nicht geneigt, Wöllersdorf an Privatkapitalistew pusliefern zu lasten, sondern will die Werke in eine gemeinwirtschaftliche Anstalt imgewandelt wiffen. Hrsterreichifche WaffenfabrikS-Desellschaft. In der hepke ab gehaltenen Berwaltungsratssitzung wurde beschloffen. iw einer für den 6. .April l. I. emznberufenden außerordentlichen Genrralvrrsammlnng den Antrag zu stellen, die Verwaltung m ermächtigen, das gesellschaftliche Aktienkapital von dreiundsechzij^ Millionen Kronen durch nrue, voll und bar einzvzahlende Aktien per X 300.— Nominale bis auf das Doppelte zu erhöhm nud den Zeitpünkt,. sowie, die näheren Modalitäten der Begebung im eigenen Wirkungskreise scstzusetzm. Wahrend durch die letzten. Kapitalserhöbungen vornehmlich für die bisherig notwendig gewordrilm Investitionen der Automobilfabrik vorgesorgt wurdet erscheint es nunmehr, da die Seritznerzeugung sich in vollem Zuge! befindet, erforderlich, den für dre gesteigerte Produktion notwendigen Betriebsfonds m beschaffen, der insbesondere durch die wesentlich gesteigerten Materialpreise und Löhne eine starke Anspannung -erfahren hat. Auf den Tagesordnung der Generals Versammlung stehen ferner die erforderlichen Statutenänderungen Staatsnotenemziehung i« dev Tschecho-Tlowalei. Aus Prag wird uns gemeldet: Eine Regieruugsverordnun« bestimmte, daß die tschecho-slow. 5000 Kronen-Staatsnoten mit dem' Datum vom 15. April 1919 nach dem 15. April l. I. aufhören,: gesetzliche Zahlmittel auf dem Gebiete der tschecho-slowyklscheu Republik zu sein. Nach diesem Tage werden die Staatsnote» Irls zum 31. Jänner 1923 nur beim Bankamt deS Finanzministeriums! in Prag und bei dessm Filialen umgetauscht werden. i Wirtschaftliches aus der Tschecho-Slowabri. Die Aktimgesellschaft für Lederindustrie Bergmann in Nr-n-i B v d s ch o w hat beschloffen, eine Dividende von 40*/o, das ist K 80 zm Auszahlung zu bringen. In Prag wird em, Tochterunternehmen der Standard Ol Company mit emiLett Millionen Kronen Aktienkapital ins Lebe» gerufm werde». Aus Pretzb urg wird berichtet: Der Güterverkehr in diesem Monat betrug bisher 20.026 Tonmn. Davon wurden 8394 Tonnen! ausgeführt, meistens auf den Balkan. Die Ausfuhr betraf Kohles Maschinen und Eisen. j Bevorstehende Einführung der Franeswähruns tut Saaraebiet. Aus Berlin wirb gemeldet: Die Regievungs^ kommifsion rn den besetzten Gebieten hat die Einführung der? Francs-wcchrung im Saavgvbiet ab 1. Mai 1921 beschlossen^ Die betreffende Verordnung besagt, daß sämtliche Getbiihreni der Evsenbcchn-, Post- und Telegraphenverwaltung, gleichs gültig welcher Art, in Francs eingehoben und das Personals der genannten Verwaltungen m der gleichen Währung entlohnt werde. Die Wirtschaftslage der Schweiz. Der Schwsizecisch^- Bankverein teilt in feinem Geschäftsbericht über das Iahst 1920 mit; Die Schweig ist von der Krisis nicht verschont.geblieben. Unsere Industrien, die in ihrest Mehrzcchl auf den Export angewiesen sind, leiden umsomehrj als ihre Gestehungskosten dnrch den hohen Kurs des Schweizer Frankens beeinflußt find, während ihre Absatz, Möglichkeiten durch den niedrigen Stand der ausländischen Währungen und durch die fast vollständige Stockung in best . Nachfrage des durch die ^langen Kwiegsjahre geschwächten Kon4 sums vermindert worden sind. Der Geldmarkt starch in dev Schweiz während des ganzen Jahres unter dem Einstutz dest hohen Ansprüche des Bundes, der Kantone und der Gemeine den. Die hohen- GöMeihsätze haben namentlich dein Hhpotheteickrsdit geschadet und dazu beigetragen, die Bautätigkeit h-injpNK-uIhalten, welche ohnehin unter der Wirkung der höhest ArheilÄölhne und Materrattenpreise darniodevlag. Die HandelsbauLgn können auf ein nicht ungünsttges Jahr zurückblicken, obwohl sie die Rückwirkung des Einfluffes der Krisis auf ihre Kundschaft zu spüren bekamen und noch spüre» -' KndNstrtaltsierung Karpacho-Rußlands. Die Industrial lisiermrg des an Wäldern und Bodenschätzen reichen Karpatho-i Rußlauvs ist eine der wichtigsten wirtschaftlichen Aufgabest der Tschecho-Dtowakei. Nunmehr hat, wie der „jkafsak Njsag" meldet, die Prager Ziwnosteuska Banka zusmnmen nlft holländische!« und. schweizerischen KapiürlisiLn ein - r‘~:‘mTTTiTihW”-;‘ rjm